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Konsolomio

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Blackfield IV (Limited)
Blackfield IV (Limited)
Preis: EUR 20,44

12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gut, aber es hätte soviel mehr sein können., 31. August 2013
Rezension bezieht sich auf: Blackfield IV (Limited) (Audio CD)
Im Laufe der letzten Jahre hat Steven Wilson seine Beteiligung am Blackfield-Projekt immer mehr zu Gunsten seiner Solokarriere zurückgefahren. Blackfield liegt nunmehr künstlerisch praktisch vollständig in den Händen von Aviv Geffen, der auch schon auf dem Vorgängeralbum "Welcome To My DNA" bis auf einen Song alle Stücke komponiert hatte.

Geffens Gespür für großartige Pop-Melodien kommt auch auf IV wieder voll zur Geltung. Der Prog-Einfluss von Wilson ist zwar fast komplett zurückgefahren, aber wer gerne eingängige und nicht allzu seichte Popmusik mit hervorragendem mehrstimmigen Gesang hört, ist auf dem neuen Album richtig.

"Pills" ist ein erstklassiger Opener, der in dieser Form noch am ehesten an die ersten Blackfield-Klassiker erinnert. Ein spannender Songaufbau mit regelmässiger Steigerung und auch Zurücknahme des Tempos lässt eigentlich keine Wünsche offen.

Die folgenden drei Songs erinnern mit ihrem sehr poppigen Charakter an Geffens Soloveröffentlichungen, denen er sich hier praktisch 1:1 annähert. Das mag zwar leichtgewichtiger klingen, dafür überzeugen die Stücke mit schönen Melodien und gehen gut ins Ohr. Erstmals ist bei "X-Ray" mit Vincent Cavanagh (Anathema) auch einer von drei weiteren Gastsängern auf einem Blackfield-Album vertreten.

"Firefly" mit Brett Anderson (Suede) ist dann das nächste Highlight. Eine wunderschöne, aber keinesfalls seichte Melodie sorgte bei mir zusammen mit Andersons einzigartiger Stimme für Gänsehautfeeling. Bei dem Song schwingt ein leichte Melancholie mit, welche "Firefly" die nötige Tiefe verleiht.

Anschließend wird bei "The Only Fool Is Me" leider deutlich, dass das Album scheinbar mit etwas heißer Nadel gestrickt wurde. Denn es folgt der erste Song unter 2 Minuten, der zwar auch gefällig klingt, aber sich aufgrund der Kürze kaum entwickeln kann. Auch die meisten anderen Songs kommen kaum mal über die 3 Minuten-Marke. Es müssen ja keinen ausufernden 10 Minuten-Monster werden, aber ein wenig mehr Quantität kann man schon erwarten.

"Jupiter" ist der erste von Steven Wilson gesungene Song und konnte mich erst beim dritten Anlauf überzeugen. Dann aber gräbt sich die tolle Melodie und die ausgefeilte Pop-Komposition ins Hirn und lädt aufgrund des schönen Satzgesangs zum Mitträllern ein. Ein kleines Juwel.

Forscher geht es dann endlich mal bei "Kissed By The Devil" zur Sache. Hier bestimmen etwas härtere Gitarrenriffs und eindringlicher Gesang mit aufrüttelndem Charakter die Atmosphäre. Vergleichbar ist der Song mit "Blood" vom Vorgängeralbum, der auch dort eine Art "Wachmacher" war.

Danach gibt es wieder poppige typische Aviv Geffen-Kost. Schöne Melodien und mehrstimmiger Gesang umschmeicheln auch hier die Ohren. Nichts herausragendes, aber äußerst gefällig.

Den Abschluss bildet "After The Rain", welches mit 1:26 min.-Spielzeit leider wieder nur eine Momentaufnahme darstellt, und sein Potential deshalb nicht voll entfalten kann. Das ist schade, da einige gute Ideen vorhanden sind und eine entspannte Melancholie vorherrscht.

Insgesamt ist IV ein gutes Popalbum mit schönen Melodien, abwechslungsreichen Songs und überzeugender Gesangsarbeit aller Beteiligten. Die Dauer des Albums hat allerdings fast schon EP-Charakter. Knapp 31 Minuten sind für einen neuen Longplayer schon arg wenig. Das würde evtl. nicht stören, wenn es weniger, aber dafür ausgefeiltere Songs geben würde. Die Zwei-Minuten-Stücke stoßen hier besonders sauer auf. Vor allem da bei "After The Rain" viel Potential liegen gelassen wurde.

