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mcb "clopinvomhofderwunder" (Mittendrin)

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Point Whitmark - Die Bucht der 22 Schreie
Point Whitmark - Die Bucht der 22 Schreie
von Bob Lexington
  Gebundene Ausgabe

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Drei vom Leuchtturm und ihr erster Fall, 8. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
POINT WHITMARK dürfte die Vielzahl der Leser von einem anderen Medium kennen - dem Hörspiel. Nach mehrmaligem Wechsel des Vertriebs hat es die Reihe zum Zeitpunkt dieser Rezension bereits auf über 35 spannende Hörspielfälle gebracht. Die Buchreihe aus der Feder von Bob Lexington, einem Pseudonym, hinter dem sich Hörspiel-Drehbuchautor Raimon Weber und Produzent Volker Sassenberg verbergen dürften, ist rückblickend nur eine Fußnote in dieser Erfolgsgeschichte.
Für eingefleischte Fans lohnt sich der Blick auf die sechs vergriffenen Buchausgaben alle Mal, denn diese ausgewählten Fälle enthalten stets eine handvoll zusätzlicher Szenen, die im gleichnamigen Hörspiel der Schere zum Opfer gefallen sind. In diesem Sinne erweitern und komplettieren die Bücher das POINT-WHITMARK-Universum.
Rein optisch bringen die Bücher keinen Zugewinn – die Coverillustrationen entsprechen den Hörspieltitelbildern, in den Büchern gibt es keine weiteren Illustrationen, sondern nur Text.

POINT WHITMARK ist der Name einer kleinen Küstenstadt im amerikanischen Bundesstaat New Hampshire, einem der Neuengland-Staaten. Dort betreiben die drei Nachwuchsreporter Jay Lawrence (neugierig, hartnäckig, naseweis), Tom Cole (ausgeglichen, technisch versiert, naturverbunden) und Derek Ashby (chaotisch, verfressen, rockig) einen winzigen Radiosender, der so heißt wie ihre Heimatstadt. Das Sendestudio ist unter Duldung des schmierigen Direktors Reno in der High School untergebracht, die auch einen Teil der technischen Ausrüstung stellt.
Die drei Jungs vom Radio spielen nicht nur Musik und geben Veranstaltungstipps, sondern sie greifen auch immer wieder heiße (historische) Eisen an. Geister der Vergangenheit zu wecken, führt dazu, dass sie bei der Regionalpolitik anecken oder Gegner auf den Plan rufen, die eigentlich hofften, es sei längst Gras über eine Sache gewachsen. In diesem ersten, dokumentierten Kriminalfall graben die Jungs die Geschichte eines rätselhaften Schiffuntergangs aus. Bereits die Ankündigung, den Untergang des Frachters Albacore zum Thema weiterer Radioreportagen machen zu wollen, führt zu anonymen Drohungen. Das Point-Whitmark-Team lässt sich jedoch nicht einschüchtern, sondern befragt Zeitzeugen und deren Hinterbliebene, stöbert im Kirchenarchiv und wehrt sich gegen den Druck, der von allen Seiten aufgebaut wird. Dabei geraten die Jungs ein ums andere Mal in Lebensgefahr. Die Lösung des Falles, so wird sich weisen, liegt auf dem dunklen Grund der See…

