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Rezensionen verfasst von
Pajaro

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Abgeschnitten: Thriller
Abgeschnitten: Thriller
von Sebastian Fitzek
  Gebundene Ausgabe

7 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Reingefallen, 29. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: Abgeschnitten: Thriller (Gebundene Ausgabe)
Ja, ja, Werbung funktioniert. Selbst bei jemandem wie mich, der meint, dagegen weitestgehend immun zu sein. Wenn einer der renommiertesten deutschen Gerichtsmediziner mit einem der (laut Werbung) besten deutschen Thrillerautoren ein Buch schreibt (hier möchte ich einschieben, dass ich bis dato weder Herrn Fitzek noch Herrn Tsokos kannte), muss das ja interessant zu lesen sein.

Aber nein, was habe ich mir denn da für teuer Geld nach Hause bestellt dachte ich mir gleich nach den ersten zwei Seiten. Was für eine läppische Sprache, was für eine in rumpelnden Klischees schwelgende Brutalo-Seifenoper. Doch so schnell wollte ich nicht aufgeben und bis Seite fünfzig habe ich es immerhin geschafft, dann ging es einfach nicht mehr und ich habe das Buch, ähnlich wie Herr Scheck gestern in seiner Sendung 'Druckfrisch', meine imaginäre Rampe hinuntersausen lassen. Da ich das Buch nur für kurze Zeit in der Hand hatte, sieht es noch wie neu aus. Vielleicht kann ich es zu Weihnachten verschenken, ich weiß zwar noch nicht, wem ich dieses Geschenk antun soll, aber da wird sich schon jemand finden.

Zum Glück hatte ich mir noch ein zweites Buch bestellt, Michel Houellebecqs letzten Roman 'Karte und Gebiet'. Und auf den freue ich mich jetzt. Ach, und wer mal wirklich gute Psychothriller lesen möchte, dem empfehle ich ausnahmslos die Bücher von Thomas Harris.
Kommentar Kommentare (12) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 6, 2013 7:40 PM CET


Jenseits des Protokolls
Jenseits des Protokolls
Preis: EUR 15,99

270 von 289 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Das Schaf im Wulffspelz, 15. September 2012
Rezension bezieht sich auf: Jenseits des Protokolls (Kindle Edition)
Zunächst einmal muss ich zugeben, dass Marketing und PR mal wieder funktioniert haben. Zwar wird es kein Marketing und keine PR dieser Welt schaffen, mich zum Kauf eines solchen Buches zu verführen, aber der grandiose Hype, der beginnend mit der Präsidentenaffäre, den Rotlichtgerüchten und schließlich dem Auftaktgewitter zu ihrem Buch (Jauch und Google) stattfand, hat mich dann doch dazu bewegt in die Leseprobe eines anderen Buchportals zu schauen, das immerhin einen 24 Seiten langen Einblick in diese zwischen zwei Buchdeckel gebundene Banalität erlaubt. Ich glaube auch sagen zu können, dass diese 24 Seiten (Kapitel "Mama, habt ihr gelogen", "Meine Männer", "Mein Mann") als pars pro toto gelten können und damit das Buch in eine Kategorie befördern, die man irgendwo zwischen provinzieller Lebensbeichte einer Missinterpretierten und billiger Friseurlektüre verorten kann, in dem eine junge Mutter sich selbst als "junge Mami" bezeichnet (bzw. ihre Ghostwriterin dies tut). Da "schwerstverliebt" sich eine 16-Jährige Bettina auf Sylt in einen Baywatch-Sonnyboy, der "einen tollen Body" hat und nebenbei in Mainz Medizin studiert (sie nennt ihn Tom) und beginnt dann als Siebzehnjährige eine mehrjährige Beziehung mit ihm. Dann kommt ein Fitnessstudiobesitzer, mit dem sie heute noch ganz toll befreundet ist und schließlich kommt ein Torsten, Immobilienmakler, den sie in der Disco kennenlernt. Ein Großer, Dunkler mit schönen Augen, der einen kleinen Sohn hat, um den er sich rührend kümmert und mit dem sie auch ein Kind möchte. Das Kind kommt dann auch (ein Wunschkind!). Doch irgendwie klappt das mit den Beziehungen nicht so richtig und so findet sich Bettina dann ein ums andere Mal als trauriger Single abends vor dem langweiligen Fernsehprogramm wieder, bis 2006 endlich der Christian daherkommt. Und dies auch nur, weil eine Firma in Schwierigkeiten geraten war und sie deswegen als PR-Frau bei Continental tätig werden musste und so ihren Christian kennen lernte. Ach wie schlimm das doch war, dass erst eine Firma vor der Insolvenz stehen musste, damit Herr Wulff in ihr Leben treten konnte. So gibt sie es dem Leser zu verstehen.

