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Beiträge von Peter Krackowizer
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Rezensionen verfasst von
Peter Krackowizer "mosaik" (Neumarkt am Wallersee, Salzburg)
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Salzburger Bauernkalender 2014: Auf da Alm - Im Himmel auf Erden
Salzburger Bauernkalender 2014: Auf da Alm - Im Himmel auf Erden
von Gertraud Steiner
  Kalender

5.0 von 5 Sternen Themenschwerpunkt das Leben auf der Alm mit sehr interessanten Beiträgen, 2. Februar 2014
Neben den alljährlich gleichbleibenden Informationsblöcken wie Kalender, Patrozinien, Viehmarktkalender und umfangreiches Adressmaterial, hat der Kalender 2014 einen Fokus auf die Themen Alm und Almwirtschaft. Zunächst einmal erzählt Ingo Reifenstein über Namen und Begriffe, die von der Geschichte Salzburger Almen berichten. Dabei ist auch ein historisches Bild der Judenbergalm am Gaisberg zu sehen, aus der später das Hotel Kobenzl wurde. Reifenstein schildert sehr anschaulich das Leben auf der Alm. Es folgt eine wahre Begebenheit einer fliegenden Kalbin. Gertraud Steiner hat dann einen Beitrag zum Thema „Sennerin - ein Beruf für unerschrockene Frauen“ zusammengestellt. Über Wandschoner und Strickereien mit Sinnsprüchen hat Walter Mooslechner geschrieben („Den Auerhahn macht Liebe blind, so geht’s auch manchem Menschenkind“). In „Käse und Blumen für den Prälaten“ schildert Gerald Hirtner Interessantes über geistliche Grundherren Salzburger Almen. Im Beitrag über das Pinzgauer Rind gefällt mir besonders gut das Bild einer Kuhherde, die im Gänsemarsch in einer Winterlandschaft wandert. Vergessenes präsentiert dann Monika Brunner-Gaurek in „Über die Bergmahd“. Die Mäher stiegen während der Woche nicht von den Almwiesen täglich ins Tal ab, sondern übernachteten in Erdlöchern (Bilder veranschaulichen dieses harte Leben). Wie markierte Wanderwege entstanden sind, Erinnerungen an eine Alm-Kindheit und weite Schulwege, Wallfahrten, Prozessionen und Bittgänge im Raum Taxenbach, Wetterpropheten, über Murmel- und andere Tiere und Kräuter und vieles mehr wurde in dieser Ausgabe 2014 wieder zusammengetragen.

Abschließend möchte ich noch den Beitrag von Gertraud Steiner über Adam Rainer, genannt „Aouul“, erwähnen. Er trug nach einem Brand, den er als Kleinkind erlebte, eine Störung seines Wachstums davon. Der Beitrag schildert das trotzdem zufriedene Leben dieses Mannes, dessen wichtigstes Ereignis im Jahresablauf das Hundstoa-Ranggeln war. Wer sich für alte Traditionen und das Leben in den Bergen im Salzburger Land interessiert findet in dieser Ausgabe einen Fülle von lesenswerten Artikeln. Es ist fast ein kleines Geschichtsbuch, diese Ausgabe 2014.


Barcelona
Barcelona
von Thomas Schröder
  Broschiert

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unterhaltsam, unzählige Detailinformationen und sehr informativ, 6. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Barcelona (Broschiert)
Sie wollen in einer Bar etwas essen und dabei alte Radiogeräte bestaunen? Sie möchten mitten in der Stadt an einem Strand baden gehen? Sie möchten Barcelona mit dem Fahrrad kennenlernen? Das alles und noch viel mehr Möglichkeiten bietet dieser sehr gut gemachte Reiseführer.

