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Rezensionen verfasst von
"wwwthomas_raatz"

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Lucia di Lammermoor (Ga)
Lucia di Lammermoor (Ga)
Preis: EUR 15,99

17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Pure Brillianz, 5. April 2004
Rezension bezieht sich auf: Lucia di Lammermoor (Ga) (Audio CD)
Seit dem ich diese Aufnahme zum ersten Mal gehört habe, ließ mich die Stimme der Sutherland nicht mehr los. Wir erleben hier ein grandioses Meisterwerk, welches an purer sängerischer und stimmlicher Brillianz nur schwer übertroffen werden kann. Donizettis Drama, in dem eine junge Frau den Verstand verliert und sich in den Wahnsinn flüchtet, da sie mit dem Mann den sie liebt, nicht vereint sein darf, strotzt nur so vor Dramatik und Spannung. Enrico, Lucias Bruder, zwingt seine Schwester, den ihr verhassten Lord Arturo Bucklaw zu heiraten. Im Bann des Wahnsinns ersticht sie ihren Gatten und stirbt in der Hochzeitsnacht. Als Edgardo von dem Unglück erfährt legt er die messerbewehrte Hand an sich selbst und nimmt sich somit das Leben.
In der weiblichen Sopranrolle erleben wir hier die junge, unvergleichliche Nachtigall Joan Sutherland, deren Stimme zu den brilliantesten und den schönsten dieses Jahrhunderts gehört. Die erste Arie der Lucia ist in einem Wort göttlich. In "Regnava nel silenzio" singt Lucia von einer unheimlichen Begegnung mit einem Gespenst. Hierbei handelt es sich um eine Frau die von ihrem Geliebten erstochen wurde und seit dem an dieser Stelle umherspukt. Lucia sieht dies als Warnung an und beginnt schon hier die ersten Züge des Wahnsinns zu zeigen. In der Cabaletta allerdings "Quando, rapito in estasi" hat sie ihren Schmerz vergessen und denkt an ihren geliebten Edgardo. Zum Anfang der Arie wirkt die Stimme der Sutherland dramatisch und nervös. Man hört regelrecht Lucias Angst und ihre innere Anspannung. Nach dieser beeindruckenden Darstellung folgt dann die Cabaletta mit umwerfenden Spitzentönen, einer schillernden Höhe und halsbrecherischen Koloraturen, welche Sutherland wie gewohnt makellos bewältigt. Auch die Wahnsinnsarie ist in ihrer Art völlig einzigartig. Sutherland bewältigt selbst das Duett mit der Flöte problemlos. Es kommt eventuell nicht das Maß an Dramatik herüber, wie zum Beispiel bei der Interpretation durch Maria Callas oder Beverly Sills, aber die stimmliche und vokale Brillianz stellt alles in den Schatten. Natürlich singt Sutherland ettliche Spitzentöne, ohne die vor allem die Mad Scene nicht vollkommen wäre. Ihre Interpretation dieser Rolle, vor allem in dieser ersten Gesamtaufnahme, ist richtungsweisend.
In der Rolle des Edgardo hören wir den ambitionierten Renato Cioni. Er hat ebenfalls eine sehr schöne Stimme, die allerdings in den extremen Höhenlagen ein wenig gläsern klingt und zur Schrillheit neigt. Darüber kann ich persönlich jedoch hinwegschauen, da er ein sehr guter Darsteller ist und seine Stimme mit Sutherlands sehr gut harmoniert. Besonders im großen Liebesduett wird deutlich, dass die Stimmen wie aufeinander zugeschneidert sind. In "Verrano a te sull'aure" schwören sich beide die Treue und tauschen die Ringe. Sein sängerisches Talent wird vor allem in der letzten Arie deutlich. Sein Tenor hat so viel Schmelz und Charme, dass man ihm die Trauer über den Verlust seiner geliebten Lucia ohne mit der Wimper zu zucken abnimmt. Er singt mit viel Dramatik und Sicherheit, auch wenn die hohen Noten mit Druck herausgepresst werden, und durch ein etwas unkontrolliertes Vibrato teilweise sauer klingen. Teilweise attackiert er die hohen Noten, was allerdings mehr dramatisch als störend ist. Besonders in der Mittellage und in der Bruststimme wirkt er sicher und sein weiches Vibrato kann ausströmen.
In den weiteren Rollen hören wir Robert Merrill als Enrico. Er ist ein brillianter Schauspieler mit schöner Stimme und interessantem Vibrato. Er hat eine sichere Höhenlage und eine wunderbar flutende Mittellage. Besonders gelungen, ist das große Duett mit Lucia, in dem er ihr von ihrer bevorstehenden Heirat mit Arturo berichtet. Als Dienerin der Lucia steigt Ana Raquel Satre in den Ring und steigt zu wahren Höchstleistungen auf. Sie mag eventuell keine Sängerin von Weltrang sein, kann aber dennoch ihre Rolle lebensnah und echt gestalten. Raimondo wird gesungen von Cesare Siepi. Auch er macht seine Sache sehr gut.
Den Chorpart übernimmt der Chor der Accademia di Santa Cecilia, Roma. Die Chorszenen sind wunderbar einstudiert und der Chor wirkt gewaltig und kraftvoll. Es gab einmal Zeiten, da waren die Chorszenen dazu da, um den Sängern eine Pause zu geben. Bei dieser Aufnahme gerät der Chor fats schon mit in den Mittelpunkt des Geschehens. Auch das Orchester unter der Leitung von Sir John Pritchard ist brilliant. Die Einsätze sind auf den Punkt genau. Außerdem stellt sich das Orchester sehr gut auf die Sänger ein und gibt ihnen Freiraum Koloraturen und Spitzentöne frei zu singen. Das Tempo ist schwungvoll und dynamisch. Also, eine sehr gelungene Aufnahme, die meiner Meinung nach selbst die spätere mit Pavarotti um Welten übertrifft. Hier handelt es sich um eine Referenzaufnahme in hervorragender Tonqualtität. Greifen sie zu, so lange das Angebot noch steht.


