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Rezensionen verfasst von
Bjoern Schwarz "Björn Daniel Weissberg" (Berlin)
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Lego DC Universe Super Heroes 76003 - Superman Aufruhr in Smallville
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Preis: EUR 39,99

1 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ungenaue und überteuerte Adaption des Originals, 9. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Seit 1998 haben sich die Preise bei Legoprodukten mehr als verdoppelt, wobei die Qualität und Quantität gesunken ist. Als Fan des Films "Man of Steel" habe ich mir sämtliche Legobaukästen gekauft. Als ich die Verpackung öffnete und das Schiff aufbaute war die Enttäuschung groß. Das dargebotene Schiff ähnelt lediglich im Entferntesten dem Original aus dem Film, die Steine sind nicht hochwertig bedruckt, sondern müssen durch billige Sticker beklebt werden. Ich habe den Eindruck, dass Lego immer mehr Produkte in Kooperation mit Filmen anbietet, um den Käufern das Geld aus den Taschen zu ziehen. Dies war das letzte Mal, dass ich auf diese Masche hereinfalle. Lego von heute ist leider nicht Lego aus meiner Kindheit.


URBAN CLASSICS Ladies Long Teddy Zip Hoody TB394 turquoise/white M
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Wird angeboten von EPSYLON
Preis: EUR 39,90

3.0 von 5 Sternen offene Nähte, 31. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Gerne bin ich dem putzigen Trend gefolgt die Frau in eine Art Teddykostüm zu stecken, auch wenn es ihr weniger gefiel, ästhetisch gesehen. Der Stoff fässt sich weich und flauschig an, die Farben entsprechen der Abbildung, jedoch würde ich mir hier mehr Vielfalt wünschen weil ein Großteil der Farben eine bestimmte Körpergröße zugeordnet schien. Nach dem Anziehen entwickelt sich schnell eine wohlige Heimeligkeit. Jedoch, ob nun Fabrikationsfehler waren die Bommeln sehr schlampig an den schnüren befestigt und vernäht. Hier würde ich mir mehr Qualität wünschen, vor allem für den Preis.


512MB RAM Speicher für Brother HL-3040CN
512MB RAM Speicher für Brother HL-3040CN

4.0 von 5 Sternen tut was es soll, 31. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Auf jeden Fall sinnvoll die Brother Drucker aufzurüsten,um größere Bilder ausdrucken zu können. Schnell vor dem Start die ram vorsichtig hineingesteckt. Der Drucker hat Sie Problemlos erkannt. Seit dem keine Schwierigkeiten gehabt. Lediglich der Preis steht in keinem Verhältnis.


Zattoo Live Fernsehen
Zattoo Live Fernsehen
Preis: EUR 0,00

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen prosieben group exklusiv, 6. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Zattoo Live Fernsehen (App)
Etwas kompliziert mit der Anmeldung, 80%.der potentiell guten Fernsehsender Fehlen. Werbeeinblendungen, die nicht weggeklickt werden können. Direkter Senderstream scheint hier sinnvoller zu sein.


TomTom XXL IQ Routes Classic Central Europe Traffic Navigationssystem (12,7 cm (5 Zoll) Display, 19 Länderkarten, Fahrspurassistent)
TomTom XXL IQ Routes Classic Central Europe Traffic Navigationssystem (12,7 cm (5 Zoll) Display, 19 Länderkarten, Fahrspurassistent)
Preis: EUR 109,00

