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Rezensionen verfasst von
Peter Kensok "Globalscout" (Stuttgart)
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Die Organuhr. Leben im Rhythmus der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM)
Die Organuhr. Leben im Rhythmus der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM)
von Prof. TCM (Univ. Yunnan) Li Wu
  Broschiert
Preis: EUR 9,95

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wie Organe nach der TCM ticken, 21. Oktober 2014
TCM versteht sich als Erfahrungswissenschaft und beruht auf langfristigen Beobachtungen von unterschiedlichen naturheilkundlichen Konzepten bei der Erhaltung und Wiederherstellung von Gesundheit. Das ist etwas anderes als relativ kurzfristige Laboranalysen vor der Einführung eines neues Medikaments. Ihre Ernsthaftigkeit bestätigt die TCM dadurch, dass – zumindest in China – die Ausbildung keine Zusatzqualifikation ist, sondern ein Gesamtkonzept, dessen Anwender sich über viele Jahre als Studierende bewähren müssen.

Li Wu stellt uns die Organuhr im Zusammenhang mit dem 24-Stunden Rhythmus des Körpers vor. So ist der Energiebereich der Lunge zwischen 3 und 5 Uhr nachts besonders aktiv und in dieser Zeit anfällig für Störungen wie Erkältungskrankheiten. Zur gleichen Zeit beanspruchen Harnblase und Niere Ruhe, um gesund zu bleiben. Ähnliche Aktiv- und Ruhezeiten gibt es für insgesamt 12 Energie-»Organe«. Jedes davon kann einzeln oder in Kombination mit anderen gestört sein. Damit sie im Sinne der Organuhr wieder einwandfrei funktionieren, bietet die TCM Korrekturmaßnahmen an: Ernährungsumstellungen, Akupressuren und Qi-Gong-Übungen.

Li Wu verkörpert wie wohl kaum ein anderer den Brückenschlag zwischen östlicher und westlicher Kultur und Medizin. Über die Geschichte, die Beschreibung der Organfunktionen, Behandlungstipps und ein Tabellenwerk zum Nachschlagen fasst er das Konzept der Organuhr als grundlegenden Teil der TCM auf knapp 190 Seiten zusammen. Auch das ist eine Kunst, erst recht, wenn wir hinterher noch besser verstehen, wie TCM, westliche Schulmedizin und Naturheilkunde einander ergänzen können.


Auf die Freundschaft: Eine philosophische Begegnung oder Was Menschen zu Freunden macht
Auf die Freundschaft: Eine philosophische Begegnung oder Was Menschen zu Freunden macht
von Ina Schmidt
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 16,99

5.0 von 5 Sternen Wahre Freundschaft ist niemals Masse und niemals (nur) virtuell, 20. Oktober 2014
Bei Freundschaft geht es nach einer Studie aus den 1980er Jahren um drei Dinge:

1. um den schlichten Wunsch nach Hilfe und Unterstützung in Alltagssituationen;
2. um »sozialen Rückhalt«, der den Austausch von Erfahrungen um ein gemeinsames geistiges Fundament bereichert, auf dem sich so etwas wie eine gemeinsame Weltanschauung erarbeiten lässt;
3. um gemeinsame Interessen als Basis einer gemeinsamen Freizeitgestaltung.

Das klingt modern. Trotzdem hat Freundschaft, seit Menschen darüber nachdenken, eine Voraussetzung: Sie beginnt mit einer »einer Form der Liebe, die eben nicht als Leidenschaft, sondern als geistige Verbindung – als Sympathie spürbar wird«, sagt Ina Schmidt. Freunde sind immer ein bisschen anders und uns gerade durch den Unterschied besonders nahe: Sie dürfen auch einmal anderer Meinung sein und den Finger in die offene Wunde legen. Wir bleiben ihnen auch dann geistig verbunden, denn das ist die eigentliche Qualität von Freundschaft. Freunde interessieren sich für uns, sind ein aktiver Teil unseres Lebens, sie freuen sich und trauern mit uns.

