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Rezensionen verfasst von
USt "USt"

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Liederbuch CD
Liederbuch CD
von Various
  Audio CD
Preis: EUR 9,90

22 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Überwiegend sehr gut gesungen, 23. Mai 2010
Rezension bezieht sich auf: Liederbuch CD (Audio CD)
Die Auswahl der Lieder ist überwiegend prima gelungen (nur drei Ausnahmen von 72, gute Quote - die drei angesprochenen Lieder verstehen Kinder einfach noch nicht).
Die Stücke werden überwiegend sehr gut gesungen. Wenn man die Ohren seiner Kinder (gerade wenn sie musikalisch begabt sind) nicht nur an den aktuell gängigen Schlager-Synthesizer-Kinderliedersound gewöhnen will (übrigens meistens in viel zu tiefen Lagen für Kinderstimmen gesetzt), sondern an gute und sauber intonierende Stimmen, auch an mehrstimmigen Chorgesang in teilweise auch schon komplexeren Vokalsätzen, dann liegt man hier richtig.
Natürlich gibt es Unterschiede.
Am allerbesten ist der Kinderchor des NDR. Sowohl der Gesamtklang als auch der Gesang der kleinen Solisten sind einfach wunderschön, glockenrein und dabei völlig ungekünstelt. Kein bißchen "Ich trimm die Kinder auf Opernsound". Einfach perfekt. Ich habe mir sofort deren Kinderlieder-CD bestellt.
Die übrigen Profi-Knabenchöre (Wiener Sängerknaben, Regensburger Domspatzen u.a.) sind natürlich mehr auf klassischen Gesang getrimmt, was zwar hier und da auf Kosten der Natürlichkeit geht, aber überwiegend nicht schadet, weil die Sachen trotzdem einfach schön gesungen sind. Als besonderes Highlight empfand ich hier einen Wiener Solosängerknaben, der ganz allein mit Klavierbegleitung "Die Blümelein, sie schlafen" von Brahms gesungen hat. Einfach Klasse.
Dann gibt es mehrere weniger bekannte Kinderchöre gemischter Qualität; es bewegt sich aber alles auf einem relativ hohen Niveau, und vor allem stimmt die Intonation fast immer. Überhaupt hat mich die Vielfalt und der Abwechslungsreichtum der verschiedenen Arrangements begeistert. Man hat hier also keineswegs immer einen homophonen Standard-"Kirchenchorsatz", sondern es gibt viele witzige Kombinationen. Viele kleine Solisten, Kleingruppen, dann wieder tutti-Klang, originelle Instrumentalbegleitungen, eigentlich ist von allem was dabei.
Dann ist da noch Hermann Prey mit Knabenchor und Orchesterbegleitung. Meine Vorbehalte waren im Vorfeld groß, aber ich bin sehr positiv überrascht gewesen. Prey singt relativ ungekünstelt und beinahe knödelfrei, das Wechselspiel mit dem Knabenchor ist ganz toll, und die Arrangements z. T. sehr originell. (Hier reihen sich allerdings zwei der drei Nicht-für-Kinder-Lieder ein, die ich oben erwähnt habe, nämlich "Es freit ein wilder Wassermann" - schon der Titel sollte abschrecken - und "Winde wehn, Schiffe gehn" - in einem völlig unkindgerechten "Fliegenden-Holländer-Sound" umgesetzt).
Nicht 100%ig vom Hocker rissen mich "Jürgen Schöntges & Freunde" mit ihrem in den 80er Jahren sicher topaktuellen "Liedermachersound". Es ist nicht schlecht, aber erheblich weniger gut gesungen als der Rest. Als Abwechslung zum Chorgesang ist es aber sicher eine gute Idee gewesen, und erstaunlicherweise fand ich z.B. "Der Mond ist aufgegangen" in Schöntges Version nach anfänglichem Stutzen sogar ziemlich gut. Wenn man hier einen klassischen Chorsatz genommen hätte, wär's zu kirchenmusikmäßig geworden.
Sehr niedlich sind natürlich die ganz Kleinen, die einige Lieder quäken. Der "Süß-Effekt" haut voll rein. Schade ist dabei, daß man die Melodie der Lieder teilweise nicht mal mehr ansatzweise erkennt, weil anscheinend bewußt Kinder ausgewählt wurden, die überhaupt keine Tonhöhe halten können. Also, GANZ so realitätsnah muß es für eine Musik-CD dann doch nicht sein... man hätte vielleicht ansatzweise musikalische Kinder dafür nehmen können.
Die Gesamtwertung fällt aber ohne Zweifel fünfpunktig aus, weil das Ganze einfach richtig gut gelungen ist, sei es schon allein, weil's ein repräsentativer Rundumschlag des klassischen Kinderliederrepertoires ist.
Ich hab jetzt mal das Buch zur CD bestellt und bin gespannt.


