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Krustus

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The Legend of Zelda: Skyward Sword - Special Edition (inkl. Orchestra CD) - [Nintendo Wii]
The Legend of Zelda: Skyward Sword - Special Edition (inkl. Orchestra CD) - [Nintendo Wii]
Wird angeboten von bafotec
Preis: EUR 42,99

20 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Es hat nicht sollen sein!, 4. Februar 2013
= Spaßfaktor:3.0 von 5 Sternen 
Es tut mir sehr weh, das als Zelda-Fan zu sagen, doch das Spiel ist in meinen Augen nicht das, was es hätte sein können...Nein, was es hätte sein müßen! Selbst meine Fanbrille zerbrach nach einiger Zeit und ich konnte es mir persönlich nicht weiter schön reden. Es gibt zuviele Schwächen und zu wenige Stärken.

Habe das Spiel noch nicht durch, aber ungefähr 23 Stunden auf der Uhr, auf diese Zeitspanne bezieht sich meine (subjektive) Rezension.

--Der Himmel--

Der Einstieg ist ganz gut, klassisches Zelda-feeling, ein bisschen zu zuckersüß und zu klebrig für meinen Geschmack, doch durchaus annehmbar und machte auch Lust auf mehr. Als ich diese riesige Wolkenlandschaft sah wurde sofort mein WindWaker - Jagdinstinkt geweckt, ich wollte alles erforschen, alles sehen und war ganz kribbelig, als ich meinen Vogel bekam. Das war dann auch schon der 1. Schlag ins Gesicht, die Himmelswelt ist verdammt leer und langweilig. Kaum Inseln, kaum Zerstreuuung abseits der Handlung. ich hatte die ganze Zeit vor Augen was möglich gewesen wäre und was dazu im Vergleich geboten wird. Also kurz: Der Himmel ist schwach designt, langweilig und dient ehrlich gesagt wirklich nur als Tor zur Erde. Schade, aber seis drum, damit kann ich noch leben. Was zählt sind die Dungeons und was einen vor eben diesen erwartet.

--Dungeons/Leveldesign--

Nach einiger Spielzeit kommt man auf die Erde, wo die Spannung durchaus anzieht und was in mir sofort das alte Feeling wiederbelebte. Ich wollte mich durch das Gebiet kämpfen, die Rätsel lösen, nach Stunden dann den Tempel erreichen und losrocken. Es gibt 3 Gebiete, was sehr wenig ist, die zwar schon ausladend sind, aber irgendwie zu wenig bieten. Ist die Suche nach irgendwelchen Teilen ja am Anfang noch ganz spaßig wiederholt es sich andauernd. Die Wege zu den Tempeln bestehen eigentlich nur aus: Finde dies, finde das, Aurasuche hier, Aurasuche da - als ob das gesamte Spielprinzip auf Suchen und Finden ausgelegt wäre. Gabs in anderen Zeldas auch, aber nicht auf diese Art und Weise und nicht so häufig - die einzigen Rätsel vor den Tempeln sind: Wie finde ich dies und das, wie komme ich dahin? Für mich zu wenig, für mich nicht befriedigend. Stellt euch einfach das nervige Leuchtkäfer sammeln aus TP vor, nur, dass quasi alles darauf ausgelegt ist. Es gibt keine abwechslung, nur suchen & finden, man kommt in ein neues Gebiet und es heißt gleich: Oh wir brauchen einen Schlüßel finde ihn! Oh, der Schlüßel ist in 7 Teile zersprungen - finde sie...usw. usf.! (Nach 23 h Spielzeit, keine Ahnung ob es sich ab der Hälfte des Spiels bessert). Nach einiger Zeit wird ein spaßiges Minispiel freigeschaltet und was muss man machen, bevor man es spielen kann? Richtig: Suchen und Finden....

