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Rezensionen verfasst von
M. Kappel
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Monteverdi: The Complete Madrigal Books (Limited Edition)
Monteverdi: The Complete Madrigal Books (Limited Edition)
Preis: EUR 57,99

9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nicht konkurrenzlos, aber als Box konkurrenzlos günstig, 13. September 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Wer die Einspielungen Monteverdis Madrigalbücher der Truppe La Venexiana nicht schon längst hat bzw. nur Teile hat, kann nun bedenkenlos zugreifen. Zur Musik Monteverdis muss man nichts weiter sagen. Es handelt sich um musikhistorisch äußerst wertvolle Stücke, die eine Zeit des musikalischen Umbruchs dokumentieren. Kontemplativ geistliche Musik, schwelgende Liebeslieder, swingende Spottgesänge, musikalische Erzählungen, so manche musikalische Gattung auch der Popmusik baut auf Strukturen auf, die hier bereits perfektioniert wurden. Und durch die Eigenheit der Alten Musik, Raum und Möglichkeit für Variation und Interpretation zu lassen, beweist Monteverdis Musik eine Zeitlosigkeit, die ihresgleichen sucht. 400 Jahre alt? Unmöglich!

La Venexiana bewegt sich auf der Höhe der Zeit, was die Erforschung der Alten Musik betrifft. Als Gesamtaufnahme geben sie sich konkurrenzlos, jedes einzelne Stück ist sauber für sich herausgearbeitet, die Interpretationen bleiben an dem, was derText verlangt. Die Musiker singen und spielen frisch und dennoch traditionsbewusst, keine übertriebene Verjazzung, wie sie es später praktizierten, und dennoch oder gerade deshalb spürt man Monteverdis ungeheure revolutionäre Bedeutung. Keiner weiß, wie die Musik damals geklungen haben mochte, weit entfernt können La Venexiana nicht sein.

Einen Vergleich müssen sie freilich fürchten: Rinaldo Alessandrini spielte mit dem Concerto Italiano viele Madrigale noch eindringlicher, noch näher an Monteverdis (vermutlichem) Ursprung ein - aber eben nicht alle. Zudem halte ich die Stimmen des Concerto Italiano für klangschöner, insbesondere auffällig bei den mehr solistisch vorgetragenen späteren Madrigalen. Was die vokalen Leistungen von La Venexiana nicht schmälern soll! Und da Monteverdi eben immer etwas anders klingen kann, dürfen mehrere Aufnahmen nebeneinander bestehen.

Auf jeden Fall lohnt sich diese Box schon aufgrund ihrer Vollständigkeit und des hohen, wenn auch nicht konkurrenzlosen Niveaus. Für den Preis (sollte sich Amazon denn mal auf einen einpendeln, er scheint schon gesprungen zu sein) allemal.
Stichwort Vollständigkeit: Nicht enthalten ist die Einspielung der Scherzi Musicali, die man meines Erachtens auch ohne Madrigalbuch-Nummer in die "Complete Madrigals" hätte integrieren können. Allerdings ergäbe sich dann kein homogenes Bild mehr, ab hier frönte La Venexiana einem unverhohlen jazzigen Ansatz - Scherzi Musicali eben.

Die Verpackung zeigt sich spartanisch - einfache Papierhüllen in Box. Vorbildlich hingegen, dass auf der "Bonus-CD" mit Live-Einspielungen die kompletten ausführlichen Einlagen der Einzel-CDs mit Text (und Übersetzung, auch deutscher!) als PDF-Dateien beigefügt sind.


Schubert Edition
Schubert Edition
Preis: EUR 53,81

20 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein inkompletter Schubert - Jedenfalls für Einsteiger, 7. September 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Schubert Edition (Audio CD)
Wie bei jeder Komponisten-Edition des Labels Brilliant Classics muss man sich zuerst zwei Fragen stellen: So viel Musik für so wenig Geld - ist's dann nicht eher Masse denn Klasse? Und: Brauche ich das, höre ich mir wirklich alles an?

