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Rezensionen verfasst von
A. Leclerc "alec" (Hessen)
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PowerDVD 12 Ultra
PowerDVD 12 Ultra
Wird angeboten von toppreis321
Preis: EUR 69,99

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gute Abspielqualität, aber Probleme mit der korrekten BD-Region, 28. Juli 2012
Rezension bezieht sich auf: PowerDVD 12 Ultra (CD-ROM)
Kundenmeinung aus dem Amazon Vine - Club der Produkttester-Programm (Was ist das?)
PowerDVD Ultra von Cyberlink ist auch in der aktuellen Version 12 einer der besten DVD- und Blu-ray-Softwareplayer, die der Markt hergibt. Seiner stabilen Funktion, sehr guten Bildqualität und guten Konfigurationsmöglichkeiten stehen ein paar Ärgernisse entgegen. Insbesondere gibt es Probleme mit dem Abspielen der richtigen (deutschen) Sprachfassung bei Multi-Region-Discs.

Installation und Konfiguration

Die Installation von PowerDVD 12 Ultra hat sowohl auf meinem alten Desktop unter Windows 7 32 Bit als auch auf meinem jüngst eingerichteten neueren Rechner unter Windows 7 64 Bit problemlos funktioniert, inklusive Update auf den jeweils aktuellen Patch. Die Software ließ sich auch bei der zweiten Installation problemlos online aktivieren, ohne dass ich sie zuvor auf dem außer Betrieb genommenen alten Rechner hätte deaktivieren oder deinstallieren müssen.

Bei der Installation verankert PowerDVD 12 zwei neue Dienste im System, die fortan ständig im Hintergrund laufen ("Media Server Service", "Media Server Monitor Service"). Deaktiviert man diese Dienste, kommt es bei jedem Start des Hautprogramms zu Fehlermeldungen. Des weiteren werden nun mit jedem Windows-Start zwei Programme gestartet, die von PowerDVD bei Bedarf automatisch nachgestartet werden können: PowerDVD Agent und DMR Engine. Wenn man PowerDVD nicht per Fernbedienung starten möchte, kann man diese unnötige Belastung des Systems vermeiden, indem man deren Autostarts deaktiviert (via msconfig -> Systemstart).

Ziemlich lästig sind aus meiner Sicht die Online-Funktionen von PowerDVD 12. In der Standard-Konfiguration bekommt man beim Programmstart ungefragt "Informationen" über neu erschienene Filme und anderes käuflich Erhältliches präsentiert. Am besten schaltet man diese Funktionen gleich nach der Installation ab (unter Einstellungen -> Player bzw. MoovieLive).

Funktion

Nach diesen Handgriffen bin ich mit Funktion und Bedienbarkeit der Software recht zufrieden. Schwierigkeiten mit dem Abspielen von Medien konnte ich bisher nicht feststellen. PowerDVD Ultra ist sogar nach meinem Kenntnisstand das einzige Programm, mit dem ich 3D-Blurays im Zusammenspiel mit nVidias 3D Vision über meinen 3D-fähigen Beamer abspielen kann. Der Beamer hat 720p-Auflösung, und PowerDVD Ultra kann ihn mit einem herunterskalierten 3D-Bild versorgen.

Die Wiedergabequalität von Blu-rays-Discs und von DVDs (Upscaling) ist sehr gut. Die Konfigurationsmöglichkeiten für Bildaufbereitung und Tonausgabe sind weitreichend und übersichtlich präsentiert. PowerDVD kann zudem inzwischen alle gängigen Dateiformate abspielen, also unter anderen auch MKV, M(2)TS, MOV, MP4. Soweit also alles ok.

Merkwürdigerweise werden aber auf meinem neuen System internationale Blu-ray-Discs stets in der (meist amerikanischen) Originalfassung abgespielt, obwohl PowerDVD auf Ländercode Deutschland und Regionscode B eingestellt ist (unter Einstellungen -> Blu-ray-Disc). Die Disc-Menüs sind damit oft englischsprachig, und ich muss für deutschen Ton erst einmal umschalten. Da man die Sprachversion des Bildes normalerweise nicht wählen kann, muss ich zudem auf eventuell vorhandene deutschsprachige Beschriftungen im Film verzichten. In meinem Fall ist das nicht dramatisch, da ich ohnehin oft die Originalfassungen sehen möchte. Je nach Einsatzzweck (und Publikum) kann dieser Effekt aber sehr störend sein. Das Problem trat bei meinem alten System nicht auf (leider kann ich nicht sagen, welcher Unterschied der Installationen hier den Ausschlag gibt).

Das DLNA-Streaming von PowerDVD nutze ich ebenso wenig wie den mit an Bord befindlichen Schnickschnack wie Medienbibliothek und -bewertungen.

Fazit

Als Flagschiff unter Cyberlinks Software-Playern liefert PowerDVD Ultra 12 eine sehr ordentlich Wiedergabeleistung. Es produziert durchgängig gute Ausgabequalität, ist einfach zu bedienen und hat auf zwei von mir verwendeten Systemen bisher keine Instabilitäten aufgewiesen.

In der Ausgangskonfiguration wird mit dem Herunterladen und Anzeigen von aus meiner Sicht überflüssigen (Werbe-) Informationen der Programmstart verzögert und das Programmfenster überladen. Immerhin lässt sich dies abschalten.

Aufgrund der Probleme beim Abspielen der korrekten Sprachfassung muss ich aber einen Stern abziehen ****.

Philips 32PFL5007K/12 81 cm (32 Zoll) LED-Backlight-Fernseher, EEK A (Full-HD, 400Hz PMR, DVB-C/T/S2, CI+, Smart TV Plus, WiFi, USB Recording) silber schwarz gebürstet
Philips 32PFL5007K/12 81 cm (32 Zoll) LED-Backlight-Fernseher, EEK A (Full-HD, 400Hz PMR, DVB-C/T/S2, CI+, Smart TV Plus, WiFi, USB Recording) silber schwarz gebürstet
Wird angeboten von die TECHNIK-PROFIS
Preis: EUR 487,00

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gute Bildqualität und Ausstattung, aber umständliche Bedienung, 26. Juli 2012
Kundenmeinung aus dem Amazon Vine - Club der Produkttester-Programm (Was ist das?)
Der 32PFL5007K von Philips ist ein gut ausgestatteter Mittelklasse-Fernseher. Seinem eleganten Design, solider Verarbeitung und einer sehr ordentlichen Bildqualität stehen ein paar Defizite in der Bedienung entgegen.

Auftritt und Verarbeitung

In einem soliden Karton findet man außer dem Gerät selbst und der Fernbedienung nebst Batterien noch Stromkabel, Adapterkabel für die platzsparend untergebrachten (weil eigentlich veralteten) Scart- und Komponenten-Anschlüsse sowie eine gedruckte Kurzanleitung. Eine ausführlichere Anleitung kann man sich von der Hersteller-Webseite herunterladen.

Die Montage des Standfußes ist durchdacht gelöst und schnell erledigt. (Einen großen Kreuzschlitz-Schraubendreher sollte man parat haben.) Das Gerät steht auf dem Fuß sicher und lässt sich gut seitlich drehen. Eine Verstellung der Neigung ist nicht möglich.

Die Verarbeitung aller Teile ist sehr gut. Design ist natürlich immer Geschmackssache - das des 32PFL5007K finde ich jedenfalls sehr gelungen, schlicht und elegant.

Die Fernbedienung ist schick, kompakt und leicht, macht einen wertigen Eindruck. Trotz übersichtlichen Layouts erschließen sich die Funktionen einiger Tasten aber erst nach tieferer Einarbeitung. Doch dazu später mehr.

Die reichlich vorhandenen Anschlüsse sind überwiegend sinnvoll am Gehäuse platziert. Lediglich den optische Audioausgang und einen der beiden USB-Anschlüsse hätte man besser auf der Rückseite des Geräts (statt seitlich) untergebracht, um herausstehende Kabel zu vermeiden.

Bedienung und Funktion

Der ausgesprochen gute Eindruck beim Aufbau des Geräts wird leider bei der Ersteinrichtung durch die wirklich grauenhafte Menüführung und die ausgesprochen trägen Reaktionszeiten auf Eingaben wieder relativiert.

Die Gestaltung der Menüs folgt keinerlei Gepflogenheiten, und man ist auf geduldiges Durchprobieren oder einen Blick in die separat herunterzuladene umfangreichere Bedienungsanleitung angewiesen. Die eingebauten elektronischen Hilfeseiten finde ich zu umständlich, da sie weder ein Durchblättern noch eine Volltextsuche erlauben (Beispiel: das Thema "Favoritenliste" findet man erstmal nicht).

Eine gründliche Sendereinstellung ist zeitraubend, vor allem für den Empfang per Satellit. Das Gerät findet beim Suchlauf auf Astra 19,2° Ost über 1.400 Sender und sortiert zwar einige Kanäle vor, aber gerade die interessanten öffentlich-rechtlichen HD-Kanäle in den hinteren Bereich der Liste. Ein Firmware-Update auf Version Q554E-0.89.0.0 bewirkt zumindest, dass die HD-Hauptprogramme von ARD und ZDF vorne landen. Die neuesten HD-Programme wie z.B. ZDFneo, ZDFinfo oder 3sat finden sich aber immer noch verstreut und sehr weit hinten. Man muss also jeden relevanten Sender einzeln aus der riesigen Liste heraussuchen und neu platzieren. Eine bessere Filterung plus Gruppierung wäre hier sinnvoll. Als etwas schnellere Alternative bleibt die Verwendung der Favoritenliste, entlang der man zumindest durchzappen kann.

Glücklicherweise muss man später bei der Nutzung nur noch selten an den Einstellungen herumschrauben.

Die Bildqualität des 32PFL5007K ist mit den richtigen Einstellungen sehr gut, farbstark und kontrastreich. Die Ausleuchtung ist sehr gleichmäßig. Das Fernsehbild weist allerdings an schrägen Kanten unschöne Treppenartefakte auf. Das ist vor allem bei Sendern mit SD-Auflösung störend, wenn man nicht allzu weit vom Gerät entfernt sitzt.

