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Beiträge von Peter Mai
Top-Rezensenten Rang: 11.174
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Rezensionen verfasst von Peter Mai
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26 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen
Premium Schrott Edition, 29. Juli 2007
Das einzig markante an dieser DVD ist, das der Hersteller offenbar die ultimative Masche gefunden hat, den Leuten das Geld aus der Tasche zu ziehen, indem er die immer gleichen DVDs mit neuem Cover und neuem Titel herausbringt. Die einzigen Veränderungen gegenüber den mittlerweile sechs!!! vorherigen DVD-Editionen bestehen darin, dass nun zwei zusätzliche Extras enthalten sind, und dass der unverändert miserable Ton um eine noch schlechtere DTS-Spur und einen Audiokommentar erweitert wurde. Die Bildqualität ist trotz angeblicher digitaler Überarbeitung so mittelmäßig wie eh und je. Das wirkliche restaurieren eines Films, also das reinigen und neu abtasten der Original-Negative, sowie die anschließende Einzelbild-Bearbeitung am Computer ist eine zeitaufwändige und teure Angelegenheit. Ein gutes Beispiel für einen perfekt restaurierten Film ist die Special-Edition zum 1955 entstandenen Hitchcock-Klassiker Über den Dächern von Nizza, welche mit wirklich herausragender Bild- und Tonqualität überzeugt. Aber für die hier verantwortlichen Manager, die offensichtlich weniger die Kunst, als die Börsenkurse im Auge haben, ist ein solcher Umgang mit Filmklassikern wohl keine lohnende Investition. Stattdessen werden die alten VHS-Master schnell und billig durch irgendein Remastering-Programm gejagt, und das Ergebnis groß als Ultimate-, Gold- oder Premium-Edition angepriesen, in der nicht unbegründeten Hoffnung, das die potenziellen Käufer es schon fressen werden. "Manche mögen's heiß" ist die wohl beste Komödie die je gedreht wurde, und darüber hinaus ein filmisches Kunstwerk in absoluter Vollendung. Marilyn Monroe erreicht in diesem Film eine schier unglaubliche Ausstrahlung und Billy Wilder erschuf das vielleicht brillanteste Meisterwerk seiner Karriere. Es ist wirklich traurig, das es scheinbar nicht möglich ist diesen wunderbaren Film in einer anständigen Form auf DVD zu veröffentlichen.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Dirty Mind, 28. Juli 2007
Schon bei seinen ersten beiden Alben war Prince musikalisch brillant, aber es fehlte ihm noch ein eigener Stil. Besonders For You (1978) klingt überwiegend nach dem damals typischen Funk- und Soul-Sound der späten 70er Jahre. Allerdings war mit "Soft And Wet" bereits ein klassischer Prince-Song dabei. Das sehr erfolgreiche Prince Album von 1979 wirkt trotz einiger toller Songs wie "I Wanna Be Your Lover" oder "Why You Wanna Treat Me So Bad" zu glatt und konturenlos. Außerdem hat er hier, nach dem kommerziellen Fehlschlag seines Debütalbums, größtenteils auf sichere Softsoul-Nummern gesetzt, welche damals in den Hitparaden sehr erfolgreich waren. Ab "Dirty Mind" aber kopierte Prince niemanden mehr, von diesem Album an war er wirklich eigenständig und einzigartig, und er machte auch keinerlei Zugeständnisse mehr an den Massengeschmack. Das Album klingt roh und karg, aber es bietet auch Prince in absoluter Reinheit. Was immer Prince ausgemacht hat: seine Authentizität, sein Biss, sein instrumentales Können oder seine radikale Hemmungslosigkeit in den Texten und der Interpretation - In diesem Album ist alles schon vorhanden, und zwar nicht im Anfangsstadium, sondern bereits in Vollendung. "Dirty Mind" war damals kommerziell ein totaler Flop. Dennoch ist dieses Album ein Juwel, und was für eines. Denn hier war kein gecasteter, schönsingender Hampelmann am Werk, sondern ein wirklicher Künstler, der etwas Wahres und Echtes ausdrückte, etwas das wirkliche musikalische Bedeutung hat.