Gut, wer dann immer noch nicht genug hat von diesem banalen, gänzlich unspektakulären und larmoyanten Geschwafel, der möge zum Zwecke des Weiterlesens das Buch kaufen. Allerdings verfolgt dieses Geplänkel einen perfiden Zweck, den man nicht unterschätzen sollte: Es soll eine Frau, die nichts wirklich Lesenswertes bewegt oder geleistet hat zu einem Opfer der Medien und perfider Politik hochstilisieren. Ein unschuldiges Wesen, dass in die Mühlen einer gnadenlosen Öffentlichkeit geraten ist. Eine Frau, die eigentlich nur eine "liebe Mami" sein und einen ganz normalen Haushalt führen will. Die gar keine Öffentlichkeit will, sie dennoch ständig sucht und deren Mechanismen geschickt zu nutzen weiß. Nach allem, was ich zu dieser ganzen erweiterten Wulff-Thematik in den letzten Monaten erfahren und hören musste, sollten wir alle froh sein, dass uns Bettina Wulff als langjährige First Lady unserer Republik erspart geblieben ist und sie und ihr Mann in Großburgwedel nun einen Lebensmittelpunkt gefunden haben, an dem man bitte nicht weiter rühren oder rütteln sollte. Weder medial noch politisch.
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 20, 2012 12:36 AM MEST


Brand New Start
Brand New Start
Preis: EUR 18,41

5.0 von 5 Sternen Ist das Rockmusik aus Deutschland?, 14. Juli 2012
Rezension bezieht sich auf: Brand New Start (Audio CD)
Kaum zu glauben, dass es sich hierbei nur um ein Trio handeln soll, das auch noch aus Deutschland kommt. Sehr rockige und eingängige Nummern von einer Combo, die sehr professionell rüberkommt und mir bislang völlig unbekannt war. Besonders gut gefallen mir die Nummern "Porntrack" und "Down The Drain". Ganz schön fette Nummern und gute Texte. Kann mir vorstellen, dass sich da sehr bald eine Fangemeinde bilden könnte. Bin gespannt, was da noch kommt.


Das verlorene Symbol: Thriller
Das verlorene Symbol: Thriller
von Dan Brown
  Gebundene Ausgabe

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Mystische Buchstabensuppe, 5. März 2012
Gleich vorab möchte ich zu Dan Browns letztem Roman '"Das verlorene Symbol"' bemerken, dass das Lesen nicht unbedingt ein Vergnügen war, sondern eher harte Arbeit. Selten war ich so froh, endlich das Ende eines Buchs erreicht zu haben, um es weit hinten in der letzten Ecke des Bücherregals deponieren zu können, damit es spätere Generationen von Schatzjägern und Mysterienforschern dort dann zufällig oder nach einer enervierenden Schnitzeljagd durch meinen Heimatort finden können, um in ähnlicher Weise von dessen Inhalt enttäuscht zu sein.