Die erste Frage hat das Label mit anderen Editionen mehrfach belegt. Ja, es geht zumindest leidlich, und zwar mit der bewährten Mischung aus einigen hochwertigen Aufnahmen, viel Mittelklasse und wenigen und meist unbedeutenden Ausrutscher.
Die zweite Frage muss sich jeder selbst beantworten. Für Sammler, die sich viel mit Musik beschäftigen, lohnt sich die Anschaffung jedenfalls, einfach nur um guten Gewissens zu sagen: Hab ich, kann ich mir anhören, wenn ich es gerade brauche.

Im Falle Schuberts liegt hier KEINE Gesamtedition vor. Was fehlt, werden Schubertianer aufzählen können, mir fehlen auf den ersten Blick an den größeren Werken die Oper "Fierrabras" und das Stabat Mater.
Freilich werden auch nicht alle Lieder präsentiert, das konnte meines Wissens nur das Label Hyperion stemmen.

Auf der Box wird mit großen Namen geworben, es muss allerdings klar sein, dass von den bekannten Künstlern meist gerade mal eine Einspielung vorliegt. Alfred Brendel zum Beispiel, der einige Sonaten eingespielt hatte, ist lediglich mit der Wanderer-Fantasie und einigen Impromptus vertreten.

Hier ein erster grober Eindruck, wobei ich nicht alles anhörte, sondern nur Kernstücke.

An den Symphonien mit den Dresdnern unter Herbert Blomstedt werden all die Freude haben, die Schubert als melodieseeligen Romantiker sehen und eher Entspannung als musikalische Auseinandersetzung suchen. Solide Kost, jedes Tempo herausgenommen, Klassik zum Entspannen. Mir ist es zu müde, ich schätze es mehr, wenn Schuberts Impulsivität nicht weichgebügelt wird.

Die Kammermusik für Violine übersprang ich schnell, da habe ich mich zu sehr an Gidon Kremers Einspielungen gewöhnt. Die Pianotrios mit dem Trio Amsterdam sind ordentlich, seltenst einige unsauberen Läufe, eher der sauberen Aufnahmetechnik geschuldet.

Die (frühen) Streichquartette mit dem Endres-Quartett wirken bieder, dem Aufnahmedatum entsprechend schwankt auch die Tonqualität, teils störend.
Die Einspielungen mit dem Diogenes-Quartett bieten dagegen frische, stellenweise unglaublich schöne Momente. Da ist es fast schon bedauerlich, dass das berühmte 14te (Der Tod und das Mädchen) vom bekannteren aber eher konventionellen Brandis Quartett präsentiert wird.

Mit den Einspielungen Schuberts Klavierwerk kann ich mich insgesamt nicht unbedingt anfreunden. Klara Würtz, fester Bestandteil der Brilliant Classics-Familie, spielt z.B. die eigentlich tiefgründige B-Dur-Sonate D960 unaufgeregt streng nach Noten und Zeichensatz. Das kann (und sollte) man bei einer Mozart-Sonate, bei Schubert kommt man so aber nie an die Essenz heran, jedenfalls nicht bei seinen späteren Werken. Ein Eins-werden mit den Tasten reicht hier nie, und auch die Musik (Noten) spricht kaum für sich selbst, hier muss man auf den Grund der Musik tauchen können.

Alwin Bär lässt jede Anschlag-Nuance und jedes Atmen der Musik vermissen, was z.B. die c-moll-Sonate zu einem beliebigen Klimperstück werden lässt - Aufnahmen wie diese haben in der Vergangenheit dafür gesorgt, dass Schuberts Klaviersonaten nicht den Stellenwert bekamen, den sie verdienen. Kein Vergleich mit Brendel (der zwar kompromisslos die Sonate durchschneidet, aber mithilfe des Anschlags sehr fein differenziert) oder freilich mit Kempff. Brilliant Classics gab eine sehr empfehlenswerte Box mit Schuberts Klavierwerk mit Michel Dalberto heraus, diese Aufnahmen wären hier in fast jedem Fall die bessere Alternative gewesen.

