Profil für Kilian B. > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von Kilian B.
Top-Rezensenten Rang: 19.352
Hilfreiche Bewertungen: 2987

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
Kilian B. "http://kilian-braun.blogspot.com/"

Anzeigen:  
Seite: 1-10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | 19 | 20 | 21-30
pixel
Kein Titel verfügbar

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Eher durchschnittlicher aber solider Action-Streifen, 7. August 2007
Vale Tudo bzw. Freefights sind so ziemlich das härteste und auch brutalste was man sich als Kampfsport-Wettkampf antun kann. Steven Bauer stellt einen Kämpfer da, der in Mexiko niedergeschossen wird und daraufhin seine komplette Vergangenheit vergessen hat. Ein Arzt rettet ihn doch er steht somit in der Schuld eines Mafia-Kartells, denn die Behandlung ist teuer und Geld hat der Niedergeschossene freilich keines. Also verdingt er sich als Freefighter, da er offensichtlich sehr gut kämpfen kann. Nach und nach kehrt die Erinnerung zurück und offenbart so manche ungeahnte Vergangenheit...

Obwohl die Story an sich gut durchdacht und um Komplexität bemüht ist, fehlt es doch an allen Ecken und Kanten für einen hochwertigen Film. Die Darstellung der Akteure ist sehr flach und die musikalische Untermalung schlichtweg billig. Der Schnitt und die Inszenierung sind dafür noch recht passabel und auch die Kämpfe können sich sehen lassen. Hier bekommt man etwas "aufgepeppte, für die Kamera idealisierte" Freefights präsentiert. An Drahtseilen hängt hier jedenfalls erfreulicherweise niemand und auch überflüssige Akrobatik sucht man hier vergebens. Außerdem werden hier ungeschönt Verletzungen mit einbezogen (z.B. Platzwunden im Gesicht), die bei solchen Kämpfen unvermeidbar sind. Endlich sehen die Kämpfer in einem Film nach solchen Auseinandersetzungen nicht mehr taufrisch aus.

Die Erzählweise mit Rückblenden ist ein schwieriges Unterfangen und nicht immer gelingt es ohne zu verwirren. Dennoch verleiht die unerwartete Vergangenheit des Kämpfers ohne Gedächtnis genug Spannung bis zum Schluss. Leider sind jedoch einige wirklich haarsträubend schlechte Szenen dabei, die den ganzen film verschandeln. Zudem ist der Film nicht im Hochglanz produziert und wirkt daher ohnehin etwas "billig".

"Pit Fighter" hätte mit etwas mehr Budget und Darstellerkunst ein richtig guter Streifen werden können. Die Story war allemal gut durchdacht, wird aber nicht mit Nachdruck vermittelt. Die Kämpfe sind deutlich an echte Freefights angelehnt, hätten aber für meinen Geschmack (als Kampfsportler) noch mehr an der Realität sein können. Eine mitreißendere Choreographie hätte auch schon viel gebracht. Die DVD bietet leider kein Bonusmaterial, um einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Alles in allem ein solider Action-Film, der als "Popkornkino" voll in Ordnung ist.


Fearless
Fearless
DVD ~ Shido Nakamura
Preis: EUR 7,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein unterhaltsamer und zugleich tiefgründiger Kampfkunstfilm, 24. Juli 2007
Rezension bezieht sich auf: Fearless (DVD)
"Fearless" bringt alles mit, um sich von der breiten Masse der Kampfkunstfilme (die für gewöhnlich eher etwas flach bzw. einseitig gestaltet sind) deutlich abzuheben. Mit Hochglanzbildern gekonnt inszeniert bekommt der Zuschauer einen actionreichen Streifen mit erstaunlichem Story-Tiefgang präsentiert. Jet Li zeigt aufs Neue, dass er nicht nur ein begnadeter Kampfkünstler ist sondern auch in den letzten Jahren deutlich mehr schauspielerische Qualitäten erworben hat.