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40 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Über den Dächern von Nizza - Special Edition, 21. Juli 2007
Das Paramount-Filmlabel hat in letzter Zeit ja schon öfters bewiesen, wie gut man alte Filmklassiker restaurieren kann, wenn man nur etwas Zeit und Geld investiert. Mit dieser DVD zu Hitchcocks "Über den Dächern von Nizza" haben sie aber ihr bisheriges Meisterstück abgeliefert. Die Bild- und Tonqualität erreicht das absolut höchste Niveau was derzeit im DVD-Mastering möglich ist. Das extrem scharfe, saubere, hoch aufgelöste Bild mit sehr fein abgestuftem Kontrast und herrlichen Technicolorfarben erinnert fast schon an HD-DVD. Der englische Originalton ist in klarem und rauschfreiem Surround-Sound vorhanden und selbst der deutsche Mono-Ton klingt sehr gut. Im Gegensatz zu der mittelmäßigen DVD-Erstauflage aus den Jahr 2004, welche nur einen verkleinerten Bildausschnitt zeigte, ist der Film in dieser neuen Special Edition im vollen VistaVisions-Format zu bewundern. Allerdings hat man Hitchcocks Willen in Bezug auf die Farbgebung des Films bei dieser DVD sträflich vernachlässigt. Wie er im Interview mit Francois Truffaut erläuterte, versuchte Hitchcock den bei Technicolorfarben üblicherweise königsblauen Nachthimmel durch Einsatz von Grünfiltern zu vermeiden. Das heißt die Nachtaufnahmen wurden mit grüner Beleuchtung gedreht, welche später durch den Einsatz von entsprechenden Filtern wieder entfernt wurde, so das der Nachthimmel in einem natürlichen Graublau erschien. Dieser Filtereinsatz wurde bei der vorliegenden DVD nicht verwendet, so dass die Nachtaufnahmen teilweise in knackigem grün erscheinen. Allerdings sehen die Technicolorfarben in diesem Film so wunderschön aus, dass man verstehen kann warum beim Mastern darauf verzichtet wurde sie wieder herauszufiltern. Wer dennoch lieber die von Hitchcock gewollte Fassung bevorzugt, muss auf die alte DVD von 2004 zurückgreifen, welche allerdings bei weitem nicht die technische Brillanz dieser neuen DVD-Auflage erreicht. Dieser Filmklassiker vereint zwei wirkliche Superstars, einen genialen Regisseur und ein brillantes Drehbuch mit spitzfindigen und phantasievollen Dialogen zu einem wahren Meisterwerk des Unterhaltungsfilms. Darüber hinaus beeindrucken besonders die herrlichen Kostüme von Edith Head, als auch die wunderschönen Landschaften der Riviera, welche von Kameramann Robert Burks in einer eleganten Farbfotographie eingefangen wurden. Cary Grant behielt die Dreharbeiten, welche in einer äußerst entspannten und heiteren Atmosphäre stattfanden, Zeit seines Lebens als seine schönste Filmerfahrung in Erinnerung. Und Hitchcock inszenierte nie wieder eine Schauspielerin mit solcher Hingabe wie Grace Kelly, die zu seinem größten Bedauern kurze Zeit später ihre Filmkarriere beendete, obwohl sie für viele folgende Hitchcock-Filme eigentlich die Idealbesetzung gewesen wäre.
