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pra (Weyhe)

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Mord im Seminar: Mitspielkrimis im Team- und Kommunikationstraining
Mord im Seminar: Mitspielkrimis im Team- und Kommunikationstraining
von Gerhard Etzel
  Broschiert
Preis: EUR 49,90

7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Endlich spricht mal jemand über Mord in Teams und Gruppen..., 1. Dezember 2011
... aber ist das Arbeitsleben nicht schon schwer genug?

Ich hatte das Buch direkt vorbestellt und wurde nicht enttäuscht. Diese gelungene Möglichkeit mit Dynamiken, Stimmungen und Hypothesen in Teams und Gruppen umzugehen ist eine echte Bereicherung für Trainer und Supervisoren, die auch mit den entstehenden Situationen arbeiten können und wollen. Hier wird nicht nur gespielt, sondern hier geht es um "Mord im Seminar".

Das Buch ist super strukturiert und informiert auch über die Einsatzmöglichkeiten von Mitspielkrimis. Mit dem Buch erwirbt man schon mal vier sehr gut ausgeklügelte Fälle: 1.Mord im Seminar 2.Das Assassinment Center 3.Ein tödliches Projekt 4.Du sollst nicht NEIN sagen. Außerdem wird animiert sich selbst Krimis auszudenken und ein wenig Starthilfe dafür gibt es auch im Kapitel "Eigene Mitspielkrimis schreiben". Toll ist auch der Service eines Downloadverzeichnisses, so kann man fast alles was man braucht zur Durchführung gut vorbereitet auf Arbeitsblätter ausdrucken und benutzen.

Fazit: Ein tolles Buch, das Trainern und Supervisoren eine tolle Methode aufzeigt, unterhaltsam Themen zu bearbeiten, die in Teams, Gruppen und eigentlich überall, wo Menschen zusammen arbeiten, entstehen können und sollen. Man muss aber kein Externer sein um diese Spielidee umzusetzen. Auch Betriebsräte, Teamsprecher, Abteilungsleiter, engagierte Mitarbeiter ohne schlicht der Chef kann mit diesem Buch einen interessanten Abend oder Tag gestalten.


Hvarf/Heim
Hvarf/Heim
Wird angeboten von MEDIMOPS
Preis: EUR 13,73

14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sigur Rós eben..., 14. November 2007
Rezension bezieht sich auf: Hvarf/Heim (Audio CD)
Sigur Rós sind Islands musikalische Exportschlager, haben sie weltweit doch schon über 2 Millionen Alben verkauft. Wenn man die Einwohnerzahl des Landes (309.699 Einwohnern, Stand 1.4.2007) damit vergleicht wird schnell klar, die Alben haben nicht nur Isländer gekauft! 2005, mit ihrem letzten Album „Takk“ dankten Sie ihren Fans dafür, dass sie von der Musik leben können, denn „Takk“ heißt „danke“ auf isländisch, was für eine schöne Widmung. Jetzt liegt seit dem 2. November das neue Werk der Band namens „Hvarf / Heim“ vor. Eine Liebeserklärung an das kleine und kalte Land, die Menschen dort und an die Natur. Wer hier genau hinhört, weiß schon wo er den Jahresurlaub 2008 verbringen sollte, denn „mit einem Taxi nach Paris“ oder „ich war noch niemals in Ney York“ sind dagegen nur Kurztripempfehlungen. Die Doppel-CD wartet mit fünf neuen elektronischen Songs auf (Hvarf), sowie mit einer akustischen Aufnahme von sechs Titeln (Heim), die auf der letzten Islandtour entstand. Bis auf das genial aufpolierte „Von“ was eigentlich aus dem Jahr 1997 stammt, sind es tolle neue Stücke, die auf schon bekannte Stärken der Band basieren: elektronischer Grundpegel durch Orgel, Keyboards (Kjarri Sveinsson) und Schlagzeug (Orri Páll Dýrason) harmonieren mit filigranen Basstönen (Georg Holm) und Gitarrenklängen zu der unvergleichlichen Stimme des Sängers und Gitarristen (Jónsi Birgisson). Das Unglaubliche an der Musik ist, dass man sich nicht vorstellen kann, dass sie irgendwann aufhört. Wie ein innerer Rhythmus macht sie sich unersetzlich im Hintergrund wie auch beim bewussten Hinhören. Das ist die Gefahr, denn nach knapp 80 Minuten hat man beide CDs durch und muss erneut von vorn anfangen. Erst dann merkt man, dass etwas anders ist als bei den schon veröffentlichten Vorgängern. Es ist ein wenig rockiger geworden (man könnte fast psychedelischer sagen) und vor allem hat sich der Gesangsanteil gefühlt verdoppelt, somit wird einem erst richtig klar, dass man mit der Sprache nichts anfangen kann und alles irgendwie auch ähnlich klingt. Vielleicht ist das gewollt, eine Liebeserklärung an Island um sich mehr damit auseinander zu setzen und vielleicht ein paar Vokabeln zu lernen. Empfehlung: Wer Sigur Rós noch nicht kennt sollte mit einem anderen Album oder der DVD von Hvarf / Heim beginnen, für alle anderen: Kaufen!


