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Rezensionen verfasst von
Christian Mack (In Limbo)
(REAL NAME)   

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There Will Be Blood
There Will Be Blood
Preis: EUR 20,51

19 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Jonny Greenwood: Eat Him By His Own Light, 12. Januar 2008
Rezension bezieht sich auf: There Will Be Blood (Audio CD)
Ein Soundtrack zu einer Hollywood- Großproduktion?
Das läßt gemeinhin Schlimmes vermuten und hört sich nach plakativem, effekthascherischem Pomp an.

Doch der Komponist heißt Jonny Greenwood:
Die Instrumentierung fällt zwar als im Vergleich zum Vorgänger Bodysong um einiges konventioneller aus und beschränkt sich mit Ausnahme einiger Ondes Martenot- Einsätze auf orchestrale Arrangements, dem gegenüber steht jedoch ein wahres Feuerwerk an avantgardistischen Ideen.
Dieser Spagat gelingt formidabel:
Es klingt nach Staub, verbrannten Knochen, Diffusion, vollkommenem Kontrollverlust.

So läßt sich bereits ohne die dazugehörigen Bilder konstatieren:
Der eindringlichste, betörendste Score zu einem amerikanischen Film seit Blue Velvet.


In Rainbows
In Rainbows
Preis: EUR 14,99

11 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Too much, too bright, too powerful., 14. November 2007
Rezension bezieht sich auf: In Rainbows (Audio CD)
Vier Jahre unendlichen Wartens, dann der plötzliche Schock des kostenlosen Downloads:
Die Überraschung ist gelungen, interessant ist in diesem Zusammenhang jedoch, daß im Gegensatz zum medialen Overkill, der die Veröffentlichung des neuen Radiohead- Albums begleitet, die große musikalische Revolution von OK Computer und Kid A diesmal ausbleibt; Innovationen und Subversion zunächst gänzlich im Detail verborgen bleiben.
Das Geheimnis von "In Rainbows" liegt sattdessen in seiner filigranen, vollendeten Schönheit, seiner subtilen, aber unerschöpflichen Leidenschaft und Tiefe, die das Album in den zurückliegenden Wochen für mich zu einer Art inneren Heimat hat werden lassen:
Der beinahe drei Jahre währende Aufnahmeprozeß hat sämtliche Kompositionen eine Brillanz, Plastizität, atmosphärische Dichte (Die Masse an Texturen ist bei den ersten Durchgängen wie immer kaum zu bändigen) und eine Reinheit des Ausdrucks erreichen lassen, die erneut sprachlos macht.
Zäh pulsierendes Magma ist für mich ein ganz passables Bild, um "In Rainbows" zu beschreiben.

Aber was sind schon Worte?
Dieses Album will und muß gelebt werden.

Es bleibt abzuwarten, ob In Rainbows" mit seinem Entwurf einer radikalen Veröffentlichungs- und Informationsautonomie neben dem finalen Todesstoß für die seit Jahren verzweifelt in hoffnungslos veralteten Strukturen verharrenden Plattenmultis auch den Niedergang der konservativ- pragmatischen, auf dem kleinsten gemeinsamen Nenner beharrenden Musikrezeption herbeiführen kann und dereinst als der Vorbote einer neuen Freiheit und Radikalität gelten wird.
Es wäre der Triumph der Poesie über die Prosa, der Kunst über das Profane.