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Keine Autonome Navigation gewährleistet, 1. Februar 2013
Vor drei Monaten besorgte ich mir ein Navigationsgerät, welches nach meiner Beschreibung schlicht und einfach selbstständig navigieren sollte, ohne radikale Navigationsfehler aufgrund deaktueller Karten etc. Aufgrund einer fachmännischen Beratung entschied ich mich für das Tom Tom XXL, da es einen 5 Zoll Touchdisplay mit relativ angenehmer Bedienung und Aktualisierung der Karten via Internet ( USB Computeranschluss und Zwischensoftware ) versprach. Dabei fiel die angenehme Überspielung der Software via USB auf und die Individualisierung des Gerätes im Kontext der Navigationsverbalisierung, der Icons etc. Nach kurzer Zeit hatte ich mir ein persönliches Navigationsgerät zusammengebastelt. Die Sprachausgabe war dabei ausreichend laut, lediglich teilweise etwas undifferenziert ausgedrückt, wenn es um die Navigation insbesondere von Ausfahrten, Distanzen zu Kurven etc. ging. Noch ein Manko war die fehlende Möglichkeit, die geplanten Routen, auch am Rechner durch Synchronisation übertragen, vorher und auch nachher zu individualisieren, um Alternativen zu fahren, dabei regelt Tom Tom die optimale Routine selbstständig und vordefiniert im Kontext der Straßenanalyse durch IQ Routes. Das größte Manko jedoch entpuppte sich während der Fahrten ohne Anschluss an den Zigarettenanzünder via RDS/TMC-Verkehrsinfo-Empfänger, da in diesem Fall das Navigationsgerät vollkommen unbrauchbar ist. Dabei greift das Gerät bei meinem Fahrzeug auf die Radiosenderinformationen zu. Wenn jedoch das Radio ausgeschaltet ist, oder der Radioempfang gestört, so verliert das Tom Tom vollkommen die Orientierung und zeigt den aktuellen Standort mitten im Wald etc. an, und ist nicht mehr in der Lage eine sinngemäße Route zu berechnen und zu aktualisieren. So musste ich des Öfteren auf die Navigations meines Mobilfunktelefons zurückgreifen, welche zugegebener Maßen exakter war, als mit dem Tom Tom. Insgesamt ist dies für Einsteiger ein sinnvolles Gerät, so lange der RDS/TMC-Verkehrsinfo-Empfänger auf die Radioinformationen zugreifen kann. Für anspruchsvolle und sichere Navigation alleine durch GPS, autonom kann ich dieses Gerät nicht empfehlen. Notfalls sollte immer ein Stadtplan für den Notfall bereit liegen.

Fazit:

Plus: Großes Display ( Touch )
Einfache Bedienung
Individualisierung via USB und PC möglich ( teils kostenpflichtig )
Kostenlose Aktualisierung
Synchronisation via Rechner
Laute Sprachausgabe
Annehmbare Akkulaufzeit
Planung der Route durch IQ Routes
Angenehme Anbringung an Autoscheibe

Minus: Begrenzte und vorgegebene Routenplanung
Teils undifferenzierte Sprachnavigation
Gerät ohne RDS/TMC-Verkehrsinfo-Empfänger nutzlos
Teils verzögerte Aktualisierung der eigenen Position
Teils erhebliche Verluste der Satellitenverbindung
Keine Aufladung durch Steckdose möglich


Das Schicksal trägt rote Schuhe
Das Schicksal trägt rote Schuhe
von Tom Mikow
  Taschenbuch

