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Peter Kensok "Globalscout" (Stuttgart)
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Köstlich kochen mit Tee - Einfache und Inspirierende Rezepte
Köstlich kochen mit Tee - Einfache und Inspirierende Rezepte

5.0 von 5 Sternen Essen geht eben auch ganz und gar ohne Alkohol, 29. Oktober 2013
Wein, Bier, Sherry, Rum und andere Spirituosen lassen sich gut nutzen, um Speisen und Soßen zu verfeinern. Wer keinen Alkohol mag oder darf, kann sich über Tanja und Harry Bischofs Inspirationen zu einer Alternative mit Tee freuen.

Der Sprung von Kräutertee und Tee als Getränk hin zu Kräutern in der Koch-, Brat- und Backküche ist am Ende eher kurz. Denn mit Kräutern würzen wir ohnehin, dagegen werden die »normalen« Aufgusstees kaum zum Kochen verwendet. Tanja und Harry Bischof brechen elegant mit diesem Tabu. Wie wäre es zum Beispiel mit Muffins, raffiniert verfeinert mit Früchtetee? Appetitlich finde ich auch die geschmorte Kalbslende mit einer Marinade aus getrockneten Holunderblüten, Zitronenverbenenblättern und Rosenknospen. Oder die Lammbolognese in Salbeitee.

Gut 50 Rezepte beschreiben die beiden Autoren und machen schon beim Lesen und Bilder schauen Lust auf neue Geschmackserfahrungen. Selbst gedünstete Birnen in Süßholztee werden plötzlich vorstellbar. – Ganz sicher kommt man anschließend durch die Polizeikontrolle. Essen geht eben auch ganz und gar ohne Alkohol.


Resilienz: Die unentdeckte Fähigkeit der wirklich Erfolgreichen
Resilienz: Die unentdeckte Fähigkeit der wirklich Erfolgreichen
von Denis Mourlane
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 24,80

13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Resilienz ist Achtsamkeit mit sich selbst, 25. Oktober 2013
Das Problem beginnt beim Titel: »Resilienz« geht nicht auf Deutsch. Früher hätte man diese Eigenschaft Stehaufmännchen zugesprochen, die nach einem Stupser jeder zeit wieder in die Senkrechte kommen. Aber das trifft es nur fast.

Andererseits ist genau das die zentrale Aussage Denis Mourlanes, der aus dem Umgang wirklich Erfolgreicher mit Rückschlägen und Niederlagen die Resilienz als Fähigkeit herausschält. Erfolg drückt sich für Hochresiliente nicht nur in Euro und Dollar aus, sondern ist ein Hinweis auf überzeugtes Handeln selbst unter schwierigen Bedingungen. Dann eben, wenn der (äußere) Erfolg auf sich warten lässt. Mourlane bettet seinen Ansatz in das Modell der fünf Grundbedürfnisse nach Klaus Grawe ein.

Geraten diese Bedürfnisse aus dem Gleichgewicht, finden hochresiliente Menschen immer wieder neue Wege, sich in den irriterten Bereichen so zu (re-) organisieren, dass sie schnell wieder ins Lot kommen. Auch sie leiden, wenn der Erfolg ausbleibt, sie rüde angegangen werden, ihnen die Sicherheit entzogen wird oder Beziehungen zerbrech en. Sie finden allerdings schnell heraus, wann sie eine Situation verändern können und wann es einfacher ist, sie hinzunehmen oder sie zu verlassen.

»Die unentdeckte Fähigkeit der wirklich Erfolgreichen« ist vor allem ihre Art, mit Dingen umzugehen, die sich ihrem Einfluss - zunächst - entziehen. Dazu müssen sie entscheiden, welche Initiative noch Erfolg verspricht und wo sie dafür den Hebel ansetzen. Sie haben den Mut, Gedankenspiele zuzulassen und ihre Emotionen zu ergründen. Sie wissen, dass sie selbst aktiv werden müssen, statt die Gedanken lediglich kreisen zu lassen. Sie bleiben grundsätzlich optimistisch, dass alles irgendwie so gut wie eben möglich werden wird.

Resilienz ist Achtsamkeit mit sich selbst, erst recht, wenn etwas einmal nicht so gut läuft. Resiliente Menschen wissen, dass sie der Erfolg ausbleiben kann und sie stürzen können. Sie sind aber schon dann wied er erfolgreich, wenn sie sich aufrichten und ihren Weg weitergehen.