Graphic Novels: Stories to Change Your Life
Graphic Novels: Stories to Change Your Life
von Paul Gravett
  Taschenbuch

3 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Engstirnig, eindimensional., 9. Mai 2007
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Erschreckend, was einem hier als allgemeingültiger Kanon präsentiert wird.
Dieser beschränkt sich nämlich ausnahmslos auf den kleinsten gemeinsamen Nenner und wird jedem bekannt vorkommen, der sich auch nur rudimentär mit "Graphic Novels" (ich hasse diese Bezeichnung, da bereits die blosse Existenz impliziert, dass das Medium nicht als eigenständige Kunstform wahrzunehmen ist) beschäftigt hat:
Sicher sind From Hell, The Dark Knight Returns oder Jimmy Corrigan Meilensteine, doch etwas abseitiger hätte die Selektion dann doch ausfallen dürfen:
Mit der Ausnahme von Jim Woodrings Frank finden ausnahmslos Werke mit konventioneller narrativer Struktur Berücksichtigung, obwohl das Medium gerade in der Abstraktion oftmals seine Bestimmung findet und gerade hier eine Abgrenzung gegenüber Ausdrucksformen wie Literatur oder Film erfolgen kann.
Weiterhin kann ich einige Verweise nur schwerlich nachvollziehen:
Barefoot Gen und Mattottis Feuer?
Moebius Airtight Garage und Myazakis Nausicaä?
Sandman wird auf Hellboy verlinkt, während sich das eindeutige Rip- Off Promethea an anderer Stelle (Watchmen?) wiederfindet.
Und bitte: The Scene Of A Crime: Eines der 30 Meisterwerke des Genres?

Fazit: Für Novizen stellt dieses Bändchen vielleicht einen guten Einstieg dar, wer sich jedoch schon länger mit Comics auseinandersetzt, kann von einer Anschaffung getrost absehen.
Wer sich auf gehaltvollere Art mit dem Medium auseinandersetzen möchte, dem seien hiermit die Bücher von Scott McCloud ans Herz gelegt.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 26, 2008 2:49 PM MEST


Bodysong
Bodysong
Wird angeboten von colibris-usa
Preis: EUR 18,71

13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Freiflug eines musikalischen Grenzgängers:, 26. August 2004
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Bodysong (Audio CD)
Das Album, für alle, die Kid A gelebt und geliebt haben:
Jonny Greenwood bricht auf Bodysong mit allen gängigen Konventionen und findet sein Heil in einem wegweisenden Hybriden aus Free- Jazz, Elektronik und minimaler Klassik, der vor grenzenlosen avantgarditischen Ideen und Sounds beinahe zu bersten scheint.
Als musikalische Orientierungspunkte seien hier Bitches Brew und die Minimalkompositionen von Philip Glass genannt, doch werden diese Vergleiche der grenzenlosen Virtousität Jonny Greenwoods nicht einmal ansatzweise gerecht:
Unkonventioneller, entrückter, freier, intensiver kann moderne Musik nicht sein.
Hier passiert unglaubliches, nie gehörtes.

Ein überwältigendes Meisterwerk.


Hail to the Thief
Hail to the Thief
Wird angeboten von all my music
Preis: EUR 30,00

7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Keep The Wolf From The Door, 10. Juli 2003
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Hail to the Thief (Audio CD)
Es war das erste Mal, daß ich beim ersten Hören einer neuen Radiohead- Platte nicht völlig verstört und/ oder überwältigt war.
"Schade. Gut, aber ohne neuerliche Überraschungen." war mein vorschnelles Urteil.
Falsch gedacht.
HTTT ist im Vergleich zu den die Vereinsamung und Entfremdung in einer modernen Industriegesellschaft reflektierendenGitarrenwänden auf OK Computer und den abstrakt- expressionistischen Kopfwelten von Kid A und Amnesiac sowohl textlich als auch musikalisch weit weniger eskapistisch angelegt , Innovationen sind diesmal eher im Detail zu finden.
Erst nach wiederholtem Hören sind sie plötzlich da, die magischen Radiohead- Momente:
Der aggressive Sprechgesang bei A Wolf At The Door, das schwebende Piano auf Backdrifts, die geisterhaften Harmonien bei We Suck Young Blood und Sail To The Moon:
Radiohead zelebrieren erneut eine Reinheit des Augenblicks, die sprachlos macht.