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Schicksal trägt rote Schuhe, 16. Oktober 2009
Nach 'Benjamin Niesky' und 'Abend am Meer' erschien im Oktober das dritte epische Werk Tom Mikows, ein Anlass für mich sich die Zeit zu nehmen und mal wieder zu lesen. Ich bemerkte, dass sein Drittes sehr wohl Zeit fordert, auch wenn viele seiner Geschichten nicht über drei Seiten reichen ist doch das kognitive Echo, mit dem sich der Leser auseinander setzen muss sehr einnehmend, es ist keine leichte beschwingliche Literatur, die sich schnell zwischen U-Bahnstationen lesen lässt, wieder einmal zeigt der Autor, dass er es sehr wohl verstanden hat sein literarisches Können in Schrift anschaulich und subtil umzusetzen, seine Sicherheit im Umgang mit dem geschriebenem Wort steht seinem ersten Werk nicht nur in nichts nach, sondern zeigt einen erheblichen Prozess im Denken und Fortschreiten des Autors.
Tom Mikow ist düsterer geworden, beinahe melancholisch befasst sich das epische-Ich mit sehr subtilen Gegebenheiten, deren eingeflochtene Schicksale emotional unter die Haut gehen, das Todes- beziehungsweise Erlösungsmotiv führt den Leser mehr und mehr in eine Welt, die mit ihrer subjektiven Wahrnehmung beinahe zu einer Übertragung des Gefühlten und Gedachten führt, und doch hatte ich persönlich für keine Sekunde den Eindruck, dass seine Schilderungen aus der Luft gegriffen seien, eher im Gegenteil finden diese Themen ihr Fundament in alltäglichen Begebenheiten, solide nutzt der Autor alltagsrelevante Geschehnisse, um sie mit philosophischen Assoziationen zu koppeln und schafft damit eine Welt zwischen der objektiven und der subjektiven Realität.
133 Seiten, mit jedem Umblättern lichtet sich die Metapher um den Titel, dem er fünf Kurzgeschichten gewidmet hat und somit eine Geschichte in eine Geschichte integriert, die für sich stehen kann, jedoch durch den Themenschwerpunkt und dem Schreibstil ein Ganzes mit den Übrigen Geschichten bildet. Die roten Schuhe zeigen den Werdegang des Schicksals auf, das mit jedem weiteren Schritt den roten Faden des Lebens bilden, dem sich kein Individuum entsagen kann, die Frage besteht vor allem darin, ob man sich dem Schicksal ergibt, aus der Situation das Beste macht, oder ob man versucht auszubrechen.
Der Autor wendete hier vor allem diverse neue angeeignete Techniken an, die es dem Leser schwer machen sich emotional zu distanzieren, mir schien es teilweise so, als wäre ich der Protagonist, ich durchlebte mit ihm zusammen die niedergeschriebenen Abenteuer, fühlte mit ihm und begann beinahe so zu denken. Vielleicht macht dies eine gewisse Gefahr aus, wenn man nicht die Kraft findet sich vom Geschilderten zu distanzieren, und sollte es aus eigener Kraft nicht gelingen, so hilft uns der Autor mit Geschichten aus einer ungewöhnlichen Perspektive, die dazu führt, dass die Spannung konstant gehalten werden kann, mehr noch zum Ende hin steigt und zum Schluss hin raffiniert auflöst. Jede Geschichte beinhaltet ihre eigene Moral, die vorsichtig versucht ein gewisses Umdenken zu provozieren, seine eigene Biographie zu durchblättern, sich zu fragen, ob das Leben so wie es im Moment ist, ein glückliches, ein sinnvolles ist.
Nicht das erste Mal, bereits 'Benjamin Niesky' und 'Abend am Meer' führten zu gezielten Überlegungen des eigenen Lebens, doch erstaunlicher Weise noch nie in solch beinahe depressiver Art und Weise. Doch sollte dies Abschrecken? Manchmal ist es der abnormale Verstand, die Anomalie, die dazu führt die Ereignisse oder besser gesagt die Fehler in der Routine zu erkennen, erst wenn etwas nicht stimmt, bemerkt man teilweise, dass es überhaupt da ist. Es bietet eine interessante Gedankengrundlage mit der sich der Lesende auseinandersetzen kann.
Mir hat es viel Anregung für mich persönlich gegeben und weiterhin werde ich mich mit bestimmten Fragen beschäftigen und hoffe dadurch mehr oder weniger eine Veränderung ergreifen zu können. Das wünsche ich übrigens auch den Menschen, die sich dazu entscheiden, ein Stück Lebenskunst, ein Stück dunkler Weisheit in ihr Leben zu lassen. Dafür bin ich dem epischen-Ich und vor allem dem Autor sehr dankbar.