Bob Lexington hat hier die Blaupause für alle POINT WHITMARK-Abenteuer geschaffen. Auf 123 Seiten schildert er, wie die Jungs zunächst furchtlos und neugierig ein spannendes, lokales Thema aufgreifen, wie sie hartnäckig ermitteln und die nach und nach aufgedeckten Puzzleteile kombinieren. Das ist sowohl gute detektivische als auch journalistische Recherchearbeit. Die Spannung wird dadurch erzeugt, dass die Gegenseite alles daran setzt, die Ermittlungen zu torpedieren und dabei vor handfester Gewalt nicht zurückschreckt. Der Spannungsbogen führt so weit, dass es für Jay, Tom und Derek gleich mehrfach um Leben und Tod geht. Mal entkommen sie durch Glück, mal durch die Hilfe anderer. Das wird jedoch nicht dramatisiert, was das Innenleben der Figuren im Angesicht des Todes ein wenig blass erscheinen lässt. Sie stecken tiefgreifende Erfahrungen ein wenig zu locker weg. Im Hörspiel wird das dank der hervorragenden Stimmen besser herausgearbeitet. Hier, wie auch im Rest des Buches, ist Lexingtons Stil stets schnörkellos und geradlinig. Das geht so weit, dass man sich fragt, ob aus dem Buch das Hörspieldrehbuch destilliert oder eher das Drehbuch zum Roman aufgeblasen wurde. Personen- und Ortsbeschreibungen sind kurz und knackig, das Meiste bleibt der Fantasie der Leserschaft überlassen. Manchmal hätte man sich aber ein wenig mehr Ausführlichkeit gewünscht, denn manche Szene wird im Schnelldurchgang abgehakt und abseits der Ermittlungen scheinen die Jungs auch so gut wie kein Privatleben zu haben.
Mit dem Buch ist man in wenigen Stunden durch. Das flotte Erzähltempo und der überschaubare Umfang dürften auch Lesemuffel dazu verleiten, ihre Nase in diese Geschichte zu vertiefen.
Noch ein paar Worte zu den zusätzlichen Szenen im Buch - im Vergleich zum Hörspiel: Die Figuren Skipper Bellows sowie des alten Miltons fehlen im Hörspiel, damit auch die zugehörigen Hafenszenen und auf See, die ein wenig das Lokalkolorit von Point Whitmark vertiefen. Außerdem schildert das Buch eines von Dereks Punkkonzerten mit seiner Band „Blind Drunk“ einschließlich einer nächtlichen Verfolgungsjagd. Und eine Autoverfolgungsjagd, die im besten Sinne an amerikanischen TV-Serien erinnert, ist den Hörspielhörern auch entgangen. Einen weiteren Spannungshöhepunkt markiert das vorletzte Kapitel vor dem großen Finale, „Gershwins Rock“, einschließlich einer Entführung und lebensgefährlicher Befreiungsaktion. Auch danach sucht man im Hörspiel leider vergeblich. Fazit: In der literarischen Schilderung ihres ersten Kriminalfalles haben es die Drei vom Radio mit deutlich mehr Gefahren zu tun als in der bekannteren Hörspielfassung. Für waschechte Fans ist das Buch daher eine sinnvolle Ergänzung des Serienuniversums.


