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Rezensionen verfasst von
Gino Felino (Trier)

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Operation Olympus - White House Taken
Operation Olympus - White House Taken
DVD ~ Dominic Purcell
Preis: EUR 10,16

4 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Belanglose Auftragsarbeit auf billigem TV Film-Niveau, 7. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Operation Olympus - White House Taken (DVD)
Über den Verleihtitel „Operation Olympus-White House Taken“ verliere ich mal keine großen Worte, der spricht wunderbar für sich selbst. Doch völlig unabhängig davon, wie dreist, wie dämlich dieser Titel ist, er weckt bestimmte Erwartungen, spielt er doch ganz dezent auf zwei gewisse Blockbuster an, die dieses Jahr für reichlich Action auf deutschen Leinwänden sorgten. Davon ist in „Suddenly“ (der eigentliche Titel, passt dann doch etwas besser) nichts, aber auch rein gar nichts zu sehen. Ich bin der Letzte, der einen Film von Uwe Boll kritisiert, nur weil’s eben ein Bollfilm ist, hier jedoch ist genau der Stümper am Werk, den seine Kritiker in all seinen Filmen erkennen. Keine Spur vom Hauptsitz des Präsidenten, nahezu der gesamte Film spielt in einem stinknormalen Haus im Wald, das von angeblichen Secret Service-Agenten als perfekter Platz für einen Anschlag auf den Präsidenten auserkoren wird. Daher wird die dort wohnhafte Familie kurzerhand im Keller eingesperrt. Jetzt kann nur noch Deputy Todd helfen, der allerdings lieber säuft als seiner Arbeit nachzugehen… Todd wird von Ray Liotta verkörpert, der einem in dieser Rolle nur noch leid tun kann. In zahlreichen Filmen (es sei nur an z.B. „Goodfellas“ oder „Narc“ erinnert) hat er gezeigt, was er drauf hat, hier ist davon nichts zu spüren. Boll hat den Regieposten kurzfristig übernommen, weshalb Liotta, nach der problematischen Zusammenarbeit in „Schwerter des Königs“, zunächst keine große Lust mehr auf seine Rolle hatte… und das merkt man auch. Und man kann es ihm nicht verdenken, hat er doch einen recht undankbaren Part erwischt. Sein Deputy Todd wird als einzige Hoffnung aufgebaut, als der Einzige, der die Situation noch retten kann,… SPOILER… ist aber nur am Saufen, wird nahezu immer überwältigt und heult sich später, gefesselt an einer Heizung, die Seele aus dem Leib. Die Attentäter werden allesamt von anderen getötet, Liotta macht einen Scheißdreck… SPOILER ENDE. Die anderen Darsteller sind nicht der Rede wert. Michael Pare ist halt anwesend (ist schließlich ein Bollfilm) und Dominic Purcell war selbst in „Assault on Wall Street“ motivierter.
„Suddenly“ kommt fast komplett ohne Action aus, was ja nicht zwangsläufig schlecht sein muss, wenn’s denn wenigstens mal spannend wird. Wird es aber nicht, die lieblose Inszenierung auf TV Film-Niveau erstickt jeglichen Anflug von Thrill oder Atmosphäre von vornherein im Keim. Darüber, wie dumm der Plan der Attentäter ist, habe ich mich irgendwann gar nicht mehr aufgeregt, stattdessen lache ich über erste Werbesprüche, in denen tatsächlich von „dreidimensionalen Charakteren“ die Rede ist oder über die Bezeichnung „Verschwörungsthriller“ (wobei Herr Boll das wohl tatsächlich so sehen dürfte…).
Eine langweilige Auftragsarbeit, die sich auch Fans des umstrittenen Regisseurs getrost sparen können.