Donizetti: Lucia di Lammermoor (Gesamtaufnahme) (ital.)
Donizetti: Lucia di Lammermoor (Gesamtaufnahme) (ital.)

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Zwiespältiges Vergnügen, 5. April 2004
Edita Gruberova hat bereits drei Mal die Lucia eingespielt. In allen drei Aufnahmen ist sie sehr gut. Auch in dieser Gesamteinspielung enttäuscht die profilierte Könnerin nicht. Hier handelt es sich um die erste Gesamtaufnahme dieser Oper mit Edita Gruberova in der Titelpartie. Da Gruberova zum Enstehungszeitpunkt der Aufnahme noch recht jung war, klingt ihre Stimme stellenweise etwas unkontrolliert und scharf. Dennoch überzeugt sie mit grandiosen Koloraturen und herrlichen Spitzentönen. Sie hat weder mit der Tessitura, noch mit den hohen darstellerischen Anforderungen Schwierigkeiten. Ich denke, auch wenn viele Kritiker anderer Meinung sind, daß Gruberova besonders in dieser Aufnahme dramatische Darstellungsgabe und überzeugendes Schauspieltalent beweist. Deutlich wird dies sowohl an ihrer ersten Arie "Regnava nel silenzio" als auch bei der Wahnsinnsarie "Il dolce suono", welche besonderes Können verlangt. Die Cabaletta ist ebenfalls wunderschön und ist eine absolute Spitzenleistung dieser Ausnahmekünstlerin. Selbst in stratosphärischer Höhe vermag die Gruberova wunderschöne Pianissimi zu singen, außerdem ist ihre Diktion klar, was besonders in diesen Höhenlagen äußerst selten ist.
Alfredo Kraus mag vor langer Zeit einmal einer der besten und gefragtesten Tenöre der Welt gewesen sein, doch in dieser Aufnahme enttäuscht er stark. Seine Stimme klingt alt und verbraucht, somit ist von dem leidenschaftlichen Liebhaber Edgardo keine Spur mehr zu merken. Die Höhe klingt stark forciert und selbst in den mittleren Lagen wirkt er angespannt und unsicher. Es klingt, als würde er um jeden Ton bangen. Seine Stimme klingt ungemein verhalten und schwerfällig. Er kann neben der Gruberova nicht bestehen. Selbst im wunderschönen Liebesduett zwischen Lucia und Edgardo ist bei Alfredo Kraus keine Spur von Leidenschaft zu verspüren. Das selbe gilt für die letzte Arie der Oper. "Tombe degli avi miei" klingt wie auswendig gelernt und aufgesagt. Ich mag Alfredo Kraus sehr gerne, besonders in der umwerfenden Traviata mit Maria Callas, doch von der einstigen stimmlichen Brillianz ist in dieser Aufnahme nichts mehr zu merken. Renato Bruson hingegen ist ein bezaubernder Enrico. Seine Darstellung wirkt echt und überzeugend. Seine Stimme klingt jung und unverbarucht. Besonders im zweiten Akt der Oper wird klar, um welch ein außergewöhnliches Talent es sich hier handelt. Bruson ist eine absolute Idealbesetzung für diese Rolle. Das selbe gilt für Robert Lloyd, welcher hier die Rolle des Raimondo gestaltet. Der Rest der Darsteller wirkt ebenfalls überzeugend.
Nicola Rescigno leitet schwungvoll und ausdruckstark sein Orchester. Das Royal Philharmonic Orchestra steht hier unter seinem Dirigat. Es spielt packend und mitreißend. Hervorragende Musiker und Instrumentalisten sorgen für eine spannende Atmosphäre. Auch der Ambrosian Oper Chorus unter der Leitung von John McCarthy ist brilliant.
Wenn sie besonderes Gewicht auf die Rolle des Soprans legen, dann sollten sie bei dieser Aufnahme zugreifen. Wenn allerdings ihr Hauptaugenmerk auf der Rolle des Edgardo liegt, sollten sie besser zu der Aufnahme mit Neil Schicoff greifen. Auch hier steht Gruberova an seiner Seite. Allerdings könen sie bei diesem Preis ja nicht viel falsch machen!


