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Rezensionen verfasst von
Peter Krackowizer "mosaik" (Neumarkt am Wallersee, Salzburg)
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   

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Salzburg & Salzkammergut: Reisehandbuch mit vielen praktischen Tipps.
Salzburg & Salzkammergut: Reisehandbuch mit vielen praktischen Tipps.
von Barbara Reiter
  Broschiert
Preis: EUR 16,90

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Viele Details, sehr informativ und aktuell, 11. Februar 2013
Mir liegt die 3. Auflage - Ausgabe 2012 vor.

Bürgelsteinpromenade? Nein, nein, nicht in der Stadt Salzburg! Niedergadenalm-Straße? "Im Weißen Rößl" von Lauffen? Viktor-Kaplan-Themenweg? Aha, doch noch nicht alles gesehen! Ein Buch, das auch Einheimischen noch manches zeigt.

Reiter und Wistuba haben ein hervorragendes Werk über die Stadt Salzburg und das Salzkammergut zusammengestellt, sag‘ ich als Salzburger! Schon der allgemeine Informationsblock umfasst gut 60 Seiten mit vielen Adressen und Preisangaben. Die zahlreichen Bilder sind sehr gut gewählt, sowohl von der Farbe als auch von der Aussagekraft. Viele Details wie Öffnungszeiten, Eintrittspreise oder Internetadressen sind durchaus hilfreich und man kann mit diesem Führer recht gut seine Reise planen. Es gibt Einkaufs-, Restaurant-, Café- und Übernachtungstipps. Wenngleich ich feststellen muss, das die beiden das wohl bekannteste und interessantes Hotel des Salzkammerguts, das „Scalaria“ in Sankt Wolfgang, dem Leser verschweigen. Das ist der einzige echte Minuspunkt in diesem Führer.

Doch was die Geschichte anbelangt, ist der Führer „auf Zack“: „Das Weiße Rößl“ stammt ursprünglich aus Lauffen bei Bad Ischl, beim Eingang zu den Katakomben in St. Peter in Salzburg liegt die Schwester von W. A. Mozart, „Nannerl“, begraben, der „Nonnberger Hund“ begrenzte den Stiftsbezirk des Benediktiner-Frauenstifts Nonnberg und viele andere Details zeigen, dass die beiden Autoren gut recherchiert haben. Sie schreiben auch im Verhältnis zu anderen Führer viel über die Gemeinden rund um den Attersee. Auch der Traunsee wird gut dargestellt. Zum Schluss des Führers gibt es noch 16 Wandervorschläge mit Übersichtskarten.

Ob der Hinweis auf den Jazzit Musik Club (sehr angesagt in Salzburg!), das Narzissenfest im Ausseerland (wirklich sehenswert) oder den Themenweg in Unterach am Attersee „Gustav Klimt am Attersee“ – der Führer ist – aus „heimischer Sicht“ wirklich sehr vielseitig und informativ und deckt ein relativ großes Gebiet ab. Übrigens, auf der Homepage des Verlags findet man beim Buch bereits aktuelle Neuerungen, die von Lesern dort mitgeteilt werden.


Fast Vergessen: Handwerkliches Erbe
Fast Vergessen: Handwerkliches Erbe
von Walter Seitz
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 9,99

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein informativ geschriebenes Buch mit vielen interessanten Details über die Handwerke, 27. Januar 2013
Alte Nähmaschinen machen schönere Nähte bei handgemachten Schuhen, Alphörner werden geklebt, für den Bau eines Kontrabasses muss man 200 bis 400 Stunden rechnen, die Familie Grassmayr betreibt die hohe Kunst des Glockengießens bereits in der 14. Generation – dies und noch vieles mehr erfährt der Leser in diesem Buch, das aufgrund einer Servus-TV-Dokumentarfilmserie entstanden ist.