Nun zu den Tempeln: War ich anfangs extrem euphorisch, mich durch die 1. Tempel zu pflügen, überwog bald Ernüchterung. Kinderleicht und klein wie nichts anderes. 5-6 Räume sind keine Seltenheit. Die Atmo stimmt, es gibt paar nette Ideen und nirgendwo anders im Spiel ist das Zelda-Gefühl greifbarer. Nur, es macht den Anschein, als ob Nintendo wirklich jeden Anspruch rausnehmen wollte. Um Ecken denken, sich durch 5-6 Stockwerke kämpfen gibt es gar nicht. Automap inkl. gleich verzeichneter Kisten, farbig gestaltet und mit jedem Detail versehen schraubt die Herausforderung, den Spaß sich durch einen riesigen Raum, nur mit einer angedeuteten Map zu kämpfen deutlich herunter. Erst der, ich glaube 4. oder 5. Tempel bietet ein 2. Stockwerk - das ist frech in meinen Augen und absolut unwürdig. Man rennt also quasi in 30 Minuten durch nen Tempel durch und löst Rätsel, die nur noch ein Schatten früherer Teile sind. Als Quervergleich bietet Darksiders die wesentlich besseren Tempel und ist - nach meiner Gewichtung - mehr Zelda als Skyward Sword. Und für mich bedeutet Zelda eigentlich nur eines: Dicke Tempel wo man Stunden drin versumpfen kann. Ach man, es hätte soviel mehr bieten können.

--Gameplay--

Kurz: Ich mag es nicht. Der Schwertkampf ist geil, kann man nichts sagen: Sehr präzise und genau, die Kämpfe haben auch durchaus einen z.T. hohen Schwierigkeitsgrad, aber mehr hätte es auch nicht gebraucht. Man muss die FB für jede Kleinigkeit benutzen, Bomben werfen, rollen, Schild benutzen, sich an Ranken schnell bewegen, Vasen werfen etc. Nach einiger Zeit nervt es nur noch, weil es unkomfortabel ist. Es macht den Eindruck, als wollte Nintendo auf Biegen und Brechen die Wii Motion+ Steuerung unterbringen und reizt dieses Feature damit so sehr aus, dass man nach ner Zeit nur noch angenervt ist. Vieles hätte einfacher gemacht werden können. Mein Idealbild wäre die klassische Steuerung von TP (Wii-Version) mit dem genialen Schwertkampfsystem aus SS. Das wäre gut gewesen. Nintendo hat leider nicht das richtige Maß an intuitiver und klassischer Steuerung gefunden. Vieles wirkt gezwungen, nur damit es irgendwie drin ist. Es ist einfach viel zu umständlich um wirklich Spaß zu machen. Dazu kommt die ewige Neukalibrierung, wenn die FB sich ma wieder verzieht.

--Technik/Artdesign/Atmosphäre--

Das Artdesign ist cool, aber nicht mein Fall. Aquarellstil in allen Ehren, aber muss es so zuckersüß sein? Die beliebtesten Zelda Spiele waren immer auch die, mit dem etwas dunklerem Stil. Vieles wirkt naiv, kindlich, süß und bunt. Da jagt dich irgendein riesiges Viech aus ner Legende und ich würde am liebsten Regenbögen kot*en, Bedrohung und Spannung kann sich so leider nur in seltenen Fällen aufbauen. Merkt man auch an den Tempeln, die zwar düsterer sind, als der Rest der Welt, aber immer noch viel zu lieb designt. Vergleicht z.b. den 1. Tempel aus TP (Fast alle Tempel aus anderen Teilen können auch als Beispiel herhalten) mit den Tempeln aus SS, das ist Atmosphäre, das ist Tempel-Feeling. WindWaker hat sogar mehr Bedrohung/Spannung aufgebaut und das war ja auch schon zuckersüß. (Trotzdem n gutes Zelda) Das Artdesign steht leider, der relativ guten und auch bisschen erwachseneren Story im Wege. Die Optik harmoniert nicht mit dem Gefühl, was dieses Zelda beim Spieler erwecken will.
Technisch ist das Spiel schwach, TP sieht besser aus, Mario Galaxy sieht besser aus, eigtl. jedes Wii-Spiel aus meiner Sammlung sieht besser aus. Ich beziehe mich auf das üble - wirklich sehr üble - Kantenflimmern, die Bitmap-Pixelmonster aus N64-Zeiten und auf einige fiese Clipping-Fehler. (Achtet mal auf die Blätter, Ranken etc...).
Ich bin kein Grafikguru, aber es fällt böse auf, dachte die hätten ihre eigene Konsole technisch mehr im Griff. Der Verwascheffekt, bei weit entfernten Objekten sieht so übel aus, das ich dachte meine CD sei kaputt. Es soll wie ein gemälde wirken, für mich wirkte es leider wie Pixelbrei. Konnte nicht glauben, dass es so aussieht. Natürlich ist nicht alles übel, es gibt ein paar hübsche Bilder zu bestaunen, ein paar nette Panoramen, aber man muss schon sehr nachsichtig sein. Dafür wirken aber die Animationen weich und flüßig und bewegen sich auf sehr hohem Niveau.

