Profil für ROTT > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von ROTT
Top-Rezensenten Rang: 62
Hilfreiche Bewertungen: 4221

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
ROTT
(TOP 100 REZENSENT)   

Anzeigen:  
Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11-20
pixel
Swings Both Ways
Swings Both Ways
Preis: EUR 5,55

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Viel Bemerkenswertes, 15. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Swings Both Ways (Audio CD)
…. könnte man hier als Einleitung schreiben. Zum Beispiel irgendwas mit, dass eine zweite Swing rsp. Big Band Platte ein sicherer Erfolg ist, weil ja die Erste 2001 „Swing When You’re Winning“ schon so gut oder erfolgreich war. Oder Lobhuddeleien, wen Robbie alles für die Duette mit an Bord bekommen hat (Lily Allen, Michael Buble, Kelly Clarkson, Rufus Wainwright etc.). Aber die eigentliche Nachricht mit Tiefenwirkung ist viel schlichter. Guy Chambers ist wieder mit dabei, jeder wird sich noch gerne an die großen Erfolge in der zweiten Hälfte der 90er und Anfang der 00er erinnern, bei denen Guy Chambers als genialer Partner und Hauptsongwriter an der Seite stand. Wunderbar, Guy welcome back!

Und so ist „Swings both Ways“ kein reines Coveralbum geworden und die neuen Songs haben es in sich. Absolutes Highlight und erster Anspieltipp ist SNOWBLIND von (natürlich) Chambers. Der Song ist in wundervolles Klagelied, Robbie trauert um verflossene Beziehungen und man muss nicht ins stille Kämmerchen gehen, um zuzugeben, dass dieses Lied ans Herz geht. Ebenfalls sehr persönlich und sehr anrührend ist GO GENTLE gelungen, dargeboten in Form von guten Ratschlägen, die Robbie seiner ein Jahre alten Tochter mit gibt. Etwas fröhlicher und weniger nachdenklich sind dann NO ONE LIKES A FAT POP STAR mit seinem feinen britischen Humor und die Kooperation mit Rufus Wainwright im Titelsong SWING BOTH WAYS geworden. Dieser Song ist definitiv das zweite große Highlight des Albums, getragen von Flöten und weihnachtlichen Streichern entwickeln Rufus und Robbie ein Spaß am Singen, den man ihnen sofort abnimmt.

Bei den Coversongs gibt es dann Licht und Schatten zu verzeichnen. PUTTIN ON THE RITZ, MINNIE THE MOOCHER und DREAM A LITTLE DREAM bieten Robbie die nötige Bühne, um seine unbestrittenen Fähigkeiten als Crooner der alten Schule zu zeigen. Beim letzten Song im schönen Duett mit Lily Allen. Etwas schräg aber dadurch auch wieder interessant kommt I WANNA BE LIKE YOU mit Olly Murs daher, ja, richtig erinnert, das Original stammt von Mogli und Balu im Dschungelbuch Film. Auf der eher dunklen Seite, zumindest für meinen Geschmack, landet dann zum Beispiel SODA POP, trotz oder wegen Michael Bublé, je nach Blickwinkel.

Auch wenn „Swing both Ways“ kein Weihnachtsalbum ist, es wird verdientermaßen die Vorweihnachtszeit musikalisch mitbestimmen. Und dann gilt es natürlich nur ein Kerzchen aufzustellen, dass Guy Chambers auch beim nächsten Album wieder mitwirken darf.


Baptized (Deluxe Version)
Baptized (Deluxe Version)
Preis: EUR 10,49

13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Mitten im Mainstream gelandet, aber trotzdem gut, 15. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Baptized (Deluxe Version) (Audio CD)
Chris Daughtry und seine Mannen kämpfen noch immer mit dem Fluch vieler Bands, deren erstes Album ein Megaseller wurde. Mit den Folgealben sanken die Verkaufszahlen, das große Label hält aber an der Band fest, will allerdings natürlich wieder Hit Singles und Chartpositionen sehen. Als Band gestartet, die mit medialen Rückenwind noch einigermaßen dem Post-Grunge und Alternative Rock zuzuordnen war, wurde sie auf den Alben 2 und 3 immer weniger Rock und mehr Mainstream, Pop-Rock, oder AOR wie man es früher nannte.