20 Handwerkerinnen und Handwerker schildern, wie sie zu ihrem Beruf gefunden hatten, was das Besondere an ihrem Handwerk ist und andere Aspekte. Die HandwerkerInnen kommen dabei selbst zu Wort, beschreiben ihre Arbeit, was sie daran freut und was ihnen wichtig ist. Die Bilder zeigen die Menschen und ihre Arbeit, die manchmal engen Produktionsräume, das Miteinander mehrerer Generationen, die körperlichen Anstrengungen oder die notwendige Konzentration. Sie zeigen beispielsweise in zwölf Bildern, wie die „Goiserer“ entstehen, jene robusten Bergschuhe, die schon Kaiser Franz Joseph getragen hatte. Oder sie zeigen, wie eine Zille in der Werkstatt von Rudolf Königsdorfer in Niederramma an der Donau entsteht, wo dieses Handwerk schon seit 1820 gepflegt wird. Über 300 historische „Model“ stehen Hutmachermeister Alexander Reiter in Bad Aussee für einen „Original Ausseer Hut“ zur Verfügung. Ein Säckler, eine Bäckerin, ein südtiroler Latschenölbrenner, ein Harfenmacher, ein Messermacher und andere HandwerkerInnnen haben die Autoren stellvertretend für die vielen HandwerkerInnen, die nicht Platz im Buch gefunden haben, lebendig geschildert.

Das Buch ist gut geschrieben mit ansprechendem Bildmaterial und vermittelt anschaulich die einzelnen Handwerke. Und es macht Hoffnung, dass so manches Handwerk, von dem man dachte, es sei schon ausgestorben oder nahe daran doch Zukunft hat. Denn viele der vorgestellten HandwerkerInnen sind junge Leute!
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 8, 2014 7:20 PM CET


Steiermark: Ein Land in Bildern
Steiermark: Ein Land in Bildern
von Harry Schiffer
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gar nicht kitschig, sondern Bilder der Steiermark, wie sie tatsächlich ist, 27. Januar 2013
Die Gefahr bei „Bilderbüchern“ besteht ja oft darin, dass der Autor meint, er müsse etwas verklärt, geschönt und fremdenverkehrsfördernd darstellen. Dieser Bildband ist aber genau das Gegenteil. Er zeigt mir die Steiermark so wie ich sie auch selbst erlebt habe.

„Altes Gemäuer“ heißt es da beispielsweise auf Seite 48 und es ist ein altes Gemäuer, so, wie eben viele Gebäude im Land zu sehen sind; das Bild von einer Apfelbaum“allee“ in der Südsteiermark, gesäumt von Wiesen beiderseits, könnte natürlich auch in Oberösterreich entstanden sein. Aber auch das ist in der Steiermark so zu finden. Wasserfälle in Groß- und in Detailaufnahmen, eine Bilderreihe aus dem Ausseerland, eine Ausschnittsaufnahme des Maibaums aus Gamlitz, eine Reihe von Marktplätzen im Vergleich, Kirchenbeispiele auf einer Doppelseite, auch mit der Hundertwasser-Kirche in Bärnbach; ein Kürbisfeld und ein Haufen Kürbisse, Sonnenstrahlen, die durch die Zweige eines Apfelbaums die reifen Früchte vergolden, Bilder der Steirischen Kalkalpen und des Dachsteingebirges, Graz in seinen Farben, wohlgemerkt, nicht kitschig, sondern Lust machend, einmal [wieder] die Steiermark zu besuchen.

Alfred Komarek hat einen einleitenden Text geschrieben, in dem er versucht, das Land literarisch in Worten zu beschreiben und meint letztendlich: „Dieses Land ist nämlich nicht zu fassen. Das macht es so angenehm begreiflich“. Den Text und die Bildbeschreibungen gibt es im Buch auch auf Englisch. Also ein Buch zum Genießen und auch zum Schenken.


