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Rezensionen verfasst von
Peter Krackowizer "mosaik" (Neumarkt am Wallersee, Salzburg)
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DuMont Bildatlas Côte d'Azur
DuMont Bildatlas Côte d'Azur
Preis: EUR 8,50

4.0 von 5 Sternen Zum Kennenlernen einer Region, dem Orientieren und bildlich Genießen durchaus gut geeignet, 23. Mai 2012
Rezension bezieht sich auf: DuMont Bildatlas Côte d'Azur (Taschenbuch)
Sie planen einen Kurztripp an die Côte d'Azur, wollen eher ausspannen und genießen als der Kultur auf den Grund gehen? Gut, dann ist so ein Bildatlas ein günstiges und geeignetes Mittel, sich Grundinformationen anzueignen, etliche Adressen bei der Hand zu haben, auf Übersichtskarten sich mal zu orientieren und vor allem ' viele Bilder sehen zu können, die Land, Leute und anderes zeigen.

Dass man mit vielen Booten und Schiffen rechnen muss, zeigt schon das Titelbild (Hafen von Cannes). Wie 800 Euro pro Kilo aussehen, sieht man im Beitrag über das schwarze Gold der Provence, den Trüffel. Party- und Nachtleben-Aufnahmen findet man ebenso in diesem Bildatlas wie einen Beitrag über Parfum, da ja Grasse an der Côte d'Azur ein weltbekanntes Zentrum der Herstellung von Parfums ist. Beschaulichkeit vermitteln Bilder von Boule-spielenden Männern oder Bilder von Feldern mit Rosmarin, Thymian und Salbei. Natürlich wird auch über moderne Kunst, Museen und Feste geschrieben, Bilder aus dem Parque National du Mercantour bringen in Erinnerung, dass Meer und Berge hier ganz eng nebeneinander zu finden sind.


Erlebnis Großglockner Hochalpenstraße: Adventure Grossglockner High Alpine Road
Erlebnis Großglockner Hochalpenstraße: Adventure Grossglockner High Alpine Road
von Herbert Gschwendtner
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 24,00

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schilderung vielfältiger Erlebnisse in Hochgebirgslandschaft mit guten Bildern, 21. Mai 2012
Eine Raststätte, durch deren Mitte die Grenze zweier Gemeinden des Nationalparks Hohe Tauern verläuft, ein Wirt, der verletzte Murmeltiere ' Mankeis ' aufzieht, Schneefräsen, konstruiert vom Erbauer der Straße, Hofrat Wallack, die schon über 50 Jahre im Einsatz sind, die Geschichte von der Hexenküche, ein Turm auf der Edelweißspitze, der einen wichtigen geografischen Vermessungspunkt in den Alpen darstellt, Kunstwerk 'Kraft Wellenberg', in Stein gehauene Bergmännlein, der schönste Jausenplatz Österreichs, die Glocknersage oder Pfirsiche, Feigen, Melonen, Champagner und Tokayer bei der Erstbesteigung des Großglockners ' Herbert Gschwendtner hat einfach ein sympathisches, lesenswertes Buch geschrieben! Und er hat viele noch unbekannte, zumindest weniger bekannte Details aufgegriffen (Blunter Tauern, altes Streckentelefon, Rotmoos im Käfertal u.a.).

Doch nicht nur das. Die ganz- und doppelseitigen Bilder zeigen einerseits schon auch die eindrucksvolle Gebirgslandschaft entlang der Straße, andererseits bietet aber fast jedes Bild ein besonders Detail, wie beispielsweise der Hexenzahn in der Hexenküche, die Türkenbundlilie am Blumenlehrweg Schöneck, auf der eine Biene (oder Hummelart?) sitzt oder das Bild, das den Blick aus einem Tunnel am Gamsgrubenweg zeigt, in dessen Mitte der Großglockner aufragt. Allerdings bin ich mit der Qualität zweier Bilder nicht ganz zufrieden ' der Almrausch ist etwas unscharf geraten und ein Bild mit dem Großglocknergipfel, dominant die Seite einnehmend, trägt den Titel 'Kasereck-Kapelle' ' die man aber am Bild erst suchen muss (und ganz klar ist das Bild auch nicht - milchig). Aber dies sind wirklich zwei Ausnahme der sonst sehr gelungenen (farblich wie von der Druckqualität) Bilder in diesem Buch.