Aber genug zu den musikalischen Schubladen, „Baptized“ setzt genau diesen Trend auf jeden Fall fort. Das Album ist voll von potentiellen Hit Singles fürs Radio oder Blockbuster Soundtracks, fetter aber ziemlich sauberer Produktion, eingängigen Refrains und großen Gefühlen. Wem das alleine beim Lesen schon einen Schauer über den Rücken jagt, sollte das Album am besten nicht weiter hören. Wer sich aber auf Mainstream einlassen kann und will bzw. diese Richtung schon immer mochte, der wird von den „neuen“ Daughtry reichlich belohnt. Direkt der Opener BAPTIZED ist ein schönes Beispiel. Etwas folkig angehaucht, entwickelt sich der Song schnell zu einer kleinen, aber eher leisen Hymne, die den Fuß zum fröhlichen Wippen bringt. WAITING FOR SUPERMAN, die schon veröffentlichte Single, ist dann wieder etwas flotter, allerdings auch wieder mehr Pop als Rock, aber mit einem schönen Refrain, der sich sofort in den Gehörgängen einnistet. Und so geht es weiter, vor allen mit vielen guten Melodien und musikalischen Referenzen. LONG LIVE ROCK AND ROLL grüßt aus den 70ern und 80ern mit Anleihen auf Billy Joel und Journey, THE WORLD WE KNOW lehnt sich schon etwas moderner an Snow Patrol an. Aber es gibt natürlich auch Midtempo Nummern und Balladen, wie BROKEN ARROWS und WILD HEART, letzteres mit einer Selbstreferenz an „September“.

Die Fans der ersten Stunde könnten von „Baptized“ etwas enttäuscht sein. Wer allerdings Daughtry bis jetzt noch nicht auf Radar hatte und soliden Mainstream Rock mag und kein Problem damit hat, dass ein Album sehr kommerziell klingt, sollte auf jeden Fall mal ein paar Stunden mit „Baptized“ verbringen.

Und nochmal für die Schubladen … es wurde auch Zeit, dass sich mal wieder ein Band ernsthaft traut, in die noch nicht nachbesetzten AOR Fusstapfen von Journey oder Toto zu treten ;-)


Aerosmith: What It Takes
Aerosmith: What It Takes
von Dave Bowler
  Taschenbuch

2.0 von 5 Sternen Zur sehr auf die negativen Aspekte konzentriert, 14. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Aerosmith: What It Takes (Taschenbuch)
Worüber man nicht alles stolpert, wenn man entrümpelt. 'What It Takes' ist eine kurze, nicht autorisierte Biographie von 'America's Greatest Rock N Roll Band'. Das Buch besteht zu weiten Teilen aus überarbeiteten Artikeln aus Musikmagazinen und ist damit über weiter Strecken auch recht informativ, wenn man etwas über die 70er bis 90er Jahre der Band erfahren will. Allerdings, und das fällt gerade beim Lesen mit etwas Abstand auf, die Autoren haben ein ziemlich negatives Bild von Steven Tyler. Natürlich kann man darüber trefflich diskutieren, ihm wird aber in diesem Büchlein die Schuld für alles zugeschoben, was in der langen Karriere von Aerosmith nicht ganz so positiv lief. Dieser negative Grundtenor zieht sich durch das ganze Büchlein, was es ein wenig anstrengend macht.