Alles, was grün ist!: Österreichs Öko-Pioniere und ihre unkonventionellen Wege zum Erfolg
Alles, was grün ist!: Österreichs Öko-Pioniere und ihre unkonventionellen Wege zum Erfolg
von Daniela Müller
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 25,00

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Querdenker, Tüftler und Visionäre – ein Buch über interessante Österreicher, 27. Januar 2013
Alle 36 vorgestellten Personen dürften tatsächlich Pioniere sein, genau kann ich es ja nicht überprüfen. Manche scheinen „grüner“ zu sein, manche vielleicht weniger (oder wie vertragen 100 000 Kilometer und mehr pro Jahr auf Achse unterwegs zu sein, sprich Abgase produzieren – und „grün-ökologisch? Josef Schett für seine Villgrater Natur Produkte). Aber das mag jetzt vielleicht sehr spitzfindig von mir sein, denn die Geschichten der Menschen haben mich überwiegend beeindruckt.

Walter Trausner, der in seiner Genusswerkstatt im Salzburger Lungau Marmeladen mit besonderem Geschmack, bio und fair, produziert; Johannes Gutmann, Gründer von Sonnentor im Waldviertel, dem in seinen Anfangszeiten als Verkäufer seiner Tees und Kräuter einmal auf einer Messe die halbe Warte geklaut wurde („Wenn meine Ware nicht gut gewesen wäre, hätten sie’s eh nicht genommen“ – O-Ton Gutmann) oder Julia Schedl, die Möbel zum „Mitwachsen“ kreiert hat, also Möbel im Stecksystem zum Erweitern – ihr Knackpunkt im Moment sind allerdings noch die Kosten, denn € 3.000 für einen Schreibtisch zahlt nicht gleich jemand; unterhaltsam die Geschichte des „Maurerlehrlings“ Robert Rogner sen., der bei der Eröffnung seiner Therme Blumau all jene in der ersten Reihe sitzen und applaudieren sah, die ihm vorher monatelang Steine vor die Füße gerollt hatten. Auch Kurioses liest man da: Martin Rauch aus Schlins in Vorarlberg baut Häuser aus Lehm, die sich mit jedem Platzregen etwas wieder auflösen, was aber der Philosophie des Bauherrn entspricht: Kunst kann ohnehin nicht ewig bestehen.

Wie eingangs geschrieben, sie sind alle Pioniere und die beiden Autorinnen habe es geschafft, jede Persönlichkeit auf drei bis vier Seiten in Bild und Text zu präsentieren. Und zwar so, dass man das Buch in die Hand nimmt und nicht mehr weglegt, bevor man es fertig gelesen hat. Und Eva-Maria Repolusk hat mit ihren Bildern Personen und anderes sehr treffend eingefangen. Ein Buch, angenehm zum Lesen, schön zum Anschauen und technisch gut gedruckt.


Die singenden Steine von Monreale: Über die Geheimnisse des sizilianischen Kreuzgangs
Die singenden Steine von Monreale: Über die Geheimnisse des sizilianischen Kreuzgangs
von Rainer Straub
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 36,00

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein interessantes Fachbuch über die Geheimnisse romanischer Kreuzgänge, 5. Januar 2013
Soll ich wirklich ein Buch über „Steine“ lesen? Ich habe es nicht bereut, wenngleich ich gerne zugebe, dass ich beim ersten Mal Lesen einige Teile nur überflogen habe. Straub hat das Buch sehr schlau aufgebaut: in seiner Einleitung erklärt er seine Leidenschaft für Romanik und schreibt über die „versteckten“ Programmen in Kreuzgängen jener Zeit. Im eigentlichen Buch unternimmt er eine Reise mit einem jungen Mann nach Monreale bei Palermo. Mit diesem führt er im Buch einen Dialog und genau diese gewählte Dialogform ist genial (vor allem für den Laien). Während der eine erklärt, stellt der andere Fragen und äußert Vermutungen, meist genau die, die dem Leser in den vorangegangenen Zeilen durch den Kopf gingen.