Von der ersten Filmhälfte darf man sich nicht täuschen lassen: folgt hier noch fast ein Kampf auf den anderen wird es in der zweiten Hälfte deutlich ruhiger und zugleich tiefgründiger. Die Kämpfe sind in bester Manier choreographiert, wobei die Darsteller für meinen Geschmack zu oft und zu offensichtlich an Drahtseilen hängen (wobei die Seile selber natürlich nicht zu sehen sind). Dies ist allerdings mein persönlicher Geschmack und soll daher kein Minuspunkt sein. Etwas zu groß fand ich den zeitlichen Sprung des jungen Huo ins Erwachsenenleben als allein erziehender Vater, ist aber ebenfalls nicht so gravierend um wirklich negativ aufzufallen. Umso schöner wurde dafür z.B. der Gezeitenwandel im Dorf dargestellt um zu zeigen wie lange sich Meister Huo in dem kleinen Dorf eigentlich aufhält.

Die Begegnungen und Dialoge mit dem japanischen Kampfkunstmeister, der Huos letzter Gegner in einem Wettstreit sein würde, waren inhaltlich und darstellerisch eine wahre Augenweide. Selten habe ich eine derart klare und deutliche Vermittlung der Kampfkunsttugenden und Gepflogenheiten außerhalb von Kämpfen gesehen als hier. Und dieses Flair wird erfreulicherweise bis zum Ende konsequent durchgezogen und verleiht "Fearless" schlussendlich einen ganz besonderen Hauch - besser hätte man es nicht machen können.


Kein Titel verfügbar

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Magerer Action-Film, 11. Juli 2007
Wenn man bei der Inhaltsbeschreibung liest, dass es um Indianer und Wikinger geht, möchte man meinen einen halbwegs historischen Film vorzufinden. Dies ist jedoch leider nicht der Fall. "Pathfinder" ist von der Art her zu viel "Fantasy" für einen geschichtsträchtigen Film und aber auf der anderen Seite zu "real" für einen reinen Fantasyfilm. Somit macht es sich "Pathfinder" selber unnötig schwer und beraubt sich einer klaren Linie.

Die Hintergrundstory zu dem Ganzen scheint durchaus Hand und Fuß zu haben (wenn auch erfunden), wird aber viel zu knapp und lieblos vermittelt, um als Zuschauer aktiv in das Geschehen hineingezogen zu werden. Man bleibt beständig außen vor und kann sich nicht wirklich in die indianische Kultur einfinden, in der der zurückgelassene Wikingerjunge Ghost (der Name wird kein einziges Mal im Film erwähnt...) aufwächst. Karl Urban gibt sich alle Mühe um eine gute Darstellung, kann aber mit nichts besonderem aufwarten. Die Wikinger werden viel zu übertrieben dargestellt und ermöglichen ein 0815-Schema: Indianer gut, Wikinger böse. Die Kämpfe sind wenn überhaupt dann recht lieb- und einfallslos choreographiert, mal davon abgesehen, dass hier keiner rechte Ahnung vom mittelalterlichen Waffengang hatte. Einzig der rasante Schnitt vermittelt hier die Action. Ansonsten darf man Ghost dabei zusehen, wie er in bester Rambo-Manier nicht minder blutige Ernte unter den Wikingern hält, wie diese bei den Indianern. Immerhin kann "Pathfinder" mit recht schönen Landschaftsaufnahmen und einer angemessenen musikalischen Untermalung glänzen, ansonsten ist es eher ein mageres, flaches Spektakel. Die gesprochenen Texte passen auf wenige DIN-A4-Seiten und sind nicht gerade tiefgründig, auch wenn an gewissen Stellen versucht wurde, dem Ganzen einen mystischen Touch zu verleihen.

