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Wimmelbild Box: Unheimliche Geschichten
Wimmelbild Box: Unheimliche Geschichten
Wird angeboten von trueplaya2k
Preis: EUR 3,45

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Absolut ungenügend, 19. Juli 2014
Die Installation dauert eine Ewigkeit, wenn man auf "Setup" klickt, kann man sich erst mal gemütlich einen Kaffee kochen, bevor das Setupprogramm losgeht. Das wäre ja noch erträglich, wenn dann die Spiele wenigstens gut wären. Es gibt fünf Wimmelbildspiele auf dieser DVD, was erst einmal nicht schlecht klingt. Für den Preis (ich habe 4,99 € bezahlt) kann man natürlich auch nicht wahnsinnig viel erwarten.
Diese Wimmelbildspiele sind allerdings ausgesprochen billig gemacht: die Grafiken sind grob und schlecht - gerade bei Wimmelbildspielen völlig sinnlos - es sind reine Suchspiele ohne jeden Pfiff, mit simplen Minigames, die noch nicht einmal übersprungen werden können. Aufgrund der schlechten Grafik ist es oft fast unmöglich, die Gegenstände zu finden, und dann ist die Tip-Funktion in einigen Spielen auch noch ausgesprochen schlecht - da leuchtet mal in einer fernen Ecke ganz kurz was auf, was kaum zu sehen ist, so dass man die Tip-Funktion erst mal mehrfach nutzen muss, um einen Gegenstand zu finden. In einigen Fällen ist die Liste der zu findenden Gegenstände auch noch im Inventar, man muss sie also jedes Mal anklicken, um sie überhaupt erscheinen zu lassen, dann verschwindet sie wieder, so dass man diese Liste noch nicht einmal sieht.
Die Geschichten sind ebenfalls sehr flach, unheimlich ist hier gar nichts, und meistens liest man ohnehin nur Text (ohne Dialoge oä) bevor man dann zur nächsten schlechtgezeichneten Szene kommt.
Die Spiele sind von 2011, die Grafik habe ich in fünf Jahre älteren Spielen wesentlich besser gesehen. Hier wurde anscheinend schnell und billig was zusammengeschustert. Spielspass = 0.


Leipzig um 1900: 1. Teil: Die Innenstadt in kolorierten Ansichtskarten
Leipzig um 1900: 1. Teil: Die Innenstadt in kolorierten Ansichtskarten
von Heinz P Brogiato
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,90

5.0 von 5 Sternen Schön ausgestattetes, informatives Buch, 22. Juni 2014
Ich bin ganz begeistert von diesem Buch. Es ist sehr schön und hochwertig ausgestattet, mit einem festen, gut gestalteten Einband. Das Papier der Innenseiten ist ebenfalls hervorragend - so gut gemachte Bücher hält man heutzutage nicht mehr oft in der Hand.

Das Buch enthält eine Fülle von alten Postkartenbildern, bei jeder Postkarte ist vermerkt, wann diese gedruckt und in Umlauf gebracht wurde. Die Bildqualität ist, entsprechend dem Rest der Buchgestaltung, sehr gut. Die Postkartenbilder nehmen jeweils gut eine halbe Buchseite ein. Hinzu kommen Erklärungen über die abgebildeten Gebäude und der Entwicklung seit dem Krieg, denn viele dieser herrlichen Gebäude wurden leider völlig zerstört oder später abgerissen und so finden sich dann oft Plattenbauten oder Brachflächen an ihrer Stelle. Informativ ist es auch, daß jeweils ein kleines Foto zeigt, wie die Stelle des Postkartenbildes heute aussieht, so daß man den direkten Vergleich zwischen damals und heute hat.

Im Ganzen liefert "Leipzig um 1900" also einen gut gestalteten und auf vielfältige Art informativen Überblick über das Leipzig von damals und auch das Leipzig von heute.


mumbi Video Grabber USB 2.0 inklusive Software und Anschlusskabel Set
mumbi Video Grabber USB 2.0 inklusive Software und Anschlusskabel Set
Wird angeboten von janus net AG / inkl. MwSt Widerrufsbelehrung AGB unter Verkäufer-Hilfe
Preis: EUR 9,99

1.0 von 5 Sternen Funktioniert nicht, rausgeworfenes Geld, 22. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Es ist unmöglich, diesen Grabber zu installieren. Ich habe es zuerst auf Windows 8 versucht - die Installation an sich klappte, aber dann war kein Treiber zu finden. Nach stundenlanger Suche im Internet (die Mumbi-Webseite bietet keinerlei Hilfe, sondern ist lediglich eine Webeseite für Handyfolien - toller Service, wenn etwas verkauft wird, und man noch nicht mal den Treiber dazu runterladen oder Info dazu finden kann) habe ich zwar einen Treiber gefunden, aber auch dem fehlte noch immer etwas. Gut, in der Beschreibung ist Windows 8 nicht erwähnt, also mein Fehler.

