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Weltenträumer

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Sternengreifer
Sternengreifer
von Antoinette Lühmann
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 14,95

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Benedict folgt seinen Träumen, 4. September 2015
Rezension bezieht sich auf: Sternengreifer (Gebundene Ausgabe)
Inhalt
Die Waisen Benedict und Albert träumen davon Werkzeugmacher zu werden und irgendwann, wie ihr großes Vorbild, der Luftschiffbauer Henri Giffard, fliegen zu können bzw. Flugschiffe bauen zu können. Doch es kommt anders als gehofft, denn während Albert den begehrten Ausbildungsplatz bekommt, soll Benedict Schuster werden. Das Schicksal gibt ihm allerdings eine andere Chance, denn auf dem Weg zu seiner Ausbildungsstelle, fällt ihm ein brennender Ballon vor die Füße, der niemand geringerem als Henri Giffard gehört. Benedict ergreift die Chance und geht nach Paris, doch hier läuft so einiges schief. Mit viel Glück gelingt es ihm bei Giffard unter zu kommen, allerdings hat jemand etwas gegen ihn und macht ihm das Leben schwer. Benedict ahnt nicht, dass eine weitere Gefahr hinter ihm her ist, die etwas aus seiner Vergangenheit sucht.

Meine Meinung
1852 war eine andere Zeit, doch Menschen haben in allen Jahrhunderten Träume. In diesem Fall steht die Aeronautic an einer wichtigen Stelle, denn der 14 jährige Benedict träumt von Luftschiffen und dem Fliegen.

Benedict ist vierzehn, aufgewachsen in einem Waisenhaus, ohne seine Eltern je gekannt zu haben. Mit seinem besten Freund Albert, macht er immer wieder Experimente, die aber so gut wie nie gelingen. Benedict ist ein wirklich kluger Junge, auch wenn er mit dem Lesen so seine Schwierigkeiten hat. Er versteht Zusammenhänge schnell und kann Probleme analysieren. Seine Neugier treibt ihn an und lässt ihn immer weiter Fragen stellen. Doch er ist eben auch ein Junge, der Fehler macht, verletzt und verletzt wird. Benedict ahnt nicht, dass seine Entscheidung nach Paris zu gehen, sein ganzes Leben umkrempeln wird.

Antoinette Lühmann hat in diesem Buch eine wunderbare Geschichte für Jugendliche zu erzählen. Es ist ein Abenteuer voller Spannung und Geheimnisse, bei dem es nie langweilig wird. Die Autorin schafft einige Wirrungen, flechtet Intrigen ein und bringt so manche Gefahren in das Leben ihrer Charaktere. Vertrauen und Verrat stehen hier nah bei einander, aber auch die Liebe nimmt eine zentrale Rolle ein.

Der Protagonist Benedict, muss für sein Alter so manches durchmachen. Er beweist viel Mut, in dem er seinen Ausbildungsplatz sausen lässt um seinen Träumen zu folgen. Doch nicht nur hierbei verlässt er den sicheren Weg und geht ein Risiko ein, denn es kommt so manches Mal zu solchen Situationen. Er ist ein Junge, der überaus ehrlich ist und sich durchkämpft, dabei weiß er nicht, das seine Gegner nicht auf gleiche Weise agieren.

Die Autorin schreibt überaus bildreich und lässt vor den Augen der Leser die Handlung zum Leben erwachen. Es gelingt ihr die Szenen detailliert zu umschreiben, ohne jedoch unnötiges einzubringen. Die Einzelheiten über den Umbau der Stadt oder auch die technischen Details der Luftschiffe, sind einfach unglaublich und doch verständlich.

Wenn man sich die gesamte Handlung durch den Kopf gehen lässt, scheint es beinahe, als wollte die Autorin ihren Lesern nahe bringen, dass man seinen Träumen folgen soll. Es mag ein Risiko sein, doch es könnte viele Überraschungen mit sich bringen. Nur wer sich traut, wird am Ende das finden, wonach er sein Leben lang gesucht hat.