Kein Titel verfügbar

4.0 von 5 Sternen 'Aber es ist ganz selten der wahre Grund. Was ist der wahre Grund?', 10. Februar 2009
Zeiten des Aufruhrs
Björn Daniel Weissberg

Vielleicht haben die heutigen Kinogänger bereits Kontakt mit ähnlichen inhaltlichen Kontexten, wie die des Filmes 'Zeiten des Aufruhrs' gehabt, dem Themenschwerpunkt dem öden ewiggleichen Leben zu entfliehen. Todd Fields 'Little Children' unter Anderem erzählt davon, der Routine zu entfliehen, weil man sich in der Vergangenheit die Zukunft einfach anders, spannender, sinnvoller vorgestellt hat. Dieser Filmer baut jedoch nicht auf komplizierte ineinandergreifende Handlungstränge auf, sondern zeigt schlicht und ergreifend das Schicksal zweier Menschen, die in der Vergangenheit der gleichen Meinung, mit dem Weg der Zeit jedoch unterschiedliche Gedanken und Wünsche entwickeln. Es ist das Schicksal der Wheelers, die doch in einem gemütlichen ruhigen Vorstadtviertel landen, er, typisch für den damaligen Männertypus geht arbeiten und sie verrichtet die verantwortungsvolle Hausfrauenarbeit. Sie tun es, weil sie es müssen, nicht weil sie es wollen und doch geht es Frank Wheeler ( Leonardo DiCaprio ) wie einem eingesperrten Tiger im Käfig, der mit der Zeit den Glanz aus den Augen verliert und jegliche Hoffnung auf die Freiheit. Seine Frau April ( Kate Winslet ) jedoch hat die Hoffnung auf ein anderes spannenderes Leben nicht aufgegeben und trifft den Entschluss, eine Veränderung herbeizuführen: Warum nicht nach Paris? Ihr Mann schwärmte früher so sehr von dieser Stadt mit ihrem ganz besonderen Lebensstil.
Doch was passiert, wenn man den eingefangenen Tiger nach Jahren freilässt? Weiß er überhaupt was Freiheit ist? Kann er damit umgehen, sie sinnvoll füllen? Frank vermag es nicht. Und so entsteht die Spannung in diesem Film, durch die geteilte Meinung dieser Beiden Protagonisten, die zuletzt beim mit elf Oscars ausgezeichneten Drama 'Titanic' einander begegneten. Doch hier ist es kein äußerer Umstand, der sie auseinanderreißt, oder es zumindest versucht. Sie selbst sind es diesmal, die sich im Wege stehen. Frank Wheeler ist mittlerweile Sesshaft geworden, nicht wirklich bereit den Träumen seiner Frau zu folgen, wie auch mit zwei Kindern? Wie auch, wenn er dort drüben in Europe keinen Job findet, obgleich ihm der derzeitige Job unendlich anödet. Nur durch eine Affäre vermag er es, das triste Leben ein wenig zu brechen, doch für größere Taten scheint er keine Kraft mehr zu haben. Rationale Gründen werden vorgeschoben und die geplante Reise nach Paris gerät ins Wanken.
Um genau diesen Konflikt geht es: Wie kommunizieren zwei Menschen unterschiedlicher Meinungen, welche Kompromisse schließen sie? Und wie viel Kraft muss man aufwenden, um sich selbst zu verwirklichen? Was geht in ihnen vor?
Es ist eine zweistündige Handlung, die vom Zuschauer einige Geduld abverlangt, aber es ist durchaus keine langweilige Geschichte, die aus dem Nichts gegriffen ist. Es ist eine Themenauseinandersetzung, die uns schließlich alle betrifft. Was tun wir heute, um uns selbst zu verwirklichen? Schwimmen wir dann gegen den Strom? Werfen alles hin, um bei Null anzufangen? Haben wir den Mut dazu? Dieser Film vom Regisseur Sam Mendes, nach der Romanvorlage 'Revolutionary Road' von Robert Yates zeigt in nüchterner Art und Weise, was alles passieren kann, beim Versuch sich selbst zu verwirklichen. Für einige Tragik- Komödiante Einlagen sorgt der psychischkranke John Givings, der, obwohl im Film abgestempelt als realitätsferner Verrückter es versteht die Begebenheiten klar und deutlich zu analysieren und zu interpretieren, nur leider Schade, dass er kein Psychiater ist, da es ihm sonst gegeben sei, den Zwiespalt der Wheelers zu brechen. Bei uns geben seine Kommentare genügend Stoff, um uns mit dem Thema Selbstfindung und Entscheidung auseinanderzusetzen.
Wer glaubt bei diesem Titel und dem Traumpaar von actiongeladenen Film Titanic, glauben zu schenken und es sei eine spannende Geschichte, irrt und wird enttäuscht. Es ist ein guter Film für die Menschen, die sich gerne mit der Psyche der Menschen und sich selbst auseinandersetzen, aber kein unterhaltsamer Popcornstreifen, der zwei Stunden behutsam füllt. Er ist von einer gewissen tiefe und Melancholie durchzogen, die vom Zuschauer ein gewisses Grundinteresse verlangt. Wer Little Children, Hautnah, The Last Kiss, vielleicht auch Mona Lisas Lächeln mochte, wird hier auf seine Kosten kommen, obwohl das Ende hier, nicht unbedingt ein Happy End ist.