Alleine das Kapitel „Barcelona, Hintergründe und Infos“ umfasst gut 80 Seiten. Bei allen der 14 Touren, die der Autor dann beschreibt, gibt es zahlreiche Restaurant-, Bar-, Club- und Einkaufstipps, wobei Schnöder bei den Essenstipps immer auch einen persönlichen hat. Niemand muss sich sorgen, sich zu verlaufen. Zum einen besteht Barcelona größtenteils aus schachbrettartig angelegten Straßensystemen, zum anderen bietet der Autor für jeden seiner Rundgänge Detailkarten, in den diese Rundgänge eingezeichnet sind. Darin finden sich auch die genauen Lagen der Tipps. Wer sich also im Altstadtviertel Barri Gotic aufhält, hat auf einen Blick mehr als 25 Restaurant- und Bartipps.

Am Ende des Buches gibt es noch Ausflüge in die Umgebung, darunter auch ein Wandertipp. Viele der Bilder sind so ansprechend, dass ich eigentlich gleich wieder nach Barcelona reisen möchte. Wieder, denn ich war schon einige Male in dieser faszinierenden Stadt und habe in diesem Führer einiges für mich noch Neues entdeckt. Ich finde, dieser Führer bietet alles, was ein Besucher dieser Stadt wissen will, soll und muss.


Korsika: Reiseführer mit vieelen praktischen Tipps.
Korsika: Reiseführer mit vieelen praktischen Tipps.
von Marcus X Schmid
  Broschiert

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zeigt die eindrucksvolle Vielfalt an Sehenswertem und Unbekanntem der Insel, 6. Januar 2014
Wer weltweit berühmte Sehenswürdigkeiten auf Korsika sucht, hat ein falsches Reiseziel gewählt. Wer frei herumziehenden Schweineherden begegnen, in wildromantische Buchten hinabsteigen und mit der einzigen Eisenbahnlinie ein kleines Abenteuer erleben will, der ist aber hier richtig. Ich selbst war noch nie auf Korsika und ich wollte mich einfach einmal mit der „faden“ Insel im Mittelmeer ein wenig auseinandersetzen. Nahm den Führer eben mal zur Hand – und habe ihn nicht mehr weggelegt!

Wer hätte es erwartet: Schon die Geschichte der Insel ist abwechslungsreich und mit unterhaltsamen Episoden durchsetzt (ein deutscher Hochstapler wurde als König gekrönt, im 18. Jh. wurden anstürmende, deutsche Soldaten mit „biologischer Kriegsführung“ in die Flucht geschlagen, u.a.). Im Kapitel „Wissenswertes von A – Z“ gibt es neben viel praktischer Information auch Interessantes zu lesen: über die Blutrache und Clans, über Steintische (dol = Tisch, men = Stein ->Dolmen), über die Fremdenlegion und anderes.

Dann folgen die sechs Kapitel mit Beschreibungen: Bastia - der Norden, Ostküste, Südkorsika, der Westen - die Golfe, der Nordwesten - die Balagne und das Inselinnere. Unglaublich, welche Vielfalt an Information da der Autor zusammengetragen hat. Immer wieder hat er Tipps, wo es besonders reizvoll ist, welche Schlucht man sehen sollte, welche Wanderung empfehlenswert, wo es schöne Strände gibt, wo welches historische Gebäude sehenswert und anderes. Vom Bier aus Kastanienmehl, über die Lagustenfischerei, mal ein Hinweis auf 30 Winzer, mal ein Rundfahrttipp durch das Nebbio („Nebel“-Land), über alte Bergdörfer und natürlich alles über die bekannten Städte wie Bastia, Ajaccio, Bonifacio usw.

400 Seiten über Korsika, ohne Bla Bla, sondern mit echt spannenden und informativen Abschnitten, sehr gutem Bildmaterial und vielen Adressen und Tipps. Ich habe jetzt von Korsika ein völlig anderes Bild.