Cottage Country
Cottage Country
DVD ~ Malin Akerman
Preis: EUR 7,49

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ganz unterhaltsam, mehr nicht, 23. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Cottage Country (DVD)
Todd möchte seiner Cammie im Landhaus seiner Eltern einen Heiratsantrag machen. Kurz, nachdem sie angekommen sind, steht plötzlich Todds Bruder Sallinger mit seiner russischen Geliebten Masha auf der Matte. Während des Streits, wem das Haus denn nun zusteht, erschlägt Todd seinen Bruder im Affekt mit einer Axt. Während das Paar noch überlegt, wie nun mit Masha zu verfahren ist, tauchen auf einmal Sallingers ungebetene Partygäste auf, und auch die Polizei hat schließlich ein paar Fragen…
„Cottage Country“ wird immer wieder mit „Tucker & Dale vs. Evil“ verglichen. Dabei haben die Filme, wenn man vom gleichen Hauptdarsteller sowie unbeabsichtigten Toten im Wald absieht, kaum etwas gemeinsam. Die regelrechten Begeisterungsstürme, die der Festivalhit von 2010 entfachen konnte, wird „Cottage Country“ jedenfalls kaum wiederholen können. Nach einer wirklich vielversprechenden Anfangsphase, die auf kurzweilige Splatter-Comedy hoffen lässt, verzettelt sich Regisseur Peter Wellington in zu vielen Genres, was seinen Film sehr unentschlossen wirken lässt. Splatter, schwarze Comedy, Kriminalfilm, später gar fast schon Beziehungsdrama… Wellington erzählt viel, aber nichts davon konsequent. Die blutigen Szenen sind amüsant, aber an einer Hand abzuzählen, die Gags animieren nur teilweise zum Lachen, und spätestens, wenn im letzten Drittel der Schwerpunkt auf die Familienkrise gelegt wird, fragt man sich durchaus, in welchem Genre man den Film denn nun einordnen soll. Zu dieser Unentschlossenheit gesellen sich unpassende Momente, z.B. Todds Visionen, in denen er auf den Geist seines toten Bruders trifft (der mich optisch frappierend an Ledgers Joker erinnerte).
Obwohl einiges an Potenzial verschenkt wurde, macht der Film dennoch zumindest einen Großteil seiner Laufzeit auch vieles richtig. Die ersten 30 Minuten machen richtig Spaß, vor allem Lucy Punch als Masha und Daniel Petronijevic als Sallinger sorgen mit ihren Sprüchen für gute Laune. Trotz solider Leistungen können Tyler Labine (wie immer sympathisch) und Malin Akerman (wie immer sympathisch, aber seltsam farblos) da nicht mithalten. Im späteren Verlauf hält der Film auch spannende Momente bereit, bis zum gelungenen Ende bleibt man am Ball, obwohl durch die gegen Ende zu breit ausgewalzte Familienkrise die eigentliche Thematik zu sehr in den Hintergrund gedrängt wird. Hätte man beim Drehbuch eine klarere Linie verfolgt, hätte man die interessante Ausgangslage besser zu nutzen gewusst, das hätte ein richtig guter Film werden können. Hätte, hätte, hätte, so bleibt ein solider, ganz spaßiger Film für zwischendurch, mehr leider nicht.


Curse of Chucky
Curse of Chucky
DVD ~ Fiona Dourif
Preis: EUR 7,99

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Besser als erwartet!, 10. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Curse of Chucky (DVD)
„It’s a doll. What’s the worst, that can happen?“