Ich habe bisher zwei Bücher von Dan Brown gelesen: Illuminati und Sakrileg. Während ich Illuminati als Unterhaltungslektüre ganz passabel fand und Sakrileg sich in der Tat als spannender, gut und intelligent gestrickter Thriller entpuppte, kann man 'Das verlorene Symbol' als drittes und jüngstes Abenteuer des Harvard-Professors Robert Langdon als ausgesprochen schwaches und vom Autor mit Gewalt auf einen Umfang von knapp 700 Seiten (engl. Taschenbuchausgabe) geprügeltes Werk bezeichnen. Man hat fast den Eindruck, Dan Brown hätte von seinen umfangreichen Recherchen für seine ersten beiden Robert-Langdon-Romane noch ein paar Kisten unverwendetes Material im Keller gehabt, die er zu schade zum Wegschmeißen fand und deshalb eine dicke Buchstabensuppe oder einen Mysterieneintopf daraus anrührte, den er dann routiniert zu einem neuen Roman herunter destillierte. Zumindest liest sich die Geschichte so - zäh, fade und aufgewärmt.
Allerdings muss man es schon als ausgewiesene Fertigkeit bezeichnen, wie Dan Brown eine Handlung, die sich netto auf nur wenige Stunden erstreckt, zu einem viele hundert Seiten zählenden Roman aufbauscht. Dabei bedient er sich immer wieder eines bewährten Tricks. Sobald er bei seiner Erzählung an einen der vielen Punkte kommt, wo er wieder Strecke machen muss, um auf die von wem auch immer geforderte Seitenzahl zu kommen, baut er einen Cliffhanger ein. Das kann manchmal derart nervig sein, dass erst einmal wieder fünfzig oder sechzig Seiten gelesen werden müssen, bis die Primärhandlung weiter geht und man wieder mehr erfährt. Brown setzt den erzählerischen Kniff des Cliffhangers somit nicht als Stilmittel ein, sondern missbraucht ihn eher als unlauteres Streckmittel, um den Leser bei der Stange zu halten. Denn immer wieder gibt es langwierige Rückblenden, wobei er sich viel Zeit nimmt, Figuren, die längst schon in die Geschichte eingeführt sind, näher zu beleuchten und zu charakterisieren oder die Geschichte logisch abzurunden. Dabei neigt er zu Übertreibungen und Wiederholungen, so dass ich mich als strapazierter Leser immer wieder dabei ertappt fühlte, viele Seiten vorzublättern, um abschätzen zu können, wann es denn mit der Geschichte wieder weitergeht. So etwas habe ich, wenn ich mich recht erinnere, das letzte Mal in meiner Schulzeit gemacht.

Doch zur Geschichte selbst: Wenn Dan Brown mit seinem jüngsten Buch die Absicht hatte, ein Empfehlungsschreiben für die Aufnahme in eine der feinsten Freimauererlogen des Landes zu verfassen, muss man der amerikanischen Freimaurerei jeglichen gesunden Menschenverstand absprechen, sollte sein Buch diesen Zweck tatsächlich erfüllt haben. Denn seine Darstellung des Freimauerertums, dem eine zentrale Bedeutung in seinem Buch zukommt, könnte klischeehafter, idealisierender und anbiedernder nicht sein. Hinzu kommt, dass sein Roman '"Das verlorene Symbol" dermaßen von amerikanischem Gründerpathos trieft, dass man wohl Mitglied der Tea-Party-Bewegung sein muss oder zumindest sehr konservativen und patriotischen Kreisen in den USA angehören muss, um dies gut und erbaulich zu finden. Man ist ja so einiges von amerikanischen Mainstream- und Bestsellerautoren gewöhnt, aber hier werden die Grenzen des guten Geschmacks wirklich auf teilweise groteske Art und Weise überschritten. Man bekommt fast den Eindruck, die USA wären ein Hort des Humanismus', der Wissenschaft und des reinen Glaubens und Washington eine Art Utopia, das mit seinen bedeutungsschwangeren Bauten und Symbolen eine Art Portal zur Seligwerdung sei. Man kann sich daher kaum vorstellen, dass Washington D.C. in Wirklichkeit mit zu den gewalttätigsten Städten der USA gehört. Damit aber nicht genug. Wie in einer schlechten Vorabendserie verrührt Dan Brown Religion, Symbolismus, Philosophie, Wissenschaft und Mythen zu einem zähen Brei auf dem er die Handlungsfragmente seines Romans künstlich verlangsamt zu einem möglichen Höhepunkt treiben lässt, der sich dann letztlich als dünne 08/15-Erkenntnis entpuppt und zu allem Überfluss auch nicht davor zurückschreckt, die gute alte '"Ich-bin-Dein-Vater'-Dramatik" zu bedienen, hier allerdings in der auch nicht viel originelleren Version "'Ich bin Dein Sohn'".