Französische Opernarien
Französische Opernarien
Wird angeboten von musikalshobby
Preis: EUR 16,96

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Natalie Dessay - Eine Ausnahmekünstlerin, 5. April 2004
Rezension bezieht sich auf: Französische Opernarien (Audio CD)
Natalie Dessay hat bereits mit ihren grandiosen Aufnahmen von Delibes "Lakmé" und Donizettis "Lucie de Lammermoor" die Welt in Staunen versetzt. Dies gelingt ihr mit diesem Recital erneut.
Auf dieser wunderschönen Arienzusamenstellung finden sich sowohl Arien aus bekannten französischen Opern, wie zum Beispiel Massenets "Manon" oder Gounods "Roméo et Juliette", aber auch Arien aus unbekannten Werken, welche leider in Vergessenheit geraten sind.
Die ersten drei Arien dieser Cd gehören den bekanntesten Arien aus Jules Massenets "Manon". Dessay singt dieser Arien mit einer strahlenden Stimme und mit viel Ausdruck. Die Spitzentöne klingen unwahrscheinlich leicht und zart, daß mich ihre Interpretation der Manon ein wenig an die von Beverly Sills erinnert. Schade, daß es keine Gesamtaufnahme dieser Oper mit Dessay in der Titelrolle gibt. Weitere Höhepunkte auf dieser Cd sind die Wahnsinnsarie aus "Hamlet" von Ambroise Thomas. Koloraturen der Spitzenklasse werden hier geboten, wie sie selbst Joan Sutherland nicht besser hätte singen können.
Auch die große Arie der Marie aus Donizettis Regimentstochter ist ein absolutes Highlight. Auch hier klingen die Koloraturen und die Spitzentöne aus der dreigestrichenen Oktave mühelos und sauber. Auch viele Arien aus unbekannten Werken werden hier auf einmalige Weise interpretiert. Dessay singt unter anderem eine betörend schöne Arie aus "Le comte Ory" von Rossini und eine Koloraturarie aus Offenbachs "Robinson Crusoe". Dies sind Werke, von denen ich zuvor noch nie etwas gehört habe, und Dessay hat mich neugierig gemacht. Weshalb gibt es von solch einmaligen Werken keine Gesamtaufnehmen? Natalie Dessay jedenfalls wäre für beide Rollen eine absolute Idealbestzung.
Chor und Orchester machen ihre Sache sehr gut. Ich habe selten ein derartig mitreißendes Dirigat erlebt. Michel Plasson ist ein grandioser Dirigent, der es versteht Natalie Dessay auf einmalige Weise zu unterstützen. Das Orchestre National du Capitole de Tolouse spielt sauber und meistert seine Sache bravourös. Das selbe gilt auch für den Chor. Diese Cd sollte in keinem Regal fehlen. Weder Liebhaber der französischen Oper, noch Liebhaber von Dessay könen auf diese herrliche Cd verzichten.


Donizetti - Lucie de Lammermoor / Dessay, Alagna, Tézier, Opéra National de Lyon, Pidò
Donizetti - Lucie de Lammermoor / Dessay, Alagna, Tézier, Opéra National de Lyon, Pidò
Wird angeboten von FastMedia "Versenden von USA"
Preis: EUR 49,30