BRAIN-TUNING: schneller  schlauer  konzentrierter
BRAIN-TUNING: schneller schlauer konzentrierter
von Siegfried Lehrl
  Broschiert
Preis: EUR 24,80

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die »fluide Intelligenz« auf Trab bringen, 15. Oktober 2013
Irgendetwas hatte mir an den klassischen Intelligenztests in der Folge von Alfred Binet (1857-1911) gefehlt. Deshalb war ich gleich Feuer und Flamme, als ich über den Ansatz in »Brain-Tuning« las, den die beiden Autoren unter anderem über ihre internationale Gesellschaft für Gehirntraining (GfG) verbreiten. Auch Gedächtnistrainings fand ich einfach nur nett und betrieb sie unter eher sportlichen Gesichtspunkten: Wie lässt sich was möglichst geschickt abspeichern und auch wieder abrufen? Dieses Wissen, eingebettet in eine mehr oder weniger geschickte Merkstrategie, wäre nach Lehrl/Sturm Teil einer »kristallinen Intelligenz«. Wir können stets nur abrufen, was wir zuvor auch eingespeist haben. Werden solche Gedächtnistrainings nur selten oder gar nicht wiederholt, schneiden die meisten mittelfristig schlecht ab.

Anders ist es mit der »fluiden Intelligenz«. Sie kümmert sich weniger um die Zahlen, Daten und Fakten als um die Fähigkeit zu Lösungsstrategien in unterschiedlichsten Situationen. Dazu braucht es dann eine bestimmte Geschwindigkeit, Informationen zu verarbeiten, eine angemessene Merkspanne und das entsprechende geistige Durchhaltevermögen. Wie für die Muskulatur im Sport gilt, dass auch die grauen Zellen ihre volle Kraft nur entfalten, wenn sie erst einmal aufgewärmt und angedehnt wurden, durch Spiele und Rätsel zum Beispiel. Erst wenn sie ihre Betriebstemperatur erreicht haben, vollbringen sie Höchstleistungen. Danach brauchen sie ein angemessenes Cool-Down, sozusagen Ausdehnen, Massage oder ein Entmüdungsbad.

Ich empfinde »Brain-Tuning« als großartigen Ansatz, um geistig auf Höchstleistungen zu kommen. Es entfernt sich angemessen von klassischen Intelligenzkonzepten, fokussiert auf das Wie statt auf das Was-man-damit-macht und rückt es nachvollziehbar zurecht auf organische Grundlagen, unabhängig von den Inhalten und Gedächtnisstrategien, die deshalb gleichwohl Spaß machen können. Aber Gedächtnisstrategien spielen für die fluide Intelligenz nur eine untergeordnete Rolle, wenn wir also wirklich schneller, schlauer und konzentrierter werden wollen.


Phobia: Thriller
Phobia: Thriller
von Wulf Dorn
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen »Unsere Zeit ist zu begrenzt, sie mit Ängsten zu verbringen ...«, 15. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Phobia: Thriller (Gebundene Ausgabe)
Wulf Dorn kennt sich tatsächlich gut mit Ängsten aus. Dafür hat er lange genug in der Psychiatrie gearbeitet. In »Phobia« lässt er uns an klassischen Formen dieses Gefühls teilnehmen, wie sie Klinikern und Pflegern immer wieder begegnen dürften. Und er bettet sie in einen weiteren seiner Thriller ein, für die der Ulmer Autor inzwischen sogar in Südamerika bekannt ist.

Sarah Bridgewater lebt in London mir ihrem Mann Stephen und ihrem Sohn Harvey. Als ihre Versagensängste unerträglich für sie zu werden drohen, verlässt die Lektorin ihren Verlag und arbeitet freiberuflich von zuhause aus. Doch der Rückzug ist nicht die Lösung ihrer Probleme. Auch in ihrer Ehe kriselt es deswegen. Wie sehr, das merkt sie erst, als ein Unbekannter die scheinbar intakte Familie ins Chaos stürzt. Er dringt nicht nur in ihr Haus ein, sondern gibt sich als Stephen aus. Er weiß zudem alle persönlichen Details der Bridgewaters und scheint auch etwas mit dem Besorgnis erregenden Verschwinden Stephens zu tun zu haben. Stephen muss inzwischen um sein Leben fürchten. Er wird dabei mit den Folgen eines Seitensprungs konfrontiert wird wie einst die Protagonisten in Stanley Kubricks »Clockwork Orange«. Nur der unheimliche Psychiatriepatient John scheint Sarah noch helfen zu können, ihr eigenes Leben und das ihrer Familie wieder auf die Reihe zu bekommen. Dabei ist John fast jedes Mittel recht.