Sieben Leben
Sieben Leben
DVD ~ Michael Ealy
Preis: EUR 4,99

14 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen In sieben Tagen erschuf Gott die Welt, und in sieben Sekunden hab ich meine zertrümmert., 1. Februar 2009
Rezension bezieht sich auf: Sieben Leben (DVD)
7 Leben
Björn Daniel Weissberg

'In sieben Tagen erschuf Gott die Welt, und in sieben Sekunden hab ich meine zertrümmert.'

Ich gehöre wohl nicht zu den Menschen, denen ein Film soweit begeistern kann, dass sie ihn mehrmals hintereinander sehen, ich liebe anspruchsvolle Filme, Geschichten mit einer tiefgründigen Botschaft in einer Welt, die sie so nötig hat, wie nie zuvor. Wir haben das Jahr 2009 und ich bin tief betrübt. Ich bin aber auch überrascht, erstaunt, vielleicht trage ich auch ein Funken Freude in mir. Es ist die Freude ein Erlebnis gehabt zu haben. Ja, ich gestehe diesen Film nicht nur einmal gesehen zu haben. Ich wollte ihn fassen lernen, um jetzt hier sitzen zu können und zu berichten, währenddessen mir die Bilder, die Stimmung und die Musik nicht aus den Gedanken gehen.
Wer hätte gedacht, dass der damalige Prinz von Bel-Air, der Komiker, der durch Actionfilmen bekannte Will Smith in eine Rolle wächst, die man so gar nicht gewöhnt ist und doch ist es ihm gelungen, vor allem durch sein schauspielerisches Talent, seiner Gestik, seiner Mimik, eine Rolle zu zeigen, die sich nicht nur durch Authentizität und Sympathie in die Herzen der Zuschauer spielt. Es ist eine Rolle mit Botschaft.
Ben Thomas ist scheinbar ein Vertreter der staatlichen Finanzbehörde, scheinbar liegt seine Aufgabe darin, gewisse 'Lebensumstände' von Menschen drastisch zu verändern. Ben Thomas geht nicht stupide nach Zahlen und Fakten in maroden Akten, er beobachtet, er analysiert und interpretiert. Sein Ziel: Sieben gute Menschen zu finden und ihnen zu helfen. Der rote Faden: Jedes Schicksal dieser sieben Menschen führt den Zuschauer zu der schockierenden Wahrheit über den Herrn im Anzug und Koffer, der, als er ein kleiner Junge war, Ingenieur werden wollte, um später den Menschen in einem Raumschiff auf den Mond zu verhelfen. Ein Autounfall, bei dem sieben Menschen ums Leben kamen veränderte sein Leben, bei dem er nicht nur seine Frau verlor, sondern auch sich selbst. Erst nachdem er seinem Bruder eine Lungenhälfte spendet, da bei diesem Lungenkrebs diagnostiziert wurde findet er eine neue Aufgabe und einen neuen Weg, seine 'Schuld' zu begleichen.
Es ist der Weg eines Suizidgefährdeten, der auf seiner Reise zur Erlösung die Hände ausstreckt und als Messias den Menschen Hoffnung gibt, die ihre verloren haben. Vielleicht ist es dieses brisante Thema, die Identifikation mit ihm, dieser Bruch eines Tabus, der dazu geführt hat, dass 'Sieben Leben' für keinen einzigen Oscar nominiert wurde und doch wäre es einer der wenigen Filme, die vor allem im Bereich Beste Hauptrolle die derzeitigen Kandidaten bei weitem toppen könnte. Und doch möchte ich zugeben zu verstehen warum dieser Film teilweise keine Würdigung erfährt.