Die Messen fallen in Interpretation und Leistung kaum auf, erfreuliche Ausnahme die große große Es-Dur Messe D950, hier vertreten in einer der besten Einspielungen überhaupt, unter Frieder Bernius. Allein die Solistenleistung besticht. Typisch für Bernius wird der Chor schlank gehalten, was feinste Klangfarben gibt. Ein wenig mag das auf Kosten der großen Effekte (z.B. das Credo) gehen, da verweise ich auf die Einspielungen Wolfgang Sawallisch, der Schubert ganz als Vorbote Anton Bruckners präsentiert und auch die anderen Messen als durchaus ernstzunehmende Schwerpunkte Schuberts einspielte.

Die Bühnenwerke gehören nicht zu Schuberts bekanntem Werk, hörenswert sind sie allemal, zumal hier vieles in sehr guten Besetzungen zu finden ist.

Bleiben schließlich die Lieder. Auch hier ist keine Gesamt-Aufnahme zu erwarten, viel Unbekanntes wird man dennoch finden.
Die großen Zyklen sind in eher durchschnittlichen Versionen (ein stets leicht heiserer Robert Holl in Winterreise und Schwanengesang, die Müllerin von Peter Schreier, der sich noch nicht mal bemüht, sich von Wunderlich abzusetzen), die bekannten Namen Fischer-Dieskau, Gundula Janowitz, Ameling, Auger finden sich in späten Aufnahmen, jenseits der Höhe ihrer Zeit. Gundula Janowitz spielte viele Lieder Jahre früher mit Irvin Gage ein, ein Höhepunkt der Schubertschen Liedkunst. Das vorliegende Recital stimmt im Vergleich fast schon wehmütig.

Die Aufnahmen Siegfried Lorenz' bestechen dafür umso mehr mit überaus klangschönem und wandlungsfähigem Bariton und einer natürlichen, kaum proklamierenden Interpretation.

Robert Holl beschließt die Liedsammlung mit einer Vielzahl eher unbekannter Lieder, klingt dabei meist aber eher desinteressiert. Geschmacksache.

Nochmals: Braucht es eine inkomplette Schubert-Edition mit Einspielungen schwankender Qualität? Bibliotheken-Sammler werden unbedingt glücklich. Und wenn sich in der Masse der Käufer einer findet, der hineingezogen wird in Schubert'sche Klangwunder und sich weiter damit beschäftigt - dann hat sich diese Edition, wie jede andere auch, jedenfalls gelohnt.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 22, 2015 3:37 PM MEST


Love and Hate
Love and Hate
Wird angeboten von Music-Shop
Preis: EUR 14,43

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Joan Osborne - Kein One-Hit-Wonder, 20. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Love and Hate (Audio CD)
Joan Osborne kennen nicht viele Menschen, gerade hierzulande. Wenn man aber ihren großen Hit "One of us" hört, summen plötzlich alle mit. Man kennt das Phänomen, es nennt sich "One-Hit-Wonder".

Dabei ist dies nun das neunte oder zehnte Album der Sängerin. An den frühen Erfolg knüpfte sie nie mehr an, und auch solche unvergesslichen Gänsehaut-Momente, als sie live bei Pavarotti & Friends eine unglaubliche orchestrale Fassung von "St Teresa" präsentierte und auch im Duett mit dem Meister bestand - auch solche Momente bleiben einmalig.

Und dennoch hat es die Stimme nach wie vor in sich. Weicher ist sie geworden, differenzierter, sie schöpft nicht mehr aus dem Vollen, ist dafür umso wandelbarer. Die letzten Alben zeigten schon, dass sie sich in vielen Genres scheinbar mühelos bewegen kann, von Folk über Country bis Motown, Blues, Soul, immer im leichten, poppigen Gewand.