Dabei sind die Songs diesmal weitaus bodenständiger und direkter , aber auch mysteriöser, gespenstischer, dabei um einiges zugänglicher ausgefallen.
Als Gesamtwerk ist HTTT dadurch in sich weit weniger geschlossen als Kid A oder OK Computer, vielmehr erscheint es wie eine Kulmination all der Stärken, die diese Band bis jetzt ausgemacht hat: Kunstvoll- verschachtelte Strukturen, Thom Yorkes überwältigende Stimme, detaillierte elektronische Klangwelten, aber vor allem das perfekte organische Zusammenspiel als Band kam selten so eindringlich und brillant zur Geltung wie hier.

14 Pfeile, die ohne Umschweife ins Herz treffen.

Hail To The Thief ist das fünfte makellose Meisterwerk in Folge und hätte es verdient, all den derzeitigen Retorten- Dreck in den Charts dieser Welt im Alleingang wegzuspülen.


Lucky Cat
Lucky Cat

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Toll., 6. Juli 2003
Rezension bezieht sich auf: Lucky Cat (Audio CD)
Experimentelle Wohnzimmer- Frickel- Minimalelektronik voll analoger Moog- Wärme. Wer Lali Puna etc. mag, sollte unbedingt zugreifen.
There' s a little child running round this house...


Hail to the Thief
Hail to the Thief
Wird angeboten von all my music
Preis: EUR 30,00

5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sie haben es schon wieder getan., 6. Juli 2003
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Hail to the Thief (Audio CD)
Es war das erste Mal, daß ich beim ersten Hören einer neuen Radiohead- Platte nicht völlig verstört und/ oder überwältigt war.
"Schade. Gut, aber ohne neuerliche Überraschungen." war mein vorschnelles Urteil.
Falsch gedacht.
HTTT ist im Vergleich zu den die Vereinsamung und Entfremdung in einer modernen Industriegesellschaft reflektierendenGitarrenwänden auf OK Computer und den abstrakt- expressionistischen Kopfwelten von Kid A und Amnesiac sowohl textlich als auch musikalisch weit weniger eskapistisch angelegt , Innovationen sind diesmal eher im Detail zu finden.
Erst nach wiederholtem Hören sind sie plötzlich da, die magischen Radiohead- Momente:
Der aggressive Sprechgesang bei A Wolf At The Door, das schwebende Piano auf Backdrifts, die geisterhaften Harmonien bei We Suck Young Blood und Sail To The Moon:
Radiohead zelebrieren erneut eine Reinheit des Augenblicks, die sprachlos macht.

Dabei sind die Songs diesmal weitaus bodenständiger und direkter , aber auch mysteriöser, gespenstischer, dabei um einiges zugänglicher ausgefallen.
Als Gesamtwerk ist HTTT dadurch in sich weit weniger geschlossen als Kid A oder OK Computer, vielmehr erscheint es wie eine Kulmination all der Stärken, die diese Band bis jetzt ausgemacht hat: Kunstvoll- verschachtelte Strukturen, Thom Yorkes überwältigende Stimme, detaillierte elektronische Klangwelten, aber vor allem das perfekte organische Zusammenspiel als Band kam selten so eindringlich und brillant zur Geltung wie hier.

14 Pfeile, die ohne Umschweife ins Herz treffen.

Hail To The Thief ist das fünfte makellose Meisterwerk in Folge und hätte es verdient, all den derzeitigen Retorten- Dreck in den Charts dieser Welt im Alleingang wegzuspülen..