Vor allem in Amerika ist das Thema des Suizid ein Heikles und hier Deutschland gilt das ungeschriebene Gesetz, die Identifikation mit einem 'Selbstmörder' durch die Presse zu verhindern. Diese Personen, in ihrem eigenem gescheiterten Leben dürfen keine Vorbilder sein ' sollten sie nicht und doch geht mir der Gedanke nicht aus dem Kopf, dass Ben Thomas Suizid nicht umsonst gewesen ist, dass er nötig war. Auch wenn viele Kritiker davon ausgehen, dass seine sieben guten Taten zu Surreal seien, überhaupt nicht auf das reale Leben übertragbar möchte ich sagen, dass dies gar nicht von Belangen ist. Es ist die Botschaft, die dahinter steckt. Eine wertvolle Moral, verpackt in einen zweistündigen überaus liebevoll konzipierten Film vom Regisseur Gabriele Muccino, bekannt für 'Das Streben nach Glück', so zu sagen ein Wiedersehen mit Will Smith und einer tiefgründigen Auseinandersetzung eines alltäglichen Themas, das all zu oft totgeschwiegen wird.
Die Moral: Auf die inneren Werte zu blicken und selbst in der tiefsten Dunkelheit ein Lichtblick zu finden, Ben Thomas fand seinen Weg in dieser Dunkelheit, und schenkte durch seinen Tod sieben Menschen das Leben. Etwas Absurd scheint es schon, dass durch ein Suizid, die Menschen um einen herum glücklich sind, doch in dieser Geschichte, die überaus gelungen konzipiert ist, ist es die umgekehrte Logik, die nicht surreal, sondern ein Vorbild und ein Beispiel der heutigen Gesellschaft sein sollte. Damit meine ich nicht, sich umzubringen und davor ein paar Menschen glücklich zu machen, ich spreche davon: Füreinander da zu sein, in die Herzen zu blicken, vielleicht ein wenig Abstand von sich selbst, von seinem eigenem Egoismus zu nehmen.
Und so möchte ich vor allem noch einmal Angelo Milli loben, der es verstanden hat, diese wundervoll berührende Geschichte in Noten zu kleiden. Als ich auf die sich bewegenden Bilder sah, war es vor allem die Musik, die einen greifbaren roten Faden bildete und in jeder Situation passend einleitete und begleitete. Und selbst in der finalen Szene war die Identifikation, das Schockierende des Suizids nur möglich gewesen, weil die Musik mein Herz erreichte und mich aus meiner männlichen Rationalität riss, um genau wie ein sentimentales Mädchen zu heulen. Ja, ich weinte, nicht, weil Ben Thomas gegangen war, sondern, weil er ein herzensguter Mensch war, bis zur letzten Sekunde.

Und daher kann ich mich in jeder Hinsicht nur für den Film aussprechen. Glaubwürdige Schauspieler, eine vielleicht aus dem leben gegriffene Geschichte, mit ihrer Art von Spannung und Wendung und eine wundervoll konzipierten Musik. Ich freue mich darauf, wenn eventuell das Duo Will Smith und Gabriele Muccino ein weiteres interessantes und tiefgründiges Thema abhandeln.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 13, 2013 8:12 PM CET


Kein Titel verfügbar

24 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen In sieben Tagen erschuf Gott die Welt, und in sieben Sekunden hab ich meine zertrümmert., 1. Februar 2009
7 Leben
Björn Daniel Weissberg

'In sieben Tagen erschuf Gott die Welt, und in sieben Sekunden hab ich meine zertrümmert.'