Vier Dinge möchte ich auch nicht unerwähnt lassen. Erstens: Auf den vorderen und rückseitigen Innenseiten gibt es eine sehr gute Karte, die die Großglockner Hochalpenstraße von Bruck an der Großglockner Hochalpenstraße bis Heiligenblut, vom Johannisberg bis zum Rauriser Tauernhaus darstellt. Zweitens: Ein Stichworteverzeichnis. Drittens: Ein doppelseitiges Panoramabild von der Edelweißspitze aufgenommen, das die Berggipfel ' beschriftet ' gegen Westen zeigt und viertens der internationalen Bedeutung der wohl eindrucksvollsten Panoramastraße Europas entsprechend sind alle Texte auch auf Englisch zu lesen ' da kann ich mein Englisch wieder gut auffrischen!

Es ist ein Buch, das die Vielfalt der Erlebnisse entlang der über 40 Kilometer langen Großglockner Hochalpenstraße schildert ohne aber ermüdend zu wirken und doch einige Details mitteilend. Es ist ein Buch, das man als Salzburger gerne zur Hand nimmt oder auch an Gäste oder Freunde verschenkt ' als sinnvolle, gut gestaltete Erinnerung an eine Hochgebirgsstraße, über deren Erbauung anfangs die Fachwelt lachte und als nicht überlebensfähig abtat. Mehr als 60 Millionen Besucher seit ihrer Eröffnung 1935 haben die Zweifler aber schon bald verstummen lassen.


Pressehandbuch 2012: Medien und Journalisten für PR und Werbung in Österreich.
Pressehandbuch 2012: Medien und Journalisten für PR und Werbung in Österreich.
von Verband Österreichischer Zeitungen
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 85,60

5.0 von 5 Sternen Nicht nur für Fachleute, auch für z. B. Vereine oder Gemeinden interessant, 21. Mai 2012
Dieses über 1 000 Seite starke Nachschlagewerk über österreichische Print- und Online-Medien, TV, Radio sowie Außenwerbung wird wohl überwiegend für Personengruppen geeignet sein, die aus dem Bereich der Medien und Public Relations kommen. Aber ich meine, nicht nur! Denn beispielsweise auch Gemeinden, Vereine und Unternehmen werden immer wieder der Allgemeinheit etwas mitzuteilen haben oder eine Veranstaltung usw. bewerben möchten. Nicht jedes Unternehmen hat eine eigene PR-Abteilung. Welches Medium könnte dann das richtige für diese Information oder Werbung sein? Dafür bietet dieses Nachschlagewerk mehrere Hilfestellungen.

Da gibt es zunächst eine Auflistung alle Tages- und Wochenzeitungen sowie Illustrierten und Magazine im Detail. Die Informationen reichen von Erscheinungsterminen, Verkaufspreisen, Verlagsort, Impressum über Auflistung der verschiedenen Ressorts des Mediums samt Ansprechjournalisten (allerdings ohne deren persönliche E-Mail-Adressen, mit Ausnahme bei den Online-Medien, wo auch diese abgedruckt sind) über Satzspiegel (Größe der Seite, Spaltenanzahl und -größe) bis zu Anzeigendetails samt Inseratenpreisen.

Dann folgen alle Online-Plattformen und -Medien, jedoch nicht so ausführlich behandelt wie die Printmedien. Details wie Kosten für Bannerwerbung könnten wieder für zahlreiche Zielgruppen interessant sein. Auf acht Seiten folgen Internetadressen von diesen Medien in anderen Ländern auf der Welt. Es kommt der Hauptteil des Buches ' die Fachpresse, zunächst als Übersicht in 85 Gruppen (z. B. Freizeit, Hotelwesen oder Sport), dann nach alphabetisch gereihten Hauptthemen (z. B. Agrarwesen, Bücher, Kommunales, Religion usw. ' mehr als 150 Themen), gefolgt von 450 Seiten, auf denen dann diese Publikationen im Detail beschrieben sind (genaue Bezeichnung, Ergänzung bzgl. Zielgruppe [Mitteilungsblatt der/des'], Adresse, Anzeigentarif usw.). Beispielsweise gibt es zum Thema 'Reise, Tourismus' 51 Medien, zum Thema 'Frauen' 26 und zum Thema 'Sport' 97 Medien.

