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Beiträge von Peter Krackowizer
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Rezensionen verfasst von
Peter Krackowizer "mosaik" (Neumarkt am Wallersee, Salzburg)
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   

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Apotheke über dem Herd: Gesünder leben mit heimischen Kräutern und Gewürzen
Apotheke über dem Herd: Gesünder leben mit heimischen Kräutern und Gewürzen
von Petra Zizenbacher
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 24,95

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein Buch für ein schnelles, kurzes Nachlesen, aber mit etwas oberflächliche Beschreibungen, 14. Oktober 2013
Auf fast 300 Seiten bietet dieses Buch mehr als 100 Rezepte und Anwendungsbeispiele von 62 Kräutern und Gewürzen. Nach einleitenden, kurzen Erklärungen (z. B. Anbau, Ernten, Kaufen von Gewürzen oder deren Verwendung) folgt ein Kapitel, wie man Gewürze als Heilmittel anwenden kann. Eine vierseitige Übersicht in Tabellenform gibt Auskunft über rund 35 Anwendungsmöglichkeiten, vom Abstillen über Harnweginfekt bis Zahnschmerzen. Dann folgt der Hauptteil, die Beschreibung aller Kräuter und Gewürze. Auf zwei bis drei Seiten werden sie erklärt bzw. beschrieben und Rezepte empfohlen, beispielsweise bei der Kapuzinerkresse ein Tofu-Kresse-Brotaufstrich oder bei Rosmarin eine Linsensuppe mit Bärlauch. Bei jedem Kraut bzw. Gewürz ist auch ein gutes Bild zu sehen, das das jeweilige Kraut bzw. Gewürz zeigt. Immer wieder gibt Zizenbacher Hinweise auf Hildegard von Bingen, wie sie das entsprechende Kraut bzw. Gewürz sah oder verwendete. Etwas verwirrend der Untertitel, da beispielsweise Galant aus dem Pazifischen Raum stammt und somit wohl nicht als „heimisch“ zu bezeichnen ist. Die Seiten sind in gut lesbarer, großer Schrift gedruckt, was allerdings das Buch auch umfangreicher erscheinen lässt, als der Inhalt dann tatsächlich ist. Leser aus Deutschland brauchen sich nicht über österreichische Bezeichnungen erschrecken – am Ende des Buches gibt es Erklärungen, was beispielsweise Faschiertes, Ribisel oder Stadl sind. Ein Buch für ein schnelles, kurzes Nachlesen.


Hoch und Heilig: Begegnung von Menschen und Geistern am Untersberg
Hoch und Heilig: Begegnung von Menschen und Geistern am Untersberg
von Rainer Limpöck
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 22,80

8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Grundkenntnisse von und etwas Glauben an Schamanismus setzt dieses Buch schon voraus, 1. Oktober 2013
Wer dieses Buch lesen möchte, der sollte den Untertitel ernst und als Inhalt nehmen. Dann liegt er beim Lesen richtig: es geht um nicht erklärbare Phänomene am für Schamanen heiligen und für alle Menschen hohen Untersberg bei Salzburg.

Der Alpenschamane Limpöck berichten von eigenen Erlebnissen und ihm zugetragenen Erlebten. Nach dem Erscheinen seines zweiten Buches „Mythos Unterberg“ meldeten sich viele Menschen bei ihm, die ihm von eigenartigen Erlebnissen am Berg und zu dessen Füßen berichteten. Manche haben ihm Bilder zur Verfügung gestellt. Auf diesen kann man Steinwesen, Orbs, Lichtphänomene, ja sogar angeblich Ufo erkennen. Letzteres allerdings, ist selbst bei gutem Willen schwer zu glauben, zumal die Aufnahme aus großer Entfernung gemacht wurde, dass nur mehr einzelne Bildpunkte erkennbar sind (die eben nicht identifizierbar sind – „Unidentified flying objects“ – ufo). Eine aus der Gegend stammende Mythologin bringt eigene Erlebnisse ins Buch ein.

Limpöck widmet sich u.a. den Themen Totenzüge, Geistermetten, Hochzeit und Bestattung am Untersberg. Alois Irlmaier, ein berühmter bayrischer Hellseher wird in einem eigenen Kapitel vorgestellt. Limpöck geht den Geheimnissen der Zahl Zwölf, des Energiezentrums des Berges und seinen Heilkräften nach. Immer wieder dokumentieren Bilder Lichtphänomene und geografische Besonderheiten am Untersberg. Im letzten Kapitel geht es um Mutter Percht, die Weißen Frauen und deren möglicher Zusammenhang mit Halluzinationen von Extrembergsteigern in Höhen über 7 000 Metern sowie um Wildfrauen und Bergmandln.