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Dan Browns Roman "'Das verlorene Symbol"' primär verlorene Lesezeit darstellt und man dieses Buch getrost beiseite lassen kann. Vor allem wenn man eigentlich Dan-Brown-Fan ist und es sich mit dem Autor nicht verscherzen will.
Ich gebe dann allerdings doch zwei Punkte, da es hin und wieder kurze Passagen gibt, in denen man ganz passabel unterhalten wird und einiges erfährt, was man sich sonst mühsam in Wikipedia zusammen suchen müsste.


Der Anschlag
Der Anschlag
von Stephen King
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 26,99

9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen King Size, 9. Februar 2012
Rezension bezieht sich auf: Der Anschlag (Gebundene Ausgabe)
Der Anschlag (Originaltitel 11/23/63) ist das erste Buch des Autors Stephen King, das ich gelesen habe. Dies mag angesichts der vielen populären Bücher und Geschichten dieses Autors verwunderlich sein, doch ich habe mich zugegebenermaßen nie wirklich für Mystery-Romane interessiert, insofern kam ich bislang auch nie in Berührung mit seinen Büchern und Filmen. Nach der Lektüre des Romans 'Der Anschlag', den ich in der gebundenen Originalversion gelesen habe und daher überhaupt nicht nachvollziehen kann, warum der Heyne-Verlag für die deutsche Ausgabe ein derart schlechtes Cover und einen derart nichtssagenden Titel gewählt hat, wird mein Interesse für Stephen Kings Werke künftig jedoch größer und wesentlich unvoreingenommener sein. Er schreibt einfach ganz fantastisch, fesselnd, überzeugend und wortreich, daher ziehe ich vor dem Übersetzer Wulf Bergner den Hut, sollte es ihm gelungen sein, diese Geschichte auch für den deutschen Leser zu einem ähnlichen Lesevergnügen zu machen. Von der übersetzerischen Mammutaufgabe (rund 850 Seiten im Original) einmal ganz abgesehen.

Als ich die Story Line zu diesem Buch las, war ich sofort interessiert und musste das Buch unbedingt haben. Die Was-Wäre-Wenn-Thematik halte ich für sehr faszinierend und spannend , auch wenn sie schon in vielen Büchern ein zentrales Thema war und natürlich ein dankbares Erzählmotiv ist. Was ich besonders interessant an Kings Herangehensweise an das Thema finde, ist die Tatsache, dass er sich gar nicht großartig mit den wissenschaftlichen und physikalischen Aspekten des Phänomens Zeitreise aufhält. Während der Autor Michael Crichton in seinem Roman Timeline beispielsweise viele Seiten darauf verwendet, dem Leser das Paradoxon Zeitreise von der wissenschaftlichen Seite her näher zu bringen, verzichtet King in seinem aktuellen Roman so gut wie vollständig auf nähere Erklärungen zu den Hintergründen der Zeitreisethematik. Bei ihm steigt der Protagonist Jake Epping, ein Englischlehrer Anfang 30 aus Maine, einfach durch eine Art Loch (in Anlehnung an das 'Rabbit Hole' bei Alice im Wunderland), das sich auch noch im Vorratsraum eines Imbissrestaurants befindet, und steht plötzlich im Jahr 1958. So absurd und grenzwertig das klingen mag, in Stephen Kings Erzählung wirkt dies alles so plausibel und ist so fesselnd beschrieben, dass man sich an solchen Phantastereien überhaupt nicht stört.