Viele User nutzen die sozialen Netzwerke als reines Tool, um Kontakte zu (engen) Freunden zu managen, die sie sonst neben ihrem Abwechslungshunger kaum halten könnten. Problematisch wird das erst, wenn die Zeit in der Virtualität keine Zeit mehr für leibhaftige Kontakte zulässt. Freundschaft braucht Zeit und echte Aufmerksamkeit, auch und erst recht bei einem vollen Terminkalender. Freundschaft ist also eine liebevolle Beziehung, und dazu sollte man auch fähig sein. Ina Schmidt philosophiert, dass manchen Managern ihr soziales Leben ziemlich egal ist. Wenn sie dagegen ihr Handy verlören, bekämen sie einen Herzinfarkt. Möglicherweise sind darauf in einer Datei oder Datenwolke ihre Freundschaften gespeichert, ohne die sie schlichtweg nicht existieren.

Ina Schmidt lässt Aristoteles, Platon, Cicero, Kant sowie die eher zeitgenössischen Denker Hannah Arendt, Albert Camus, Jean-Paul Sartre oder Antoine de Saint-Exupery zu Wort kommen. Die hatten sicher noch nichts mit Web 2.0 zu tun. Aber sie hätten bestätigt, dass Freundschaft nichts rein Virtuelles sein kann. Ich persönlich fand die Rückschlüsse auf die Gegenwart in »Auf die Freundschaft« besonders spannend. Ob die Mehrzahl der Hardcore-Vertreter von virtuellen Freundschaften sich jedoch auf solch lange Strecken mit Kant und Camus noch einlassen mag? Vielleicht braucht es in einem Folgeband direktere Gebrauchsanweisungen für die Pflege von offline-Freundschaften. Wie denken wohl Mark Zuckerberg und Herr Apfel tatsächlich jenseits des Geschäfts darüber?


INNERINNOVATION - INNOVATIONEN AUS EIGENEM ANBAU: Das Kreativhandbuch für systemisches Innovationsmanagement
INNERINNOVATION - INNOVATIONEN AUS EIGENEM ANBAU: Das Kreativhandbuch für systemisches Innovationsmanagement
von Bernd Buck
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 24,20

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kreativ, innovativ und systemisch, 18. Oktober 2014
»Das Kreativhandbuch für systemisches Innovationsmagement« ist sowohl kreativ als auch innovativ und systemisch. Den Autoren gelingt es, jedes ihrer Subthemen auf einer Doppelseite zusammenzufassen, und sie haben einen Weg gefunden, diese Teile dann mit allen anderen im systemischen Netz zu verlinken. So entsteht ein insgesamt dreidimensionales Gebilde.

Die für mich wichtigsten Anregungen für innovative Unternehmen sind, dass sie einen kreativen Raum für innovative Einsatztruppen von etwa acht Mitgliedern mit unterschiedlichen psychologischen Talenten einrichten. Darin gibt es einen Tisch als gemeinsamen Arbeitsbereich und vier Wände, die großzügig mit Ideen zugeklebt werden können. Hier hängen die Ergebnisse des ersten Brainstormings ebenso wie die Notizen zum vorgestellten Abnehmer als Repräsentant der Zielgruppe, die Auflistung seiner Bedürfnisse mit den entsprechenden Ergänzungen und die Ergebnisse der Testphase für das Produkt bis hin zu den dazugehöriger Entscheidungen.

Den beiden gelingt es, auch in ihrem Buch unterschiedliche Strukturen zu bedienen, damit am Ende die maximale Vernetzung der Begabungen möglich ist und alle Beteiligten den kreativen Raum in zehn Schritten bestmöglich nutzen können. In einem richtig guten Kreativteam soll eben nicht nur über Möglichkeiten sinniert, sondern irgendwann ein Boot zu Wasser gelassen und dann bestenfalls noch optimiert werden.