Das Buch GENESIS (HANNIBAL)
Das Buch GENESIS (HANNIBAL)
von Tony Banks
  Gebundene Ausgabe

18 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen es scheint nichts zu fehlen..., 5. Oktober 2007
Endlich ein Werk oder besser ein Gesamtwerk auf deutsch. Echte Genesis-Fans wissen wie schwer es ist neue Informationen der alten Zeit (1973-1976) zu bekommen. O.k. der "Gallo", aber der liest sich heute nicht mehr wirklich toll und scheint auch mit Haken und Ösen bei der Übersetzung gekämpft zu haben. In diesem nun endlich auf deutsch erschienenden Buch findet der fleißige Leser alte und neue Informationen, sicher keine Sensationen (die wurden bestimmt zensiert) aber doch wirklich tolle Aufnahmen und Texte in einem komplexen Werk. Und wegen Ray Wilson schämt sich auch niemand mehr (zu Recht). Sprechen wir über den Preis: Knapp 50,- Euro für so ein Hochglanzband ist nicht zu viel, allerdings schmeckt es irgendwie sehr fad nach den ganzen Möchte-Gern-Reunion-Tourneen und Einnahmen, den vielen Abschiedstourneen von Phil Collins auf der ganzen Welt usw. Hier wäre es doch mal eine tolle Gelegenheit gewesen den treuen Genesis-Fans etwas zurück zu geben, wenn es schon mit der Reunion nicht wirklich geklappt hat. Fazit zum Buch: Informatives Muss für die Liebhaber der Progzeit, Rockzeit und Popzeit.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 3, 2008 4:23 PM CET


Rapid Eye Movement
Rapid Eye Movement

6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen komatöse Augenbewegung..., 1. Oktober 2007
Rezension bezieht sich auf: Rapid Eye Movement (Audio CD)
Nach „Out Of Myself“ und „Second Life Syndrom“ folgt nun „Rapid Eye Movement“ als letztes Werk der Trilogie nach Riverside. Die 2001 gegründete Band reflektiert auf drei verschiedene Weisen die Einsamkeit einer Hauptfigur und dessen Kampf mit sich selbst. Es geht um die Suche nach dem wahren Ich. Jedoch kann man dieser Musik auch sehr gut folgen, wenn man keine Assoziationen zum Text hat, denn dieser ganz spezielle Sound irgendwo zwischen Porcupine Tree, Pink Floyd und manchmal etwas sehr Hartem was es noch nicht gibt ist auch ohne Sinninhalt sehr schlüssig. Bewiesen wird dies sicher durch die Käufer und Hörerschaft, die aus jeder Musikrichtung zu den Konzerten läuft und die Riverside CDs kauft. So werden Riverside sicher einen ehrenhaften Platz auf dem Prog-Gedenkstein bekommen und ihren Namen dort einmeißeln. Die Ruhe und Harmonie, die gleichzeitig mit Stimmen und Geräuschen auftritt, die auch in einer geschlossenen psychiatrischen Anstalt aufgenommen worden sein könnten, machen diesen Sound irgendwie einmalig. Ins Blut gehende Gitarrenloops mit konsequentem Schlagzeug und der schwebenden Stimme von Mariusz Duda mit kontrollierendem Basslauf. Dadurch schaffen es die vier aus Polen wieder einmal mehr, dass der Hörer nach Einlegen der Scheibe jegliches Gefühl für Zeit und Stress vergisst. Die CD ist trotz Kraft und erzählender Power irgendwie entspannend. Freuen wir uns auf die hoffentlich bald folgende Tour, denn Riverside haben ihr Live-Repertoire dank Dream Theater sicher noch weiter ausgebaut, denn für keine geringere Band fungierten sie als Vorgruppe. Riverside bleiben etwas besonderes und den Besonderen, kaufen, hören und genießen