Die Bildaufbereitung sorgt in der Voreinstellung für sehr flüssige Abläufe. Da das vor allem bei Kinofilmen den Sehgewohnheiten widerspricht (sie sehen aus wie billige Videoproduktionen) kann das störend wirken. Die Bewegungsglättung ist aber einstell- und auch abschaltbar.

Die Blickwinkelabhängigkeit des Bildschirms ist gering - selbst aus sehr spitzem Winkel sieht das Bild noch ordentlich aus, lediglich etwas kontrastschwächer.

Für das Fernsehbild lässt sich leider der Overscan ("Aufblasen" des Bildes über den Bildschirmrand hinaus) nicht abschalten. Nur bei Full-HD-Signalen (auch vom PC) kann man mit der Formateinstellung "nicht skaliert" eine 1:1-Darstellung erreichen, so dass keine Bildanteile verloren gehen. Insgesamt macht das Gerät auch am per HDMI angeschlossenen PC eine sehr gute Figur. Allerdings muss man für eine brillante Darstellung etwas mit den Einstellungen experimentieren.

Gelungen ist auch die Entspiegelung des Displays. Seitlich einfallendes Licht wird stärker reflektiert, um einen Grauschleier auf dem Bild zu vermeiden. Aus Richtung des Betrachters einfallendes Licht dagegen wird gestreut, um Spiegelungen zu reduzieren.

Der Klang der eingebauten Lautsprecher ist klar, aber sehr bassschwach. Wenn man die Höhen etwas herunter- und die Bässe hochregelt, ist das Klangbild für normale Ansprüche in Ordnung. Für Heimkino benötigt man ohnehin eine leistungsfähigere Soundlösung.

Die Wiedergabe von Mediendateien von einem USB-Stick funktioniert eingeschränkt: MP4- und MKV-Dateien werden problemlos wiedergegeben, die bei Videokameras gängigen Formate MOV und MTS aber ignoriert. Die Anzeige von JPEG-Bildern klappt wunderbar und zügig.

Die Einbindung ins heimische Netzwerk ist problemlos, sowohl drahtgebunden als auch per WLAN. Die vom Gerät angebotenen Internetfunktionen ermöglichen einen bequemen Zugang zu weiteren, online angebotenen Medien, etwa aus der Mediathek der ARD. Meiner Meinung nach schaffen es heutige Geräte aber mangels passender Bedienkonzepte ohnehin noch nicht, in puncto Internet eine ernsthafte Alternative zu PC oder Tablet zu bieten. Daher möchte ich auf diesen Aspekt nicht näher eingehen.

Bei voller Hintergrundbeleuchtung verbraucht der 32PFL5007K im Fernsehbetrieb etwa 55-60 Watt, bei reduzierter Helligkeit mit Lichtsensor (abends) etwa 45 Watt. Nach dem Ausschalten per Fernbedienung fällt der Verbrauch innerhalb weniger Sekunden unter die Messgrenze meines einfachen Messgerätes.

Nicht ganz optimal ist, dass sich das Gerät erst nach längerer Zeit in Standby schaltet, wenn auf einem ausgewählten HDMI-Eingang kein Bild ankommt. Beim Betrieb am PC bedeutet das, dass nach der in den Windows-Energieoptionen eingestellten Zeit statt abzuschalten der Fernseher erstmal unbeirrt und ausdauernd eine Meldung anzeigt, dass kein Signal anliegt. Dabei zieht er weiterhin die volle Leistung aus der Steckdose. Hier war mein alter LG-Fernseher bereits vor sechs Jahren besser.

Fazit

Wenn man sich von der Unübersichtlichkeit der Menüs und Eigenwilligkeit der Bedienung nicht abschrecken lässt und die richtigen Einstellungen findet, liefert der 32PFL5007K eine hervorragende Bildqualität. Die Bildparameter lassen sich recht weitgehend einstellen. Dazu kommen eine solide Verarbeitung und eine wirklich umfassende Ausstattung.

Die ansonsten von mir genannten kleineren Defizite wird nicht jeder Nutzer problematisch finden.

Daher und angesichts des doch sehr guten Preis-Leistungsverhältnisses gebe ich eine Kaufempfehlung und vier Sterne ****.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 30, 2012 8:36 PM MEST


Acer Aspire S3-391-73514G12add 33,8 cm (13,3 Zoll) Ultrabook (Intel Core i7 3517U, 1,9GHz, 4GB RAM, 128GB SSD, Intel HD 4000, Bluetooth, Win 7 HP)
Acer Aspire S3-391-73514G12add 33,8 cm (13,3 Zoll) Ultrabook (Intel Core i7 3517U, 1,9GHz, 4GB RAM, 128GB SSD, Intel HD 4000, Bluetooth, Win 7 HP)
Wird angeboten von getgoods
Preis: EUR 649,00

55 von 61 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Flach und schick, in vielen Punkten verbessert, 25. Juli 2012
Kundenmeinung aus dem Amazon Vine - Club der Produkttester-Programm (Was ist das?)
Mit der Serie 391 bietet Acer eine überarbeitete Version seines Mittelklasse-Ultrabooks S3 an. Das Gerät ist flach und leicht, angenehm zu tragen und zu bedienen. Es bietet genug Rechenleistung auch für anspruchsvollere Aufgaben. Gewisse Abstriche muss man bei den Anschluss- und Erweiterungsmöglichkeiten machen (genretypisch) sowie bei einigen Details wie der Display-Helligkeit oder punktuell auch der Verarbeitungsqualität.

Doch nun zu den Einzelheiten.

Auftritt, äußerer Eindruck und Bedienung

Das S3-391 kommt in einem flachen, unspektakulären Karton, der neben dem Gerät selbst nebst Netzteil nur eine gedruckte Kurzanleitung enthält. Wie bei Notebooks mittlerweile üblich, sind weder Treiber- noch Recovery-Medien enthalten.

Das Design ist schlicht und elegant. Die matten Kunststoff-Oberflächen von Handballenauflage, Tastatur- und Displayrahmen sind robust und unempfindlich gegen Fingerabdrücke. Die Tastatur ist griffig und angenehm in der Benutzung. Das Gehäuse ist verwindungssteif und fasst sich gut an. Gegenüber der Vorgängerserie S3-951 hat es einen etwas wärmeren Farbton, und die Tastatur ist dunkel- statt hellgrau.

Durch die sehr schmalen Seitenflächen wirkt das S3 Seite optisch noch etwas flacher als es wirklich ist. Leider fanden deshalb an den Seiten nur links ein Kopfhöreranschluss (übrigens ohne optischen Digitalausgang) und rechts ein SD-Karten-Slot Platz. Die übrigen Anschlüsse finden sich auf der Rückseite. Während das für den Stromanschluss und den HDMI-Ausgang prima ist, ist es für die beiden USB-Anschlüsse ungünstig. Selbst das Einstecken eines Sticks gerät zum Gefummel.

Die Verarbeitung meines Exemplars ist für ein Gerät dieser Preisklasse leider nicht ganz zufriedenstellend. Eine leichte Beule an der Gehäuserückseite konnte ich durch Öffnen des Gehäuses und Verschieben eines Klebestreifens im Inneren beheben. Obwohl ich mein Exemplar in versiegelter Verpackung erhalten habe, weist es an einer Stelle der Unterseite tiefe Kratzer auf, die durch den Lack gehen. Das Touchpad hat zu viel Spiel, so dass es leicht klappert.

Das Deckelscharnier hält den Bildschirm ausreichend fest. Man kann das S3 sehr weit aufklappen, die Konstruktion ist allerdings etwas zu elastisch. Beim Arbeiten ohne feste Unterlage, etwa auf den Knien, kann das zu Gewackel führen. Sehr störend finde ich das allerdings nicht.

Die Tastatur hat einen kurzen Hub, funktioniert aber ansonsten prima. Schlecht gelöst ist das Layout bei den vier winzigen Cursortasten. Diese wurden zusammen mit den beiden Bildlauftasten (hoch/runter) an der rechten unteren Ecke auf die Fläche zweier normaler Tasten gequetscht. Hier ist genaues Zielen angesagt.

Sehr angenehm finde ich dagegen das große Touchpad, das eine an Teflonbeschichtung erinnernde Oberfläche hat. Am rechten Rand gibt es einen Scrollbereich, der nicht markiert ist, und auch die Mausbuttons sind integriert. Das sieht gut aus und tut der Bedienbarkeit keinen Abbruch.

Das Display ist nur für Innenräume ausreichend hell. Er spiegelt, aber nicht sehr stark, und hat einen leichten Magentastich. Ansonsten ist die Darstellung kontrastreich und farbstark, die Ausleuchtung sehr gleichmäßig. Wunder darf man von einem TN-Panel natürlich nicht erwarten, das Display gehört aber in Relation zu anderen Consumer-Notebooks definitiv zu den besseren.

Die an der Unterseite in der Nähe der Ränder angebrachten Lautsprecher liefern einen klaren, aber auch sehr dünnen Klang, ohne jeden Anhauch von Bass. Musikhören macht damit wenig Spaß.

Zumindest akustisch stark verbessert hat Acer offenbar die Kühlung. Dabei ist es natürlich hilfreich, dass die neuen "Ivy Bridge"-Prozessoren (insbesondere unter Last) weniger Wärme erzeugen. Bei ruhendem Desktop ist das S3-391 (mit SSD) praktisch nicht hörbar, da auch der Lüfter nur sehr langsam dreht. Unter hoher Last wird der Lüfter dann zwar doch aufdringlicher, das Geräusch bleibt aber gut erträglich. Änderungen der Lüfterdrehzahl erfolgen sanft.

Etwas irritierend finde ich die Abwesenheit einer LED, die die Festplattenzugriffe anzeigt. Eine weitere kleine LED am Displayscharnier hätte dem Design keinen Abbruch getan. So signalisiert das S3 lediglich Betrieb / Standby und den Ladezustand des Akkus.