Die Musik selber könnte austauschbar sein, das war bei den letzten Alben kaum anders. Das Gleiche von einem anderen Sänger würde ich wohl links liegen lassen. Wenn aber Joan Osborne draufsteht, weiß man, dass man mindestens eine Stimme genießen und bewundern kann. Im sonstigen Einheitsbrei der heutigen Musik-Sternchen ist das schon viel wert.


LG ND5630 Dual Dockingstation (AirPlay, Bluetooth) silber
LG ND5630 Dual Dockingstation (AirPlay, Bluetooth) silber

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Tolle Konnektivität, dürftiger Klang, 20. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Meine Ansprüche an das Gerät waren eher bescheiden. Airplay sollte es beherrschen, damit ich in meinem Schlafzimmer leise Musik (Klassik) hören kann.
Und die Eckdaten wären so perfekt gewesen. Die Einrichtung ein Kinderspiel, auch die Tatsache, dass das Gerät sich nach einiger Zeit ohne Input selbst ausschaltet, übernahm quasi die Sleeptimer-Funktion. Allein die Bedienung der berührungsempfindlichen Tasten am Gerät ist sehr schlecht gelöst: Sucht man im Dunklen nach den Lautstärketasten, kommt man unweigerlich zuerst auf den darüberliegenden An/Aus-Schalter, und allein die Berührung reicht zum Ausschalten.
Natürlich kann man (sollte man) das Gerät aber auch über Smartphone oder über die kleine Fernbedienung bedienen.

Die Konnektivität ist also einmalig - wenn der Klang es nur auch wäre. Anspruch war wie gesagt leise Musik, eher aus der Klassik. Hier zeigt sich dann aber ein sehr unausgewogenes Klangbild. Die in der Klassik so wichtigen Höhen sind zurückgesetzt, was den Klang intransparent macht. Orchester erscheinen nicht breit, sondern schmal hintereinander gesetzt. Hohe Gesangsstimmen erscheinen austauschbar. Opernpassagen verkommen gern zur Klangsuppe. Erst bei höherer Lautstärke und größerem Abstand vom Gerät entschärft sich das leicht,

Bei Solo-Instrumenten (Klavier) klingt das Ganze dann besser, bei schmalen Pop-Arrangements ebenfalls.

Dieses Gerät steht nun im Wohnzimmer und dient der Hintergrundberieselung. Im Schlafzimmer nutze (und genieße) ich jetzt die Kombination Squeeze-Box und Terratec Air Beats (für die Airplay-Funktion). Wie gesagt, der Anspruch war nicht zu hoch.


TERRATEC AIR BEATS HD 130644, AirPlay/DLNA Drahtlose 802.11b/g/n Access-Point WL-Repeater, Musikwiedergabe von Ihrem iPhone/iPOD Touch/iPAD, Smartphone, Tablet, PC und MAC
TERRATEC AIR BEATS HD 130644, AirPlay/DLNA Drahtlose 802.11b/g/n Access-Point WL-Repeater, Musikwiedergabe von Ihrem iPhone/iPOD Touch/iPAD, Smartphone, Tablet, PC und MAC
Wird angeboten von Winten DE (Rechnung mit MwSt kommt per eMail)
Preis: EUR 57,99

15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Air Beats, 20. Juli 2014
Diese kleine Box ist eine der besseren Möglichkeiten, bestehende Verstärker oder Aktivlautsprecher mit Airplay-Funktion aufzurüsten. Dazu baut das Gerät zu allererst ein eigenes W-Lan-Netz auf. In der Grundeinstellung ist dies ungeschützt, dafür ist die Einstellung ein Kinderspiel. Ein Passwort kann auf Wunsch mit etwas mehr Aufwand eingerichtet werden.

Möchte man vom Computer bzw. NAS aus dem Heimnetzwerk streamen, kann man das Gerät (etwas umständlich) auch als Client ins bestehende WLAN einbinden *EDIT auf Nachfrage: Ein 5 GHz WLAN wird meines Wissens nicht unterstützt*. Die beigefügte Kurzanleitung schweigt sich dazu aus, es wird auf die Anleitung auf der Web-Seite des Herstellers verwiesen. Auch diese ist eher spröde gehalten, ein wenig auskennen sollte man sich schon.
Nach dieser kleinen Hürde macht das Gerät dann auch genau das was es soll, Verbindungsprobleme gab es bei mir keine.

