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Beiträge von Peter Krackowizer
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Rezensionen verfasst von
Peter Krackowizer "mosaik" (Neumarkt am Wallersee, Salzburg)
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Hamburg Reiseführer Michael Müller Verlag: Individuell reisen mit vielen praktischen Tipps (MM-City)
Hamburg Reiseführer Michael Müller Verlag: Individuell reisen mit vielen praktischen Tipps (MM-City)
Preis: EUR 14,99

5.0 von 5 Sternen 276 Seiten spannend geschriebene Geschichten und aktuelle Erlebnismöglichkeiten, 28. April 2016
276 Seiten, 165 Farbbilder, sieben Touren, zwölf Übersichtskarten, bei jeder Tour Restaurant-, Einkaufs- und Nachtleben-Tipps, dazwischen Geschichten über das Alsterwasser, den FC St. Pauli, den Paternoster, den Fleetenkieker und anderes, insgesamt 21 „Alles im Kasten“.

Selten, dass ich 18 Seiten Geschichte einer Stadt mit so viel Interesse gelesen habe. Dabei erfährt der Leser auch, wer Störtebeker war und was es mit dem Duell mit Georg Friedrich Händel auf sich hat. Wissen Sie, weshalb die Speicherstadt entstanden ist? Das und vieles mehr lesen Sie im Hamburg-Führer von Matthias Kröner. Mittels Verweise auf Seitenzahlen kann man schon aus dem Kapitel Geschichte heraus weitere Informationen nachlesen.

Bei „Hamburg von A bis Z“ scheint Kröner auf nichts vergessen zu haben: ob Naturbad in der Stadt, wo man Fundsachen abholen kann, dass man im Stadtpark Grillen darf, was für Kinder sehenswert ist, über die schwul-lesbische Szene u.a. Unterwegs kann man in Hamburg mit verschiedenen Verkehrsmitteln sein, es gibt geführte Fahrradtouren und dass man für einen Helgoland-Ausflug bis zu 88 Euro rechnen muss, erklärt der Autor auch näher. Übernachten, Essen und Trinken, Kulturleben, Veranstaltungen – letztere führt er Monat für Monat an!

Diesen Kapiteln schließen sich dann die sieben Touren auf gut 170 Seiten mit Detailübersichtskarten an: Hafen, St. Pauli, Neustadt, Altstadt, St. Georg und Außenalster, Ottensen und Altona-Altstadt, Elbufer sowie Grindelviertel, Schanzenviertel und Eppendorf. Ein Kapitel über Ziele außerhalb des Zentrums komplettiert die Beschreibungen. Wer sich für studentisches und jüdisches Leben in der Elbmetropole interessiert, wird beim Kapitel Grindelviertel fündig, im Schanzenviertel erlebt der Besucher ein alternatives Altbauquartier. Durch Eppendorf, zum Tierpark Hagenbeck und auf den Olsdorfer Friedhof führen Touren außerhalb des Zentrums. Wer ein Portugiesenviertelchen in Hamburg sucht, wird in diesem Führer ebenso gut informiert, wie jener, der wissen möchte, ob man den alten Elbtunnel mit Pkw befahren kann.

Ob Reeperbahn (warum die wohl so heißt?), der Michel, der Fischmarkt, Sankt Pauli, der kilometerlange Spaziergang um die Außenalster, das Geldvernichtungsmonster Elbphilharmonie und vieles mehr beschreibt Kröner in gutem Stil, nicht marktschreierisch oder übertrieben, aber mit viel Recherchearbeit, wie man aus seiner Einleitung herauslesen kann.

Ich muss wirklich bald wieder einmal nach Hamburg, in die flächenmäßig die Städte Köln und München locker hineinpassten. Matthias Kröner hat mit seinem Stil und der Fülle an Besichtigungsmöglichkeiten und Information einen echten Reiseverführer geschrieben.