Rapid Eye Movement/Spec.ed.
Rapid Eye Movement/Spec.ed.
Wird angeboten von Lowe Records
Preis: EUR 24,40

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen komatöse Augenbewegung..., 1. Oktober 2007
Rezension bezieht sich auf: Rapid Eye Movement/Spec.ed. (Audio CD)
Nach „Out Of Myself“ und „Second Life Syndrom“ folgt nun „Rapid Eye Movement“ als letztes Werk der Trilogie nach Riverside. Die 2001 gegründete Band reflektiert auf drei verschiedene Weisen die Einsamkeit einer Hauptfigur und dessen Kampf mit sich selbst. Es geht um die Suche nach dem wahren Ich. Jedoch kann man dieser Musik auch sehr gut folgen, wenn man keine Assoziationen zum Text hat, denn dieser ganz spezielle Sound irgendwo zwischen Porcupine Tree, Pink Floyd und manchmal etwas sehr Hartem was es noch nicht gibt ist auch ohne Sinninhalt sehr schlüssig. Bewiesen wird dies sicher durch die Käufer und Hörerschaft, die aus jeder Musikrichtung zu den Konzerten läuft und die Riverside CDs kauft. So werden Riverside sicher einen ehrenhaften Platz auf dem Prog-Gedenkstein bekommen und ihren Namen dort einmeißeln. Die Ruhe und Harmonie, die gleichzeitig mit Stimmen und Geräuschen auftritt, die auch in einer geschlossenen psychiatrischen Anstalt aufgenommen worden sein könnten, machen diesen Sound irgendwie einmalig. Ins Blut gehende Gitarrenloops mit konsequentem Schlagzeug und der schwebenden Stimme von Mariusz Duda mit kontrollierendem Basslauf. Dadurch schaffen es die vier aus Polen wieder einmal mehr, dass der Hörer nach Einlegen der Scheibe jegliches Gefühl für Zeit und Stress vergisst. Die CD ist trotz Kraft und erzählender Power irgendwie entspannend. Freuen wir uns auf die hoffentlich bald folgende Tour, denn Riverside haben ihr Live-Repertoire dank Dream Theater sicher noch weiter ausgebaut, denn für keine geringere Band fungierten sie als Vorgruppe. Riverside bleiben etwas besonderes und den Besonderen, kaufen, hören und genießen.