Da hat wohl jemand nie von den „Chucky“ Filmen gehört. In bisher 5 Filmen trieb die Mörderpuppe, besessen von der Seele des Serienkillers Charles Lee Ray, ihr Unwesen. Nach „Chuckys Baby“, für mich ganz klar der Tiefpunkt der Reihe, hatte ich keine großen Erwartungen, als Don Mancini (Drehbuchautor aller Teile, seit dem Babyquatsch auch Regisseur) nach ganzen 9 Jahren tatsächlich Teil 6, „Curse of Chucky“, ankündigte. Umso größer meine Überraschung, dass der neueste Ableger ganz klar zu den besseren Teilen gezählt werden kann. Das hier ist kein schnell hingerotztes „Direct to DVD“-Ärgernis, wie man es gerade im Horrorgenre oft durchleiden muss. Mancini hat sich tatsächlich darüber Gedanken gemacht, wie man das beliebte Franchise sinnvoll fortsetzen und sogar um neue Facetten bereichern kann, wie man auch mit einem merklich geringen Budget einen Film auf die Beine stellen kann, der die Fans zufriedenstellt. Er besinnt sich auf die Qualitäten des Originals und legt wieder mehr Wert auf Atmosphäre und Spannung. Es muss nicht alle paar Minuten irgendjemand abgeschlachtet werden, die erste Hälfte des Films legt den Schwerpunkt auf eine gar nicht mal so uninteressante Familiengeschichte. Die im Rollstuhl sitzende Nica (sympathisch: Fiona Dourif, Tochter von Brad Dourif, Darsteller des Charles Lee Ray und Chuckys Stimme in allen 6 Filmen) lebt nach dem brutalen Mord an ihrer Mutter allein in ihrem großen Anwesen, bis die Verwandtschaft auftaucht. Der nun folgende Erbschaftsstreit gerät schnell in den Hintergrund, als ein Familienmitglied nach dem anderen der mysteriösen Puppe zum Opfer fällt, die zu Beginn des Films aus irgendwelchen Gründen per Post geliefert wurde…
Gingen die beiden Vorgänger eher in Richtung Fun-Splatter, so gehts in „Curse of Chucky“ wieder wesentlich düsterer zu. Was dabei sofort ins Auge springt, ist die, bedenkt man das Budget, wirklich gelungene Inszenierung. Besonders die Kameraarbeit ist zum Teil großartig, das sowieso schon unheimliche Anwesen (zum Großteil der einzige Schauplatz des Films) wird mit atmosphärischen Bildern eingefangen. Tritt Chucky dann in Aktion, geschieht dies meistens kurz, aber heftig. Die vereinzelten Gewaltspitzen sind überraschend blutig ausgefallen, damals wäre der rote Flatschen wohl sicher gewesen.
Dass Mancini sich bei dem Skript wirklich etwas gedacht hat, wird spätestens gegen Ende deutlich. Da möchte ich jetzt gar nichts vorwegnehmen, es sei nur soviel gesagt, dass der Film manches in einem neuen Licht erscheinen lässt, ohne dass es erzwungen oder unlogisch wirken würde.
Bevor das hier aber zur reinen Lobpudelei verkommt, muss das Design der Killerpuppe zumindest kurz erwähnt werden. Der Trailer enttäuschte mit einem Chucky, dessen Gesichtszüge teils grauenhaft mit CGI animiert wurden. Leider bestätigt der fertige Film diesen Eindruck, zeitweise sieht das einfach fürchterlich aus. Auch die Tatsache, dass für den Dreh wohl 2 Puppen verwendet wurden, was man als Zuschauer auch deutlich sieht, zieht den Gesamteindruck zumindest ein klein wenig nach unten, auch wenn dieser Makel fast nur im Mittelteil auftaucht.
Ansonsten gibt’s erstaunlicherweise nicht viel an „Curse of Chucky“ auszusetzen. Das Original bleibt auch weiterhin der beste Teil der Reihe, dennoch kann man von einer positiven Überraschung sprechen, die ein Muss für jeden Chucky-Fan darstellt.
Zum Schluss: Brav den Abspann abwarten!


Movie 43
Movie 43
DVD ~ Kate Winslet
Wird angeboten von RAPIDisc
Preis: EUR 12,99

15 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Ein einziges Fremdschämen, 8. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: Movie 43 (DVD)
Am Anfang des Films wird gesagt, beim Ansehen von "Movie 43" kann einem der Schwanz abfallen. Wer es jedoch schafft, ihn bis zum Ende zu schauen, dem winken Geld und Sex. Ganz ehrlich, nach einigen Minuten dachte ich über Option A nach. Nichts gegen derben Humor, nichts gegen dämlich-sinnlose Filme, aber wenigstens ein bisschen witzig sollte es doch sein. Exakt dreimal musste ich schmunzeln, einmal sogar wirklich lachen (zugegeben, der Hai war verdammt gut), der Rest jedoch ist peinliches Schweigen, ein einziges Fremdschämen. Ein Hugh Jackman mit Eiern am Hals ist eben noch nicht automatisch zum Lachen, da muss noch mehr (noch viel mehr) kommen, sowas wie eine Pointe, so blöd sie wohl auch wäre. Kommt aber nix, Jackman hat Eier, wo keine sein sollten, Kate Winslet findet's seltsam, Ende. Manch eine Episode kann zumindest mit einer guten Idee überraschen, vor allem die Erziehungsmethoden von Naomi Watts und Liev Schreiber hätten zumindest das Potential für einen gelungenen Sketch gehabt. Aber auch hier wird's am Ende versaut, bis dahin ist's aber wenigstens ein bisschen amüsant. Der Rest der Episoden handelt hauptsächlich von Kacke, Menstruation, abgerissenen Penissen... halt alles, was man so braucht, wenn man mal total provokant und tabulos drauflos drehen möchte. Es gibt wirklich einige Filme, bei denen ich über genau solche plumpen Dinge laut lachen musste, wenn all der Fäkalhumor allerdings so lieblos und nur auf den vermeintlichen Tabubruch bedacht daherkommt, bringen auch vereinzelt gute Ideen oder das enorme Staraufgebot nichts mehr.
Absolute Belanglosigkeit mit hohem Fremdschämfaktor.