Es ist wohl eher enttäuschend, was man mit "Pathfinder" geboten bekommt. Die grundlegende Entscheidung ob es nun ein früh-historischer Film a la "Apocalyto" (im Vergleich übrigens deutlich besser) oder eher ein Fantasy-Film wie "Conan" (nichts geht über den Kult-Klassiker in diesem Genre) sein soll fehlt, und daher bekommt man einen unguten Mischmasch auf die Mattscheibe. "Pathfinder" ist sicherlich ein solider durchschnittlicher Action-Film geworden, jedoch für einen besonders guten Film fehlt noch so einiges.


Pathfinder Extended Edition (FSK 18)
Pathfinder Extended Edition (FSK 18)
DVD ~ Moon Bloodgood, Russell Means Karl Urban
Wird angeboten von Drehscheibe24
Preis: EUR 10,00

12 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Magerer Action-Film, 11. Juli 2007
Rezension bezieht sich auf: Pathfinder Extended Edition (FSK 18) (DVD)
Wenn man bei der Inhaltsbeschreibung liest, dass es um Indianer und Wikinger geht, möchte man meinen einen halbwegs historischen Film vorzufinden. Dies ist jedoch leider nicht der Fall. "Pathfinder" ist von der Art her zu viel "Fantasy" für einen geschichtsträchtigen Film und aber auf der anderen Seite zu "real" für einen reinen Fantasyfilm. Somit macht es sich "Pathfinder" selber unnötig schwer und beraubt sich einer klaren Linie.

Die Hintergrundstory zu dem Ganzen scheint durchaus Hand und Fuß zu haben (wenn auch erfunden), wird aber viel zu knapp und lieblos vermittelt, um als Zuschauer aktiv in das Geschehen hineingezogen zu werden. Man bleibt beständig außen vor und kann sich nicht wirklich in die indianische Kultur einfinden, in der der zurückgelassene Wikingerjunge Ghost (der Name wird kein einziges Mal im Film erwähnt...) aufwächst. Karl Urban gibt sich alle Mühe um eine gute Darstellung, kann aber mit nichts besonderem aufwarten. Die Wikinger werden viel zu übertrieben dargestellt und ermöglichen ein 0815-Schema: Indianer gut, Wikinger böse. Die Kämpfe sind wenn überhaupt dann recht lieb- und einfallslos choreographiert, mal davon abgesehen, dass hier keiner rechte Ahnung vom mittelalterlichen Waffengang hatte. Einzig der rasante Schnitt vermittelt hier die Action. Ansonsten darf man Ghost dabei zusehen, wie er in bester Rambo-Manier nicht minder blutige Ernte unter den Wikingern hält, wie diese bei den Indianern. Immerhin kann "Pathfinder" mit recht schönen Landschaftsaufnahmen und einer angemessenen musikalischen Untermalung glänzen, ansonsten ist es eher ein mageres, flaches Spektakel. Die gesprochenen Texte passen auf wenige DIN-A4-Seiten und sind nicht gerade tiefgründig, auch wenn an gewissen Stellen versucht wurde, dem Ganzen einen mystischen Touch zu verleihen.

Es ist wohl eher enttäuschend, was man mit "Pathfinder" geboten bekommt. Die grundlegende Entscheidung ob es nun ein früh-historischer Film a la "Apocalyto" (im Vergleich übrigens deutlich besser) oder eher ein Fantasy-Film wie "Conan" (nichts geht über den Kult-Klassiker in diesem Genre) sein soll fehlt, und daher bekommt man einen unguten Mischmasch auf die Mattscheibe. "Pathfinder" ist sicherlich ein solider durchschnittlicher Action-Film geworden, jedoch für einen besonders guten Film fehlt noch so einiges.


Das Leben des David Gale
Das Leben des David Gale
DVD ~ Kevin Spacey
Preis: EUR 3,99

68 von 71 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ganz ohne Action spannend und packend, 10. Juli 2007
Rezension bezieht sich auf: Das Leben des David Gale (DVD)
Rein vom Titel her könnte man "Das Leben des David Gale" für eine Art Biographie halten, doch dies ist es nicht. Es geht im wahrsten Sinne des Wortes um das "Leben" von David Gale, einem vehementen Todesstrafe-Gegner und Aktivist in einer entsprechenden (fiktiven) Gruppierung, der sich plötzlich selber als Todeskandidat wiederfindet. Kevin Spacey glänzt mit fantastischer schauspielerischer Leistung, aber auch Kate Winslet als Journalistin muss sich nicht verstecken.