Etwas schwer tue ich mir dem Kapitel über David Zwilling, dem Ski-Star, der zum Pilger und Visionär wurde. Allein schon das Bild mit fünf Bürgermeistern bei einer Einweihung eines der Sterne der Liebe von Zwilling im Mariengarten in Großgmain erscheint mir persönlich doch etwas mehr in Richtung Marketing als Schamanismus zu gehen. Die Oronite, in Kunstharz eingegossene Bergkristalle mit metallischen Teilen, die harmonisierende Wirkung auf Energiefelder haben sollen, lassen Zweifel in mir hochkommen. Auch, weil sie eigentlich optisch gar nicht in die Landschaft passen und – aus meiner Sicht – Fremdkörper darstellen, die Limpöck in seinem Buch „Mythos Untersberg“ gar so geißelt. Im Kapitel über „Mitternachtsberg oder Mittagsberg?“ kommt die Vermutung auf, der Untersberg wäre schon zur Zeit Jesus Christus als heiliger Berg im Nahen Osten bekannt gewesen. Wobei das Kapitel an sich sehr interessante Information enthält.

Ansprechende und aussagekräftige Bilder, gute Druckqualität, viele Beiträge von Menschen, die Erfahrungen mit eben Geistwesen am Untersberg gemacht haben, der einfache, unspektakuläre Schreibstil Limpöck’s und die vielen Rätseln, mit manchen Antworten und viel Ungelöstem, machen das Buch durchaus lesenswert. Vorausgesetzt, man ist dem Schamanismus nicht ganz abgeneigt und glaubt daran, dass in der Natur nichts ohne Leben und Seele ist. Übrigens, auch der katholische „Untersbergpfarrer“ Herbert Schmatzberger aus Großgmain steht diesen Dingen aufgeschlossen gegenüber.


Bretagne
Bretagne
von Marcus X Schmid
  Taschenbuch

18 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr detailliert, interessant geschrieben und mit viel aktueller Information, 16. September 2013
Rezension bezieht sich auf: Bretagne (Taschenbuch)
Diesen Sommer habe ich einen interessanten Urlaub in der Bretagne verbracht! Geistig und doch sehr bildhaft beim Lesen dieses Reiseführers! 630 Seiten Merkwürdiges (Beispiel: 140+4+2, es geht um Stufen), Erotisches in der Katholischen Kirche („die sündige Nacht der Vergebung“), Geschichtliches (Korsaren), Legendenhaftes (Der Gral, Die Artussage, Merlin), Heiliges (St. Yves – Anwalt der Armen, einer der 777 bretonischen, nicht alle von der Kirche anerkannten, Heiligen), Sehenswertes (Le Mont Saint Michel), Wissenswertes (Austernzucht, Gezeiten, Pardon, Triumphbalken) und vieles mehr.

Bei Reisen habe ich diese nordwestlichste Region Frankreichs selbst ein wenig kennengelernt. Bilder von riesigen Artischocken-Felder an der Côte du Léon nördlich von Morlaix und westlich von Roscoff wurden beim Lesen wieder wach. Schmid schreibt, dass in diesem Teil Frankreichs der Strand mal nur wenige Meter breit sei und Stunden später müsse man hunderte Meter weit ins Meer durch Sand waten, denn die Gezeitenunterschiede können bis zu 14 Meter (!) betragen. Das kann ich aus eigener Erfahrung nur bestätigen.

Auch die mir immer noch sehr im Gedächtnis haftende „Calvaire-Tour“ (Kalvarienberg-Friedhofsbezirke) Lampaul-Guimiliau – Guimiliau – Saint-Thégonnec – Sizun – Pleyben mit den faszinierenden Steinbauten in Friedhöfen, den imposanten Triumphbalken und holzgeschnitzten Altären in den Kirchen, wird natürlich ausführlich beschrieben.

Nicht unwichtig sind die durchaus ausführlichen Beschreibungen der verschiedenen Badestrände zwischen den Abschnitten wildromantisch zerklüfteter Felsküsten, Informationen zu verschiedenen Bootsausflugsmöglichkeiten, bretonischer Feste, Fahrradverleih und vieler anderer Besichtigungsmöglichkeiten. Jugendherbergen, einfache Hotels bis hin zu Nobelhotels, Restauranttipps und Hinweise auf Campingplätze – zwischen Geschichte und Geschichten, guten Bildern und zahlreichen Detailkarten von Küstenabschnitten und Ortskernen bietet dieser Führer viele aha-Erlebnisse und „da-muss-ich-hin“-Impulse.


Bertha von Suttner: Kämpferin für den Frieden
Bertha von Suttner: Kämpferin für den Frieden
Preis: EUR 19,99

21 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schildert anschaulich Sittenbild und politische Entwicklung der damaligen Zeit sowie das Leben v. Suttner, 16. September 2013
Obwohl Berta von Suttner als lebenslange Freundin von Alfred Nobel diesen zur Stiftung des Nobelpreises angeregt und wohl auch überredet hatte, erhielt sie erst bei der fünften Vergabe und als erste Frau diesen Preis. Sie, die aus der vornehmen Prager Familie von Kinsky stammte, kämpfte zeitlebens damit, nicht wirklich zur Aristokratie zu gehören, war doch ihre Mutter eine Bürgerliche gewesen. Auch ihre Heirat mit Arthur von Suttner sorgte für Aufregung, geschah sie doch ohne Einwilligung der Familie von Suttner. Beide versuchten zunächst ihr Glück im Kaukasus, von wo sie nach acht Jahren wieder nach Wien zurückkehrten und letztlich doch von der Familie von Suttner aufgenommen wurden. Erst im Alter von 46 Jahren schrieb sie ihr weltberühmtes Buch „Die Waffen nieder“ und erst dann begann ihrer Kariere als Friedenskämpferin. „Die Waffen nieder“ waren auch einer ihrer letzten Worte im Moment ihres Todes.