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen geht so, 5. April 2004
Bei dieser Gesamtaufnahme von Donizettis Meisterwerk handelt es sich um eine französische Bearbeitung. Diese Aufnahme wirkt ganz anders als die gewohnte italienische Fassung.
Natalie Dessay ist eine grandiose Lucie. Sie singt mit einer unglaublichen Sicherheit und mit engelsgleicher Stimme. Außerdem ist sie eine sehr gute Darstellerin, die es versteht dem Hörer das Schcksal der armen Lucie glaubhaft zu vermitteln. Ich finde es schade, daß Lucies Auftrittsarie "Regnava nel silenzio" durch eine andere ersetzt wurde. Das ist wahrscheinlich die Macht der Gewohnheit. Dessays wahres Gesangs und Darstellungsgenie wird jedoch erst bei der Wahnsinnsszene deutlich. Dessay jagt dem Hörer durch ihre grandiose Ausdruckskraft eiskalte Schauer über den Rücken. Ihre Stimme ist lupenrein. Frei von jeder Unsauberkeit oder Anstrengung singt sie sich unaufhaltsam dem Ende der großen Arie entgegen. Sie legt hier eine sehr souveräne Leistung ab. Dessay brilliert mit grandiosen Spitzentönen und mit einer bestechenden Musikalität. Die Koloraturen und Läufe sind fließend und glasklar. Ihr Gesang ist kein seelenloses Gezwitscher, sondern wahre Kunst.
Roberto Alagna ist hier mein Problem. Ich kann mich einfach mit seiner Darstellung nicht anfreunden. Er singt seelenlos und langweilig. Das mag eventuell sehr hart klingen, aber Alagna vergißt ganz einfach, daß er hier einen Charakter und eine Rolle darzustellen hat. Stellenweise klingt seine Stimme sehr schön, aber was nützt die schönste Stimme, wenn sie ausdruckslos und ohne jede Dramatik erklingt? Alagna hat eine sehr schmale Stimme, die in der Höhe herrlich klingt. Doch sobald er in die Bruststimme geht, klingen die Töne stark gequetscht und forciert. Er ist bei weitem keine Idealbesetzung für den Edgard.
Der Rest der Darsteller ist grandios. Besonders gut gefällt mir Ludovic Tézier. Er gestaltet die Rolle des Henri Ashton mit Fingerspitzengefühl und geht richtig auf in seiner Rolle. Das gleiche gillt für Marc Laho und Nicolas Cavallier. Beide erstellen interessante Charakterportraits. Herrliche Stimmen und umwerfende schauspielerische Leistungen zeichnen diese Sänger aus. Den Taktstock bei dieser Aufnahme schwingt Evelino Pidò. Er dirigiert mitreißend und macht diese Einspielung interessant. Er hat sein Orchester gut im Griff. Zwar überstrahlt das Orchester das Ensemble teilweise ein wenig zu stark, aber ich persönlich finde dies nicht weiter störend. Orchester und Chor der l'Opera National de Lyon sind phantastisch.
Diese Aufnahme ist mal ein guter Gegensatz zu den anderen Gesamtaufnahmen dieser Oper mit Edita Gruberova, Maria Callas, Joan Sutherland, Roberta Peters, Andrea Rost, Beverly Sills oder Montserrat Caballe. Der Kauf lohnt sich allein schon wegen der Einmaligkeit durch eine Interpretation in französischer Sprache


Maria Stuarda (Gesamtaufnahme)
Maria Stuarda (Gesamtaufnahme)
Wird angeboten von jazzfred1975
Preis: EUR 49,42

7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Simply the best, 5. April 2004
Rezension bezieht sich auf: Maria Stuarda (Gesamtaufnahme) (Audio CD)
Diese Gesamtaufnahme von Donizettis Maria Stuarda ist unvergleichbar schön. In den Hauptrollen hören wir die wohl beliebtesten Damen der Operngeschichte.
Edita Gruberova ist für die Maria die absolute Idealbesetzung. Mit ihrer grandiosen Technik und ihrem hinreißend schmelzendem Ton verzaubert sie mich immer wieder. Am besten sind der Gruberova die Finalszenen des ersten und zweiten Aktes gelungen. Ihre Koloraturen und Triller sind präzise und auf den Punkt genau. Sie unterläßt übermäßige Verzierungen und sorgt dafür, daß der Grundcharakter des Werks erhalten bleibt.
Ihre Stimme klingt jugendlich und überzeugt mit vielen wunderschönen Spitzentönen. Sie spart weder mit dem gefürchteten dreigestrichenem es, noch mit dramatischer Ausdruckskraft. Besonders bei "Ah! se un giorno" bekomme ich Gänsehaut, denn Gruberovas Maria Stuarda geht trotz der fürchterlichen Situation erhobenen Hauptes in den Tod.
Es gibt wohl nicht genug Worte des Lobes um Gruberovas Arbeit an diesem Werk angemessen zu würdigen.
Ähnlich sieht es bei Agnes Baltsa aus. Obwohl ihr oftmals vorgeworfen wird, sie sänge schrill und habe keine Linie muß ich sagen, daß ich bisher noch keinen Mezzo gehört habe, welcher mir auch nur im Ansatz so gut gefällt wie Agnes Baltsa.
Sie erweckt die Rolle der Anna zum Leben und man nimmt ihr die Interpretation restlos ab. Ihre Stimme mag an manchen Stellen etwas schrill klingen, doch dies ist eher positiv zu werten, denn damit wird der dramatische Aspekt dieses Werkes belebt.
Ihre Stimme strahlt Selbstsicherheit und hervorragende Technik aus. Sie macht ihre Sache wirklich sehr gut.
Auch Franzisko Araiza ist ein grandioser Leicester. Wie auch der Rest des Ensembles. Es paßt bei dieser Einspielung einfach alles zusammen. Sehr gute Sänger, ein hervorragendes Orchester, ein sicherer Chor und ein atemberaubender Giuseppe Patané wirken hier zusammen. Für mich ist dies die bedeutendste Gesamtaufnahme dieser Oper und sie sollte in keiner Sammlung fehlen.
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Bellini: La Sonnambula (Gesamtaufnahme)
Bellini: La Sonnambula (Gesamtaufnahme)
Preis: EUR 31,99