Die Verwicklungen, die hier aufgezeigt werden bzw. geflochten werden, sind genial. Manche lassen sich erahnen, andere nicht. Sie durch Benedicts Augen zu beobachten und zu enträtseln, ist einfach spannend, da er selbst ja nicht alles bemerken kann. Er ist ein Junge voller Träume und Wissbegierde, der sich der harten Realität stellen muss, in der viele Menschen nur auf den eigenen Vorteil aus sind. Auf harte Weise muss er lernen, dass man im Leben so einige Schwierigkeiten überwinden muss um voran zu kommen.

Fazit
"Sternengreifer" ist ein unglaublich spannendes und berührendes Buch. Der 14 jährige Protagonist lässt eine möglicherweise sichere Zukunft sausen um seinen Träumen zu folgen. Es ist ein Abenteuer, bei dem nicht immer alles glatt läuft, dass aber nicht den Willen brechen kann. Junge Leser dürften an diesem Buch ihren Spaß haben, besonders Jungs, die sich mit Benedict identifizieren können, doch auch Mädchen sollten sich nicht abschrecken lassen.


Im Herzen der Vollmond (BitterSweets)
Im Herzen der Vollmond (BitterSweets)
Preis: EUR 1,49

3.0 von 5 Sternen Etwas mehr Länge wäre toll gewesen, 17. August 2015
Inhalt
Eigentlich möchte Lilly einfach nur nach Hause, doch dann stoppt ihr Zug völlig unerwartet. Durch den Sturm am Vortag sind die Gleise blockiert und kein Handyempfang weit und breit. Der Schaffner geht los um Hilfe zu holen, weshalb Lilly allein zurückbleibt. Von der Angst angetrieben, macht sie sich auf den Weg um eine Straße zu finden. Nie hätte sie ahnen können, dass dieser Spaziergang sie an einen geheimnisvollen Ort führen können, zu einem Mann, dessen Augen sie einfach nicht mehr loslassen wollen.

Meine Meinung
Ein geheimnisvoller Ort, der irgendwie anders ist. Ein junger Mann, mit großem Herzen und viel Freundlichkeit, der allerdings ein Geheimnis in sich zu tragen scheint. Dies sind die Dinge, die Lilly ungewollt wahrnimmt, als ihre Heimfahrt unterbrochen wird. Die ganze Zeit über, wird sie von Angst begleitet, auch wenn die es nicht zugeben will.

Nachts an einem fremden Ort, wo sich weder eine bekannte Seele, noch wirklich Freundlichkeit oder Hilfsbereitschaft findet, dürfte so gut wie jeder Angst haben. Die Autorin schafft es den Ort wahrlich unfreundlich zu gestalten, wo es kaum jemanden gibt, der noch bereit ist einem die Hand zu reichen. Da will man sich nicht verirren.

Natalie Luca hat einen tollen Schreibstil. Sie kann die dunkle und düstere Stimmung wunderbar in Worte fassen. Lillys Angst wird verständlich und nachvollziehbar aufgezeigt, ebenso wie ihre Neugier auf den jungen Mann, der scheinbar mehr zu sein scheint.

Zum Ende hin, bleibt die Autorin allerdings eine Auflösung schuldig. In meinen Augen blieb vieles ungeklärt. Bei manchen Dingen hätte ich mich einfach mehr Informationen gewünscht. Zwar wurden so manche Andeutungen gemacht und Hinweise gegeben, aber eben nichts wirklich konkretes, was ich sehr schade finde. Hier hätte ich ein paar Seiten mehr vorgezogen.

Fazit
Die jung Lilly erlebt ein äußert seltsames Abenteuer, für das sie keine Erklärung hat. Gelandet in einem fremden Dorf, das anders ist, will sie nur noch nach Hause. Spannend und düster geschrieben, wenn auch in diesem Falle, wirklich zu kurz um alles aufzuklären.