Wulf Dorn hat schreibt dieses Buch nach Angaben des Verlags auch aus den Erfahrungen eines Betroffenen heraus. Ängste sind Gefühle, die unser Überleben sichern sollen, manchmal aber so sehr überhand nehmen, dass sie einen normalen Alltag verhindern. In »Phobia« stellen sich die Beteiligten ihren Dämonen auf unterschiedliche Weise. Nicht immer ist das besonders elegant, sondern manchmal auf eine weitere Art zum Fürchten. Dazu sagt der ehemalige Professor Marks: »Unsere Zeit ist begrenzt … und es wäre eine Verschwendung, wenn wir sie mit Angst verbrächten.« Kein schlechter Ansatz, wenn das die Botschaft von »Phobia« sein sollte.


Neustart: Das Ende der Wirtschaft, wie wir sie kennen. Ab jetzt zählt der Mensch!
Neustart: Das Ende der Wirtschaft, wie wir sie kennen. Ab jetzt zählt der Mensch!
von Patrick D. Cowden
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Den Arbeitsplatz der Zukunft entwickeln, 14. Oktober 2013
Patrick D. Cowdon war noch keine 30 und bereits ein »amerikanischer Turbokapitalist reinster Sorte«, wie er es nennt. Vier mal flog er aus führenden Unternehmen von der Größe Hitachis oder Dells heraus, trotz glänzender wirtschaftlicher Erfolge und »Manager des Jahres«. In »Neustart« plädiert er dafür, den Menschen (wieder) in den Mittelpunkt der Unternehmenskultur zu stellen. Für den Erfolg hat Cowdon persönlich einen hohen Peis bezahlt: 80 Stunden-Wochen, die er auch seinen Mitarbeitern abverlangte, und zwei Ehen, die er Parolen wie »Wir sind ein Team und als Team stark!« opferte. Als er zum vierten Mal die Erfahrung eines Gefeuerten verkraften musste, begann Cowdon nachzudenken. Ob es jedoch wirklich hilft, jetzt von der Rolle des Saulus in die des Paulus zu wechseln?

Auch wenn Cowdon mir zuwenig davon spricht, wie er in Unternehmen eine Wertegemeinschaft etablieren möchte, die von den Mitarbeitern erarbeitet statt »von oben« heruntergereicht wird, nehme ich ihm seinen Willen dazu gerne ab. Wer in der Firma mehr Zeit verbringt als Zuhause, sollte das in einer Atmosphäre des Vertrauens und des gegenseitigen Respekts tun. Das Gegenteil sind Existenzangst und ständige Kontrolle, oft gedeckelt unter dem Begriff Controlling im Rahmen des Qualitätsmanagements. Patrick C. Cowdon glaubt nicht mehr an die Allmacht der Unternehmen und das Diktat der Manager von oben, das die Unternehmen erfolgreich macht. Die unterhaltsame Keynote auf Betriebsfeiern oder zwischendurch ersetzt eben nicht das wirkliche Miteinander von Menschen auf Augenhöhe in einer Erfolgsgemeinschaft. Führungskräfte sollten, falls ich Patrick C. Cowdon richtig verstanden habe, endlich die wirkliche Begegnung mit ihren Mitarbeitern suchen. Nur dann können sie das Beste für sie und mit ihnen erreichen.