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen The Queen of Belcanto, 5. April 2004
Hierbei handelt es sich um eine äußerst bemerkenswerte Aufnahme dieser selten gespielten Oper von Vincenzo Bellini. Neben herrlichen elegischen und melancholischen Melodien gibt es Belcanto auf höchster Ebene.
Die Hauptrolle wird von einer der bedeutendsten Koloratursopranistinnen unserer Zeit verkörpert. Edita Gruberova ist in dieser Rolle einfach umwerfend. Sie versteht es, den Charakter der Amina lebensnah darzustellen. Mit ihrer göttlichen Stimme läßt sie den Hörer in eine andere Welt eintauchen. Sofern der zarte Klang ihrer Stimme ertönt sind für einen Augenblick alle Alltagsprobleme vergessen und man kommt aus den Staunen nicht meht heraus. "Care compagne" heißt ihre erste große Arie. Sie verlangt ein hohes Maß an Sicherheit und virtuosität. Edita Gruberova meistert alle Hürden ohne Probleme und beendet die Arie mit einem grandiosen Ton aus der dreigestrichenen Oktave. Der absolute Höhepunkt ist die Finalszene der Oper, in der alle Aufmerksamkeit auf die weibliche Hauptdarstellerin gerichtet ist. Nach einem wunderschönen melancholischen Rezitativ beginnt die unheimlich fordernde Szene. "Ah! non credea mirarti" heißt eine der schönsten Arien der Operngeschichte. Durch Gruberovas Interpretation legt sich ein zarter Schleier der Traurigkeit und der Melancholie über das Gemüt des Hörers. Sie vermag ausschließlich durch den Klang ihrer Stimme Gefühle deutlich zu machen, wie keine andere Sängerin unserer Zeit.
Ich kann für diese Gesamtaufnahme dennoch keine fünf Sterne vergeben, denn eine Oper besteht nun mal aus mehreren Personen.
José Bros ist weit von den Maßstäben die Edita Gruberova setzt entfernt. Er hat zwar eine schöne Stimme die in der Höhe sicher ist, aber er kann den Charakter des Elvino nicht überzeugend gestalten. Im ersten Akt hat er große stimmliche Probleme. Die Töne sind dünn und hauchig, außerdem neigt er dazu die Töne in der Mittellage zu sehr in die Bruststime zu quetschen. Sein Gesang wirkt teilweise gekünstelt und unnatürlich. Ich habe den Eindruck, als würden seine Probleme im zweiten Akt ein wenig besser sein. Die Stimme ist voller und die Töne klingen natürlicher.
Roberto Scandiuzzi ist ein hervorragender Darsteller. Er identifiziert sich gut mit seiner Rolle. Ich persönlich nehme ihm die Gestaltung des Rodolfo vollkommen ab. Er präsentiert dem Hörer eine gute Stimme und ein dramatisches Schauspieltalent. Das gleiche gilt für Dawn Kotosi und Gloria Banditelli. Obwohl diese Namen weitestgehend unbekannt sind, haben diese hervorragenden Mezzo-Sopranistinnen einen Platz in der ersten Reihe an der Sängerfront verdient.
Der Chor des Bayrischen Rundfunks macht seine Sache hervorragend. Sie reißen den Hörer regelrecht mit und bieten ein Feuerwerk aus schönen Stimmen und guten Solisten.
Marcello Viotti leitet bei dieser Aufnahme das Münchner Rundfunkorchester. Er ist einer der profiliertesten Dirigenten für den Belcanto. Einfühlsam und mitreißend leitet er das wunderbare Orchester.
Dies ist meiner Meinung nach die beste Aufnahme von Vincenzo Bellinis La Sonnambula. Ich finde durchaus, daß die Gruberova problemlos mit Joan Sutherland mithalten kann. Es ist schade, daß ihr hier nicht Carreras oder Domingo als Partner zur Seite stand, aber man kan eben nicht alles haben. Dies ist jedenfalls eine Referenzaufnahme und sollte in keiner Opersammlung fehlen.
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Verdi: Don Carlos
Verdi: Don Carlos