Die Einstellungen bleiben gespeichert, auch wenn das Gerät vom Stromnetz genommen wird. Was bei der Verwendung im Schlafzimmer auch sinnvoll ist: Die An/Aus-Anzeige ist unangenehm hell.

Kritikpunkt sind neben der etwas umständlichen und schlecht dokumentierten Einrichtung die Qualität der beigefügten Kabel. Insbesondere das Stromkabel (über USB) ist so dünn, dass man scharfe Kanten dringend meiden sollte. Die Bemerkung in der Anleitung, dass das Gerät nur mit beigefügtem Kabel betrieben werden sollte, hat dann auch etwas höhnisches.
Ein Netzstecker ist beigefügt.


Pavarotti Edition: The First Decade (Limited Edition)
Pavarotti Edition: The First Decade (Limited Edition)
Preis: EUR 83,62

5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Für Liebhaber und Sammler, 6. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Eine Lieferung, die erstaunt:
Im Karton war ... ein Karton. Darin dann eine Box aus Schaumstoff. Und darin das definitiv unbeschädigte Produkt, eine liebevoll designte Box zu Ehren eines großen Künstlers. Für Umweltbewusste ein Graus, aber es ist halt für Sammler. Und es zeigt sich, dass DECCA noch weiß, was sie ihrem Star zu verdanken hatte. Mit einem Stoffband (!) hebelt man den Inhalt der Box heraus - ein Begleitbuch, das wie heutzutage leider üblich mit großen Bildern und großer Schrift und großen Reden und sonst höchst dünnem Inhalt aufwartet. Des weiteren eine Vinyl-Single, nette, eigentlich unnötige Beigabe, die darauf enthaltenen Einspielungen sind freilich auch auf der letzten CD gepresst. Die CDs sind in drei große Pappschuber verstaut, was manche sicher bemängeln, aber dann soll man halt sorgfältig mit den CDs umgehen.

Die Musik selbst? Pavarotti halt. Viel Referenz (Bellini- und Donizetti Werke v.a. mit der Sutherland, Verdi-Requiem), manch Schatten (Macbeth), manch Rarität (Konzert, Frühste Aufnahmen). Wer ihn nicht mag, wird ihn mit der Box auch nicht lieber mögen. Wer ihn mag, bekommt relativ günstig einen Haufen Musik. Und wer ihn vergöttert, hat die Box sowieso längst.
Ich mag ihn "nur". Wenn die nächste Decade erscheint, wohl vornehmlich mit Verdi, werde ich ihn immer an Bergonzis deutlich differenzierteren Interpretationsfähigkeiten messen. Und sie natürlich trotzdem erstehen.


The Studio Albums1968-1979
The Studio Albums1968-1979
Preis: EUR 30,99

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die frühe Joni Mitchell, 6. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Studio Albums1968-1979 (Audio CD)
Joni Mitchells Stimme ist für mich wie ein wirklich guter Wein - sie reift mit dem Alter. Ich mag das Rauchige, das fast unkontrollierte Vibrato ihrer neueren Aufnahmen, und natürlich ihre Fähigkeit, das nachlassende Stimmmaterial durch Interpretation zu ersetzen.
Deshalb hatten mich ihre frühen Aufnahmen kaum interessiert, diese Sammlung bietet nun die Möglichkeit, dies nachzuholen und damit eine Künstlerin zu würdigen, die schon von allererster Stunde das war, was sie bis jetzt geblieben ist: eine der größten weiblichen Songwriter unserer Zeit.


