Fashion Sale Öle & Betriebsstoffe für Ihr Auto Kinderfahrzeuge calendarGirl Cloud Drive Photos Erste Wahl Learn More Bauknecht Kühl-Gefrier-Kombination A+++ Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Lego
Profil für Klaus Lutterbüse > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von Klaus Lutterbüse
Top-Rezensenten Rang: 1.929.149
Hilfreiche Bewertungen: 99

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
Klaus Lutterbüse (Hamburg)
(REAL NAME)   

Anzeigen:  
Seite: 1
pixel
Die Lämmer des Herrn: Roman
Die Lämmer des Herrn: Roman
von Yasmina Khadra
  Taschenbuch

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wie braune Schlägerbanden, 6. September 2011
Rezension bezieht sich auf: Die Lämmer des Herrn: Roman (Taschenbuch)
Die Bücher von Yasmina Khadra lösen ein, was man von guter Literatur erhofft: sie unterhalten spannend und belehren zugleich. Man weiß, dass Yasmina Khadras das Pseudonym des algerischen Autors Mohammed Moulessehoul ist, der seit 2001 mit seiner Familie im französischen Exil lebt, als hoher Offizier der algerischen Armee aber einbezogen war in die Prozesse, die er deshalb kundig aufgreifen kann und bewegend gestaltet. So erleben wir in "Die Lämmer des Herrn", wie nach dem Rückzug der französischen Kolonialmacht in einem kleinen Dorf am Fuße des Tlemcen-Gebirges sich eine fundamentalistisch-islamische Gruppierung bildet, die sich mit brutalen Gewalttaten gegen das vielerorts arrogant-korrupte Regime durchzusetzen sucht, das die französische Kolonialmacht abgelöst hat. Anschaulich und gut nachvollziehbar werden die unterschiedlichen, oft sehr persönlichen Motive deutlich, die bei den einzelnen Menschen zu dieser rebellischen, rachelüsternen fundamentalistischen Haltung führen, und man versteht, was in diesen erwachenden Ländern Nordafrikas vor sich geht.

Klaus Lutterbüse, Hamburg


Zwischen den Fronten: Erlebte Weltgeschichte
Zwischen den Fronten: Erlebte Weltgeschichte
von Peter Scholl-Latour
  Gebundene Ausgabe

10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Augenöffnende Lektüre, 14. August 2011
Wer auf hohem Niveau interessant und sachlich fundiert, kompetent und unterhaltsam, uneitel belehrend und lebendig unterrichtet werden möchte über die globalen Zusammenhänge in Politik und Strategie rund um den Erdball, der greife zu diesem Buch. Der Autor nimmt den Leser mit auf die vielen Reisen, die ihn als Journalist und Zeitgenossen in einer Lebensspanne von mehr als 60 Jahren (zum Teil mehrmals) in alle Länder der Welt und zu Begegnungen mit erstaunlich vielen relevanten Politikern und Zeitkritikern geführt haben. Dabei zeigt sich, dass er ein waches Gespür hatte für sich anbahnende Krisen, so dass er immer wieder zur rechten Zeit am rechten Ort war. Mit wachem Blick registriert er Phänomene, die er als Anzeichen zukünftiger Entwicklungen zu deuten weiß, zumal er aus verblüffend-umfassendem kulturell-religiösem Hintergundwissen Motivationen wahrzunehmen vermag, die sich vielen anderen Beobachtern nicht erschließen, die gleichwohl aber das heutige und künftige Zeitgeschehen nachhaltiger mitbestimmen, als vielen einleuchten will. Man muss dem Autor beipflichten: "Die schnöde materielle Profitgier der Globalisierungsgemeinde unserer Tage koinzidiert und überschneidet sich mit der Wiedergeburt ehrwürdiger, immer noch furchterregender Mythen aus fernster Verganganheit" (S. 199). Und man erkennt: Erst ein tieferes Eintauchen in das kulturell-religiöse Gedächtnis der Völker und die bessere Kenntnis des in ihm auch angelegten Konfliktpotentials ermöglicht ein angemesseneres Verstehen der Gegenwart und der in ihr sich anbahnenden Zukunft.