Sinister
Sinister
DVD ~ Ethan Hawke
Preis: EUR 5,00

3 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Toll inszenierter, beunruhigender Psycho-Thriller, 8. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: Sinister (DVD)
Bisher dachte ich bei Rasenmähern immer an "Braindead". In Zukunft wird mir wohl auch "Sinister" in den Sinn kommen, der erste Film seit "Insidious", bei dem ich mehr als einmal mehr als nur zusammengezuckt bin. Dabei erfindet Regisseur Scott Derrickson das Genre keineswegs neu, bis auf die verstörenden Super 8 Filme sieht man hier nichts, was man nicht schon in zahlreichen Genrefilmen zuvor gesehen hätte. Allerdings inszeniert Derrickson seinen Schocker mit solch sicherer Hand, dass all die bekannten Elemente oder das ein oder andere Klischee nicht allzu störend auffallen. Bereits die ersten Sekunden des Films sind absolut beunruhigend in Szene gesetzt, auch im weiteren Verlauf herrscht eine permanente Anspannung. Gerade im letzten Drittel lässt "Sinister" kaum noch eine Verschnaufpause zu.
Die zahlreichen Schockeffekte haben zumindest bei mir Wirkung gezeigt, auch wenn man in den meisten Fällen zumindest ahnt, was gleich passiert. Die stimmungsvollen, düsteren Bilder, die dichte Inszenierung und insbesondere die verdammt unheimliche Soundkulisse erzeugen einen effektiven Schocker, der zudem mit überzeugenden Darstellern aufwartet. Vor allem Ethan Hawke zeigt einmal mehr eine tolle Leistung, doch auch die anderen Darsteller spielen absolut souverän, selbst die Kinderdarsteller haben mich mal nicht genervt.
Die Erklärung der mysteriösen Geschehnisse ist sicherlich Geschmackssache, vor allem das Ende wird ja oftmals kritisiert. Dabei fand ich gerade die letzten Minuten durchaus konsequent und stimmig umgesetzt.
"Sinister" ist sicherlich kein Film für die Ewigkeit, dazu mangelt es dann doch zu sehr an Innovationen. Hawke's starke Performance, großartige Schockmomente sowie die stilsichere Regie machen den Film dennoch zu einem der besten Genrevertreter des Jahres!


Kein Titel verfügbar

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Großartig gefilmter, verstörender Gewaltrausch, 20. Mai 2013
"Alexandre Ajas Maniac" ist, zusammen mit "Evil Dead", schon das zweite Remake eines Horrorklassikers innerhalb kurzer Zeit, das mich absolut überzeugt hat, das mir gezeigt hat, dass eine Neuverfilmung hin und wieder tatsächlich eine Daseinsberechtigung hat. Oh Gott, wenn das so weitergeht, freue ich mich irgendwann noch, wenn wieder einmal ein scheinbar unnötiges Remake in den Startlöchern steht. Bis dieser furchtbare Tag kommt, erfreue ich mich am neuen "Maniac", der mir nur in wenigen Augenblicken wie eine Neuverfilmung vorkam. Man hat Frank, einen brutalen Killer, der Schaufensterpuppen restauriert, der mit seinem perversem Verlangen nach Blut hadert, der in vielen Momenten zu Gefühlen fähig ist, bis sein Verlangen die Oberhand gewinnt und er wieder tötet. Ansonsten halten sich die Gemeinsamkeiten in Grenzen, der größte Unterschied zum Original ist wohl die Perspektive, aus der der Film erzählt wird. Die gesamte Story (mit wenigen Ausnahmen) erleben wir durch Frank's Augen. Sehen durch seine Augen, wenn er durch die Straßen fährt, auf der Suche nach seinem neuesten Opfer. Die konsequent durchgezogene Ego-Perspektive ist visuell einfach großartig umgesetzt worden, allein deshalb ist der Film schon absolut sehenswert. Diese Perspektive lässt keinerlei Distanz zum Geschehen zu, wenn Frank seine wehrlosen Opfer regelrecht abschlachtet, sind wir näher dabei, als uns lieb ist. In Verbindung mit den überaus brutalen (und unangenehm realistischen) Effekten kann das Gesehene schon verstörend auf den unvorbereiteten Zuschauer wirken.
Doch so toll das alles umgesetzt wurde, und so glaubhaft Wood den Psychopathen gibt, rein von der Story gibts hier nicht allzuviel zu holen. Auch die Motivation hinter Franks Taten ist reichlich dünn ausgefallen. Klar ist es nicht unbedingt förderlich für die Entwicklung junger Menschen, der eigenen Mutter beim Dreier zuzuschauen, ob das allerdings dazu führt, später einmal junge Frauen zu skalpieren, sei mal dahingestellt.
Aber das alles ist Meckern auf hohem Niveau. Auch wenn es nicht ganz zum Meisterwerk reicht, "Maniac" schockiert mit seiner unbarmherzigen Härte, begeistert mit seinem visuellen Stil und zählt für mich zu den besten Remakes der letzten Jahre.
Beim Kauf ist darauf zu achten, die ungeschnittene "Spio/JK Version" zu erwischen, die FSK 18 Fassung ist um gute 2 Minuten geschnitten und fast sämtlicher Gewaltszenen beraubt.