Brigitte Hamann schreibt ein wirklich spannendes Buch über das Leben einer großen Frau. Sie schildert ihr Leben an Hand ihrer Tagebücher und Memoiren sowie andere Korrespondenzen und Zeitungsberichte. Dabei gelingt es Hamann sehr gut, die einzelnen Facetten von Bertha von Suttner – ihre Zeit im Kaukasus, als Schriftstellerin, als Kämpferin für den Frieden, die Entstehung des Nobelpreises, ihre Einstellung zum Feminismus sowie die politische Entwicklung während des Lebens von Suttner, getrennt und klar zu formulieren. Diese Trennung lässt den Leser die Person Suttner besser und übersichtlicher verstehen. Der Leser erlebt eine ehrgeizige, besessen arbeitende, im Grunde verarmte von Suttner, der es immer wieder gelingt, Menschen für ihre Sache zu begeistern, Geldspender zu finden und ihre Friedensidee durch Einflussnahme auf andere Personen zu unterstützen.

Auf über 300 Seiten läuft die Zeit zwischen 1850 und 1914 vor den Augen des Lesers ab, lässt nun vieles der damaligen Zeit, die Gründe, die zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs führten, die Anfänge des Deutschnationalismus und andere politische Entwicklungen um die Jahrhundertwende besser verstehen. Hamann schildert an Hand der Aussagen von Suttner auch das Sittenbild der k.k. Monarchie: den Stand der Frau, die liberale Einstellung von Suttner, die bei der Männerwelt auf wenig Gegenliebe, ja auf Hass und Spott traf, die erzkatholische Haltung des Adels und deren Auswirkungen auf Frauen und über die enorme Kriegslust und –hetze in Europa in der damaligen Zeit.

Diese Lebensgeschichte von Bertha von Suttner ist mehr als nur eine Biografie. Sie schildert verständlich und schonungslos die Zeit des Endes der Monarchie und eines gar nicht so völkerfreundlichen Österreichs. Schon unter Kaiser Franz Joseph I. begann die Hatz gegen Juden –auch in Österreich – Bertha von Suttner sah den „großen Krieg“ kommen und kämpfte im wahrsten Sinn des Wortes bis zu ihrem letzten Atemzug („die Waffen nieder“) gegen Krieg, unerhört – sie starb wenige Tage vor dem Attentat von Sarajewo 1914, das ja bekanntlich den Ersten Weltkrieg ausgelöst hatte.

Zahlreiche zeitgenössische Bilder, Postkarten und Simplicissimus-Drucke dokumentieren die geschilderte Zeit bildlich, ein genaues Fußnotenregister der Quellenangaben der Zitate sowie ein Schriftverzeichnis vervollständigen es. Ein Buch, das aufrüttelt, auch über 100 Jahre später noch aktuell ist und eine der großen Frauen der Weltgeschichte auf interessante Weise schildert.


Erlebnis Salzburger Land Band 5: Tennengau
Erlebnis Salzburger Land Band 5: Tennengau
von Siegfried Hetz
  Taschenbuch
Preis: EUR 21,00

2.0 von 5 Sternen Trotz manch gutem Wandervorschlag sehr fehlerhaft, 26. August 2013
Im letzten der fünf von Autor Hetz geschriebenen Wandervorschlagsbüchern gibt es einige weniger bekannte Ausflugstipps wie die Wanderung durch die Kertererschlucht bei Kuchl, die Wanderung über den Ameisensee zur Edtalm oder zum Vorderschlummsee im Bluntautal.

Hetz informiert die Leser auch wieder über viel Geschichtliches wie über die Entstehung von Salz oder über die Franzosenkriege. Aber da fangen leider auch schon wieder die geschichtlichen Irrtümer und Fehler an. Nun möchte ich schon einmal auch sagen, dass ich verstehe, dass Fehler passieren und menschlich sein können. Aber zum einen verlangt der Autor ja Geld für seine Bücher und zum anderen hätte sich die Mehrzahl der zumindest mir aufgefallenen Fehler durch einen Blick ins Internet oder Salzburgs Geschichtsbücher vermeiden lassen.