Die nächsten Kapitel beschäftigen sich mit Radio und TV, Nachrichtendienste und Dienstleister der Medienbranche, Außenwerbung sowie Verbände und Institutionen. Bei Radio und TV kann man genau die Werbepreise je Sekunde auf Sendezeit nachlesen. Auch gibt es eine Auswahl der größten Druckereien und Reproanstalten (zehn Seiten) und andere Aufzählungen. Zuletzt ein alphabetisches Titelverzeichnis aller mehr als 3 700 Medien, die in diesem Buch verzeichnet sind.

Interessant ist auch die Möglichkeit, das Buch zusammen mit einem Online-Zugang zu erwerben. Denn online [...] gibt es z. B. die Möglichkeit, Aktualisierungen aufzurufen oder etwa eine Journalistendatenbank. Nicht unerwähnt möchte ich die knapp 30 Seiten ganz am Anfang des Buches lassen. Da wird das Werbejahr 2011 in Zahlen dargestellt (Werbeaufwand Vergleich 2010 zu 2011, Print nach Wirtschaftsbereichen, österreichische Auflagenkontrolle: was das ist und wie hoch die Auflagen der 258 darin erfassten Medien 2011 waren, über das österreichische Journalisten-Kolleg und die umfangreiche Media-Analyse 2011).

Natürlich wird es jährliche kleine Änderungen in den Informationen geben (Ressortchefs wechseln, Anzeigentarife), aber sicherlich ist dieses Werk für viele Zielgruppen auch mehrere Jahre hindurch verwendbar und so betrachtet sicherlich eine lohnenswerte Investition.


Freisaal: Das Schloss im Spiegel der Geschichte
Freisaal: Das Schloss im Spiegel der Geschichte
von Ronald Gobiet
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 45,00

5.0 von 5 Sternen Einerseits ein Fachbuch, andererseits ein allgemein verständlich geschriebenes Geschichtsbuch, 3. Mai 2012
Als Lustschloss vermutlich von Erzbischof Pilgrim II. von Puchheim in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts erbaut, dann traditionell das Schloss, in dem der neu gewählte Erzbischof die Nacht vor dem Einzug in die Stadt Salzburg verbringen musste und schließlich Wohn- und Wirkungsstätte von Künstlern. Schloss Freisaal im Süden der Stadt Salzburg hat eine bewegte Geschichte und ein gut erhaltenes Innenleben.

Ronald Gobiet, Landeskonservator von Salzburg, Herausgeber des Buches, hat in diesem Buch die Geschichte des Schlosses aufgearbeitet, dessen Rolle in der Musikgeschichte, die Wandmalereien - deren Bedeutungsinhalt und Restaurierung sowie das Wohnen von Malern, Dichtern und Musikern im Schloss.

Es ist einerseits ein kulturgeschichtlich Sachbuch mit Restaurierungsdetails, Fußnoten-Erklärungen und Verweisen usw., andererseits ein durchaus auch allgemein verständliches Buch mit zahlreichen, teilweise doppelseitigen Farbbildern, übersichtlichen und detaillierten Zeittafeln, vielen zeitgenössischen Skizzen und Zeichnungen, Grundrissen der verschiedenen Stockwerke und natürlich vielen Texten. Da geht beispielsweise der Bauhistoriker Ulrich Klein der Frage der Funktion des Schlosses nach: Bollwerk oder Lustschloss? Karpfenteich und Kuchlgarten ' die Bedeutung Freisaals für Landschaft und Landwirtschaft in Salzburgs Süden beleuchtet Dr. Georg Steinmetzer, der ein Planungsbüro für Bau- und Gartendenkmalpflege betreibt. In diesem Beitrag findet man auch viele historische Fotografien, u.a. von Familie Hydra, die das Schloss um 1900 besessen hatte. Em. O. Univ.-Prof. Dr. Adolf Haslinger, ehemaliger Rektor der Universität Salzburg schreibt 'zu Peter Handkes Filmarbeit im Schloss Freisaal 1985'. Dies sind nur einige der Beiträge in diesem sehr gut gestalteten Buch, das durch sehr gutes Bildmaterial lebendig und abwechslungsreich wirkt.


