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Rezensionen verfasst von
Katze

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King of the Crows
King of the Crows
Wird angeboten von KingdomOfEvil2
Preis: EUR 10,30

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der Soundtrack zum Kaminfeuer, 6. Oktober 2003
Rezension bezieht sich auf: King of the Crows (Audio CD)
Im Bereich Melodic Rock hat Mark Spiro wohl einiges auf dem Kasten, wie er in der Vergangenheit immer wieder einmal unter Beweis stellte. Dies tat er zwar überwiegend nicht mit eigenen Releases, aber auch als Songwriter für Bands wie z.B. Mr. Big, Giant und Heart macht man sich durchaus einen guten Namen. Nun will Herr Spiro aber nicht nur ausschließlich im Hintergrund glänzen, sondern wendet sich mit seinem Solo Album „King of the Crows" an die Scharen der Melodic Rocker dieses Universums.

Stilistisch gut getimed hat er den Release dieses Werkes obendrein, kommt diese Scheiblette doch ausgerechnet in einer Zeit heraus, wo die Tage trüber und kühler werden und sich allerorten eine leichte, wohlige Melancholie einstellt. Denn genau für diese Melancholie bietet Mark Spiro mit seinem ausnahmslos schwerst balladesken Album den idealen Soundtrack. Bei den insgesamt 12 Songs hat man eigentlich kontinuierlich das Bedürfnis, sich mit einem guten Buch und einer Tasse Tee im Lieblingssessel unter einer warmen Decke zu vergraben und so einen Dauerentspannungszustand anzustreben.

Fazit: Schlichter und schnörkellos vorgetragener Schmuserock ist es, was den geneigten Käufer mit Mark Spiro's „King of the Crows" erwartet, vom Stil und Songwriting her stark an den eines Jean Beauvoir erinnernd. Rocker, die ordentlich die Schwarte krachen lassen wollen, werden hier kaum ihr Glück finden. Wer aber auf der Suche nach entspannender, Gitarren orientierter Musik ist, darf hier durchaus mal ein Ohr riskieren. 3 Sterne sind zu wenig, 4 eigentlich zu viel, aber was soll's...4 Sterne ;-)



All Or Nothing
All Or Nothing
Preis: EUR 17,34

20 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ruhiger, entspannender und minimalistischer Blues?, 2. Januar 2003
Rezension bezieht sich auf: All Or Nothing (Audio CD)
Hoppla! Jetzt hat's mich doch gerade echt fast vom Schreibtischstuhl geweht, und wer mich kennt, der weiß, dass ich nicht wirklich leicht zu verwehen bin. Warum also hätte es mich fast auf den Boden geblasen? Um das zu erklären, muss ich etwas weiter ausholen. Seit etwa zwei Jahren nun versuche ich mich stetig ein bisserl mehr in die große, weite Blues-Thematik einzuarbeiten. Da dieser Zeitraum im Verhältnis zur Bluesgeschichte ein Hühnerpfurz ist, kommt es natürlich immer noch häufig genug mit diversen Künstlern zu Erstkontakten. Nun hatte ich mit „Supakev n Pilchards" meinen Erstkontakt mit Aynsley Lister eigentlich schon hinter mir. Als ich dann dieser Tage dessen neues Album „All or Nothing" erwarb, rief ich mir erwähnten Erstkontakt ins Gedächtnis und meine Erinnerung konstatierte: „Minimalistisch ausgelegter Akustik Blues, sehr ruhig und entspannend". Meiner Erinnerung Tribut zollend beschloss ich, mich „All or Nothing" mal in einer ruhigen Minute zu widmen.
Als diese ruhige Minute gekommen war, nestelte ich die Scheibe aus dem CD-Case, schob sie in den Tray meines CD-Players, lehnte mich wohlig entspannt in meinen Stuhl und setzte den Player mittels Fernbedienung in Gang. Nun ja, und genau das war der Moment, wo es mich fast vom Stuhl blies, denn man kann alles über „All or Nothing" sagen, aber keinesfalls, das es „Minimalistisch ausgelegter Akustik Blues, sehr ruhig und entspannend" ist.
Vielmehr geht Aynsley Lister auf seinem aktuellen Werk so rockig in die Vollen, dass ich denke, dass man „All or Nothing" eigentlich nur noch grenzwertig unter „Blues Rock" führen sollte. Ich würde das Ganze eher im Bereich Hard Rock einordnen, denn Aynsley Lister und seine Band präsentieren hier wirklich straighte Riffs und der Sound kommt rockig dreckig. Das Songwriting lässt nur sehr wenig Raum für besinnlichere Momente. Eine der wenigen Ausnahmen und somit Ruhepausen auf „All or Nothing" stellt „Without Wings" dar, eine sehr schöne Ballade, die aber ebenfalls mehr Rock-Attitüde besitzt, als dass man sie in Blues Schemata pressen könnten.
Fazit: Das dargebotene Material auf „All or Nothing" hat mich zwar wirklich überrascht, aber die Überraschung ist eher positiv als negativ. Aynsley Lister beweist jedenfalls, dass er nur mit Gesang, Gitarre und Stomp-Box genauso brilliert wie mit einer Full-Band Besetzung. Blues- und Hard-Rocker gleichermaßen sollten hier ruhig einmal ein Ohr riskieren.