13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Recording of the Century, 5. April 2004
Rezension bezieht sich auf: Verdi: Don Carlos (Audio CD)
Hier handelt es sich meiner Meinung nach, um die Beste Gesamtaufnahme von Verdis Meisterwerk. Neben einer hervorragenden Tonqualität wird dem Hörer ein Feuerwerk aus grandiosen Stimmen und göttlicher Musik geboten. Einige der größten Sänger dieses Jahrhunderts machen diese Aufnahme zu einem Abenteuer, welches mit keiner anderen Gesamtaufnahme dieser Oper zu vergleichen ist. Neben drei Cds findet man in der edlen Box ein sehr informatieves und attraktiv gestaltetes Beiheft.
Die Rolle der Elisabetta ist mit Montserrat Caballe besetzt, welche für ihre schwebenden Pianotöne gerühmt wird. In dieser Rolle hat sie viel Gelegenheit ihre herrlichen Pianissimi unter Beweis zu stellen. Sie vermag die Rolle der Elisabetta lebensnah darzustellen. Neben ihrer hinreißenden Stimme stellt sie durchaus auch ein gewisses Maß an dramatischer Darstellungsgabe unter Beweis. Wenn die Caballé sich vom Piano in den Fortebereich steigert, wirkt die Stimme zeitweise ein wenig angestrengt. Dies ist jedoch in keinster Weise störend, sondern belebt den dramatischen Wert der Oper.
Spätestens wenn die Caballé " Tu che le vanità ", die große Arie der Elisabetta aus dem fünften Akt anstimmt, schmelzen alle Herzen in Sekundenschnelle dahin. Ich habe diese Arie nie so gefühlsbetont und hingebungsvoll gehört.
Placido Domingo macht seine Sache wie gewohnt makellos.
Seine herrliche Stimme überstrahlt mühelos das gesamte Ensemble.
Er vermag sowohl in den Duetten als auch in den einzelnen Arien eine hochwertige Leistung abzuliefern. Grandios ist sowohl sein Duett mit Elisabetta aus dem ersten Akt, als auch die Finalszene der Oper. Durch seine hervorragende Darstellungskraft und seine überwältigende Stimme hält er den Hörer bei Laune.
Shirley Verrett ist eine phantastische Eboli. Ihre Stimme ist hell und glasklar. Sie hat weder Probleme mit der Höhe, noch mit den Ausdrucksnuancen, welche für die Rolle der Eboli besonders wichtig sind. Verrett bietet einen guten Gegensatz zu Agnes Baltsa, welche ebenfalls eine gute Darstellerin ist, deren stimmliche Mittel aber mehr als begrenzt sind. Dies ist bei Shirley Verrett ganz anders. Bei ihrer Interpretation von
" O don fatale " spürt man das Lodern der Flamen. Sie ist in einem Wort perfekt geeignet für diese Rolle.
Die restlichen Rollen sind ebenfalls sehr gut besetzt. Bei dieser Aufnahme stimmt eben einfach alles. Das Orchester der Covent Garden Opera wird hier zu Höchstleistungen angespornt.
Carlo Maria Giulini ist ein grandioser Dirigent. Er hat sein Orchester voll im Griff und geht gut auf die Darsteller ein.
Diese Gesamtaufnahme sollte in keinem Regal fehlen. Weder Verdi-Fans, noch Liebhaber von Caballé oder Domingo können auf diese Aufnahme verzichten. Für diesen Preis können sie hier ein wahres Schnäppchen machen, also greifen sie zu!


Donizetti: Lucia di Lammermoor (Gesamtaufnahme(ital.),Aufnahme Florenz 1953)
Donizetti: Lucia di Lammermoor (Gesamtaufnahme(ital.),Aufnahme Florenz 1953)