The Hemulic Voluntary Band
The Hemulic Voluntary Band
Preis: EUR 17,22

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen die Mumins, 1. Oktober 2007
Rezension bezieht sich auf: The Hemulic Voluntary Band (Audio CD)
„Ritual“ ist ja schon viel gelobt worden seit dem sie ihr 1995 gleichnamiges Debütalbum veröffentlichten. Im letzten Jahr nahmen sie ein „Live-Album“ auf und jetzt liegt das wohl progressivste Werk seit Bandgründung vor: „The Hemulic Voluntary Band“ - diese „Band“ gibt es wirklich, nämlich in den Büchern von „Tove Jansson“. In diesen schreibt er über die Familie der „Mumins“ und hier wird auch von einem Orchester erzählt, das den Namen „The Hemulic Voluntary Brass“ trägt. „Hemulens“ sind also Kreaturen die in der Welt der „Mumins“ leben. „Ritual“ mochten den Namen und konnten sich nach eigenen Angaben mit ihnen identifizieren. So entstand wohl der Titel des Albums und auch das „Cover“, das an musizierende Wesen aus dem Film „Der dunkle Kristall“ (aus den 80ern) erinnert. Das ist doch schon mal eine nette Geschichte, jetzt muss nur noch die Musik stimmen – und die passt total! Nach Einlegen des Silberlings denkt man zunächst an eine Mischung aus den frühen „Gentle Giant“ und „Yes“ - doch dann merkt man relativ schnell, dass dort auch „Kaipa“ eine Daseinsberechtigung findet. Und richtig: Sänger „Patrik Lundström“ singt auch bei der schwedischen Rocklegende, die gerade das Album „Angling Feelings“ veröffentlichten. Genug musikalische Ahnenforschung, denn die hier am 31.8.07 veröffentlichte Scheibe ist eine echte Bereicherung des heimischen Prog-CD-Regals. Gefühlvoll, akustisch, melodiös, zeitlos, harmonisch und zeitweise barock füllt sie das Herz des echten Nostalgie-Proggers. Die Krönung ist dann das sechste und letzte Stück „A Dangerous Journey“, das kommt nämlich mit 26 Minuten daher, die alles andere als langgezogen geschweige denn langweilig sind. Zunächst akustisch und manuell, dann (als würde der Strom gerade erfunden werden) beginnt nach ca. neun Minuten die elektronische Ausschmückung des Longtracks. Jeder, der auf handgemachte, ehrliche und progressive Musik steht, muss hier wohl zuschlagen.


Morbus
Morbus

9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen echt steinig der Weg..., 1. Oktober 2007
Rezension bezieht sich auf: Morbus (Audio CD)
Das ist Rhythmus für die Seele, so funktioniert Krautrock, Psychedelicrock und Stonerock. Electric Orange haben hier ein echt verrücktes, interessantes und supermusikalisches Werk abgeliefert, das sicher nicht lange auf seinen Erfolg warten muss. Nach Alben wie „abgelaufen!“, „Platte“ und „Fleischwerk“ steht ab dem 21. September „Morbus“ im gut sortierten Musikgeschäft. „Morbus“ besteht aus 12 Stücken auf 77 Minuten verteilt. Das Besondere an dieser Musik ist wohl, dass sie erst während der Aufnahme entsteht. Dies hat allerdings keine Einflüsse auf die Qualität oder den Anspruch den die Musiker an sich und ihre Kompositionen haben, es ist eben nur ein etwas anderes Konzept. Und das beginnt mit dem Stück „Einwahn“, welches mit einem fantastischen Schlagzeug und einer dreckigen Orgel die Stimmung des Hörers anhebt. Die Neuinterpretation von „Bruder Jakob“ in „Rote Flocken“ ist Geschmackssache, aber „Span 5“ ist dann wieder im Stil des ersten Tracks und motiviert zum Lautstärkeregler nach rechts drehen. Den kann man da dann auch lassen, denn was jetzt kommt, ist ein experimenteller aber auch abgeklärter Klangteppich mit mutigen Beats und manchmal lustigen Effekten. Die CD ist sehr gut produziert und macht Lust auf mehr aus der Richtung. Interessierten kann man nur empfehlen, die CD nicht nach einmaligem Hören zur Seite zu legen, sondern am Ball zu bleiben. Denn mit jedem Durchgang ergeben sich neue klangliche Entdeckungen und das Bild von sehr guten Improvisationsmusikern wird immer klarer gezeichnet.