Die Unterseite des S3 wird unter Last in der Nähe des Luftauslasses links hinten recht warm. Das sehr kompakte Netzteil (95x50x25mm, nimmt weniger Platz weg als die zugehörigen Kabel) hat keine Betriebs-LED und wird unter hoher Last erwartungsgemäß ebenfalls sehr warm.

Innere Werte und Leistung

Die erst Ende Mai erschienene Stromspar-Variante 3517U des Core i7 ("Ivy Bridge", dritte Core-i-Generation) hat mehr als genug Power für flüssiges Arbeiten. Mit einem maximalen Turbo-Takt von 3 GHz (bei einem Thread) ist die CPU auch bei älterer, nicht auf Mehrkern-CPUs optimierter Software sehr schnell. Der typische Maximal-Takt bei Belastung beider CPU-Kerne liegt bei 2,8 GHz.

Allerdings drosselt die CPU im S3-391 bereits nach einigen Sekunden Volllast, wenn die Kerntemperatur etwa 85°C überschreitet. Bei fortwährender Last schwankt die Taktung dann zwischen 2.800 und 800 MHz. Fairerweise muss man sagen, dass Dauer-Volllast-Szenarien sicher nicht zum anvisierten Einsatzgebiet eines Ultrabooks gehören. Für normale Arbeiten dürften die etwa 30 Sekunden Maximallast ohne Taktreduzierung meist genügen.

Leistungsmäßig liegt die CPU bei kurzzeitiger Belastung auf dem Niveau von Desktop-Rechnern. Im kurzen Test mit SuperPI (1 Million Stellen) benötigte der Core i7 3517U in meinem S3 etwa 12,8 Sekunden. Das ist ein sehr guter Wert, der neben dem hohen Turbo-Takt durch die verbesserte Architektur des Ivy Bridge erreicht wird (je nach Anwendung etwa +10% Leistung gegenüber dem Vorgänger "Sandy Bridge").

Die integrierte Grafikeinheit (GPU) Intel HD 4000 ist wunderbar für Medienwiedergabe geeignet und kann die meisten wichtigen Videoformate hardwareunterstützt (DXVA) und makellos abspielen. Dank der leistungsstarken CPU ist aber zur Not auch die Wiedergabe von HD-Videos in Software völlig problemlos.

Für Spiele mit aufwendiger Grafik eignet sich der Chip nur eingeschränkt. Gegenüber der Vorgängergeneration (HD 3000) gibt es zwar eine spürbare Verbesserung, sie macht aus dem S3 aber natürlich keine Spielemaschine. Bei den meisten halbwegs aktuellen Titeln müssen die Grafikdetails deutlich reduziert werden, um eine flüssige Darstellung zu erhalten. Zudem ist die Grafikqualität in einigen Spielen schlechter als bei den dedizierten Grafikchips von nVidia oder AMD. Kantenglättung muss man aus Performancegründen ohnehin meist deaktivieren, sie führt aber auch häufig zu Fehlern in der Darstellung z.B. von Schriften.

Tomb Raider Legend oder Underworld etwa laufen immerhin mit etwas heruntergeschraubten Einstellungen recht ordentlich (Legend: "Next Generation Inhalt" aus; Underworld: AA aus, Oberflächenstrukturdetails mittel, -filterung bilinear). Zum Vergleich: Das S3 liefert im 3DMark 2006 ein Ergebnis von 3615 Punkten. Das sind etwa 40% der Leistung eines aktuellen spieletauglichen Mittelklasse-Notebooks mit dedizierter Grafikeinheit.

Der Akku hält bei normaler Nutzung ohne hohe Rechenlast etwa dreieinhalb bis vier Stunden, bei HD-Videowiedergabe zwei bis zweieinhalb Stunden. Das ist akzeptabel, aber nicht überragend und eine Folge davon, dass nur drei Akkuzellen verbaut sind. Aufladen dauert nur etwa zwei Stunden.

Der WLAN-Empfang wurde gegenüber dem S3-951 offenbar verbessert. Mit meiner FritzBox 7390 baut das S3-391 300-MBit-Verbindungen auf und überträgt aus kurzer Distanz etwa 12 MB pro Sekunde. Auch Verbindungen über zwei Stockwerke funktionieren nun besser (Signalstärke "gut") mit einer effektiven Datenrate von etwa 3 MB pro Sekunde. Insgesamt ist der WLAN-Empfang nun auf akzeptablem Niveau und nicht schlechter als der anderer moderner Notebooks.

Endlich hat mit USB 3.0 nun auch eine schnelle Datenschnittstelle Einzug gehalten. Sie funktioniert robust - selbst die Übertragung auf meine externe USB 3.0-Festplatte mit Billig-Controller (die nicht an allen Rechnern mit USB 3.0 funktioniert) läuft stabil mit ca. 55 MB pro Sekunde.

Der 4 GiB große Speicher (DDR3-1600) ist fest aufgelötet und wird per Single Channel betrieben. 128 MB davon knabbert integrierte Grafik weg, Erweiterungen sind nicht möglich.

Da keine Recovery-Medien mitgeliefert werden, sollte man zeitnah im "Acer eRecovery Management" Recovery-DVDs brennen. Dafür sind (außer einem externen Brenner) vier DVD-Rohlinge und mehrere Stunden Zeit erforderlich. Der Einfachheit halber sollte man die Möglichkeit nutzen, eine zusätzliche DVD mit Installationsdateien für Treiber und Anwendungen erstellen zu lassen. Tipp: Statt DVDs zu brennen, kann man mit der Demo-Version von "Phantom Drive" einen virtuellen Brenner installieren, der die Wiederherstellungs-DVDs dann gleich als ISO-Images erstellt, was auch wesentlich schneller geht.

Das BIOS (Version ab Werk: 1.15) bietet kaum Einstellmöglichkeiten. Sicherheitshalber habe ich vor der echten Nutzung ein Update auf 1.17 durchgeführt, das allerdings keine erkennbaren Änderungen brachte.

Das S3 geht nach Zuklappen wie jedes Notebook erst einmal in den "Energiespar"-Modus (Suspend to RAM, S3, entspricht "Start -> Herunterfahren -> Energie sparen"), aus dem es praktisch sofort wieder aufwachen kann. Nach 10 Minuten (über den "Intel Rapid Start Technology Manager" änderbar von 0 bis 120 Minuten) geht es dann automatisch in einen "Ruhezustand" über (Suspend to Disk, S4), wobei der Hauptspeicherinhalt in die SSD als Zwischenspeicher übertragen wird. Das S3 schaltet sich danach komplett ab. Das Aufwachen lässt sich dann zwar nicht mehr durch Aufklappen auslösen (d.h. man muss den Einschaltknopf drücken), der Vorgang dauert aber nur wenige Sekunden. Das finde ich ausgesprochen praktisch, weil man sich keine Gedanken darüber machen muss, wie viel Zeit bis zur nächsten Sitzung vergehen wird.

Eigenschaften und Einteilung der SSD

Mit Micron's C400 (MTFDDAK128MAM, OEM-Version der M4 von Crucial) hat Acer eine sehr schnelle und ausgereifte SSD verbaut, mit der im Betrieb keine Probleme zu erwarten sind. Der Systemstart geht wirklich rasant: Etwa 10 Sekunden nach dem Druck auf den Einschaltknopf (!) erscheint der Anmeldebildschirm, 5 Sekunden später (mit Kennworteingabe) der Desktop, und nach weniger als 20 Sekunden kann man losarbeiten.

Die SSD ist mit 128 GB für die meisten Zwecke ausreichend dimensioniert. Zu knapp ist dieser Platz eigentlich nur, wenn man umfangreiche Medien-Dateien mitnehmen oder viele Spiele parallel installieren möchte. Das Gerät ist aber im Auslieferungszustand leider ziemlich überladen mit unnötiger und unnützer Software. Gerade in Anbetracht der knappen SSD-Kapazität hätte sich Acer hier etwas mehr zurückhalten sollen.

Von den 119 GiB nutzbarer Kapazität sind gut 15 GiB durch die Wiederherstellungspartition belegt und 8 GiB durch die Ruhezustandspartition. Die Systempartition ist 96 GiB groß, von denen ohne Auslagerungs- und Ruhezustanddatei bereits rund 24 GiB vorbelegt sind.

Unklar ist mir erstens, warum die Ruhezustandspartition viel größer angelegt wurde als der (nicht erweiterbare) Hauptspeicher des S3 und zweitens, warum der normale Windows-Ruhezustand nicht deaktiviert wurde. Dies holt man am besten gleich selbst nach ("Eingabeaufforderung" cmd als Administrator öffnen, powercfg /hibernate off), um etwa 3 GiB freizuschaufeln. Ansonsten enthält die Systempartition einen ziemlich großen Ordner mit Installationsdateien, die man auch auf der im "Acer eRecovery Management" erstellbaren Treiber- und Anwendungs-DVD findet. Da dieser Ordner ("OEM", 2,7 GiB) nur zur Einrichtung oder Reparatur einzelner Anwendungen oder Treiber benötigt wird (Acer eRecovery Management -> Wiederherstellen -> Treiber oder Anwendungen), habe ich ihn auf eine externe Festplatte verbannt.

Nach Deinstallation aller nicht benötigter Software (was problemlos ging) ist meine Grundinstallation ohne weitere Anwendungen nur noch 16 GiB groß, so dass ich die Windows-Partition guten Gewissens auf 40 GiB geschrumpft und damit Platz für eine 55 GiB große Datenpartition geschaffen habe. Übrigens bleibt beim Wiederherstellen von Windows auf den Werkszustand (Acer eRecovery Management -> Wiederherstellen -> Zurücksetzen ...) die Partitionierung bestehen, also auch eine veränderte Größe der Windows-Partition und eine ggf. dahinter erstellte Datenpartition.