Versöhnlich stimmt mich allerdings die grandiose 5.1 Surround-Version auf der DVD der Special Edition. In Sachen Mehrkanalton-Abmischung macht Steven Wilson so leicht niemand was vor. Das Album ist druckvoll, der Satzgesang wird exzellent auf die zusätzlichen Boxen verteilt und kann so vollends begeistern. Diese Edition kommt als schönes Digibook.

Für das nächste Album wünsche ich mir etwas mehr Sorgfalt beim Songwriting. Solche Zwei Minuten-Ausfälle darf es nicht geben. Da ich guter Popmusik, auch als Prog-Liebhaber, keinesfalls abgeneigt bin, kann die tolle Rock/Pop-Symbiose der letzten Veröffentlichungen gerne beibehalten werden. Solange die Melodien stimmen, kann es auch etwas seichter sein.

Normales Album - 3 Sterne
Limited Edition (inkl. Surroundversion) - 4 Sterne


So wie Du warst (Limited Deluxe Edition Digipack)
So wie Du warst (Limited Deluxe Edition Digipack)
Preis: EUR 9,66

16 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Der Graf tritt auf der Stelle..., 25. Februar 2012
..."So wie du warst" ist "Geboren um zu leben 2.0". Statt Kinderchor gibts jetzt einen Altherrenchor. Der Graf hat auch nichts neues mehr zu sagen. Stattdessen werden alte Phrasen nur durchgerührt und neu verpackt.

Das gleiche bietet sich bei der B-Seite "Nachtschicht". Das hört sich an wie eine 1:1-Kopie von "Seenot" (Große Freiheit).

Ja, ich bin einer der Alt-Fans und stehe dazu. Die ungezwunge wunderschöne Lyrik und die warme dunkle Stimme des Grafen haben mich auf vielen vergangenen Alben begeistert.

Mit der "Großen Freiheit" kam der Kommerz, auch wenn mir das meiste noch gut gefiel, und der musikalische Ausverkauf geht jetzt weiter.

Ich gönne dem Grafen seinen Erfolg, denn er hat hart dafür gearbeitet. Allerdings bin ich nun erstmal runter vom Schiff. Es war eine schöne Fahrt. Jetzt ist Endstation.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 12, 2012 6:57 PM CET


So wie du warst (2-Track)
So wie du warst (2-Track)
Preis: EUR 1,29

12 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Der Graf tritt auf der Stelle..., 25. Februar 2012
Rezension bezieht sich auf: So wie du warst (2-Track) (MP3-Download)
..."So wie du warst" ist "Geboren um zu leben 2.0". Statt Kinderchor gibts jetzt einen Altherrenchor. Der Graf hat auch nichts neues mehr zu sagen. Stattdessen werden alte Phrasen nur durchgerührt und neu verpackt.

Das gleiche bietet sich bei der B-Seite "Nachtschicht". Das hört sich an wie eine 1:1-Kopie von "Seenot" (Große Freiheit).

Ja, ich bin einer der Alt-Fans und stehe dazu. Die ungezwunge wunderschöne Lyrik und die warme dunkle Stimme des Grafen haben mich auf vielen vergangenen Alben begeistert.

Mit der "Großen Freiheit" kam der Kommerz und der musikalische Ausverkauf geht jetzt weiter.

Auch ich gönne dem Grafen seinen Erfolg. Allerdings bin ich nun erstmal runter vom Schiff. Es war eine schöne Fahrt. Jetzt ist Endstation.


Tanzomat (Deluxe Edt.)
Tanzomat (Deluxe Edt.)
Preis: EUR 20,28

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gutes Album mit irreführendem Titel, 9. April 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Tanzomat (Deluxe Edt.) (Audio CD)
Wenn man das Wort "Tanzomat" hört, dann muss man unwillkürlich an Tanzflächenfüller denken. Das führt zu falschen Erwartungen, denn das neue Werk von Steve Naghavi enthält überraschend viele getragene und düstere Songs. Und die sind größtenteils richtig gut, wenn man sich darauf einlässt.