Karl V.: Der Kaiser und die Reformation
Karl V.: Der Kaiser und die Reformation
von Ferdinand Seibt
  Taschenbuch

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Die Persönlichkeit des Kaisers bleibt im Schatten, 15. Juli 2008
Seibts Karlsbiographie ist leider ein geschichtliches Werk im "herkömmlichen" Sinne: Krieg - Konzil - Krieg - Reichstag - Krieg - politische Intrige - Krieg - Aufstand - Krieg - Heiratspolitik - Krieg etc. Wenn man einmal von dem religiösen Schwerpunkt absieht, den der Titel suggeriert (wenngleich die Beschreibung militärischer Konflikte dennoch den Schwerpunkt des Buches ausmacht), bleibt der Mensch, die Persönlichkeit des Kaisers, völlig im Dunkeln. Die menschlichen Beziehungen Karls V. werden schlagwortartig umrissen, fertig. Über seine Ehe erfahren wir, daß sie geschlossen wurde und glücklich war. Dann kommt lange gar nichts, und einige Kapitel später heißt es, Kaiserin Isabella sei im Kindbett gestorben, was den Kaiser schwer getroffen habe. Und weiter geht's mit der nächsten Militäraktion.
Fazit: Wer etwas über Karls Kriege, Karls Politik und über die religiösen Konflikte der Zeit erfahren möchte, ist an der richtigen Adresse. Interessant sind die eingestreuten theoretischen Überlegungen, z.B. über die Natur des mittelalterlichen Kaisertums oder über kaiserliche Frömmigkeit u.a. - wenngleich der Stil des Autors insgesamt eher auf der trockenen Seite angesiedelt ist. Wer aber etwas über die Persönlichkeit des Kaisers erfahren möchte, sollte sich auf die Suche nach einem anderen Buch machen.


Rosa Zeiten für rosa Liebe: Geschichte der Homosexualität
Rosa Zeiten für rosa Liebe: Geschichte der Homosexualität
von Helmut Blazek
  Broschiert

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Interessant/gut lesbar/jedoch bedenkliche Sympathie des Autors mit Pädophilie, 12. Juli 2008
1. Zum Inhalt: Wissenswert ist, daß das Buch sich ausschließlich mit männlicher Homosexualität befaßt. Wer also auch an lesbischer Geschichte interessiert ist, muß sich anderweitig informieren. Der zeitliche Schwerpunkt liegt auf dem 19. und 20. Jahrhundert, wenngleich auch die Kapitel über das 18. Jahrhundert im allgemeinen und die "Goethezeit" im besonderen auch schon einigermaßen ausführlich sind. Antike, Mittelalter und frühe Neuzeit werden eher kurz behandelt. Wenn man - wie ich - vor allem am 17. und 18. Jahrhundert interessiert ist, muß man Abstriche machen. Es ist aber legitim, wenn der Autor - wie er im Vorwort erwähnt - davon ausgeht, daß die meisten Leser eher an der neueren als an der älteren Geschichte interessiert sind.

2. Das Buch ist kompakt, d. h. vieles ist übersichtsartig umrissen, und an bestimmten Stellen geht der Autor in die Tiefe. Sprachlich und stilistisch gibt es keine Einwendungen. Der Text liest sich einfach und flüssig und ist inhaltlich hochinteressant, nicht wissenschaftlich, aber von hohem Informationswert.