Twin in Trouble: Astro-Quickie: Zwillinge
Twin in Trouble: Astro-Quickie: Zwillinge
Preis: EUR 1,99

3.0 von 5 Sternen Ging doch etwas zu schnell, 9. August 2015
Inhalt
Lukas ist als Trauzeuge auf der Hochzeit seines besten Freundes. Eigentlich versteht er gar nicht, wie sein Freund sich so schnell unter die Haube bringen lies, doch er wünscht dem Paar alles Gute. Zur Unterhaltung der Gäste, wird von einigen Freundinnen der Braut, ein orientalischer Tanz aufgeführt. Lukas ist total hingerissen und fasziniert. Besonders die Tänzerin Natascha zieht ihn in seinen Bann.

Meine Meinung
Bei "Twin in Trouble" geht es, wie der Name schon sagt, um das Sternzeichen Zwillinge. Dabei wird eine äußert erotische Geschichte geboten, die innerhalb eines kurzen Zeitraums abläuft.

Als Handlungsort wird dabei eine Hochzeit gewählt, bei der sich zwei Träger des Sternzeichens begegnen und einander näher kommen. Wer hätte ahnen können, dass die zwei einander zuvor nicht kannten, aber jeweils mit einem Teil des Brautpaars befreundet sind?

Naomi Noah schreibt wirklich toll. Die Beschreibung des orientalischen Tanzes ist dabei äußerst sinnlich geworden. Die Worte, die sie benutzt, heizen an, zeigen aber auch die Schönheit der Bewegungen und die Erotik, die indirekt dadurch ausgestrahlt wird.
Als sie sich später näher kommen, geht es ganz schön zur Sache.

Dieser kurze Astro-Quickie hat durchaus viel Erotik zu bieten, allerdings hat mich doch daran etwas gestört. Mal ehrlich, das Pärchen hat sich vor diesem Tag nie gesehen und haben am Abend wilden Sex. Ok, kann ja schon mal passieren. Dass dabei aber auch noch von wahrer Liebe gesprochen wird, ist doch übertrieben. Ich meine ehrlich? Wahre Liebe nach einem halten Tag?

Ich hätte es irgendwie besser gefunden, wenn sie sich vorher gekannt hatten. So hätte die Geschichte eher zusammengepasst, denn dann würde es heißen, dass sie am Tag der Hochzeit ihrer Freunde ihre wahren Gefühle entdeckt hätten. Nun ja, die Autorin hatte anderes im Sinn.

Fazit
Naomi Noah schafft es wirklich ausdrucksstark und wortgewandt ihre Kurzgeschichte zu erzählen. Dabei gibt es reichlich Erotik, wobei aber die Gefühle eher zu kurz kommen.


Amaias Lied: Höre den Zauber und du bist mein
Amaias Lied: Höre den Zauber und du bist mein
von Ana Jeromin
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 12,95

4.0 von 5 Sternen Die weinende Frau, 9. August 2015
Inhalt
Der Urlaub in Spanien sollte eigentlich schön sein, doch Marja ist nur noch genervt. Ihre Eltern streiten, sie ist gezwungen auf ihre Schwestern Paulina zu achten, da bleibt keine Zeit mehr um die schöne Musik zu genießen. Bei einem Ausflug nach Barcelona, wird sie nicht nur bestohlen, sie verliert auch ihre Eltern aus dem Blick. Durch die Straßen irrend, landet sie bei Amaias Taverne. Doch Amaia ist nicht das, was sie vorgibt zu sein. Sie ist eine Hexe und wer in ihren Bann gerät, wird zu einem ihrer verlorenen Kinder. Marja wird noch rechtzeitig von Alejandro gerettet. Er will ihr helfen ihre Eltern zu finden, doch es ist schwerer als man glauben würde, denn Amaia will ihre Kinder zurück.