Ins Land einischauen: Die schönsten Aussichtspunkte der Steiermark
Ins Land einischauen: Die schönsten Aussichtspunkte der Steiermark
von Andreas Adelmann
  Taschenbuch
Preis: EUR 22,90

4.0 von 5 Sternen Ein gut gemachtes Buch mit vielen praktischen Informationen, 27. April 2016
„Atemberaubende Panoramablicke“ verspricht der Titel am Buchrückendeckel, ich schlage es auf und lese „Keine Panoramaplätze, sondern stille Durchblicke zu Gesäuseriesen: Zur Goferhütte und Vordergoferalm“. Also doch nicht alles Panoramablickwanderungen. Und beim Vorschlag auf den Rappoltkogel gibt es ein Bild vom Gipfelkreuz im Nebel mit dem Bildtext „Auch wenn man Pech mit dem Fernblick hat, bietet der Rappoltkogel eine abwechslungsreiche Runde.“ Zufällig also zwei Vorschläge mit eingeschränkten Panoramablicken erwischt, aber bei den anderen, insgesamt 55 Vorschlägen, dürfte das mit dem „atemberaubend“ wohl zutreffen. Dürfte deswegen, weil ich nicht alle, wohl aber etliche beschriebenen Wege von zahlreichen Bildern aus dem EnnstalWiki kenne und so dieser Aussage zustimmen kann. Aber jedenfalls ist der Autor ehrlich und weist darauf hin, dass nicht immer die Sonne scheint.

Der Großteil der Vorschläge befindet sich im Toten Gebirge, Dachsteingebirge, den Schladminger, Rottenmanner- und Wölzer Tauern sowie in den Ennstaler Alpen, also rund ums Ennstal. In der vorderen und der hinteren Klappe des Buches zeigen Übersichtskarten, wo sich die Vorschläge befinden. Was mir gut gefällt, ist die optische Gestaltung der Vorschläge. Neben dem Titel werden Wegzustand und Höhenunterschied mit Symbolen angezeigt, darunter, in einem Kasten hellgrün unterlegt, Anreisedaten, Ausgangspunkt (mit Längen- und Breitenangaben), Weglänge und –zeit sowie nochmals Höhenunterschied im Detail und Anmerkungen wie beispielsweise Betriebszeiten von Seilbahnen, Einkehrmöglichkeiten und Tipps des Autors. Nach einer Einleitung je Tour folgt die genauere Beschreibung, wobei markante Punkt wiederum mit dunkelgrüner Farbe hervorgehoben werden. Zwar scheinen die Wegbeschreibungen ausreichend zu sein, doch Stichproben ergaben, dass man trotzdem eine Wanderkarte dabei haben sollte. Denn wie beispielsweise darf ich interpretieren „bei der bewirtschafteten oberen Gföllerlam zweigt links der Alpinsteig Höll ab“? Von wo aus gesehen?

Manche Untertitel brachten mich zum Schmunzeln: „Vom Kreischberg zum Kirbisch. Sommerbegehung im Top-Schigebiet des Murtales“ – ein Schigebiet, aha, ist das wichtig für eine Sommerwanderung? Ein Top-Schigebiet wäre der Vorschlag Planai auch, nur dort schreibt der Autor nichts von „Sommerbegehung im Top-Schigebiet“. Zahlreiche Bilder, technisch und inhaltlich von guter Qualität und Aussagekraft, fast alle vom Autor selbst, vervollständigen diesen Führer, 240 Stichworte im Register helfen beim Orientieren im Buch.


Lesereise Apulien: Die Magie des Mezzogiorno (Picus Lesereisen)
Lesereise Apulien: Die Magie des Mezzogiorno (Picus Lesereisen)
Preis: EUR 9,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Persönliche Eindrücke einer Urlauberin, die mit der Realität vielleicht nicht immer übereinstimmen, 25. April 2016
Zugegeben, dies hier ist natürlich meine ganz persönliche Meinung und sollte nicht als Kritik am Schreibstil der Autorin gesehen werden. Aber mir ist es doch etwas zu „dick aufgetragen“, also zu lieblich geschrieben, aus den Augen eines nur für kurze Zeit verweilenden Touristen, der nicht unbedingt hinter die Kulissen schauen muss.

„Das Paradies im Olivenhain“ ist für die einen „köstliches, kräftiges Öl“, für die anderen, die Erntehelfer, 70 Euro Lohn pro Tag bei wie vielen Stunden auf Leitern? In einem anderen Kapitel schwelgt Bisping über fruchtige Tomatensauce für orecchiette in „ihrer“ Masseria bei einem Kochkurs für die Gäste. Auf sieben Seiten macht sie dem Leser den Mund wässerig. Nur, sie verschweigt den Namen dieser gastfreundlichen Masseria, was sie bei manch anderen Lokalen, die sie im Buch erwähnt, aber nicht macht.