In harmonisch eingefügten Rückblenden erzählt David Gale der Journalistin Bitsey Bloom über die Tathergänge und es ist offensichtlich, dass man Gale etwas anhängen wollte, um ihn "fertig zu machen". Erst etwas widerwillig, doch dann mit vollem Eifer macht sich Bloom daran Gale zu helfen, der so wie es scheint zu unrecht zum Tode verurteilt wurde. Die Story ist nicht zu komplex um ihr nicht folgen zu können, bietet aber genügend Tiefgang um einem Thriller gerecht zu werden. Interessanterweise gibt es bei diesem Film keine unerwarteten Wendungen, sondern vielmehr unerwartete "Ergänzungen", die die Story plötzlich anders wirken lassen. Eine sehr interessante Variante um den Zuschauer bis zum Schluss zu fesseln. Einzig die Art und Weise, wie Bloom schließlich auf die letzte Unklarheiten kommt, mag ein wenig arg weit her geholt sein, aber es fällt nicht weiter auf und soll auch kein wirklicher Negativpunkt sein. Denn wie es sich gehört bringt "Das Leben des David Gale" den Knaller, die Vollendung der Story am Ende und verpasst dem Gesamtwerk den letzten Schliff.

"Das Leben des David Gale" ist ein hochkarätiger Thriller, dessen Story wunderbar spannend, packend und flüssig erzählt wird. Am Schluss bleiben noch genügend eher unbedeutende Fragen offen, über die eifrig spekuliert werden darf. Ganz ohne Action ist hier ein sehr spannendes und unterhaltsames Werk gelungen.


Die Zwerge
Die Zwerge
von Markus Heitz
  Taschenbuch
Preis: EUR 15,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein Buch mit kleiner Spannung über das kleine Volk, 7. Juli 2007
Rezension bezieht sich auf: Die Zwerge (Taschenbuch)
In "Die Zwerge" taucht man in das Reich und Leben der gleichnamigen wohlbekannten Fantasyrasse ein und begleitet Tungdil auf seinem Abenteuer. Das Bild, welches der Autor von den Zwergen erzeugt, erscheint stimmig und passend. Allerdings empfand auch ich die Story als zu geradlinig und ohne Spannung. Generell scheint die Handlung zwar gut durchdacht zu sein, allerdings wirklich mitreißend ist sie nicht, was auch am Schreibstil liegen mag. Bei Kämpfen gegen die Orks sind diese bloß Statisten, die meist ohne Schwierigkeiten im zweistelligen Bereich beseitigt werden, was mir persönlich überhaupt nicht gefällt. Wenn es also zur Auseinandersetzung kommt, war im Grunde genommen dadurch die Spannung weg, bevor sie überhaupt da war. Aber einem anderen Leser mag es gefallen, wenn Boindil & Co. mit locker-markigen Sprüchen durch die Reihen der Orks wirbeln. Der runde Abschluss des Werkes reiht sich konsequent an den bisherigen Story-Stil an und beendet das Abenteuer auf angemessene, wenn auch nicht gerade spektakuläre Weise.

Ein lesenswertes, ausführliches Werk mit kleiner Spannung über das kleine Volk des Fantasy.