Wenn man das Buch zu einem billigen Preis bekommen kann, sicherlich ein Kauf wert, ansonsten würde ich aber jedem eher die offizielle Autobiographie ans Herz legen Walk This Way: The Autobiography of Aerosmith, sie ist informativer und auch etwas angenehmer zu lesen. Ich muss wahrscheinlich nicht sagen, wo dieses Buch hier nach dem Entrümpeln landete .... ;-)


True Colors
True Colors
Preis: EUR 13,43

4.0 von 5 Sternen Eben durch Zufall, 13. November 2013
Rezension bezieht sich auf: True Colors (Audio CD)
... bei einer Autofahrt geshuffelt und dann mal wieder - ich weiss garnicht nach wie vielen Jahren - nocheinmal komplett durchgehört. 'True Colours' war 1986 das zweite Album von Mrs. Lauper. Und obwohl es nicht so quirlig und poppig war wie ihr Debut, und auch entsprechend kein so großer Megaseller wurde, enthält es doch einige wunderschöne Songs, die auch 27 Jahre später noch nichts an Eleganz verloren haben.

Highlight ist natürlich der Titelsong TRUE COLOURS, eine Ballade geschrieben für die Ewigkeit, er zeigt Cyndi auf der Höhe ihrer Kreativität, sehr eindringlich. Andere magische Momente sind das eingängige CHANGE OF HEART mit den Bangles im Background, das von Billy Joel unterstütze MAYBE HE'LL KNOW und das poppige und kräftige 911. Alles in allem ein lohnendes Album, auch nach all den Jahren, mit einige großartigen Songs.


Mantaray
Mantaray
Preis: EUR 15,61

5.0 von 5 Sternen Gut gelaunte Ikone, 10. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Mantaray (Audio CD)
Als Frontfrau der Kultband "Siouxsie & The Banshees" war Siouxsie in den 80er-Jahren gewissermaßen der weibliche Gegenpart zu Robert Smith und seiner Band The Cure. Zeitweise ‚diente' Smith seiner schillernden Kollegin sogar als Banshees-Gitarrist. Doch während The Cure sich im Laufe der Jahre das Profil ihres Sounds schärften, sich zwischendurch Auszeiten genehmigten, sich gelegentlich sogar neu formierten, insgesamt jedoch zu einer der einflussreichsten und erfolgreichsten Rockbands weltweit avancierten, lösten sich Siouxsie & The Banshees 1996 endgültig auf. Dass Siouxsie, bürgerlich Susan Janet Ballion, elf Jahre später, als Solokünstlerin auf die Bühne zurückkehrt, ist einerseits eine Überraschung, weil ihre Kreativpause ungewöhnlich lang dauerte, andererseits aber auch nicht: zu sehr ist man es inzwischen gewohnt, das aufgelöste Bands wieder zusammen kommen, Interpreten, die dem Musikgeschäft mit großem Mediengetöse endgültig abschworen, Jahre später plötzlich wieder auftauchten, manchmal nur als schwacher Abglanz einstiger Größe, überraschend häufig jedoch geläutert, gereift und stärker als je zuvor.

Auch Siouxsies Solo-Debüt "Mantaray" gehört zu der erfreulichen zweiten Kategorie. Sie unternimmt gar nicht erst den Versuch, die vergangene Zeit des Synthie-Dark-Wave-Post-Punk-Rock-Pop als Kopie wiederauferstehen zu lassen oder sich gar als Gothic-Diva feiern zu lassen. In der Hauptsache verlässt sie sich auf ein solides Songwriting, frönt der großen Geste (mit HERE COMES THAT DAY und IF IT DOESN'T KILL YOU enthält das Album gleich zwei veritable James Bond-Titelsongs), ausladende Arrangements und fasziniert ansonsten mit ihrer nach wie vor betörend starken, exaltierten Stimme. "Mantaray" arbeitet mit epischen Geigenbögen, orientalischen Percussions, Marimba, Bläsern, wummernden Drumloops, Jazz-Piano, schräg kreischender E-Gitarre und verdichtet die Zutaten zu so elektrisierenden Popsongs wie SEA OF TRANQUILITY oder LOVELESS, die einerseits an die großen Aufnahmen der Band erinnern, andererseits jedoch vollkommen aktuell, originell und eigenständig wirken. "I feel a force I've never felt before" heißt eine Zeile ihres Eröffnungssongs INTO A SWAN, und nach Hören des ganzen Albums wird man keinesfalls widersprechen wollen.