Im Kapitel „Öl auf meiner Haut“ genießt sie einen Gesundheitsnachmittag in einer Masseria mit Olivenpaste, zerstoßenen Olivenblättern, einem Dampfbad mit Extrakten aus Olivenöl und Olivenblättern usw. Sie haben es erraten: den genauen Namen dieser Oase erfährt man nicht. In Lecce sieht sie „echte“ Geschäfte, doch beschreibt sie in diesem Beitrag recht gut adas Handwerk der „cartapesta“-Künstler, die Kunstwerke aus Pappmaschee herstellen. Diese werden bei Prozessionen mitgetragen. Auch eine Krippen-Kultur ähnlich wie Neapel gibt es in Lecce. Bari, den Tanz der von der Tarantel gebissenen Frauen, die Küsten des Salento entlang – das Buch bietet durchaus auch Information. Und im letzten Kapitel erfährt der Leser etwas über die Realität des Lebens, über eine gefährliche Krankheit, die in Apulien unter den Olivenbäumen grassiert.

Beim Lesen hatte ich einfach den Eindruck, dass in Apulien nur glückliche Wirte, Fischer und Hotelmitarbeiter leben, dass man täglich Sonnenschein erlebt und es keine Armut, keine Flüchtlinge, keine Umweltsünden und keine kriminellen Vereinigungen gibt. „Die Magie des Mezzogiorno“, da mag sie recht haben, aber ich empfand es doch zeitweise etwas verklärend geschrieben, jedoch nicht schlecht im Stil!


Törnführer Nordseeküste 1: Cuxhaven bis Den Helder
Törnführer Nordseeküste 1: Cuxhaven bis Den Helder
von Jan Werner
  Broschiert
Preis: EUR 29,90

4.0 von 5 Sternen Nicht nur für Segler interessant, sondern auch für Landratten, 10. April 2016
Ein Leser einer meiner Rezensionen über ein Kochbuch mit gutem Bildmaterial schrieb als Kritik, dass meine Rezension nichts wert sei, weil ich die Rezepte nicht selbst gekocht hätte und nur das Buch beschrieben, wie ich es erlebt hatte. Nun werde ich wohl von den Seefahrern kielgeholt, weil ich als noch niemals mit einem Segelboot (mit)gesegelte Landratte über einen Törnführer schreibe. Doch nicht jeder Leser kauft sich ein Buch des Kochens oder Segelns willen.

Beispielsweise ich wollte einfach einmal über diesen Teil der Nordseeküste etwas erfahren. Und ich wurde als Landratte nicht enttäuscht. Denn offensichtlich ist der Autor nicht nur ein erfahrener Segler, sondern auch ein guter Buchautor. Er beginnt nämlich gleich zu Beginn mit zehn Seiten Grundinformation über Gezeiten, Wasserstand und –tiefe, Wind, Navigation und Ausrüstung, wobei er die Grundlagen der Seemannschaft voraussetzt. Fehlendes Wissen konnte ich teilweise gut im Internet nachlesen. Die nächsten elf Seiten im Buch beschäftigen sich u. a. mit dem richtigen Berechnen der Wassertiefe, dem Seewetterbericht, Tidenhäfen, dem Trockenfallen und den zehn Sicherheitsregeln – alles wirklich gut erklärt und für mich verständlich.

Dann geht es los mit den Beschreibungen der verschiedenen Törngebieten. Wer jetzt denkt, da stünde nur Unverständliches für eine Landratte, der irrt. Natürlich beschreibt der erfahrene Autor die Ansteuerungen, auch ob nachts empfehlenswert oder nicht, er berichtet detailliert über die Hafen-, Schleusen- und Ankerplätze; aber er beschreibt auch die Seebeschaffenheit, wo welche Hochseefrachter gelöscht werden und über die Inseln selbst. So gibt er beispielsweise einen Einblick in die Geschichte von Inseln wie bei Norderney oder beschreibt die romantische Insel Spiekeroog. Interessant seine Informationen zu Wangerooge. Auch am Festland weist er auf Sehenswürdigkeiten hin.