Fazit

Das Acer Aspire S3-391 ist für mich ein gutes, angenehmes Notebook, mit dem sich flüssig und ergonomisch arbeiten lässt. Man mag es gerne mitnehmen, denn es ist sehr kompakt, leicht und fühlt sich gut an. Gegenüber normalen Notebooks derselben Preisklasse muss man auf eventuell spieletaugliche Grafik, ein optisches Laufwerk und einen LAN-Anschluss verzichten und mit nur zwei, zudem ungünstig positionierten USB-Buchsen auskommen.

Außer diesen eher bauartbedingten Kompromissen gibt es aber wenig zu meckern. Am ehesten stören mich noch kleine Verarbeitungsmängel wie das klappernde Touchpad sowie die suboptimale Nutzung der SSD im Auslieferungszustand.

Die offensichtlichen Änderungen gegenüber der Vorgängerserie S3-951 sind zwar überschaubar: ein Prozessor der dritten "Core i"-Generation, USB 3.0-Anschlüsse sowie eine leicht veränderte Farbgebung. Darüber hinaus gibt es aber sehr deutliche Verbesserungen an den wichtigsten Kritikpunkten des Vorgängers.

Aus meiner Sicht stimmt nun das Preis-Leistungs-Verhältnis. Daher gebe ich gerne eine Kaufempfehlung und (gute) vier Sterne ****.
Kommentar Kommentare (7) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 7, 2013 5:37 PM MEST


Nikon D3200 SLR-Digitalkamera (24 Megapixel, 7,4 cm (2,9 Zoll) Display, Live View, Full-HD) inkl. AF-S DX 18-55 VR schwarz
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Preis: EUR 452,49

208 von 221 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gute Gesamtleistung bei sehr guter Fotoqualität, 1. Juli 2012
Kundenmeinung aus dem Amazon Vine - Club der Produkttester-Programm (Was ist das?)
Die D3200 von Nikon ist eine solide, ordentlich konstruierte Einsteiger-DSLR mit sehr guter Bildqualität und nur wenigen, nicht unbedingt entscheidenden Schwächen.

Doch nun zu den Einzelheiten.

Auftritt, Verarbeitung und Bedienung

Im recht voluminösen, länglichen Karton findet man neben der D3200 selbst und dem Kit-Objektiv noch das übliche Zubehör (Trageriemen, Akku, Ladegerät, Kabel), Garantiekärtchen, eine CD mit der hauseigenen Bildverarbeitungssoftware ViewNX2, ein abgespecktes gedrucktes Handbuch (deutsch) sowie eine DVD mit einem ausführlicheren Handbuch (diverse Sprachen).

Kamera und Objektiv haben Kunststoffgehäuse, wirken aber ansonsten solide und sind erwartungsgemäß sehr gut verarbeitet. Das Kameragehäuse hat eine leicht raue Oberfläche, und an den wichtigsten Halteflächen gibt es griffige Gummiauflagen, so dass sich mit dem Gerät gut und sicher hantieren lässt.

Während der SD-Karten-Slot hinter einer soliden, satt einrastenden Klappe liegt, wirkt die (mindestens genauso wichtige) Abdeckung des Batteriefachs mechanisch etwas weniger robust und ein wenig klapprig - ein arg kleines Plastikhäkchen hält die Klappe geschlossen. Gut gelungen finde ich dafür die Gummiabdeckung für die elektronischen Anschlüsse.

Das nicht bewegliche Display hat eine zur Beurteilung von Aufnahmen ausreichende Helligkeit und Auflösung, bietet aber nur mäßigen Kontrast. Auch die Entspiegelung ist etwas zu schwach ausgefallen.

Alle Bedienelemente wirken solide, sind sinnvoll platziert, gut erreichbar und arbeiten tadellos. Die Kamera reagiert sehr zügig auf Eingaben, und auch durch die Menüs lässt sich flüssig navigieren.

Die Benutzerführung präsentiert sich schnörkellos, übersichtlich und ist mit etwas Foto-Erfahrung auch ohne spezielle Nikon-Vorkenntnisse weitgehend selbsterklärend. (Einziger Nikon-Kunstbegriff: "Active D-Lighting" - die automatische digitale Ausleuchtungskorrektur.)

Bildqualität und Funktion

Die Bildqualität von Fotos aus der D3200 ist im Ganzen erwartungsgemäß ausgezeichnet. Kontrastverhalten und Farbwiedergabe sind tadellos.

Die hohe Auflösung von 24 Megapixeln erkauft man sich natürlich mit einem erhöhten Bildrauschen. Bereits bei ISO 100 ist es im Detail erkennbar, bleibt aber bis ISO 800 auch bei starker Vergrößerung unproblematisch. Da es kaum starke Ausreißer (deutlich verfälschte Pixel) gibt, ähnelt es im Gesamteindruck eher der Körnigkeit analogen Filmmaterials. Ab ISO 3200 beginnt das Rauschen aber, Details zu zerstören und auch den Gesamteindruck im Vollbild zu beeinträchtigen. Je nach persönlicher Pingeligkeit wird man also im Normalfall nur bis ISO 800 oder 1600 gehen wollen.

Die D3200 belichtet sicher und relativ gleichmäßig, neigt nach meinen Erfahrungen am ehesten zu leichter Unterbelichtung.

Der Weißabgleich hat gelegentlich Schwierigkeiten mit Motiven, in denen eine Farbe stark dominiert. So sieht die saftig grüne Buschrosenhecke in meinem Garten auf vollflächigen Testfotos grau aus. Nehme ich etwas mehr Umgebung mit auf, stimmen die Farben wieder. Meistens ist das Verhältnis der Farben aber ausgewogen, und auch Hauttöne werden in der Regel gut wiedergegeben.

Die Auslöseverzögerung ist nicht sehr lang, aber spürbar, jedenfalls für eine DSLR nicht überragend. Meine Kids waren immer schon eine halbe Handbewegung weiter, bis die Kamera sie eingefangen hatte. Im Liveview-Modus wird es ganz ungemütlich, hier vergeht eine gefühlte Ewigkeit bis zum Auslösen - Schnappschüsse sind praktisch unmöglich.

In Serie schießt die D3200 bei Aufnahme in RAW + JPEG etwa 10 Bilder in 3 Sekunden, bevor der interne Zwischenspeicher voll ist und es dann (abhängig von der Speicherkarte) wesentlich langsamer weitergeht. Bei Aufnahme in JPEG (max. Qualität) sind etwa 40 Bilder in 10 Sekunden im Kasten.

Das Kit-Objektiv AF-S DX 18-55 VR ist leicht und kompakt. Es fokussiert zügig, relativ zielstrebig und fast lautlos. Die Abbildungsleistungen sind mittelmäßig. Besonders im Weitwinkelbereich gibt es eine deutliche CA sowie Randunschärfen. Die Verzeichnung ist im Weitwinkel unübersehbar, aber noch akzeptabel (tonnenförmig), im Telebereich recht gering (kissenförmig). Für die JPEG-Ausgabe kann man die Verzeichnung von der Kamera herausrechnen lassen. Der Bildstabilisator leistet unauffällige, aber ordentliche Arbeit und hilft, die mäßige Lichtstärke des Objektivs auszugleichen.

RAWs aus der D3200 (NEF) belegen je nach Bildinhalt und insbesondere Bildrauschen etwa 18-25 MB, JPEGs in höchster Qualität ca. 5-14 MB (im Mittel etwa 8 MB). Nikon hat das NEF-Format offenbar unlängst geändert, so dass RAWs aus der D3200 nur von neuester Software gelesen werden können. Für Photoshop CS ist inzwischen das Plugin CameraRAW in der kompatiblen Version 7.1 erschienen. Nutzer von Photoshop Elements (inkl. der neuesten Version 10) müssen derzeit noch auf Nikons hauseigenes ViewNX2 zur Konvertierung ausweichen. (Übrigens schwillt die Dateigröße der NEFs beim Speichern von Änderungen aus ViewNX2 drastisch an, auf 30-40 MB.)

Für Anwender, die keine RAW-Verarbeitung am Computer durchführen wollen, kann die eingebaute Umwandlungsfunktion nützlich sein.

Der Akku-Typ der D3200 (EN-EL14) entspricht dem der Vorgängerin D3100 und findet sich auch in der D5200, D5100 sowie der P7000er Serie. Er enthält einen Chip, der von der Kamera ausgelesen wird und verhindern soll, dass diese mit Akkus von Fremdherstellern funktioniert. Das finde ich unnötig und ärgerlich. Immerhin gibt es inzwischen dennoch kompatible Fremd-Akkus, die aber aufgrund des technischen Aufwands nicht ganz so günstig sind wie bei anderen Kameratypen.

Das mitgelieferte Ladegerät ist etwas sperrig, wobei man einen Eurostecker-Aufsatz direkt auf dessen Gehäuse steckt. Leider rastet dieser fest ein und ist nur schwierig wieder zu entfernen (z.B. auf Reisen).

Sehr positiv ist dagegen die schnelle Datenübertragung per USB zum Computer, in meinem Fall von einer SanDisk Class 10 SD-Karte mit etwa 30 MB pro Sekunde.

Videobetrieb

Videos aus der D3200 bieten eine ordentliche Farbwiedergabe, wirken aber insbesondere bei 1080p-Auflösung relativ grob und mit 25 Hz Bildrate auch unruhig. Mir persönlich gefallen die 720p-Videos in 50 Hz etwas besser.

Das eingebaute Mikrofon ist eher als Notlösung zu sehen und liefert nur knapp akzeptable Tonqualität mit deutlichem Hintergrundrauschen. Obwohl auf zwei Spuren, wird damit nur in Mono aufgenommen. Für gehobene Ansprüche ist also ein externes Mikrofon Pflicht.

Während Veränderungen der Brennweite geräuschlos möglich sind, erzeugt der Autofokus deutlich hörbare schabende Geräusche. Wann immer möglich, sollte man ihn bei Aufnahmen mit dem internen Mikrofon abschalten.