Ohnehin scheint nach Cowdon ein Umdenken an der Zeit zu sein. Unternehmen werden es mit jungen, selbstbewussten Menschen zu tun haben, die bereits im Einstellungsgespräch die Erwartungen an sie mit ihren eigenen Bedürfnissen kontern: Wie steht es mit Urlaub, Überstundenregelung und Elternfreizeit? Patrick C. Cowdon: »Deutschlands Unternehmen haben die Wahl: entweder weiterzumachen wie bisher oder die kulturellen Umwälzungen in ihren Büros zuzulassen und damit den Arbeitsplatz der Zukunft zu entwickeln.«


Micro: Thriller
Micro: Thriller
von Michael Crichton
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

4.0 von 5 Sternen Artgerecht - der Spinne nach - verspeist, 14. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Micro: Thriller (Taschenbuch)
Die Grundidee von »Micro« entstammt der Quantentheorie. Danach befinden sich zwischen unseren Winzigteilchen im Vergleich zu deren Größe Entfernungen von hochgerechnet der Länge eines Fußballfeldes bis hin zu zwei Kilometern. Was also, wenn wir diese Entfernungen technisch auf einen Bruchteil reduzieren könnten?
Michael Crichton machte das in der Vorlage dieses Romans möglich und verschwindet nach den Riesen in der Saurierzeit in der Insektenwelt auf der Erde. Mehr oder weniger freiwillig geschrumpfte Menschen haben es plötzlich mit Ameisen in der Größe ihres Unterarms zu tun. Haben sie Pech, dann werden sie von Spinnen als essbar erkannt und entsprechend artgerecht verspeist. Artgerecht der Spinne nach.
Wer mit knapp über einem Zentimeter Größe im Urwald auf Hawaii überleben will, sollte sich daher gut auskennen. Vin Drake, der die sieben geschrumpften Studenten im Regenwald aussetzt, weil sie Zeugen des Mords an seinem Geschäftspartner wurden, hat es mit Experten auf ihrem jeweiligen Gebiet zu tun. Mit dem Wissen um die Gefahren in der Insektenwelt können sie sich möglicherweise wieder in die Welt der Normalgroßen zurückbewegen. Allerdings drängt die Zeit, denn schon bald könnten sie an der lebensgefährlichen Tensorkrankheit verbluten.
Richard Preston hat »Micro« nach den Skizzen Michael Crichtons zu diesem Thriller vollendet. Crichton selbst starb bereits 2008 mit 66 Jahren. Während er sich in »Jurassic Park« damit auseinandersetzte, wie wir Heutigen wohl mit den Tieren der Urzeit zurechtkämen, geht es ihm in »Micro« um den Menschen in den Proportionen der Insektenwelt.
Nach »Micro« bin ich persönlich froh, wieder in die Welt der normalen Proportionen zurückgekehrt zu sein. Vielleicht hat diese Zukunftsmusik auch etwas Tröstliches dadurch, dass es dort zwar ebenfalls Kriminelle geben wird, die gegebenenfalls aber ebenfalls von einer Spinne gefressen werden könnten.


Die Tyrannei der Arbeit: Wie wir die Herrschaft über unser Leben zurückgewinnen
Die Tyrannei der Arbeit: Wie wir die Herrschaft über unser Leben zurückgewinnen
von Ulrich Renz
  Broschiert
Preis: EUR 17,99

12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wider die Fantasielosigkeit und für den richtigen Stellenwert der Arbeit, 29. September 2013
»Dieses Buch ist keine Kritik der Arbeit. Es ist eine Kritik an der Tyrannei, zu der sie sich über unser Leben aufgeschwungen hat«, schreibt Ulrich Renz. Als wäre die Arbeit ein Wesen an sich, das sich an die ultimative Macht über uns geputscht hat. Vielleicht jedoch wählen wir uns unseren Tyrannen selbst und erziehen ihn sogar dazu, seinen schlimmen Job noch besser zu machen.

Ulrich Renz gesteht, dass auch er selbst der Arbeit ihr tyrannisches Gehabe ihm gegenüber erlaubt hatte. Vielleicht wirkt »Die Tyrannei der Arbeit« deshalb ein bisschen wie Selbsttherapie und wie eine Abrechnung mit den eigenen Entscheidungen. Arbeit heute erfüllt eben nicht (mehr) automatisch alle psychischen Bedürfnisse, selbst wenn jemandem die »Pflicht« vom Brot im Schweiße des Angesichts wertvoll ist, die Firma einen eigenen Kindergarten und Sportverein hat und man sich gemeinsam mit den Kollegen und Vorgesetzten sozial engagieren kann. Die Trennung von Arbeit und Privat ist ein hohes Gut. Dabei verschieben sich die Grenzen immer wieder zugunsten der Arbeit, weil die materiellen Bedürfnisse im Privaten ohne regelmäßiges Einkommen kaum zu befriedigen sind. Mit immer wieder neuen Moden und neuen Kommunikationstechnologien gibt es unglaublich viele Verlockungen, denen gegenüber die meisten Menschen schlichtweg wehrlos sind.

