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Rezensionen verfasst von
Peter Krackowizer "mosaik" (Neumarkt am Wallersee, Salzburg)
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Handbuch Tourismus und Gastronomie
Handbuch Tourismus und Gastronomie
von Alois Pircher
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 88,00

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Aktuell, aus der Praxis mit realen Beispielen und von kompetenten Fachleuten recherchiert, 10. Juni 2013
Pircher, Universitätsprofessor, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer aus einer alteingessenen Tiroler Wirtsfamilie, sowie Urnik und Hammer, ebenfalls an den Universitäten Innsbruck und Salzburg tätig, haben für die dreizehn Kapitel noch zwölf weitere, kompetente Autoren engagiert. 600 Seiten haben diese Autoren aus Erkenntnissen der Praxis geschrieben, ergänzt mit Kapitel über Förderungen, Strategien, Theorien und Marketingtrends.

Was mir sofort nach dem ersten, genaueren Durchblättern aufgefallen war, ist, dass das Buch sehr gute und praxisnahe Beispiele mit realem Zahlenmaterial bietet, dass die Themen rund um steuerrechtliche Fragen mit zahlreichen Erkenntnissen der Rechtsprechung (Urteile) ergänzt sind und zumindest ein Kapitel sprachlich etwas schwierig zu verstehen ist, weil der Autor zahlreiche englische Begriffe verwendet, die der durchschnittliche Gastronom nicht unbedingt verstehen muss – aber es ist ja ein echtes Fach-Handbuch und somit wird jeder sein Kapitel darin finden, das für ihn wichtig und verständlich sein wird.
Zunächst möchte ich einmal eine Übersicht über die dreizehn Kapitel geben:
1. Die Voll- und Teilkostenrechnung im Tourismus
2. Neuzeitliche Kalkulationsmethoden als Grundlage unternehmerischer Entscheidungen
3. Kalkulation und Wareneinsatzkontrolle
4. Beispiele strategischer Investitionsplanungen und Planungsbesprechung
5. Die „Balanced Scorecard“ als Führungsinstrument in der Hotellerie – Wesen, Modell, Implementierung
6. Ertragsteuerliche Aspekte in der Hotellerie und Gastronomie
7. Sonderfragen der Mehrwertsteuer im Tourismus
8. Lösungsansätze zur steuerlichen Übertragung von gastronomischen Betrieben
9. Die steuerrechtlichen Folgen des Engagements von ausländischen Musikern, Djs und anderen Künstlern
10. Unternehmensbewertung bei Gastronomie-Betrieben
11. Förderungen in der Gastronomie: Zum Status quo und der Verbesserung ausgewählter Rating-Kennzahlen
12. „Leadership“ als Analogie zum Höhenbergsteigen: die sieben Gefahren der Führung
13. „Leidenschaften“ und „Communities“ – neue Marktstrategien für die österreichische Hotellerie

Um meine Buchbeschreibung einigermaßen übersichtlich für die Allgemeinheit zu halten, möchte ich hier nur auf zwei drei Aspekte eingehen – eine ausführliche Beschreibung findet der interessierte Leser unter [...].

Bei der Kostenrechnung zeigen die Autoren die unterschiedlichen Einsatzbereiche und Erkenntnisse zwischen den Zahlen der Bilanzbuchhaltung und der internen Betriebskostenrechnung auf. Die Betriebskostenrechnung stellt natürlich auch dann den größten Teil der Praxisbeispiele dar. Vor- und Nachteile einer Teil- und Vollkostenrechnung sowie einer Deckungsbeitragsrechnung werden ausführlich behandelt. Interessant sind dabei für mich die Überlegungen bei der Deckungsbeitragsrechnung, weil die beschriebenen Beispiele viele Anregungen bieten. Ein Beispiel: Soll ein Unternehmen Torten selbst herstellen oder zukaufen, oder: Eigenwäscherei im Hotel oder Mietwäsche? Auch die Frage, ob bei einem Hotelumbau mehr Einzelzimmer als Doppelzimmer entstehen sollen, wird an Hand umfangreichem, realistischem Zahlenmaterial nachgegangen. Im Zusammenhang mit dem Wareneinsatz wird die Sinnhaftigkeit bzw. Wirtschaftlichkeit einer Warenverteilung anschaulich beschrieben. Beispiele von Steuerprüfungen zeigen, wie wichtig die richtige Verbuchung ist, beispielsweise von Naturalrabatten der Lieferanten.