Den Namen hat der Bezirk Tennengau nicht, wie Hetz meint, vom Tennengebirge, sondern vom Salzburger Bürgermeister Albert Schumacher, der 1908 in den Ritterstand erhoben wurde und sich selbst das Prädikat "von Tännengau" aussuchte. Seither bürgerte sich der Name „Tennengau“ für diese Region ein. Eberhard II. von Regensberg, der als „Vater des Landes Salzburg“ bezeichnet wird, war noch kein Fürsterzbischof, wie Hetz schreibt, sondern noch Erzbischof. Den Titel „Fürsterzbischof“ trug erst Ortolf von Weißeneck 100 Jahre später als erster. Nicht korrekt die Aussagen, die Fürsterzbischöfe hätten seinerzeit zur Stärkung ihrer Macht im Salzachtal die Burg Gutrat errichtet und die Herren von Gutrat wären in Ungnade gefallen, woraufhin die Burg dem Verfall preisgegeben wurde. Richtig wäre, dass Kuno III. Guetrater von Erzbischof (nicht Fürsterzbischof) Adalbert III. die Erlaubnis hielt, eine Burg dort zu errichten. Mit Heinrich von Gutrat starb das Geschlecht der Guetrater aus. Vor seinem Tod hatte Heinrich Burg Guetrat Erzbischof Konrad IV. von Fohnsdorf übergeben. Auf Seite 39 schreibt Hetz, dass das Denkmal für Joseph Struber am Pass Lueg 1908 enthüllt wurde, auf Seite 44 steht aber, dass das Denkmal 1898 eingeweiht wurde. Richtig ist 1898.

Beim Wandertipp zum Gollinger Wasserfall schreibt Hetz gut eine halbe Seite über den Ur-Graffiti-Sprayer Joseph Kyselak (1799 – 1831), der auch bei diesem Wasserfall war. Ob er auch beim Wasserfall ein Graffiti hinterlassen hat, schreibt Hetz, sei nicht überliefert. „Wir“ (wohl er, Hetz), also, sie hatten keines gesehen, doch, so Hetz weiter, sie hätten auch nicht danach gesucht. Nun war Kyselak für Salzburg an sich kein bedeutender Besucher und die Information über nicht vorhandenes, nicht gesuchtes Graffiti wäre entbehrlich.

Seine bei allen Ausflugstipps verwendeten, einleitenden Kurzcharakteristiken sind auch im letzten Band manchmal merkwürdig: „Hinauf zum Purtschellerhaus“ – Besonderheit: großzügiger Panoramablick: ich meine, ein Panoramablick ist ja schon ein rundherum-Blick, was ist dann also ein „großzügiger“ Panoramablick? Bei „Über den Kleinen Göll zum Bärenstuhl“ unter „Besonderheit“: Zwei Gipfel zum Preis von einem … Kostet das Besteigen etwas? Muss man sich je Gipfel nur halb so viel anstrengen? Wenn ja, zu welchem Gipfel im Vergleich? Der Stadtspaziergang durch Hallein mit seiner Besonderheit „historische Altstadt mit Ecken und Winkeln“ bietet nicht viel mehr als einen Standardspaziergang, den man so auch machen würde. Die echten „Ecken und Winkel“ scheinen Hetz auch nicht bekannt zu sein, sonst hätte er beispielsweise die Augustinergasse mit der ehemalige Mühle des Benediktiner-Frauenstifts Nonnberg und der ältesten noch existierenden Wehranlage am Mühlbach sowie die Seitengassen Goldgässchen und Badergässchen mit dem wahrscheinlich letzten existierenden Bad aus dem späten Mittelalter erwähnt. Auch die wahrscheinlich älteste Kirche, die Peterskapelle, erwähnt er nicht. Wohl aber meint er, das Gruber-Grab vor dem Franz-Xaver-Gruber-Museum sei eines der letzten Gräber des aufgelassenen Friedhofs. Auch darin irrt Hetz – es wurde extra dort hin „versetzt“, weil daneben der Eingang ins Museum ist (zugegeben, das wissen nun wirklich sehr wenige Leute).

In der Ausflugsbeschreibung „Zu den Egelseen über St. Jakob“ finde ich keinen einzigen Hinweis, wo ich St. Jakob am Thurn berühre. Im Artikel „Rund um den Georgenberg“ unter Besonderheit: Spätgotische Wallfahrtskirche. Im Verlauf der Beschreibung liest man von einer dem heiligen Georg geweihten Kirche und darf als den Gegebenheiten Unkundiger rätseln oder annehmen, dass diese Kirche wohl jene spätgotische Wallfahrtskirche sein wird, da ein diesbezüglicher Hinweis fehlt.

Da ich nicht alle 45 beschriebenen Wanderungen persönlich kenne, ist nicht auszuschließen, dass sich auch in anderen Beiträgen Ungereimtheiten eingeschlichen haben. Aufgefallen ist mir auch noch, dass in den Texten die neue deutsche Rechtschreibung verwendet wird, im Kartenmaterial aber die alte (Paß Lueg). Das mag aber Verlagssache sein.

Ich meine, wer aus seiner eigenen Heimat berichtet, hätte viele dieser Fehler wohl leicht durch einfaches Recherchieren vermeiden können.