Traumgärten: 100 inspirierende Gestaltungsbeispiele
Traumgärten: 100 inspirierende Gestaltungsbeispiele
von Tania Compton
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 39,90

5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Autoren und der Verlag haben hier ein wirklich gelungenes Kunst-Werk geschaffen, 2. Mai 2012
Die kleine Zypressenallee im Garten der Villa Massei in der Toskana, eine auf einem Gartenschuppen gemalte Eule umrankt von 'Clematis montana' (Tetrarose) in Shropshire, ein sich durch den Garten in Norfolk schlängelnder Bach vor einer alten Mühle, Bilder von Gärten im Licht der Morgensonne ' auf gut 350 Seiten mit mehr als 400 animierenden Bildern kann sich der Leser dem Träumen hingeben!

Da stehen zwei blaue Gartenstühle im Gelbgrün des Gartens von Wollerton Old Hall auf der einen Seite, auf der anderen wächst Rittersporn in fast demselben Blau wie die Stühle im Bild empor; die Hintergrundfarbe des Textes zu Bury Court ist in demselben Braunton gehalten wie die drei Bilder auf dieser Doppelseite, die cremefarbene Rispen von 'Miscanthus transmorrisonensis' und ähnlichen Halmgewächsen zeigen; die Doppelseite von Cannwood Garden zeigt sechs Gartendetails wie Baumstumpfhöhle, Laubensitz u.a. umgeben von blühenden Rosen und Kräutern; und so geht es das ganze Buch hindurch weiter.

Die Bildqualität ist ausgezeichnet und was mich besonders begeistert, ist die farbliche und Motiv-Abstimmung der Bilder je Doppelseite. Egal, welche Seite ich aufschlage, ob jene mit dem Seerosenteich von Las Navas bei Toledo in Spanien, jene mit dem Bild mit heimische Hänge-Segge, die das Ufer des Holzsteges im Garten von Norfolk säumen oder die Seite über die Skulpturen im 'The Garden in Mind' ' jede Seite begeistert mich aufs Neue und ich finde, die Autoren und der Verlag haben hier ein wirklich gelungenes Kunst-Werk geschaffen!

Doch nun nehme ich mir wieder das Buch, setze mich auf meine Balkon (in Ermangelung eines Gartens) und träume wieder!


Alte Rosen für Gärten von heute
Alte Rosen für Gärten von heute
von Annie Lagueyrie-Kraps
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 29,90

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wer Rosen liebt, findet animierende Bilder und viel Information im Buch, 2. Mai 2012
Nein, ich züchte keine Rosen und habe mir trotzdem dieses Buch besorgt. Weil ich Rosen an sich liebe, weil ich selbst Rosen sehr gerne fotografiere und weil Rosen so etwas Elegantes sind. Und dieses Buch bietet einfach viele herrliche Aufnahmen von Rosen und Rosengärten. Leider mit der kleinen Einschränkung, dass einerseits manche Bilder von der Druckqualität her, andere vom Aufnahmelicht nicht so ganz das sind, was ich mir erwartet hätte. Aber halte ich diese Bilder etwas weiter von mir entfernt, wirkt dann wieder die Gesamtstimmung des Bildes.

Und dann ist da natürlich auch viel Informatives zu lesen: Ein Streifzug durch die Geschichte der Rose, es werden drei Rosengärten vorgestellt (über 20 Seiten lang), gefolgt von einer Auswahl alter Rosen ' im Register des Buches finden sich über 120 Namen. Dieses Kapitel ist in Beet- und Strauchrosen, Wildrosen sowie Kletterrosen und Rambler unterteilt. Auch im letzten Teil des Buches findet man viel Wissenswertes über optimale Voraussetzungen, Pfanzhinweise, Pflege, Schnittmaßnahmen und anderes.

Bei den einzelnen Rosen, die beschrieben werden, gibt es die Unterkapitel Daten (Größe, Blüte, Pflege, Gruppe mit Jahr der ersten Züchtung), Historisches, Wuchs, Blüte und besondere Hinweise. Und natürlich ein Bild der jeweiligen Rose.

Ein schönes Buch, das für Züchter und Freunde der Rose sicherlich interessant ist.