Das Spiel der Macht
Das Spiel der Macht
DVD ~ Sean Penn
Wird angeboten von scheuss68-cd-dvd-berlin
Preis: EUR 7,95

2 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Flaches Spektakel, 1. Juli 2007
Rezension bezieht sich auf: Das Spiel der Macht (DVD)
Wer bei "Das Spiel der Macht - All The Kings Men" einen spannenden Politthriller erwartet liegt nur zur Hälfte richtig. Um Ränkespiel in der Politik geht es zwar, jedoch sonderlich spannend anzuschauen ist es leider nicht. Sean Penn liefert zwar eine erstaunlich intensive Darstellung ab, der Rest der Schauspielermannschaft bleibt jedoch recht farblos und kommt nicht zum Zuge. Dank der passenden musikalischen Untermalung und Inszenierung kann man sich als Zuschauer schon in die Zeit und Lage hinein versetzen, aber interessanter wird es allein deswegen nicht. Die Inhaltsbeschreibung verspricht nicht gerade viel Action und rasante Szenen dieser Art sucht man auch völlig vergebens. Ein stilistisch wichtiges Mittel der Spannung fällt somit schon einmal weg und daher macht es sich "Das Spiel der Macht" schon mal selbst unnötig schwer, sehenswert und packend zu sein.

Von der Handlung wird man leider nicht für die fehlende Action entschädigt. Die Story ist viel zu geradlinig, einfältig und ohne jegliche unerwartete Wendungen. Sie plätschert dahin und nach viel zu langer Zeit mündet sich in ein Finale der "üblichen" Art. Auch der Schluss kann somit den Film nicht mehr retten. Was genau "Das Spiel der Macht" ist bleibt irgendwie unklar, ein packender und spannender Thriller jedenfalls nicht.


Flags of our Fathers / Letters from Iwo Jima (Collector's Edition, 3 DVDs im Steelbook)
Flags of our Fathers / Letters from Iwo Jima (Collector's Edition, 3 DVDs im Steelbook)
DVD ~ Clint Eastwood

11 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Zwei Filme, zwei Kriegsparteien, ein Thema, 1. Juli 2007
Mit dieser Box erhält man die beiden eindrucksvollen Filme "Flags of our Fathers" & "Letters from Iwo Jima" in einem. Obwohl beide Filme das selbe Thema haben, stehen und sprechen sie für sich selbst und zeigen unpatriotisch sowie unvoreingenommen beide Seiten der Kriegsparteien. Und ganz klar wird, dass auf beiden Seiten gleichermaßen Menschen und deren harten Kriegsschicksale stehen - Gewinner gibt es in einem Krieg eigentlich nicht...

"Flags of our Fathers"

Der Kriegsfilm "Flags of our Fathers" behandelt die Schlacht um Iwo Jima, nach deren Sieg über einen strategisch wichtigen Punkt das Aufstellen der amerikanischen Flagge in einem einzigartigen und weltbekannten Bild verewigt wird. "Flags of our Fathers" zeigt in diesem Zusammenhang die Seite der Amerikaner und noch bevor man über Einseitigkeit meckern könnte stößt man auf den dazu gehörigen Film "Letters from Iwo Jima", der die japanische Seite darstellt. Beide Filme sind keine Fortsetzungen, sondern haben das selbe Ereignis als Inhalt, nur die Betrachtungsweise ist unterschiedlich.

Mit diesem noch unbehandelten Thema startet man recht erwartungsfroh in den Film und muss leider recht schnell feststellen, dass es sich hierbei jedoch nicht um einen knallharten, packenden Kriegsfilm á la "Saving Private Ryan" handelt. Die eigentliche Landung und Schlacht um Iwo Jima wird in Rückblenden erzählt, während die "Helden von Iwo Jima" durch die Heimat tingeln, um Kriegsanleihen zu verkaufen. Die Tragik der Figuren und auch deren Unterschiedlichkeit wird zwar gut verdeutlicht und dargestellt, dennoch bleibt es recht langweilig und unspektakulär. Die Kampfszenen sind zwar eindrucksvoll und gekonnt in Szene gesetzt worden, verlieren aber wegen der beständigen Zeitsprünge in der Erzählung ihre Wirkung.