Im Kapitel der Sonderfragen der Mehrwertsteuer wird zunächst einmal besprochen, wer überhaupt Unternehmer ist. Natürlich geht der Autor auch der Frage nach, was sind und wie werden Haupt- und Nebenleistungen im „all inclusive“ – Bereich versteuert und anderen Fragen. Die sieben Gefahren der Führung sollten alle lesen, die sich das Buch besorgen. Die Autoren verwenden dabei die Metapher der Gefahren des Bergsteigens. Für mich persönlich am wenigsten verständlich und daher aussagekräftig ist das letzte Kapitel im Buch über neue Marktstrategien. Da ist die Rede von „Affintiy-Group-Management“, „Service Engineering“, „Megatrends“ und vielen anderen englischen Ausdrucken – ob damit der durchschnittliche österreichische Gastronom oder Hotelier etwas anfangen kann, wage ich zu bezweifeln.

Allen Kapiteln folgen am Ende Literaturhinweise, das Buch schließt mit einem Stichworteverzeichnis. Aus meiner Sicht als Unternehmer, als Absolvent der Tourismusschulen Kleßheim und seit über 30 Jahren im Tourismus Tätiger finde ich dieses Handbuch wirklich sehr umfassend, aussagekräftig und überwiegend verständlich geschrieben. Die vielen praxisbezogenen Beispiele und Informationsadressen (z. B. im Kapitel über Förderungen) bieten Unternehmer wirklich eine breite Palette der Nutzung dieses Handbuches.


Rom MM-City: Reisehandbuch mit vielen praktischen Tipps.
Rom MM-City: Reisehandbuch mit vielen praktischen Tipps.
von Sabine Becht
  Broschiert

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Begeisterte in einem Praxistest eine Reisegruppe durch Aktualität und Tipps, 10. Juni 2013
Erstmals habe ich einen Reiseführer im „Massentest“ gehabt: für eine Reisegruppe, die ich als Reiseleiter nach Rom begleitete, hatte ich diesen Reiseführer besorgt und einen Monat vor der Reise ausgeteilt. Nach vier Tagen Rom mit diesem Reiseführer war die einhellige Meinung der rund 60 Personen, dass dieser Reiseführer sehr praktisch mit vielen hilfreichen Tipps und aktuell ist.

Im Detail: Im Vorfeld hatte ich mir einen zweiten Rom-Reiseführer eines anderen renommierten Verlages besorgt und beide miteinander verglichen. War der andere stärker im geschichtlichen Bereich, so zeigt der Michael-Müller-Führer seine Stärken für jene Rom-Reisenden, die einerseits Wissenswertes über Gebäude, Plätze und Straßen erfahren möchten, andererseits aufgrund der Kürze ihres Aufenthalts auch praktische Tipps und Vorschläge für Rundgänge suchen.

Der Führer bietet zunächst 90 Seiten Wissenswertes von A bis Z. Beispielsweise den Tipp, dass man das Wasser von allen Trinkwasserbrunnen in Rom bedenkenlos trinken kann (haben wir ausprobiert). Dann folgen auf gut 200 Seiten zehn Rundgänge innerhalb der Stadtmauern und ein Vorschlag für Besichtigungen außerhalb dieser. Jeder Rundgang enthält einen sehr guten Detailplan, auf dem nicht nur die Sehenswürdigkeiten eingetragen sind, sondern auch Cafés, Bars, Enoteche sowie Restaurants. Die Hinweise bezüglich Restaurants sind zutreffend, wie ich an Hand des Rundgangs Nr. 2 im Bereich des Colosseum selbst festgestellt hatte: Becht schreibt bei der Hostaria Cannavota „…Kellner der alten Schule, römisch mit traditioneller Küche, empfehlenswert, nicht teuer…“ – ich war zwei Mal dort essen, weil das alles so zutrifft und ich mich recht wohl gefühlt habe. Sehr empfehlenswert ist auch der Rundgang Nr. 3 – Largo Argentina, jüdisches Viertel und Campo de’Fiori, weil er durch ganz typische Altstadtgassen führt, die beschaulich und eher ruhig das authentische Rom zeigen.