DuMont Reise-Handbuch Reiseführer Bulgarien
DuMont Reise-Handbuch Reiseführer Bulgarien
von Simone Böcker
  Taschenbuch
Preis: EUR 24,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zeigt ein vielfältiges, interessantes Land mit faszinierender Landschaft und Geschichte, 2. Mai 2012
Zugegeben, vor dem Lesen dieses Reise-Handbuchs wusste auch ich nicht wirklich viel über Bulgarien. Aber das Lesen dieses Buches war spannend und informativ zugleich. Es ist ein Land der Berge ' vom Balkan-Gebirge hat ganz Südosteuropa seinen Namen ' und der Klöster (Rila, Rozhen, Basarbovo u.a.). UNESCO-Biosphärenreservate und UNESCO-Weltnatur- und 'kulturerbe-Stätten gibt es in diesem Land. 18 Seiten geben Auskunft über Geschichte, Wirtschaft, Soziales und die aktuelle Politik, gefolgt acht Seiten über die Gesellschaft und Alltagskultur mit einem Beitrag über die Roma, eine ungeliebte Minderheit, einen Beitrag über die Religionen und über Feste und Bräuche. Im Kapitel 'Architektur, Kunst und Kultur' erfährt der Leser etwas über die Thrakische Kultur, den bulgarischen Volkstanz, über die orthodoxe Kirchenkunst sowie den 'Chalga' ' den bulgarischen Pop-Folk. Dem Essen und Trinken sind ebenfalls ein ausführliches Kapitel gewidmet, in dem man beispielsweise erfährt, dass die Dichte der Restaurants jenseits der Großstädte und touristischen Sehenswürdigkeiten recht schnell abnimmt ' es bleiben aber überall ein paar einfache Dorfkneipen, die ein paar Gerichte anbieten. Der Reisenden kann sich also auf die Gegebenheiten gut einstellen. Bulgarien ist ein Weinland, hat verschiedene Schnäpse und einige gute Biersorten.

Nach etlichen praktischen Hinweisen (z. B. öffentliche Toiletten sind rar!), schon alleine deshalb wichtig, weil die Sprache doch so anders und die Schrift Kyrillisch ist, gibt es einige Tipps für Aktivsport (Bergsteigen ' Gipfel bis zu über 2 900 m ü. A.), Fels- und Eisklettern, Kajakfahren und Rafting u.a.

Der Hauptteil des Führers, gut 300 Seiten, beschreibt dann Bulgarien: Sofia und Umgebung, Rila- und Pirin-Gebirge, Balkan, Donauebene, Schwarzmeerküste, Südbulgarien mit Rhodopen-Gebirge; 14 Themen besprechen u.a. die Rettung der bulgarischen Juden, Naturschützer gegen Baumafia, die Klöster ' Hüter des bulgarischen Geistes u.a. Jedenfalls erfährt der Leser jede Menge Interessantes über das so unbekannte Land im Südosten Europas.

Die Bilder geben einen sehr guten Eindruck von der Landschaft, den Sehenswürdigkeiten und den Menschen. Sie machen wirklich Lust, einmal in dieses 'ferne' Land aufzubrechen und es selbst zu erleben. Die Straßenkarte gibt einen guten Überblick über die Verbindungen im Land, auf ihr sind die wichtigsten Städte auch auf Kyrillisch geschrieben. Wenn Sie also mehr über die 'Wiedergeburtshäuser', die herrlichen Fresken im Rila-Kloster und jene in der Boyana-Kirche oder die 1 300 Stufen zum größten Denkmal Bulgariens erfahren wollen, dann bietet dieses Reise-Handbuch wirklich gute Information dazu.


Über Land und Meer - Fotografien
Über Land und Meer - Fotografien
von Gerhard Roth
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 49,90

3.0 von 5 Sternen Unscharfe Bilder, Bilder mit dunklen Teilen, zu kleine Bilderserien, viele ohne Aussagekraft, 1. Mai 2012
Gerhard Roth mag ja ein guter Schriftsteller sein, er mag auch ein Auge für gute Motive haben, aber in einem Buch, das fast ausschließlich aus Bildern besteht, muss auch die Bildqualität in Ordnung sein. Und das ist sie bei weitem nicht.