--Charaktere--
Typisch überdrehtes Design, finde ich sehr gut und ich mochte auch eigtl. jeden einzelnen NPC, der mir begegnete. Ich mag sogar Phai und finde ihre Emotionslosigkeit gut und auch Stimmig bzw. konsequent und logisch umgesetzt. Sie bezeichnet sich selber als Werkzeug, das nur zur Hilfestellung und Analyse da ist, da ist ihr Auftreten logisch - auch wenn die Prozentzahlen nicht hätten sein müßen... Viel wurde in meiner Spielzeit nicht über sie verraten, aber ich mag sie gerne. Naja ich gehöre auch zu den wenigen die Navi sehr gerne mochten :)

Nun gut, ich konnte über alles hinwegsehen, schließlich war ich seit Jahren auf Zeldaentzug und die paar Sachen, die das Spiel gut macht, macht es auch wirklich gut. Doch dann kam der Punkt, der das Spiel für mich gekillt hat:

--Sairen und das Backtracking--

Da sucht man sich von Level durch Level, ist entnervt weil einem das ewige Suchen und hin und her durch das gleiche Gebiet einen fertig macht, dann hört man von einer Prüfung. Ich war Feuer und Flamme: Ein neues Gameplay-Element, also stürze ich mich voller Freude drauf und dann der Schlag: Suchen unter Zeitdruck, diesmal genau das gleiche Prinzip wie der Lichttegel aus TP. Natürlich auch in den gleichen Gebieten, die man bis dahin schon wie ein bekloppter durchreist und sich satt gesehen hat. Unnötig, nervig, spielzeitstreckend und extrem langweilig, da nützen auch die Wächter und die coole Atmosphäre nichts. Das hab ich einmal gemacht, bei der zweiten Prüfung hab ich einfach keine Lust mehr gehabt, wieder das Gleiche zu machen. Zum gefühlten 5. Mal ein Gebiet durchstreifen um irgendeinen Kram zu suchen. Absoluter Spielspaßkiller, der meine Fanboy-Brille endgültig zum platzen gebracht hat. Dazu noch das üble Backtracking, alles fühlt sich nach künstlicher Streckung an. In keinem Zelda musste ich einen Tempel - aufgrund der Storyline, nicht um Goodies zu suchen - zweimal betreten, es nervt! Dazu 3 Gebiete, wovon nur eines irgendwie interessant ist, die man andauernd abklappert. Einzig die Tempel bieten etwas Abwechslung und brechen aus dem Suchen und Finden Prinzip heraus.

Ein paar positive Sachen will ich noch loswerden: Da ist 1. die Inszenierung. Wichtige Szenen, Endgegner, Zwischensequenzen werden sehr gut und straff inszeniert, und gehört in der Hinsicht ganz klar zu den besseren Zeldatiteln. Die Story ist ganz gut gemacht, so weit ich das beurteilen kann und greift ein paar coole Themen auf, ich denke zum Ende hin werden viele offene Fragen beantwortet werden. Der Soundtrack ist der Beste aus allen Zelda-Titeln, orchestral und episch. Immer passend und gut arrangiert, dasselbe gilt für die beiliegende Soundtrack-CD, die über jeden Zweifel erhaben ist.
Und es gibt generell mehr Epicness, als in anderen Titeln - so kommt es mir vor. Der Erhalt der grünen Rüstung, die Tanzeinlagen von Phai, das Harfe spielen, der Soundtrack, das sind Sachen die einen mitreißen und das Spiel auf seine Art einzigartig machen. Es gibt definitv einige Gänsehautszenen. Die Bosse sind ganz gut gemacht und da blitzt auch das auf, was dieses Spiel hätte sein können, aber nur zu selten ist.