Bei den durchaus ausreichenden Beschreibungen der Sehenswürdigkeiten gibt Becht auch Hinweise auf Öffnungszeiten und Eintrittspreise. Neben allen bekannten Sehenswürdigkeiten vergisst Becht aber nicht, auch auf die Kleinode Roms einzugehen wie beispielsweise auf San Clemente, eine der wohl ältesten und interessantesten Kirchen Roms, die aus einer Ober-, einer Unterkirche und einem römischen Haus besteht. Der herausnehmbare Stadtplan ist tadellos und hat auch alle, die wenigen, öffentlichen WC-Anlagen eingezeichnet. Ein wichtiges Detail für einen Rom-Besuch.


Feinspitz im Innviertel
Feinspitz im Innviertel
von Klaus Ranzenberger
  Broschiert
Preis: EUR 19,95

4.0 von 5 Sternen Das Buchformat: klein und handlich, der Inhalt: interessant und vielseitig, 21. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: Feinspitz im Innviertel (Broschiert)
Soll ich jetzt schreiben, leider oder Gott-sei-Dank ist die Gastronomie im oberösterreichischen Innviertel (noch) so unbekannt? Denn wer glaubt, das Innviertel sei „totes kulinarisches Gelände im Nordwesten Österreichs“, der irrt!

Surspeck-Grammelschokolade, genannt „Innviertler Versuchung“; ein Wein, ein Cuvée-Trio aus den Sorten Chardonnay, Weißburgunder und Gelber Muskateller aus dem Innviertel, kann man verkosten; eine Haube, zwei „A la Carte“-Sterne und 2009 die begehrte „Trophée Gourmet A la Carte“ zieren das Gasthaus Maria von guten Rat in Gstaig; Frau Maislinger vom Seewirt in Holzöster macht aus Pielachtaler Dirndln, eine Steinfrucht, eine Marmelade – Vinotheken, Hofläden, Wirtshäuser und Restaurants für jeden Geschmack und Geldbeutel hat Klaus Ranzenberger aus dem Innviertel zusammengetragen. Schließlich widmet er noch ein eigenes Kapitel drei „Lebensgrundlagen“ im Innviertel: dem Innviertel als Bierregion, als Mostregion und Region der Edelobstbrennerei, ergänzt, wie eingangs erwähnt, mit einem Innviertler Winzer.

In den Buchdeckelklappen vorne und hinten hat man eine Übersichtskarte zur Hand, die Beiträge sind mit ansprechenden Bildern aufgelockert und überall gibt es Adressen, Telefonnummern und Öffnungszeiten.


Unbekannte Festung Hohensalzburg
Unbekannte Festung Hohensalzburg
von Stefan Haslacher
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 25,00

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bietet unbekannte Einblicke, fachlich erläutert, in eine interessante Festung, 21. Mai 2013
Dieses Bilder-Buch mit Bildtexten in deutscher und englischer Sprache zeigt eine Festungsanlage, wie sie Besucher so nicht erleben können. Der Autor ist selbst Burgführer und hat durch seine Milizoffizierslaufbahn militärische Kenntnisse, ebenso wie der Fotograf. Das bringt dem Betrachter der Bilder wesentliche Vorteile, weist doch der Autor in den Beschreibungen auf so manch wichtige Kleinigkeit hin, die der Fotograf ins rechte Licht gesetzt hatte.