Das Systemische ist damit bei den Buck-Geschwistern von vornherein mit im Spiel. »InnerInovation – Innovationen aus eigenem Anbau« heißt, dass ein Unternehmen die kreativen Möglichkeiten seiner Mitarbeiter ausschöpfen kann, wenn der kreative Raum erst einmal eingerichtet ist. Dann braucht es eine Moderation von außen nur noch, wenn die Karre einmal wirklich unverrückbar festgefahren ist. – Ein sympathisches Buch, in dem die Autoren uns vorleben, was sie sagen.


Mythos oder Medizin: Brauchen Wunden Luft oder Pflaster? Die spannendsten Fragen und Antworten aus der beliebten Kolumne bei SPIEGEL ONLINE
Mythos oder Medizin: Brauchen Wunden Luft oder Pflaster? Die spannendsten Fragen und Antworten aus der beliebten Kolumne bei SPIEGEL ONLINE
von Irene Berres
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Was Oma über ihre Hausmittel vielleicht doch nicht wusste, 18. Oktober 2014
Sowohl Berres als auch Merlot kenne ich ansonsten nur vom Wein. In dem, so meint das Volk, liegt Wahrheit. Übertrage ich das auf »Mythos oder Medizin«, dann hebeln Irene Berres (* 1986) und Julia Merlot (* 1988) mit ihrem Buch das eine oder andere Element der Volksmedizin aus – mit dem Geist der wissenschaftlichen Wahrheit.

Beide Autorinnen haben Wissenschaftsjournalismus studiert und in Praktika mit Pipette und Petrischalen hantiert. Inzwischen nehmen Sie Fragen zu medizinischen Themen und Hausmittel unter die Lupe: Ist es gefährlich, einen Nieser zu unterdrücken? Fördert Schnaps die Verdauung? Hilft Spucke gegen Mückenstiche? Die Volksmedizin hat zu solchen Themen einiges zu sagen; die Schulmedizin prüft nach: Zwiebeltee und Zwiebelwickel lenken bestenfalls vom Ohrenschmerz ab. Wadenwickel können Fieber senken, aber falsch angewendet die Körpertemperatur soweit verringern, dass sie dann eher schaden statt nutzen ...

Diese Hinweise rund um die Mythen der (Volks-) Medizin wirken gut recherchiert und werden von den Autorinnen tolerant aufbereitet: Wem die Mittel helfen, obwohl das wissenschaftlich gesehen Humbug ist, der darf sie trotzdem nutzen. Zumindest schaden sie in der Regel nicht. Sollte dadurch ein Placebo-Effekt zum Guten ausgelöst werden, dann darf das sein. - Ich finde die Berres/Merlot-Kolumne nett geschrieben und immer dran an dem, was wir schon immer über unsere Hausmittel wissen wollten und unsere Oma nicht zu fragen wagten.


Kolibri: Thriller
Kolibri: Thriller
von Kati Hiekkapelto
  Broschiert
Preis: EUR 14,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen In Finnland interkulturell geschickt ermittelt, 17. Oktober 2014
Rezension bezieht sich auf: Kolibri: Thriller (Broschiert)
»Mein erster Arbeitstag ist noch nicht zuende, und ich habe schon ein potenzielles Ehrenverbrechen, einen brutalen Mord und einen widerwärtigen Kollegen am Hals.« Anna hat einen echt harten Start bei ihrer neuen Stelle als Ermittlerin. »Aber hatte ich etwas anderes erwartet?« Esko Niemi wird bei den Ermittlungen Annas Partner sein, ein rassistischer Kotzbrocken, der zu einem guten Schluck nicht Nein sagt und für den eine Kollegin mit ungarischen Wurzeln das wirklich Letzte ist. Anna nimmt die Herausforderung an. Gut geht es ihr nicht, denn der Fall der toten Joggerin ist schon kompliziert genug.