Rites of Spring
Rites of Spring
DVD ~ Anessa Ramsey
Preis: EUR 5,99

9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Kein Film für die Ewigkeit, aber erfrischend anders, 7. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: Rites of Spring (DVD)
"Rites of Spring" will viel. Er will Backwood-Terror sein, er will Entführungsthriller sein, er will Slasher sein. Er will all diese Genres clever zusammenführen und schaut man sich das völlig abrupte Ende an, so will er (vielleicht) auch der Beginn einer neuen Reihe sein. Regisseur Padraig Reynolds hat sich einiges vorgenommen, um dem Horrorgenre seinen Stempel aufzudrücken, und zumindest zum Teil ist ihm das auch gelungen. Er verliert keine Zeit, bereits nach fünf Minuten wähnt man sich in einem weiteren, ganz gewöhnlichem Folterstreifen. Glücklicherweise bedient Reynolds keineswegs typische Sehgewohnheiten und schwenkt, bevor es zu groben Gewalttaten kommt, zu einem, zunächst, völlig unabhängigen Erzählstrang über einer Familie, deren jüngstes Mitglied Opfer einer Entführung wird. Wie diese Storylines letztendlich zusammengeführt werden, hat durchaus seinen Reiz, ist aber auch nichts, was man nicht schon einmal gesehen hätte. Das Cover lässt an einen 08/15 Slasher denken, tatsächlich aber muss man sich eine knappe Stunde gedulden, bis der böse Mann mit der Axt Jagd auf seine Opfer macht. Ab diesem Moment zieht der Film die Spannungsschraube nochmal kräftig an und sorgt auch im Endspurt für die ein oder andere Überraschung. Allzu explizit wird es dabei (fast) nie, die Gewalt ist hart, aber in keinster Weise übertrieben dargestellt. In Anbetracht des kleinen Budgets ist "Rites of Spring" solide inszeniert, besonders die Kameraarbeit weiß zu gefallen. Auch die Darsteller machen einen guten Job, auch wenn die (wieder einmal) grausame deutsche Synchro das nur erahnen lässt. Langeweile kommt zu keinem Zeitpunkt auf, ohne Abspann läuft der Film gerade einmal knapp über 70 Minuten.
Wirklich neue Ideen hat Reynolds nicht zu bieten, zahlreiche Elemente aus anderen Filmen springen den Zuschauer förmlich an. Auch auf Logik sollte man keinen allzu großen Wert legen, mehr als einmal spielt der Zufall die Hauptrolle. Dennoch lohnt sich der Film für alle, die ihre Horrorkost gerne einmal etwas anders serviert bekommen. "Rites of Spring" ist überraschend, ohne wirklich innovativ zu sein, hart, ohne im Blut zu ersaufen und, angesichts sonst immer gleicher Blutspritzereien, einfach erfrischend.