Auf den Innenseiten des Bucheinbandes ist doppelseitig ein Detailplan der Festung von Oberst Emil Hettwer aus dem Jahr 1905 zu sehen. Nach einem kurzen geschichtlichen Überblick beginnen die Seiten mit den Bildern, die allesamt technisch und farblich wirklich sehr gut sind. Es folgen interessante Details: über der Roßpforte ist der „Maschikuli“-Erker (eine Senkrechtverteidigungsanlage), ein Festungsabort, die Konstruktion des Schlangengangs, verschließbare Bodenöffnungen zum Hinabschleudern von Kampfmitteln, ein Blick auf den Fechtboden, wo das Kriegshandwerk geübt werden konnte, eine ehemalige Soldatenwohnung im Geyerturm, natürlich auch mehrere technische Detailaufnahmen des „Salzburger Stiers“, einer Walzendrehorgel, eine interessante Aufnahme der Bücherstube in den Fürstenzimmer, ein imposanter Ausblick von den Feuertürmen über den Burginnenhof zum Gaisberg und viele, viele weitere Aufnahmen.

Zunächst dachte ich mir, ich werde das Buch einmal „locker“ durchblättern. Ich merkte aber schon nach wenigen Seiten, dass das Lesen der (kurzen) Bildtexte durchaus noch so manches Detail bringt. So zeigt eine Aufnahme einen Mauerausschnitt mit einem runden „Stein“ darin. Der runde „Stein“ ist eine eingemauerte Kanonenkugel von der erfolglosen Bauernbelagerung der Festung im Jahr 1525. Die Bildtexte sind ganz und gar nicht touristisch-kitschig, sondern stets fachlich fundiert und informativ. Es gibt auch durchaus reizvolle Winteraufnahmen, wie jene seltene Perspektive vom Geyerturm aus in den Innenteil der Festung oder ein herrliches Bild vom großen Schlosshof zur Schlosskapelle, davor die alte Linde verschneit.

Dieses Buch bietet einen interessanten und doch sich nicht in zu vielen Details verlierenden Einblick in eine der größten Burgen Mitteleuropas mit dem Anspruch, ein fachliches Bilderbuch sein zu können.


Gut geht anders: Ein einfaches Lebenskonzept zum Erfolg
Gut geht anders: Ein einfaches Lebenskonzept zum Erfolg
von Johannes Gutmann
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 21,90

3 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Etwas verwirrend und konzeptlos, aber durchaus mit interessanten Aussagen, 21. Mai 2013
14 Kapitel, neun direkt oder indirekt über oder mit Johannes Gutmann, dem Gründer des Waldvierteler Unternehmens „Sonnentor“, fünf Kapitel Philosophisches und Gedanken von Peter Gnaiger zum Thema „gut geht anders“.

Als ihn der Verleger fragte, ob er, Gnaiger, nicht ein Buch über einen erfolgreichen Unternehmer schreiben möchte, wollte Gnaiger anfangs nicht. Das klingt immer so nach PR für eine Firma und das wollte er nicht tun. Er tat es aber dann offensichtlich doch. Gnaiger schildert Gespräche mit Gutmann, seine eigenen Eindrücke, die er in der Zentrale von Sonnentor in Sprögnitz im Waldviertel gesammelt hat und ein gemeinsames Treffen mit Gutmann und Altabt Burkhard des Stifts Melk.

Im Kapitel „Lauter Mist im Flüsterbeton“ schreibt Gnaiger, der Leser solle sich keine falschen Hoffnungen machen – mit diesem Buch werde er sein Glück leider nicht finden. Und weiter: der Titel des Buches müsste eigentlich lauten „Gier nach Glück“. Trotzdem hat er es anders betitelt. Im Kapitel „Vom Hamsterrad…“ schreibt er über das Album „Roger Water“ von „Pink Floyd“ und über eine französische Zirkustruppe, die beim Winterfest im Salzburger Volksgarten aufgetreten war. Beides konnte ich nicht wirklich in Zusammenhang mit dem Buchtitel bringen. Der griechische Philosoph Epikur und das Buch der Französin Catherine Miller über deren sexuelles Leben dienen Gnaiger zu Gedanken zum Thema Genuss.