Den Anfang macht das unspektakuläre aber mit der Zeit ins Ohr gehende "Save the Hate", welches sehr an Depeche Mode erinnert, aber nicht so aufdringlich "klaut" wie andere Titel. Der Titel wächst mit jedem Hören. 5/5

"Shining Star" erfüllt dann als erstes die Kategorie "Dancesong". Die eingängige Strophe hat die typischen And One-Zutaten mit flotter Bassdrum und netten Keyboards. Leider fällt der Refrain ziemlich ab und gleitet fast ins poppig/schlagermäßige ab. Irgendwo habe ich mal einen Vergleich mit "Fancy" gelesen und das passt. ;) 3/5

"Only your dreams" ist die erste langsamere Nummer, welche mit schöner Melodie und coolen Synthies überzeugen kann. Auch diesen Titel würde ich als "Grower" bezeichnen, der wie guter Wein reift. 5/5

"Dancing in the Factory" ist leider der übliche "Spaßtitel", der wohl irgendwie auf jedem And One-Album drauf sein muss, was mal mehr und mal weniger gut ist. In diesem Fall ist die Depeche Mode-Kopie von "Just cant get enough" am Anfang nicht zu leugnen und auch sonst ist der Song einfach nur belanglos und stört die Atmosphäre des Albums. In meiner Playlist habe ich "Dancing..." inzwischen durch die Vorabsingle "Zerstörer" ersetzt, welche hier wesentlich besser passt. 1/5

"Angel Eyes". Jetzt wird es wieder etwas düsterer. Im Hintergrund gibt ein leichter Reggaetouch den getragenen Rhythmus vor und Steve singt mit gefühlvoller Stimme. Sehr atmosphärischer und unterschätzter Song. 5/5

"Seven" ist vom gleichen Schlage wie "Shining Star" und hat die gleichen Stärken und Schwächen. Treibende Strophe und mittelprächtiger Refrain. Ein weiterer Titel für die Tanzfraktion. 3/5

"The Aim is in your head" ist einer meiner Lieblingssongs und kann mit stampfendem Bass und eingestreuten Military-Drums eine bedrohliche Stimmung erzeugen. Dazu kommt Steves eindringlicher dunkler Gesang. Ab der Hälfte des Liedes kippt die Atmosphäre und tolle orientalische Synthies umrahmen den etwas zu lang gezogenenen Refrain. 5/5

"Electrocution" ist dann die von vielen erwartete EBM-Hommage, die von den schnelleren Songs als einzige auf ganzer Linie überzeugen kann. Spätestens jetzt emanzipiert sich das Album von den Vorgängern und setzt seine eigene Duftmarke im And One-Kosmos. 5/5

"Sex Drive" ist dann wieder ein typischer And One-Stampfer, der auch schon von der "Zerstörer-EP" bekannt ist. Eigentlich recht monoton hat der Song einen ziemlich hypnotischen Groove, der sich zum Ende immer mehr steigert. 5/5

Mit "Playing Dead" folgt das für mich überzeugendste Stück der CD. Asiatische Sounds leiten über zu großen Synthieflächen mit getragenen und dennoch kraftvollen Drums. Der Song nimmt sich sehr viel Zeit für seinen Aufbau, was sehr ungewöhnlich auf diesem Album ist. Die Strophe ist ähnlich düster wie bei "The Aim is in your head" mit toller Melodie, welche im Refrain mit Steves stärkster Gesangsleistung begeistern kann. 5/5

"No Song for you" ist wieder ein sehr ruhiger Titel mit Anleihen von Depeches "Agent Orange". Das Lied ist kein Meilenstein und recht unscheinbar, hat aber eine schöne Melodie. 4/5 Atmosphärisch leitet der Song perfekt zum unglaublich düsteren...

"And i love". Hier gibt es nur unheilvolle Synthies und einen sehr zerbrechlich singenden Steve. Dies ist wohl einer der ungewöhnlichsten And One-Songs aller Zeiten, welcher nun wirklich nichts mehr mit dem zu tun hat, was "Tanzomat" suggeriert. 4/5

Fazit:
Dancesongs gibt es nur wenige auf "Tanzomat". Dahingehende Kritik kann ich also verstehen. Der Albumtitel ist total unglücklich gewählt.

Mich kann die CD aber gerade durch die langsameren und äußerst atmosphärischen Stücke überzeugen und in der zweiten Hälfte vermag ich sogar so etwas wie ein Konzeptalbum zu erkennen, denn ab "The Aim is in your head" werden die Songs immer düsterer und ruhiger und klingen mit "And i love" ungewöhnlich aus.

Die Live-CD, welche der Deluxe-Ausgabe beiliegt, kann mich allerdings nur bedingt überzeugen. Es fehlt oft das optische Feedback eines Konzertes, denn manche Songs sind von den Arrangements her schlechter als die Originale (Love and Fingers, My Warrior, Sexkeit).