Übersichtskarten mit Fahrwasserrouten, Tabellen mit Wattenhoch, Wassertiefen u.a. anderen Angaben bietet der Autor ebenso wie Tipps zu Wahrschau – ja, das ist so ein Wort, das ich im Internet nachgelesen habe. Durchaus informative und abwechslungsreiche Bilder ergänzen dieses Buch, sodass ich auch als Landratte einen guten Überblick über diesen Teil der Küste erhalten und einiges an Fachwissen gelernt habe. Und der Segler wird viele hilfreiche Tipps darin finden, damit er nicht festkommt oder Häfen ohne Spritkaufmöglichkeit ansteuert. Interessant auch ein Tipp, den Werner immer wieder gibt, wenn die Wetter- oder Wasserverhältnisse auf einmal schlecht werden sollten: Ab nach Helogland!


Vier Zimmer, Küche, Boot: Das Hausbootabenteuer
Vier Zimmer, Küche, Boot: Das Hausbootabenteuer
von Uta Eisenhardt
  Broschiert
Preis: EUR 22,90

3.0 von 5 Sternen Gut geschrieben, aber irgendwie ein ewiger Kampf um Gemütlichkeit, 10. April 2016
Es scheint ein ewiger Kampf mit Behörden, Anrainern und technischen Problemen zu sein, wenn man ein Hausboot besitzt. Zumindest in Berlin, wo die Familie Eisenhardt auf einem solchen lebt. Und hat es gerade einmal selbst etwas Frieden, erfährt die Autorin von Bränden und Untergängen anderer Schiffe. Auch von ungebetenen Gäste am eigenen wie auch Schiffen von Bekannten weiß sie zu berichten.

'Die Moral von der Geschichte' ist das letzte Kapitel und von den drei Seiten gibt eigentlich nur der letzte Satz eine Antwort darauf: 'Dieses Schiff wird glücklich machen, ', aber das ist eine andere Geschichte'. Nun ja, die Familie Eisenhardt scheint zwar dem Buch nach nicht unglücklich zu sein, aber so richtig glücklich wohl auch nicht. Jedenfalls fehlen dazu Geschichten, sieht man vom Kapitel 'Hausboot-Romantik' ab.

Die Autorin, die beruflich als Journalistin tätig ist, schreibt durchaus angenehm lesbar und in gutem Stil. Es ist eben der Inhalt, der bei mir den Eindruck erweckt, es sei ein ewiger Kampf und so recht zu genießen scheint die Familie ihren Wohnsitz auch nicht zu können. Aber das mag jetzt mein Eindruck sein. Die Farbbilder geben einen Einblick in die Entstehungsgeschichte des Hausboots und vom Leben an Bord. Wobei mir vom Leben an Bord doch etwas wenig in den Geschichten vorkommt. Es überwiegen technische und behördliche Probleme sowie Schilderungen von Problemen anderer Hausbootbesitzer oder anderen unangenehmen Ereignissen.

Dass das Boot um € 10.137 ersteigert wurde ist eine der ganz wenigen konkreten Zahlen in diesem Buch über Kosten. Beim Lesen kam mir dann des Öfteren der Gedanke, dass diese oder jene Reparatur, Nutzungsgebühr oder Anschaffung doch einiges gekostet haben dürfte. Ob sich also ein Hausbootkauf als Kostenvorteil gegenüber einem Haus- oder Eigentumswohnungskauf darstellen könnte oder nicht, lässt sich aus dem Buch nicht herauslesen. Aber ohne Ausdauer, Mechaniker- und Reparaturkenntnissen und zeitweisem Komfortverzicht sollte man sich kein Hausboot zulegen, meine ich.


Piemont & Aostatal Reiseführer Michael Müller Verlag: Individuell reisen mit vielen praktischen Tipps (MM-Reiseführer)
Piemont & Aostatal Reiseführer Michael Müller Verlag: Individuell reisen mit vielen praktischen Tipps (MM-Reiseführer)
Preis: EUR 15,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gibt einen wirklich umfassenden Überblick über die Vielfalt dieser beiden Regionen, 25. Februar 2016
Das Titelbild dieses Reiseführers zeigt bereits die Gegensätze, die der Inhalt bietet: die Bergwelt im Westen des Piemonts sowie in der Region Aosta und die sanfte Hügellandschaften im Süden und Osten des Piemonts. Dazwischen liegen weite Ebenen und viele, teilweise uralte Dörfer.