Social Media für Gründer und Selbstständige: Xing, Facebook, Twitter und Co. - Wie Sie das richtige Netzwerk finden und nutzen (jeder-ist-unternehmer.de)
Social Media für Gründer und Selbstständige: Xing, Facebook, Twitter und Co. - Wie Sie das richtige Netzwerk finden und nutzen (jeder-ist-unternehmer.de)
von Constanze Wolff
  Broschiert
Preis: EUR 19,90

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ehrlich geschrieben, manchmal widersprüchlich, aber durchaus hilfreich, 26. August 2013
Gekaufte Fans, Follower oder Kontakte sind meist künstlich erstellte Fake-(Schwindel)Profile, hinter denen keine realen Personen stehen, deren einzige Aufgabe und Handlung darin besteht, Fan oder Follower von irgendwelchen Seiten zu werden. Und nebenbei schadet man sich im Facebook mit gekauften Fans, weil der Edgerank der Seite negativ beeinflusst wird.

Das ist die ehrliche Aussage der Autoren zum Thema Geldausgeben in Social Medias, allerdings erst ganz am Ende des Buches, nachdem der Leser doch etliche Male davor gelesen hat, wie wichtig und erfolgreich bezahlte Werbung in diesen Medien sein kann.

Trotz dieses Widerspruchs bietet das Buch einen guten Einblick in die Funktionsweisen von Blogs, Xing, Facebook, LinkedIn, Google+ und Twitter. Die mehrmals wiederholte Anregung der Autoren, man möge immer nur „spannende Beiträge“ ins Netz stellen, mag wohl ein Wunsch der beiden bleiben. Unter den „Zehn Geboten der Social Medias“ findet sich auch „Seien Sie edel, hilfreich und gut“ mit der Einleitung „erst geben, dann nehmen“. Ich meine dazu aus meiner eigenen Praxis, dass die die Mitglieder von communities lieber nehmen.

Bei jedem der besprochenen Social Medias kommt ein prominenter Nutzer desselbigen zu Wort. Nicht ganz glauben kann ich aber alles, was da von diesen Personen gesagt wird. So meint doch Profi-Netzwerke Peter Hirtler, dass Xing seine Existenzgrundlage bilde und er „Tag für Tag Erfolge mit seinen Kunden dank Xing Zugang feiere“.

Das übersichtlich gestaltete, in zehn Kapitel geteilte Buch, richtig gelesen, bietet aber durchaus viele Antworten im Umgang mit Social Medias an und ist sicherlich lesenswert.


Max Reisch: Über alle Straßen hinaus. Forscher, Pionier und Wüstenfahrer
Max Reisch: Über alle Straßen hinaus. Forscher, Pionier und Wüstenfahrer
von Horst Christoph
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 24,95

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Mit vielen Facetten aus dem Leben Max Reisch, manchmal zu kritisch vom Autor beleuchtet, 20. August 2013
Der Autor hat ein interessantes Buch geschaffen, in dem er das Leben des Forschers, Pioniers und Wüstenfahrers Max Reisch schildert. Christoph findet aber auch ein gutes Maß für ergänzende Informationen. So kann man über die Herkunft der Familie Reisch nachlesen, dass diese Familie die heutige Spar-Einkaufsmarktkette in Tirol gegründet hatte, welche Österreicher in den letzten Jahrhunderten als Forscher und Pioniere erfolgreich waren und der Autor geht der Frage nach, wer ein Abenteurer ist.

Natürlich werden die beiden großen Weltreisen Reisch‘ auf einem Puch-Motorrad und mit einem Steyr-Puch-Automobil ausführlich behandelt. Dabei sind auch für mich neue interessante Details erwähnt, wie beispielsweise ein dritter Mann bei der Weltreise im Puch-Automobil, der eine zwielichte Rolle spielte. Im Kapitel über Reisch‘ Buch „Mausefalle Afrika“, also seines Einsatzes während des Zweiten Weltkriegs in Nordafrika und im darauffolgenden Kapitel „Was ist ein Abenteurer?“ lese ich kritische Untertöne des Autors bezüglich der Einstellung Max Reisch‘ zu seinem militärischen Einsatz und seiner Verbindung zur rechtslastigen Scharnhorst-Buchkameradschaft. Aber möglicherweise handelt es sich dabei um persönliche Interpretationen des Autors, da mir vorkommt, dass der Autor Max Reisch persönlich nicht oder nur wenig kannte.

Obwohl gut recherchiert finden sich kleine Ungenauigkeiten im Buch. Christoph schreibt auf Seite 29, dass das Buch über die legendäre Rallye Peking – Paris im Jahr 1907 erst im Jahr 2008 in Deutsch erschienen war. Richtig ist aber, dass bereits 1908 eine deutsche Fassung mit dem Titel „Peking – Paris im Automobil“ von Luigi Barzini im Brockhaus-Verlag erschienen war (ich besitze ein Exemplar dieser Ausgabe).