Ich habe das Ganze dann auf einem Windows Vista PC probiert - gleiches Problem, kein Treiber. Im Internet findet man haufenweise Leute, die das gleiche Problem haben, also liegt es ja wohl offensichtlich am Produkt. Manche PC-Kenner mögen durch herum"basteln" irgendwelche Lösungen gefunden haben, aber für den normalen Benutzer ist dieses Produkt absoluter Mist, da man es nicht einmal richtig installieren kann.


Interkulturelle Kommunikation: Grundlagen und Konzepte
Interkulturelle Kommunikation: Grundlagen und Konzepte
von Hans Jürgen Heringer
  Broschiert

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Verkrampft wissenschaftlich, nur oberflächlich interkulturell, 30. Januar 2014
Für ein Buch über interkulturelle Kommunikation kommt das Interkulturelle leider wesentlich zu kurz. Der Autor beginnt wirklich ganz am Anfang und klärt erst einmal, was Kommunikation eigentlich ist. Das ist an sich ein guter Ansatz, nur leider sehr schlecht umgesetzt. Das gesamte Buch wirkt auf schon fast verkrampfte Weise wissenschaftlich-akademisch (insofern ist es allerdings ein gutes Bespiel für den interkulturellen Bereich, da viele deutsche Fachbücher sich sehr darauf konzentrieren, möglichst akademisch zu klingen, während britische und amerikanische Bücher das gleiche Thema unterhaltsam und lesenswert rüberbringen können). Der Übergebrauch von Fremdwörtern um ihrer selbst willen wurde schon in einer anderen Rezension erwähnt. Die grundlegenden Erklärungen zu Kommunikation, Zeichen etc. verlieren sich in einem Wust an Definitionen und Theorien. Dies mag für einen Kommunikationswissenschaftler evtl. interessant sein. Wenn es in einem Buch zu interkultureller Kommunikation schon fast die Hälfte des Raumes einnimmt, ist es leider nicht hilfreich und auch nicht dem Buchthema entsprechend. Aufgrund der leserunfreundlichen Darstellungsart und dem sich Verlieren in unwichtige Details ist der Text auch fast nicht lesbar.
Hier nur eine der Passagen, die mich kopfschüttelnd zurückließen: "Phoneme sind diskrete und distinktive Einheiten, die funktional in dem Sinn sind, dass sie Bedeutungen unterscheiden, wenn gleich sie selbst keine Bedeutung haben: (...). Phoneme sind in diesem Sinn nicht selbst Zeichen, sie differenzieren nur. Und sie sind nicht in jedem Sinn minimal. Denn ein Phonem wird als eine Kombination von phonematischen Merkmalen gesehen."

Der interkulturelle Teil zeigt einige vielversprechende Ansätze, die durchaus zu einem interessanten Text hätten führen können. Leider bleibt es bei den Ansätzen - während der erste Teil viel zu sehr ins Detail ging, bleibt dieser zweite Teil fast überwiegend an der Oberfläche. Es wird viel zitiert und wenig erklärt. Für jemanden mit interkultureller Erfahrung bringt dies keine neuen Erkenntnisse, Neulinge des Themas werden viele weitaus bessere Einführungen finden.

Schade - ein so spannendes Thema so unerfreulich umgesetzt.


Die Handschrift meines Vaters. Verräter oder Held? - Ein Jahr der Suche
Die Handschrift meines Vaters. Verräter oder Held? - Ein Jahr der Suche
von Roma Ligocka
  Gebundene Ausgabe

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Der Titel ist ein wenig irreführend..., 29. Juli 2012
...insofern als es in dem Buch nur sehr wenig um die Geschichte des Vaters geht. Von den über 300 Seiten beschäftigen sich vielleicht ca. 50 mit der Verhaftung und dem tragischen Tod des Vaters, und das "Jahr der Suche" besteht aus zwei Gesprächen und einem Blick in die damalige Gerichtsakte. Vielleicht gab es auch nicht mehr zu berichten, das mag durchaus sein, aber dann sollte das Buch auch nicht mit diesem Fokus vermarktet und verkauft werden.