Eine Geschichte von Liebe und Finsternis
Eine Geschichte von Liebe und Finsternis
von Amos Oz
  Gebundene Ausgabe

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Problematische Beheimatung, 10. September 2010
Der Autor nennt sein in der Taschenbuchausgabe über 800 Seiten starkes Werk "Roman." Wenn er die Bezeichnung "Autobiographie" oder "autobiographischer Roman" verweigert, so will er gewiss nicht leugnen, dass der Roman weitgehend und auch sehr deutlich der eigenen Familen- und Lebensgeschichte folgt; das bezeugen schon die beibehaltenen Namen der einzelnen Personen und das ganzseitige Familienfoto im letzten Teil des Buches. Aber mit der Bezeichnung "Roman" will der Autor sich wohl die Freiheit sichern, über die bloße Rekapitulation purer Fakten hinausgehen zu können und seiner Darstellung der Personen und Geschehnisse, sosehr sie den Rahmen der Fakten auch beachten mag, jene Vielschichtigkeit und Tiefe geben zu können, die den Leser bereichert.
Immer wieder in der Chronologie zurückgreifend und sie dadurch immer weiter ergänzend, vergegenwärtigt Oz die Entwicklung eines begabten Jungen, der, beginnend im Jerusalemer Viertel Kerem Avraham des Jahres 1939, im Spannungsfeld zweier sehr unterschiedlicher Eltern und deren Familien heranwächst. Plastisch treten die Gestalten der Eltern und Großeltern dem Leser vor Augen, und die Verknüpfung der familiären und der politischen Ereignisse wird besonders bewegend nachvollziehbar, als die britische Mandatszeit zu Ende geht und in der Nacht vom 30. November 1947 die Abstimmung der UNO-Vollversammlung über die Teilung Palästinas im Radio übertragen wird, die dann die entschlossene Ausrufung der Gründung des Staates Israel zur Folge hat und die erste kriegerische Auseinandersetzung mit den Arabern nach sich zieht, in der die Briten sich völlig zurückhalten. Hier treten wichtige historische Persönlichkeiten, wie z.B. David Ben Gurion, kurz in das Romangeschehen ein.
Wer schon einmal in einem Kibbuz mitgelebt hat, fühlt sich dieser Wirklichkeit lebhaft wieder konfrontiert, wenn er liest, was der Erzähler im Kibbuz Hulda erlebt, dem er sich, in Absetzung von den Vorstellungen des Vaters, anschließt, obwohl er sich hier letztlich unter den "Naturburschen", die er antrifft, nicht restlos integriert erfahren kann; eine unvergessliche erotische Erfahrung entschädigt ihn.
Ganz am Ende des Romans holt der letzte erzählerische Rückgriff die vorher nur angedeuteten Einzelheiten des Todes der Mutter ein, die ihren Depressionen mit einer Überdosis von Schlaftabletten ein Ende setzt: ein Ereignis, das den Erzähler bleibend belastet. Es ist halt "Eine Geschichte von Liebe und Finsternis", von der er uns berichtet...

Klaus Lutterbüse, Hamburg


Eine Frau flieht vor einer Nachricht: Roman
Eine Frau flieht vor einer Nachricht: Roman
von David Grossman
  Gebundene Ausgabe

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Von subtiler Menschenkenntnis, 17. August 2010
Man wird als Leser geradezu hineingezogen in das Romangeschehen, das zwar einen einfachen chronologischen Handlungsfaden aufweist, von dem aus aber vergegenwärtigende Rückgriffe auf unterschiedliche Schichten der Vergangenheit die subtilen menschlichen Bezüge immer komplexer hervortreten lassen und das Profil der wenigen handelnden Personen immer plastischer vor Augen führen. Die Furcht einer israelischen Frau, Ora, ihr jüngerer Sohn Ofer könne von einem freigewollten militärischen Einsatz nicht zurückkommen, führt sie, einer entsprechend befürchteten Nachricht ausweichend, auf einen Wanderweg, auf dem sie zunehmend klärt, wie sie zu den beiden Vätern (Ilan und Avram) ihrer beiden Söhne (Adam und Ofer) steht; dabei kommt es zu einer Annäherung an den durch schreckliche Kriegsereignisse traumatisierten Avram, der mehr und mehr auch bereit wird, Ofer, seinen Sohn, zu akzeptieren, der seinerseits nun in einem militärischen Einsatz steht. Und obwohl sich dies alles im Israel unserer Tage und somit im Spannungsfeld des heutigen Palästina ereignet, geht es hier zugleich um Empfindungen, Leidenschaften und Einsichten, die uns alle betreffen. Ein großer Roman!