Kein Titel verfügbar

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der perfekte Boulevard-Flitzer mit kleinem Schönheitsfehler, 5. Februar 2013
Das Cybex Callisto System ist solide verarbeitet und in der Handhabung ein Traum. Und letzteres ist im täglichen Elternalltag - neben dem Sicherheitsstandard für das Kind - einfach der entscheidende Faktor. Hat man die einzelnen Schritte der "Transformation" erst einmal verinnerlicht, gehen die Abläufe bald wie von selbst mit schlichten Handgriffen. Ist der Nachwuchs von A nach B chauffiert, wird die Babyschale aus der Base-Fix ausgeklickt und direkt auf den fahrbaren Callisto-Untersatz verpflanzt, der zusammengeklappt und platzsparend im Kofferraum mitreist. Damit hat man(n) und frau für kurze Strecken die ideale Überbrückung. Denn selbst bei kurzen Ausflügen, z.B. beim Arztbesuch, wird der Transport der Babyschale schnell zu einer schweißtreibenden Angelegenheit. Im Laden, bei erster Begutachtung, macht so eine Babyschale einen stabilen, aber leichten Eindruck. Das täuscht. Die 3,5 Kilo Leergewicht lassen sich nicht wirklich bequem tragen, man muss den Arm immer ein gutes Stück seitwärts vom Körper abspreitzen, um den eigenen Schrittbewegungen nicht ins Gehege zu kommen. Dazu addiert sich die rasche Gewichtszunahme des kleinen Passagiers. Vielleicht sind es anfangs erst drei Kilo, dann rasch vier, sechs - stets plus 3,5 Kilo Eigengewicht. Da ist jeder für den fahrbaren Unterbau dankbar. Mit dem Callisto-Kinderwagenaufsatz verwandelt sich der Unterbau ebenso schnell in einem bequemen Kinderwagen. Der Aufsatz funktioniert entkoppfelt auch gleich als Tragetasche und Reisebettchen. Auch dieser Umbau ist unkompliziert. Die Öffnung der Tragetasche weist Richtung des Kinderwagenchauffeurs, so hat man den Nachwuchs immer im Blick. Der Fußsack, den man für die Babyschale erwerben kann und der gerade für Winterkinder sehr behaglich ist, passt von den Abmessungen auch bequem als Schlafsack in den Kinderwagenaufsatz. Eine Regenhaube ist hierzulande leider auch Pflicht. Die dritte Funktion des Unterbaus ist dann Grundlage für den hier abgebildeten Buggy. Diese Funktion wird ebenfalls mit wenigen Handgriffen hergestellt. Wie oben erwähnt, ist die Verarbeitung sauber und solide. Nach den ersten Monaten sind uns keine diesbeüglichen Mängel aufgefallen. Hingegen empfinden wir es als großen Mangel, dass sich an keinem der Bauteile reflektierende Materialien befinden. In den Wintermonaten wird man so praktisch unsichtbar für den übrigen Straßenverkehr, hier musste mit selbst angebrachten Refektoren nachgeholfen werden. Wer - wie die von Cybex oft und gern zitierten Promis - mit dem Callisto nur über den innerstädtischen Boulevard der Eitelkeiten düst, wird immer eine gute Figur machen, transportiert sein Kind sicher und sehr bequem. Doch wer in Feldrandlage wohnt, wer den Kinderwagenaufsatz auch im Herbst und Winter über unebene, von Herbstlaub oder Matsch bedeckte Wege bewegen will oder muss, hat bald deutlich weniger Freude daran. Dafür ist der Callisto schlicht nicht gemacht, vor allem zeigt die Bereifung hier ihre Schönheitsmängel und Schwächen. Und wer anschließend Bremsen und Halterung der Reifen sorgfältig reinigen möchte, muss dafür ein extra Zeitkonto einrichten, denn die vielen kleinen Kanten und Ecken bedürfen großer Aufmerksamkeit. Für die City immer die erste Wahl, fürs Landleben eher die zweite.


Killing Cars
Killing Cars
Wird angeboten von livres-et-dvds
Preis: EUR 2,95

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Ein Film wie ein Autowrack, 10. Juni 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Killing Cars (DVD)
West-Berlin, 1986. Ralph Korda (Jürgen Prochnow) hat von seinem Vater ein Chemieunternehmen geerbt, das unter anderem den revolutionären Kunststoff "Kordan" herstellt. Korda überlässt das Tagesgeschäft jedoch dem früheren Partner seines Vaters und widmet sich lieber seiner großen Leidenschaft, der Konstruktion eines neuen Supersportwagens. Wie ein Besessener arbeitet Korda Tag und Nacht in den Labors des Automobilkonzerns BAG. Dort will er seine Konstruktion, das so genannte "Worldcar", bis zur Serienreife führen. Im Gegenzug für die Finanzierung seines ehrgeizigen Projekts, stellt Korda seinen Spezialkunststoff zur Verfügung. Denn das "Worldcar" wird von einem Elektromotor angetrieben und die nötige Power soll ein Akku aus dem "Kordan" liefern.
Doch bei der Entwicklung läuft nicht alles nach Plan. Korda ist nicht gerade ein geduldiger Mensch und verheizt einen Akku nach dem nächsten. Der Aufsichtsrat der BAG wird unruhig und könnte sich angesichts der steigenden Investitionskosten bald gegen das Projekt stellen. Im Konzern hat Korda zwei Fürsprecher: Von der Mühle (Bernhard Wicki), ein Unternehmer von altem Schrot und Korn, der die Chancen des umweltverträglichen Antriebs sieht, und die BAG-Unternehmenssprecherin Marie (Senta Berger), Kordas alte Flamme, die nach wie vor unsterblich in ihn verliebt ist.
Auf der anderen Seite steht der BAG-Vorstandvorsitzende Dr. Hein (Peter Matic), der Kordas "Worldcar" so schnell wie möglich aufs Abstellgleis schieben will. Er fürchtet nicht nur den Zorn der Automobilzulieferindustrie, sondern er klebt auch an seinem Posten und muss dem Aufsichtsrat Rede und Antwort stehen. Die nächste Sitzung ist bereits anberaumt und dort wird die Entscheidung fallen.
Korda läuft die Zeit davon, aber rein äußerlich lässt er sich davon zunächst nicht beeindrucken. Schließlich gibt es noch andere Interessenten am "Kordan", zum Beispiel den amerikanischen Unternehmer Mahoney (William Conrad), der den Kunststoff in der Raumfahrt und der Rüstung einsetzen will. Oder den Vermittler Kellermann (Daniel Gélin), der im Nebenberuf Waffenhändler ist und Korda 100 Millionen D-Mark für das Patent bietet. Es zeigt sich schnell, dass Kellermann im Auftrag eines arabischen Scheichs verhandelt, der den Kordan-Akku fürchtet wie der Teufel das Weihwasser. Dieser Scheich zieht schließlich auch Dr. Hein auf seine Seite und will groß in die BAG einsteigen, um auf die eine oder andere Weise den Elektroantrieb zu stoppen.
Als ob das alles nicht schon genug wäre, sieht sich Korda auch noch mit der verführerischen Industriespionin Dina (Marina Larsen) und der schlagfertigen Umweltaktivistin und Journalistin Violet Blum (Agnes Soral) konfrontiert. Als der "Worldcar"-Prototyp aus dem Labor gestohlen wird, fällt es Korda schwer, zwischen Freund und Feind noch zu unterscheiden. Nun geht es für ihn um Alles...