Eigentlich, ließ Siouxsie damals wissen, sei "Mantaray" nur das Ergebnis eines Zufalls. Sie hatte zwei Songs für eine andere Interpretin geschrieben und als Demo an deren Label geschickt, doch das habe dann überraschend ihr selbst einen Plattenvertrag angeboten. Eine kluge Entscheidung, wie sich inzwischen herausstellte, und noch klüger wäre, ihr schleunigst eine Vertragsverlängerung anzubieten.


High Rise
High Rise
Preis: EUR 10,99

6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Bitte den Namen ändern, 10. November 2013
Rezension bezieht sich auf: High Rise (Audio CD)
"High Rise" ist ein spannendes kleines Stück Musik geworden. Ein wenig irritierend kann nur eventuell sein, dass man sich unter dem Bandtitel Stone Temple Pilots etwas anderes vorgestellt hat, aber eins nach dem anderen. Die DeLeo Brüder und Drummer Eric Kretz haben sich für ihr aktuelles Projekt nicht gerade einen Unbekannten ans Mikro geholt, sondern direkt Chester Bennington von Linkin Park. Herausgekommen sind im ersten Schwung ersteinmal 5 Songs, die mit dieser EP unter die Fans gebracht werden. Am besten ist dabei die Halbballade TOMORROW gelungen, CRY CRY CRY mit seinem schrägen Refrain und den Yeah-Yeah-Yeahs weiss auch zu gefallen. Nicht so doll und eher für die Linkin Park Anhänger dieses Projekts gedacht ist SAME ON THE INSIDE geworden. An die 2005 Kollaboration mit Richard Patrick von Filter, für die dann auch angemessen einer neuer Bandname gewählt wurde ("Army of Anyone") kommt "High Rise" leider nicht heran.

Kurzum: wie schon gesagt, ein schönes Stück Musik, das aber natürlich nur noch wenig mit den Pilots zu tun hat. So bleibt ein Geschmäckle, und zwar dass es hauptsächlich um die starke Marke ging. Ich lasse mich aber gerne durch einem Longplayer überzeugen, der ja vielleicht noch kommt. Da würde ich mir aber dann einen anderen Bandnamen wünschen ;-)


Weekend
Weekend
Preis: EUR 14,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Aus Indierock wird Indiepop, 10. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Weekend (Audio CD)
Der unglaubliche Indie und Alternative Spätsommer / Herbst 2013 neigt sich langsam dem Ende zu. Es wirkt ein wenig, als wenn die Plattenlabels dieses Jahr einer gewissen Hörerschicht eine große Freude machen wollten. Und the Sounds liefern mit ihrem inzwischen auch schön fünften Studioalbum "Weekend" das Sahnehäubchen auf diesen Herbst.

Im Sound der Band hat sich wenig verändert, es scheint nur ein wenig, dass die poppige Elemente und die Synthesizer Untermalung zugenommen haben. Das Album wird eröffnet mit SHAKE SHAKE SHAKE und der Song ist genauso gemeint, wie er heisst. Schnelle Disco-Rhythmen geben dem Song einen schönen Schub, er zielt definitiv auf die Tanzfläche. Hier kann man dann auch erst einmal beim zweiten Song TAKE IT THE WRONG WAY verweilen, er ist etwas langsamer geworden als der Vorgänger, hat aber einen unheimlichen charmanten und eingängigen Refrain und hätte es verdient, ein kleiner Hit zu werden. Weitere Anspieltipps sind OUTLAW, EMPEROR und vor allen YOUNG AND WILD, die die eher (indie)rockige Seite der Band zeigen. Insgesamt ein sehr ausgewogenes Album, charmant und melodiös aber trotzdem nicht zu glatt. Wer die vorhergehenden Alben und irren Sound mochte, kann hier bedenkenlos zugreifen. Wie gesagt wird hier aus Indierock eher Indiepop, was aber garnicht weh tut, weil die Qualität hoch bleibt.