Shootout - Keine Gnade
Shootout - Keine Gnade
DVD ~ Sylvester Stallone
Preis: EUR 5,00

32 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schöne Old School Action, wie in den guten alten Zeiten, 2. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: Shootout - Keine Gnade (DVD)
Was immer es in den letzten 20 Jahren für Entwicklungen, für Veränderungen oder Trends im Actiongenre gegeben hat, Walter Hill scheißt drauf und präsentiert mit "Shootout" einen reinrassigen Actionthriller, wie er in der Form auch in den 80ern oder frühen 90ern hätte produziert werden können. Stallone ballert sich als Auftragskiller Jimmy Bobo durch einen blutigen Kracher, der sich ausschließlich auf seine Action und das auch im Alter unerschütterliche Charisma seines Hauptdarstellers verlässt. Stallone liefert eine amüsante, selbstironische und doch knallharte Performance, neben der die anderen Darsteller kaum eine Chance haben. Sly's Partner Sung Kang spielt solide, aber unauffällig, Christian Slater hat einfach zu wenige Szenen, Adewale Akinnuoye-Agbaje (ja, das musste ich abschreiben) nervt und Sarah Shahi als Bobo's Tochter ist halt schön anzuschauen. Einzig Jason Momoa schafft es, eigene Akzente zu setzen, zumindest physisch. Schauspielerisch ist da natürlich nicht viel zu holen, für einen beeindruckenden Bösewicht reicht's aber allemal.
Eine grobe Story ist durchaus vorhanden, prinzipiell gehts hier allerdings darum, in kurzweiligen 90 Minuten in möglichst viele Köpfe zu schießen. Wenn nicht gerade große Löcher in Köpfe gepustet werden, die Waffe kurzerhand unbrauchbar gemacht wurde oder halt zufällig zwei Äxte an der Wand hängen, gibt's auch mal einige Nahkämpfe zu sehen, die (vor allem am Ende) ziemlich brachial inszeniert wurden. Auch die üblichen Wortgefechte dürfen selbstverständlich nicht fehlen, wobei diese mal mehr, mal weniger witzig geraten sind. Für ein dauerhaftes Schmunzeln hat's bei mir allerdings gereicht. Zum einen, weil Hill nach dem völlig belanglosen "Undisputed" endlich mal wieder gezeigt hat, warum ich ihn bis heute als einen meiner favorisierten Actionregisseure bezeichne, zum anderen, weil sich dieser vergleichsweise bodenständige Thriller tatsächlich nach den guten, alten 80er Jahren anfühlt. Von dem finanziellen Flop nicht irritieren lassen, "Shootout" ist sicherlich kein Meisterwerk, macht aber einfach Spaß!
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 2, 2013 2:00 AM MEST


Texas Chainsaw 2D
Texas Chainsaw 2D
DVD ~ Alexandra Daddario
Preis: EUR 9,99

9 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Für Fans des Klassikers eine einzige Enttäuschung, 2. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: Texas Chainsaw 2D (DVD)
"Texas Chainsaw" ignoriert sämtliche Fortsetzungen des Terrorklassikers "Texas Chainsaw Massacre" und knüpt nahtlos an dessen Ende an. Damit fängt die Katastrophe auch schon an. Zu Beginn sehen wir nochmal die einprägsamsten Momente des Originals. Als Sally schließlich entkommen kann, beginnt der neueste Ableger der Reihe... und geht auch sofort baden. Was 1974 verstörend und atmosphärisch endete, verkommt hier zu einer, obendrein mies inszenierten, 08/15 Schießerei, mit Protagonisten, die die Charaktere von damals verkörpern sollen, diesen aber nicht mal annähernd ähnlich sehen (und wo kommt der ganze Familienclan auf einmal her?). Ok, es liegen immerhin knapp 40 Jahre dazwischen, muss man also eigentlich nicht so eng sehen. Leider war hier wohl niemandem die Zeitspanne wirklich bewusst, permanent wird die Logik mit Füßen getreten, nichts passt zusammen. Die Hauptdarstellerin ist Anfang 20, war aber während den Ereignissen des Originals bereits im Babyalter. Der ganze Film ist voll von solchen Schlampigkeiten, worüber ich mich im Normalfall nicht wirklich aufregen würde, Logik wird im Slasher sowieso nicht allzu oft groß geschrieben. Da der Film sich aber als direkte Fortsetzung verkauft und auch Bilder des Klassikers nutzt, hört der Spaß da für mich einfach auf. Wären diese Kritikpunkte die einzigen, würde ich noch ein paar Punkte springen lassen, immerhin gehts hier um Leatherface. Aber auch die eigentliche Story ist ein einziges Ärgernis, absolut langweilig, bestenfalls mittelmäßig inszeniert und frei von jedweder Form von Atmosphäre, Spannung, Beklemmung... halt alles, was einen Terrorfilm eigentlich ausmachen sollte. Die Krönung ist der Endtwist, der an Blödheit nur schwer zu überbieten sein dürfte. Ich wusste nicht, ob ich lachen, weinen oder kotzen sollte. Die letzten 20 Minuten sind schon fast absurd dämlich. Man könnte dem Regisseur für seinen Mut beglückwünschen, mal etwas Neues auszuprobieren. Man kanns aber auch einfach lassen. Unnötig zu erwähnen, dass der Twist einhergeht mit weiteren gigantischen Logiklöchern. Die Darsteller passen sich der unterirdischen Regie tadellos an und verhalten sich in ihren Rollen dermaßen dumm, dass man es sehen muss, um es zu glauben, was keine Empfehlung sein soll. Wahrscheinlich hat Regisseur John Luessenhop hier eine geniale Parodie auf's Horrorgenre geschaffen und ich bin nur zu blöd, um's zu verstehen. Für Fans des Originals wohl eine einzige Enttäuschung.
Zur deutschen Fassung: Die FSK 18-Fassung ist zwar identisch zur amerikanischen R-Rated-Version, diese wurde allerdings bereits im Vorfeld ein wenig entschärft. Blutig geht es auch in der vorliegenden Version zu, das allein rettet den Film aber keineswegs.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 4, 2013 12:26 PM MEST