Noli Me Tangere
Noli Me Tangere
Preis: EUR 8,36

4.0 von 5 Sternen kurz und knackig - eben handgemacht!, 1. Oktober 2007
Rezension bezieht sich auf: Noli Me Tangere (Audio CD)
Rock’n’roll muss handgemacht sein und mit ehrlicher Stimme Gänsehaut produzieren. So was findet man nicht mehr häufig in heutiger stromverseuchten Zeit – nun liegt da aber das neue Bonebag-Album vor uns – und man kann nur gratulieren. Was die Niederländer Ronald Utens (Gitarre/Gesang), Arno Menses (Drums/Gesang), Mike Paladeng (Gitarre) und Martijn Horsten (Bass) hier abliefern, verdient die Aufmerksamkeit aller Rockgenre-Fans. Als Live-Band etabliert und nach dem Debüt „Positive“ im Jahre 2003, schreiben Bonebag nun mit dem äußerst melodiösen Werk „Noli Me Tangere“ ihre Geschichte weiter, danke! Mit dem Titel „Disgust“ geht die Scheibe von der ersten Sekunde gleich nach Vorne und keiner kann sich mehr wehren gegen den unvergleichlichen Klang, kaum erholt folgt der unverfrickelte aber doch an manche Prog-Sequenzen erinnernde Song „Oliver Sudden“. Der glänzt mit Abwechslungsreichtum und besteht aus vielen verschieden Abschnitten, von Harmonie bis zur aggressiven Bridge, echt geil! In „Feeling Sam“ kann man sehr gut die Instrumente filtrieren, beginnend mit einem Schlagzeug- und Gitarren-Intro folgt während tollem Basslauf die klare Stimme von Ronald Utens, der so gut über diese Gefühle singt, dass man nicht daran zweifelt, dass die Songs aus der eigenen Feder stammen. „Positive“ wartet wieder mit den Stimmungsschwankungen auf, die wir in „Oliver Sudden“ schon zu schätzen gelernt haben, nur mit einer noch kräftigeren Stimme, die Vielseitigkeit dieses Sängers ist wirklich beeindruckend und wird auch im nächsten Song namens „Weightless“ begeistern, unterstützt von treibenden Rhythmen aus der Schlagzeug-Gitarrenecke. Von der ersten Sekunde nach Vorne geht dann wieder „mmm“, erinnert ein wenig an die harten Insidersoundtracks aus den 80er Jahren. Äußerst Gefühlvoll kommt dann wieder „Lifeline“ daher, ein gutes Beispiel dafür, dass man Songs nicht länger als nötig mit künstlichen Soli voll stopfen muss um einen Longtrack zu produzieren. Nach 4:42 Minuten ist einem so was von der Kopf gewaschen worden mit trockenen Gitarrensoli und wieder einmal mehr mit der brillanten Stimme, dass man es gar nicht länger aushalten würde. In „Picture Perfect“ muss man zwangsläufig an die Gute-Laune-Musik aus England denken, die Anfang der 90er Jahre alle begeisterte und auf keiner Feier fehlen durfte, vielleicht liegt es am Backgroundchor oder auch den spitzen Bässen. Der Titelsong „Noli Me Tangere“ (was etwa bedeutet „Rühr mich nicht an“) spiegelt eben genau sein Motto wieder, mit anklagenden Gesang und kräftigen Gitarrenriffs. Nach dem Hören von „A Word Of Appreciation“ kann man den exzellenten Musikern aus dem Nachbarland die Anerkennung (Appreciation) auch nicht mehr strittig machen, sie haben es geschafft von der ersten Sekunde bis zur letzten der etwa 40 Minuten eine tolle musikalische Reise anzubieten, wer die von Euch ausschlägt, ist selber Schuld.


