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raschke64 "ra"

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Wiener Totenlieder: Kriminalroman (Ein Carlotta-Fiore-Krimi, Band 1)
Wiener Totenlieder: Kriminalroman (Ein Carlotta-Fiore-Krimi, Band 1)
von Theresa Prammer
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 16,99

3.0 von 5 Sternen Wiener Totenlieder, 19. März 2015
In der Wiener Oper geschehen Morde. Zuerst trifft es eher mittelmäßige Sänger und Schauspieler – ein Sänger stürzt während des Auftritts von einer Spiegelscherbe seines Konsums erstochen ins Orchester. Dann wird auch die Souffleuse vergiftet und die Angst geht um. Die Polizei kommt nicht wirklich weiter mit den Ermittlungen und so meldet sich Kommissar Hannes Fischer bei Konrad und Lotta und bittet diese, undercover als Statisten in der Oper zu ermitteln. Konrad war früher selbst Polizist und geriet nach dem Verschwinden seiner Tochter völlig aus der Bahn. Lotta ist die Tochter der berühmten Opernsängern Maria Fiora und kennt sich in der Oper bestens aus. Beide haben aber mehr als nur ein privates Problem und so gestalten sich die Ermittlungen auch erst mal schwierig. Zumal das Töten nicht aufhört …
Das Buch lässt mich gespalten zurück. Anfangs bin ich überhaupt nicht in das Geschehen reingekommen, später wurde die Handlung flüssiger und auch besser lesbar. Der Tatort Oper hat mir gefallen, aber die auftretenden Figuren waren mir alle etwas zu überdreht und teilweise nicht sehr realistisch. Die außergewöhnlichen Morde – warum nicht – nette Idee. Aber als dann auch noch Sven die „Bühne“ betritt – vor allem, was er ist/tut – (ich gehe nicht näher ins Detail, um nicht zu viel zu verraten), das erschien mir dann doch des Guten zu viel und zu übertrieben.
Auch die Auflösung am Ende, sicher: einige werden das Ende genial finden, andere – wie ich – viel zu übertrieben.
Alles in allem: ein unterhaltsames Buch, gut zu lesen – aber für mich insgesamt zu viel gewollt und damit über das Ziel hinaus geschossen.


Der Preis der Treue: Roman
Der Preis der Treue: Roman
von Diane Brasseur
  Taschenbuch
Preis: EUR 14,90

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der Preis der Treue, 18. März 2015
Rezension bezieht sich auf: Der Preis der Treue: Roman (Taschenbuch)
Ein 54-jähriger Mann sitzt in seinem Arbeitszimmer. Zu Hause – bei Frau und Tochter, die er eigentlich nur noch am Wochenende sieht. Denn in der Woche lebt er in Paris als Anwalt und hat eine wesentlich jüngere Freundin. Anfangs fand er es ganz toll. Er fühlte sich wieder jung, fand den Sex mehr alt gut, hatte neuen Spaß am Leben. Doch mehr und mehr gerät er in den Zwiespalt, dass er sich bei seiner Familie ebenfalls wohl fühlt und sie unheimlich vermisst. So beschließt er, vor dem geplanten Familienurlaub eine Entscheidung zu treffen: für seine Familie oder für seine Freundin?
Eigentlich könnte man sagen: die Geschichte ist total banal. Da ist ein schon älterer Mann, der mit einer wesentlich jüngeren Freunden den 2. Frühling erlebt. Trotzdem hat das Buch etwas ganz eigenes. Der Mann – man erfährt seinen Namen nicht – erzählt geradlinig und direkt, wie er in die Situation geraten ist. Er wägt das Für und Wider von Freundin und Frau ab, vermischt seine Wünsche mit dem realen Geschehen, möchte am liebsten alle – Frau, Freundin, Tochter – irgendwie zusammenbringen, weiß aber, dass es nicht geht. Das ganze Geschehen erfolgt in der Ich-Form und nur aus Sicht des Mannes. Die Ansichten von Frau und Freundin beruhen auf seinen Annahmen. Ob es stimmt, kann man nicht wissen. Aber irgendwie tut er einem leid. Normalerweise würde man die Frauen als die Leid tragenden ansehen. Aber hier kann man den Mann irgendwie nicht verurteilen und möchte nur wissen, wie seine Entscheidung ausfällt.
Ich habe das Buch in einem Zug durchgelesen, es hat eine ganz eigenartige innere Spannung, man kann schlecht loslassen.
Nicht so gut gefallen hat mir das Cover, ich fand es irgendwie altmodisch und auch etwas einseitig auf die Freundin ausgerichtet.