Das Piemont ist nicht nur ein kulinarisches Schlaraffenland, sondern bietet auch sehr viel Kunst und Kultur. Erwähnenswert sind dabei die „Santuari“ und „Sacri“, Heiligtümer und Kalvarienberge: Sacra di San Michele, Santuario di Oropa, Santuario di Graglia, Sacro Monte di Varello, Sacro Monte Calvario; im Santuario di Vicoforte gibt es die größte elliptische Kuppel der Welt zu bestaunen; uralte Kirche und Klöster werden in diesem Führer beschrieben. Wenig bekannt ist die Tatsache, dass das Westufer des Lago Maggiore zum Piemont gehört und daher dieser Teil des Sees auch in diesem Führer vorgestellt wird.

Das Aosta-Tal, wohl in Italien, aber doch schon sehr Französisch, kann seine geschichtlichen Wurzeln nicht leugnen. Auf gut 60 Seiten beschreibt Becht alles Sehens- und Erlebenswerte dieser Region.

Dieser Führer bietet viel Information über die bei uns weniger bekannten, aber sehenswerten Regionen des Piemonts wie beispielsweise die Westalpen und seine Täler. Hier befinden sich Städte wie Cuneo, das Schloss von Racconigi, die Abtei von Staffarda, die Quelle des Flusses Po oder Sacra di San Michele u.a.

Sehr hilfreich zur Planung der Reisekosten sind Preis-Richtwerte bei den vorgeschlagenen Hotels und Restaurants. Denn Wohnen und Essen sind im Piemont nicht gerade günstig. Die Autorin gibt auch einige Weinkellereien-Tipps. So beschreibt sie beispielsweise das Weingut Fontanafredda, das zwar geschichtsträchtig ist, aber oft leider eine Massenabfertigung bietet. Ich bevorzuge kleinere Kellereien. Und noch ein Tipp von mir, im Buch natürlich beschrieben: der Besuch des Castello die Serralunga d’Alba. Der Ausblick vom Turm dieser Höhenburg über das Gebiet der „Le Langhe“ ist bei klarem Wetter wirklich eindrucksvoll!


Lago Maggiore: Reiseführer mit vielen praktischen Tipps.
Lago Maggiore: Reiseführer mit vielen praktischen Tipps.
von Eberhard Fohrer
  Broschiert
Preis: EUR 18,90

5.0 von 5 Sternen Beschreibt nicht nur den Lago Maggiore, sondern die Umgebung, 25. Februar 2016
Der Titel „Lago Maggiore“ ist in diesem Fall eher leicht untertrieben, denn dieser Führer bietet auch viel Information über die nördlich gelegenen Täler des Locarnese, des westlich gelegenen Orta Sees, des südöstlich gelegenen Varesetto rund um Varese und des nördlich davon gelegenen Gebiets um den Schweizer Luganer See mit Lugano. Vervollständigt wird Informationsangebot durch eine Beschreibung für einen Abstecher nach Mailand und sechs Wandervorschläge.

Da der Lago Maggiore in meinen Augen nicht unbedingt ein Badeurlaubssee ist, finde ich die angebotenen Ausflugsinformationen ideal für trotzdem einen längeren Aufenthalt an diesem durchaus interessanten See. Auch muss der Reisende nicht unbedingt eine „Seefahrt“ zu den Borromäischen Inseln unternehmen, um die subtropische Vegetation, die die Region Lago Maggiore bietet, erleben zu können. Denn beispielsweise Verbania hat mit dem 16 Hektar großen Park um die Villa Taranto eine einzigartige Pflanzenpracht. Der Monte Mottarone in Stresa ist nicht nur wegen der wirklich eindrucksvollen Aussicht bekannt (klares Wetter vorausgesetzt), sondern auch für seinen alpinen botanischen Garten.

Nur wenige Kilometer nördlich des nördlichen Endes des Sees auf Schweizer Seite bei Locarno eröffnet sich die Tessiner Bergwelt. Ein Besuch im Valle Rovana und im höchstgelegene Tessiner Dorf Bosco Gurin, dem einzigen deutschsprachigen Ort der Region, ist auch eine Zeitreise im Tessin. Dieser Reiseführer informiert den Interessierten ausreichend darüber, um eine Entscheidung für einen Besuch dieser Landschaft zu treffen.