Meine Meinung
In ihrem Buch hat Ana Jeromin, die auch als Anika Beer bekannt sein dürfte, die Legende der weinenden Frau, die auch als Llorona bezeichnet wird, einfließen lassen. Sie streift durch die Welt auf der Suche nach ihren Kindern, dabei sammelt sie "verlorene Kinder" ein, die scheinbar nirgendwo hingehören. Mit ihrem Gesang lockt sie die Kinder an und bringt sie in ihren Bann.
Den Serienfans muss ich hier sagen, dass es doch anders ist, als bei Supernatural oder Grimm, daher bitte nicht vergleichen. Dies ist schließlich ein Jugendbuch.

Marja ist 12 und gerade mit ihren Eltern in Spanien. Eigentlich hatte sie sich den Urlaub anders vorgestellt, doch irgendwie läuft alles schief. In Barcelona findet sie sich an einem traumhaften Ort wieder, denn sie liebt Musik und in dieser Stadt scheint an jeder Ecke eine neue Melodie zu erklingen. So passiert es, dass sie ihre Familie im Getümmel verliert und plötzlich allein und verloren in einer fremden Stadt steht. Auf ihrer Suche nach dem Platz, wo sie ihre Eltern verloren hat, landet sie schließlich bei Amaia. Marja ahnt nicht, dass diese Frau nicht das ist, was sie zu sein vorgibt, wird aber noch rechtzeitig gerettet. Nun beginnt für sie ein wahres Abenteuer, dass sie mit anderen Kindern beschreiten muss, eher sie in ihr altes Leben zurückkehren kann.

Marja wird von Alejandro, dem Anführer der Nachtwächter von Poblenou, gerettet und mitgenommen. Er und andere obdachlose Kinder, haben sich ein Leben auf der Straße aufgebaut. Sie haben nur noch einander, weshalb sie sich auch gegenseitig beschützen. Doch Alejandro und die anderen Kinder, sind auch besonders anfällig für Amaia. Manch einer war schon unter ihrem Bann, konnte aber gerettet werden, weshalb sie nun alles tun wollen um andere zu retten.

Die Autorin stellt Musik an eine sehr wichtige Stelle. In gewisser Weise dreht sich fast alles um Musik, denn sie ist der Auslöser des Ganzen und fast die ganze Zeit anwesend. Marjas Begeisterung für sie und ihre Ideen in diesem Sinne, werden mit enormer Leidenschaft dargestellt. Man wünscht sich beinahe selbst, diese Melodien und Texte zu hören.

Marja ist der Autorin wahrlich gut gelungen. Sie ist ein Mädchen, die einerseits als Erwachsene behandelt werden will, dann aber doch zeigt, dass sie noch ein Kind ist, das zu ihren Eltern zurück will. Ein anderes wunderbares Bild, war die Freundschaft unter den Nachtwächtern. Es fällt so leicht einander kennen zu lernen und miteinander aus zukommen. Als Erwachsener wünscht man sich irgendwie diese Leichtigkeit zurück.

Damit die Leser auch Marjas Gegnerin Amaia kennen lernen können, wird zwischen den einzelnen Kapiteln auch ihre Geschichte erzählt. So hat man einen Blick darauf, wie sie zu dem wurde, was man durch die Augen der Kinder sieht. Mit ihr kommt ein fantastisches und paranormales Element in der Abenteuer und gibt dem Ganzen einen zusätzlichen Kick, denn deshalb kommt so manches Mal Spannung auf.

Fazit
"Amaias Lied" ist ein wunderbares Buch für jüngere Leser. Zusammen mit der 12 jährigen Protagonistin verirrt man sich in Barcelona und erlebt dabei ein unglaubliches Abenteuer. Nebenbei werden nicht nur Freundschaften geschlossen und ein Kampf ausgefochten, es wird auch ein Blick auf das Leben von Straßenkindern gewährt.