Spanien: Reisehandbuch mit vielen praktischen Tipps.
Spanien: Reisehandbuch mit vielen praktischen Tipps.
von Thomas Schröder
  Taschenbuch

3.0 von 5 Sternen Bietet Überblick über Spanien, manchmal etwas unvollständig, 6. Januar 2014
Na ja, 888 Seiten mit nur 47 Farbfotos, alles andere ist in Schwarzweiß, die Infokästen, die Ausschnittkarten, die Texte und restlichen Bilder; das entspricht jetzt vielleicht nicht mehr ganz dem Standard und bei den Farbfotos schauen manche wie aus den 1970er Jahren aus.

Aber die Informationen an sich sind in Ordnung und aktuell. Der Leser erfährt jedenfalls überall das Wichtigste, manchmal, aus verständlichen Platzgründen, nur das Allerwichtigste. Trotz des Spagats, ganz Spanien in einem Führer bringen zu wollen und doch brauchbare Information zu bieten, hat der Autor bei den wichtigeren Städten durchaus genügend Restaurant- und Nächtigungstipps angeführt.

Spart der Autor manchmal mit Details, so bietet er manchmal umso mehr Info an. Beispielsweise beschreibt er bei Sevilla eine ganze Seite lang die „Semana Santa“ und „Feria de Abril“, die wohl wichtigsten Veranstaltungen in dieser Region. Über den Dom von Sevilla gibt es sogar 1,5 Seiten. Hingegen gibt es über die UNESCO-Welterbestätte Santillana del Mar knapp 20 Zeilen plus, ich gebe es zu, eine Seite praktische Infos über Anreise, Essen und Schlafen. Aber kein Wort, dass der Ort Welterbestätte ist.

Im Kapitel über La Rioja schreibt der Autor zwar, sicherlich lobenswert, die Geschichte über die Hühner in der Kathedrale von Santo Domingo de la Calzada. Über den wohl wichtigsten Ort der spanischen Sprache in der Nähe mit den Klöstern Yuso und Suso fünf Zeilen, immerhin aber der Hinweis, dass beide auf der Liste der UNESCO Weltkulturerbe stehen. Dieses Ungleichgewicht fällt mir mehrmals beim Lesen auf.

Warum der Verlag Hauptüberschriften in mattem Grau und Unterkapitelüberschriften in fettem Schwarz gedruckt hat bleibt mir ein Rätsel. So geht die Überschrift „Madrid“ auf der Seite unter, aber das Kapitel „Stadtaufbau“ auf der nächsten Seite fällt auf. Für einen Überblick über das Land reicht der Führer, herausnehmbare Karte gibt es keine, so bleibt die kleine Übersichtskarte im vorderen Bucheinschlag; im hinteren gibt es interessanterweise eine Karte der Innenstadt von Barcelona.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 31, 2014 10:18 AM MEST


Alles Dirndl
Alles Dirndl
von Daniela Müller
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 25,00

7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gar nicht kitschig, dafür sehr umfassend und informativ mit gutem Bildmaterial, 28. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Alles Dirndl (Gebundene Ausgabe)
„Dirndl trifft Persönlichkeit, … Stoff, … Accessoires, … Erotik und Politik, … die Welt“ – insgesamt trifft Dirndl elf Themen. Eine beeindruckende Vielzahl an Informationen haben die beiden Autorinnen da zusammengetragen.

Nach einer geschichtlichen Einleitung (das Salzkammergut, das „echte“, jenes zwischen Gmunden und Bad Aussee, war vor etwa 170 Jahren die Geburtsstätte des Dirndls) werden verschiedene Bräuche rund ums Dirndl erklärt. Wie unterschiedlich sie in den österreichischen Bundesländern sein können, schildert das nächste Kapitel. Im Kapitel „Dirndl trifft Persönlichkeit“ geht es um Gexi Tostmann, Gerhard Gössl, Tanja Pflaum und anderen Menschen, die mit Dirndln zu tun haben. Auch eine Vertreterin der Avantgarde ist darunter, Susanne Bisovsky in Wien.