Zahlreiche Bilder sind schlicht und einfach unscharf, eine Anzahl von Bildern ist unterbelichtet bzw. sind Schatten in Gesichtern oder auf den Motiven, die man ohne weiteres hätte fototechnisch aufhellen können. Es gibt viele Bilderseiten, auf denen bis zu zwölf Bilder in der Größe 6,5 x 4,5 cm zu sehen sind ' da wirkt auch das schönste Motiv nicht oder sehr schwach, weil es viel zu klein gezeigt wird. Und etliche Bilder sind ganz normale 'Touristenbilder', fast möchte ich sagen, einfach abgedrückt ' wird schon etwas drauf sein. Manchen Bildern fehlt auch nur die Farbe und wenn ein Fotograf schon etwas aussagen will, muss er entweder mit Farbe arbeiten oder er zeigt ein schwarzweiß-Bild, um etwas im Bild zu betonen. Aber ein Farbbild ohne Farbe als vielleicht 'künstlerisch' zu bezeichnen, finde ich einfach schwach. Im Kapitel Florenz beispielsweise bietet Roth einige Fotografien von abfotografierten Malereien, davon drei große Bilder unscharf. Bild vom Altar der Kathedrale in Toledo: komplett verwackelt; Glasbläser in Kairo: verwackelt und zu dunkel ' was soll der Betrachter dann noch erkennen? Mülldeponie bei Kairo: ein Bild vom Müll total unscharf; Bild Markt Kyoto, Japan ' vier Teller mit Essen völlig unterbelichtet und 6,5 x 4,5 cm klein 'und so geht es durch das ganze Buch.

Ich kann mich beim Betrachten der Bilder nicht des Eindrucks verwehren, Roth hätte einfach alle Bilder von seinen Reisen genommen, daraus eine für ein Buch entsprechende Anzahl ausgewählt und dem Ganzen einen Titel gegeben. Von einem Fotografien-Band künstlerischen Wertes ist das Buch aber dann doch ein ordentliches Stück entfernt. Übrigens, zwischen den Bildern gibt es ein paar Seiten Text, einige davon sind Abdrucke von '"Typoskripten mit hs. Korr."', also Manuskripte des Schriftstellers mit seinen handschriftlichen Korrekturen ' eher unlesbar.


Kreuzfahrt-Guide Donau: Passau - Schwarzes Meer
Kreuzfahrt-Guide Donau: Passau - Schwarzes Meer
von Melanie Haselhorst
  Broschiert
Preis: EUR 19,90

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Praktisch, nicht zu ausführlich, aber doch viele Tipps und Informationen, 29. März 2012
Nicht jeder Flusskreuzfahrt-Passagier ist auch ein Studienreisender, will aber trotzdem ein wenig über die Länder und Leute erfahren, die an ihm vorüberziehen. Dieser Führer ist eine gute Lösung zwischen dicken Kunstreiseführer und den kurzen Reisebeschreibungen eines Flusskreuzfahrt-Veranstalters. Das handliche, schmale Hochformat passt wahrscheinlich auch in die meisten Reisetaschen und die Spiralbindung erlaubt einfaches und schnelles Umblättern.

18 Seiten allgemeine Information über die Donau, die Menschen an ihren Ufern, etwas Geschichte und Ländergrundinformationen. Gut gemeint, aber in der Praxis wohl doch zu wenig werden jene zehn Worte in der jeweiligen Landessprache jener Länder, die die Donau berührt, sein, die bei diesem Infoblock dabei sind. Dann folgen knapp zehn Seiten über Reisezeit, Veranstalter, Schiffe und Ausstattung, Bordsprache usw. und - sehr interessant - auch nautische Begriffserklärungen, sowie noch einige praktische Tipps für Flusskreuzfahrten, u.a. mit einer kleinen Liste von Internetadressen, die für Reisenden von Bedeutung sein könnten.

140 Seiten, zweispaltig, sind aber dann dem Verlauf einer Donau-Kreuzfahrt von Passau bis in die Mündung ins Schwarze Meer gewidmet. Kilometerangaben, kleine Übersichts-Streckenabschnittskarten mit Höhenangaben der umliegenden Erhebungen, immer wieder praktische Tipps und Themen, die farblich unterlegt, teilweise auch länger beschrieben werden (Nautisches: Wasser hat keine Balken und ein Schiff keine Bremse: wie funktioniert der Verkehr am Wasser; oder: die Walachei; oder: Nationalpark Fruška Gora).