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34 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Ein Herz und eine Krone, 19. Juli 2007
Die gleichen Leute die man heute in Hollywood 100-Millionen-Dollar-Filme drehen lässt, hätten im goldenen Zeitalter von Hollywood mangels Kompetenz nicht mal die Kamera putzen dürfen. Klingt ziemlich hart, ist aber leider war. Es gibt einfach keinen aktuellen Regisseur der auch nur annähernd an die Qualitäten der alten Regiemeister heranreicht. Und noch mehr gilt dies für die Stars, denn heute gibt es schlichtweg keine mehr. Jedenfalls keine, welche eine solche Einzigartigkeit und Leinwandpräsenz besitzen wie etwa Audrey Hepburn, die bereits mit ihrer ersten Hauptrolle in "Ein Herz und eine Krone" zum Superstar avancierte, und auch gleich den Oscar als beste Schauspielerin gewann. Der Film erzählt die märchenhafte Geschichte einer Prinzessin, die frustriert von ihren royalen Pflichten, eines Abends während eines Staatsbesuchs entflieht, des Nachts von einem Zeitungsreporter aufgelesen wird, und sich Tags darauf im Verlauf turbulenter Abenteuer unsterblich in diesen verliebt. William Wyler umschiffte geschickt jeglichen Kitsch indem er den Film sehr realistisch, unaufdringlich und humorvoll inszenierte. Gedreht wurde an Originalschauplätzen im Rom der frühen 50er Jahre, mit einer strahlenden Audrey Hepburn und einem nicht weniger ausdruckstarken Gregory Peck. Das Flair der italienischen Metropole mit ihrem faszinierenden Lokalkolorit, der elegante und erwachsene Regiestil Wylers, und die überragenden Darsteller machten "Roman Holiday", wie der Film im Original heißt, zu einem der größten Publikumserfolge seiner Zeit. Für diese DVD wurde der Film hervorragend restauriert, das Bild ist sehr scharf, kontrastreich, absolut sauber und klar. Der Ton wurde ebenfalls sehr gut remastered. Insgesamt erhält man einen der größten Filmklassiker in einer brillanten DVD-Ausgabe für unter 10 Euro. Besser geht's nicht!
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25 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Frühstück bei Tiffany - Anniversary Edition, 18. Juli 2007
Diese "Anniversary Edition" zeigt Blake Edwards Filmklassiker erstmals unzensiert und restauriert, mit kristallklarem, sehr fein aufgelöstem Bild, hervorragender Schärfe und brillanten Farben. Kein Vergleich zu der hingeschluderten DVD-Erstauflage aus dem Jahr 2003, welche mit einem blassen, grobkörnigen und verschmutzten Bild enttäuschte. Zudem wurde der Film auch noch verstümmelt um ihn ab 12 Jahren freigeben zu können. Ein solcher Umgang mit Filmklassikern ist wirklich eine Schande. Auch wenn die alte DVD-Version mittlerweile für unter 10 Euro angeboten wird, so ist dies angesichts der erbärmlichen Qualität immer noch zu viel. Dann sollte man lieber ein paar Euro mehr in diese "Anniversary Edition" investieren, welche ihr Geld allemal wert ist. Allerdings muss man sagen dass der Hersteller mal wieder auf ein Remastern der deutschen Tonspur verzichtet hat. Während der englische Ton in einem vollen und dynamischen DD5.1 Upmix erstrahlt, klingt der deutsche Ton dünn und etwas verrauscht. Der Filmliebhaber wird sich die DVD aber wohl sowieso im Originalton ansehen, da durch die Synchronisation bekanntermaßen ein Großteil der Atmosphäre flöten geht. "Frühstück bei Tiffany" ist einer der letzten großen Filme aus Hollywoods goldener Ära die Anfang der 60er Jahre zu Ende ging. Jener fast magischen Epoche, in der sich einzigartige Stars und brillante Regisseure zusammenfanden, um ein bis heute unerreichtes Kino zu produzieren. Besonders jetzt, in einer Zeit ohne Stars, in der Hollywood eigentlich nur noch für albernes und pubertäres Kinder-Kino steht, wirkt ein Film wie "Frühstück bei Tiffany" fast wie ein Wunderwerk. Und das obwohl Blake Edwards im "Making Of" zugibt, das er George Peppard eigentlich für eine Fehlbesetzung hält. Dafür versprüht Audrey Hepburn wieder ihren unvergleichlichen Zauber, der schon Roman Holiday und Billy Wilders Meisterwerk Sabrina sozusagen zum Ideal des Hollywood-Traumkinos machte.