Das Abenteuer, das Jake Epping dann bei seiner Zeitreise im Amerika Ende der Fünfziger und Anfang der Sechziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts erlebt, ist so wunderbar, spannend und detailgenau beschrieben, dass der eigentliche Plot der Geschichte fast in den Hintergrund tritt und man dem Helden des Romans durch die Zeiten der späten Eisenhower- und frühen Kennedy-Ära nur allzu bereitwillig folgt und kaum genug davon bekommen kann. Dabei schafft es King auf hervorragende Weise die dunklen Aspekte dieser Zeit, wie Rassismus, Umweltverschmutzung, Kalter Krieg, häusliche Gewalt sowie das für die Zeit klassische Rollenbild von Frau und Mann mit einer nostalgischen Leichtigkeit und Unbeschwertheit zu verbinden, dass man dem Erzähler am liebsten sofort in seine Welt folgen möchte, um mit ihm den hohen Anforderungen und Zumutungen unserer realen, komplexen Welt entfliehen zu können. Stephen King thematisiert in seinem Roman damit auch die aktuelle politische Diskussion in Zeiten großer Unsicherheit und gesellschaftlicher Umbrüche in den USA. Und er tut dies, ohne in spröden Eskapismus zu verfallen und eine heile Welt heraufzubeschwören, die es so damals natürlich nie gegeben hat.

Ich halte 'Der Anschlag' für ein sehr gelungenes, ungewöhnliches und spannend geschriebenes Buch, das einen als Leser fesselt, dabei glänzend unterhält und über viele interessante Details informiert. Daher gebe ich fünf Sterne und empfehle sein neues Buch unbedingt.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 29, 2012 11:06 AM CET


Angst
Angst
von Robert Harris
  Gebundene Ausgabe

5 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Deus ex machina, 29. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Angst (Gebundene Ausgabe)
Ich bin ein Fan von Robert Harris' Büchern und habe sie alle gelesen. Daher mein Urteil gleich vorweg: Harris hat bessere Bücher geschrieben, sein aktuelles Werk mit dem Titel 'Angst' (The Fear Index) gehört für mich daher nicht zu seinen literarischen Sternstunden.

Ich weiß nicht, wie die deutsche Übersetzung von 'The Fear Index' ausgefallen ist, da ich Harris' Bücher aufgrund seiner wortreichen und wunderbar britisch nonchalanten Sprache lieber im Original lese, denke aber, dass auch eine brillante Übersetzung nicht viel dazu beitragen kann, das Buch für deutsche Leser letztlich wertvoller zu machen. Die Geschichte selbst ist im Prinzip nichts Neues und birgt Faustsche Züge sowie Anlehnungen an Goethes Zauberlehrling, da auch hier jemand Geister, die er rief, nicht mehr los wird, indem er eine Art Homunculus in Form eines hoch komplexen Algorithmus' schafft, der einen extrem profitablen Hedgefond steuert. Aus dem Algorithmus wird ein lernendes und selbständig handelndes, elektronisches Wesen, das schließlich die Existenz ganzer Märkte und auch die seines Schöpfers selbst bedroht, des genialen US-amerikanischen Mathematikers und Physikers Dr. Alexander Hoffmann, der die zentrale Figur in Harris' neuem Roman ist. Die Verbindung reiner und unbefleckter mathematischer Wissenschaft, die hehre Ziele verfolgt mit dem rücksichtslosen Gewinnstreben raubtierkapitalistischer Banker und Investoren führt dazu, dass das von Hoffmann und seinem Partner Hugo Quarry, einem gewieften Investmentbanker aus der Londoner City, gegründete Hedgefond-Unternehmen in wenigen Jahren Milliardengewinne erwirtschaftet. Harris findet hierfür in seinem Buch die wunderbare Formel, dass es nicht gut gehen kann, wenn sich das Göttliche mit dem Profanen verbindet.

Der Ansatz des Buches ist also durchaus gelungen und angesichts der bedrohlichen Entwicklungen auf den Finanzmärkten auch absolut treffend und zielgenau. Zudem habe ich durch die Lektüre des Buches nun auch endlich - zumindest ansatzweise - verstanden, wie ein Hedgefonds funktioniert und warum man damit derart exorbitante Gewinne erwirtschaften kann. Auch wenn diese Art des Finanzwesens mir nach wie vor ein Rätsel bleibt und die Verbindung hoch komplexer Computerlogik und künstlicher Intelligenz mit dem Handel von Aktien, Derivaten und Fonds sehr sinnvoll zu sein scheint, belässt Robert Harris das Mysterium des Investmentbanking dort, wo man es als Laie verortet, in einer verschworenen Parallelwelt, die nur wenigen Einsicht und Teilhabe erlaubt. Dies hat Harris in seinem Buch sehr gut verstanden und schriftstellerisch hervorragend umgesetzt.

