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Rezensionen verfasst von
N.W.

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From the Flame Into the Fire (Ltd Box)
From the Flame Into the Fire (Ltd Box)
Wird angeboten von InfraRot
Preis: EUR 89,99

9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Feuer lodert!!!, 26. Mai 2014
Ich werde jetzt gar nicht erst versuchen das neue Lord of the Lost-Album „From the Flame into the Fire“ mit Hilfe von irgendwelchen Genre-Bezeichnungen zu beschreiben, denn das ist nicht möglich, da hier so viele verschiedene musikalische Elemente in genialer Weise kombiniert werden. Und da ich auf dem Gebiet viel zu sehr Laie bin hier einfach mal mein persönlicher Eindruck Song für Song:
1. Fists up in the Air
Hier wird man mit der Pathos-ähnlichen Zeile „No one tells us what we have to do…“ direkt auf die deutlich harte Grundstimmung des Albums eingeschworen. Mit brachialen Gitarrenriffs geht der Song weiter, ohne jedoch an Melodie zu verlieren. Der Song geht ins Ohr und ich kann ihn mir sehr gut als Live-Opener vorstellen, da die immer wiederkehrende Aufforderung „Fists up in the Air“ bestimmt so manchen Zuhörer mitreißen würde. Der Song ist durchaus aggressiv, jedoch ohne aggressiv zu machen.

2. Kingdom Come
Mit seinem absolut Ohrwurm-tauglichen Refrain geht der Song absolut ins Ohr. Die einzelnen Passagen gehen nach vorne. Jedoch ist dies einer der zwei Songs des Albums, die mich nicht so wirklich gecatcht haben. Einen Grund kann ich noch nicht mal so wirklich nennen.

3. La Bomba
Ja, was soll man sagen, der Name ist Programm, es ist eine Bombe von einem Song. Auf absolut provokante Weise werden hier zwei Genres gekreuzt, die eigentlich unkreuzbar scheinen. Ein Rocksong mit eingängigen Salsa-Rhythmen. Eine begeisterte Salsa-Tänzerin hat mir sogar bestätigt, dass man auf diesen Song durchaus Samba oder Zumba tanzen KÖNNTE ;-)
Der Song polarisiert durch und durch, entweder man liebt ihn, oder man hasst ihn. Meiner Meinung nach KANN man dabei nicht mehr ruhig sitzen oder stehen bleiben und so ist es auch nicht schlimm, dass der Text nicht wirklich anspruchsvoll daher kommt. Aber selbst diese vermeintliche Anspruchslosigkeit des Textes passt voll und ganz zum Song und unterstreicht das dicke Augenzwinkern.

4. Afterlife
Dieser Song war die erste Singleauskopplung. Normalerweise vermitteln die so wichtigen ersten Auskopplungen aus einem Album eigentlich einen Vorgeschmack, was hier jedoch nicht der Fall ist. Afterlife tanzt insofern aus der Reihe, dass er sehr melancholisch, weniger aggressiv daher kommt, sowohl textlich, als auch musikalisch. Alle Gothic-Fans werden den Song mit der verströmenden Schwermut lieben. Sänger Chris Harms streichelt dem Hörer hier die Ohren mit seiner samtigen tiefen Stimme, als ob er neben einem stehen würde und den Text direkt ins Ohr haucht.

5. Kill it with Fire
Gerade nach Afterlife haut einen dieser Song von den Socken. Mit Shouts, Growls und Screams sowie dem pumpenden Rhythmus und den Gitarren treibt der Song mächtig nach vorne. Der Text ist direkt und aussagekräftig, jedoch so allgemein gehalten, dass sicher jeder mindestens eine Erfahrung damit verbinden kann, weshalb einen der Song nur noch mehr anstachelt.
Mein absoluter Favorit auf dem Album!

6. Six Feet Underground
Gerade der Refrain dieses Songs hat es mir angetan. So unglaublich schön und melodisch. Er bleibt sofort im Ohr und geht wirklich mindestens zwei Tage nicht mehr weg! Toll!
Live wahrscheinlich ein neues Highlight!

7. Go To Hell
Der Titel hält nicht was er verspricht – ZUM GLÜCK!
Einer der wenigen balladesken Songs des Albums. LOTL versteten es wieder auf gekonnte Weise das Herz und die Seele des Zuhörers zu erreichen, ob man will oder nicht.
Ich weiß nicht warum, aber aus irgendeinem Grund erinnert mich der Song von der Emotionalität her an HIM's Gone with the Sin. Natürlich haben die beiden Songs inhaltlich wie musikalisch nicht viel gemeinsam, wenn überhaupt, aber mich lässt dieser Vergleich trotzdem nicht mehr los.