Insgesamt ist die Videofunktion der D3200 aus meiner Sicht eine nette Dreingabe, für höhere Ansprüche aber weniger geeignet. (Technische Daten Video: max. 1080p AVC mit 25 fps oder 720p AVC mit 50 fps bei jeweils ca. 20-22 Mbps Datenrate; Audio: stereo PCM mit 48 KHz, 1536 Kbps)

Fazit

Die Nikon D3200 ist zweifellos eine sehr gute Einsteiger-DSLR. Wer auf ein Klapp-Display verzichten kann, macht mit ihr auch bei gehobenen Ansprüchen an die Bildqualität keinen Fehler. Erfreulich finde ich, dass die hochgezüchtete Auflösung keine allzu großen Kompromisse beim Rauschverhalten bedeutet.

Angesichts des aktuellen Preisgefüges muss die D3200 aber gegen höherwertige Modelle aus der Vorgängergeneration antreten, denen sie lediglich in der Auflösung etwas voraus ist. Je nach Ansprüchen an die übrigen Eigenschaften ist derzeit die D5100 aus gleichem Hause oder, wenn es nicht unbedingt eine Nikon sein muss, insbesondere die EOS 600D von Canon eine bessere Wahl.

Für sich genommen liefert die Kamera bis auf wenige kleinere Defizite eine rundum gelungene Vorstellung ab. Daher gebe ich insgesamt vier Sterne ****.
Kommentar Kommentare (7) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 29, 2013 10:37 PM CET


Braun Oral-B TriZone 1000 Elektrische Zahnbürste (Standard)
Braun Oral-B TriZone 1000 Elektrische Zahnbürste (Standard)
Preis: EUR 44,89

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Solides, gutes Gerät mit sinnvoller Ausstattung, 24. Juni 2012
Kundenmeinung aus dem Amazon Vine - Club der Produkttester-Programm (Was ist das?)
Die Oral-B TriZone 1000 von Braun ist eine elektrische Zahnbürste der gehobenen Klasse. Die 1000er Version besteht aus dem Grundgerät (Typ 3756 mit nur einem Programm), einer einfachen, sehr kompakten Ladestation und einer "TriZone"-Aufsteckbürste.

Am wichtigsten ist natürlich das Grundgerät, und das ist inzwischen sehr ausgereift. Es ist offenbar seit der Vorgängerserie "Professional Care" bis auf die Farbgebung unverändert. Daher lassen sich sowohl die neuen Aufsteckbürsten auf den älteren Geräten verwenden als auch umgekehrt. Gleiches gilt für die Ladestationen.

Das Gerät hat eine praktische Form und Größe, liegt gut und griffsicher in der Hand. Es hat einen einfachen, gut platzierten Ein- / Ausschalttaster, LED-Anzeigen für Ladevorgang und -zustand sowie auf der Rückseite eine helle rote Warn-LED für zu hohen Anpressdruck. Die Verarbeitung ist gut, Aufsteckbürsten rasten gut und sicher ein, sind aber zum Wechseln oder Reinigen leicht abzunehmen. Das Zeitsignal mit kurzem Ruckeln und auch die Warnlampe finde ich praktisch, wenn auch nicht unentbehrlich.

Die eigentliche Neuerung liegt im Kopf der Aufsteckbürste, der nun ähnlich dem einer normalen Zahnbürste geformt ist und mit dem größten Teil seiner Borsten seitlich hin- und herschwingt. Die Standardbürsten des Vorgängermodells haben einen runden Kopf, der um seine Mittelachse hin- und herdreht. Ich persönlich finde den alten Kopf besser, das er sich präziser führen lässt und auch schwer zugängliche Stellen leichter erreicht. Da man die Köpfe aber ohnehin separat nachkaufen muss, kann man sich einfach vom Anschaffungspreis leiten lassen.

An Funktion und Reinigungseffekt des Geräts gibt es nichts auszusetzen. Die Qualität der Reinigung ist sehr gut, gegenüber einer herkömmlichen Zahnbürste erreicht man eine gründlichere Reinigung in weniger Zeit. Insbesondere wenn man keine elektrische Zahnbürste gewohnt ist, können vielleicht die schon bei mäßigem Anpressdruck sich deutlich auf Kiefer und Kopf übertragenden Vibrationen etwas irritieren. Ich für meinen Fall habe mich recht schnell daran gewöhnt und empfinde das jetzt nicht mehr als störend.

Meiner Meinung nach ist die 1000er Version die attraktivste, da sie gegenüber der 500er bereits ein höherwertiges Grundgerät enthält, aber gegenüber den teureren 3000er und 5000er Versionen eine sehr kompakte Ladestation und keinen überflüssigen Schnickschnack wie spezielle Putzprogramme, Bürstenhalter oder LCD-Anzeigen.

Insgesamt habe ich wenig zu Meckern gefunden und gebe daher eine Kaufempfehlung sowie vier Sterne ****.

G.Skill RipJawsZ Arbeitsspeicher 16GB (1600MHz, CL9, 4x 4GB) DDR3-RAM Kit
G.Skill RipJawsZ Arbeitsspeicher 16GB (1600MHz, CL9, 4x 4GB) DDR3-RAM Kit
Wird angeboten von PreisCompany Deutschland
Preis: EUR 127,82

5.0 von 5 Sternen Sehr solider Speicher, läuft gut auf meinem Z77X-UD3H, 23. Juni 2012
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Das Kit habe ich im Verbund mit einem Core i5 3570K (@4200 MHz) auf einem Gigabyte Z77X-UD3H am Laufen, bei 1600 MHz Speichertakt und Timings von 9-9-9-24-1T. Für einen stabilen Betrieb genügen 1,38 Volt (getestet u.a. mit 12 Stunden Prime95 27.7 Custom Blend mit 14000 MB, MemTest86+, 3DMark 03, 06 und 11).

Zuvor hatte ich ein XMS3-Kit von Corsair mit der selben Spezifikation eingesetzt (CMX16GX3M4A1600C9), das ich aber auf dem Board einfach nicht stabil bekam, weder mit verringertem Takt noch mit entschärften Timings oder mehr Spannung.

Das Z77X-UD3H ist beim Speicher offenbar recht wählerisch. Auch die G.Skills lassen sich darauf nur schwer übertakten, so dass ich mich für Standardtakt und daür etwas geringere Spannung entschieden habe, zumal die Performance für mein System mehr als ausreichend ist.

Insgesamt bin ich absolut zufrieden und empfehle das Kit gerne weiter.

Sigma 18-200 mm F3,5-6,3 II DC OS HSM-Objektiv (62 mm Filterdurchmesser) für Canon Objektivbajonett
Sigma 18-200 mm F3,5-6,3 II DC OS HSM-Objektiv (62 mm Filterdurchmesser) für Canon Objektivbajonett
Preis: EUR 310,02

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Solide Leistung für universellen Einsatz, 20. Juni 2012
Kundenmeinung aus dem Amazon Vine - Club der Produkttester-Programm (Was ist das?)
Das Sigma 18-200 mm F3,5-6,3 II DC OS HSM ist ein günstiges Superzoom-Objektiv, das alle häufig genutzten Brennweiten von Weitwinkel bis weit in den Telebereich erschließt. Es punktet mit ordentlicher Verarbeitung und trotz relativ kompakter Abmessungen mit einer Abbildungsleistung ohne größere Ausrutscher.

Auftritt, Bedienung und Funktion

In einem unspektakulären, schwarzen Karton findet man neben dem Objektiv selbst und der üblichen Garantiekarte eine kurze, mehrsprachige Bedienungsanleitung in Form eines Faltblatts sowie als nützliche Dreingabe eine Gegenlichtblende.

Der erste optische Eindruck beim Auspacken ist ordentlich, aber auch recht "kunststoffmäßig". Immerhin ist das Bajonett ist aus Metall, und die Verarbeitung ist tadellos. Nichts klappert oder wackelt. Die Linsen meines Exemplars sind (soweit von außen zu sehen) makellos und ordentlich vergütet.

Während der Fokusring sehr leicht läuft, ist der Zoom etwas schwergängig. Da der schwere Objektivtubus aber satte 6,5 cm ausfährt, ist dieser Widerstand notwendig, damit sich die Brennweite bei stark nach oben oder unten geneigter Kamera nicht verstellt.

Der Autofokus meiner EOS 600D arbeitet mit dem 18-200 relativ sicher, die Scharfstellung erfolgt dank Ultraschallmotor sehr leise. Dabei ist der Fokus zwar nicht überragend schnell, aber für meine Ansprüche in den allermeisten Situationen fix genug.

Der Bildstabilisator arbeitet unauffällig, lautlos und recht effektiv. Eine einigermaßen ruhige Hand vorausgesetzt, sind auch bei voller Brennweite noch Aufnahmen mit 1/50 Sekunde drin.

Ansonsten bietet das 18-200 in der Handhabung keine großen Überraschungen und funktioniert an meiner 600D erwartungsgemäß problemlos und ohne Einschränkungen.

Leistung

Die Abbildungsleistung des Objektivs ist insgesamt erfreulich gut. Randunschärfen bei sind bei maximaler Öffnung erkennbar, halten sich aber in engen Grenzen. Die Auflösung bleibt im gesamten Brennweitenbereich ordentlich, wenn auch die 18 Megapixel meiner 600D nicht immer über die ganze Bildfläche ausgereizt werden.

Im größten Weitwinkel (18mm) gibt es eine tonnenförmige, ab etwa 28mm dann bis zur Maximalbrennweite eine recht deutliche kissenförmige Verzeichnung. Extrem ist sie aber nicht, d.h. dringender Korrekturbedarf besteht höchstens bei speziellen Ansprüchen (wie Architekturfotos).

Chromatische Aberrationen sind im gesamten Brennweitenbereich zu erkennen. Sichtbar werden sie am ehesten im Weitwinkelbereich, halten sich aber auch dort in akzeptablen Grenzen. Der Gesamteindruck der Fotos wird also auch ohne Korrektur per Bildbearbeitung kaum beeinträchtigt. Gleiches gilt für die Vignettierung.