Zum Inhalt: Im ersten Kapitel gehen die beiden dem Fragenkomplex nach, warum ist das Kloster genau in Monreale und wie der Kreuzgang entstanden? Welche Überlegungen könnte wer bei der Planung der Säulengänge gehabt haben? Dabei werden auch Zitate anderer Forscher eingeflochten. Weiter geht es mit der Fragenbeantwortung, was ist ein Kapitell und warum ist es in Monreale Sitz der Zeichen – welcher Zeichen? Nun folgt ein Kapitel, das mich persönlich sehr fasziniert: die Zahlensymbolik. Es ist unglaublich, was da Straub herausgefunden hat. Die Maße des Kreuzganges, die Anzahl der Säulen, die Verschlüsselung des Weihedatums der Anlage – hinter allem steckt eine Zahlenlogik oder antike Maßsysteme. Straub erläutert die Zusammenhänge zwischen magischen Zahlen und den Psalmen. Er hat auch herausgefunden, dass sich im Kreuzgang die acht Seligpreisungen abgebildet sind.

Überhaupt, Straub fand ein einheitliches Programm heraus, das im Aufbau und der Ausstattung der Säulen verschlüsselt ist. Straub ging bei seinen Überlegungen davon aus, dass in der Romanik wohl keine Gestaltung einer Figur an den Säulen dem Zufall überlassen war, dass der Abt sehr wohl seinen Mönchen bei ihren Gebets(rund)gängen Zeichen vor Augen führen wollte, die einen Sinn ergeben. Straub fand heraus, dass Säulenfiguren auch eine Meditation des 119. Psalms darstellen. Man muss sich das im Buch so vorstellen: z. B: Kapitell 58: Vers 103, 104 [es folgt der Vers im vollen Wortlaut] und Erklärungen von Straub zu diesem Vers. Daneben findet sich in einer eigenen Spalte, die über alle Seiten läuft, ein Hinweis, auf welcher Seite sich eine Abbildung dieses Kapitells im Buch befindet. Diese Schwarzweißbilder der Kapitelle faszinieren mich auch. Stellen Sie sich das 12. Jahrhundert vor und schauen Sie sich dann die teilweise fein gearbeiteten Figuren und deren Ausdrucksformen an! Durch die Erklärungen, was die jeweilige Abbildung zeigt, wird das Ganze noch Lebendiger - Interesse an der Materie vorausgesetzt natürlich.

Ein Kapitel habe ich nicht ganz verstehe, zumindest nicht nach dem ersten Lesen, ist das Kapitel über die Kapitelle und ihre Tonsymbole. Jedes Kapitell hat ein Ton-Zeichen, alle zusammen ergeben einen Choral, der auch als CD dem Buch beiliegt. Straub beschreibt jeden Ton, Beispiel: 104. Kapitell: Ton „f“ – Der Lukaslöwe zeigt den Ton an. Aber ich habe (noch) nicht verstanden, wie der Löwe den Ton anzeigt.

Macht nichts, denn das Buch ist so voll von romanischen Geheimnissen und ihren Erklärungen, dass das Buch allemal lesenswert ist, Interesse vorausgesetzt. Denn Reiseführer ist es keines und auch kein Roman! Einziger Kritikpunkt meinerseits ist der Satz des Textes auf den Seiten. Relativ großer Zeilenabstand und der Satz bis einen Zentimeter an den Rand hinaus (oben, unten, links und rechts) lassen die Seiten irgendwie unübersichtlicher, unruhig wirken. Die Schriftart und –größe hingegen sind schon angenehm zu lesen.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 4, 2013 2:41 AM CET


Abenteuer inklusive: Expeditionskreuzfahrten weltweit
Abenteuer inklusive: Expeditionskreuzfahrten weltweit
von Frank Sistenich
  Gebundene Ausgabe

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Fachautor beschreibt sehr neutral und interessant 20 Expeditionsreisen, 4. Januar 2013
Der Autor ist Reisejournalist und Chefredakteur eines Reisemagazins; er führt bei jeder seiner 20 beschriebenen Expeditionskreuzfahrten auch den jeweiligen Reiseveranstalter an; ich nehme einmal an, er war auf Einladung dieser Veranstalter bei den von ihm beschriebenen Reisen dabei und empfiehlt daher auch diese in seinem Buch. Sistenich schreibt also aus eigener Erfahrung, sehr neutral, ohne etwas in den Himmel zu heben oder abgrundtief zu verwerfen; er schreibt aus meiner Sicht sehr sachlich und durchaus mit hilfreichen Informationen. In seinen Texten kommen auch die Menschen zu Wort, denen er auf seinen Reisen begegnet ist.