Ich bin nach dem Lesen des Buches einigermaßen verwirrt und unsicher. Gnaiger hat als Untertitel für das Buch „ein einfaches Lebenskonzept zum Erfolg“ gewählt, schreibt aber dann, dass in dem Buch niemand sein Glück finden würde – für mich widersprüchlich. Denn schreibe ich über ein einfaches Lebenskonzept, sollte es doch für andere nachvollziehbar sein, also auch zum eigenen Glück (weiter)helfen. Gnaiger vereint dies aber, was für mich bedeutet, dass der Inhalt des Buches etwas anderes ist als der Titel ankündigt.

Irgendwie steht manch Weises in diesem Buch, irgendwie kommt es mir aber auch nur wie eine Aneinanderreihung von Kurztexten und Gedanken vor. Die Kapitel mit der französischen Zirkustruppe und jenes rund um Genuss mit Epikur habe ich nicht so recht verstanden, jedenfalls nicht unbedingt im Zusammenhang mit „gut geht anders“. Ich habe das Buch weggelegt, ein paar Tage später weiter gelesen, wieder zur Seite gelegt, irgendwie doch inspiriert von manchen Aussagen und trotzdem habe so ein Gefühl wie „da hat jemand 170 Seiten geschrieben, aha.“ Ich empfinde das Buch eher konzeptlos, dennoch spüre ich, dass Gnaiger Interessantes zu sagen und die Person Gutmann mehr zu bieten hätte, als Gnaiger im Buch tatsächlich vermittelt.

Nein, es ist kein schlechtes Buch. Aber es ist auch keines, das ich ein zweites Mal lesen würde. Ausgenommen, ich möchte vielleicht doch noch besser verstehen, was denn Peter Gnaiger nun wirklich mit dem Buch mitteilen möchte.


Nur in Paris - Ein Reiseführer zu einzigartigen Orten, geheimen Plätzen und ungewöhnlichen Sehenswürdigkeiten
Nur in Paris - Ein Reiseführer zu einzigartigen Orten, geheimen Plätzen und ungewöhnlichen Sehenswürdigkeiten
von Duncan J. D. Smith
  Broschiert
Preis: EUR 22,00

5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kunstobjekte, Gebäude, Lebensweisen , Menschen – ein ganz anderes Paris!, 17. Mai 2013
Ein Leser schrieb in seiner Rezension eines Reiseführers einer Stadt, dass das Buch sehr schlecht sei. Weil der Autor nämlich nicht kurz und bündig jene Sehenswürdigkeiten aufgelistet hatte, die man als eiliger Besucher in drei Stunden einfach sehen muss! Punkt. Dieser Leser hätte es mit dem vorliegenden Buch wohl noch schwerer gehabt: Smith listet nämlich 98 Orte und Bemerkenswertes auf, von denen mindestens zwei Drittel unter den Begriff „muss man einfach sehen“ fallen. Aber sicher nicht in drei Stunden!

Es hängt nun sicherlich aber auch davon ab, was der Leser unter dem Begriff „muss man einfach sehen“ versteht. Smith scheint da, so wie ich, ein Anhänger der unscheinbaren, abseits liegenden Kleinode zu sein, die eine Stadt, wie Paris beispielsweise, erst so richtig erlebenswert machen.

Smith führt den Besucher beispielsweise in ein Stadtviertel, in dem man durch zahlreiche überdachte (Einkaufs)Passagen aus dem 19. Jahrhundert flanieren kann; Besucher können auch vier Mal in Paris die Freiheitsstatue von New York in maßstabgetreuem Verhältnis erleben ; ein anderer Spaziergang führt in das chinesische Viertel Klein-Wenzhou. Wo sich die weltgrößte Sammlung von Kugelschreibern verbirgt, wo es stille Kreuzgänge gibt und ein paar Abstiege in Pariser Unterwelten führen, sind weitere Entdeckungsmöglichkeiten. Sieben Stadtmauern von Paris gilt es zu finden, wann und wo die echte Dornenkrone Jesus einmal monatlich zu sehen ist erfährt der Leser ebenso wie die Lage und Geschichte eines historischen Jazz-Kellers. Wieso die wasserspendenden Eisenbrunnen einen englischen Namen tragen, dass es ein römisches Amphitheater in Paris gibt oder welches Bistro das beste sei – das Buch ist reich an Vorschlägen, was der interessierte Besucher in Paris so alles entdecken kann. Vielleicht möchte er ja einen Hindu-Tempel besichtigen oder ist sich im Museum der Fälschungen nicht sicher, ob er vor dem Original oder der Fälschung steht? Beim Eintritt in eine Kirche im 12. Arrondissement meint der Besucher, er stünde nun in der Hagia Sophia in Istanbul.