Die Hütte: Ein Wochenende mit Gott
Die Hütte: Ein Wochenende mit Gott
von William Paul Young
  Gebundene Ausgabe

34 von 60 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Unfreiwillige Dreifaltigkeitsparodie?, 18. November 2009
Man ahnt die didaktische Absicht des Autors und seiner theologischen Berater: Er will angebliche Klischeevorstellungen und allzu fest gefügte Bilder über Gott und sein Walten lockern und ein lebendigeres, emotional tragfähiges Verhältnis zum dreifaltigen christlichen Gott stiften. Aber er tut dies fatalerweise, indem er neue, gewollt-bizarre und viel klobig-gröbere Veranschaulichungen an deren Stelle setzt, die keineswegs geeignet sind, "Gott-Vater", "Gott-Sohn=Jesus" und "Heiliger Geist" verständlicher zu machen, denn diese drei Gestalten in ihrer provozierenden Erscheinungsform backen, kochen, tafeln, spülen, schwadronieren und werkeln, dass es eine Lust ist -, angeblich, um sich dem Fassungsvermögen des (natürlich amerikanischen) Protagonisten anzupassen...
"Gottvater" ist hier verkörpert als eine dicke, herzlich-strahlende, behende Afroamerikanerin, die sich unbekümmert als "Papa" vorstellt; "Jesus" erscheint vom Typ her als Mann des Nahen Ostens, mit Jeans voller Holzstaub, mit muskulösen Unterarmen, in kariertem Hemd und mit Arbeitshandschuhen am Gürtel; und der "Heilige Geist", hier mit dem Namen "Sarayu", gleicht einer asiatischen Frau in einfachen Jeans, mit leichten Gummihandschuhen (wie eine Gärtnerin) und in einer Bluse mit farbigen Tupfern; etwas Flüchtiges, Schemenhaftes ist dieser Gestalt eigen.
Man ahnt: Hier soll die Vorstellung eines weißen, männlichen Vatergottes aufgebrochen werden, und das Ungeheuerliche ist, dass man annimmt, die Verkörperung als dicke, gemütliche Afroamerikanerin, die sich zudem noch als "Papa" bezeichnet und bezeichnen lassen will, würde eine plausiblere Gottesvorstellung mit sich bringen. Abgesehen davon, dass eine solch ausfigurierte Dreiergruppe eher eine Dreigöttervorstellung befördert als den Glauben an den dreifaltig-einen Gott der christlichen Theologie! Da hilft es auch wenig, wenn "Sarayu", der Verkörperung des "Heiligen Geistes", doch wenigstens noch etwas Fließendes, Flüchtig-Schemenhaftes zugesprochen wird.
Am Ende fragt man sich: Was ist durch eine solche "Übersetzung" gewonnen? Wird erst so deutlich, dass Gott die der Welt ständig zugewandte (und von den Menschen leider bisher nur unzureichend wahrgenommene) Liebesfülle ist, die letztlich jedem aus seiner "Großen Traurigkeit" heraushelfen kann? Oder können einem dies nicht ernster zu nehmende theologische Titel besser leisten, wie z.B.: Joseph Ratzinger/Benedikt XVI.: Der Gott Jesu Christi. Betrachtungen über den Dreieinigen Gott, Kösel-Verlag.

Klaus Lutterbüse, Hamburg
Kommentar Kommentare (8) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 5, 2014 5:34 PM CET


Die Säulen der Erde
Die Säulen der Erde
von Ken Follett
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,99