3. Geschichte der Homosexualität ist leider größtenteils eine Geschichte von Diskriminierungen und Verfolgungen. Das muß natürlich auch in dieser Darstellung zum Tragen kommen. Es ist aber dennoch keine deprimierende Lektüre, zumal gerade die Gegenwart zwar noch nicht eine paradiesische "rosa Zeit" ist (der Buchtitel mutet übrigens äußerst albern an), aber dennoch zu gewissen Hoffnungen berechtigt. Schade ist, daß gerade die Darstellung früherer Zeiten (bis ca. 18. Jh.) sich vielfach auf Verfolgung und Strafrecht beschränkt. Schöner wäre gewesen, wenn der Autor diesem düsteren Aspekt noch ausführlicher hätte gegenüberstellen können, ob und auf welche Weise Schwule trotz dieser schwierigen Situation Wege gefunden haben, ihre Identität zu leben (wenn auch sicher meistens nicht "auszuleben"). Aber vielleicht gibt es dazu nicht genügend Quellen - oder es war schlicht nicht möglich? Man weiß es nicht.

4. Der Kritikpunkt, der das Buch in meinen Augen zwei von fünf Punkten kostet, ist inhaltlicher Art und durchaus schwerwiegend: Der Autor distanziert sich in keiner Weise vom Kindesmißbrauch.

Die Vornahme sexueller Handlungen an "Knaben" (deren Alter der Autor niemals näher bestimmt) durch erwachsene Männer wird als völlig unproblematisch dargestellt. An verschiedenen Stellen seiner historischen Darstellung unterscheidet der Autor inhaltlich nicht zwischen "Homosexualität" und "Schwulsein" einerseits und "Päderastie" und "Pädophilie" andererseits, sondern stellt Vorbehalte gegen alle genannten Formen der Sexualität als gleich unberechtigt und vorwerfbar dar. Im Kapitel über das antike Griechenland, wo bekanntlich auch sexuell ausgelebte Liebesbeziehungen zwischen erwachsenen Männern und "Knaben" und "Jünglingen" (auch hier verzichtet der Autor auf die Spezifizierung des Alters) sozial akzeptiert bzw. erwünscht waren, bleibt die Berichterstattung relativ neutral, wenngleich zwischen den Zeilen ein Bestreben des Autors spürbar ist, den sexuellen Vollzug der Liebe zwischen Erwachsenem und Kind/Heranwachsendem zu rechtfertigen (z. B. wenn er betont, Platon verdamme nicht die körperliche Liebe zwischen "Mann und Knabe" - diese sei nur eine Form der "Liebe zur Schönheit").

Im Kapitel über die Zeit der Reformation gibt der Autor dann völlig kritiklos den Inhalt eines Textes wieder, in dem "ein Lehrer seinen Schüler [...] zum freiwilligen Sex zu überreden sucht". Der Autor hebt zunächst den "pädagogischen Impetus" des Lehrers hervor und stellt nach einem längeren Zitat aus dem Text fest: "Als Ziel der Begierde erscheint hier der sexuelle Genuß: Diese moderne Betrachtungsweise ist ein Schlag ins Gesicht der verklemmten und bornierten Auffassung der Kirche, die sexuelle Handlungen lediglich als Akte der Fortpflanzung akzeptiert." Was will er uns damit sagen? Wer Kindesmißbrauch ablehnt, ist verklemmt und borniert und akzeptiert Sex nur als Mittel der Fortpflanzung? Nachdem der Schüler dem Drängen des Lehrers nicht nachzugeben gewillt ist, bedient sich der Lehrer einer absurden Lüge ("mit dem Sperma des Lehrers übertrage sich dessen Wissen") und bringt dadurch den Schüler zur "Zustimmung" zum Geschlechtsverkehr. Daß der Lehrer in diesem Beispiel seine Autoritätsstellung ausnutzt und den ihm anvertrauten Jungen (Kind oder Jugendlicher? - wieder erfährt es der Leser nicht) täuscht, scheint der Autor völlig in Ordnung zu finden. Es fragt sich nur, welche Mittel der Autor noch als akzeptabel erachtet, um die "Zustimmung" eines Minderjährigen zum Geschlechtsverkehr zu erhalten. Gewalt?