Engelsgleich
Engelsgleich
von Martin Krist
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

4.0 von 5 Sternen Engelsgleich, 18. März 2015
Rezension bezieht sich auf: Engelsgleich (Taschenbuch)
In Berlin wird eine grausame Entdeckung gemacht. In einem alten Industriegelände wird die Leiche einer jungen Frau entdeckt. Sicher nicht so ungewöhnlich in einer Großstadt. Doch beim Absuchen des Tatorts werden direkt daneben in alten Abfallgruben 11 weitere Leichen gefunden – alles Kinder, Mädchen und Jungen, gefoltert und verstümmelt. Die Kommissare Kalkbrenner und Muth sind fassungslos und die Ermittlungen gestalten sich schwierig.
Dann ist da noch die Geschichte einer Pflegemutter. Juliane sucht ihre verschwundene Pflegetochter Merle. Niemand nimmt sie Ernst, denn Merle stammt aus schwierigen Verhältnissen und ist nicht zum 1. Mal verschwunden. Während Juliane nicht aufgibt bei ihrer Suche, zerbricht ihre Beziehung daran, sie verliert den Job und alle Freunde.
Zeitgleich geht es um Markus. Er ist ein kleiner Drogendealer und „arbeitet“ sich so nach und nach in der Hierarchie nach oben, verwickelt in die russische Mafia und Cristal Meth aus Tschechien. Und auch hier geschehen grausame Morde.
Martin Krist gelingt es sehr gut, die so unterschiedlichen Handlungen mit viel Spannung zu verknüpfen. Dabei geht es um aktuelle Themen aus dem Bereich (Kinder)Prostitution, Drogenhandel und Entführung. Es geht um Machtkämpfe auf der Straße und innerhalb der Polizei. Die Ermittler sind glaubhaft, normale Leute mit einem normalen Leben. Es gibt einige sehr überraschende Wendungen, einige sind vorhersehbar, aber deshalb nicht weniger gelungen. Was mir besonders gefallen hat, ist der Zusammenhang dieser vielen Themen. Man hat trotzdem nicht das Gefühl, dass hier versucht wurde, alles „reinzupacken“ und unterzubringen. Im Gegenteil – es greift stimmig ineinander. Auch wurde das Ende nicht „rosarot“ verklärt und aufgelöst und es sieht nach einer Fortsetzung der Geschichte aus. Ich würde sie gern lesen.


Madame Picasso: Roman
Madame Picasso: Roman
von Anne Girard
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,99