Natürlich wird alles rund ums Hochzeitsdirndl geschildert. Beim Thema Film darf ein Bild des Traumpaares Waltraut Haas und Peter Alexander in der Verfilmung „Im Weißen Rössl“ nicht fehlen, gefolgt von einem Beitrag über die Lederhose. Das Kapitel über Accessoires habe ich als Mann nicht so interessant empfunden, wohl aber wird es die weibliche Welt als Wesentlich sehen. Blaudruck, Ausseer Handdruck und anderes liest man beim Thema „Dirndl und Stoff“. Ja und so geht es in diesem gut gemachten Buch über das Dirndl weiter und endet mit einigen Kuriositäten. Wer jetzt im Buch die Fachausdrücke nicht ganz verstanden, findet am Ende unter „Dirndl trifft Begrifflichkeiten“ Erklärungen dazu. Wie gesagt, wirklich gut gemacht und mit sehr gutem Bildmaterial ausgestattet.


Hochzeitslader, Krapfenschnapper, Seitelpfeifer: Bräuche in Österreich - Sommer, Herbst und Lebenskreis
Hochzeitslader, Krapfenschnapper, Seitelpfeifer: Bräuche in Österreich - Sommer, Herbst und Lebenskreis
von Reinhard Kriechbaum
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 24,00

3.0 von 5 Sternen Durchaus viel Wissenswertes, aber etliche „Bräuche“ sind gar keine Bräuche, 28. Dezember 2013
„Brauch habe ich wieder so großzügig wie nur möglich ausgelegt, ...“ schreibt der Autor vorwarnend in seinem Vorwort. Aber er hat in meinen Augen den Begriff „Brauch“ etwas zu großzügig ausgelegt. Denn, sehr vereinfacht, ist ein Brauch etwas, was von Generation zu Generation weitergegeben wird. Liebesschlösser an Brückengeländern schon nach ein paar Jahren (mag es auch schon vielleicht ein Jahrzehnt sein) ist wohl mehr eine Zeiterscheinung als ein „Brauch“; den Kaffeehaus der Wiener als bürgerlichen Sozialbrauch zu bezeichnen, finde ich gewagt, dann müsste wohl der Heurigenbesuch auch ein „Brauch“ sein oder? Kriechbaum zählt das Donauinselfest zum Brauchtum – für mich ist es eine Veranstaltung, sonst wären die Salzburger Festspiele auch Brauchtum. Tiersegnungen als „zeitgeistiger Brauch“: sind sie nun Brauch oder Zeitgeist? Fitwanderungen und Bundesheer-Schau am Nationaltag: ein österreichischer Brauch?! Der Weltspartag mit seinem Sparefroh ist ein Brauch für die Wirtschaftswunder-Generation. Na ich weiß nicht so recht, ob da der Begriff „Brauch“ nicht schon sehr verschwommen verwendet wird? Flitterwochen und die damit zusammenhängende (Flug)Reise – tatsächlich ein „Brauch“? Ein besonders Reizwort für mich im Zusammenhang mit Brauchtum ist Halloween. Keiner weiß recht, wieso und warum, man beschmiert fremdes Eigentum oder wie es mir in Wien dieses Jahr gegangen ist: ich wurde aus dem Hinterhalt mit rohen Eier beworfen und durfte dann meine Kleidung reinigen. Wo bitte, ist da Brauch?

Gut, von den 88 von Kriechbaum beschriebenen Bräuchen oder jenen, die er dazu zählt, sind immer noch etwa 90 Prozent Bräuche im traditionellen Sinn. Wenngleich auch dabei Kriechbaum manchmal schon weit ausholt oder, wie man so sagt, alles zusammenkratzt, um die Seitenzahl für sein drittes Brauchtumsbuch zusammenzubekommen. Beispiele wären der „Brauch“ des Reformationstages für evangelische Christen, die Autoweihe am Christophorus-Tag, der Kindergartenbrauch, zu Martini mit Laternen zu gehen oder die Aufzählung traditioneller Handwerks- und Kunstgewerbeberufe (ist ein Beruf Brauch?).