2 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Natürlich mit Erzbösewicht, 14. September 2009
Rezension bezieht sich auf: Die Säulen der Erde (Taschenbuch)
Ein süffig geschriebener Historienschinken mit vielen erwartbaren Spannungselementen. Das England des 12. Jahrhunderts wird phantasievoll in einer geschickt entwickelten Handlungsfolge heraufbeschworen, und an einer Handvoll gegensätzlicher Gestalten werden so die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Mächte jener Zeit anschaulich gemacht, in der neben Monarchen und Adligen auch die Kirche noch eine bestimmende politische und kulturelle Rolle spielte. Natürlich gibt es einen Erzbösewicht; daneben aber auch lichtvolle Gestalten, denen er immer wieder fatalerweise in die Quere kommt. Dankenswerterweise wird in den inneren Monologen der Handlungsträger immer wieder in die Erinnerung zurückgerufen, was vorher geschehen ist, so dass der Leser beim Umfang dieses Buches auch den Überblick behält und den Handlungsfaden nicht aus dem Auge verliert. Die Dialoge zeigen bisweilen Brüche, wenn nämlich die Äußerungen und Verhaltensweisen nicht recht zur psychologischen Struktur der jeweiligen Person zu passen scheinen; so verwundert es z.B. manchmal, dass eine extrem (und eher moderne) antiklerikale Haltung mit ebenso extremer Höllenangst ineins gehen soll. Statt von einer "Priorei" sollte man in der deutschen Übersetzung auch besser wohl von einem "Priorat" sprechen; und um Mitternacht wird auch keine "Frühmesse" gelesen, sondern werden die "Metten" gesungen: eine Abfolge von Psalmen und Lesungen. Aber das sind Einzelheiten, die den Liebhaber handlungspraller Historienschmöker nicht stören werden.

Klaus Lutterbüse, Hamburg


Streit um Abraham: Was Juden, Christen und Muslime trennt - und was sie eint (Patmos Paperback)
Streit um Abraham: Was Juden, Christen und Muslime trennt - und was sie eint (Patmos Paperback)
von Karl-Josef Kuschel
  Taschenbuch

10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Abraham: kein Ersatz für Mose, Jesus, Mohammed, 9. September 2009
Dieses Buch bietet eine sorgfältig erarbeitete "Theologie der abrahamischen Ökumene". Zunächst wird deutlich herausgestellt, wie unterschiedlich die drei großen monotheistischen Religionen Judentum, Christentum und Islam die Gestalt Abrahams sehen, in dem ja eigentlich, über jede Einzelreligion hinaus, alle Völker und Nationen gesegnet sein sollen. Dann werden ebenso sorgsam die Offenbarungsurkunden und Traditionen dieser drei Religionen daraufhin untersucht, in welcher Weise sie die, wie gesagt, ja eigentlich universal gemeinte "Abrahamskindschaft" definieren und einschränken, wo sie andererseits aber auch Möglichkeiten der gegenseitigen Respektierung und Anerkennung erkennen lassen, die dazu führen können, eine Haltung der Heilsarroganz und der Wahrheitsrechthaberei abzubauen. Nichts scheint heute wichtiger. Und so möchte ich wünschen, dass die hier umsichtig und plausibel entwickelten Einsichten über die Möglichkeit einer verlebendigenden Rückbindung und Rückerinnerung an Abraham und seinen vertrauenden Glauben an den rufenden Gott die drei großen monotheistischen Religionen dazu führen, ein allzu starres Festhalten an verfestigten Traditionen und ererbten Besitztümern aufzugeben und, wie Abraham, neu bereit zu werden zu wechselseitiger Respektierung und zu gemeinsamer Verantwortung angesichts der Herausforderungen einer immer stärker sich globalisierenden Welt.
Zu fragen bleibt allerdings, ob die sorgfältig interpretierende Auswertung koranischer Kernstellen schon repräsentativ ist für die Auffassung der Mehrheit der Muslime und ihrer Mullahs; und ob die unausgesprochene Gesamttendenz des Buches nicht auf die (unrealistische) Erwartung einer Angleichung, ja Verschmelzung dieser drei Religionen hinausläuft...