Das Geheimnis
Das Geheimnis
Preis: EUR 20,09

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Hörenswert, 10. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Das Geheimnis (Audio CD)
Ich erinnere mich noch genau an meine erste Reaktion vor 5 Jahren, als mir ein Kollege eine CD von Traumhaus über den Tisch reichte. „Deutscher Prog? Das kann nicht funktionieren“. Nun ja, manchmal muss man seine Vorurteile an Seite schieben. In diesem Fall funktioniert es, man merkt der Band sehr angenehm an, dass sie eine große Eigenständigkeit haben und keinen Druck, sich irgendjemanden anbiedern zu müssen, um mehr Platten zu verkaufen. Die Spielfreude ist ungebrochen und man hat ja auch einen nicht ganz unbekannten Drummer dazu gewonnen, wie mein Mithörer oben schon bemerkte.

DAS GEHEIMNIS TEIL 1 eröffnet das Album angemessen, mit dramatischen Synthesizer Chören und marschierenden Gitarren. Schon in diesem einen kurzen Song wird deutlich, dass Traumhaus nicht mehr so stark ihre metallische Seite betonen, wie sie es noch vor fünf Jahren getan haben. Will heißen, weniger Dream Theater diesmal, dafür mehr symphonischen Neoprog. Nach diesem kurzen Intro kommt dann direkt das Herzstück des Album, das 27 Minuten lange DAS VERMÄCHTNIS. Synthesizer Streicher eröffnen den Song, bevor die Gitarren direkt ziemlich heavy dazukommen, die Melodie wird dann getragen von einem schönen Synthesizer Solo. Über den gesamten Song werden (natürlich :-) Stimmung und Tempo häufig gewechselt, Gitarren und Keyboards haben sehr viele Freiheiten für Solos während der Song zwischen freundlichen, langsamen Passagen und härteren Abschnitten wechselt. Dabei kommen Traumhaus in einigen Passagen an die Intensität von Tool rsp. A Perfect Circle heran. Textlich geht es um einen vermeintlich Gestrandeten und Verstoßenen, der den Zugriff zu seinem Leben verloren hat und damit beginnt, alles um sich herum zu hassen. Aber der Protagonist erkennt diesen Zusammenhang und nimmt den Kampf gegen sich selber auf, um nicht mehr ein Wesen ausschließlich aus Hass und Verzweiflung zu sein. Ein unglaublich starkes und intensives Stück, dem auch die deutschen Texte prächtig stehen. Nach so viel Komplexität wird es kuschelig, WOHIN DER WIND DICH TRÄGT ist eine melancholische Ballade. Track 4 FREI wird dann nochmal etwas simpler und metallischer, vor mit DAS GEHEIMNIS TEIL 2 noch einmal 13 Minuten lang das Progherz schneller schlagen darf. Der Schlusssong ist sehr dramatisch gelungen, mit vielen Gitarrenriffs und Solos und einem ziemlich guten Jimmy Keegan am Schlagzeug, der einen unheimliche Drive erzeugt. Man merkt dann doch, dass Keegan aus keiner Kreisliga Mannschaft kommt.

An einigen Stellen hätte ich mir etwas mehr Zeit im Studio gewünscht, um die Produktion noch etwas feinzuschleifen, aber diesen kleinen Punktabzug machen Traumhaus mit ihrem Mut und ihrer Eigenständigkeit wieder weg. Hier sollte auf jeden Fall jeder mal reinhören, der eher auf symphonischen Neoprog steht. Und nach den ersten Hördurchgängen fallen dann auch die Vorurteile gegen die deutschen Texte wie die Blätter im Herbst ;-)


The Best of Keane (Limited Deluxe Edition)
The Best of Keane (Limited Deluxe Edition)
Preis: EUR 18,98

10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Phänomen, für Fans bitte unbedingt mal die Deluxe Version anschauen, 8. November 2013
Es ist glaube ich schon mal an anderer Stelle erwähnt worden. Es gibt jahreszeitliche Phänomene, die kommen immer wieder. Im September kommen die Dominosteine in den Supermarkt und Ende Oktober, Anfang November kommen die Best of Alben in den Handel. Dabei gibt es einige Bands und Labels, die sich sichtlich Mühe geben und eine Fülle von Bonusmaterial hinzupacken und es gibt andere Bands, die das eher nicht machen.