Sistenich lehrt in Brandenburg als Professor und ist an internationalen Forschungen auf dem Gebiet des Tourismus beteiligt. Auch diese Tätigkeiten kommen dem Buch und somit dem Leser zugute. So beginnt er sein Buch über Expeditionskreuzfahrten mit einer achtseitigen Einführung über die Geschichte dieser Reiseart, Flora und Fauna, Schiffe und Ausrüstung und berichtet über die internationalen Schutzmaßnahmen für sensible Reiseziele wie beispielsweise den beiden Polen.

Unter anderem beschreibt er eine Expeditionsreise in Nordostsibirien zur Halbinsel Tschukotka und zur Wrangelinsel, er fährt mit der Hanseatic den Amazonas hinauf oder auch den Irrawaddy in Myanmar (ehemals Burma). Kaiserpinguine in der Antarktis werden von ihm besucht und mit dem atombetriebenen Eisbrecher Yamal kreuzt er zwischen Murmansk und dem geografischen Nordpol.

Jeder Beitrag hat am Beginn eine Übersichtskarte des Landes oder der bereisten Region sowie eine kleine „Kontinent-Karte“, um die Lage noch besser weltweit zu erkennen. Am Ende jeweils den Link zum Reiseveranstalter und die Höhepunkte der jeweiligen Reise. Die Bilder sind gut gewählt, von guter Qualität und aussagekräftig, einige sind auch durchaus als spektakulär zu bezeichnen (Beispiel Bild eines Eisbären auf einer Eisscholle, der gerade eine Robbe gerissen hat). Am Ende des Buches gibt er Kurzinformationen zu allen Reisen (Anreise, Schiff, ab-Preis, Dauer, beste Reisezeit, Tipps für Nachprogramm).

Ein kleines Manko stellen die teilweise farbigen Hintergründe bei Texten dar, zumindest für mich als Brillenträger. Auf Seite 103 zum Beispiel, beginnt der Artikel über den Fluss bei den goldenen Pagoden (Myanmar) mit einem orangen Hintergrund, die Schrift ist weiß – und für schwer bis gar nicht lesbar, je nach Lichtverhältnissen.


Hurtigruten: Polarlicht und Fjorde mit dem Postschiff erleben
Hurtigruten: Polarlicht und Fjorde mit dem Postschiff erleben
von Ralf Schröder
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,90

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Aussagekräftige Bilder, erklärende Texte – der Laie macht sich ein gutes Bild, 4. Januar 2013
Wohin uns Schröder in diesem Buch entführen wird, zeigt gleich in der vorderen Innenseite eine vernünftige Übersichtskarte. Womit uns Schröder bis nach Kirkenes bringen wird, erklärt er in Wort und Bildern auf den letzten rund 20 Seiten in einem Kapitel über die Geschichte und die Schiffe der Hurtigrouten. Dazwischen liegen rund 120 Seiten mit teilweise ganz- und doppelseitigen Farbbildern und Texten (z. B. über die Lofoten, Trondheim oder auch über „das nördlichste Bier der Welt“ u.a.).

Der langjährige Norwegenreisende, Autor und Fotograf, Ralf Schröder, hat mit diesem solid gestalteten Buch (Bildmaterial sehr gut, Information ausreichend und gut geschrieben) eine schöne Ergänzung zu seinem Kreuzfahrt-Guide „Hurtigrouten“ herausgebracht. Wo Norwegen endet erfährt der Leser ebenso wie er Informationen über das Nordlicht, über die Polarforscher Fridtjof Nansen bekommen oder Bilder von spektakulären Felsformationen anschauen kann.