Mord in Honeychurch Hall
Mord in Honeychurch Hall
von Hannah Dennison
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ich habe mehr erwartet, 4. August 2015
Rezension bezieht sich auf: Mord in Honeychurch Hall (Taschenbuch)
Inhalt
Katherine Standord ist eine bekannte Moderatorin, die durch die Sendung "Kopien und Kostbarkeiten" richtige Berühmtheit erlangt hat. Allerdings hat sie sich nun dazu entschieden die Sendung aufzugeben um mit ihrer Mutter ein Antiquitätengeschäft zu eröffnen. Als sie mit ihr aber die Einzelheiten besprechen will, eröffnet ihr diese, dass sie sich umentschieden hat. Sie hat sich ein Devon ein Haus gekauft und ist umgezogen. Um die Meinung ihrer Mutter zu ändern, reist Kat ihr nach. Das Carriage House, das nun ihrer Mutter gehört, erweist sich als wahre Bruchbude. Kat kann einfach nicht verstehen, wie man dort lesen kann, vor allem, da es offene Anfeindungen gegen sie sie gibt. Es gefällt vielen nicht, dass eine Fremde das Haus erworben hat, selbst Lord Honeychurch will es am liebsten zurück. Doch dann verschwindet eine Frau und Honeychurch Hall gerät ins Visier der Ermittler.

Meine Meinung
Honeychurch Hall war einst ein gewaltiges und reiches Anwesen, doch die Zeit hinterlässt nun mal ihre Spuren. Die Honeychurchs haben schon lange nicht mehr das Vermögen von früher, weshalb auch ein Haus auf dem Anwesen verkauft wurde, das Carriage House. Deshalb gibt es scheinend so einige Reibereien, denn in der Familie der Honeychurchs gibt es so einige Geheimnisse.

Katherine Stanford ist eine bekannte Moderatorin, die sich mit Antiquitäten auskennt, weshalb sie ein eigenes Geschäft mit ihrer Mutter eröffnen will. Sie ist eine Prominente, die auch gerne mal als Rapunzel bezeichnet wird. Als sie vom Umzug ihrer Mutter erfährt, reist sie ihr nach. Sie kann nicht fassen, dass ihre Mutter ihre wunderschöne Wohnung in London gegen das verfallene Haus eingetauscht hat. Sie versucht sie davon zu überzeugen zurück zu kommen, denn hier läuft doch einiges schief. Doch je länger sie dort ist, desto mehr gewöhnt sie sich an das Leben dort. Es gibt so manche Geheimnisse, die ihr Interesse geweckt haben.

Iris Stanford ist Kats Mutter, eine überaus starke und sture Frau. Ihre Tochter hat keine Ahnung von ihrer Vergangenheit aber auch von ihrem derzeitigem Leben. Iris muss ihre Tochter erst nach und nach zeigen, dass sie nicht die alte gebrechliche Frau ist, für die sie gehalten wird. Niemand ahnt, dass Iris bereits eine Verbindung zu Honeychurch Hall von früher hat, die weit in der Vergangenheit liegt und mit einem Geheimnis verbunden ist, welches ihr eine Schuld aufs Herz legt.

Mutter und Tochter geraten in Ereignisse, mit denen sie nie gerechnet hätten. Es gibt nicht nur verschwundene Personen, Geheimnisse und Verschwörung, schließlich bekommen sie es auch mit Mord zu tun. Mitten in den Geschehnissen, haben sie aber auch mit persönlichen Problemen und ungeklärten Gefühlen zu kämpfen.

Der hier vorkommende Kriminalfall, ist an sich nicht unbedingt spannend gestaltet. Es werden hier und da Hinweise gestreut, die ein oder andere Person befragt aber an sich geschieht nur wenig. Um ihn aber etwas komplizierter zu machen, werden auch verschiedene Ereignisse aus der Vergangenheit mit eingebracht. In der Auflösung wird dann alles zusammengeführt, was auch dabei hilft einige Missverständnisse aus dem Weg zu räumen.

Die Beschreibung von Honeychurch Hall und seiner Umgebung wirkt irgendwie trostlos. Obwohl die ein oder andere Landschaft ganz hübsch in Worte gefasst ist, kann sie das gefühlte Grau nicht abwenden. Es gibt nur wenige Momente, in denen man Licht und Wärme spürt. Es hat sich irgendwie angefüllt, als ob man in einem herbstlich verregnetem Tag gefangen wäre.