Abgerundet wird der negative Eindruck zu diesem Themenkomplex durch die Kritik des Autors an § 182 Strafgesetzbuch im Gegenwartskapitel. Bei der Einführung dieses Straftatbestandes (der homo- und heterosexuelles Verhalten völlig gleich behandelt) habe man "die sexuellen Bedürfnisse von Vierzehn- und Fünfzehnjährigen" nicht berücksichtigt, "einer Personengruppe [...], der in der Diskussion über diesen Paragraphen keinerlei Möglichkeit eingeräumt wurde, selbst ihre Bedürfnisse und Wünsche zu artikulieren."
Zur Information sei kurz der Regelungsgegenstand der Norm umrissen: Dort geht es um den sexuellen Mißbrauch von Jugendlichen im Alter von 15-16 Jahren durch Erwachsene unter bestimmten qualifizierenden Umständen. Voraussetzungen für die Strafbarkeit sind unter anderem, daß der Täter oder die Täterin eine Zwangslage oder die fehlende Fähigkeit des Opfers zur sexuellen Selbstbestimmung ausnutzt (im letzteren Fall werden nur Täter ab 21 Jahren verfolgt, und das nur auf Antrag). Es handelt sich also um eine Vorschrift, die nur qualifizierte Fälle ins Auge nimmt und zudem die potentielle Fähigkeit Vierzehn- und Fünfzehnjähriger zur sexuellen Selbstbestimmung in Betracht zieht. Hier wird gerade auf den unterschiedlichen Entwicklungsgrad junger Menschen in diesem Alter Rücksicht genommen. Geschützt werden genau die Jugendlichen, die noch nicht "so weit" sind, genau zu wissen, ob und mit wem sie schon Sex haben wollen.
Hat der Autor die von ihm kritisierte Strafvorschrift nicht gelesen, oder geht er davon aus, daß vierzehn- und fünfzehnjährige Mädchen und Jungen, wenn sie im Gesetzgebungsverfahren um ihre Meinung gefragt worden wären, damit einverstanden gewesen wären, daß Erwachsene sie straffrei unter Ausnutzung einer Zwangslage zum gleich- oder verschiedengeschlechtlichen Sex zwingen dürfen?

Diese sympathisierende Haltung des Autors gegenüber Tatbeständen des Kindes- und Jugendlichenmißbrauchs kommt zum Glück nicht ständig zum Tragen, trübt aber den Lesegenuß dieses ansonsten informativen und unterhaltsamen Buches erheblich. Es beschleicht einen auch das Gefühl, daß der Autor der homosexuellen Sache dadurch eher schadet, denn "Schwulsein" und "Pädophilie" sind völlig unterschiedliche Phänomene (die Pädophilie kommt ganz genauso im heterosexuellen Kontext vor), und wenn der Autor beide als gleich sozialadäquat darstellt, bedient er indirekt das alte Vorurteil, Schwule seien alle pädophil und würden zudem "die Jugend verderben" bzw. "umdrehen". Und das ist ein Klischee, das der Autor ja selbst - zu Recht - vehement bekämpft.
Leider unterläßt der Autor eine wesentliche unterscheidende Feststellung: Homosexualität ist die legitime Ausübung elementarer Grund- und Menschenrechte. Kindesmißbrauch ist Gewalt gegen Schwächere, Wehrlose, die den Opfern unermeßliche Schäden an Körper und Seele zufügt. Schlecht, daß der Autor die Chance nicht nutzt, diesen grundlegenden Punkt klarzustellen.

Diese Kritik und der damit verbundene Punktabzug soll jedoch keinen davon abhalten, das Buch zu lesen, denn es enthält viele interessante Informationen, die auch zur vertieften Lektüre anregen, und als kritischer Leser muß/sollte man schließlich nicht alle Meinungen des Autors teilen.