Ein Großteil des Buches erzählt ein Jahr im Leben der Autorin - angefüllt mit Lesungen, Werbereisen, Treffen mit anderen Überlebenden und mit Lesern, mit dem Sohn. Es gibt eine Liebesgeschichte und zahlreiche Beschreibungen von besuchten Orten, viel Introspektives. Dies alles in einem guten Schreibstil und mit einer sich durchziehenden Melancholie, die einen berührt. Allerdings sind diese sehr geruhsam beschriebenen Dinge (zumindest für mich) nicht besonders interessant. Gut wird meines Erachtens das Buch dann, wenn die Autorin von ihrem Erinnerungen aus der Nachkriegszeit berichtet, das Leben zu dieser Zeit wirklich wieder lebendig werden wird und allein zB durch die simple Wiedergabe damaliger Zeitungsanzeigen die damalige Atmosphäre hervorragend darstellen kann. Davon hätte ich gerne wesentlich mehr gelesen. Auch die Geschichte des Vaters ist interessant und die Wechsel der Perspektive - Erinnerungen des kleinen Mädchens und die Wahrheitssuche der erwachsenen Frau Jahrzehnte später - sind gut gelungen. Leider sind aber diese so umfassend mitreißenden Passagen gar zu sehr in den zäh verlaufenden heutigen Alltag eingebettet.


Haltet euer Herz bereit: Eine ostdeutsche Familiengeschichte
Haltet euer Herz bereit: Eine ostdeutsche Familiengeschichte
von Maxim Leo
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einfach hervorragend!, 24. Juli 2012
Dieses Buch hat mich von der ersten Seite an in seinen Bann gerissen und ich habe es fast in einem Zug durchgelesen. Maxim Leo schafft es ganz wunderbar, seine Familie und deren Geschichte für den Leser lebendig werden zu lassen. Besonders mitreißend sind die Rückblicke auf die Geschichte des Großvaters, der in der französischen Résistance tätig war. Man liest ganz atemlos mit, man fiebert mit, man ist einfach dabei. Das Alltagsleben der Eltern in der DDR ist nicht ganz so dramatisch, aber deshalb noch lange nicht weniger lebenswert. Auch hier bietet der eingängige Schreibstil direkten Zugang zur Geschichte, man erfährt interessante Hintergründe (zB die Zensur bei der Zeitung - man wußte, daß es Zensur gab, aber diees Weitreichende war mir zumindest neu). Maxim Leo schafft es auch, die Motivation seiner Eltern gut zu erklären, die innere Zerissenheit und der schmerzhafte Prozeß der inneren Ablösung von der DDR, sowie die Gedankenwelt der Großeltern, deren ehrlichem Glauben an das System und das Land, welches sie mit aufgebaut haben.

Selten (wenn überhaupt) wurden so vielfältige Lebensgeschichten aus der DDR in einem Buch berichtet, und dies auf so lesenswerte Weise. Einziges kleines Manko: ein wenig mehr von den Alltagserfahrungen der Eltern und auch von Maxim Leo selbst wäre spannend gewesen, an manchen Stellen hätte ich mich über ausführlichere Berichte doch sehr gefreut. Ich will mehr von Leo lesen!


Die Schwestern: Roman
Die Schwestern: Roman
von Judka Strittmatter
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

15 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Abrechnung um jeden Preis, 8. Mai 2012
Rezension bezieht sich auf: Die Schwestern: Roman (Gebundene Ausgabe)
"Es bräuchte nur einen Halbsatz", das Zugeben, dass man etwas nicht richtig gemacht hat, damit wäre Frau Strittmatter - wie sie während einer Talkshow zum Thema Verzeihen verkündete - schon zufrieden. Dies sagt sie, kurz nachdem sie mitteilt, sie hätte mit ihrem Vater gesprochen und er hätte zugegeben, Fehler gemacht zu haben, aber das wäre nicht genug gewesen und die Einsicht würde fehlen. Da fragt sich der Zuhörer: "Was denn nun?" Und so haben sowohl der von vielen Seufzern untermalte Auftritt in der Talkshow wie auch das Buch etwas von Abrechnung um jeden Preis. Ob das geschmacklos und vielleicht sogar unfair ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Kinder aus prominenten Familien neigen ganz gerne dazu, Enthüllungswerke über ihre Kindheit zu schreiben, auch viele "Durchschnittsbürger" sehen in der Veröffentlichung ihrer Kindheitserlebnisse eine therapeutsche Möglichkeit, damit fertig zu werden.