4.0 von 5 Sternen Madame Picasso, 12. März 2015
Rezension bezieht sich auf: Madame Picasso: Roman (Taschenbuch)
„Madame Picasso“ ist ein zauberhaftes Buch. Es geht um Eva. Sie ist ein Kind polnischer Einwanderer und wächst in einem Pariser Vorort auf. Aber sich möchte mehr aus ihrem Leben machen, als nur den von den Eltern vorgesehenen Mann zu heiraten und Kinder zu bekommen. So läuft sie von zu Hause weg und geht nach Paris. Sie bewirbt sich als Näherin im berühmten Moulin Rouge. Nach Anfangsschwierigkeiten setzt sie sich mit ihrem Willen und können aber durch und beginnt, unser den Theaterkünstlern Freunde zu finden. So lernt sie auch Maler und Dichter kennen, u. a. auch Pablo Picasso. Es ist auf beiden Seiten Liebe auf den ersten Blick. Doch Picasso hat noch eine Dauerfreundin, die sich „Madame Picasso“ nennen lässt. Und Eva ist sich zu schade, um nur eine Daueraffaire zu werden. So dauert es eine Weile, bis aus beiden ein Liebespaar wird.
Bei dem Buch fällt als erstes das Cover ins Auge, wunderbar gelungen zeigt es den Eiffelturm, den man sofort mit Paris verbindet. Dazu eine Frau, die ihren Weg geht und gleichzeitig so „typisch französisch“ leicht wirkt. Auch der innere Einband ist richtig gelungen.
Gleiches kann man von den Buch sagen. Der Stil ist einerseits „luftig“ leicht, andererseits voller kluger Gedanken. Man kann das Leben von Eva nachvollziehen, ihre Wünsche und Träume, ihre Beharrlichkeit bei der Umsetzung, ihr Willen zum Lernen, ihre große Liebe zu Picasso. Auch die vielen Schwierigkeiten, die sie bei Picassos Freunden und Bekannten überwinden muss, sind absolut nachvollziehbar. Der Autorin ist es gelungen, Eva als eine sehr starke und trotzdem verletzliche Frau darzustellen, die ihrer Zeit manchmal voraus ist, trotzdem aber in ihr verhaftet. Picasso dagegen wirkt manchmal ein bißchen blass, was aber vielleicht gewollt ist, denn auch er ist ein sehr starker Mensch und Künstler gewesen, der viele Eigenheiten hatte. So aber bleibt in diesem Buch Eva die Hauptperson.


Die Königin der Orchard Street: Roman
Die Königin der Orchard Street: Roman
von Susan Jane Gilman
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,95

4.0 von 5 Sternen Die Königin der Orchard Street, 10. März 2015
Mit ihrer russisch-jüdischen Familie wandert Malka nach Amerika aus. Eigentlich sollte es nach Südafrika gehen, doch der Vater tauscht die Schiffskarten ein und so landet die Familie in New York, sehr zum Ärger und Entsetzen der Mutter. Sie kommen in einer typischen Einwanderermietskaserne unter und die die Eltern suchen sich Arbeit. Auch die Kinder sollen Geld verdienen. So beginnt Malka zusammen mit ihrer Schwester zu singen und kleine Arbeiten auf der Straße zu übernehmen. Auf der Straße hat Malka einen Unfall, sie wird von einem Pferdewagen überfahren. Der Fahrer ist Mr. Dinello – ein Eishersteller und –verkäufer. Der kümmert sich um Malka, die zuerst im Krankenhaus landet. Ihre Familie kümmert sich nicht um sie, denn Malkas Bein wird nie wieder in Ordnung kommen und Malka kann kein Geld verdienen. Inzwischen hat der Vater die Familie auch verlassen. So wächst Malka – die sich später katholisch taufen lässt und den Namen in Lillian ändert – bei der italienischen Familie Dinello auf und lernt das Eis machen von der Pieke auf. Doch trotz allem wird Lillian nie ein vollwertiges Familienmitglied bei den Dinellos und bleibt auf ihre Art immer eine Außenseiterin …
Das Buch hat mir richtig gut gefallen. Malka/Lillian erzählt in der Ich-Form über ihr Leben. Immer im Wechsel von ihrem „hohen“ Alter aus in Rückblenden von ihrer Kindheit, Jugend, später ihrer Heirat und dem Leben mit ihrem geliebten Mann Bert und natürlich vom Aufbau ihres Eis-Imperiums, mit dem sie zu Amerikas „Eis-Königin“ wird. Sie erzählt ehrlich über ihre Freuden, ihre Vorstellungen und ihre Kämpfe um Anerkennung, die sie als nicht hübsche und behinderte Frau hat, deren Arbeit lange nicht anerkannt wird und die es schwer hat, sich mit ihren guten Ideen durchzusetzen. Sie wird oft von den Geschäftsmännern nicht für voll genommen und muss einige Tricks einsetzen. Auch im privaten Leben ist sie nicht immer ganz ehrlich und macht einige mehr als nicht legale Sachen. Dabei hat sie einen herrlichen Humor und viel (Selbst)Ironie, so dass das Lesen zu einem richtigen Vergnügen wurde. Nebenbei erfährt man viel vom Leben in Amerika von der Einwanderung zum Anfang des 20. Jahrhunderts über den 1. und 2. Weltkrieg und vom Aufbau einer Firma, aber auch von dem möglichen schnellen Niedergang bei Fehlern. Malka ist eine starke Frau, die vor allem an Ende zu ihren Fehlern steht und die Konsequenzen zieht. Das ganze Buch durchzieht ein „Aroma“, man meint förmlich, das Eis zu riechen und zu schmecken – dabei ist es aber auch unheimlich warmherzig und witzig.