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lucia erster Klasse, 5. April 2004
Lucia di Lammermoor ist die wohl beliebteste Oper von Gaetano Donizetti. Nicht nur die Wahnsinnsszene ist der Wahnsinn, denn es folgt ein Höhepunkt nach dem anderen. Es ist unwichtig die Handlung der Oper zu kennen, denn wenn Callas die Lucia singt, wird der Inhalt auch ohne Worte völlig klar.
Maria Callas ist eine unschlagbare Lucia. Sie ist eine begnadete Darstellerin und eine perfekte Besetzung für diese Rolle. Callas ist an virtuosität und dramatischer Ausdruckskraft nicht zu übertreffen. Ich denke ,daß es sich hier um die beste Gesamtaufnahme dieser Oper mit Callas in der Hauptrolle handelt, denn die Tonqualität ist hervorragend und
Callas ist in Spitzenform und vollbringt musikalische und darstellerische Höchstleistungen. Die schweren Passagen und Arien werden mit viel Gefühl und mit einem Höchstmaß an gesanglicher Genauigkeit gemeistert.Ihre Interpretation von Lucias erster Arie "Regnava nel silenzio" jagt jedem Hörer in regelmäßigen Zeitabständen Schauer über den Rücken, ganz zu schweigen von der großen Wahnsinnsarie ,welche für ihren Schwierigkeitsgrad bekannt ist. Callas sorgt dafür, daß man sich fühlt als würde man selbst das Schicksal der leidenden Lucia verkörpern. Durch den Hauch von Traurigkeit über jedem einzelnen Ton fühlt man sich in die Handlung hineinversetzt.
Maria Callas wird durch diese Aufnahme für die Ewigkeit unsterblich bleiben.
Giuseppe di Stefano ist zwar ein begnadeter Tenor, aber er verschluckt zeitweise die Töne zu sehr. Außerdem ist sein Vibrato an manchen Stellen etwas ungezügelt. Di Stefano singt mit viel Gefühl und macht die Rolle durch seine Interpretation lebendig. Man nimmt ihm die Darstellung völlig ab. Unschlagbar ist die Stefano in den Duetten mit Maria Callas. Die Stimmen verschmelzen miteinander und alles ist vollkommen.
Auch Tito Gobbi spielt die Rolle des Enrico mit viel Verstand und Dramatik. Er hat eine durchschalgskräftige Stimme und einen harten und manchmal etwas rauen Ton, der aber hier keines Fallas störend ist, sonder eher dafür sorgt, daß die Rolle echt und ungespielt wirkt.
Der Rest der Darsteller ist großartig. Es handelt sich hauptsächlich um unbekannte Namen, welche allerdings durchaus einen Platz an der Spitze verdient hätten.Besonders gut finde ich Anna Maria Canali als Alisa. Sie ist eine gute Sängerin mit einem sehr warmen Timbre und außerdem ist sie eine gute Darstellerin.
Chor und Orchester sind nicht zu übertreffen. Maestro Serafin gibt sich die Ehre und sorgt dafür, daß das Orchester gut auf die Stimmen der Darsteller abgestimmt ist. Der Chor ist kraftvoll und macht seine Sache ebenfalls enorm gut.
kurz: Bei dieser Aufnahme stimmt einfach alles.Opernliebhaber und Fans von Maria Callas sollten auf gar keinen Fall auf diese Aufnahme verzichten. Auch der Preis ist mehr als fair. Ich würde ihn als Schnäppchen bezeichnen!


Verdi: La Traviata (Gesamtaufnahme)
Verdi: La Traviata (Gesamtaufnahme)

16 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ergreifend!, 5. April 2004
La Traviata ist das wohl beliebteste Werk von Giuseppe Verdi. Es gibt hunderte von guten Interpreten, doch ich persönlich würde immer zu dieser Aufnahme greifen. Nicht nur die Darsteller von Weltrang, sondern auch hervorragende Tonqualität und ein mitreißendes Orchester-Ensemble machen diese Aufnahme zu einer der besten überhaupt.
Lucia Aliberti ist eine grandiose Violetta. Der zarte Klang und der schmelzende Ton ihrer Stimme sind ideale Vorraussetzungen für eine außerordentlich gut gelungene Charakterdarstellung. Schon beim berühmten Trinklied entfalten sich ihre enorme Darstellungsgabe und ihre Stimmgewalt, der niemand wiederstehen kann. Ihre große Arie am Ende des ersten Aktes tut sein übriges.
Ich habe "E'strano" nie zuvor so virtuos und strahlend gehört.
Die Koloraturen sind beschwingt und leicht, als würden die Triller und Koloraturläufe ihr nicht die geringsten Probleme bereiten. Zum Ende dieser Arie brilliert die Aliberti mit einem strahlenden dreigestrichenem "es". Die Stimme an sich klingt jugendlich, frisch und dramatisch. Ganz besonders fällt dies auch im letzten Akt dieses Meisterwerkes auf. "Addio del passato" heißt eine der berühmtesten Arien der Operngeschichte. Aliberti interpretiert diese Arie dermaßen anrührend und herzzerreißend, daß selbst ein gefühlskalter Mensch um das Schicksal der Traviata weinen muß. Das Finale dieser Oper ist für den Sopran noch einmal eine gute Gelegenheit alle stimmlichen Mittel unter Beweis zu stellen. Genau das tut Aliberti hier. Sie legt noch einmal alle Kraft ihrer göttlichen Stimme in die letzten Takte dieser Oper. Ihr ist hier ein wirklich beeindruckendes Charakterportrait gelungen.
Peter Dvorsky singt in dieser Einspielung die Rolle des Alfredo. Auch er ist ein begnadeter Sänger und ein hervorragender Darsteller. Er hat weder Probleme mit den hohen Stellen, noch mit der dramatischen Darstellung seines Charakters. Die Auftrittsarie des zweiten Aktes "Lunge de lei per me" ist ihm besonders gut gelungen. Hier hat er Gelegenheit alle Vorzüge seiner Stimme zu präsentieren. Auch das herrliche Duett mit Violetta ist umwerfend. "Parigi, o cara" ist besonders gefühlsbetont gesungen. Dvorsky holt hier die Sterne vom Himmel und liefert eine mehr als solide Darstellung ab.
Auch Peter Dvorsky legt sich im Finale der Oper noch einmal richtig ins Zeug. Er ist für den Alfredo die absolute Idealbesetzung und kann meiner Meinung nach durchaus mit Pavarotti und Domingo mithalten.
Giorgio Germont wird hier von dem begnadeten Renato Bruson gesungen. Er ist nicht nur ein grandioser Künstler, sondern auch einer der besten Darsteller dieser Rolle. Seine Stimme ist zart und seine Diktion ist klar. Er hat sich eine sehr gute Gesangstechnik angeeignet, mit der er selbst die schwierigsten Passagen und Arien meistert. Seine Leistung ist wirklich bewundernswert. Die große Szene zwischen Giorgio Germont und Violetta ( Lucia Aliberti ) ist grandios. "Madamigella Valéry?" heißt das große Duett, in dem Brusons Darstellungsgabe und seine gewaltige Stimme besonders auffallen. Aber auch die berühmte Arie "Di Provenza il mar" ist einmalig gesungen und interpretiert. Auch er ist für mich eine der wenigen Idealbesetzungen für diese Rolle. Der Rest der Darsteller ist mittelmäßig. Aber sie fallen ja auch nicht besonders ins Gewicht. Shigeru Sawa, welche die Rolle der Annina singt, legt zwar eine solide Leistung ab, aber ihre Stimme ist nicht sonderlich interessant.
Der Fujiwara Opera Chorus und das Tokyo Philharmonic Orchestra machen ihre Sache sehr gut. Sowohl der Chor, als auch das Orchester reißen den Hörer regelrecht mit. Am Pult steht hier Roberto Paternostro. Er mag eventuell nicht jedem bekannt sein. Dies sollte niemanden scheuen, denn ich habe selten Aufnahmen mit einem solch mitreißendem Dirigat erlebt.