Wer Norwegens Fjordlandschaft überhaupt noch nicht kennt, erhält mit diesem Buch einen guten Eindruck davon.


Escapes: Traumrouten der Alpen
Escapes: Traumrouten der Alpen
von Stefan Bogner
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 29,90

7 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Eigenartige Bildfarben, nur Asphaltbilder, keine Information, 4. Januar 2013
Reichlich wenig Inhalt bietet Stefan Bogner in diesem Buch. Ich bin enttäuscht. So gut wie allen Bildern fehlt die Farbe, von einigen Schwarzweißaufnahmen abgesehen. Stefan Bogner, dem eine Designagentur gehört, wollte wohl dem Buch ein besonderes Design verpassen, indem er farblose Bilder von wahrscheinlich prachtvoller Gebirgslandschaft im Buch zeigt.

Dass Passstraßen natürlich auch aus Asphaltbändern bestehen, deren Abbildung durchaus manchmal reizvoll sein können, weiß ich. Aber wenn ich auf 223 Seiten mit fast ebenso vielen Bildern nur Asphaltbilder sehe und sonst nichts von den Alpenstraßen sehe, dann wird mir das Buch echt fad und ich für meinen Teil, bin sehr enttäuscht. Nehmen wir den Gotthartpass: zwölf Bilder, die nur Straße oder Straßenteile zeigen, entweder farblos oder s/w weil Winteraufnahmen; keine Fahrzeuge auf den Straßen zu sehen, nichts vom Hospiz oder dem Museum am Pass.

Es gibt auch so gut wie keine Information zu den einzelnen Straßen. Beispiel Furkapass – zwei Zeilen und die stammen von Goethe. Und wer sich nicht auskennt, erfährt auch nicht, dass das Bild auf Seite 109 das ehemalige Grand Hotel gegenüber des heute wesentlich kleineren Rhône-Gletschers am Straßenrand ansatzweise zeigt – einst Treffpunkt von Reisenden aus aller Welt. Noch tragischer die Bilder von der Großglockner Hochalpenstraße: elf Bilder, zwei von ein und demselben Streckenabschnitt, allesamt Schneebilder (Winter kann es nicht sein, weil da die Straße gesperrt ist), allesamt grauslich braun-weiß [bewusst in diesem Farbton gehalten] und das von einer der schönsten Panoramastraßen Europas!

Ein Bild mit Strommasten, ein Bild eines Denkmals mit französischen Text ohne Übersetzung oder Erklärung, ein Bild einer Staumauer, keine Übersichts- oder Lagepläne, aber als Beilage in etwas kleinerem Format als das Buch s/w Zeichnungen der Straßenverläufe mit Minimalangaben und einem Streckenhöhenprofil. Aus.

Über 200 farblose Bilder, die Asphaltschlangen oder Teile davon zeigen, keine Erklärungen und keine Bilder der wirklichen Schönheiten dieser Alpenübergänge. Escapes = Fluchten – ich verstehe weder was dieser Titel mit dem Grundthema des Buches zu tun haben noch welchen Zweck dieses sinn- und farblose Bilderbuch haben soll. Es mag die Verwirklichung eines Designtraums von Bogner sein, den Geschmack von Freunden schöner Alpenlandschaftsaufnahmen, von „Traumrouten“, wie im Untertitel des Buches steht, trifft es wahrlich nicht!
Meinen schon gar nicht. Schade um das Papier und das Geld!


Erlebnis Salzburger Land Band 4: Pongau
Erlebnis Salzburger Land Band 4: Pongau
von Siegfried Hetz
  Taschenbuch
Preis: EUR 21,00

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nette Ausflüge, manche Routenbeschreibung etwas kurz, viel allgemeine Info, 27. Dezember 2012
Die vorgeschlagenen Wanderungen und Besichtigungen hat Hetz grundsätzlich gut gewählt und nett beschrieben. Hetz hat sich den Pongau in neun Wandergebiete eingeteilt, jedes leitet er mit einem informativen Artikel ein, damit der Besucher, der Wanderer Grundsätzliches erfährt. Dabei hat Hetz durchaus gut gewählte Information zusammengeschrieben.