Über den von Reisch in den 1950er Jahren geplanten „vollwertigen und vielen Zwecken dienenden Kleinwagen“ (Reisch) meint Christoph, dies sei ein „naiver Traum von Reisch gewesen und nicht jener der Wirtschaft“. Ich glaube nicht, dass Reisch ein naiv denkender Mensch war, sondern ein seiner Zeit voraus denkender Reisender. Ich meine eher, dass der Autor sich nicht mit dem (automobilen) Zeitgeist jenes Jahrzehnts richtig auseinander gesetzt hat. Reisch plante Mitte der 1950er Jahre ein „europäisches Traumauto“. Der Autor meint aber, dass die von Reisch gelobten Fahrzeuge jener Zeit, wie beispielsweise der BMW Isetta, längst in die Hallen von Oldtimer-Sammler verschwunden sind. Seine für mich in diesem Kapitel spürbare Skepsis gegenüber Reisch‘ Plänen basiert aus seiner Sicht des 21. Jahrhunderts und entspricht nicht der damaligen allgemeinen Denkweise und Wirtschaftsentwicklung.

Neu für mich war das Kapitel über Reisch‘ Tätigkeit als Reiseleiter beim Reiseveranstalter Rotel-Tours, den ich von meiner Reisebürotätigkeit her kenne. Sein Sohn Peter ergänzt das Buch mit einem Kapitel „Schriftsteller lebenslänglich“ und am Ende des Buches wird über seine Reisebücher und deren Übersetzungen in viele Sprachen berichtet. Ein Personenregister und eine Liste aller Bücher von Max Reisch schließt dieses interessante Buch ab.

Mir gefällt dieses Buch gut, obwohl und das ist mein ganz persönlicher Eindruck beim Lesen gewesen, der Autor Horst Christoph manches in Frage stellt, ob es tatsächlich so gewesen war (der Unfall am Ende seiner Autoweltreise in Salzburg beispielsweise) und immer wieder kritische Töne anklingen lässt, wie beispielsweise, dass Reisch sehr auf seine Öffentlichkeitswirkung bedacht war (was der Autors mit einem Anflug von Sarkasmus in einigen Abschnitten formuliert; jedenfalls empfinde ich es so). Mag ja alles so sein. Da Christoph aber offensichtlich nie mit Reisch selbst darüber gesprochen hat, mögen es auch des Autors persönliche Auslegungen sein. Jedenfalls ist es ein Buch, das Max Reisch als interessante Persönlichkeit gut darstellt.


Urheberwissen für die Praxis: Wie schütze und nutze ich geistiges Eigentum? (f. Österreich)
Urheberwissen für die Praxis: Wie schütze und nutze ich geistiges Eigentum? (f. Österreich)
von Meinhard Ciresa
  Broschiert
Preis: EUR 37,00

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ich dachte, das sei erlaubt… – das Buch räumt mit populären Irrtümern auf, 7. Juli 2013
Muss ein Besitzer eines Kunstwerks dieses dem Künstler, dem Urheber, für Kopien-Anfertigungen zur Verfügung stellen? Darf man sich im Internet Musik herunterladen? Ist es erlaubt, ein privates Video zu veröffentlichen, in dem z. B. die Familie „Happy Birthday“ singt? Darf ein Programmierer ein von ihm beim Dienstgeber geschaffenes Programm mitnehmen, wenn er die Arbeitsstelle kündigt? Darf man von Druckwerken private Kopien anfertigen und diese an Freunde verschenken?

Es ist ein spannendes 352-Seiten-Fachbuch, das DDr. Meinhard Ciresa hier geschrieben hat. Und vor allem auch für den Laien größtenteils durchaus verständlich geschrieben. Der Autor bedient sich zur Verbesserung der Verständlichkeit auch optischer Hilfsmittel: Er hebt besondere Tipps in Kästen hervor, mit einem großen Rufzeichen und farbig hinterlegten Kasten macht auf Basiswissen zum jeweiligen Thema aufmerksam, sozusagen Kurzzusammenfassungen, kursiv gesetzte Texte stellen Fallbeispiele dar, die er dann im jeweiligen Abschnitt behandelt. Also sehr Realitätsbezogen. Er räumt auch mit „populären Irrglauben“ auf, beispielweise mit dem Glauben, schon eine Idee sei schützenswert (was eben nicht der Fall ist!). Auch das liebe Türschild aus Keramik „hier wohnt …“ mit den Enten im Teich kann man nicht schützen. Warum, das erfährt der Leser sehr genau in diesem Buch.

Beim Lesen gibt es viele aha-Erlebnisse aus dem Alltag. Oder wussten Sie, dass Sie die Negative Ihrer Hochzeitsbilder, die ein Fotograf in Ihrem Auftrag und gegen Bezahlung gemacht hat, nicht so ohne weiteres zum Drogeriemarkt um Ecke für die Anfertigung von Abzügen bringen können? Oder dass es für den Vater eng werden kann, wenn seine minderjährige Tochter über Vater seinen Computer Tausende von Musiktitel herunter geladen hat. Natürlich wird auch die Problematik z. B. von Bildern in Facebook besprochen.

Im Anhang des Buches sind das österreichische Urheberrechtsgesetz , das Verwertungsgesellschaftsrecht sowie relevante Abschnitte des Vertrags zur Gründung der EU abgedruckt. Ein Abkürzungsverzeichnis, ein Literaturverzeichnis, Anmerkungen und ein Stichworteverzeichnis schließen das Buch ab.