Gut gelungen ist dies zB Timm Flemming oder Monica Holloway. Meines Erachtens sind diese beiden Bücher deshalb so gut, weil diese Autoren sich nicht in Selbstmitleid suhlen, klar und unterhaltsam schreiben und den Leser wirklich aus erster Hand teilnehmen lassen. Judka Strittmatter geht dies ganz anders an. Sie literarisiert ihre Geschichte, baut die Reminiszenzen über die Kindheit in eine Rahmenhandlung des Urlaubs zweiter Schwestern ein - mit einer Prise Stasispitzel-Skandal am Urlaubsort. Nicht nur deshalb bleibt der Leser aussen vor und unbeteiligt, sondern auch wegen der Sprache. "Man" möchte "züchtigen", "das Kind (...) flehte". Es baut sich auch im weiteren Verlauf des Buches kein Bezug auf - und wer möchte schon ein Buch lesen über jemanden, der einen kalt lässt? Hinzu kommt die offensichtliche Verbitterung, eine doch zu deutliche Zugabe von Drama und Selbstmitleid.

Die Sprache ist sperrig, zu gewollt (und nicht richtig gekonnt) literarisch, ertrinkend in langatmigen Beschreibungen und Formulierungen. Weder macht es Spass, dieses Buch zu lesen, noch fühlt man sich davon in irgendeiner Weise berührt (abgesehen von der Frage, ob diese Abrechnung wirklich hätte sein müssen).
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 28, 2013 12:04 PM MEST


Blutige Asche: Roman
Blutige Asche: Roman
von Marion Pauw
  Taschenbuch

5.0 von 5 Sternen Einer der besten Psychothriller, die ich je gelesen habe, 13. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Blutige Asche: Roman (Taschenbuch)
Dieses Buch macht alles richtig - ein wahrer Lesegenuß. Erzählt wird die Geschichte abwechselnd aus Perspektive der beiden Hauptcharaktere und durch den hervorragenden Schreibstil ist man sofort mitten im Geschehen. Die Charaktere sind lebensecht und facettenreich, die Ich-Perspektiven erfreulich lebendig und unprätentiös. Sie entwickeln sich nach und nach, gerade Ray, der wegen eines brutalen Mordes in der Psychiatrie ist, aber an seiner Unschuld festhält, gibt einen faszinierenden Einblick in seine Gedankenwelt. Durch das sukzessive Aufdecken der Vergangenheit, der familiären Beziehungen, der allmählichen Annäherung an diesen Mord erlebt man als Leser diese Geschichte erster Hand mit. Es gibt keine hektischen Szenen, keine aufgebauschte "Action", nein, es geht alles eher gemächlich voran, und ist doch trotzdem unglaublich spannend.

Eine große Rolle dabei spielt der erfreuliche Schreibstil von Marion Pauw. Sie benutzt kein überflüssiges Wort, keine langatmigen Introspektiven, keine quälend langatmigen Abschweifungen in Nebengeschichten oder für die Geschichte Irrelevantes - Dinge, die in letzter Zeit so viele Krimis und Psychothriller verderben. Sie bleibt an ihrer Geschichte dran und hält dadurch den Leser gebannt bei der Stange.

Die Geschichte selbst ist ebenfalls vom Feinsten. Düstere Familiengeheimnisse, die nach und nach ans Licht kommen, der Mord und seine Hintergründe und eine originelle Aufösung, und das alles richtig gut erzählt. Da kann man das nächste Buch von Marion Pauw kaum erwarten!


Die Walleczek-Methode: Ohne Diät zum Wunschgewicht
Die Walleczek-Methode: Ohne Diät zum Wunschgewicht
von Sasha Walleczek
  Taschenbuch