KILLING CARS (Drehbuch und Regie: Michael Verhoeven) aus dem Jahr 1986 war seiner Zeit zumindest thematisch weit voraus: Die Suche nach einem leistungsfähigen Elektroantrieb (hohe Reichweite plus hohe Geschwindigkeit) und einem entsprechen Akku zur Speicherung der Energie, dauert immer noch an - auch ein Vierteljahrhundert nach dem Kinostart des Films. Die Anlagen für einen spannenden Öko-Thriller waren also da, die Besetzung hochkarätig inklusive internationaler Gaststars wie William Conrad (CANNON, NERO WOLFE, JAKE UND MCCABE), Bernhard Wicki und Daniel Gélin (DER MANN, DER ZUVIEL WUSSTE, MAIGRET). Jürgen Prochnow, fünf Jahre zuvor mit DAS BOOT zu Weltruhm gelangt, hatte bereits Hollywood-Luft geschnuppert und selbst in den kleinsten Nebenrollen wirkten heute bekannte Schauspieler wie Heinz Hoenig oder Oliver Rohrbeck (DIE DREI FRAGEZEICHEN) mit. Die Dänin Marina Larsen war Mitte der 1980er Jahre ein bekanntes Playboy- und Penthouse-Model und kam wohl auf diese Weise zu ihrer Filmrolle mit einem Hauch von Text.
Drehbuchautor und Regisseur Michael Verhoeven hat es sichtlich gut gemeint mit seinem Plädoyer für alternative Antriebstechnik und seiner Kritik an den Erdölproduzenten und der Automobilindustrie. Aber trotz aller guten Vorsätze hat er den Film voll an die Wand gefahren! Zwar sind seine Ehefrau Senta Berger (Produktion: Sentana Film) und Marina Larsen perfekt ins Licht und glamourös in Szene gesetzt, aber mit diesen optischen Highlights hat es sich dann auch schon.
Manche Szenenfolge wirkt vollkommen sinnlos und konfus, die Handlungen hat riesige Löcher, die Wendungen sind wenig überraschend, die Actionszenen furchtbar lahm und statt sich auf das eh schon reichhaltige Drama um Technik, Industriespionage und Konzernpolitik zu konzentrieren, hat Verhoeven die Geschichte auch noch mit einer Nebenhandlung überfrachtet, in der eine Gruppe Berliner Punks versucht, ihren Jugendtreff auf dem BAG-Gelände zu retten. Vielleicht geschah dies mit dem Blick auf die Hausbesetzerszene in Berlin-Kreuzberg, aber als Nebenstrang ist dieses Anliegen vollkommen verschwendet.
Mit der Rolle des sperrigen Ralph Korda lieferte der damals 45-jährige Jürgen Prochnow zudem einen zutiefst unsympathischen Helden ab, mit dem man sich nur in wenigen Szenen halbwegs identifizieren kann. Gekleidet wie ein Sonny Crockett für Arme, heizt Korda ständig wie ein Gestörter mit seinem Porsche durch die Innenstadt und bringt den Rest der Verkehrsteilnehmer in Lebensgefahr - übrigens ganz unmotiviert und ohne Verfolger. Was wohl cool und machomäßig wirken soll (bei der nächtlichen Autofahrt durchs verregnete Berlin trägt Korda natürlich Sonnenbrille), dürfte schon 1986 unfreiwillig komisch und geradezu peinlich gewirkt haben. Dass Macho-Man Korda trotz seiner spröden Art letztlich jede weibliche Hauptfigur für sich einnehmen kann, soll vermutlich genetische Verwandtschaft zum Frauenheld 007 belegen. Doch hat Mr Bond etwas, was die Figur Korda und der ganze Film vermissen lassen: Stil! Schade um die vielen guten Ansätze.