Dead and Loving It
Dead and Loving It
von MaryJanice Davidson
  Taschenbuch
Preis: EUR 10,40

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Entertaining with small flaws, 5. Mai 2008
Rezension bezieht sich auf: Dead and Loving It (Taschenbuch)
As a fan of both Betsy Taylor and the Wyndham Werewolves, I had to read this anthology sooner or later. There are four love stories: 1) Werewolf - human, 2) werewolf - vampire, 3) werewolf - fairy and 4) werewolf - "fiend" (with the whole "Undead" cast as supporting characters).

The stories are by no means un-entertaining, and the characters are certainly funny and likeable.

Nevertheless I found the meticulous description of sexual intercourse in its various forms (in one case over more than twenty pages) a little trying. Besides, in a love story (even a short one), I'd like a little more emphasis on the word "story". Unfortunately, we are only offered the sort of explanation "a werewolf knows his or her mate by inhaling their smell" or "only a vampire is strong enough to make love to a werewolf and not get injured" - and the next minute the protagonists are in bed (or wherever) together. Plot-wise, that is a little unsatisfactory.

So, on the whole, more plot, more depth and development of the characters and a little less sex would be preferable.

Still: I was fairly well entertained, and I suppose most people who like Davidsons's other books will be, too.


The Devil Wears Prada: A Novel
The Devil Wears Prada: A Novel
von Lauren Weisberger
  Taschenbuch
Preis: EUR 10,90

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Entertaining book, 20. August 2005
Rezension bezieht sich auf: The Devil Wears Prada: A Novel (Taschenbuch)
Nice book. I enjoyed reading it, even though I know nothing about the world of fashion nor about the world of magazines. Even the uninured reader cannot help noticing that the author must have had some personal experience in the kind of job she describes. I have only recently started reading novels of this genre (young American female freshly graduated from University tries to forge a carreer in the world of Hollywood/New York magazines/high society/etc.) and was very relieved to find that this heroine (unlike those from other books I have lately read) does not have to sleep with six, seven, ten or twenty men until she finds "Mr. Right" (whew, thankfully, at last), which seems to be the usual pattern for this kind of story. So that was very refreshing. The book is not written badly. The descriptions of the things Andrea has to do for Wicked Miranda, of the weird people she meets, of the subservient behaviour of people to her as a fashion guru's assistant etc. are very entertaining. The author certainly succeeds in driving home the inhumanity of the fashion industry. The plot is not exciting, to be sure, even rather predictable, but I did not mind that. I was sufficiently entertained by the details. I am not very interested in fashion myself, but I can understand that Andrea was fascinated by this strange and crazy world she was caught in.
I was a little sorry, though, that the villain in this novel (as in every American film or novel, or so it seems) has to be English or speak with an English accent. (Evil editor-in-chief of Spy Magazine, Sidney Kidd, in The Philadelphia Story inevitably has an English accent, and he's only one of many...) I rather like an English accent...
I'd classify the book as good entertainment and recommend it as such.


Frau Thomas Mann
Frau Thomas Mann
von Inge Jens
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,90