Jeder Artikel bietet nicht nur die direkte Information über das Objekt oder die Sehenswürdigkeit, sondern auch Rahmeninformationen, damit man die Sache besser verstehen und einordnen kann. Da wird beispielsweise kurz die Geschichte des Pariser Kanalsystems beschrieben oder bei der Manufaktur der Wandteppiche die Geschichte der Manufaktur.

Im vorderen und hinteren Buchdeckel findet man Übersichtskarten, damit man diese Orte findet. Bei den jeweiligen Artikeln steht welche U-Bahnlinie dorthin führt, wie die nächste U-Bahnstation heißt und natürlich die genaue Adresse. Aber auch nützliche Hinweise, ob man das Objekt jederzeit besichtigen kann, ob man sich anmelden muss oder ob es für die Öffentlichkeit nicht zugängig ist. Am Ende des Buches listet Smith nochmals alle Orte mit Adressen und Öffnungszeiten auf, gefolgt von einem umfangreichen Literaturverzeichnis „zum Weiterlesen“.


Steiermark: Die Geschichte des Landes
Steiermark: Die Geschichte des Landes
von Bernhard Reismann
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Bietet einen guten geschichtlichen Überblick mit ein paar Schwachstellen., 7. April 2013
Ich hatte mir das Buch besorgt, weil ich einiges über die Geschichte des steierischen Ennstal zu erfahren hoffte. Dies trifft aber nur bedingt zu, denn das Buch verfügt zwar über ein (grobes) Inhaltsverzeichnis (mehr oder weniger nach Jahrhunderten), nicht aber über ein Register. Suchen nach einer Eintragung über Schladming beispielsweise heißt, rund 340 Seiten durchblättern. Spärlich sind genaue Datumsangaben bei Ereignissen und lokale geschichtliche Entwicklungen wie zum Beispiel über den Bergbau in den Schladminger Tauern findet man nur ansatzweise.

Das waren jetzt einmal die Kritikpunkte an dem an und für sich aber praktischen Buch. Praktisch, weil das Kleinformat gut zu lesen ist, man das Buch leicht irgendwohin mitnehmen kann; praktisch, weil es einen vernünftigen und lesbaren Überblick über die steirische Geschichte gibt. Und da wird dem Leser dann auch klar: würde Reismann alle lokalen Entwicklungen und genauen Geschichtsdaten beschreiben, käme er nicht mit der Seitenzahl aus. Ich habe mir die Mühe gemacht, die Anzahl der Buchstaben dieses Buches in Kleinformat mit der Anzahl der Buchstaben ähnlicher Geschichtsbücher in Normalformat zu vergleichen: da ist nicht viel Unterschied, das heißt, dieses Buch entspricht durchaus dem Umfang eines vernünftigen allgemeinen Geschichtsbuch.

Das verwendete Bildmaterial ist von sehr guter Druckqualität und Aussagekraft. Es lockert die vielleicht ansonsten doch etwas trockenere Geschichtsmaterie auf. Lustig finde ich des Autors Hinweise am Ende mancher Kapitel mit dem Titel „leicht erreichbare Ausflugsziele“ – von wo aus „leicht erreichbar“? Von Graz, von Salzburg, von Hamburg? Im Literaturverzeichnis führt Reismann gut 60 Titel an. Ich finde, das Buch bietet einen guten Einstieg in die Geschichte dieses Bundeslandes.