Dennoch bleibt wenig haften, wenn man das Buch ausgelesen zur Seite legt oder ins Regal stellt. Außer einer guten, spannenden und zum Finale hin atemlosen Geschichte, die ein paar Stunden für unterhaltsamen Lesestoff gesorgt hat, bleibt nichts übrig. Hierzu trägt auch das versöhnliche Ende nach all dem Chaos bei, zu dem sich Harris entschlossen hat. Ein anderes, subtileres Ende der Geschichte hätte mir persönlich besser gefallen und für einen weiteren Stern auf meiner Bewertungsskala gesorgt. Letztlich kann 'Angst' sich nicht einer gewissen Seichtheit und übertriebenen Fiktionalität erwehren, was die Qualität des Buches deutlich schmälert. Auch wird für meinen Geschmack bei der Geschichte zu schnell offenbar, wer als böse Macht hinter all den sich überschlagenden Ereignissen steckt. Hier bin ich von Harris eigentlich mehr Finesse gewohnt.

Doch aller Kritik zum Totz: 'Angst' ist ein sehr spannendes, in gewisser Weise lehrreiches und nicht uninteressantes Buch, das man durchaus empfehlen kann. Wer mit 'Angst' Geschmack am Autor Robert Harris gefunden hat und seine restlichen Werke noch nicht kennt, dem empfehle ich seine Bücher 'Vaterland', 'Imperium', 'Pompeji' und 'Ghost'. Exzellenter Lesestoff!


LG E2351T 58,4 cm (23 Zoll) LED Monitor (VGA, DVI, 2ms Reaktionszeit) mattschwarz
LG E2351T 58,4 cm (23 Zoll) LED Monitor (VGA, DVI, 2ms Reaktionszeit) mattschwarz

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spitzenmonitor für den Preis, 16. Januar 2012
Habe den Monitor jetzt drei Tage im Einsatz, konnte ihn testen (Computer, DVD, TV, allerdings keine Spiele mangels Interesse und kein BluRay mangels Player) und bin sehr angetan. Super flacher, stylischer Monitor, mit einem hervorragenden Schwarzwert, gestochen scharfem Bild und sehr guter Reaktionszeit. Einzig der Fuß ist ein bisschen wacklig, aber das ist vernachlässigbar, da man in der Regel ja nicht dauernd an dem Monitor herum manipuliert.

Also, erstes Fazit: Absoluter Kauftipp.


LG GT540 Optimus Smartphone (ANDROID, 7,6 cm (3 Zoll) Display, Touchscreen, 3 Megapixel Kamera) schwarz
LG GT540 Optimus Smartphone (ANDROID, 7,6 cm (3 Zoll) Display, Touchscreen, 3 Megapixel Kamera) schwarz
Wird angeboten von handy-shop-deutschland-de

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unglaublich, 22. Juni 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
gutes und vielseitiges Smartphone für diesen Preis. Wenn irgendwann auch mal der Update auf android 2.2 Froyo möglich sein sollte (wichtig für Fans von komplett Flash-gestützten Rich Internet Browser Applications) gibt es eigentlich kein wirkliches Manko oder einen echten Nachteil gegenüber wesentlich teureren Smartphones. Aber bereits das aktuell mit ausgelieferte android 2.1 Version (Eclair) ist für die meisten Aktionen bereits völlig ausreichend. Warum sich hier manche Rezensenten über die angebliche Langsamkeit des LG GT540 beschweren, kann ich nicht nachvollziehen. Bei einem guten WiFi Connect ist das Handy im Internet schnell und absolut zuverlässig. Selbst beim Surfen via 3G ist die Verarbeitungs- respektive Ladegeschwindigkeit einwandfrei. Google StreetView via 3G läuft beispielsweise absolut ruckelfrei und schnell.

Das GT540 kostet den Bruchteil eines iPhone oder eines High-End Windows Mobile oder android Smartphones und leistet im Prinzip das Gleiche. Mein Tipp: Kaufen!