Es ist ein Buch, nicht nur für Unternehmer, sondern für alle, die schöpferisch tätig sind, egal ob Hobbyfotograf, Töpfer oder Schriftsteller. Denn gerade bei Verletzungen des Urheberrechts trifft zu: Unwissenheit schützt nicht vor Strafe!


Die Gemeinwohl-Ökonomie: Aktualisierte und erweiterte Neuausgabe
Die Gemeinwohl-Ökonomie: Aktualisierte und erweiterte Neuausgabe
von Christian Felber
  Broschiert
Preis: EUR 17,90

9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Viele Ansätze zum Nachdenken, noch mehr fragwürdige Bequemlichkeitstheorien, 7. Juli 2013
Felber ist möglicherweise ein Visionär, also eine Person, die Vorstellungen von der Zukunft entwickelt. Er könnte aber ebenso ein Phantast sein, also ein Träumer, ein Mensch mit überspannten Ideen. Auch ich stelle mir immer wieder ähnliche Fragen wie Felber: wie wird es mit der Wirtschaft, mit der Beschäftigung, mit dem Geld weitergehen, mit der Preisspirale? Die Ansätze von Felber klingen einfach und oft logisch: Banken dürfen nur mehr ihre Selbstkosten erwirtschaften und keine Gewinne erzielen; Unternehmen sollen ein Art Gemeinwohl-Ökonomie-Zertifikat erhalten: zahlen sie weiblichen Arbeitnehmern denselben Lohn, beteiligen sie Mitarbeiter an Unternehmensentscheidung, produzieren sie Umweltschonend usw; Unternehmer selbst dürfen nur ein bestimmtes Vielfaches des Mindestlohnes ihrer Mitarbeiter verdienen; Konkurrenz soll verboten werden; Besitz soll limitiert werden (besitzt jemand eine über die erlaubte Zahl an Wohnungen oder Häusern, z. B. durch Erbschaft, soll er gezwungen werden, das Zuviel zu teilen oder zu verschenken u.a.).

Felber glaubt an eine globale, alle Menschen erfassende Gemeinwohl-Ethik. Keiner soll mehr übermäßig viel verdienen, alles soll vernünftig günstig sein, der einzige Grund noch Unternehmer zu werden, liegt darin, sich seinen Mitmenschen gegenüber ethisch anständig zu zeigen und es allen gut gehen lassen. Liest man sich tiefer ins Buch, werden zwei Dinge schwierig: das Lesen, weil oft etwas zu breitgetreten und ausufernd geschrieben wird (wohl um dem Buch eine gewisse Seitenanzahl zu garantieren). Das Verstehen: Beispiel: wenn ein Unternehmen nur mehr einen bestimmten Betrag verdienen darf, ab einer gewissen Unternehmensgröße alle Mitarbeiter bei Unternehmensentscheidungen mitreden müssen usw. kann ich mir nicht vorstellen, dass jemand Lust hat, sein privates, beschränktes „Vermögen“ noch für andere zu investieren und dann dabei gar nicht mehr mitreden darf, was damit geschieht.

Es führe zu weit, hier alle sinnhaften und fragwürdigen Thesen von Felber anzuführen. Natürlich sind in vielen Theorien sinnvolle Ansätze, ja meines Erachtens auch durchaus realistische, praktikable Lösungen. Aber einerseits zieht Felber über Reglementierungen und Gesetze her, andererseits verlangt er neue. Einerseits soll der Staat neue Kontrollinstitutionen einrichten, andererseits sollen ethische und umweltschonende Unternehmen keine Steuern mehr zahlen – woher aber das Geld, um alle sonst formulierten Gemeinwohl-Einrichtungen zu erhalten? Beim Lesen beschlich mich so das Gefühl, Christian Felber würde gerne bequem leben - wer nicht - aber dafür sorgen sollten „die anderen“ und meint damit sehr oft Unternehmer.

Wie sich der Leser an der Realisierung beteiligen kann, erläutert Felber natürlich auch. Aber von den acht Vorschlägen kann man im Moment nur zwei verfolgen. Die anderen gehen erst, wenn Felber’s Ideen realisiert wurden. Wie oben erwähnt, es ist etwas schwierig, den Visionär zu verstehen. Oder ist der doch ein Phantast?


Handbuch Tourismus und Gastronomie
Handbuch Tourismus und Gastronomie
von Alois Pircher
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 88,00

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Aktuell, aus der Praxis mit realen Beispielen und von kompetenten Fachleuten recherchiert, 10. Juni 2013
Pircher, Universitätsprofessor, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer aus einer alteingessenen Tiroler Wirtsfamilie, sowie Urnik und Hammer, ebenfalls an den Universitäten Innsbruck und Salzburg tätig, haben für die dreizehn Kapitel noch zwölf weitere, kompetente Autoren engagiert. 600 Seiten haben diese Autoren aus Erkenntnissen der Praxis geschrieben, ergänzt mit Kapitel über Förderungen, Strategien, Theorien und Marketingtrends.