Aus irgendeinem unerfindlichen Grund sind Finnisch und Ungarisch verwandte Sprachen. Wie Finnen und Ungarn miteinander zurechtkommen, finde ich über den Roman hinaus erhellend. Die Finnen sind nicht einfach die Kühlen aus dem Norden. Bei ihnen stellt sich das Thema der Einwanderer auf eine Weise dar, wie sie Mitteleuropäern so kaum bekannt sein dürfte. Kati Hiekkapelto lässt ihre Helden an diesem interkulturellen Problem teilnehmen und damit auch uns, ihre Leser. Es gibt in Finnland eben nicht nur die Samen oder Lappen, wie sie bei uns eher heißen, als kulturelles (Konflikt-) Thema. Es gibt auch die Flüchtlinge und Asylsuchenden aus dem ehemaligen Jugoslawien und Menschen aus dem russischen Sprachraum, mit denen sich Finnen wie Esko Niemi nahezu unerträglich schwertun.

In dieses Umfeld eine selbstbewusste und starke Anna Fekete als Ermittlerin zu pflanzen, ist eine Herausforderung, die Kati Hiekkapelto sehr gut meistert. Ich wäre neugierig auf eine Fortsetzung der Geschichte von Anna Fekete durch Kati Hiekkapelto. Mein Wunsch wäre, dass es Anna Fekete bei einem zukünftigen Auftritt gelingt, ihre Vergangenheit und ihre kaputten Beziehungen hinter sich zu lassen und befreiter zu gestalten, was an Katastrophen noch vor ihr liegt.


Endlich gut drauf! Wie Sie Ihre Glückshormone natürlich anregen: Für mehr Wohlbefinden, Lebensfreude und Energie
Endlich gut drauf! Wie Sie Ihre Glückshormone natürlich anregen: Für mehr Wohlbefinden, Lebensfreude und Energie
von Günter Harnisch
  Broschiert
Preis: EUR 9,95

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Glücklicher gesund und gesund glücklicher, 15. Oktober 2014
Gute Lösungen sind einfach, und sie sollen sich bewähren, besser noch: sich bereits bewährt haben. So wie bei Günter Harnisch (* 1936). »Endlich gut drauf!« fasst in vier wesentlichen Schritten zusammen, was auch dem volksheilkundlichen Experten und Therapeuten gut getan hat. »Glück«, so sagt er, »kann man lernen!«

Das Buch ist mit knapp 120 Seiten ein übersichtlicher Ratgeber. Es beginnt mit Erläuterungen zum Serotoninmangel, der dazu beträgt, dass viele Menschen sich eben nicht glücklich fühlen. Lässt sich Glück auf »organischem« Weg steigern? Günter Harnisch sagt eindeutig Ja dazu. Er stellt sein neurobiologies Glücksprogramm auf vier Säulen: Glück braucht die entsprechende Nahrung, die Stimulierung der Haut und Bewegung. Wir können uns sogar glücklich denken: Geistig aktiv zu bleiben tut dem Serotiningehalt in unserem Organismus gut und ist ein Mittel gegen Alzheimer.

Das Gelernte aktiv zu tun, ist der Pflichtteil des Glücksprogramms. Diese Pflicht ist verbunden mit einem Geschenk, an das uns Günter Harnisch in »Endlich gut drauf!« erinnert: »Glückliche Menschen leben gesünder und Gesunde fühlen sich insgesamt glücklicher.«


Das Web-Adressbuch für Deutschland 2015: Ausgewählt: Die 5.000 besten Surftipps aus dem Internet!
Das Web-Adressbuch für Deutschland 2015: Ausgewählt: Die 5.000 besten Surftipps aus dem Internet!
von Mathias Weber
  Broschiert
Preis: EUR 19,95

5 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Suchen will gelernt sein, auch im Internet, 15. Oktober 2014
Mathias Weber gibt mit »Das Web-Adress-Buch für Deutschland 2015« nun zum 18. Mal sein Nachschlagewerk heraus. Offline und ohne den Akku zu strapazieren, lässt sich damit der anschließende Besuch im Internet vorbereiten. Ich finde das Web-Adress-Buch in diesem Sinn pädagogisch wertvoll.