Blumentochter: Roman
Blumentochter: Roman
von Vanessa da Mata
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 18,00

2.0 von 5 Sternen Blumentochter, 10. März 2015
Rezension bezieht sich auf: Blumentochter: Roman (Gebundene Ausgabe)
Adalgiza – gennant Giza – lebt zusammen mit ihren beiden Tanten. Diese sind nur wenig älter und anfangs sind alle eher wie Geschwister. Als Giza älter wird und sich beginnt, für Männer zu interessieren, ändert sich das Verhältnis. Plötzlich sind sie eher Konkurrentinnen, zumal sich Gizia und eine Tante für den gleichen Mann interessieren. Die Einkünfte der Frauen bestehen aus dem Verkauf von Blumen. Giza muss diese auch in der Stadt ausliefern und erfährt so viele Geheimnisse. Mehr und mehr muss Giza alle Arbeit allein machen. Sie fühlt sich unglücklich und als Außenseiterin und hat keine Freunde. Bis sie in die „verbotene“ Vila Morena kommt, einem eher verrufenen Stadtteil, in dem Huren und Säufer wohnen und eine geheimnisvolle Königin als Göttin verehrt wird. Dort findet Giza Aufnahme und Freunde. So schleicht sie sich immer öfter heimlich dahin und trifft sich auch mit ihrem Freund. Dann wird sie schwanger …
Ich bin mit dem Buch überhaupt nicht zurecht gekommen. Der Stil ist sehr blumig und sehr ausufernd. Die Autorin hat viel Fantasie, aber sie sprach mich nicht an. Giza wirkt so unnahbar, eigentlich sind alle Figuren irgendwie „schräg“ und die Geschichte war für mich sehr unglaubwürdig. So werden die Tanten als nur wenig älter beschrieben, aber es gibt keine Erwachsenen dabei als die drei aufwachsen. Nur eine Art Dienerin/Haushälterin. Auch konnte ich nie wirklich die Zeit einordnen, in der die Geschichte spielen soll. Giza fährt Auto, also muss es relativ „neuzeitlich“ sein. Doch da werden Menschen umgebracht und niemand interessiert sich dafür. Es war einfach nicht mein Fall. Das Buch ist in sehr kurze Kapitel eingeteilt, doch ich merkte schnell, dass ich die Geschichte schon wenige Kapitel weiter völlig vergessen hatte und mich nicht an Details erinnern konnte. Sie interessierte mich immer weniger. Erst nach gut 2/3 kam so etwas wie ein wenig Spannung auf, was das auf der Buchrückseite angesprochene Geheimnis angeht. Letzteres wurde mit ein paar wenigen Seiten abgehandelt. Alles in allem war ich froh, als ich am Ende ankam. Das Buch ist einfach nichts für mich.


Sündenbock: Ein Fall für Schöffin Ruth Holländer
Sündenbock: Ein Fall für Schöffin Ruth Holländer
von Judith Arendt
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