Natürlich werden viele praktische Informationen angeboten, zahlreiche Bilder bieten eine anschauliche Ergänzung zum Geschriebenen. Bei den Wandervorschlägen ist mir aufgefallen, dass drei von ihnen besonders detailliert mit Sehenswertem und Aussichtspunkten auf die Seen beschrieben sind. Auch das wird eine Entscheidung für eine Wanderung erleichtern. Auf den rund 340 Seiten finden sich interessante geschichtliche Beiträge, Kartenausschnitte und über 40 Beiträge – „Alles im Kasten“ – der verschiedensten Art: über Grotto, dem typischen Tessiner Lokal, den Mittwochsmarkt in Luino, die Villa di Porta Bozzolo, über Schornsteinfeger aus aller Welt und vieles mehr.


Olio Extravergine d'Oliva. Das Gold Italiens: Geschichten. Qualitäten. 90 Rezepte
Olio Extravergine d'Oliva. Das Gold Italiens: Geschichten. Qualitäten. 90 Rezepte
von Dario Santangelo
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 29,90

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Geschichts-, Bilder- und Rezeptbuch auch für die Augen, 24. Februar 2016
Warum man keine Oliven direkt vom Baum herunter essen kann, warum der Hinweis „erste Kaltpressung“ nicht unbedingt etwas über die Qualität eines Olivenöls aussagt, welchen Unterschied es zwischen einer Sardenaia und einer Focaccia gibt und anderen Fragen wird in diesem Buch auf den Grund gegangen; Bilder wie jene der beiden Brüder, die „i gatti“ – „die Katzen“, genannt werden, Bilder von antiken, faltigen Ölbäumen im Süden Italiens und Appetit anregende, ganzseitige Farbaufnahmen von Gerichten zum Nachkochen, ja, dazu komme ich noch – es ein dreiteiliges „Erlebnisbuch“ über die Vielfalt der italienischen Olivenöle.

Die 30 Seiten detaillierte Geschichte über die Olive und das Olivenöl führen von Jahrtausende alten Funden über die Bedeutung des Olivenöls in verschiedenen Kulturen, die wirtschaftliche Entwicklung bis hin zum heutigen Gütesiegel. Das zweite Kapitel widmet sich auf ebenfalls gut 30 Seiten praktischem Wissen über das Olivenöl: über die Frucht an sich, wie viel und welches Öl, was auf einem Etikett wichtig ist oder nicht, über Fettsäuren, die richtige Verkostung und über Mythen und Wahrheiten. Ein so ein Mythos ist, dass man das Extravergine nicht erhitzen darf – das Gegenteil ist der Fall und warum, das steht im Buch. Im dritten Kapitel geht es um Klimawandel, Leidenschaft, Ölbauern und Ölpresser, von denen einige in Wort und Bildern präsentiert werden, samt kleinem Ölproduzenten-Führer - Empfehlungen der Autoren.

Im letzten Teil des Buches gibt es dann 90 Rezepte. Beispielsweise gefüllte Focaccia mit Zucchini, Rindfleischsalat mit Nocellara-Oliven, Bandnudeln mit Sepiatinte, Sepia und Zitronenaroma, gefüllte Spitzpaprika mit Basilikum-Pesto-Tagliolini-Fülle und anderes mehr. Nicht ganz klar komme ich mit manchen Zutaten wie Nori-Algen aus Japan, Pancetta steccata, Taggiacsa-Oliven, Stracchino oder Crescenza-Käse, Navellinas-Orangen u. a.– wo bekomme ich die in Österreich? Welche Alternativen gäbe es dazu? Manche Rezepte klingen einfach, andere kommen mir doch etwas aufwendig vor. Interessant die Seite über Olivenöl als Konservierungsmittel: wie erzeuge ich selbst „Konserven“. Olivenöl kann man auch für Eisdesserts oder mit süßen Gewürzen verwenden. Eierkekse und die „Caserecci“, römische Rotweinkekse mit Nüssen haben auch Olivenöl als Zutat.

Dass vieles abgeleckt wird, also „lecker“ ist, die niederösterreichische Köchin Manuela Santangelo des Buches Schlagsahne und nicht Schlagobers verwendet hat mir jetzt rein sprachlich als Österreicher nicht so gefallen. Doch die wirklich herrlichen Bilder von Dario Santangelo entschädigen jeden nicht kochenden Buchleser wie ich einer bin (ich hätte ja mal das Kochen gelernt, aber meine Frau kocht viel besser). Abschließend über das reich bebilderte „Erlebnisbuch“ seien noch das Rezeptregister, das ordentliche Literaturverzeichnis und einige Internet-Links erwähnt.