Fazit

Insgesamt bin ich mit dem Sigma 18-200 mm F3,5-6,3 II DC OS HSM sehr zufrieden. Es vermag zwar in keiner Disziplin absolut zu brillieren, weist aber eben auch - und das ist für einen Allround-Einsatz wichtig - keine wesentlichen Schwächen auf.

Wer oft extreme Abbildungsleistungen oder sehr große Lichtstärke benötigt, wird mit einem solchen Superzoom natürlich nicht froh. Allen anderen Interessenten kann ich das Objektiv aber ohne Einschränkungen empfehlen. Daher und auch wegen des guten Preis-Leistungsverhältnisses gebe ich insgesamt vier Sterne ****.

Acer Aspire TimelineU M3-581T-32364G34Mnkk 39,6 cm (15,6 Zoll) Ultrabook (Intel Core i3 2367M, 1,4GHz, 4GB RAM, 320GB HDD, Intel HD 3000, DVD, Win 7 HP)
Acer Aspire TimelineU M3-581T-32364G34Mnkk 39,6 cm (15,6 Zoll) Ultrabook (Intel Core i3 2367M, 1,4GHz, 4GB RAM, 320GB HDD, Intel HD 3000, DVD, Win 7 HP)

31 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Angenehmes, günstiges Ultrabook mit wenigen Schwächen, 13. Mai 2012
Kundenmeinung aus dem Amazon Vine - Club der Produkttester-Programm (Was ist das?)
Das Acer Aspire TimelineU M3 ist in der Einstiegsvariante 581T-32364G34Mnkk ein besonders günstiger Vertreter der "Ultrabooks", wie das von Intel definierte Genre heißt. Im Vergleich zu normalen Notebooks der gleichen Preisklasse ist das Gerät flacher und leichter und bringt Ultrabook-Features wie einen SSD-beschleunigten Ruhezustand mit. Dafür muss man bei den Anschluss- und Erweiterungsmöglichkeiten sowie bei der Rechenleistung gewisse Abstriche machen.

Auftritt, Verarbeitung und Bedienung

Das Gerät kommt in einem unspektakulären, betont flachen Karton, der außer dem M3 selbst nebst Netzteil nur noch eine Kurzanleitung und ein Mikrofasertuch zum Reinigen des Bildschirms enthält.

Das Design ist schlicht in Schwarz und Grau gehalten, mit geraden Linien, insgesamt sehr dezent. Design ist natürlich immer Geschmackssache, dieses finde ich jedenfalls recht gelungen. Trotz teilweiser Verwendung von Aluminium dominiert Kunststoff den optischen Gesamteindruck. Die Verarbeitung ist aber in Ordnung und der Preisklasse angemessen. Die matten Kunststoff-Oberflächen von Handballenauflage, Tastatur- und Displayrahmen sind robust und unempfindlich gegen Fingerabdrücke. Gleiches gilt auch für die ebenfalls mattschwarze Aluminium-Oberfläche des Gehäusedeckels. Das Gehäuse ist ausreichend verwindungssteif und fasst sich gut an.

Der Einschaltknopf ist an der Gehäusevorderseite angebracht (bei zugeklapptem Display deaktiviert). Daneben gibt es nur zwei LEDs zur Signalisierung des Betriebs- und des Ladezustandes. Eine Anzeige für Festplattenaktivität fehlt, was ich etwas irritierend finde. Eine weitere kleine LED hätte dem Design sicher keinen Abbruch getan.

Ansonsten ist mir unklar, warum Acer alle Schnittstellen an die Rückseite verlagert hat (sogar den Kopfhöreranschluss!), denn das Gehäuse ist nicht so flach, dass man an den Seiten keinen Platz dafür gehabt hätte. So findet sich auf der rechten Seite nicht eine einzige Schnittstelle (immerhin eine Öffnung für ein normales Kensington-Schloss) und auf der linken neben dem DVD-Laufwerk nur der SD-Karten-Slot. Wenigstens einen der USB-Anschlüsse hätte man besser erreichbar platzieren sollen.

Die Tastatur finde ich in jeder Hinsicht gelungen. Sie sieht gut aus, die Tasten sind vernünftig angeordnet und haben eine griffige Oberfläche. Der Anschlag ist angenehm, nichts klappert oder biegt sich durch.

Das sehr große Touchpad hat eine angenehme, leicht raue Oberfläche. Am rechten Rand gibt es einen Scrollbereich, der nicht markiert ist, und auch die beiden Tasten sind nahtlos integriert, so dass das Pad optisch extrem unauffällig ist. Durch seine Größe vertut man sich allerdings anfangs gelegentlich bei der Position der Tasten, d.h. man drückt an der falschen Stelle.

Mittelmäßig ist der spiegelnde Bildschirm. Er bietet eine ausreichende, aber nicht überragende Helligkeit und eine ausgewogene, aber leider etwas schwache Farbwiedergabe und recht flaue Kontraste. Immerhin ist die Ausleuchtung gleichmäßig. Die Darstellung ist TN-panel-typisch nur bei vertikal absolut senkrechtem Blickwinkel gut. Die seitliche Blickwinkelabhängigkeit ist aber akzeptabel, so dass man durchaus mal zu zweit oder dritt am Gerät sitzen kann.

Die Tonqualität der eingebauten Lautsprecher ist für ein Notebook ordentlich - sie klingen vergleichsweise satt, wenn auch ein klein wenig dumpf.

Innere Werte und Leistung

Die in der Variante 32364G34Mnkk verbaute Stromspar-CPU Core i3 2367M liegt am unteren Ende der aktuellen Core-i-Prozessoren (mit nur 1,4 GHz getaktet, kein Turbo-Boost). Beim kurzen Test mit SuperPI benötigte mein M3 etwa 27 Sekunden für eine Million Stellen. Damit ist der Prozessor etwa halb so schnell wie ein Core i5 2450M, der in vielen Nicht-Ultrabooks der gleichen Preisklasse zu finden ist, und etwa ein Drittel langsamer als ein Core i5 2467M, wie er in teureren M3-Varianten oder in der Einstiegsversion des Aspire S3 zu finden ist.

Dennoch ist das Gerät für flüssiges Arbeiten natürlich allemal schnell genug. Schiere CPU-Power ist ja auch nicht das Spezialgebiet von Ultrabooks.

Die integrierte Grafikeinheit (GPU) Intel HD 3000 ist wunderbar für Medienwiedergabe geeignet und kann praktisch alle wichtigen Videoformate hardwareunterstützt (DXVA) und makellos abspielen. Für Spiele mit aufwendiger Grafik eignet sie sich aber nur sehr eingeschränkt. Bei den meisten halbwegs aktuellen Titeln müssen die Grafikdetails deutlich reduziert werden, um eine flüssige Darstellung zu erhalten. Zudem ist die Grafikqualität (vermutlich aufgrund nicht ganz ausgereifter Treiber) in einigen Spielen schlechter als bei den dedizierten Grafikchips von nVidia oder AMD. Kantenglättung muss man aus Performancegründen ohnehin meist deaktivieren, sie führt aber auch häufig zu Fehlern in der Darstellung z.B. von Schriften.

Die Lüftersteuerung reagiert prompt auf jede Laststeigerung, und dies recht grob abgestuft. Bei ruhendem Desktop ist der Lüfter kaum hörbar, dreht aber schon bei geringer Last, also auch bei normaler Office- oder Internet-Nutzung, deutlich auf. Bei CPU- bzw. GPU- Volllast wird das Rauschen noch stärker. Es bleibt aber gleichmäßig und vom Ton her gut erträglich. Insbesondere ist es von keinem hochfrequenten Pfeifen begleitet.

Die Festplatte produziert im Leerlauf nur ein leises Rauschen und bei Zugriffen ein ebenfalls leises Tickern.

Mit maximaler Display-Helligkeit, aktivem WLAN und geringer bis sehr geringer Last hält der Akku etwa fünf bis sechs Stunden durch, bei HD-Video-Wiedergabe etwas mehr als drei Stunden. Bei CPU-Volllast und maximaler Bildschirmhelligkeit ist nach etwas über zweieinhalb Stunden Schluss. Dabei werden weder das Gehäuse noch der Luftstrom am Lüfterauslass viel mehr als handwarm. Die CPU erreichte bei meinen Versuchen auch nach längerer Volllast eine maximale Temperatur von nur 56°C (gemessen bei etwa 22°C Raumtemperatur).

Das sehr kompakte Netzteil (95x50x25mm, nimmt weniger Platz weg als die zugehörigen Kabel) hat keine Betriebs-LED und wird aufgrund des relativ geringen Energiebedarfs am "kleinen" M3 auch unter Last nicht extrem warm.

Datentransfer per USB 3.0 auf eine externe Festplatte wollte trotz Treiberaktualisierung (neuester Treiber von Intel) nicht funktionieren - der Kontakt zur Platte ging stets nach einigen Sekunden bis wenigen Minuten verloren. Natürlich kann ich nicht ausschließen, dass das Problem am Controller meiner externen Platte liegt. An anderen Laptops funktioniert sie jedenfalls auch per USB 3.0.

Der WLAN-Empfang ist ordentlich und liegt auf dem für Notebooks üblichen Niveau.

Vom verbauten Speicher (zweimal 2 GB DDR3-1333) ist ein Modul fest aufgelötet, eines austauschbar. Der Speicher wird per Dual Channel betrieben.

Nutzen der zusätzlichen SSD

Die zusätzlich zur Festplatte (hier: 320 GB, Hitachi Travelstar Z5K320, HTS543232A7A384) vorhandene kleine SSD ist mit ihren 20 GB Kapazität ausschließlich als Zwischenspeicher vorgesehen. Anders als beim Aspire S3 ist sie aber nicht nur als schnelles Datenlager für den Ruhezustand eingerichtet, sondern ab Werk in zwei Partitionen aufgeteilt, von denen die erste (4 GiB) als Ruhezustandspartition konfiguriert ist, die zweite (14,64 GiB) aber als Festplatten-Cache, der wiederholte Zugriffe auf Dateien stark beschleunigen kann.