Ulrich Renz sich dafür ein, der Arbeit in unserem Leben einen Stellenwert zuzuschreiben, der uns zuträglich ist statt uns von uns selbst zu entfremden. Er kritisiert deshalb vor allem die »Fantasielosigkeit, die unsere Gesellschaft infiziert hat, sodass sie sich ein Leben jenseits der Arbeit gar nicht mehr ausmalen kann.« Seit das Thema Burnout gesellschaftsfähig geworden ist, gibt es zumindest ein paar Ansätze, diese Fantasie wieder zuzulassen und das Weniger an Arbeit als das Mehr an tatsächlicher Lebensqualität anzunehmen. Das ist auch eine Frage der persönlichen Verantwortung. Wollen wir den »Helden unserer Zeit«, den »Homo guttenbergensis«? Wollen wir »Leistungsträger«, die den Erfolg um jeden Preis fordern und dabei alle Grenzen überschreiten? Wollen wir lange vor der ermogelten Promotion unsere Kinder als Supermänner und -frauen mit maximal herausstechenden genetischen Merkmalen züchten?

»Die Tyrannei der Arbeit« erinnert uns an die Frage, wieviel Leben wir gerne in der Arbeit lassen wollen und wie wir uns jenseits davon möglichst lebendig fühlen können. Vielleicht haben wir dann eher den Mut für Entscheidungen, nach denen weniger von dem einen mehr von dem anderen ermöglicht. Das Leben in der Arbeit sollte ebenso Spaß machen wie das Leben außerhalb davon.


Gefühl statt Kalkül: Authentisch und erfolgreich mit der Kraft der Emotionen
Gefühl statt Kalkül: Authentisch und erfolgreich mit der Kraft der Emotionen
von Richard Röhrhoff
  Broschiert
Preis: EUR 16,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gefühl darf keine Masche werden, 27. September 2013
Eigentlich ist zu der Kraft der Emotionen bereits alles gesagt. Schon immer wissen Motivatoren, dass die Emotion im Wettstreit mit dem Verstand die Oberhand behalten wird. Es tut gut, hin und wieder daran erinnert zu werden. Das eigentlich Interessante an »Gefühl statt Kalkül« ist deshalb Richard Röhrhoffs eindringliches Plädoyer für Authentizität.

Kaum etwas wird härter abgestraft als die Scheinbarkeit. Die auf kuschelig gebürstete Betriebsfeier zu Weihnachten zündet fehl, wenn der Chef den Rest des Jahres seine Mitarbeiter in die Verzweiflung treibt. Echtheit siegt: Wenn Uli Hoeneß sogar gegen die Fans wettert, dass es die Allianz-Arena nicht für sieben Euro Eintritt gibt, wird ihm sein Auftritt verziehen. Als Steve Jobs seiner Gemeinde die verkrebste Bauchspeicheldrüse gestand und über die Endlichkeit des Lebens sprach, rückte der geniale »iGod« und Meister des Heuern und Feuerns seinen Opfern aus der Zeit vom ersten Garagen-Apple bis hin zum iPhone menschlich wieder näher.

Richard Röhrhoff fasst seine Empfehlungen in einem Dreieck von Authentizität, Emotionalität und Glaubwürdigkeit zusammen. Sie beeinflussen einander gegenseitig, und damit lässt sich das Modell als Aufhänger zu »Gefühl statt Kalkül« gut merken. Der Autor schließt sein Buch mit der Abschrift der berühmtesten Radioreportage der deutschen Fußballgeschichte.


Die Juliette Society: Roman
Die Juliette Society: Roman
von Sasha Grey
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

3 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Inspiriert von den 120 Tagen von Sodom, 26. September 2013
Im Jahr 2010 sagte die damals 22-jährige Sasha Grey, sie hätte als »Filmemacherin« eine gewisse Reife erreicht. Es sei jetzt einfach Zeit für etwas Neues. Das Bisherige waren Pornos. »Die Juliette-Society« ist ein ziemlich freizügiger Roman. Schon deshalb sollte man ihn nicht im Kinderzimmer von Leseanfängern liegenlassen.