4.0 von 5 Sternen Sündenbock, 10. März 2015
Der 2. Fall für die Schöffin Ruth Holländer: Der Angeklagte ist der Rentner Jürgen Dombroschke. Er soll seine schwerkranke Frau mit Rattengift umgebracht haben. Doch er schweigt zu allem und Ruth hat das komische Gefühl, dass etwas nicht stimmt. Als ihr Mitschöffe nicht mehr unvoreingenommen handelt, wird die Verhandlung unterbrochen und Ruth von dem Fall abgezogen. Doch es lässt ihr keine Ruhe und so fährt sie in die Gartenkolonie zum Garten der Dombroschkes und zu dem des bestens Freundes. Wie sich herausstellt, begibt sie sich damit selbst in Gefahr.
Wie auch der Vorgängerband geht es in erster Linie um Ruth Holländer. Neben ihrer Schöffentätigkeit hat sie ein gut laufenden Bistro, das viel Arbeit macht, und zwei fast erwachsene Kinder, die aber auch noch ihre Mutter brauchen. Dazu ihr Freund Hannes, der Staatsanwalt ist und große familiäre Probleme hat, die auch Ruth belasten. Alles in allem ist sie also eine ganz normale Frau mit vielen Pflichten und wenig Freizeit. Das kommt in dem Buch auch sehr gut rüber. Man kann die Probleme von Ruth nachvollziehen, ihre Reaktionen verstehen. Wer einen spannenden Krimi erwartet, ist allerdings bei dem Buch eher fehl am Platz. Die Ermittlungen von Ruth laufen eher nebenher, Spannung gibt es dadurch kaum. Das schmälert das Lesevergnügen überhaupt nicht. Im Gegenteil, ich war sehr schnell mit dem Buch durch, es ist gut und flüssig lesbar. Der Stil ist einfach und direkt. Nur eben einen Krimi darf man nicht erwarten. Wie auch im 1. Band gibt es allerdings klare Bezüge zu aktuellen Problemen der Gesellschaft.


Verliebt in sieben Stunden: Roman
Verliebt in sieben Stunden: Roman
von Giampaolo Morelli
  Broschiert
Preis: EUR 14,90

2.0 von 5 Sternen Verliebt in sieben Stunden, 16. Februar 2015
Paolo ist ein angesehener Wirtschaftsjournalist bei einer seriösen Zeitung. Mit seiner Verlobten Giorgia plant er die Hochzeit. Sein Leben läuft perfekt für ihn: tolle Wohnung, teure Möbel, ein Karrieresprung in Aussicht. Doch da kommt er unerwartet früher nach Hause und erwischt seine Verlobte mit seinem fiesen Chef im Bett. Wutentbrannt kündigt er seinen Job, verletzt versucht er, sich das Leben zu nehmen, landet im Krankenhaus und nach 3 Monaten in einer Wohnung ohne Wasser, Gas und Strom, dafür mit einem Haufen unbezahlter Rechnungen. Seine letzte Rettung ist ein Job bei Macho Man, einer eher banalen Wochenzeitschrift für Männer. Er muss belanglose Interviews führen und Artikel schreiben. Doch als guter Journalist macht er auch das gut und so kommt es, dass er „undercover“ an einem Kurs teilnehmen muss „Kunst der Verführung“. Und die Kursleiterin ist zwar sehr attraktiv, doch er gerät andauernd mit ihr aneinander, denn er kann den Kurs nicht ernst nehmen. Bis seine Artikel einschlagen wie eine Bombe und die Auflage der Zeitschrift unheimlich steigern …
Ich habe das Buch innerhalb von nicht mal 2 Stunden gelesen. Normalerweise würde das bedeuten, dass ich total begeistert bin. In dem Fall bedeutet es einfach nur, dass man es schnell lesen kann. Es gab einige Stellen, die ich ganz witzig fand. Doch insgesamt war es wohl eher nicht meine Art von Humor. Kurze Sätze, sehr einfacher Stil und irgendwie hatte ich immer das Gefühl, dass ich kein Buch lese, sondern eher ein Drehbuch für einen Film (vermutlich wird das Buch auch verfilmt werden). Viele Sachen waren einfach so vorhersehbar. Die Figuren waren teilweise übertrieben klischeehaft, die „Verwechslungen“ meilenweit vorhersehbar, die Figuren teilweise sehr platt. Ich kann nicht verstehen, warum es ein Bestseller geworden ist.