Statt hyperaktiv von Seite zu Seite zu springen, weil Popups den Bildschirm zukleistern und die Werbekosten in die Höhe jubeln, kann man seine Recherche von vornherein kanalisieren. Das spart am Ende Zeit: Wer weiß was er will, bekommt das Bestellte statt hundertfach anderes. Das gilt auch und erst recht im Internet. Vielleicht wären Schüler und Schulen damit eine gute Zielgruppe für das Buch.

Die erste Ausgabe des Web-Adress-Buchs erschien 1998 zeitgleich mit Googles Debüt als Suchmaschine. Beide haben bis heute durchgehalten. Google wird inzwischen als selbstverständlich hingenommen. Das Web-Adress-Buch findet dagegen als etwas ganz Besonderes immer wieder neues Lob in den Medien, als jährlich aktualisierte Landkarte im diffusen Datenäther.

»Das Web-Adress-Buch für Deutschland 2015« in der Buchversion auf Papier bietet viele Tausend übersichtliche Surftipps für jeden Lebensbereich, für den Anfänger bis hin zum Experten: »Das Web-Adress-Buch für Deutschland« setzt mit der Ausgabe 2015 die bisherige Strategie fort, selektiv zu informieren, wo ein Überangebot an Informationen der verwirrende Normalfall ist.


Vorsicht! Rigidität: Wie es im Unternehmen gelingt,  für unangenehme Wahrheiten und unerwartete Möglichkeiten offen zu bleiben
Vorsicht! Rigidität: Wie es im Unternehmen gelingt, für unangenehme Wahrheiten und unerwartete Möglichkeiten offen zu bleiben
von Heiner Reinke-Dieker
  Broschiert
Preis: EUR 24,20

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nicht die Lösungen, sondern die Lösungskompetenzen von damals nutzen, 14. Oktober 2014
Angenommen, Sie würden sich selbst als »Unternehmen« begreifen. Als ein System mit vielen Facetten und Persönlichkeiten, beziehungsweise Persönlichkeitsanteilen. Spätestens dann könnten Sie sich in diesem Buch nicht nur mit Ihrem Unternehmen wiederfinden, sondern auch mit Ihren »ach so unwesentlichen« Starrheiten, die möglicherweise Ihre persönliche Entwicklung blockieren.

Vielleicht ist das die einzige Schwäche von »Vorsicht! Rigidität«: Heinrich Reinke-Diekers beschränkt sich auf Unternehmen, die unangenehme Wahrheiten und unerwartete Möglichkeiten ausblenden. Rigidität bedeutet jedoch immer, Bestehendes als bisher und damit für dieses Leben beste Lösung anzunehmen und sich gegen jede Änderung zu vernageln.

Das ermöglicht jedem Mitarbeiter im Unternehmen, sogar in einem kritikoffenen Lösungsgespräch, den Status quo zu verteidigen. Die Chronifizierung des Bestehenden als Normalfall infiziert jedoch die gesamte Organisation, selbst wenn sich die wirtschaftliche Umgebung und die Ausgangsbedingungen vollkommen verändert haben sollten und jede Sperrung gegen Veränderung unsinnig ist.

Lösungen von einst lassen sich nicht zwangsweise übertragen – aber die Lösungskompetenz für ein ähnlich geartetes Problem ist nach Heiner Reinke-Dienkers Ausführungen eine wertvolle Ressource für jeden Unternehmer. Heiner Reinke-Dieker zeigt sich dabei als großartiger Mediator zwischen dem, was gestern als Lösungsansatz berechtigt war, und dem gleichen Anspruch unter veränderten Bedingungen der Gegenwart für die Zukunft. Ihm gelingen als Ergebnis Strategien, die wertschätzend mit den ursprünglichen Absichten verfahren.

»Vorsicht! Rigidität« fordert meiner Meinung nach nicht nur Unternehmen heraus, sondern jeden, der sich in seiner beruflichen und nicht beruflichen Umwelt als Teil irgendwelcher Formen von »Unternehmen« versteht.