Die Filmstudentin Catherine entdeckt in der Geschichte ihre tatsächlichen Begierden. Der Gipfel ihrer (Selbst-) Erfahrungen ist die Juliette Society, benannt nach der Schwester der Justine aus Marquis de Sades »Die 120 Tage von Sodom«. Juliette lebt ohne Scham jedes sexuelle Bedürfnis aus. Catherine ist auf dem Weg, selbst eine Juliette zu werden. Aber sie liebt Jack, der das Wahlkampfbüro des Senators Robert de Ville leitet, während sie an der Uni Vorlesungen über erotische Motive in Filmklassikern wie »Citizen Kane« und »Vertigo« hört. Hier trifft sie Anna, die sie in eine Welt einführt, die Catherine am Ende sogar das Fürchten lehrt.

Bei Catherine verschwimmen immer wieder Realität und Phantasie. Richtig nüchtern wird sie erst, als ihre Beziehung zu Jack bedroht ist. Eine der Gespielinnen im Umfeld der Juliette Society und Mitarbeiterin in Jacks Wahlkampfbüro hat Selbstmord begangen. Irgendwann ist auch Anna verschwunden. Catherine gerät auf ihrer Suche nach der Freundin in Gefahr, ihr eigenes Leben zu verlieren.

Wahrscheinlich hat Sasha Grey in ihrem Genre einen ähnlichen Weg bestritten wie Stephen King, der sich als Teenager heimlich Horrorfilme anschaute und dann entschied, es besser zu machen. In »Die Juliette Society« stellt Sasha Grey sich wieder einmal als Autorin vor, die auch von Filmgeschichte etwas versteht. Sie kann zudem über Politik und Religion philosophieren, setzt sich für den Tierschutz ein, arbeitet als Musikerin, leidliche Sängerin, gibt Interviews - und schreibt.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 30, 2013 8:09 PM MEST


Er steht auf dich!: Sei du selbst, und er wird sich verlieben
Er steht auf dich!: Sei du selbst, und er wird sich verlieben
von Dr. Stefan Woinoff
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 17,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ... und er wird sich in dich verlieben., 25. September 2013
Kann frau ihren Traummann wirklich magisch anziehen? Oder ist diese Vision bereits der maximale Traum? Stefan Woinoff, Fachmann für Beziehungsthemen aus München, geht davon aus, dass diese Magie aktiviert werden kann. Wie auf jeden Topf ein Deckel passt, gibt es zu jeder Frau den passenden Mann. Dafür braucht »Sie« nur sie selbst zu sein.

Natürlich kann die Suchende ihre Antennen schärfen, um »Ihn« anzuziehen, sonst ist es wie mit den Fellpaketen im Fluss, die an der Ahnungslosen vorbeischwimmen. Eine Orientierung sind dabei psychologische (Selbst-) Tests, die Bedürfnisse nach Distanz und Nähe, Orientierung nach Außen oder Innen, Abenteuerlust oder Zuverlässigkeit abfragen. Stefan Woinoff entwickelt solch ein Konzept für sein Buch »Er steht auf dich!« Die Sprache ist wertschätzend. Jede Kombination aus fordernden, verspielten, harmonischen oder pragmatischen Eigenschaften ist zu irgendetwas gut. Alles findet sein Echo in dieser Welt - auch in der von Frau und Mann. Das Bekenntnis zur eigenen Einzigartigkeit ist darüber hinaus Stefan Woinoffs Geheimnis für die erfolgreiche Suche nach dem Richtigen.

Nach dem Selbsttests folgt im Buch die Auswertung der eigenen Stärken und was es dazu bei den männlichen Entsprechungen zu beachten gilt. Trotz der »Deckel«-Hypothese oben passt eben nicht jeder Mann zu jeder Frau. Schneller und vor allem haltbarer zueinander findet, wer von vornherein weiß, welche persönlichen Stile der Lebensführung und der Kommunikation ein Zusammenleben erleichtern. - »Sei du selbst, und er wird sich verlieben«, verspricht der Untertitel. Sei es drum! - Der nächste Frühling mit den entsprechenden Gefühlen kommt bestimmt. Mit dem Bewusstsein um die eigenen Stärken und Bedürfnisse klappt es nach »Er steht auf dich!« vielleicht schon vorher.


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