Leben wie in der Toskana: Wie man Einfachheit, Warmherzigkeit und Leichtigkeit für sich entdecken kann
Leben wie in der Toskana: Wie man Einfachheit, Warmherzigkeit und Leichtigkeit für sich entdecken kann
von Ferenc Máté
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 18,00

8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Etwas langatmig, widersprüchlich und an manchen Stelle schlecht übersetzt, 7. April 2013
Der ungarische Autor, der seit seinem zehnten Lebensjahr in Amerika lebte und sich schließlich in der Südtoskana bei Montalcino ein Haus kaufte, hat schon etwas zu sagen. Nur, ich musste mich 266 Seiten (ohne die rund 30 Seiten mit Rezepten) durcharbeiten, um seine Lebensweisheiten halbwegs zu verstehen! Schon nach den ersten 40 Seiten schreibt Máté gute 30 Seiten über seine Jugend in Kanada und Amerika. Er erzählt davon, wie schön sie es doch gehabt haben – und wie schön es doch die Leute heute noch in der Südtoskana haben. Eigentlich, so habe ich es verstanden, leben die Südtoskaner in einem Paradies, in dem weder Kommerz noch neuzeitliche Errungenschaften Einzug gehalten haben. Irgendwie hatte ich beim Lesen das Gefühl, dass Máté Gegensätzliches zwischen seiner Jugend auf dem amerikanischen Kontinent und seinem Leben jetzt in der Südtoskana beschreiben will. Aber es liest sich nicht als Gegensätze, sondern durchaus als gleichwertig. Daher kommt der Buchtitel „Leben wie in der Toskana“ für mich nicht ganz rüber.

Ich bezeichne mich als guten Italien-Kenner. Daher kann ich es nicht ganz glauben, dass man in der Südtoskana jeden Tag mittags ein fünfgängiges Festmahl als Alltagsmittagessen serviert bekommt. Máté jedenfalls schreibt so. Máté hat gute Gedankenansätze was Einfachheit, Warmherzigkeit und Leichtigkeit im Leben angeht. Liest man aber zwischen den Zeilen, so vermute ich, dass er finanziell relativ wohlhabend ist und daher manches auch leichter nimmt, als es vielleicht sein Nachbar sieht, über den er auch schreibt. Über manche Seiten hinweg wird er zwar etwas langatmig, ich konnte ihn manchmal auch nicht ganz verstehen, was das nun mit der Toskana zu tun hat, worüber er schreibt (wenn er z. B. von Florida schreibt), aber ich denke, er ist einfach ein echt begeisterter Freund der Südtoskana. Das will er eben ausdrücken, wenngleich dasselbe wohl auch ein Begeisterter von Bayern oder der Normandie schreiben könnte. Bei der Übersetzung kommen mir manche Stellen zu wortwörtlich aus dem Amerikanischen übersetzt vor und ergeben vollmundige, überschwängliche und gekünstelte Sätze.


Lebensmittelgeschichte(n): schmackhaft · wissenswert · kurios
Lebensmittelgeschichte(n): schmackhaft · wissenswert · kurios
von Josef Schöchl
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 24,00

4.0 von 5 Sternen Informativ, unterhaltsam mit animierenden Bildern, 7. April 2013
Welche bayrische Eigenheit von d der Münchner Gaststätte „Zum ewigen Licht“ ihren Weg in die gastronomische Unsterblichkeit gefunden hat, darüber und über viele andere Kuriositäten berichtet Hofrat Schöchl in seinem sehr richtig bezeichneten Buch „Lebensmittel Geschichte(n)“. Wer meint, die Mayonnaise stamme aus Frankreich, der wird in diesem Buch eines Besseren belehrt. „Kâtsiap“ ist „Ketchup“ nicht falsch geschrieben, sondern seiner Urform – woher? Das steht im Buch. Was Louis de Béchamel, Giovanni Bellini oder der deutsche Reichskanzler Otto von Bismarck der Küche als ewiges Andenken hinterließen, was in der kleinen Gemeinde Mortagne-au-Perche in der französischen Normandie entstand, woher „Zweigebackene“ Kekse kommen, wo sich das Fort Malakoff befand, warum eine echte Paella keine Muscheln hat? Jetzt höre ich aber auf, denn alles und noch viel mehr bietet dieses informativ-unterhaltende Buch.