Der Brand: Deutschland im Bombenkrieg 1940-1945
Der Brand: Deutschland im Bombenkrieg 1940-1945
von Jörg Friedrich
  Taschenbuch
Preis: EUR 10,95

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine traumatische Leseerfahrung, 30. November 2010
Ein ausgesprochen wichtiges und auch richtiges Buch. In gewisser Weise ist es natürlich revisionistisch, ohne dabei aber im Enferntesten auch revanchistisch zu sein.

Es ist ganz erstaunlich mit welcher Akribie und welchem Kenntnisreichtum Friedrich das Thema aufarbeitet und dabei den schieren Wahnsinn sowie die perfide Entwicklung des Bombenkriegs eindringlich darstellt. Auch orientiert er sich dabei immer wieder an persönlichen Schicksalen und verleiht damit dem sperrigen und teilweise sehr anstrengenden Thema erschreckende Lebendigkeit und Nähe. Das Buch ist schwere Kost, vor allem für jene, die bis heute nicht begriffen haben oder nicht begreifen wollen, welch' unwiederbringlichen Verlust an Kunstschätzen, historischen Gebäuden, ja ganzen Stadtkernen, die über die Jahrhunderte und Jahrtausende gewachsen sind, durch das intensive Bombardement der Alliierten im zweiten Weltkrieg verloren gingen. Vor allem mit welch' kalter, nüchterner Präzision und Planung die Bombardierungen durchgeführt wurden, ist im nachhinein erschreckend zu lesen. Es wird durch Friedrichs Beschreibungen auch klar, dass der deutschen Bevölkerung nicht zuletzt auch ein Stück Heimat und Identität durch diesen massiven Bombenkrieg verloren ging. Nach der Lektüre dieses Buchs sehe ich meine Heimatstadt München bespielsweise mit anderen Augen und denke mir oft, um wie viel schöner und identitätsstiftender diese Stadt doch sein könnte, wenn es diesen verdammten, mörderischen und wahnsinnigen Krieg nicht gegeben hätte.

Ich bin mir daher nicht sicher, ob ich dieses Buch wirklich guten Gewissens empfehlen kann. Es ist verstörend, es schmerzt bisweilen sehr, es zu lesen und es macht in gewisser Weise auch wütend. 'Der Brand' ist ein Buch, dass es eigentlich nicht geben dürfte. Doch da der gesunde Menschenverstand über diese unseligen Jahre des zweiten Weltkriegs komplett aussetzte, und dies wohlgemerkt nicht nur in Deutschland, muss es dieses Buch geben.


Aiptek Pocket Cinema V10 Pico Projektor
Aiptek Pocket Cinema V10 Pico Projektor

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen klein und beachtlich, 12. Juli 2010
Habe den Aiptek Cinema V10 jetzt seit gut einer Woche und bin ganz zufrieden mit dem Ding. Klar, gegen einen ausgewachsenen Beamer mit 1500 ANSI Lumen und Entladungslampen kann der LED-Zwerg nicht mithalten, aber ich war sehr positiv überrascht, wie gut der kleine Aiptek mit seinen LEDs projiziert. Allerdings sollte der Raum schon möglichst dunkel sein und der Beamer relativ nah vor der Wand oder Leinwand stehen (etwa 1,50 m). Zum Filme schauen reicht es, bei an die Wand geworfenen TV-Sendungen sind bei meiner Konfiguration eigenartigerweise die Farben etwas schwach, Filme und DVDs hingegen kann man einwandfrei ansehen.

Entgegen einiger Berichte hier empfinde ich den Aiptek V10 gar nicht als so laut, der Lüfter meines Notebooks ist sogar lauter. Das Gerät wird allerdings wirklich sehr warm. Bei den aktuellen Rekordtemperaturen kann es daher schon einmal vorkommen, dass sich der Beamer abschaltet. Ist mir bislang zweimal passiert, allerdings waren es dabei auch über 28 Grad in der Wohnung.

Ich würde sagen für den Preis ist das ein ganz netter kleiner Beamer, der durchaus was taugt. Auch das Zubehör ist sehr reichhaltig und sinnvoll. All zuviel sollte man sich allerdings nicht erwarten und sich lieber einen lichtstärkeren, konventionellen Beamer kaufen, wenn man das Gerät dauerhaft für Heimkinozwecke einsetzen möchte.


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