Jeder Vorschlag teilt sich in eine allgemeine Einleitung und in die eigentliche Wegbeschreibung. Dabei fällt die eigentliche Wegbeschreibung meist kürzer aus als die Einleitung. Manchmal sicherlich berechtigt, weil man eben nicht mehr darüber schreiben kann, manchmal finde ich aber, er hätte etwas mehr über den Weg schreiben können. Besonders aufgefallen ist es mir dies beim zweitägigen Vorschlag „Von der Forstau über den Oberhüttensattel“ über 29 Kilometer: Tag eins wird in etwas mehr als einer halben (kleinen) Buchseite beschrieben, Tag zwei etwa auf einer halben Seite – sieht man, erlebt man da auf 29 Kilometern wirklich nicht mehr?

Obwohl fast alle von ihm beschriebenen Wanderwege auch Nummern tragen, erwähnt er diese nur bei einigen seiner Vorschläge, obwohl diese Wanderwegnummern vielleicht für manchen Wanderer hilfreich sein könnten, stelle ich mir vor.

„Der Geisterberg am Gernkogel“, Untertitel: Wenn Kinder die Eltern an der Hand führen; Hetz meint, man sollte „mit Trick 17 ein bisschen mehr an Bewegung herausholen, sollte die Spannung auf das Kommende ausnutzen und auf die Hinfahrt mit der Geisterbahn verzichten“ und “Es ist ohnedies nur ein kurzer Weg von ein paar hundert Meter…“ Zum einen stelle ich mir als Vater vor, was da die Kleinen sagen, angesichts eines Geisterzuges nicht mit diesem fahren zu dürfen; zum anderen ein mehr an Bewegung aus wenigen hundert Metern herausholen? Hetz gibt bei den allgemeinen Daten an, die bei jedem Vorschlag am Anfang zu finden sind: Weglänge: 1,5 km; Gesamtdauer: 3 h, Höhenunterschied 150 hm, Besonderheit: Erlebnispark für Kinder; mein Vorschlag wäre, den Einleitungssatz einfach wegzulassen, weil Trick 17 nicht wirklich ein Trick ist.

Apropos „Besonderheit“, die bei jeder Tour angeführt wird. Ich finde diesen Hinweis nur bedingt hilfreich. Beispiel „Rundwanderung über die Igltalalm“: Besonderheit: „Artenreiche Fauna und Flora“. Im Text aber kein Hinweis auf diese Besonderheit. Bei anderen Wanderungen finden sich unter „Besonderheit“: …gemütliche Almen, …Wandern mit spirituellem Hintergrund (von Kapelle zu Kapelle), …Wettstreit zwischen Geschichte und Landschaft, …heilklimatischer Kurort; oder bei einer Radtour entlang der Enns: „Das Tal aus einer anderen Perspektive erleben“ – aus meiner Sicht alles keine Besonderheiten;

Seine Vorschläge „Zistelberg und Wengerau“ und „Hinauf zur Werfener Hütte“ sind zu 90 Prozent ident und hätten unter einem Ausflug Platz gehabt. Ob eine halbtägige Wanderung von Werfen zur Festung Hohenwerfen entlang einer Bundesstraße sinnvoll ist oder ein Stadtspaziergang in Bischofshofen als „Erlebnis Salzburger Land“ zu werten ist, möge jeder Leser selbst entscheiden. Übrigens, Bischofshofen hat nie Skiflug-Geschichte geschrieben, wie Hetz in seinem Beitrag „Nur Siegen ist schöner als Fliegen“ meint. Denn die einzige Skiflugschanze in Österreich befindet sich am Kulm bei Bad Mitterndorf. In Bischofshofen wird nicht geflogen, sondern gesprungen.