Kid a (Special Edition)
Kid a (Special Edition)
Wird angeboten von Orangtruthahn2011
Preis: EUR 29,99

31 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen The sound of an entire life passing by., 26. Juni 2003
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Kid a (Special Edition) (Audio CD)
Es gibt Ereignisse, die unser Leben verändern.
Das erste Mal verliebt sein.
Das erste Mal.
Das erste Mal Kid A.
In einer Zeit, in der Musik zum bloßem Konsumprodukt, zur kostenlosen Beilage in billigen Werbeheften degradiert wird, ist es gut eine Band wie Radiohead zu sehen, die bereit ist, in musikalische Grenzbereiche vorzudringen, die mit "Kid A" ein Album herausbrachten, das selbst den herausforderte, der glaubte, bereits wirklich alles gehört zu haben.
Von der existentiellen Schwermut auf Ok Computer und den meterhohen Gittarenwänden Floydscher Prägung ist nichts mehr entdecken.
Stattdesen regiert ein surreal anmutender, filigraner Abstrahismus von Text und Ton , der engstirnigere Zeitgenossen bereits beim Opener "Everything In Ist Right Place" die Haare zu Berge stehen lassen wird:
Thom Yorkes freischwebende Stimme windet sich um ein E- Piano, dazu berichtet Mr. Yorke, daß ergestern morgen an einer Zitrone saugend erwacht ist. Nichts scheint sich an dem ihm zugedachten Platz zu befinden, doch dieses kreative Chaos ist Konzept.
Aufgeschlossenere Hörer könnten in Kid A den idealen Soundtrack für den Film namens Leben finden, da es in seiner Symbiose von kalten Elektronik- Sounds und völlig losgelösten Strukturen eine perfekte Reflektion der Hektik, Konfusion und gegenseitigen Entfremdung, von denen das ausgehende Jahrtausend zweifelsohne
geprägt ist, darstellt.
Viele Songs basieren auf minimalistischen Grundideen wie der pulsiernden Basslinie des "National Anthem", der in einer Kakophonie aus Bläsern und infernalischem Geschrei mündet. Man fühlt sich an A Day In The Life erinnert, bloß energetischer. Größer.
Was folgt, ist die Ruhe nach dem großen Sturm: "How To Disappear Completely". Der Name ist Programm: Ein Song, so erhaben und elegisch, daß es einem den Atem raubt.
Streicher lassen uns den Liffey entlangfließen, entführen uns ins Nichts, wo das unheimlich- ambiente "Treefingers" bereits auf unsere Ankuft wartet.
Was folgt sind die ersten konventionell gespielte Gitarren. "Optimistic", die potentielle Single, mit seinem Strophe- Refrain- Strophe- Aufbau noch am ehesten
an die alten Radiohead von The Bends- Zeiten erinnernd.
Mr. Yorke erzählt von Dinosauriern, die die Erde beherrschen.
Wen er damit wohl meint? Multinationale, gewissenlos Ressourcen ausbeutende Großkonzerne? Von Korruption und Machtdenken zerfressene Politiker? Die eingefahrene, seit Jahrzehnten nur noch Gesichter vermarktende Musikindutrie? Medien, die Meinungen zu Wahrheiten transferieren?
Diese kryptische Haltung in Yorkes Texten, die sich durch das komplette Album zieht, mag einigen sauer aufstoßen, doch läßt sie mehr Freiraum für eigene Interpretationswelten, im Kopf jedes Hörers entstehen andere Bilder, Farben und Formen.
Überwältigend.
Bereits 5 Minuten später ist man zurück „In Limbo".
"Idioteque": Der Superhit jeder Androidendisco.
Kantig, großartig; was haben wir gelacht...
"Motion Picture Soundtrack" entläßt uns schließlich nach 45 Minuten versöhnlich mit extra- kitschigen Harfen in den Himmel, Engelchöre nehmen uns an die Hand; man fühlt sich an alte Hollywood- Musicals erinnert.
Der einzige Song, in dem Yorke einen Blick auf sein Innerstes freigibt ,was ihn schon fast parodistische Züge annehmen läßt.
„Red wine and sleeping pills help me get back to your arms, cheap sex and sad
films help me get backwhere I belong..."
Wer jemals geliebt und hier keine Träne im Auge hat, ist längst tot.
Kid A besitzt eine vertraute, fast metaphysische Qualität.
Man hat das Gefühl, diese Songs schon irgendwann einmal gehört zu haben.
Nachts.
Im Traum.
Einem anderen Leben.