Excision
Excision
DVD ~ AnnaLynne McCord
Wird angeboten von the-dvd-house
Preis: EUR 6,19

10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Mehr Psychodrama als Horror, dennoch nichts für schwache Nerven, 6. April 2013
Rezension bezieht sich auf: Excision (DVD)
Seitdem ich Richard Bates Jr.'s niederschmetterndes Regiedebüt gesehen habe, schwirrt es mir im Kopf rum, wollen manche Bilder da einfach nicht mehr raus. Es ist lange her, dass ein Film so eine Wirkung bei mir gezeigt hat, mir so einen Schlag versetzt hat. Dabei ist "Excision" trotz splattriger Momente kein Horrorfilm, eher eine äußerst bizarre Coming of Age-Story, eine zynische Satire auf sexuelle Prüderie und nicht zuletzt ein brutales Psychodrama. Annalynne McCord, eigentlich eine wahre Schönheit (zu sehen u.a. in "Nip/Tuck"), zeigt Mut zur Hässlichkeit und brilliert in der Rolle der Pauline, deren größter Traum es ist, einmal Chirugin zu werden, sich in immer blutigere Tagträume flüchtet und immer weiter dem Wahnsinn verfällt. Durch ihr größtenteils bösartiges Umfeld wird der Zuschauer eine Zeit lang geschickt auf ihre Seite gezogen, bis zu einem gewissen Grad leidet man mit ihr, lacht über ihre zynische, dreiste Art und schaut fassungslos dabei zu, wie all ihre Hilferufe ungehört bleiben, bis es zum Schluss zur Katastrophe kommt. Ohne allzuviel zu spoilern, schon ewig nicht mehr hat mich ein Filmende so verstört zurückgelassen. Dabei kommt dieses gar nicht mal so unerwartet, lange Zeit deutet sich an, worauf das Ganze hinausläuft, und doch hofft man bis zuletzt, dass man sich irrt. Pauline's Wahnsinn wird verdeutlicht durch ihre bizarren Träume, die wirklich verstörend und sehr blutig in Szene gesetzt wurden, schön, dass die FSK das so durchgewunken hat. Neben McCord überrascht vor allem Tracy Lords, sonst eher bekannt für ihre Arbeiten im Bereich des Entspannungsfilms, als überaus strenge, prüde Mutter, die mit ihrer Tochter heillos überfordert ist. Lords zeigt eine wirklich tolle Leistung, die ich ihr nicht im geringsten zugetraut hätte. Auch die Nebenrollen sind mit Malcolm McDowell, Ray Wise und John Waters namhaft besetzt.
Kein Film für reine Horrorfans oder schwache Nerven, wer aber schwere Kost nicht scheut, der bekommt mit "Excision" ein kontroverses, kompromisslos-schockierendes Drama, das noch lange nach dem Abspann nachwirkt!


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