"Flags of our Fathers" schildert nicht hauptsächlich die Schlacht, sondern das was danach mit diesem Foto bzw. dem Aufstellen der Flagge passiert war. Ob das für Nicht-Amerikaner in dieser Ausführlichkeit so interessant ist, muss jeder für sich entscheiden. Ein Hauch mehr Spannung und Action hätten meines Erachtens nicht geschadet, auch wenn die nicht überzogene Gewaltdarstellung des Krieges zu befürworten ist.

"Letters from Iwo Jima"

Der Kriegsfilm "Flags of our Fathers" hat bereits die amerikanische Seite der Schlacht um Iwo Jima dargestellt und es ist sehr empfehlenswert, sich diesen Film zuerst anzuschauen, auch wenn "Letters from Iwo Jima" keine Fortsetung, sondern schlichtweg das selbe Thema aus der Sicht der Japaner zeigt.

"Letters from Iwo Jima" ist im Gegensatz zu "Flags of our Fathers" gradlinig in der Handlung und somit wesentlich einfacher zu verstehen und zu verfolgen, als das amerikanische filmische Gegenstück. Wie schon im ersten Film setzt Clint Eastwood auf intensive Charakterdarstellung und keineswegs werden die Japaner als "die Bösen" abgestempelt. Es wird der kulturelle Unterschied ganz klar hervorgehoben, wobei nochmals innerhalb der japanischen Armee der Umbruch von altertümlichen Anschauungsweisen (Selbstmord, Katana-Schwerter im Zeitalter der Schusswaffen, usw.) verdeutlicht wird. Japan steht also zu diesem Zeitpunkt nicht nur nach außen hin im Konflikt mit einer fremden Kultur sondern befindet sich auch innerhalb der eigenen Gesellschaft noch im Umbruch.

Die eigentliche Schlacht spielt hier wieder eine eher untergeordnete Rolle, es geht mehr um die Personen und das salopp ausgedrückt "drum herum". Ken Wantanabe spielt hervorragend den General der Japaner, der sich ebenso wie die einfachen Soldaten mit den alten und neuen Ansichten seiner Offiziere herumschlagen muss. "Letters from Iwo Jima" hätte wie auch schon "Flags of our Fathers" ein wenig spannender und actionreicher sein dürfen, um packender und mitreißender zu sein. Da sich aber dieser Film sehr gut an sein Gegenstück anfügt (inhaltlich und auch stilistisch), ist er auf jeden Fall sehenswert, schon allein deswegen, da die traditionelle "Gegenseite" wohl noch nie in dieser Ausführlichkeit dargestellt worden ist.

Fazit:

Ausführliche Darstellung von Gefechten in all ihrer Grausamkeit findet man hier bewusst nicht. Es geht um die Darstellung der Geschichte sowie der Menschen in diesem Konflikt. Erstmals wird aus der Sicht beider Kriegsparteien ein Thema dargestellt und dies wurde sinnigerweise auch in zwei getrennten Filmen getan, um somit genug Zeit für alles zu haben. Auch wenn es zwei Filme sind, ist "Flags of our Fathers / Letters from Iwo Jima" als eins zu betrachten. Der unterschiedliche Blickwinkel und die gekonnt dezenten Verknüpfungen machen es auf jeden Fall sehenswert. Einen packenden Actionfilm darf man jedoch in beiden Fällen nicht erwarten.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 30, 2008 7:32 PM MEST


Letters from Iwo Jima
Letters from Iwo Jima
DVD ~ Ken Watanabe
Preis: EUR 4,97

6 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der "Gegner" ausführlich und unvoreingenommen dargestellt, 1. Juli 2007
Rezension bezieht sich auf: Letters from Iwo Jima (DVD)
Der Kriegsfilm "Flags of our Fathers" hat bereits die amerikanische Seite der Schlacht um Iwo Jima dargestellt und es ist sehr empfehlenswert, sich diesen Film zuerst anzuschauen, auch wenn "Letters from Iwo Jima" keine Fortsetung, sondern schlichtweg das selbe Thema aus der Sicht der Japaner zeigt.