Ich gehöre wohl nicht zu den Menschen, denen ein Film soweit begeistern kann, dass sie ihn mehrmals hintereinander sehen, ich liebe anspruchsvolle Filme, Geschichten mit einer tiefgründigen Botschaft in einer Welt, die sie so nötig hat, wie nie zuvor. Wir haben das Jahr 2009 und ich bin tief betrübt. Ich bin aber auch überrascht, erstaunt, vielleicht trage ich auch ein Funken Freude in mir. Es ist die Freude ein Erlebnis gehabt zu haben. Ja, ich gestehe diesen Film nicht nur einmal gesehen zu haben. Ich wollte ihn fassen lernen, um jetzt hier sitzen zu können und zu berichten, währenddessen mir die Bilder, die Stimmung und die Musik nicht aus den Gedanken gehen.
Wer hätte gedacht, dass der damalige Prinz von Bel-Air, der Komiker, der durch Actionfilmen bekannte Will Smith in eine Rolle wächst, die man so gar nicht gewöhnt ist und doch ist es ihm gelungen, vor allem durch sein schauspielerisches Talent, seiner Gestik, seiner Mimik, eine Rolle zu zeigen, die sich nicht nur durch Authentizität und Sympathie in die Herzen der Zuschauer spielt. Es ist eine Rolle mit Botschaft.
Ben Thomas ist scheinbar ein Vertreter der staatlichen Finanzbehörde, scheinbar liegt seine Aufgabe darin, gewisse 'Lebensumstände' von Menschen drastisch zu verändern. Ben Thomas geht nicht stupide nach Zahlen und Fakten in maroden Akten, er beobachtet, er analysiert und interpretiert. Sein Ziel: Sieben gute Menschen zu finden und ihnen zu helfen. Der rote Faden: Jedes Schicksal dieser sieben Menschen führt den Zuschauer zu der schockierenden Wahrheit über den Herrn im Anzug und Koffer, der, als er ein kleiner Junge war, Ingenieur werden wollte, um später den Menschen in einem Raumschiff auf den Mond zu verhelfen. Ein Autounfall, bei dem sieben Menschen ums Leben kamen veränderte sein Leben, bei dem er nicht nur seine Frau verlor, sondern auch sich selbst. Erst nachdem er seinem Bruder eine Lungenhälfte spendet, da bei diesem Lungenkrebs diagnostiziert wurde findet er eine neue Aufgabe und einen neuen Weg, seine 'Schuld' zu begleichen.
Es ist der Weg eines Suizidgefährdeten, der auf seiner Reise zur Erlösung die Hände ausstreckt und als Messias den Menschen Hoffnung gibt, die ihre verloren haben. Vielleicht ist es dieses brisante Thema, die Identifikation mit ihm, dieser Bruch eines Tabus, der dazu geführt hat, dass 'Sieben Leben' für keinen einzigen Oscar nominiert wurde und doch wäre es einer der wenigen Filme, die vor allem im Bereich Beste Hauptrolle die derzeitigen Kandidaten bei weitem toppen könnte. Und doch möchte ich zugeben zu verstehen warum dieser Film teilweise keine Würdigung erfährt.
Vor allem in Amerika ist das Thema des Suizid ein Heikles und hier Deutschland gilt das ungeschriebene Gesetz, die Identifikation mit einem 'Selbstmörder' durch die Presse zu verhindern. Diese Personen, in ihrem eigenem gescheiterten Leben dürfen keine Vorbilder sein ' sollten sie nicht und doch geht mir der Gedanke nicht aus dem Kopf, dass Ben Thomas Suizid nicht umsonst gewesen ist, dass er nötig war. Auch wenn viele Kritiker davon ausgehen, dass seine sieben guten Taten zu Surreal seien, überhaupt nicht auf das reale Leben übertragbar möchte ich sagen, dass dies gar nicht von Belangen ist. Es ist die Botschaft, die dahinter steckt. Eine wertvolle Moral, verpackt in einen zweistündigen überaus liebevoll konzipierten Film vom Regisseur Gabriele Muccino, bekannt für 'Das Streben nach Glück', so zu sagen ein Wiedersehen mit Will Smith und einer tiefgründigen Auseinandersetzung eines alltäglichen Themas, das all zu oft totgeschwiegen wird.
Die Moral: Auf die inneren Werte zu blicken und selbst in der tiefsten Dunkelheit ein Lichtblick zu finden, Ben Thomas fand seinen Weg in dieser Dunkelheit, und schenkte durch seinen Tod sieben Menschen das Leben. Etwas Absurd scheint es schon, dass durch ein Suizid, die Menschen um einen herum glücklich sind, doch in dieser Geschichte, die überaus gelungen konzipiert ist, ist es die umgekehrte Logik, die nicht surreal, sondern ein Vorbild und ein Beispiel der heutigen Gesellschaft sein sollte. Damit meine ich nicht, sich umzubringen und davor ein paar Menschen glücklich zu machen, ich spreche davon: Füreinander da zu sein, in die Herzen zu blicken, vielleicht ein wenig Abstand von sich selbst, von seinem eigenem Egoismus zu nehmen.
Und so möchte ich vor allem noch einmal Angelo Milli loben, der es verstanden hat, diese wundervoll berührende Geschichte in Noten zu kleiden. Als ich auf die sich bewegenden Bilder sah, war es vor allem die Musik, die einen greifbaren roten Faden bildete und in jeder Situation passend einleitete und begleitete. Und selbst in der finalen Szene war die Identifikation, das Schockierende des Suizids nur möglich gewesen, weil die Musik mein Herz erreichte und mich aus meiner männlichen Rationalität riss, um genau wie ein sentimentales Mädchen zu heulen. Ja, ich weinte, nicht, weil Ben Thomas gegangen war, sondern, weil er ein herzensguter Mensch war, bis zur letzten Sekunde.