Was mir sofort nach dem ersten, genaueren Durchblättern aufgefallen war, ist, dass das Buch sehr gute und praxisnahe Beispiele mit realem Zahlenmaterial bietet, dass die Themen rund um steuerrechtliche Fragen mit zahlreichen Erkenntnissen der Rechtsprechung (Urteile) ergänzt sind und zumindest ein Kapitel sprachlich etwas schwierig zu verstehen ist, weil der Autor zahlreiche englische Begriffe verwendet, die der durchschnittliche Gastronom nicht unbedingt verstehen muss – aber es ist ja ein echtes Fach-Handbuch und somit wird jeder sein Kapitel darin finden, das für ihn wichtig und verständlich sein wird.
Zunächst möchte ich einmal eine Übersicht über die dreizehn Kapitel geben:
1. Die Voll- und Teilkostenrechnung im Tourismus
2. Neuzeitliche Kalkulationsmethoden als Grundlage unternehmerischer Entscheidungen
3. Kalkulation und Wareneinsatzkontrolle
4. Beispiele strategischer Investitionsplanungen und Planungsbesprechung
5. Die „Balanced Scorecard“ als Führungsinstrument in der Hotellerie – Wesen, Modell, Implementierung
6. Ertragsteuerliche Aspekte in der Hotellerie und Gastronomie
7. Sonderfragen der Mehrwertsteuer im Tourismus
8. Lösungsansätze zur steuerlichen Übertragung von gastronomischen Betrieben
9. Die steuerrechtlichen Folgen des Engagements von ausländischen Musikern, Djs und anderen Künstlern
10. Unternehmensbewertung bei Gastronomie-Betrieben
11. Förderungen in der Gastronomie: Zum Status quo und der Verbesserung ausgewählter Rating-Kennzahlen
12. „Leadership“ als Analogie zum Höhenbergsteigen: die sieben Gefahren der Führung
13. „Leidenschaften“ und „Communities“ – neue Marktstrategien für die österreichische Hotellerie

Um meine Buchbeschreibung einigermaßen übersichtlich für die Allgemeinheit zu halten, möchte ich hier nur auf zwei drei Aspekte eingehen – eine ausführliche Beschreibung findet der interessierte Leser unter [...].

Bei der Kostenrechnung zeigen die Autoren die unterschiedlichen Einsatzbereiche und Erkenntnisse zwischen den Zahlen der Bilanzbuchhaltung und der internen Betriebskostenrechnung auf. Die Betriebskostenrechnung stellt natürlich auch dann den größten Teil der Praxisbeispiele dar. Vor- und Nachteile einer Teil- und Vollkostenrechnung sowie einer Deckungsbeitragsrechnung werden ausführlich behandelt. Interessant sind dabei für mich die Überlegungen bei der Deckungsbeitragsrechnung, weil die beschriebenen Beispiele viele Anregungen bieten. Ein Beispiel: Soll ein Unternehmen Torten selbst herstellen oder zukaufen, oder: Eigenwäscherei im Hotel oder Mietwäsche? Auch die Frage, ob bei einem Hotelumbau mehr Einzelzimmer als Doppelzimmer entstehen sollen, wird an Hand umfangreichem, realistischem Zahlenmaterial nachgegangen. Im Zusammenhang mit dem Wareneinsatz wird die Sinnhaftigkeit bzw. Wirtschaftlichkeit einer Warenverteilung anschaulich beschrieben. Beispiele von Steuerprüfungen zeigen, wie wichtig die richtige Verbuchung ist, beispielsweise von Naturalrabatten der Lieferanten.

Im Kapitel der Sonderfragen der Mehrwertsteuer wird zunächst einmal besprochen, wer überhaupt Unternehmer ist. Natürlich geht der Autor auch der Frage nach, was sind und wie werden Haupt- und Nebenleistungen im „all inclusive“ – Bereich versteuert und anderen Fragen. Die sieben Gefahren der Führung sollten alle lesen, die sich das Buch besorgen. Die Autoren verwenden dabei die Metapher der Gefahren des Bergsteigens. Für mich persönlich am wenigsten verständlich und daher aussagekräftig ist das letzte Kapitel im Buch über neue Marktstrategien. Da ist die Rede von „Affintiy-Group-Management“, „Service Engineering“, „Megatrends“ und vielen anderen englischen Ausdrucken – ob damit der durchschnittliche österreichische Gastronom oder Hotelier etwas anfangen kann, wage ich zu bezweifeln.

Allen Kapiteln folgen am Ende Literaturhinweise, das Buch schließt mit einem Stichworteverzeichnis. Aus meiner Sicht als Unternehmer, als Absolvent der Tourismusschulen Kleßheim und seit über 30 Jahren im Tourismus Tätiger finde ich dieses Handbuch wirklich sehr umfassend, aussagekräftig und überwiegend verständlich geschrieben. Die vielen praxisbezogenen Beispiele und Informationsadressen (z. B. im Kapitel über Förderungen) bieten Unternehmer wirklich eine breite Palette der Nutzung dieses Handbuches.


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