Bellini. Beatrice di Tenda (Gesamtaufnahme)
Bellini. Beatrice di Tenda (Gesamtaufnahme)
Preis: EUR 26,20

6 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen grandiose Einspielung,, 5. April 2004
Beatrice di Tenda ist ein eher unbekanntes Werk des Komponisten Vincenzo Bellini. Nur die wenigsten Fachleute und Opernliebhaber sind mit den Melodien und dem Inhalt dieses Meisterwerkes, welches sich weder hinter "Norma" noch hinter "I Puritani" verstecken muss, vertraut. Diese hervorragende Aufnahme sorgt dafür, daß dieses Werk nicht in Vergessenheit gerät.
Lucia Aliberti ist mit der Hauptrolle hervorragend besetzt.
Sie vermag die Rolle der Beatrice so wohl glaubhaft, als auch lebensnah zu gestalten. Jeder einzelne Ton ist gedacht und empfunden. Aliberti gestaltet die Rolle mit einem Höchstmaß an Melancholie und Zerbrechlichkeit. Sie singt mit unerreichbarer Präsenz und mit einer göttlichen Stimme, die jeden Liebhaber der klassischen Musik zum Schmelzen bringt. Ihre Koloraturen sind virtuos, die hohen Spitzentöne perfekt positioniert und die Aussprache deutlich. Diese Rolle ist der Aliberti wie auf den Leib geschrieben und ich bin davon überzeugt, daß es für diese Rolle keine bessere Besetzung gibt.
Auch der ambitionierte Tenor Paolo Gavanelli macht seine Sache sehr gut. Er stellt den Charackter des Filippo lebensnah und mit viel Dramatik dar.
Im großen und ganzen hat er eine schöne Stimme, welche allerdings das richtige Maß an Vibrato nicht immer ganz abschätzen kann.
Die restlichen Hauptdarsteller sind sehr talentiert. Besonders gut gefällt mir Camille Capasso, welche die Rolle der Agnese del Maino gestaltet. Ihre Stimme ist ausgeglichen und ausdrucksstark. Mit ihrem warmen Vibrato und ihrem hohen Mezzo-Sopran begeistert sie jeden Hörer. Ihre Stimme harmoniert hervorragend mit dem Rest der Darsteller.
Der Chor der Deutschen Oper Berlin und das Orchester sind einmalig. Einfühlsam begleitet Fabio Luisi sein Orchester und geht sehr gefühlvoll auf die Stärken und Schwächen der Hauptdarsteller ein.
Diese Gesamteinspielung ist eine Referenzaufnahme ,und sollte in keinem CD-Regal fehlen.


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