19 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Leider ein wenig oberflächlich - schade, 9. Juli 2003
Rezension bezieht sich auf: Frau Thomas Mann (Gebundene Ausgabe)
Nett zu lesen ist diese Biographie schon - leider aber legt man das Buch am Schluß mit dem unbefriedigten Gefühl weg, nicht wirklich sehr viel mehr über Katia Mann zu wissen, als ohnehin aus den einschlägigen Manniana bekannt. Ein netter Abriß des Lebens der "Tommy"-schen Familie, gewiß, aber wer war denn diese Frau Mann wirklich? Wie war sie? Was hat sie gedacht? Wie hat sie gefühlt? Man weiß es nach wie vor nicht, oder doch nur sehr umrißhaft. Man kann nicht umhin, die Autoren der Oberflächlichkeit zu bezichtigen. Kein Wort wird z.B. dem großen Zwist zwischen Thomas und Heinrich gewidmet. Welche Rolle hat Katia dabei gespielt? Warum hat sie Thomas Mann geheiratet? Wie hat sich ihre Beziehung zu ihm im Laufe der Jahre entwickelt? Welche Beziehung hatte sie zu ihren Kindern? Auch das kommt nur sehr vage zum Ausdruck. Wie sah, empfand und verarbeitete sie die geistig kompensierten sexuellen Neigungen ihres Mannes? Diesem Thema, das für Katias Leben von nicht nur untergeordneter Bedeutung gewesen sein dürfte, widmen die Autoren eine halbe Seite, wenige beschwichtigende Sätze. Warum wird die - als tiefgehend und sogar "leidenschaftlich" bezeichnete - Beziehung zur Princetoner Freundin Molly nicht näher beleuchtet? Warum war diese Beziehung angeblich "leidenschaftlich"? Wir erfahren es nicht, sondern werden mit Andeutungen abgespeist, wie an vielen, an den meisten Stellen des Buches.
Es wird viel erzählt und wenig hinterfragt: ein Niveau, das dem Anspruch der Autoren eigentlich nicht hätte genügen dürfen. Sehr schade ist das.
Das Buch ist nicht uninteressant zu lesen, und dennoch ist man am Ende enttäuscht, sieht sich mit mehr Fragen als Antworten zurückgelassen und muß hoffen, daß ein anderer diese Fragen irgendwann beantworten wird...


Der kleine Grenzverkehr
Der kleine Grenzverkehr
von Erich Kästner
  Audio CD

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Keine ungetrübte Freude, 27. Mai 2003
Rezension bezieht sich auf: Der kleine Grenzverkehr (Audio CD)
Es ist leider keine reine Freude, Herrn Wameling Kästners wunderbaren Salzburger Roman vorlesen zu hören. Zunächst einmal macht er mehrere Lesefehler, liest Wörter verkehrt (z. B. „gegessen" statt „gesessen") oder dichtet Wörter hinzu („um zu" statt „zu", was den Sinn des Gelesenen einigermaßen verfälscht; eine vermeidbare Unachtsamkeit). Sodann scheint sich z. B. auch noch nicht bis zu ihm herumgesprochen zu haben, daß man Cambridge nicht „Kämm"-bridge, sondern „Came"-bridge ausspricht. Das sind handwerkliche Mängel, die, wenn man den Preis des Produkts betrachet, nicht nur überflüssig, sondern ärgerlich sind.
Ärgerlich ist es auch, die ganzen Österreicher in dem Buch norddeutsch sprechen zu hören. Der salzburgischen Atmosphäre des Ganzen wird das nicht gerecht. Und es widerspricht ganz offensichtlich Kästners Vorstellung, denn er baut selbst in sein Schriftdeutsch in der direkten Rede der Österreicher kleine Wendungen ein, die eindeutig verraten, daß Kästner diese Leute österreichisch sprechen läßt. Sehr schade. Um so überflüssiger ist es, daß Wameling gegen Ende des Buches, als Graf H., der Österreicher, dem Deutschen Rentmeister in deutscher Sprache (da Rentmeister nicht gut englisch kann) eine Konversation mit Amerikanern nacherzählt, diesen Amerikanern in Graf H.s Übersetzung einen amerikanischen Akzent verleiht. Das ist ebenso unrealistisch wie die norddeutsche Sprechweise des österreichischen Grafen und seiner gesamten Familie. Schade.
Zuletzt seien immerhin Wamelings angenehme Sprechstimme und deutliche, aber unaffektierte Aussprache erwähnt, denen man immer dann, wenn er keine Fehler macht und wenn keine Österreicher oder Amerikaner sprechen (was ja doch über weite Strecken der Fall ist), gerne zuhört. Da es meines Wissens zur Zeit keine weitere Hörbuchversion des Romans gibt, kann man sich mit dieser Fassung durchaus abfinden.