Tatsächlich ermöglicht die SSD z.B. einen Windows-Start in ca. 16 Sekunden vom Druck auf den Einschaltknopf bis zum Willkommensbildschirm und ca. 24 Sekunden bis zum Desktop. Sehr schön.

Der Übergang in Standby ("Energie sparen" = Suspend to RAM = S3) geht recht schnell, in etwa 6-7 Sekunden. Aufwachen klappt beim M3 zumeist in etwa der halben Zeit, oft sogar innerhalb der von Acer beworbenen 1,5 Sekunden.

Steuert man unter Windows den "Ruhezustand" an (Hibernation = Suspend to Disk = S4), vergehen bis zum völligen Abschalten je nach Betriebszustand etwa 20 Sekunden. Aufwachen dauert vom Druck auf den Einschaltknopf bis zum Anmeldeschirm ähnlich lang. Offenbar wird hier die SSD nicht genutzt (es existiert auch eine Datei hiberfil.sys auf der Systempartition). Daher schaltet man diesen Ruhezustand am besten gleich ganz ab ("Eingabeaufforderung" cmd als Administrator öffnen, powercfg /hibernate off).

Mit der vorinstallierten "Intel Rapid Start Technology" (iRST) kann das Gerät nämlich von Standby (S3) nach 90 Minuten automatisch in den Tiefschlaf übergehen (S4), wobei der Hauptspeicherinhalt in die SSD als Zwischenspeicher übertragen wird. Das Aufwachen lässt sich dann zwar nicht mehr durch Aufklappen auslösen (d.h. man muss den Einschaltknopf drücken), der Vorgang dauert aber nur wenige Sekunden. Das finde ich ausgesprochen praktisch, weil man sich keine Gedanken darüber machen muss, wie viel Zeit bis zur nächsten Sitzung vergehen wird.

Die Oberfläche des iRST-Konfigurationsprogramms (C:\Program Files (x86)\Intel\irstrt\RapidStartConfig.exe) kann man übrigens per Registry sichtbar machen (HKLM\SOFTWARE\Wow6432Node\Intel\irstrt\Parameters\InvisibleMode auf 0), aber leider werden Änderungen an den Einstellungen spätestens nach dem nächsten S4-Zustand wieder überschrieben. Immerhin sind 90 Minuten eine sinnvolle Voreinstellung.

Windows-Installation

Wie leider üblich, ist auch auf dem TimelineU M3 eine Menge unnötiger Software vorinstalliert. Aufgrund der speziellen Konfiguration mit SSD-Cache habe ich jedoch keine Neuinstallation vorgenommen (was am saubersten wäre), sondern nur den gröbsten Ballast deinstalliert. Das ging problemlos.

Da keine Recovery-Medien mitgeliefert werden, sollte man zeitnah im "Acer eRecovery Management" Recovery-DVDs brennen. Dafür sind vier DVD-Rohlinge und mehrere Stunden Zeit erforderlich. Der Einfachheit halber sollte man die Möglichkeit nutzen, eine zusätzliche DVD mit Installationsdateien für Treiber und Anwendungen erstellen zu lassen. Tipp: Statt DVDs zu brennen, kann man mit der Demo-Version von "Phantom Drive" einen virtuellen Brenner installieren, der die Wiederherstellungs-DVDs dann gleich als ISO-Images erstellt, was auch wesentlich schneller geht.

Fazit

Das Acer Aspire TimelineU M3 (hier in der "kleinsten" Version mit Core i3 und ohne nVidia-Grafik) ist für mich ein angenehmes Notebook, mit dem sich flüssig und ergonomisch arbeiten lässt. Es ist relativ kompakt, leicht und hat ein schlichtes, aber elegantes Design.

Gegenüber anderen Notebooks derselben Größe und Preisklasse muss man auf ein Stück CPU-Power und eventuell spieletaugliche Grafik verzichten, erhält aber dafür das beschleunigende SSD-Caching und insbesondere bei geringer Last gute Akkulaufzeiten.

Wer ein flottes Allround-Laptop sucht, aber selten schiere CPU-Power benötigt, macht auch mit dem "kleinsten" M3 keinen Fehler. Ein Defizit ist aus meiner Sicht am ehesten das mittelmäßige Display. Leichten Punktabzug gibt es zudem für die ungünstige Positionierung der Anschlüsse sowie den (in meinem Fall) hakenden USB-3.0-Anschluss.

Ansonsten stimmt das Preis-Leistungsverhältnis. Insgesamt gebe ich daher eine Kaufempfehlung und vier Sterne ****.
Kommentar Kommentare (6) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 4, 2013 11:36 AM CET


Vanguard Alta Pro 283CT Carbonstativ (2 Auszüge, Belastbarkeit bis 8kg, max. Höhe 170 cm)
Vanguard Alta Pro 283CT Carbonstativ (2 Auszüge, Belastbarkeit bis 8kg, max. Höhe 170 cm)
Preis: EUR 277,89

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vielseitig, stabil, sehr gut verarbeitet, 1. Mai 2012
Kundenmeinung aus dem Amazon Vine - Club der Produkttester-Programm (Was ist das?)
Das Vanguard Alta Pro 283CT ist ein Oberklasse-Stativ, das dank seiner innovativen Konstruktion besonders vielseitig einsetzbar ist.

Materialauswahl und Verarbeitung sind ausgezeichnet und dem relativ hohen Anschaffungspreis angemessen. Wesentliche Nachteile konnte ich nicht entdecken.

Auftritt

Das Alta Pro 283CT kommt in einem stabilen Karton, der neben dem eigentlichen Stativ noch eine sehr robuste Tragetasche und eine Stone-Bag für Beschwerungen oder als Ablagemöglichkeit zwischen den Stativbeinen enthält. Die Tragetasche lässt noch ein wenig Spielraum für einen (separat anzuschaffenden) Kugelkopf.

Der erste Eindruck beim Auspacken ist ausgezeichnet, Optik und Haptik sind hochwertig. Das Stativ ist in allen Details sehr gut verarbeitet und fasst sich gut an. Die Griffsicherheit beim Hantieren wird durch die Moosgummiauflagen im oberen Bereich der Beine deutlich verbessert. Alle Bedienelemente sind durchdacht und ergonomisch gestaltet.

Gemessen an seiner Größe und robusten Ausführung geht das Gewicht des 283CT absolut in Ordnung, auch wenn es gerade mit Carbon leichtere Alternativen gibt.

Funktion

Alle Gelenke, Hebel und Stellschrauben lassen sich geschmeidig bedienen. Lediglich einer der Arretierungsknöpfe an den Beinen hat bei meinem Exemplar anfangs etwas gehakt. Ein Problem war das aber nicht.

Die Drehverschlüsse an den Stativbeinen sind natürlich Geschmackssache, die am Alta Pro 283CT lassen sich mit ihrer Gummierung jedenfalls sehr gut festziehen und bieten dann auch bei hoher Belastung sicheren Halt gegen Verrutschen (hier ist die nicht ganz glatte Carbon-Oberfläche der Beine von Vorteil).

Das 283CT steht mit seinen dicken Gummifüßen auch auf glatten Flächen sehr satt auf, für weichen Untergrund lassen sich Spikes freilegen.

In den allermeisten Aufstellpositionen neigt das Stativ sehr wenig zum Schwingen.

Die Funktionen der Konstruktion erschließen sich bei genauer Betrachtung zwar weitgehend von selbst. Der Vollständigkeit halber sollte man trotzdem einen kurzen Blick in die beiliegende Bedienungsanleitung werfen, um keine Einsatzmöglichkeiten zu übersehen.

Fazit

Mit dem Alta Pro 283CT zu hantieren, macht immer wieder Spaß. Für ambitionierte Nutzer ist der Gegenwert zum relativ hohen Anschaffungspreis gut, das Preis-Leistungsverhältnis geht dann absolut in Ordnung.

Da ich insgesamt sehr wenig zu Meckern gefunden habe, gebe ich eine uneingeschränkte Kaufempfehlung und fünf Sterne *****.

Fujifilm FinePix HS30EXR Digitalkamera (16 Megapixel, 30-fach opt. Zoom, 7,6 cm (3 Zoll) Display, bildstabilisiert) schwarz
Fujifilm FinePix HS30EXR Digitalkamera (16 Megapixel, 30-fach opt. Zoom, 7,6 cm (3 Zoll) Display, bildstabilisiert) schwarz
Preis: EUR 301,99

12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Funktion und Bedienung prima, Bildqualität noch akzeptabel, 1. Mai 2012
Kundenmeinung aus dem Amazon Vine - Club der Produkttester-Programm (Was ist das?)
Die Fujifilm FinePix HS30EXR ist eine Bridge-Kamera, die in Größe, Gestalt und auch Bedienkonzept einer DSLR sehr nahe kommt. Insofern folgt sie einem klaren Ansatz.

Im Vergleich zu Einsteiger-DSLRs erhält man bei niedrigerem Preis ähnlich viel Funktionalität und einen sehr großen Zoombereich mit einem einzigen relativ kompakten, leichten Objektiv. Im Gegenzug muss man erwartungsgemäß vor allem bei der Bildqualität deutliche Abstriche machen.

Im Vergleich mit anderen Superzoom-Kameras dagegen ist die Bildqualität in Ordnung. Hier erhält man bei der HS30EXR relativ umfangreiche Eingriffsmöglichkeiten und Funktionen wie RAW-Aufzeichnung, auf Kosten von etwas größeren Abmessungen und mehr Gewicht.

Doch nun zu den Details.

Auftritt

Die äußerliche Ähnlichkeit der HS30EXR mit einer Spiegelreflexkamera ist frappierend, bis hin zum Filtergewinde am Objektiv und dem Blitzschuh über dem Sucher - man erkennt erst bei genauerer Inspektion, dass das Objektiv fest angebracht ist und der Sucher elektronisch funktioniert.

Das Gerät liegt sehr gut und sicher in der Hand. An den richtigen Stellen ist das Gehäuse mit griffsicheren Gummiauflagen versehen. Alle Bedienelemente sind sinnvoll untergebracht, gut zu erreichen und funktionieren problemlos. Schön wäre vielleicht noch ein Stativgewinde aus Metall gewesen (hier: Kunststoff).