Preston Aberdeen (Teil 9): Unerwünschte Nebenwirkungen
Preston Aberdeen (Teil 9): Unerwünschte Nebenwirkungen
von Andreas Masuth
  Audio CD

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Unerwünschte Nebenwirkung, 19. März 2010
Die Serie Preston Aberdeen hält einen durchweg hohen Standard und ist beste Unterhaltung. Ein besonderes Markenzeichen ist der warmherzige Humor, der sich aus der grundsoliden Lebenseinstellung des Helden ergibt.
Seit dem ersten Abenteuer ist der Kurierdienst aufgeblüht und erfreut sich bester Geschäfte. Die Entwicklung kann man als Rahmenhandlung der Serie wunderbar verfolgen. So sind auch dieses Mal wieder Prestons patente Assistentin und Lebensgefährtin Sarah und sein rundum durchtriebener "Botenjunge" Terry mit von der Partie. Und nachdem Preston seinem Unternehmen nun auch buchstäblich Flügel verliehen hat, ergeben sich für ausgedehnte Abenteuer ganz neue Möglichkeiten.
Prestons (humoristischer) Gegenspieler in dieser Geschichte ist der eitle Kurier des Königs, Bartholomew Buckley (genial verkörpert von Hans-Georg Panczak), der Preston und Sarah alles, vor allem aber eiserne Geduld, abverlangt. Ein weiteres Besetzungshighlight ist die überraschende Rückkehr von Royal Air Force Urgestein Major Middleton (Eckart Dux).
Damit spricht eigentlich alles für ein weiteres witziges Husarenstück mit Prestons bunter Truppe, doch leider bleibt einem angesichts des Themas das Lachen oft mehr oder weniger im Halse stecken. Meiner Meinung nach hat sich Autor Andreas Masuth hier schlicht und einfach vergriffen. Die Erschießung von zwei Kranken an der Grenze zum Sperrgebiet und ein Haus, in dem die Leichen, Opfer einer Epidemie, bergeweise aufgetürmt sind, ruft Bilder im Kopfkino wach, die zu der locker flockigen Gelassenheit der Preston Aberdeen-Hörspiele einfach nicht passen wollen. An der technischen und schauspielerischen Umsetzung gibt es nichts zu beklagen. Diese ist wie immer gelungen.


Die verlorenen Kinder (Golden City, Band 7)
Die verlorenen Kinder (Golden City, Band 7)
von Daniel Pecqueur
  Gebundene Ausgabe

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Rückkehr nach Golden City, 22. Januar 2010
Volle fünf Jahre mussten die deutschen Fans von Daniel Pecqueur (Text), Nicolas Malfin (Zeichnung) und Pierre Schelle (Farbe) auf die Fortsetzung von GOLDEN CITY warten. Mehrfach wurde der Erscheinungstermin für die übersetzte Ausgabe verschoben. Das Warten hat sich gelohnt und nun beginnt der zweite Zyklus der Geschichte um Harrison Banks und seine jungen Freunde, die verlorenen Kinder Mifa, Solo, Apple, Kumiko und Lou.

Das neue Abenteuer beginnt exakt einen Tag nach dem Ende der Geschehnisse aus Band 06. Für die Helden blieb also keine Zeit zum Verschnaufen.