"Ich hätte gerne eine LSD-Leuchte!": 555 unfreiwillig komische Deutsche Geschichten
"Ich hätte gerne eine LSD-Leuchte!": 555 unfreiwillig komische Deutsche Geschichten
von NEON
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das unfreiwillig Komische am Rande, 14. Oktober 2014
Das Leben schreibt echt wahre Geschichten – und laut NEON und den Leser des online-Magazins gibt es einige davon, die unfreiwillig komisch sind: »Was?! Du kriegst echt dreizehn Gehälter? Ich krieg nur eins!« – Gegen diese Ungerechtigkeit sollte man wirklich vorgehen. Oder laut loslachen! Die NEON-Rubrik »Deutsche Geschichten« veröffentlicht jeden Monat die Erlebnisse von drei Personen, denen »was zu Ohren gekommen« ist, unfreiwillig komisch, dadurch eben ernst gemeint und doch total daneben. Da fragt eine Bäckereifachverkäuferin einen älteren Herrn, ob er seinen Kaffee lieber »geschüttelt« oder »gerührt« haben möchte. Er antwortet: »Ich wäre gerührt, wenn Sie mir einen schütteln würden.«

Manches fällt eben erst unterhalb der Gürtellinie auf. Noch weiter unten ist die Rabattaktion im Schuhgeschäft, bei der man »Drei kaufen und nur zwei bezahlen« muss. Na toll: »Was soll ich denn mit drei Schuhen?«

555 unfreiwillig komische Deutsche Geschichten dieser Art veröffentlicht NEON in »Ich hätte gerne eine LSD-Leuchte«. Das Buch lädt ein, sich vom Alltag inspirieren zu lassen. Was am Ende »Schräg, peinlich, wunderbar!« ist, darüber entscheidet selbstverständlich der Geschmack. NEON bietet jedoch viele Anregungen, mit einem zwinkernden Auge durch die Welt zu gehen und – falls das kein Widerspruch ist – die Augen trotzdem offenzuhalten für das unfreiwillig Komische ganz am Rande. Mir gefällt's.


Treibjagd: Thriller
Treibjagd: Thriller
von Simon Kernick
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen »Treibjagd« mit Déjà-vus in den schottischen Highlands, 8. Oktober 2014
Rezension bezieht sich auf: Treibjagd: Thriller (Taschenbuch)
Amanda Rowan kehrte früher nach Hause zurück, als ihr Mann George und dessen Geliebte Ivana Hanzha es erwarten konnten. Vielleicht hätte die »Überraschung« mit einer normalen Eifersuchtsszene enden können, wäre Amanda auf dem Flur zum ehelichen Schlafzimmer nicht dem Mörder des Liebespaares über den Weg gelaufen.

Die sportliche Frau flüchtet in eine Landschaft mit herrlichen Wäldern und Seen, in der sie zu jeder anderen Zeit vielleicht gerne Kanuferien gemacht hätte. So wie Jess Grainger, ihre Schwester Casey und deren Stiefeltern Jean und Tim. Die kleine Familie gerät jedoch ins Schussfeuer der Verfolger von Amanda ...

»Treibjagd« lebt von Déjà-vus, die Simon Kernick geschickt neu anzuordnen weiß, wie ich finde. Zwischendurch musste ich jedoch an Hänsel und Gretel mit der dreizehnten Fee aus »Dornröschen« als Fluchthelfer denken und an Ma Dalton aus »Lucky Luke«. Ein paar Klischeerussen tauchen ebenso auf wie der traumatisierte Soldat. Der bleibt nach seinem Einsatz für Ihre Majestät auch in der Heimat verboten wehrhaft, wenn es um seine Angehörigen geht - oder wenn auf Freunde und Kinder geschossen wird.

Um herauszufinden, wer bei der »Treibjagd« am Ende zu den Guten gehören wird, dafür lohnt sich dieser Kurzurlaub mit Simon Kernick in die schottischen Highlands allemal.


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