Verwandlung-Lieder Eines Jahres
Verwandlung-Lieder Eines Jahres
Preis: EUR 20,99

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erfreuliche Entdeckungen, 6. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Verwandlung-Lieder Eines Jahres (Audio CD)
Erfreuliche Entdeckungen sind oft Entdeckungen aus Zufall. Ich stellte vor längerem selbst eine Sammlung mit Gedichten und Liedern rund um die Jahreszeiten zusammen, beim Stöbern auf Amazon fiel mir dieses Album zufällig auf und war freudig überrascht über die Auswahl - gut die Hälfte deckte sich mit meiner!
Und nach kurzer Hörprobe, landete dieses Album im Warenkorb.
Christiane Karg ist wirklich eine Entdeckung wert. Die Sammlung zeichnet sich durch höchst unterschiedliche Werke aus, und Frau Karg interpretiert jedes für sich. Hier klingt nichts wie das andere, kaum eine Facette an Interpretationsmöglichkeit lässt sich vermissen. So möchte man den Titel "Verwandlung" auch für diese Stimme verwenden, eine wirkliche Freude in der mittlerweile doch eher stiefmütterlich behandelten Gattung "Lied". Ein Talent, das man weiter im Auge (im Ohr) behalten möchte!


Ero E Leandro/Contemplazione/Mattino
Ero E Leandro/Contemplazione/Mattino
Wird angeboten von Polyphon
Preis: EUR 8,42

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der unbekannte Catalani, 6. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Alfredo Catalani gehört zu den Komponisten, die längst eine Neuentdeckung verdient hätten. Man reduziert ihn gerne auf die Oper "La Wally" bzw. auf die Arie "Ebben..." - und versäumt damit, in Klangwelten einzutauchen, die zu ihrer Zeit einmalig waren und auch heute nichts von ihrem Reiz verloren haben. Beim titelgebenden "Ero E Leandro" fühlt man sich auf dem Höhepunkt der Romantik, und wird doch immer wieder herausgerissen durch impulsive Wendungen, die in ihren schönsten Momenten die Klangsprache Mahlers vorwegnehmen. Leider spielt das Orchestra Sinfonica Di Roma unter Francesco La Vecchia das Ganze so, als wäre es Verdi, hier hätte ein mutigerer, akzentuierterer Zugriff v.a. der Streicher Wunder getan.
Trotzdem: Das Hauptwerk ist des öfteren Hörens würdig, (das Weitere nunmehr Beiwerk), man hofft auf weitere Entdeckungen Catalanis!


Heimliche Aufforderung-Lieder Von Richard Strauss
Heimliche Aufforderung-Lieder Von Richard Strauss
Preis: EUR 20,99

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Strauss, wie beim ersten Mal, 6. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Wäre ich nicht höchst zufällig über das Konzeptalbum "Verwandlung - Lieder eines Jahres" auf Christiane Karg gestoßen, hätte ich dieses Album wohl links liegen gelassen. Wer braucht noch ein Strauss-Album, vielleicht mit berühmten Namen, vielleicht schön geflötet, vielleicht mit den üblichen Zugpferden, aber eben mit nichts, das nicht schon tausendfach und besser interpretiert wurde?
Wie man sich täuschen kann. Christiane Karg verlässt sich eben nicht nur auf eine klangschöne und sehr sichere (geschulte) Stimme, sondern weiß in jedem Moment auch, was sie singt. So viel Verständnis für Text und Musik zeigen von den neueren Künstlern die wenigsten, aber gerade darauf baut Strauss mit seinen feinen Stimmungsnuancen auf.
Frau Karg versteht es, diese Nuancen aufzugreifen und gar zu betonen. So hat man zum Beispiel "Geduld" in dieser Gänsehaut-erzeugenden Mischung aus Trauer, Verbitterung, Klage nie zuvor gehört.
Natürlich gibt es das eine oder andere, das man von anderen schon "besser" gehört haben mag, dennoch: Für das erstaunliche Erlebnis, Altgewohntes plötzlich wieder so zu hören, als sei es das erst Mal, möchte ich dieses Album schon jetzt als mein Highlight des Jahres bezeichnen.


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