Gefallen haben mir manche Beschreibungen bei Bräuchen rund um das Thema „verliebt, verlobt, verheiratet“, 19 an der Zahl, also gut ein Viertel des Buches. Beim Lesen mancher Erklärungen habe ich mir gedacht, ob das alles wohl die Leute wissen, wenn sie heute einen dieser z. B. Hochzeitsbräuche ausführen? Oder machen sie es, weil man es halt so macht (weißes Kleid, über Türschwelle tragt, Braujungfer mit Schleier) oder weil es halt laut tut?

Insgesamt betrachtet sicherlich ein interessantes Buch mit durchaus viel Wissenswertem. Nur der Titel „Bräuche…“ ist, freundlich formuliert, irgendwie nicht ganz passend.


Die Pest in Salzburg
Die Pest in Salzburg
von Leopold Öhler
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 24,00

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein detailreiches Sachbuch sehr gut recherchiert, 27. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Die Pest in Salzburg (Gebundene Ausgabe)
Das Buch beruht auf der Dissertation von Leopold Öhler an der Paris Lodron Universität Salzburg und ist eine unglaubliche Fundgrube an Wissen und Daten. Es ist auch kein Lesebuch im herkömmlichen Stil, sondern vielmehr ein geschichtliches Fachbuch.

Nach einer Einleitung zur Gesamtsituation der europäischen Pestsituationen, über die Ursachen der Pest und historischen Krankheits- und Seuchenbildern (zusammen 40 Seiten), dreht sich alles auf den restlichen fast 200 Seiten um die Salzburger Pestgeschichte, Maßnahmen im Erzstift, Einzelmaßnahmen und Bekämpfung sowie Auswirkungen.

Dem Leser wird klar, dass die Pest nicht, wie man vielleicht vermutet, nur zwei oder drei Mal im Land war. Sie war eine latent vorhandene Krankheit, die alle paar Jahre mal stärker, mal schwächer ausbrach. Die Fürsterzbischöfe erließen Maßnahmenkataloge zur Verhinderung, die aber lange deshalb nicht wirklich wirkungsvoll waren, weil man die wahren Ursachen der Pest (noch) nicht kannte. In den einzelnen Kapiteln finden sich unzählige Daten und Informationen über Stadt und Land, Menschen und Handel. In einem mehrseitigen Kapitel geht es um die Pest in Hallein.

Was dieses Buch auch so interessant macht, sind Originalzitate aus Quellen früherer Jahrhunderte. Der Leser erlebt so die Sprache von seinerzeit („haymlich gemäch“, „pad und Balbierheuser“, „unsawbrigkhait“). Fußnoten mit detaillierten Quellenangaben und weiterführende Literatur ergänzen wissenschaftlich die Angaben.

Wer also schon längst einmal fundiert über die Pest im Allgemeinen und die Pest im Salzburg im Detail nachlesen wollte, dem empfehle ich dieses Buch wärmstens. Ich glaube, Besseres kann nicht nachkommen, da Öhler dieses Thema bezogen auf Salzburg mit diesem Buch umfassend aufgearbeitet hat.


Paris MM-City: Reiseführer mit vielen praktischen Tipps.
Paris MM-City: Reiseführer mit vielen praktischen Tipps.
von Ralf Nestmeyer
  Broschiert

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Aktuell, sehr praktisch und wirklich mit vielen Informationen, 27. Dezember 2013
Eigentlich kenne ich Paris von zahlreichen Reisen her schon ganz gut. Im Zuge der Vorbereitung eines Reisevortrags über diese schöne Stadt an der Seine habe ich aber dann doch das eine oder andere Detail nochmals recherchieren müssen. Dabei überzeugte mich dieser Führer von Ralf Nestmeyer.