Die erste „Best of“ Keane gehört glücklicherweise zu der ersten Kategorie. Das Album umfasst ein gute Auswahl aller Singles und der beliebtestens Songs. Interessanterweise wurden die bis dato 4 Alben und 1 EP sehr unterschiedlich gewichtet. Vom Debut und damals überraschenden Meisterwerk „Hopes & Fears“ sind 5 Songs enthalten, das deutlich düsterer „Under the Iron Sea“ schafft dagegen sogar 7 Songs. Dann folgen noch 2 Songs von dem experimentelleren (weil mit Gitarren ;-) „Perfect Symmetry“ und drei Songs vom letzten Album „Strangeland“ mit dem Keane wieder an die melodischen Anfangstage angeknüft hat. Dazu kommen dann noch zwei neue Songs, beides schöne typische Keane Songs, HIGHER THAN THE SUN etwas langsamer und sehr elektronisch, WON’T BE BROKEN mit einem flotteren beat.

Diese Sammlung ist bestens für Musikhörer geeignet, die auf feinen melodiösen und verträumten Pop stehen, Keane noch nicht kennen und sich auch nicht abschrecken lassen, von der schlechten Kritiken, die diese Band eigenartiger Weise von Anfang an bekommt. Für Fans ist dann vor allen die Deluxe Variante spannend. Sie bietet auf CD 2 alle 18 B-Seiten der Singles. Und hier gibt es eine Schätze zu entdecken. Ein schönes Geschenk, falls es sich hier um ein Abschiedsgeschenk handelt.
Kommentar Kommentare (5) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 11, 2014 10:55 AM CET


Direct Hits (Limited Deluxe Edition)
Direct Hits (Limited Deluxe Edition)
Wird angeboten von Star Deals De
Preis: EUR 9,25

17 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Etwas redundant, 8. November 2013
Es ist glaube ich schonmal an anderer Stelle erwähnt worden. Es gibt jahreszeitliche Phänomene, die kommen immer wieder. Im September kommen die Dominosteine in den Supermarkt und Ende Oktober, Anfang November kommen die Best of Alben in den Handel. Dabei gibt es einige Bands und Labels, die sich sichtlich Mühe geben und eine Fülle von Bonusmaterial hinzupacken und es gibt andere Bands, die das eher nicht machen.

„Direct Hits“ gehört leider zu der zweiten Kategorie, was für Fans der Band sehr schade ist. Neben allen Hits und bekannten Nummern von den letzten vier Alben gibt es leider nur zwei neue Tracks als kleinen Kaufanreiz für den Fan. Beide Songs, JUST ANOTHER GIRL mit Hilfe von Stuart Price und SHOT AT THE NIGHT mit Anthony Gonzalez von M83 sind gut gelungen, typische Killers Songs mit schwelgerisch schöner Melodie. Das war es aber dann auch leider schon.

Bitte nicht falsch verstehen, für mich sind die Killers eine der besten Bands, die 00er hervorgebracht haben. Sie haben sich von einer kleinen Indiepop Überraschung mit viel New Order im Gepäck über die letzten Alben zu einem richtigen Pop Phänomen entwickelt, das sich vor allen dadurch auszeichnet, keine Kontaktängste zu Kitsch, Glamour und Pathos zu haben. Der die Killers noch nicht kennt, für den ist „Direct Hits“ der perfekte Einstieg und hat 5 Sterne verdient. Wer allerdings die Killers schon länger verfolgt, findet außer den beiden oben genannten Songs nichts wirklich neues. Und dafür gibt es glücklicherweise die Möglichkeit die beiden Songs einzeln zu laden.

Für die Musik 5 Sterne, für das Produkt hier 1.
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 15, 2013 3:15 PM CET


Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11-20