So war's der Brauch: Vom reichen Schatz an Bräuchen und Ritualen
So war's der Brauch: Vom reichen Schatz an Bräuchen und Ritualen
von Inge Friedl
  Gebundene Ausgabe

4.0 von 5 Sternen Eine Fundgrube von Gewohnheiten und Ritualen, die heute kaum noch jemand kennt, 13. Dezember 2012
Man könnte sicherlich weit mehr als diese 157 Seiten über die darin angeführten Bräuche schreiben. Aber die Historikerin Friedl schafft es auch in diesem Buch (ich habe bereits von ihr „Wie’s früher war“ gelesen), dem Leser die Dinge so zu schildern, dass er es einerseits versteht und andererseits kein wissenschaftliches Werk studieren muss. Inge Friedl betont in ihrer Einleitung, dass sie in diesem Buch keineswegs alle Bräuche der besuchten Regionen aufgezeichnet hat. Denn in Kärnten, der Steiermark und Oberösterreich, wo sie auf Spurensuche unterwegs war, hat fast jedes Tal, jedes Dorf, seine eigenen Gewohnheiten und Rituale.

So lernt der Leser den Unterschied zwischen „Danke“ und „Vergelt’s Gott“, wie das Bienenaufwecken funktioniert oder dass das Raufen zu einer Hochzeit gehört. Warum ein Vogerl davon flog, als der Schuldirektor dem Buben das Grüßen lehrte, warum ein Sauschädl zwei Mal gestohlen wurde und was Pfoad,Firta und Gradlhose sind.

Neben den Texten über die einzelnen Bräuche lässt sie auch noch lebende Zeitzeugen zu Wort kommen. Diese in einem farblich unterschiedlichen Kasten zu lesende Beiträge sind in der jeweiligen Mundart geschrieben, wie sie der Erzähler spricht. Jeder einzelne ist lesenswert. Ich habe da zum Beispiel gelesen, wie der Luzifer mit der Rorate zusammenhängt oder von der Abschiedsrede an einen Toten an der Türschwelle. Aus Donnersbach im Ennstal berichtet Erna Kalsberger von den „Perchtln“ oder Maria Höfler aus Sarleinsbach im Mühlviertel erklärt das Virgisegnen. Das Godngehen am Ostersonntag schildert Gertrud Berger aus Altirdning im Ennstal.

Gegen Ende des Buches gibt es ein paar Landler-Gstanzln, alte Spiele („Moaster und Gsöll“) und drei Rezepte (z. B. Küahtutten mit Schnaps“, die es in Oschenitzen in Südkärnten nur an besonderen Tagen gab), ein Glossar (Lampern? Gogg?) und Texte, die im Buch in Dialektform geschrieben sind, ins Hochdeutsche übersetzt.

Friedl schreibt aber auch über weniger sinnvolle Dinge, wie beispielsweise, dass die heute älteren Menschen von großer Angst vor den Krampussen berichten. Diese resultierte allzu oft aus der schwarzen Pädagogik von seinerzeit, in der es hieß, wenn man nicht folgsam sei, hole einem der Krampus oder wenn man sich nicht gewaschen hat, hole einem der Bartl Putz mit der Reibbürste. Aufgefallen ist mir auch, dass der Nikolo als „Geschenk“ oft auch nur die Rute zum Verdreschen gebracht hatte.

Jedenfalls ist dieses Buch von Inge Friedl wieder eine Fundgrube von Gewohnheiten und Ritualen, die heute kaum noch jemand kennt, die aber über lange Zeit unsere Gesellschaft geprägt hatten. Einziger Wermutstropfen bei diesem Buch sind die schwarzweiß-Bilder, die mit einem Braunton überzogen wurden und teilweise nicht wirklich scharf sind (im ersten Buch von Friedl war das Bildmaterial eindeutig besser gedruckt, aber das ist Sache des Verlags, nicht der Autorin).


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