"Letters from Iwo Jima" ist im Gegensatz zu "Flags of our Fathers" gradlinig in der Handlung und somit wesentlich einfacher zu verstehen und zu verfolgen, als das amerikanische filmische Gegenstück. Wie schon im ersten Film setzt Clint Eastwood auf intensive Charakterdarstellung und keineswegs werden die Japaner als "die Bösen" abgestempelt. Es wird der kulturelle Unterschied ganz klar hervorgehoben, wobei nochmals innerhalb der japanischen Armee der Umbruch von altertümlichen Anschauungsweisen (Selbstmord, Katana-Schwerter im Zeitalter der Schusswaffen, usw.) verdeutlicht wird. Japan steht also zu diesem Zeitpunkt nicht nur nach außen hin im Konflikt mit einer fremden Kultur sondern befindet sich auch innerhalb der eigenen Gesellschaft noch im Umbruch.

Die eigentliche Schlacht spielt hier wieder eine eher untergeordnete Rolle, es geht mehr um die Personen und das salopp ausgedrückt "drum herum". Ken Wantanabe spielt hervorragend den General der Japaner, der sich ebenso wie die einfachen Soldaten mit den alten und neuen Ansichten seiner Offiziere herumschlagen muss. "Letters from Iwo Jima" hätte wie auch schon "Flags of our Fathers" ein wenig spannender und actionreicher sein dürfen, um packender und mitreißender zu sein. Da sich aber dieser Film sehr gut an sein Gegenstück anfügt (inhaltlich und auch stilistisch), ist er auf jeden Fall sehenswert, schon allein deswegen, da die traditionelle "Gegenseite" wohl noch nie in dieser Ausführlichkeit dargestellt worden ist.


Flags of Our Fathers
Flags of Our Fathers
DVD ~ Ryan Phillippe
Preis: EUR 4,97

4 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein Hauch mehr Spannung und Action hätten nicht geschadet, 1. Juli 2007
Rezension bezieht sich auf: Flags of Our Fathers (DVD)
Der Kriegsfilm "Flags of our Fathers" behandelt die Schlacht um Iwo Jima, nach deren Sieg über einen strategisch wichtigen Punkt das Aufstellen der amerikanischen Flagge in einem einzigartigen und weltbekannten Bild verewigt wird. "Flags of our Fathers" zeigt in diesem Zusammenhang die Seite der Amerikaner und noch bevor man über Einseitigkeit meckern könnte stößt man auf den dazu gehörigen Film "Letters from Iwo Jima", der die japanische Seite darstellt. Beide Filme sind keine Fortsetzungen, sondern haben das selbe Ereignis als Inhalt, nur die Betrachtungsweise ist unterschiedlich.

Mit diesem noch unbehandelten Thema startet man recht erwartungsfroh in den Film und muss leider recht schnell feststellen, dass es sich hierbei jedoch nicht um einen knallharten, packenden Kriegsfilm á la "Saving Private Ryan" handelt. Die eigentliche Landung und Schlacht um Iwo Jima wird in Rückblenden erzählt, während die "Helden von Iwo Jima" durch die Heimat tingeln, um Kriegsanleihen zu verkaufen. Die Tragik der Figuren und auch deren Unterschiedlichkeit wird zwar gut verdeutlicht und dargestellt, dennoch bleibt es recht langweilig und unspektakulär. Die Kampfszenen sind zwar eindrucksvoll und gekonnt in Szene gesetzt worden, verlieren aber wegen der beständigen Zeitsprünge in der Erzählung ihre Wirkung.

"Flags of our Fathers" schildert nicht hauptsächlich die Schlacht, sondern das was danach mit diesem Foto bzw. dem Aufstellen der Flagge passiert war. Ob das für Nicht-Amerikaner in dieser Ausführlichkeit so interessant ist, muss jeder für sich entscheiden. Ein Hauch mehr Spannung und Action hätten meines Erachtens nicht geschadet, auch wenn die nicht überzogene Gewaltdarstellung des Krieges zu befürworten ist.


Seite: 1-10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | 19 | 20 | 21-30