Delivered [2cd]
Delivered [2cd]
Preis: EUR 37,99

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein sehr solides Live Album, 30. Dezember 2002
Rezension bezieht sich auf: Delivered [2cd] (Audio CD)
Gerade (April 2002) hat der holländische Bluesmusiker Julian Sas via CoraZong Records mit „Ragin' River" sein insgesamt fünftes Studioalbum in die Stores gestellt, was ihn allerdings nicht daran hindert, kurz vor Ende dieses Jahres noch einmal ein Pfund nachzulegen.
„Delivered" heißt dieses Pfund und bietet das, was den Blues in meinen Augen erst richtig lebendig macht, nämlich Live-Feeling. Eine gute Doppel-CD dick und fast 2 Stunden lang ist der rückblickende Querschnitt durch Julian Sas' bisheriges Schaffen geworden. Dieser Mitschnitt der Show vom 7. März 2002 im „The Patronat", Haarlem / Niederlande präsentiert schwerpunktmäßig und naturgemäß recht viel Material des letzten Longplayers „Ragin' River". So finden sich neben gleichnamigen Titeltrack Nummern wie „When I Boogie", „Mother Earth", „Am I Loosing My Way" und „Mean Old City" auf „Delivered" wieder.
Aber auch Alben wie „For the Lost and Found" und „Spirits on the Rise" sind musikalisch gut vertreten, wohingegen vom Erstling des Holländers „Where Will It End?" mit „Home Feeling" und „Travelling Home" gerade mal zwei Songs den Weg auf diese Platte gefunden haben. Vom Zweitling „A Smile to My Soul" ist es mit „Sugarcup Boogie" sogar gerade mal einer. Nun gut, das Material wird ja eigentlich auch schon vom 1998er „Live" Album abgedeckt und irgendwo muss man ja zusammenstreichen. Schade ist es halt trotzdem ein wenig.
Wie dem auch sei, die Gesamtqualität oder der Unterhaltungswert wird von dieser Materialauswahl keinesfalls geschmälert. Vielmehr ist „Delivered" alles in allem eine schwer runde Sache, die Bluesfans jeder Couleur vereinen dürfte, weil Julian Sas mit seinen Songs fast das gesamte Spektrum des Blues abdeckt. Seine Songs variieren von puristisch bis hin zu rockig verspielt und er wirkt zu jeder Sekunde sehr authentisch in seiner Erscheinung.
Fazit: Mit „Delivered" hat Julian Sas eine sehr solide Live-Scheibe am Start, die zum einen Fans des Musikers die Wartezeit bis zum nächsten Konzert verkürzen wird und zum anderen eine gute Einstiegsmöglichkeit für alle bietet, die noch nicht ihren Erstkontakt mit seiner Musik hatten. (SK)

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