Oh Mann was für ein Text, ich tendiere eigentlich eher zur 2-Sterne-Bewertung, aber so ganz bringe ich das nicht über mein Herz, aber schön reden kann ich es mir auch nicht mehr. 3 Sterne, ganz solides Spiel, aber ein verschenktes Zelda und ein unwürdiges Abschiedsgeschenk für die Wii. Werd es trotzdem irgendwann durchspielen, einfach weil es Zelda ist, aber Nintendo sollte sich gut überlegen in welche Richtung sie die Reihe bewegen wollen - wenn es so bleibt wird die Reihe wohl langsam aussterben.

Grüße und Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit :)
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 16, 2014 11:38 AM MEST


Berserk Max: Bd. 1
Berserk Max: Bd. 1
von Kentaro Miura
  Broschiert
Preis: EUR 10,00

7 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Schwacher Auftakt zu einer grandiosen Serie, 12. Juli 2011
Rezension bezieht sich auf: Berserk Max: Bd. 1 (Broschiert)
Auf Berserk in ich schon ganz früh aufmerksam geworden, damals hatte ich den 1. Band noch in der normalen Ausgabe, fand ihn aber extrem schlecht. Habe ihn leider mit der Zeit verloren und auf anraten eines Freundes dann Berserk Max Band 1 gekauft.

Wie der Name schon sagt, 2 Mangas in einem Band. Also Band 1 + 2 sind enthalten. Das Cover ist schön, auch, wenn die 2 Logos das Gesamtbild etwas stören. Ich meine "2 Mangas in einem Band" und "über 400 Seiten". Hätte man etwas dezenter machen können, aber nun gut, hier geht es ja um den Inhalt.
Den Anfang macht eine kurze Sexszene, was ich hier nochmal gesondert erwähnen möchte, da dass nicht jedermanns Geschmack ist. Man kann Berserk ohne Probleme ins Dark fantasy Genre einordnen. Man merkt dem Autor seine Liebe zum Mittelalter und den damit verbunden Sagen und Mythen an jeder Seite an. Der Stil ist eher westlich gehalten (keine Kulleraugen, keine Bombastbrüste, keine makellos schönen Darsteller und keine abgedrehten Haarprachten), was der gesamten Atmosphäre, die unglaublich dicht ist, sehr zuträglich ist. Wer sich einigermaßen für Kunst aus dem Mittelalter interessiert wird während des gesamten Mangas immer wieder anleihen an Künstler wie Escher, Boré oder Bosch finden.
Der Zeichenstil variiert zwischen Tuschezeichnungen und ganz normalen Stiftzeichnungen.
Im ersten Band passiert nicht so sonderlich viel. Es ist eher eine Aneinanderreihung von Gemetzel und Kämpfen, immer wieder garniert mit Dämonen und was es sonst noch so gibt. Der anspruchsvolle Leser wird geneigt sein, nach diesem Band diese Reihe nicht weiterzuführen. Was ein Fehler wäre, aber dazu später mehr.

Die Zeichnungen sind, vorallem, wenn man das Alter bedenkt, sehr sehr gut und detailliert. Es gibt ein paar Fehler bei den Proportionen, aber die fallen nur auf, wenn man gezielt danach sucht.
Die Übersetzung ist ein Schwachpunkt. Es wird viel in Umgangssprache geschrieben und das kommt einfach nicht gut rüber, auch wenn es ab und zu sehr gut passt, zieht es den Stil etwas runter, aber in folgenden Bänden bessert sich das zunehmend. Man merkt generell, dass der 1. Band eher zur Stilfindung des Autors, als zur Etablierung eines Charakters und seiner Geschichte, dient.

Ich war abgeschreckt, nach diesem Band die Reihe weiterzuführen. Und wäre nicht ein Freund gewesen, der mir bis Band 8 alles ausgeliehen hat, hätte ich Berserk nicht mehr eines Blickes gewürdigt. So aber habe ich extrem Glück gehabt, da mir sonst eine wirklich erwachsene, dunkel-morbide, epische Geschichte entgangen wäre, die zwar etwas braucht um in Fahrt zu kommen, aber dann alles mit sich reißt.

Fazit: Kein guter Einstand um einen Manga zu etablieren, aber es wird besser und besser und bald ist der dunkle Fleck namens Band 1 verschwunden und fügt sich wunderbar ins große Ganze ein. 3 Sterne - solide Manga Kost!


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