20 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Informativ, aber teils fragwürdige Thesen, 5. August 2011
Das Buch liest sich zweifellos flott und angenehm, der Schreibstil ist sympathisch, wenn auch für meinen Geschmack manchmal zu gewollt flapsig. Die Autorin kann gut verständlich erklären und vieles, was sie schreibt, ist einleuchtend. Zu Anfang schon aufgefallen ist mir allerdings, dass sie sich an manchen Stellen selbst widerspricht. So frage ich mich zB, warum sie gleich zu Beginn auf den BMI-Index verweist, während sie später selbst schreibt, dass das Gewicht an sich nicht aussagefähig ist, solange man nicht weiss, welcher Anteil Muskeln und welcher Anteil Fett ist. Eben das ist eine der grossen Schwächen des BMI, den sie aber gleich auf der ersten Seite als Massstab angibt.
Bei näherer Betrachtung allerdings sind ihre Thesen nicht uneingeschränkt empfehlenswert und einige sogar unwahr (Muskeln verwandeln sich zB nicht in Fett). Bedenkenswert finde ich auch die starke Propagierung von Nahrungsergänzungsmitteln. Eine gute ausgewogene Ernährung sollte ja genau dies unnötig machen, ganz abgesehen davon, dass viele Nahrungsergänzungsmittel gar nicht die vom Hersteller angepriesene Wirkung haben, meist überflüssig und oft sogar kontrapoduktiv sind.
Sicher sind viele Punkte, die Frau Walleczek anspricht, sinnvoll und regen zum Umdenken an. Zu viele Punkte aber sind eben schlicht nicht korrekt, und eine Ernährung, die angeblich so vieler Nahrungsergänzungsmittel bedarf (wobei ich die empfohlene zusätzliche Vitamin C-Zufuhr auch nicht nachvollziehen kann, da der Vitamin C Bedarf durch die Ernährung durchaus abgedeckt ist, und zusätzliches Vitamin C einfach ausgeschieden wird), kann ich nicht empfehlenswert finden. Als Denkanstoß ist das Buch interessant, als Methode für mich nicht hinreichend fundiert.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 22, 2013 8:35 AM CET


Und die Furcht gebiert den Zorn: Roman
Und die Furcht gebiert den Zorn: Roman
von Louise Penny
  Taschenbuch

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Zuviel des(der) Guten, 3. Juli 2011
Das Buch beginnt interessant - das zukünftige Mordopfer, ihr Charakter eine unterhaltsame Mischung aus Dummheit, Egozentrik und Selbstüberschätzung. Die Tochter des Mordopfers - ungeliebt, verzweifelt, schlecht behandelt. Eine Mischung, die Familiengeheimnisse und spannende Entwicklungen verspricht. Leider sank mein Interesse an der Geschichte dann rapide und konnte auch zwischendurch nur noch ein wenig und kurzfristig belebt werden. Der Mordfall an sich ist spannend - eine ungewöhnliche Mordmethode, scheinbar unmöglich durchzuführen, und ein Mordopfer, welches sich wirklich keine Freunde gemacht hat. Leider erstickt die Spannung dann in der zuckersüss-liebevollen Atmosphäre des Dorfes Three Pines. Fast alle vorkommenden Einwohner sind unglaublich und fast übertrieben nett, die kuschelige Atmosphäre wird beständig betont durch die Erwähnung von gemütlich knackenden Kaminfeuer, würzigen Getränken und allumfassender Güte. Nicht gegen gute Menschen - aber in Three Pines treten sie gar zu geballt auf, und sind sich darin auch so ähnlich, dass ich zu Anfang nicht alle auseinander halten können. Einige möchten sehr gerne skurril-ungewöhlich sein, aber sie sind es nicht. Der ermittelnde Inspektor Gamache fügt sich nahtlos ein in diese Gruppe freundlicher, alles und alle liebender (Es werden nicht nur Kollegen und Chefs geliebt, einmal sagt Gamache gar: "Ich liebe alle Menschen."), Gedichte und Bibelverse zitierender Menschen, die auch ungewöhnlich häufig der Meinung sind, Gott in anderen Menschen begegnet zu sein. So ist dann auch Gamache mehr damit beschäftigt, dem grippekranken Kollegen Wärmeflaschen zu bereiten und gemütliche Plaudereien über Glück, Liebe und die Welt zuu führen, als sich um die Ermittlung zu kümmern.
Das ist dann leider auch ein grosses Manko für einen Krimi: die Ermittlungen scheinen Nebensache zu sein, sie dümpeln vor sich hin, Entdeckungen geschehen hauptsächlich zufällig oder durch Mitteilung von anderen (die keine Ermittler sind). Richtige Ermittlungsarbeit ist selten zu lesen. Und so geschieht dann auch die Auflösung - ein wenig nebenbei, die o.e. interessanten Konflikte recht oberflächlich abgehandelt.
Wer dieses eher geruhsame Tempo und die Beschreibung einer mehr oder weniger heilen Welt mag, dem wird das Buch sicher gefallen. Der Schreibstil ist gut lesbar, ab und an blitzt wirklich guter Humor hervor, und der Fall ist ungewöhnlich genug. Ich hatte mir aber von einem Krimi anderes erwartet und bin der Meinung, es hätte der Geschichte gut getan, wenn die Familienkonflikte etwas mehr behandelt worden wären als das Aufsagen von Gedichten, das Schwelgen in Erinnerungen und den detaillierten Mahlzeitenbeschreibungen; und wenn der Mordfall nicht nur zu oft zurücktretende Rahmenhandlung gewesen wäre.


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