Im Jahr 2099. Harrison Banks, wieder eingesetzter Präsident der Banks Gruppe, weilt bei seinen Freunden und Helfern an der Küste. Die Kinder erzählen ihm in Form eines längeren Rückblicks ihre Geschichte und wie sie einander vor vielen Jahren gefunden haben.
Noch während Mifa davon berichtet, wie das Schicksal sie und die Jungs mit der kleinen Kumiko zusammengeführt hat, taucht am Strand ein Fluggerät auf und der Gangster Mikhalkov entführt die kleine Lou vor den Augen der Freunde.

Banks setzt sofort die Leiterin des kriminaltechnischen Labors von Golden City auf den Fall an, die gemeinsam mit Mifa schon bald eine heiße Spur zum Entführer verfolgen kann. Derweil sieht sich Banks den Anfeindungen seines Verwaltungsrates ausgesetzt, der ihm nicht länger die Führung der Unternehmensgruppe zutraut.

Als die Festlandpolizei meldet, dass sie die flüchtige Professor Seed ausfindig gemacht und festgenommen habe, öffnet Golden City der Eskorte Tür und Tor. Doch dann überschlagen sich die Ereignisse...

Ob uns nun ein ebenso spannender Zyklus bevor steht wie in den Bänden 01 bis 06 lässt sich noch nicht absehen. Der Rückblick auf die Vergangenheit der verlorenen Kinder nimmt ein wenig Tempo aus der Geschichte, ist aber offensichtlich notwendig, um die Geschehnisse der folgenden Bände vorzubereiten. An mehreren Stellen werden Verknüpfungen zum ersten GOLDEN CITY-Zyklus hergestellt oder in den Fußnoten entsprechende Hinweise auf vergangene Geschehnisse verzeichnet. Wer die ersten sechs Bände kennt, hat also deutlich mehr von der Geschichte.

Für Spannung sorgt nicht nur der Entführungsfall, sondern auch das absehbare Intrigenspiel des Verwaltungsrates gegen Harrison Banks und die ungewisse Zukunft von GOLDEN CITY, die auf der letzten Seite buchstäblich dem Untergang geweiht scheint.

Nun beginnt das ungeduldige Warten auf Band 08, Die Schiffbrüchigen der Tiefsee, der in Frankreich bereits erschienen ist.


27: Eiland der Gespenster
27: Eiland der Gespenster
Preis: EUR 13,98

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Solides Handwerk, 8. August 2009
Rezension bezieht sich auf: 27: Eiland der Gespenster (Audio CD)
Auch im 27. Abenteuer des Point Whitmark-Radioteams sorgt sanfter Grusel für ein knappe Stunde Hörspielgenuss für Jugendliche und Erwachsene. Eine Stunde, die wie im Flug verstreicht und keinen Augenblick langweilt.
Das Rätsel um eine geisterhafte Frau im Nebel und einen von düsteren Heimsuchungen geplagten Mann wird bis zur schlüssigen Auflösung spannend und durchweg überzeugend in Szene gesetzt. Zuzuhören wird wirklich zum Hörgenuss, denn die Macher rund um Volker Sassenberg weben wahrhaft einen Klangteppich, der so dicht und lückenlos ist, dass es besser einfach nicht mehr geht.
So gibt es auch VOR den Lautsprechern kein Entkommen vor dem Nebel mit seinen kalten, feuchten Fingern und trotzdem findet man sich am Ort des Geschehens immer zurecht. Die Regie nimmt den Hörer an der Hand und führt ihn zügig und zielstrebig zu den einzelnen Spannungshöhepunkten. Das geschieht so traumwandlerisch sicher, dass sich jeder bei diesem Abenteuer gut aufgehoben fühlt und es rundum genießen kann.
Musik, Geräusche und das Sprecherensemble sind auf den Punkt perfekt aufeinander abgestimmt. Einziger Schwachpunkt ist (wie schon bei Episode 25) die zu leise Abmischung der Hintergrundgespräche.
In der Summe senden wir verdiente 5 Sterne vom Hof der Wunder an das kreative Fleckchen unter Finians Regenbogen.
Zum Schluss bleibt nur eine bange Frage: War dies etwa das letzte Point Whitmark-Abenteuer..? Nach Kürzung des früher üblichen Schlussgags fehlte nun zum ersten Mal auch eine akustische Vorschau auf das 28. Abenteuer. Wir hoffen, dies ist kein böses Omen...