Paramount
Paramount
Preis: EUR 17,30

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wie machen die das nur?, 1. Oktober 2007
Rezension bezieht sich auf: Paramount (Audio CD)
Es ist wirklich fast unglaublich was die schon 1986 in München gegründeten Prog-Metaller hier abgeliefert haben. So eine vielseitige, facettenreiche und zugleich kraftvolle Musikproduktion wie „Paramount“ ist schon gefühlte zehn Jahre her. Ob harmonische Intros, coole Breaks oder mal eine asiatische Bridge, dieses Album hat wirklich alles, was einen experimentierfreudigen ProgFan begeistert. Musikalisch gesehen muss man den Hut ziehen und sich verneigen für so viel kompositorische Höchstleistung von Markus Steffen (Guitars), Oliver Holzwarth (Bass), Alex Holzwarth (Drums) und Arno Menses (Vocals). Instrumental wäre „Paramount“ schon der Tipp des Jahres, dann kommt aber noch Arnos einmalige Stimme hinzu, die dieses Werk unvergesslich machen wird. „The Art Of Navigation By The Stars“ (2005) hat die bandeigene Messlatte sehr hoch gelegt. Als vor kurzem bekannt wurde, dass „Paramount“ kein Konzeptalbum wird, haben sicher einige gedacht: Kann das was werden? - Freut Euch, denn: Es ist der Hammer!! Jedes Stück einzeln erschließt sich schnell dem aufmerksamen Hörer und trotz eben dieses schnellen Zugangs bekommt man diese Scheibe einfach nicht mehr aus dem CD-Player. Arno’s Stimmexperiment im fast neun Minuten langen Titelsong „Paramount“ schreit förmlich danach verstanden zu werden. Ist dies dem Hörer gelungen, macht es süchtig. Nicht nur wegen dem perfekt platzierten Saxophonsolo (ja Saxophon!) sondern auch wegen der Erzählkraft dieser Nummer. In „Eyes Wide Open“ zeigt „Sieges Even“, dass sie auch Hitpotential haben. Den Titel kann man sich nicht nur sehr gut im Radio vorstellen, sondern auch in den Singlecharts. Das Lied „Tidal“ wirft uns zunächst in die härtere Zeit der Band zurück, dann knacken die filigranen Rocker mit gut inszeniertem Chorus die Neugier beim Hörer und das akustische Gitarrensolo vor dem Hintergrund des kräftigen Rhythmus sprechen für die genialen Einfälle der Band. Blicken wir noch zu „Where Our Shadows Sleep“, bei dieser melodiösen und proggigen Nummer hört man einmal mehr, wie viel Spaß „Sieges Even“ beim Ausprobieren im Studio haben müssen: Jeder Ton scheint sich einem harten Vorstellungsgespräch unterziehen zu müssen bevor ihm die Ehre gebührt zu einem Teil dieser grandiosen Musik zu werden. Fakt ist: Jedes Lied glänzt anders, deswegen ist es schwierig genau zu beschreiben was Euch Ende September erwartet, nur so viel: Harmonie, rockige Gitarrenriffs, erzählender Gesang, brillante Stimmpassagen, akustische und elektrische Gitarrenparts, souveränes und knackiges Schlagzeug, verträumte Intros und kaum zu spürende aber unersetzliche Synthesizer. Die Faszination im Prog: Die Stimme einen anderen Weg gehen zu lassen als die Instrumente, und dann ein Treffen zu arrangieren, welches unverhofft in vollendeter Harmonie stattfindet – Die Jungs von „Sieges Even“ haben es perfektioniert mit dem Abliefern dieses Albums. Sie haben es einmal mehr geschafft alles bisher Gehörte zu übertreffen und ein wenig weiter in den Schatten zu rücken. Wer seine Anlage nicht mit diesem Silberling verwöhnt hat einiges verpasst.


Anima
Anima
Preis: EUR 17,39

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen irgendwie düster..., 10. Juli 2007
Rezension bezieht sich auf: Anima (Audio CD)
Da kommt ein schön düster gestaltetes Cover daher, Weltuntergangsstimmung macht sich breit, dann legt man die Scheibe ein und glaubt zunächst, dass eben diese Stimmung die Anlage oder die Lautsprecher lahmgelegt hat, und auf einmal weiß man: Es ist nur das Intro, das fehlende Bässe vortäuscht und fast mono daherkommt. Danach geht es ganz gut nach vorne auf dieser Prog-Metal-Produktion: Schnelle, kräftige Drums mit gut konzipierten Breaks, sehr gut positionierte Gitarrenriffs und eine sehr bestimmt auftretende Stimme wechseln sich mit gar nicht so schlechten Synthesizersoli ab. Die französische Besetzung von „Spheric Universe Experience“ würde mich wahrscheinlich lynchen nach der Beschreibung ihres hier vorliegenden zweiten Studioalbums, aber irgendwie kann ich mich gegen diese Idee nicht wehren: „Genesis“, „Dream Theater“ und „My Dying Bride“ gleichzeitig in doppelter Geschwindigkeit abgespielt ergeben wahrscheinlich ungefähr den Klang der hier auf den Hörer wartet. Das ist gar nicht böse gemeint, irgendwas hat die Scheibe dadurch auch, wie gesagt: schnell, metallisch, gekonnte Breaks und auch mal ein Klavier und das ein oder andere Solo machen diese CD für alle „Symphony X“ und „Dream Theater“-Fans zu einem Erlebnis.


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