Beispiel Restaurants. Ein Lokal habe ich in besonders guter Erinnerung wegen seiner ansprechenden Einrichtung und des vernünftigen Preis-Leistungsverhältnisses – ich fand es auch in diesem Führer. Beispiel zwei: Nicht wirklich bekannt ist die Tatsache, dass sich am Montmartre der einzige Weingarten der Stadt befindet. Der Rundgang im Führer erwähnt ihn und führt an diesem vorbei. Apropos Rundgang. In 13 Rundgängen führt Nestmeyer den Besucher durch die Stadt. Bei jedem Rundgang gibt es eine wirklich sehr gute Detailkarte, auf der die Sehenswürdigkeiten, die Metro-Stationen, einige Restaurants und Geschäfte eingezeichnet sind. Diese Pläne sind so gut, dass sie, zusammen mit dem beiliegenden Stadtplan völlig ausreichend für einen Paris-Aufenthalt sind. Was ich auch sehr gut finde, sind die zahlreichen Restauranttipps bei jedem Ausflug. Denn ein oder zwei Tipps helfen in der Regel nicht wirklich, aber z. B. bei 15 Tipps beim Rundgang 2 sollte wohl wirklich etwas Passendes dabei sein. Übrigens, Nestmeyer gibt oft noch einen ganz persönlichen Restauranttipp. Letztes Beispiel: Im letzten Spaziergang macht der Autor auf die Schönheit des Canal Saint Martin aufmerksam, der sich im Nordosten der Stadt befindet. Auf ihm kann man auch Schifffahrten unternehmen. Wer über den Kanal hinaus noch ein Stück weiter – mit der Metro natürlich – nach Nordosten fährt, kommt zum Gelände des ehemaligen Pariser Schlachthofes, auf dem sich heute ein Freizeitgelände mit 180°-Kino, Technik- und Musikmuseen u.a. befindet, der Parc de la Villette.

Zahlreiche allgemeine Informationen, Adressen und Tipps ergänzen diesen wirklich guten und praktischen Führer. Ob Flohmärkte und Parkanlagen am Rande des Stadtzentrum, ob Chinesisches Viertel oder Vorschläge für Ausflüge etwas außerhalb Paris (z. B. nach Giverney, wo der impressionistische Maler Claude Monet lebte), die 288 Seiten des Führers bieten überraschend viele Informationen.


Tatzelwurm und Donauweibchen: Österreichs Naturgeister und Sagengestalten
Tatzelwurm und Donauweibchen: Österreichs Naturgeister und Sagengestalten
von Reinhard Pohanka
  Broschiert
Preis: EUR 24,95

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Altes Wissen sachlich aufbereitet und verständlich beschrieben, 27. Dezember 2013
Das aus dem Griechischen stammende Wort „Dämon“ bezeichnete ursprünglich den Geist der Verstorbenen und hatte eine positive Bedeutung. Denn diese Seelen waren eine Mittelstufe zwischen Göttern und Menschen. Doch die katholische Kirche verhalf diesem Wort dann im Mittelalter zu seiner negativen Bedeutung, da man den Dämon der teuflischen Kirche zurechnete.

Dies ist nur eines der vielen Informationen, die dieses umfangreiche und sehr gut recherchierte Buch bietet. Luft-, Erd-, Feuer- und andere Naturgeister werden darin ebenso erklärt wie das Feenreich, Riesen und Zwerge und viele andere Wesen (Basilisk, Einhorn, Percht, Krampus, Wechselbalg, Sensenmann u.a.). Einige bildliche Darstellungen veranschaulichen die eine oder andere Kreatur.

Der Autor nimmt immer wieder Bezug auf das Vorkommen der beschriebenen Gestalten in Österreich. Hintergrundinformation erleichtert dem Leser das Verständnis, weshalb dieses oder jenes Wesen in der Geistwelt des Menschen entstanden war. Es handelt sich keineswegs um esoterisches Buch, sondern um eine sehr sachliche und klare Beschreibung der Sagenwesen und Naturgeister.