Die verschwundene Miniatur: Lesung
Die verschwundene Miniatur: Lesung
von Erich Kästner
  Audio CD

13 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Abwechslungsreiche Rezitation mit nur kleinen Schwächen, 23. April 2003
Rezension bezieht sich auf: Die verschwundene Miniatur: Lesung (Audio CD)
Zu loben ist zunächst die Wandlungsfähigkeit des Rezitators:
Jedes einzelne Mitglied des zahlreichen Personals in diesem Buch hat seine eigene Stimme und Sprechweise, an der er individuell zu erkennen ist: allen voran natürlich Oskar Külz, aber ebenso der näselnde Herr Achtel, der quäkende Herr Storm, der schnarrende Professor Horn und viele mehr. Herr Wameling hat sich offensichtlich Gedanken über seine Charaktere gemacht und versucht, jedem eine eigene akustische Persönlichkeit zu verleihen, was ihm stimmlich sehr gut gelingt.
Mängel finden sich hingegen leider im emotionalen Ausdruck. Dies zeigt sich am häufigsten in der direkten Rede des Herrn Külz. Herr Wameling läßt Külz während der gesamten Erzählung relativ undifferenziert poltern. Dies ist dann recht unangebracht, wenn es im Text z.B. heißt: "...flüsterte Külz..." oder dergleichen. Wer flüstert oder murmelt, schreit nicht. Doch auch Irene Trübners Stimme bleibt in Wamelings Interpretation fast unverändert, ob sie nun flüstert, weint, sich freut oder ängstlich ist.
Schade ist, daß auch Herr Wameling die Chance nicht nutzt, die ihm die Herkunft von Oskar Külz bietet. Wer glaubt schon, daß ein Berliner Fleischermeister sich in solch fürnehm prononciertem Schauspielerdeutsch artikuliert? Man sehnt sich mit jedem Satz, den er spricht, nach einer gehörigen Portion Berliner Schnauze. Das hätte der Figur noch ein gutes Stück mehr Plastizität und Authentizität verliehen. Aber leider...
Noch eine winzige Schwäche, die allerdings nicht allzu sehr ins Gewicht fällt: Herr Wameling stolpert ein wenig über die typischen "hausapotheken"-philosophischen, etwas sentimentalen Stellen, die bei Kästner unweigerlich ab und zu auftauchen. Die Passage über die wandelnde Bedeutung des Waldes im Laufe des Lebens eines Menschen liest er mit hörbarer Verlegenheit. Er kann (und das möchte man ihm nicht zum Vorwurf machen, weil es tatsächlich sehr schwierig ist) mit der Kästner'schen Mischung aus bewußt-offensichtlicher Seichtheit und plötzlicher Melancholie nicht umgehen. Hier, läßt sich vermuten, hätte Hans-Jürgen Schatz sich besser aus der Affäre gezogen.
Insgesamt ist die Rezitation zu loben: Herrn Wamelings Erzählstimme ist sehr angenehm, er spricht deutlich, aber nicht überprononciert, und er verschleppt das Tempo dieser turbulenten Geschichte keineswegs.
Ein netter Einfall der Produktionsfirma war es, zwischen den Kapiteln kleine Musikeinlagen einzublenden, Jazzstücke passend aus der Zeit der dreißiger Jahre. Man bedauert fast, daß man keines der Stücke bis zum Ende hören darf... aber vielleicht beabsichtigte die Deutsche Grammophon, daß man sich dazu eine weitere CD kaufen sollte? Eine nicht illegitime, wenn auch geschickte Taktik... :-)


Drei Männer im Schnee: Ungekürzte Ausgabe
Drei Männer im Schnee: Ungekürzte Ausgabe
von Erich Kästner
  Audio CD