Lesereise Vatikan: Mit der roten Vespa zum Petersplatz (Picus Lesereisen)
Lesereise Vatikan: Mit der roten Vespa zum Petersplatz (Picus Lesereisen)
von Christina Höfferer
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 14,90

4.0 von 5 Sternen Informativ, abwechslungsreich und gut zu lesen, 18. Februar 2016
16 Geschichten, so viele gibt es in diesem Büchlein, 154 Stoffteile, so viele benötigt der Schneider Ety Cicioni für eine Uniform für einen Schweizer Gardisten und 45 Gärtner, so viele pflegen die Gärten des Papstes in Castel Gandolfo. Ja, und wo es eine Bar in einer kirchlichen Universität mit christlichen Preisen gibt, verrät die Autorin ebenso wie das nicht vorhandene Geheimnis des Vatikanischen Geheimarchivs. Wo Papst Franziskus welches Brot bekommt, warum eine Botschafterin mit einer roten Vespa herumgondelt und noch so manch anderes erzählt Christina Höfferer auf den 130 Seiten ihres Büchleins.

Darunter sind praktische Beiträge, die man als Rom-Reisender auch selbst erleben kann. Und es gibt auch nur informative Beiträge, also Hintergrundinformationen zum besseren Verständnis des Vatikans. Ich finde die Beiträge abwechslungsreich, den einen oder anderen etwas anspruchsvoller geschrieben und den einen oder anderen einfach gehalten. Und weil es ja ein Buch zum außerordentlichen Heiligen Jahr 2016 ist gibt es auch Beiträge über Papst Franziskus und die Geschichte des Heiligen Jahres.

Sprache und Ausdrucksform von Christina Höfferer sind gut gewählt, es bleiben auch keine Fragen offen. Vielleicht die nur eine, wie sie denn an all diese Informationen gelangte, die Autorin. Doch das soll ihr Geheimnis bleiben.


Werbung & Recht: Was erlaubt und was verboten ist
Werbung & Recht: Was erlaubt und was verboten ist
von Rosemarie Miklau
  Broschiert
Preis: EUR 27,24

4.0 von 5 Sternen Praktisches, einfach gestaltetes und übersichtliches Handbuch zum Nachlesen, 6. Januar 2016
Der Fachverband Werbung und Marktkommunikation hat ein Buch zum Thema, was in der Werbung erlaubt und was verboten ist, herausgebracht. Also ein Praxishandbuch für ihre Mitglieder und da ich auch einen Gewerbeschein dieses Fachverbands besitze, habe ich das Buch gelesen.

Das Gewerbe der Werbeagentur ist ein freies Gewerbe, setzt also keine besondere Ausbildung voraus und jedermann erhält diesen Gewerbeschein. Aus diesem Grund ist es sicherlich hilfreich, wenn man nun gar keine Ahnung hat, einmal die rechtlichen Rahmenbedingungen kennenzulernen. Nicht bis ins letzte Detail, aber doch so, dass ein neuer Gewerbescheininhaber ganz gut damit zurechtkommt.

Acht Seiten über das Urheberrecht informieren über das Wesentliche – weiterführende Literatur für jenen, der es genau wissen will, umfasst dann eben 350 Seiten (DDr. Meinhard Ciresa: „Urheberwissen für die Praxis“, Linde Verlag Wien, 2009, ISBN 978-3-7093-0184-5). Nicht uninteressant personen- und berufsbezogene Werbebeschränkungen (z. B. für Gesundheits- und Krankenpflegeberufe, Rauchfangkehrer oder Musiktherapeuten). Direktmarketing, Telefonwerbeverbot, Werbung und alkoholische Getränke, Tabak-, Kfz-, Glückspiel- und andere Werbevorschriften folgen.

Zum Schluss des Buches noch einige Gesetzestexte, AGB mit ergänzenden Hinweisen und Verhaltenskodexe. Ein praktisches, einfach gestaltetes und übersichtliches Handbuch zum Nachlesen – sollte in jeder Werbeagentur-Schublade liegen.


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