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24 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Nackte Gewalt, 7. Juli 2007
Dieser rohe, radikale, fast schon brutale Western, gilt vielen Fans und Kritikern als der Höhepunkt in der Zusammenarbeit zwischen Anthony Mann und James Stewart. Beginnend mit Winchester '73 drehten sie insgesamt 8 Filme miteinander, darunter 5 Western. Während der große Western-Regisseur John Ford die Zeit der Eroberung des amerikanischen Westens nicht nur mythologisch stilisierte, sondern sie geradezu geschichtsverdrehend interpretierte (In Wirklichkeit waren es ja die Weißen, die gewalttätig und rücksichtslos in ein Land eindrangen, in dem die Indianer seit jahrtausenden in Einklang mit der Natur lebten), wirken die Western von Anthony Mann bis heute modern, realistisch, und im Fall von "Nackte Gewalt" absolut echt. In diesem brillanten Western gibt es keine stereotypen Charaktere, keine eindimensionalen Bösewichte, keine edlen Helden. James Stewart spielt den verbitterten Howard Kemp, der von seiner untreuen Frau um Haus und Hof gebracht, sich nun auf der Jagt nach einem vermeintlichen Mörder (Robert Ryan) befindet, um sich mit dessen Kopfgeld seine Ranch zurückzuholen. Ein erfolgloser Goldgräber und ein ehemaliger Offizier werden durch ihre unerwünschte Hilfe bei der Gefangennahme von Ben zu Teilhabern an dessen Kopfprämie. Ben schürt das aufkommende Misstrauen zwischen den dreien, auch durch geschickte Manipulation seine Freundin Lina (Janet Leigh), die sich jedoch im Verlauf der Geschichte in Howard verliebt. Der Zwiespalt im Inneren ist das Eigentliche in diesem Film, nicht die beiden Kontrahenten, sondern sein eigenes Gewissen ist es, das Howard am Ende davon abhält Ben abzuliefern und die Prämie zu kassieren. Enorm eindrucksvoll Umgesetzt in der letzten Szene, in der Howard den toten Ben erst zu seinem Pferd schleift und zu Lina sagt: "So bin ich eben, er muss den Hof bezahlen", um ihn letztlich doch wieder herunterzuholen und zu begraben. Für James Stewart war diese herausragend differenzierte Darstellung eines verzweifelten, mit sich selbst kämpfenden Mannes, eine der größten darstellerischen Leistungen seiner Karriere.
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24 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Geoff Emerick - Du machst die Beatles, 10. Juni 2007
Dieses etwas komisch betitelte Buch heißt im Original Here, There and Everywhere: My Life Recording the Music of the Beatles. Der Toningenieur Geoff Emerick beschreibt darin äußerst aufschlussreich die langjährige Studioarbeit der Beatles. Der Hauptaugenmerk liegt auf der Produktion der Alben zwischen 1966 und 1969. Emerick war zwar schon bei der ersten Aufnahme der Beatles für die EMI im Jahr 1962 dabei, er wurde aber erst ab Revolver als ihr leitender Toningenieur tätig. Der zu diesem Zeitpunkt gerade einmal 19jährige Emerick begann sofort die übliche Studioroutine umzukrempeln und war hauptverantwortlich für den frischen und neuartigen Klang des Revolver Albums. Da die Beatles ihre Lieder ab 1966 meistens komplett im Studio entwickelten, ohne sie vorher geprobt oder live gespielt zu haben, bekommt man einen genau gefassten Einblick in den Entstehungsprozess ihrer Musik. Dabei beschreibt Emerick das Verhalten der Beatles während der Aufnahmesitzungen sachlich und ohne jegliches beschönigen. Waren die Beatles in der Anfangszeit noch eine fröhlich überschwängliche Truppe, so änderte sich dies später dramatisch. Besonders ab den Aufnahmen zum White Album zeigten die Beatles eine ganz andere, von Geringschätzung und Missgunst gekennzeichnete Seite von sich selbst. Am Ende war die Atmosphäre so vergiftet, und die Haltung von Lennon und McCartney derart ignorant und egoistisch, das Emerick keinen Weg mehr sah auf konstruktive Weise fortzufahren, und sich schlussendlich weigerte mit ihnen weiterzuarbeiten. Einige Wochen später hatte auch ihr sonst so diplomatischer Produzent George Martin die Nase voll und ging. Die Beatles kümmerte dies zunächst nicht besonders. Erst als sich die Aufnahmen zum Let It Be Album als eine einzige Katastrophe erwiesen, dämmerte es ihnen langsam, wie sehr ihr einzigartiger Sound von den Talenten und der Professionalität von George Martin und Geoff Emerick abhängig war. Dabei war Emerick technisch noch wesendlich versierter als der eigentlich schon sehr patente George Martin, der in seinem 1994 veröffentlichten Buch Summer of Love über die Aufnahmen zum Sgt. Pepper Album bereits sehr interessante Einblicke in die Entwicklung ihrer Musik gewährte. So ausführlich und informativ wie in Emericks Buch wurde die Studioarbeit der Beatles aber noch nie dargestellt.