7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schöne Rezitation mit kleinen Schwächen, 26. März 2003
Wenn man die fünf CDs angehört hat, versteht man die Lobeshymnen auf den Rezitator im beiliegenden Booklet: Da wird die deutliche und gepflegte Aussprache ohne Schludern und Silbenverschlucken gerühmt. Das ist richtig: Herr Schatz liest nicht nur deutlich, er liest manchmal sogar etwas überprononciert. So übertreibt er das Rollen der R's entschieden und schlägt, um Endsilben nicht zu verschlucken, ins gegenteilige Extrem um, indem er sie überbetont.
Dennoch ist es im Großen und Ganzen eine Freude, ihm zuzuhören. Er schlägt genau den richtigen Ton an, nicht zu locker-fröhlich, niemals sentimental, mit der jeweils adäquaten Dosis von Ironie und Ernsthaftigkeit. Er hat den Geist des Buches erfaßt und weiß ihn an den Hörer weiterzugeben.
Eine kleine Schwäche des Rezitators ist, daß er nicht allen Buchfiguren gleichermaßen eine individuelle "Stimme", eine eigene Sprechweise, einen eigenen Ton zukommen läßt. Tobler/Schulze (dessen "Stimme" durchaus an Paul Dahlke erinnert) und der Portier Polter sind sehr charakteristisch dargestellt; die anderen Figuren sind in der wörtlichen Rede oft kaum voneinander und von der Erzählerstimme zu unterscheiden. Das ist schade, zumal das Potential dazu gewiß da gewesen wäre. Eine weitere Nuance hätte der Rezitator dem Ganzen hinzusetzen können, wenn er die verschiedenen Dialekte, in denen die Figuren sprechen oder sprechen könnten (und die im Text durchaus angedeutet werden), etwas radikaler und naturalistischer dargestellt oder gar parodiert hätte. Auch hier wird vorhandenes Gestaltungspotential nicht optimal genutzt.
Dennoch: Eine hörenswerte Version des reizenden Romans von Erich Kästner, die man empfehlen kann.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 2, 2010 1:35 PM MEST


Der kleine Grenzverkehr oder Georg und die Zwischenfälle
Der kleine Grenzverkehr oder Georg und die Zwischenfälle
von Erich Kästner
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 10,90

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zauberhaft, 22. Januar 2003
Heitere Melancholie - oder melancholische Heiterkeit - dürfte eine treffende Charakterisierung des Kästner'schen Romanstils sein. Im "Kleinen Grenzverkehr" überwiegt die Heiterkeit, wenn auch die Melancholie durchaus hier und da zum Zuge kommt. Heiterkeit - das ist auch eines der treffenden Charakteristika der Stadt Salzburg, in der die Handlung des Romans spielt. Kästner fängt den ganzen Charme der Renaissance- und Barock-Architektur, der historischen Atmosphäre und der Landschaft ein, den diese Stadt zu bieten hat - fängt ihn durchaus akkurat und naturgetreu ein und überhöht ihn doch durch seine liebevolle Beschreibung. Wer dieses Buch gelesen hat, sieht Salzburg durch eine große, heitere, sonnenbeschienene Brille. Auch der Tourismus, der im Salzburg der dreißiger Jahre ebenso wie heute eine nicht unbedeutende Rolle spielt (Georg Rentmeister ist ja selbst Tourist), wird von der heiteren, liebevoll-ironischen Seite betrachtet. Die Einzelheiten und Tücken des Festspiel-Rummels werden augenzwinkernd dargestellt. Das Theatralische, die Inszenierung, durchaus auch die Selbstinszenierung (das ist Kästners Theorie, die sich wie ein roter Faden durch die Handlung zieht) wohnt dieser Stadt seit vielen Jahrhunderten inne, hat sie geprägt und macht einen Teil ihres Zaubers aus. Auch die Musik hat ihren Platz in dieser Geschichte; es ist, als wäre die gesamte Handlung mit Mozarts Musik unterlegt (vom Allegro gioioso über das Andante, Soave, Dolce, Adagio bis zum Allegro furioso und gelegentlich auch Prestissimo ist alles dabei). Nur in einer solchen Stadt - auch das betont Kästner - kann eine solch märchenhafte und bezaubernde Geschichte stattfinden, einer Stadt nämlich, die die geistige Heimat eines Leporello, einer Despina, Fiordiligi, Dorabella (um nur einige zu nennen) ist. Mozart mag Salzburg im Zorn verlassen haben - geprägt hat ihn diese Stadt allemal. Und das macht Kästner in seinem Büchlein auch hinlänglich klar. Und eines ist auch unzweifelhaft: Anders als seine tragikomische Figur, der dilettantische Stückeschreiber Graf H., beherrscht Kästner meisterhaft die Technik des Kömodienschreibens. Ein empfehlenswertes heiteres Lesevergnügen!


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