Hail to the Thief
Hail to the Thief
Wird angeboten von all my music
Preis: EUR 30,00

8 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Keep The Wolf From The Door, 24. Juni 2003
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Hail to the Thief (Audio CD)
Es war das erste Mal, daß ich beim ersten Hören einer neuen Radiohead- Platte nicht völlig verstört und/ oder überwältigt war.
"Schade. Gut, aber ohne neuerliche Überraschungen." war mein vorschnelles Urteil.
Falsch gedacht.
HTTT ist im Vergleich zu den die Vereinsamung und Entfremdung in einer modernen Industriegesellschaft reflektierendenGitarrenwänden auf OK Computer und den abstrakt- expressionistischen Kopfwelten von Kid A und Amnesiac sowohl textlich als auch musikalisch weit weniger eskapistisch angelegt , Innovationen sind diesmal eher im Detail zu finden.
Erst nach wiederholtem Hören sind sie plötzlich da, die magischen Radiohead- Momente:
Der aggressive Sprechgesang bei A Wolf At The Door, das schwebende Piano auf Backdrifts, die geisterhaften Harmonien bei We Suck Young Blood und Sail To The Moon:
Radiohead zelebrieren erneut eine Reinheit des Augenblicks, die sprachlos macht.

Dabei sind die Songs diesmal weitaus bodenständiger und direkter , aber auch mysteriöser, gespenstischer, dabei um einiges zugänglicher ausgefallen.
Als Gesamtwerk ist HTTT dadurch in sich weit weniger geschlossen als Kid A oder OK Computer, vielmehr erscheint es wie eine Kulmination all der Stärken, die diese Band bis jetzt ausgemacht hat: Kunstvoll- verschachtelte Strukturen, Thom Yorkes überwältigende Stimme, detaillierte elektronische Klangwelten, aber vor allem das perfekte organische Zusammenspiel als Band kam selten so eindringlich und brillant zur Geltung wie hier.

14 Pfeile, die ohne Umschweife ins Herz treffen.

Hail To The Thief ist das fünfte makellose Meisterwerk in Folge und hätte es verdient, all den derzeitigen Retorten- Dreck in den Charts dieser Welt im Alleingang wegzuspülen.


Sleeping With Ghosts
Sleeping With Ghosts
Wird angeboten von GMFT
Preis: EUR 11,81

15 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Auweia., 12. Februar 2003
Rezension bezieht sich auf: Sleeping With Ghosts (Audio CD)
Vielleicht sind meine Erwartungen schuld:

Die erste Single The Bitter End ist großartig und kann mühelos an vorangegangene Großtaten anknüpfen. Und auch der instrumentale Opener Bulletproof Cupid geht direkt nach vorne und ist ein perfekter Appetizer für einen vermeintlich großen Wurf.
Doch mit den restlichen Songs wird das, was sich auf Black Market Music bereits dezent angdeutet hat, traurige Gewißheit:
Placebo sind im Mainstream angekommen.
Sleeping With Ghosts schleppt sich, von Drumloops oder sterilen Gitarren vorangetrieben, irgendwo im Midtempo- Bereich belanglos vor sich hin. Der gesamten Produktion fehlen jegliche Ecken und Kanten, nie klangen Brian Molko und Co. derart gesichtslos, kommerziell und austauschbar.
Man könnte das Ganze auch erwachsener, gereifter nennen, doch im Falle einer einstmals vor Emotionen beinahe überkochenden Band wie Placebo verheißt das nichts Gutes; nichts erinnert mehr an die Band, die mit ihrem rauhen Debüt und vor allem dem melancholischen Meisterwerk Without You I' M Nothing zwei der bemerkenswertesten Alben der jüngeren Rockgeschichte vorgelegt hat.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 2, 2007 12:03 AM CET


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