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32 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Godzilla - Millennium-Monster-Box (Digipack), 28. April 2007
Bis heute haben die japanischen Toho-Studios 28 Godzilla-Filme produziert. Diese werden allgemein in drei Staffeln eingeteilt. Die erste Staffel umfasst die Jahre 1954-1975, die zweite 1984-1995. Dieses DVD-Digipack enthält nun die komplette 3.Staffel der Godzilla-Reihe: 1. Godzilla 2000 - Millennium (1999) 2. Godzilla vs. Megaguirus (2000) 3. Godzilla, Mothra and King Ghidorah - Giant Monsters All-Out Attack (2001) 4. Godzilla against Mechagodzilla (2002) 5. Godzilla - Tokyo SOS (2003) 6. Godzilla - Final Wars (2004) Mit Godzilla 2000 erhielt die dritte Godzilla-Reihe leider nur einen mittelmäßigen Einstieg. Der Film ist etwas träge inszeniert und schleppt sich über weite Strecken relativ spannungslos dahin. Demgegenüber ist die Tricktechnik aber allen bisherigen Godzilla-Filmen deutlich überlegen. Bei Godzilla vs. Megagurius legte man die Messlatte um einiges höher. Noch nie sah Godzilla so echt aus wie hier, und die Computer-Effekte sind fast auf Hollywood-Niveau. GMK - Giant Monster All Out Attack gilt vielen Fans als der beste Godzilla-Film überhaupt. So gewaltig und bösartig wie hier war Godzilla seit dem Original von 1954 nicht mehr. Der Film langweilt keine Sekunde und zeigt wirklich gigantische Monsterkämpfe. Besonders der halbstündige Endkampf zwischen Godzilla, Mothra und Ghidorah im nächtlichen Yokohama gerät zu einer noch nie gesehenen Schlacht der Monster. Godzilla against Mechagodzilla ist ein flottes Remake des gleichnamigen Films von 1993, der seinen Vorgänger in jeder Beziehung übertrifft. Tokyo SOS ist der zweite etwas schwächere Film der Millennium-Reihe. Zwar sind die Monsterkämfe und Effekte wieder auf Topniveau, aber sonst herrscht irgendwie Konfusion und Ideenlosigkeit vor. Final Wars unterscheidet sich völlig von den anderen Filmen dieser Staffel. Der Film nimmt sich in keiner Weise ernst und erinnert sehr an die spaßigen Godzilla-Filme von Jun Fukuda aus den 60'er und 70'er Jahren. Obwohl er mit einer Laufzeit von 120 Minuten der längste aller Godzilla-Filme ist, gibt es keine Atempause. "Final Wars" ist der temporeichste und spektakulärste Godzilla-Film überhaupt, dazu sehen die Monster und Monsterkämpfe um Klassen besser aus als je zuvor. Insgesamt zeichnet sich die Millennium-Reihe durch hervorragende Tricktechnik und spannende Geschichten aus. Die Schauspieler bleiben allerdings meistens ziemlich blass. Wegen der hohen Qualität der Effekte fehlt es zudem am Trash-Charme früherer Zeiten. Dennoch ist es wohl die bislang beste Godzilla-Staffel, die mit "GMK" und "Final Wars" zwei sensationelle Monsterfetzer enthält.