Und daher kann ich mich in jeder Hinsicht nur für den Film aussprechen. Glaubwürdige Schauspieler, eine vielleicht aus dem leben gegriffene Geschichte, mit ihrer Art von Spannung und Wendung und eine wundervoll konzipierten Musik. Ich freue mich darauf, wenn eventuell das Duo Will Smith und Gabriele Muccino ein weiteres interessantes und tiefgründiges Thema abhandeln.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 22, 2009 9:56 PM MEST


Benjamin Niesky
Benjamin Niesky
von Tom Mikow
  Broschiert

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vielversprechender Schriftsteller, 4. Juli 2007
Rezension bezieht sich auf: Benjamin Niesky (Broschiert)
Es war mir gegönnt die Entstehung dieser Geschichte seit seinem Ursprung mitzuerleben und las in kontinuierlichen Abständen Geschichte für Geschichte. Mein erster Eindruck war der, dass es sich hier nicht nur um ein Tagebuch handelt, das Abläufe des erlebten Tages beschreibt, sondern um eine wesentlich subtilere Herangehensweise, die geschickt Erlebnisse mit den daraus resultierenden Gedanken verknüpft, den Leser all zu oft anspricht sich mit unzähligen sinnvollen Fragen zu beschäftigen. Dabei wird all zu deutlich wie sich die Figur Benjamin Niesky im Laufe der Zeit verändert, dass er einen Prozess durchlebt und nicht stehenbleibt. Dabei sind seine Eindrücke und Erlebnisse von vielfältiger Natur.

Benjamin Niesky ist nicht nur ein Werk eines unbekannten Literaten, sondern die Antwort auf viele Fragen heutiger gesellschaftlicher Probleme. Es unterhält nicht nur den Leser, sondern lehrt ihn auf eindrucksvolle Art und Weise, das Leben richtig zu leben, im Einklang mit seiner Umgebung bzw. den Menschen.

Dabei besitzt Mikows Erstveröffentlichung nicht nur einen erstaunlich quantitativen Umfang, sondern auch einen qualitativen, der weit über die Norm heutiger Literatur hinausgeht.

Und somit beweist erneut ein völlig unbekannter Schriftsteller, dass die deutsche Literatur noch immer von herausragender Qualität sein kann, unter nicht Berücksichtigung des heutigen Trendes der Autobiografie. Wir erleben hier keine abgegessene Biografie eines gelangweilten Bohlens, sondern eine Halbe, die, eines tiefgründigen, sensibilisierten Menschen.

Für alle Leser, die sich anspruchsvoller Literatur widmen empfehle ich den Einblick, der hier geboten wird.


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