Sehr unterhaltsam sind dagegen die Performances vom augenzwinkernden "Tanz der Arroganz" und "Klaus" mit schöner Publikumsinteraktion.


The Way
The Way
Preis: EUR 18,74

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Symphonischer Progrock mit positiver Ausstrahlung, 6. April 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Way (Audio CD)
Vorneweg:
Ich habe erst kürzlich Zugang zu dieser Art von Rockmusik gefunden und betrete für mich mächtig viel Neuland.

Ich kann auch mit keinerlei Vergleichen aufwarten, da ich kaum vergleichbare Bands/Musik kenne.

Der Opener "Time to Understand" hat anfangs eine recht düstere Stimmung mit wuchtigen Keyboards und spannungsgeladenem Gesang. Diese Stimmung wird immer wieder durch schwebende, leichtfüssige Passagen unterbrochen. Eine Art Übergang von Winter zu Frühling, was auch besungen wird.

Mit über 26 Minuten folgt der Monster-Track des Albums "Spring knocks on the door of men". Teilweise sitze ich wegen der überwältigenden symphonischen Klangbilder einfach nur grinsend im meinem Sessel und möchte freudetrunken jauchzen. Phantastische Musik für Geniesser.

Ähnlich gelagert können auch die beiden anderen, etwas "kürzeren" Titel auf ganzer Linie begeistern. "Cosmic Man" hat auch eine ganze Portion Rock eingeimpft bekommen und begeistert mit kraftvollen Riffs und Soli. Am Ende klingt alles sanft in einem harmonischen Klanggemälde aus.

Ich geben jedem der Songs 5 Sterne - dem Album natürlich auch - und kann "The Way" von Anima Mundi einfach nur jedem Interessenten von anspruchsvoller Rockmusik ans Herz legen.

Hervorzuheben ist auch die glasklare Produktion mit genau der richtigen Menge Druck ohne dass einzelne Instrumente untergehen. Eine Referenz-CD - von meinem bescheidenen Standpunkt aus gesehen. ;)
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 14, 2011 6:12 PM MEST


Sky Moves Sideways
Sky Moves Sideways
Preis: EUR 12,98

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Space Rock vom Feinsten, 16. Oktober 2010
Rezension bezieht sich auf: Sky Moves Sideways (Audio CD)
Das ursprünglich 1995 erschienene "The Sky Moves Sideways" lädt ein zum Träumen und Entspannen. Die verspielten Instrumentalpassagen fließen wunderschön dahin und werden durch spontane Tempowechsel (Phase One), rockige Einschübe (Phase Two) und spannenden Aufbau (Moonloop Coda) ansprechend gewürzt.

Etwas aus der Reihe schlägt das krachige "Dislocated Day", welches von der Stimmung her nicht so richtig auf das Album passt. Auch klingen mir in Phase One einige Passagen zu synthetisch ( Bass, Drums). Hier gefällt mir die Live-Umsetzung auf dem Album "Coma Divine" besser. Dafür empfinde ich der Refrain von Phase One in der Studioversion wesentlich mitreissender.

Ich bin erst mit "Fear of a blank planet" (2007) zu Porcupine Tree gestoßen und habe mich anfangs schwer getan mit den älteren Sachen.

Aber wie guter Wein reift diese Musik mit der Zeit immer mehr und inzwischen bin ich Fan der gesamten Bandbreite des musikalischen Spektrums dieser Ausnahmeband geworden.

Etwas gewöhnungsbedürftig könnte es für viele sein, dass es nur sehr wenig Gesang während der einzelnen Titel gibt, dafür aber etliche Gitarrensoli und Instrumentalspielereien. In einigen Interviews konnte man von Steven Wilson hören und lesen, dass er seine eigene Stimme nicht allzusehr mochte bzw. sie für nicht besonders hielt. Sein Selbstbewusstsein als tonangebender Frontmann stieg erst mit späteren Alben.

"The Sky Moves Sideways" würde ich daher als Umsteiger von der härteren, songorientierten Fraktion zwar nicht als Einstieg empfehlen - dafür eignet sich das schon angesprochene Live-Album "Coma Divine" wesentlich besser. Danach aber sollte man auch der psychedelischen, instrumentallastigen Seite von Porcupine Tree seine Aufmerksamkeit schenken. Es lohnt sich.


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