Skeleton Key
Skeleton Key
von Anthony Horowitz
  Taschenbuch

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Alex Riders dritter Fall, 31. Januar 2009
Rezension bezieht sich auf: Skeleton Key (Taschenbuch)
Eine Kritikerin hat es perfekt auf den Punkt gebracht: Dieses Buch zeigt Alex Rider deutlich nachdenklicher als in den beiden ersten Bänden. Das Agentenleben beginnt, seine Auswirkungen bei Alex zu zeigen. Zwar hat er bereits in den ersten zwei Abenteuern den Leser wissen lassen, wie sehr er seinen "Job" verabscheut, aber inzwischen wird er sich der ganzen Konsequenzen für sich und andere bewusst. Alex leidet - körperlich und seelisch unter seiner Aufgabe. Dadurch wird die Geschichte nicht nur realistischer, sondern gewinnt auch an Tiefe und an Spannung. Es geht nicht mehr nur um die Frage, wie der Fall ausgeht, sondern vielmehr darum, was aus Alex wird, wie sich das Erlebte auf ihn auswirkt. Alex wirkt jetzt eher wie eine Figur aus Fleisch und Blut. Sein Charakter wird weiter entwickelt, er wird erwachsener und es ist faszinierend, ihm dabei zuzuschauen und mitzufiebern. In den folgenden drei Bänden setzt sich diese Entwicklung fort, Leser dürfen sich also darauf freuen, dass es neben den Missionen noch mehr zu erleben gibt. Ein Tipp für Jugendliche ab 12.


Alex Rider 6: Ark Angel
Alex Rider 6: Ark Angel
von Anthony Horowitz
  Taschenbuch
Preis: EUR 7,95

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Alex Riders sechster Fall, 31. Januar 2009
Rezension bezieht sich auf: Alex Rider 6: Ark Angel (Taschenbuch)
In seinem Nachwort schreibt Autor Anthony Horowitz, dies sei Alex Riders kompliziertestes Abenteuer. Das gilt sicher für die Recherche, die Horowitz betreiben musste, aber die Geschichte/der Fall ist dieses Mal eher schlicht geraten. Vor allem ist dies der erste Roman der Serie, in dem sich Alex als Mensch kein bisschen weiter entwickelt. In den vorherigen Abenteuern kam stets ein Puzzleteil zu seiner eigenen Vergangenheit hinzu, man erfuhr mehr über seine Familie. Außerdem sorgte jeder neue Fall dafür, dass Alex etwas mehr über die Welt der Geheimdienste erfuhr und sich sein Charakter veränderte und weiter ausformte. Er wurde durch das geprägt, was er während seiner Missionen erlebte und erleiden musste. Nachdem Alex im vorherigen Buch sein größtes Tief durchlaufen hat, scheint seine Entwicklung nun abgeschlossen zu sein. Er ist nun ein fertiger Agent (einschließlich Ausbildung zum Profikiller), der nicht mehr lange über das nachdenken muss, was zu tun ist. Das erinnert fast schon an James Bond - gefangen im Körper eines 14-Jährigen. Leider bleiben damit auch die großen Überraschungen und ein Teil der Spannung auf der Strecke, denn irgendwie scheint Alex vor nichts mehr Angst haben zu müsssen - er kann alles meistern. Das Buch plätschert so vor sich hin, die Actionszenen sind nicht berauschend und die Schurken wenig bedrohlich. Wer es durch die ersten 277 Seiten schafft, wird dann mit einem tollen 37-seitigen Finale belohnt, das aber trotzdem viel zu schnell und unkompliziert abläuft. Bleibt zu hoffen, dass im siebten Fall wieder etwas mehr Würze in die Suppe kommt. Oder sind bereits alle Geheimnisse um Alex Rider und seine Familie gelüftet..?