Das verwendete Bildmaterial ist durchwegs gut und aussagekräftig, die Beschreibungen der Streckenabschnitte nicht zu lange und doch lang genug, um sich ein Bild von der Gegend machen zu können. Am Ende des Buches gibt es Innenstadtpläne mit eingezeichneten Sehenswürdigkeiten von Bukarest, Linz, Novi Sad, Passau, Russe und Wien. Das verwendete Papier ist etwas stärker, ist also nicht gleicht zerknittert und hält somit auch eine längere Donaukreuzfahrt durch. Womit ich nicht einverstanden bin, ist die Aussage auf Seite 34 - die Donau in Österreich hätte vielerorts noch den Charakter eines Gebirgsflusses: ab Passau hat die Donau bereits eine Breite von über 200 Metern und die umliegenden Erhebungen in Österreich erreichen zwischen 500 und 600 Meter über Adria - ich glaube, die Autoren haben noch nie einen Gebirgsfluss gesehen!


Scheller, Schleicher, Maibaumkraxler: Bräuche in Österreich: Fasching, Ostern, Frühling
Scheller, Schleicher, Maibaumkraxler: Bräuche in Österreich: Fasching, Ostern, Frühling
von Reinhard Kriechbaum
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 24,00

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unterhaltsam, informativ und fundiert recherchiert mit vielen interessanten Details, 29. März 2012
Giggeler und Bajatzl - Blochziehen in Tirol, vom Metzgersprung und Faschingseingraben, vom Trauerzug mit den leeren Geldbörsen, über den Valentinstag, der mit dem hl. Valentin nichts zu tun hat, von erstaunlich vielen Dorfgemeinschaften, die Passionsspiele abhalten, vom Franzosen-Verscheuchen im Lungau im Salzburger Land, dem Milchkannen-Donnern im Südburgenland und in Kärnten, von Prangstangen, Jungfrauenaufwecken und dem immateriellen UNESCO-Kulturerbe des Böllerschießens (!), von Sauhaxenopfer und Viehumtragen, von einem Krawattentag (?) und vom Verbrennen des Sunnawendhansls in Oberndorf bei Salzburg - eigentlich müsste ich alle Titel hier anführen und kurz erklären, denn das Buch ist eine wahre Schatzgrube an ganz alten, alten, weniger alten und neuen Bräuchen aus ganz Österreich. Alleine von der Passionszeit und den einzelnen Tagen zwischen Palmsonntag und Ostermontag werden 37 Bräuche geschildert.

Aber das Buch wäre nur halb so unterhaltsam und interessant, hätte es nicht Reinhard Kriechbaum mit seinem eingestreuten Humor geschrieben. Humor ist vielleicht gar nicht die richtige Bezeichnung für seine fundierte und doch locker-lustige, durchaus kritische Schreibweise. Keine Sorge, meint er, der Sauschädel taucht schon auf (aus dem Zusammenhang gerissen, bitte keine falschen Schlüsse ziehen!). Sehr modern sein gewählter Titel für den Fürsprecher in Sachen Halskrankheiten, den heiligen Blasius: Segens-Homöopathie gegen Halsweh! Obwohl der Vatertag hierzulande kaum begangen wird, ist es umso erstaunlicher, dass die Wirtschaftskammer zu berichten weiß, dass der Vatertag 2009 mit 108 Mill. Euro Umsatz zwei Drittel der Summe erwirtschaftet, die der Muttertag bringt. Ob das nur Zweckoptimismus sei, hinterfragt Kriechbaum.

Es ist wirklich sehr bunt, das Buch, bunt, die Bilder, bunt die Mischung aus religiösen und volkskulturellen Bräuchen, aus Bekanntem und weniger Bekanntem, aus dem Burgenland bis nach Vorarlberg. Und sehr praktisch: am Ende jedes Beitrags hat Kriechbaum einen Infoblock zusammengestellt: wo findet dieser Brauch statt, wann und wo erhält man Auskunft. Es ist kein Buch für religiöser Fanatiker oder heimatverbundene Traditionalisten, sondern ein Buch für alle, die es einfach einmal genau wissen möchten, warum in der Nacht vom 30. April auf 1. Mai ihre Gartenbank abhanden gekommen ist, ob der Brauch, jemanden in den April schicken, tatsächlich ein alter Brauch ist oder wo man Homer Simpson in Blütenform bewundern kann. Ein Buch mit vielen interessanten Details!


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