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185 von 190 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Monty Python's Flying Circus Box, 2. April 2007
Nachdem in der letzten Zeit eine ganze Reihe von DVD-Ausgaben englischer Comedys wie Black Adder oder Fawlty Towers mit schwacher Bild- und Tonqualität sowie fehlenden Untertiteln enttäuschte, hat man bei dieser DVD-Box von Monty Python's Flying Circus Serie ausnahmsweise einmal alles richtig gemacht. Obwohl das Ausgangsmaterial teilweise 38 Jahre alt ist und wahrscheinlich auf Video oder 16mm gedreht wurde, ist die Bildqualität der DVD wirklich sehr gut, ebenso der Ton, zudem gibt es Untertitel in mehr als 20 Sprachen. Die Menüführung ist einfach und direkt, man kann in jeder der 45 Episoden jeden Sketch einzeln anwählen. Leider gibt das nutzlose Booklet keinerlei Information darüber aus, welcher Sketch sich auf welcher DVD befindet. Die gesamten 4 Staffeln der Serie wurde in dieser Ausgabe auf 7 DVDs untergebracht, welche jeweils etwa dreieinhalb Stunden Material enthalten. Zum Vergleich: Die amerikanische Ausgabe benötigt noch 14 DVDs, hat eine schlechtere Bildqualität und ist auch noch teilweise zensiert. Man bekommt also mit dieser relativ preiswerten deutschen Box die weltweit beste DVD-Ausgabe dieser genialen Serie. Das die beiden deutschen, von Alfred Biolek produzierten Episoden nicht enthalten sind, kann man verschmerzen, waren sie doch nicht mehr als eine schwache Kopie des brillanten, radikal respektlosen und vor allem einzigartig komischen Originals.
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Herrscher der Straße, 29. Dezember 2006
Die USA der Zukunft wird von einem totalitären Staatsapparat beherrscht. Das Volk wird nach dem Motto "Brot und Spiele" ruhig gehalten. In diesem Fall ist es ein Kontinentalrennen, bei dem die Teilnehmer zusätzliche Punkte erzielen können, indem sie möglichst viele Menschen überfahren. Kinder und Alte ergeben dabei die meisten Punkte. Favorit des Rennens ist der mehrfache Sieger Frankenstein (David Carradine), aber sein ärgster Konkurrent Machine-Gun Joe (Sylvester Stallone) will ihm den Sieg streitig machen. Doch nicht nur die Fahrer untereinander machen sich das Leben schwer, auch ein Trupp Rebellen versucht das Rennen zu sabotieren. Nur wenige Filme haben einen derart eigenwilligen Charme wie Paul Bartels Kultklassiker von 1975, denn "Herrscher der Straße" ist eine der witzigsten Low Budget-Produktionen überhaupt. Trashige Action und ultra-schräge Typen, gemischt mit etwas Gesellschaftssatire und typischem 70er Jahre Flair. Produziert wurde der Film, der vor abgedrehten Ideen und politischer Unkorrektheit nur so strotzt, von B-Movie-Veteran Roger Corman, und sein Einfluss auf den Film ist mehr als spürbar. Im Prinzip dreht sich alles um nackte Haut und Gewalt. Die Drehbuchautoren haben sich eine krude und ziemlich morbide Story einfallen lassen. Ein Rennen quer durch die USA mit dem Doppelziel: Gewinnen und so viele Opfer wie möglich überfahren. Trotz aller Brutalität wird das ganze unglaublich komisch serviert. Nachdem der Film zum wohl besten und kommerziell erfolgreichsten B-Movie der 70er Jahre avancierte, drehte der Regisseur Paul Bartel ein Jahr später mit Cannonball einen weiteren Rennfilm mit fast identischer Besetzung, der dem Original jedoch bei weitem nicht das Wasser reichen konnte. Der Film wurde seinerzeit von den deutschen Zensurbehörden relativ schnell indiziert. Bis ins Jahr 2002 waren selbst die auf Video veröffentlichten FSK 18 Versionen zensiert. Dann wurde von Best Media für die DVD-Fassung eine erneute Überprüfung beantragt, und der Film wurde in ungeschnittener Version als FSK 16 eingestuft. Im Kino lief der Film als "Frankensteins Todesrennen", für die erste VHS-Edition wurde er dann in "Herrscher der Straße" umbenannt.
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