Ich finde was, Im Gespensterschloss
Ich finde was, Im Gespensterschloss
von Walter Wick
  Gebundene Ausgabe

5.0 von 5 Sternen Fantastisches Bilderbuch, 28. Januar 2009
Das Buch "Im Gespensterschloss" aus der Reihe "Ich finde was..." des amerikanischen Illustrators und Fotografen Walter Wick ist ein kleines grafisches Meisterwerk. Wer einmal mit dem Suchen angefangen hat, kann so leicht nicht mehr aufhören. Das Schöne daran: Von kleinen Kids bis zum Erwachsenen kann sich die ganze Familie am Suchen beteiligen und es wird nie langweilig, weil die Bilder so ausgefeilt und durchdacht angelegt sind. Ganz nebenbei ist jede Doppelseite einfach ein Augenschmaus. Bei diesem Band der Reihe werden alle Grusel-Klischees erfolgreich bedient, aber auch kleine Kinder werden sich nicht fürchten. Der Suchen-und-Finden-Faktor steht weit im Vordergrund. Ein echter Tipp!


Point Blank: The Graphic Novel (Alex Rider)
Point Blank: The Graphic Novel (Alex Rider)
von Anthony Horowitz
  Taschenbuch
Preis: EUR 14,68

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Der geplante Film als Comic, 1. November 2008
Wie schon bei Band 1 (Stormbreaker) stand bei dieser Comic-Umsetzung des zweiten Alex Rider Abenteuers offenbar nicht der Roman Pate, sondern das Drehbuch des bislang nicht gedrehten Kinofilms Point Blank.
So ganz geklärt ist das Schicksal des zweiten Kinofilms bis heute nicht. Alex Pettyfer, der Hauptdarsteller im ersten Teil, trug bei der Stormbreaker-Filmpremiere in London bereits die raspelkurze Frisur, die Alex Rider im zweiten Abenteuer verpasst bekommt. Alles deutete also darauf hin, dass schon bald nach der Premiere der nächste Film abgedreht werden würde - bei jugendlichen Darstellern eh ein Muss, da sie so schnell wachsen.
Doch dann entwickelte sich Stormbreaker wider Erwarten zum Kinokassen-Flop (in Deutschland kam es gar nicht mehr zum Kinostart und die Fans mussten ewig auf einen DVD-Start warten) und bis heute scheint niemand den Mut und die Mittel aufgebracht zu haben, um das Nachfolgewerk anzugehen.
Somit ist der vorliegende amerikanische Comic auf absehbare Zeit die einzige Möglichkeit zu sehen, wie der Film aller Voraussicht nach ausgesehen hätte - und erhält dadurch auch einen höheren Stellenwert als Sammlerstück als der vorherige Band.
Da nichts darüber gesagt werden kann, von wem die Buchfiguren im Film verköpert werden sollten, lässt sich auch nicht abschätzen, ob sich das Aussehen der Comicfiguren an echten Vorbildern oder der Wunschbesetzung orientiert.
Dass der Comic sich vom Buch entfernt, lässt sich - wie schon beim ersten Band, schön an der Handlung ablesen. So rafft der Comic gut 100 Romanseiten in einem Drittel des Umfangs zusammen. Das gelingt jedoch nur, weil ein entscheidendes Kapitel des Buches fehlt: Alex' "Trainingsaufenthalt" im Herrenhaus Haverstock Hall, wo er auf Fiona Friend trifft und beinahe zum Opfer ihrer schießwütigen Freunde wird. Auch der beinahe tödlich endende Ausritt fehlt komplett.
So bleibt es auch im weiteren Verlauf der Handlung. Viele Szenen sind verkürzt oder verändert, so wie man es auch von einem Filmdrehbuch erwarten muss.
Für die künstlerische Gestaltung sind wieder Kanako und Yuzuru verantwortlich, die nahtlos an Band 1 und dessen manga-beeinflussten Stil anschließen. Und so fällt auch das Fazit fast gleichlautend aus: Wer das Buch kennt und liebt, kann auf den Comic locker verzichten. Er stellt keinen Mehrwert dar, sondern verkürzt die Geschichte. Dadurch fehlen einige sehr schöne Momente.
Wer eh alles um Alex Rider sammelt und neugierig darauf ist, wie der zweite Film ausgesehen hätte, der bislang nicht gedreht wurde, kann ruhig zuschlagen.


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