Was die (gute) Hexe Befana in Italien mit der in der Oststeiermark bekannten Pudelmutter gemeinsam hat, in welchen Kinderliedern sich dunkle Wesen widerspiegeln oder wie eng verwandt Frau Holle, Hulda und Percht sind – diese und viele andere interessante Details lassen sich in diesem Buch nachlesen. Ein umfangreiches Literaturverzeichnis beendet dieses gute Buch mit einem Fehler: es fehlt ein Stichwortverzeichnis, das sicherlich sehr hilfreich wäre.


Friaul erleben: Pflanzen - Küche - Lebensfreude
Friaul erleben: Pflanzen - Küche - Lebensfreude
von Gisela Hopfmüller
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 24,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Von einer Taufe, über Seidenraupenzucht und Osterbräuche: viele Alltagsinformationen, 22. November 2013
War das erste Buch der beiden Autoren „Unser Friaul“ ein begeisterter Aufruf, ihr Friaul kennenzulernen, so scheint mir das Folgebuch nun etwas mehr für die wahren Liebhaber dieser italienischen Region zu sein. Denn es behandelt einzelnen Themen tiefer, stellt die Themen Pflanzen und Küche stärker in den Mittelpunkt. Darüber hinaus befasst es sich mit freundschaftlichen Beziehungen der beiden im Friaul.

Irgendwie ist es aber anders geschrieben als das erste Buch. Sind es manche Details, die eigentlich nichts zur Sache beitragen („wir hinterlassen unsere Visitenkarten“, „wir vereinbaren mit … uns in einer Stunde zu treffen. … Nach einer Stunde trafen wir ihm…“), ist es mein Eindruck beim Lesen, das Leben im Friaul bestünde nur aus opulenten Mittagessen an Werktagen und alle Menschen seien lieb? Das mögen aber nur meine Gefühle sein, daher möchte ich gerne über jene Fakten sprechen, die auch dieses Buch wieder zu einer Fundgrube für Friaul-Liebhaber macht.

Gleich vorweg – Anzahl und Qualität der Bilder sind auf jeden Fall wieder erwähnenswert! Dabei gefallen mir jene Bilder gut, die so im Alltag entstanden sind. Also Bilder, die beispielsweise das Beisammensein der Menschen zeigen, Blicke in Gärten, Details auf Märkten, von Familienfeiern und anderes mehr. Wer wissen will, wie man Taufpate in Italien wird und wie so eine Taufe abläuft, sollte das Kapitel „Un padrino austriaco... e una madrina“ aufmerksam lesen – Franz Hlavac erzählt.

Mir gefällt auch, dass die Autoren immer wieder italienische Sätze aus dem Alltag, von Erlebten einflechten, sie anschließend auf Deutsch schreiben und ihre Erlebnisse dazu schildern. Es werden Gespräche mit Besitzern von Landgütern beschrieben, allerlei Brauchtum wie beispielsweise das Spiel „Gioco del Truc“ in Cividale del Friuli wird erklärt und dazwischen gibt es Adressen von Restaurants, Geschäften und Weinkellern sowie Rezepte (18 an der Zahl und ganz hinten im Buch aufgelistet, wo sie zu finden sind, beispielsweise Kaki-Marmelade). Beim Kapitel über die Pfirsiche ist mir das Wasser im Munde zusammen gelaufen, natürlich mit einschlägigen Adressen und dem Hinweis auf ein besonderes Pfirsichfest im Friaul. Was ‚giuggiolo‘ und ‚caco‘ sind, was es mit der Seidenraupenzucht im Friaul auf sich hat und viele andere Themen werden von den beiden erörtert. Das Thema „Oliven“ wird ausführlich behandelt. Über „Sclopìt“, Osterbräuche und Spargel, viele Details aus dem Alltag im Friaul werden von den beiden Autoren beschrieben. Beim Bild von Danielas Crostoli und den „Cjaciune della Valle die Resia“ werde ich schon wieder hungrig und meine das Buch ist ein Buch, das ich ab und an zur Hand nehme, darin lese, es wieder weglege um das Gelesene in Gedanken zu erleben.


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