Die Verarbeitung ist gut und der Preisklasse der Kamera allemal angemessen, sie wirkt insgesamt sehr solide. Gelungen finde ich die dicke, leicht abzunehmende und gut schließende Gummiabdeckung für die Datenanschlüsse sowie die stabile und satt einrastende Klappe über dem SD-Karten-Slot. Auch die Abdeckung des Batteriefachs wirkt stabil und rastet satt ein. Nur der Entriegelungsschieber ist ein wenig fummelig geraten.

Der digitale Fokusring am Objektiv läuft sehr leicht. Die Mechanik am Objektivtubus zur Einstellung der Brennweite dagegen dürfte etwas geschmeidiger sein. Von Belang ist das aber nur, wenn man gerne während Videoaufnahmen zoomt.

Im Karton findet man neben dem üblichen Zubehör (Akku, Ladegerät, Kabel, Tragegurt, Objektivdeckel, Kurzanleitung, CD mit Software und ausführlicher Bedienungsanleitung) noch eine Gegenlichtblende.

Bedienung und Funktion

Die Kamera reagiert insgesamt sehr zügig auf Eingaben, und man navigiert schnell und sicher durch die übersichtlich gestalteten Menüpunkte. Als einigermaßen versierter Anwender benötigt man kaum eine Bedienungsanleitung.

Die Verzögerung zwischen realer Szenerie und Display-/Sucherbild ist gering, und passend dazu auch die Auslöseverzögerung minimal. Schnappschüsse sind also kein Problem.

Auch die Einschaltzeit ist ausreichend kurz: Wenn der Autofokus mitspielt (oder ausgeschaltet ist), kann man bereits nach etwa zwei Sekunden das erste Bild schießen.

Der Autofokus ist nicht überragend schnell oder treffsicher, aber für die meisten Situationen ausreichend. Probleme gibt es am ehesten im Telebereich, besonders bei kontrastschwachen Motiven. Dafür ist die manuelle (elektronische) Scharfstellung mit dem Ring am Objektiv und der vergrößerten Anzeige im Display sehr gut gelöst und eine nützliche Alternative.

Der Bildstabilisator arbeitet ordentlich, produziert aber, wenn man nicht sehr ruhig hält, in Videos den für Sensorverschiebung typischen "Wackelpudding" am oberen und unteren Bildrand.

Das Display hat eine für die Beurteilung von Live-Bild und Aufnahmen ausreichende Auflösung, ist hell und sehr kontraststark. Man kann es zudem in einen Modus schalten, der dunkle Partien heller darstellt, so dass Anzeigen bei direkter Sonneneinstrahlung besser ablesbar sind.

Das kontrastschwache, leicht flimmerte Bild im elektronischen Sucher ist sicher nicht jedermanns Sache. Manche Anwender lieben aber aus Gewohnheit den Blick durch einen Sucher, und in manchen Situationen (z.B. im hellen Sonnenlicht) hat dieser auch handfeste Vorteile. Immerhin löst er aber sogar etwas feiner auf als das Hauptdisplay, so dass nicht nur die Auswahl des Bildausschnittes, sondern auch manuelles Scharfstellen im Sucher möglich ist.

Die HS30EXR schießt in normaler Serie bei maximaler Auflösung je nach Bildinhalt 5 bis 12 Bilder hintereinander, bei einer Geschwindigkeit von (wählbar) 3, 5 oder 8 Bildern pro Sekunde. Wenn es schneller gehen muss, sind bei halbierter Auflösung (3264x2448) auch 11 Bilder pro Sekunde möglich. Darüber hinaus gibt es einen speziellen Serienfoto-Modus, mit dem bereits beim Antippen des Auslösers fotografiert, aber erst beim Durchdrücken die jeweils letzten 8 oder 16 Bilder gespeichert werden. Etwas gewöhnungsbedürftig, aber eine nette Idee.

Auf das Filtergewinde sollte man übrigens nur sehr flache Filter aufschrauben. Ein normaler Polfilter (8 mm hoch) führte bei meinen Tests im Weitwinkelbereich bereits zu einer Abschattung in der linken oberen Bildecke.

Die Akku-Leistung ist ausgezeichnet. Mit der ersten Ladung konnte ich weit über 1000 Fotos schießen und gut 30 Minuten Video aufnehmen.

Zu meinem PC werden per USB ca. 14 MB pro Sekunde übertragen. Das ist flott genug. Angenehm ist, dass ein Standard-Mini-USB-Kabel passt.

Qualität von Fotos und Videos

Bilder aus der HS30EXR sind im Gesamteindruck ansehnlich, mit natürlicher Farbwiedergabe. Die Kontraste sind in Ordnung, wenn auch manchmal etwas flau. Der automatische Weißabgleich macht seine Sache in den meisten Situationen gut, nur gelegentlich kommt es zu einem leichten Blaustich. Die Kamera belichtet recht sicher.

Im Weitwinkelbereich ist eine kräftige, aber noch akzeptable tonnenförmige, im Telebereich nur eine minimale kissenförmige Verzeichnung erkennbar. Nennenswerte Randunschärfen produziert mein Exemplar nur in der linken unteren Ecke und nur im extremen Weitwinkel. Hier kommt es auch zu einer deutlicheren Vignettierung. Chromatische Aberrationen treten am ehesten im Telebereich auf, halten sich aber in Grenzen. Insgesamt ist die Abbildungsleistung des Objektivs gemessen am Zoomfaktor durchaus gut.

Um den großen Zoomfaktor mit einem kompakten und leichten Objektiv zu ermöglichen, besitzt die HS30EXR wie alle Superzoom-Kameras einen winzigen Bildsensor. Mit einem halben Zoll Größe ist dieser zwar geringfügig größer als die Sensoren der meisten Konkurrenten (um etwa 20%). Einen großen Qualitätsvorteil bringt das allerdings nicht.

Das selbst bei ISO 100 kräftige Bildrauschen versucht die Elektronik der Kamera mit einer aggressiven Rauschunterdrückung in den Griff zu bekommen. Um den Schärfeeindruck zu retten, werden dafür die Kanten im Bild deutlich nachgeschärft. Den Bilddetails tut das natürlich nicht gut - es ergibt sich die aquarellartige Optik typischer Kompaktkamera-Fotos.

Immerhin nimmt das Bildrauschen mit höheren Empfindlichkeiten nur moderat zu. Ab ISO 400 ist es aber auf einem HD-Monitor bereits im Vollbild sichtbar. Bis ISO 1600 bleiben die Aufnahmen einigermaßen brauchbar, bei ISO 3200 beeinträchtigt das Rauschen bereits auf dem Kameradisplay den Bildeindruck.

JPEGs aus der HS30EXR belegen in maximaler Auflösung von 4608x3456 Pixeln und maximaler Qualität je nach Bildinhalt etwa 5 bis 6 MB, RAWs (RAF) 24 bis 25 MB.

Mit der Möglichkeit, RAWs aufzuzeichnen, zielt die Kamera einerseits klar in Richtung ambitionierter Anwender oder Hobbyfotografen. Angesichts der erzielbaren Bildqualität der Fotoergebnisse erscheint der Zusatzaufwand für eine RAW-Verarbeitung aber nicht unbedingt lohnend.

Die RAWs aus der HS30EXR nutzen ein neues Format, das natürlich von der mitgelieferten Software umgewandelt werden kann. Für das Photoshop-Plugin Camera Raw in Version 6.7, die dieses Format unterstützt, gibt es aber aktuell erst eine Vorabversion (RC). Sie funktioniert zudem nur mit CS5, nicht mit Elements.

Ein recht positives Kapitel ist die Videofunktion. Die HS30EXR produziert bei guten Lichtverhältnissen schöne HD-Videos. Nur bei schwachem Licht leidet die effektive Auflösung zu deutlich unter der Rauschunterdrückung. Kritikpunkte hier: Auch das Videobild bietet in einigen Aufnahmesituationen zu schwache Kontraste, und durch die Überschärfung der Kanten kommt es zu Treppenartefakten. Der Gesamteindruck der Videos ist aber gut. Der Stereo-Ton ist klar und plastisch, nur in leisen Passagen ist ein leichtes Hintergrundrauschen unterlegt.

(Technische Daten Video: QuickTime/MOV, max. 1080p AVC mit 29,97 fps, ca. 12 Mbps, Ton in stereo PCM mit 48 KHz, 1536 Kbps.)

Fazit

Insgesamt ist die HS30EXR eine vielseitige und gut bedienbare Kamera für ambitionierte Anwender. Sie leistet sich in Verarbeitung und Bedienung kaum Schwächen und bietet so viel Flexibilität, wie es ohne Wechselobjektive eben möglich ist.

Die äußerliche Ähnlichkeit mit Geräten aus dem DSLR-Lager setzt sich im Bedienkonzept und anderen Eigenschaften bis hin zur Möglichkeit von RAW-Aufnahmen fort. Im Vergleich mit einer DSLR spart man zudem beim Kaufpreis und erhält einen Zoomfaktor, der bei einem DSLR-typisch großen Bildsensor nicht sinnvoll realisierbar wäre.

Damit ist natürlich klar, dass die Bildqualität der HS30EXR mit dem DSLR-Lager in keiner Hinsicht mithalten kann und eher auf dem Niveau anderer Superzoom-Kameras liegt. Wenn Funktionalität und Zoomfaktor aber wichtiger sind als Kompaktheit und die Abbildungsleistung im Detail, ist die Kamera eine gute Wahl.

Das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt, das Konzept ist schlüssig und gut umgesetzt. Wegen der mäßigen Bildqualität reicht es aus meiner Sicht zwar nicht ganz zur Höchstnote, ich gebe mit den erwähnten Einschränkungen aber insgesamt eine Kaufempfehlung und vier Sterne ****.
Kommentar Kommentare (8) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 26, 2012 2:09 PM MEST


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