Klaus Lutterbüse, Hamburg


Weihnachten und der Koran
Weihnachten und der Koran
von Karl-Josef Kuschel
  Gebundene Ausgabe

8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Koranische Anverwandlung, 29. August 2009
Rezension bezieht sich auf: Weihnachten und der Koran (Gebundene Ausgabe)
In diesem Buch unternimmt es der Autor Karl-Josef Kuschel - durch einschlägige Bücher als exzellenter Kenner des Islam ausgewiesen - aufzuzeigen, wie der Koran die vorgängige Weihnachtsüberlieferung des Neuen Testamentes aufgenommen und mit seiner spezifischen Botschaft verbunden hat. Dabei kommt es dem Autor nicht darauf an, Jesus und Mohammed dualistisch einander gegenüber zu stellen, sondern es geht ihm darum zu zeigen, welchen >Dialog< der Koran mit diesen Inhalten bereits geführt hat.
Der Autor analysiert zunächst die beiden neutestamentlichen Geburtsgeschichten Jesu im Lukas- und im Matthäusevangelium. Sehr sorgsam und genau werden dann die koranischen Aussagen über die Geburt von Johannes (dem Täufer) und Maria und schließlich die über die Geburt Jesu in den Blick genommen und einfühlsam so interpretiert, dass neben überraschenden Parallelen auch klare und bleibende Differenzen zu den biblischen Aussagen deutlich werden. Unverkennbar wird hier die Intention des Koran, Jesus - in Sorge um die Einzigkeit Gottes - den (mythologisch und damit falsch verstandenen?) Titel "Gottessohn" abzusprechen; und hier hätten, gibt der Autor zu bedenken, die Christen neu über das ursprüngliche neutestamentliche Verständnis dieses Titels nachzudenken. Didaktisch geschickt werden die je gewonnenen Ergebnisse immer wieder eigens im Kursivdruck zusammengefasst und hervorgehoben.
Zum Schluss wird der Brief kritisch durchleuchtet, den Mitte Oktober 2007 138 islamische Gelehrte - nach der Regensburger Rede Papst Benedikts XVI. - als Appell zu einem christlich-muslimischen Dialog an den Papst und an viele Führer christlicher Kirchen geschickt haben. Auch dieses Buch des Autors bereitet gut vor auf einen sinnvollen Dialog zwischen Christen und Muslimen.

Klaus Lutterbüse, Hamburg

Weitere Rezensionen bei Amazon bisher zu:
- Isa Vermehren, Reise durch den letzten Akt
- Karl-Josef Kuschel, Juden Christen Muslime


Reise durch den letzten Akt: Ravensbrück, Buchenwald, Dachau: eine Frau berichtet
Reise durch den letzten Akt: Ravensbrück, Buchenwald, Dachau: eine Frau berichtet
von Isa Vermehren
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

26 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein bewegendes Zeugnis, 2. Februar 2009
Dieses Buch, gleich nach Kriegsende 1946 veröffentlicht, war eines der ersten Zeugnisse, das aus eigenem Erleben sehr wach die Erfahrungen berichtete und reflektierte, die viele im Unterdrückungssystem der Nazis in Gefängnissen und KZs machen mussten. Wegen des Übertritts eines ihrer Brüder 1944 zu den Alliierten, wurde die Autorin, wie auch andere Familienmitglieder, in sogenannte Sippenhaft genommen und erlebte - als "Sonderhäftling" kurzfristig immer neuen Zwangsorten (KZ Ravensbrück, Buchenwald, Dachau) zugewiesen - die letzte Zeit der auslaufenden Tragödie des NS-Regimes - mit all ihren Unsicherheiten und Unwägbarkeiten - als "Reise durch den letzten Akt". Aufmerksam registriert die Autorin die Deformation des Menschlichen, aber auch Reste anständigen Verhaltens beim Bewachungspersonal, schildert die Wirkung solchen Verhaltens auf die Leidengefährten und sucht den Motiven vor allem der Unterdrücker nachzuspüren. In der Grundhaltung eines festgehaltenen Glaubens sucht sie sich selber vor Hass und Verachtung zu bewahren und das geschändete Menschenbild in seiner Verpflichtung für die Zukunft neu aufzurichten. Spannend sind vor allem die letzten Wochen geschildert, in denen die SS-Bewacher planlos und auf Befehle von oben wartend mit den Gefangenenbussen südwärts fahren und sich schließlich absetzen. In Italien und dann noch in Paris erleben die Gefangenen, obwohl im Gewahrsam amerikanischer Befreier, noch ärgerliche Verwechslungen, bis endlich der Weg in die Heimat frei wird.
Ein Buch, das man mit Gewinn liest.
Klaus Lutterbüse, Hamburg


Seite: 1