8. Odium
Bei diesem Song gibt es voll auf die Fresse. Sagen wir es mal so: müsste der Song zensiert werden, bräuchte man ihn gar nicht mehr zu spielen, aber genau DAS macht diesen Titel aus.
Er ist direkt, auf den Punkt, aggressionsgeladen und kommt schier tief aus dem Herzen und genauso möchte man das Stück auch mitgröhlen.

9. My own Shadow
Ein ebenfalls recht melodischer Song. Hier reizt mich besonders der Text, mit dem zumindest ich mich erst mal auseinander setzen musste, um die tiefgehendere Bedeutung zu begreifen.

10. Bitch
Der Song ist musikalisch nicht so hart wie man es erst vermutet. Hart machen ihn die Lyrics. Ein toller Song der aus dem Leben spricht. Als Bitch wird hier das Leben dargestellt, aber ich denke der Text ist so offen gehalten, das man das ruhig metaphorisch auffassen darf.

11. I'll sleep when you're dead
Wieder ein Song der absolut eingängig ist und die getexteten Emotionen wunderbar mit der Musik transportiert. Besonderes Highlight ist hier das Gitarrensolo von Douglas Blair (W.A.S.P.)

12. Holy F
Dies ist neben Kingdom Come der zweite Song, der mich nicht so ganz überzeugt. Ich verstehe die Message des Songs und finde es auch richtig gut, dass es thematisiert wird, jedoch gefällt mir die Umsetzung musikalisch einfach nicht. Wahrscheinlich liegt es an den Female Vocals von Nina Jiers, die mir trotz mehrmaligem Hören einfach nicht zusagen wollen. Aber das ist ja Gott sei Dank Geschmacksache

13. In a Perfect World
In a Perfect World ist neben Go to Hell der ruhigste Song auf „From the Flame into the Fire“ und einfach ein schöner melodischer runder Abschluss der Platte. Was mir hieran besonders gut gefällt ist der Gegensatz des Textinhaltes, welcher eher einen positiven Hoffnungsschimmer verbreitet und die doch sehr dramatisierende Musik.

Gesamt gesehen die bisher absolut beste Platte von Lord of the Lost und ein RIESEN Schritt nach vorne. Hier werden Musikfans mehrerer und unterschiedlicher Richtungen voll auf ihre Kosten kommen.
Wer sich zwischen der „normalen“ Version und der „deluxe Version“ noch nicht entscheiden kann, dem kann ich durchaus die deluxe Version ans Herz legen, denn die darauf enthaltenen Remixe und Interpretationen anderer namhafter Künstler können sich absolut hören lassen.
Wer noch das Glück hat, eine der auf 1000 Stück limitierten Fan-Boxen zu ergattern, kann sich zusätzlich über ein Patch, 6 tolle Bilder (ca. DIN A5) und einer DVD mit einem Mitschnitt des Gothic-Meets-Classic Konzertes von Lord of the Lost freuen. Besonders letzteres ist wirklich sehens- und hörenswert! Da ist Gänsehaut garantiert.


Götterdämmerung
Götterdämmerung
Wird angeboten von Music-Special-Sale
Preis: EUR 9,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Knaller!!!, 10. Februar 2012
Rezension bezieht sich auf: Götterdämmerung (Audio CD)
Ich kann die negativen Äußerungen von Einigen nicht nachvollziehen... ich denke, dass neidvolle Hetzkommentare von Eisbrecher-Fans hier schlichtweg unangebracht sind, deshalb jetzt mal ein Versuch einer relativ objektiven Kritik:
Wer Megaherz kennt und das Vorgänger-Album (Heuchler) mochte, wird von dieser Scheibe begeistert sein. Megaherz bleiben ihrer Mischung von eingängigen, aussagekräfigen Texten und knallharten Gitarrensounds treu und wirklich jeder kommt bei dieser Scheibe auf seine Kosten! Ob es eher ein poppig angehauchter Titel wie "Abendstern" ist, der zum Tanzen einlädt oder eher die provokanten Songs wie "Feindbild" oder "Prellbock". Auch über Songs wie "Rabenvater" und "Mann im Mond" sollte man sich einmal Gedanken machen, anstatt sie direkt zu verurteilen. Ich finde es toll, wie hier Dinge thematisiert und angesprochen werden, drastisch, klar und doch sehr kunstvoll! Auch die Mörderballaden "Heute Nacht" und die neue Aufnahme von "Licht am Ende der Welt" verpassen dem Höhrer eine Gänsehaut nach der anderen! Liebe Herzen... das Warten hat sich gelohnt, ein HAMMER Album! Macht weiter so!!!


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