Und morgen du: Kriminalroman (Ein Fabian-Risk-Krimi, Band 1)
Und morgen du: Kriminalroman (Ein Fabian-Risk-Krimi, Band 1)
von Stefan Ahnhem
  Broschiert
Preis: EUR 16,99

4.0 von 5 Sternen Und morgen Du, 10. Februar 2015
Kommissar Fabian Risk kehrt in seine Heimat zurück. Nicht ganz freiwillig, denn er hatte Probleme auf der Arbeit und auch familiär läuft es nicht wirklich gut. Beides will er ändern und so soll der Umzug ein Neuanfang sein. Doch er ist gerade angekommen, da wird in seiner alten Schule ein Toter gefunden – mit abgetrennten Händen. Daneben ein Foto, das Fabians alte Klasse zeigt. Während Fabian seinen Urlaub gar nicht erst antritt und bei den Ermittlungen hilft, wird ein weiteres Opfer gefunden. Wieder aus der gleichen Klasse. Wieder verstümmelt. Fabian klemmt sich hinter die Ermittlungen, hat erste Erfolge – macht aber so viele Alleingänge, dass seine neue Chefin in dann doch in den Urlaub zurück schickt, denn sie haben einen Verdächtigen ausgemacht – ebenfalls jemand aus Fabians alter Klasse. Doch die Morde gehen weiter und auch Fabian gerät in immer größere Gefahr.
Das Buch hat mir gut gefallen. Fabian ist ein sympathischer Ermittler, der aber auch Ecken und Kanten hat. Seine Ermittlungen sind nachvollziehbar, die Probleme mit den Kollegen und der Familie auch. Die Spannung des Buches trägt sich anfangs vor allem durch die unterschiedlichen Morde, einer nach dem anderen in der Klasse wird aus „nachvollziehbaren“ Gründen ermordet. In der Mitte des Buches lässt die Spannung etwas nach, hier wäre eine Straffung etwas günstiger gewesen. Aber das Ende birgt noch einige Überraschungen, die die Spannung dann wieder erhöhen.
Insgesamt ein guter Krimi, bei dem ich mir eine Fortsetzung wünschen würde.


Eltern, die auf Schaukeln starren: Von Bio-Mamas, iPhone-Papas und anderen Spielplatz-Profis
Eltern, die auf Schaukeln starren: Von Bio-Mamas, iPhone-Papas und anderen Spielplatz-Profis
von Felix Denk
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

4.0 von 5 Sternen Eltern, die auf Schaukeln starren, 10. Februar 2015
Das Buch ist in 7 „Kapitel“ nach den Wochentagen eingeteilt. Die Autoren haben auf dem Spielplatz die verschiedenen Elterntypen beobachtet und genau beschrieben: da ist die durchgestylte Mutter, die zu Hause für alles eine Nanny hat, die Öko-Mama, der Business-Papa oder auch der ganz überzeugte Neodad. Die Aufzählung ließe sich fortsetzen. Jeder hat so seine eigenen Vorstellungen und Macken, wie die Kinder zu erziehen sind, was für sie gut und vor allem was ganz schlecht ist, wie sie sich auf dem Spielplatz verhalten sollen und wie sich die Kinder verhalten sollen. Das Ganze ist eigentlich überspitzt dargestellt – als neutraler Beobachter denke ich aber, so überspitzt ist das gar nicht. Diese Typen hat man selbst schon irgendwo beobachtet und entweder amüsiert oder genervt reagiert. Und bei dem ganzen Kult um die Kinder fragt man sich schon mal, wie die Generationen davor überhaupt aufwachsen konnten und doch zuallermeist schadenfrei groß geworden sind. Die Autoren erklären allerdings auch, warum sich das heute so rapide geändert hat – diverse Seitenhiebe auf Erziehungsratgeber inklusive. Das alles ist aber eher humorig geschrieben und lässt sich sehr leicht und flüssig lesen. Natürlich spielt hier der Wiedererkennungswert eine große Rolle – man kennt halt eben genau so eine Person. Die Autoren haben es auch verstanden, das Buch auf genau die Länge zu bringen, die verhindert, dass man sich durch allzu viele Wiederholungen langweilen könnte.


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