Insgesamt 72 Lebensmittel und Speisen, 66 Rezepte und 29 Literaturtipps hat Hofrat Schöchl zusammengetragen: jeweils ein ganzseitiges Bild und eine Seite über die Geschichte des Produkts sowie fast überall auch ein Rezept. Bei den Rezepten handelt es sich jeweils um ein typisches Gericht, beispielsweise beim Strudel um einen ausgezogenen Apfelstrudel.

Die Bilder sind sehr animierend und ausgesprochen gut von der Qualität. Doch hier seien zwei Wermutstropfen erwähnt: Bei meiner Lieblingstorte, der Malakofftorte, fehlt ein typisches Bild dieser Torte – es sind nur vier mit Mascherl verzierte Biskotten zu sehen! Und: die echte Paella, so schreibt der Hofrat, sei nie mit Meeresfrüchte gewesen – das sei „Touristen-Paella“, doch das ganzseitige Bild zeigt eine Paella mit Meerestieren und Muscheln und unter dem Text ein Bild von Muscheln – das passt in meinen Augen nicht zu einem „authentischen“ Bild einer Speise. Aber das sind dann auch die einzigen beiden Ausrutscher dieses ansonsten gut gelungenen Buches. Es liest sich gut, die Texte sind angenehm kurz und doch informativ, das Format handlich – ein Buch zum Schauen und Lernen.


Franken: Reiseführer mit vielen praktischen Tipps.
Franken: Reiseführer mit vielen praktischen Tipps.
von Ralf Nestmeyer
  Broschiert
Preis: EUR 20,90

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr informativ und umfassend, viele Tipps, sehr gutes Bildmaterial, 13. März 2013
Mir liegt die 6. Auflage von 2013 vor. Rund 520 Seiten – und das für „nur“ ein Drittel des Freistaats Bayern! Ja natürlich kennt man Würzburg, Nürnberg, Rothenburg ob der Tauber. Wie ist es aber mit Selb? Die Porzellanfirmen Hutschenreuther und Rosental befinden sich dort. Memmelsdorf? Schloss Seehof mit herrlichem Rokokopark. Stein? Hier begann die Geschichte der größten deutschen Bleistiftfabrik Faber-Castell. Goethe in Franken? Ja, unter anderem in Marktredewitz. Buttenheim? Hier kam Löb Strauss zur Welt, der nach Amerika auswanderte und als Levi Strauss der Erfinder der „Jeans“ in die Geschichte einging.

Die Liste der Merk-Würdig(keiten) ließe sich noch lange fortsetzen. Und genau diese Vielfalt an Kleinigkeiten, an Geschichten (Spalt – die Hopfenstadt; Kein Nazi in Wohlmuthshüll! Bußkatalog für Spucker und Stehpinkler, insgesamt mehr als 80 Geschichten), an Details (z. B. wann welcher Markt mit welchen Produkten stattfindet, ob es eine ermäßigte Rückfahrkarte gibt usw.), über 1 000 Stichworte im Register, Literaturtipps (über 40), finde ich, machen diesen Reiseführer wirklich zu einem top-individuell-reisen-Führer. Aber natürlich kommen auch die bekannten Städte und Sehenswürdigkeiten nicht zu kurz, Beispiele sind Nürnberg – 35 Seiten oder Würzburg – 21 Seiten;

Seit meinen ersten Reisen nach Franken in den 1990er Jahren begeistert mich dieser Teil Bayerns. Und beim Lesen der Kapitel über den Frankenwald, Coburger Land und Oberes Maintal oder das Altmühltal wurden Erinnerungen an frühere Reisen wach. Dass der Brauereigasthof Hotel Drei Kronen in Memmelsdorf, in dem ich mich besonders wohlgefühlt hatte, nicht im Führer vorkommt, verzeihe ich Nestmeyer – führte er alle guten Wirtshäuser und Übernachtungsmöglichkeiten in Franken an, hätte das Buch wohl einige hundert Seiten mehr!

Dieser Reiseführer ist abwechslungsreich, sehr informativ und bildhaft – die Bilder sind durchwegs sehr gut und aussagekräftig. Und wenn ich dann noch die Restaurant- und Übernachtungstipps von Nestmeyer durchlese, möchte ich am liebsten gleich wieder nach Franken fahren.


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