Das Buch lässt sich gut lesen, wirklich begeisterungsfähig ist es allerdings nicht. Viele Dinge lassen sich leicht durchschauen, was die Neugier aus das Kommende schmälert. Als Protagonisten sind Kat und Iris eigentlich als kluge Frauen vorgestellt werden, dann treffen sie aber Entscheidungen, die sich als ziemlich dumm erweisen. Das passt so gar nicht zusammen.

Fazit
Der Mord in Honeychurch Hall berichtet von einem Kriminalfall auf dem Anwesen, zu dem sich auch eine Verschwörung gesellt. Als bekannte Moderatorin, stolpert Kat mit ihrer Mutter in den Fall und unterstützt die Ermittlungen. Trotz so mancher Verwirrungen und Offenbarungen, kommt keine richtige Spannung auf. Der Schreibstil macht die düstere Stimmung greifbar und damit die Geschichte doch irgendwie gut lesbar.


Das Atlantis-Gen: Roman (Die Atlantis-Trilogie, Band 1)
Das Atlantis-Gen: Roman (Die Atlantis-Trilogie, Band 1)
von A. G. Riddle
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Spannend bis zum Ende, 23. Juli 2015
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Vor mehreren Jahrhunderten machte die Evolution einen Sprung nach vorne und der moderne Mensch begann sich zu entwickeln, während alle verwandten Arten ausstarben. Der Großkonzern Immari glaubt, dass dieser Sprung von den Atlantern ausgelöst wurde. Deshalb suchen sie überall auf der Welt nach den Überresten dieser Gesellschaft, die allem Anschein nach, nicht irdisch war. Sie scheuen vor nichts zurück, unterwandern Organisationen, entführen und morden. In der Hoffnung das Atlantis Gen zu finden und den Atlantern dann gleichwertig zu sein, führen sie äußerst grausame Experimente durch. Als es Dr. Kate Warner in ihrer Authismusforschung gelingt bei zwei Kindern das Gen zu aktivieren, gerät sie ins Visier des Konzerns. Gleichzeitig muss David Vale, der Leiter eines Clocktower, erkennen, dass seine Einheit unterwandert wurde. Da er großen Hass auf Immari hägt, kreuzt sich sein Weg mit dem von Kate. Gemeinsam versuchen die daher die schrecklichen Pläne des Konzerns zu vereiteln, denn dabei steht das Schicksal der Menschheit auf dem Spiel.

Meine Meinung
"Dieser Roman ist frei erfunden, abgesehen von den Passagen, die es nicht sind."
Mit diesem genialen Satz, führt der Autor seine Leser in die Handlung ein. Nach dem Lesen des Buches darf man sich daher fragen, was erfunden und was tatsächlich real ist. Wenn ich ehrlich bin, würde ich sehr viele Teile der Handlung für real und möglich halten, denn der Mensch ist zu all dem Beschriebenen fähig. Es klingt grausam und unmenschlich, vielleicht auch erschreckend, in meinen Augen aber durchaus gegeben. Wer weiß, vielleicht geht Ähnliches derzeit irgendwo auf der Welt vor, wir würden höchstens die Auswirkungen mitbekommen.

Dr. Kate Warner ist in der Authismusforschung tätig. In ihrem Labor in Jakarta versucht sie hinter die Hirnfunktionen Betroffener zu kommen und sie zu verstehen, nur so kann sie etwas dagegen unternehmen. Als sie es schafft bei zwei Kindern die Hirnvernetzung zu verbessern, gerät sie ins Visier der Immari, denn scheinbar hat sie damit bei den Kindern das Atlantis Gen aktiviert. Kate ahnt nicht, dass sie viel tiefer in den vorgehenden Verwicklungen steckt, als sie überhaupt ahnen kann. Die Geheimnisse ihrer Familie gehen weiter zurück, als man es für möglich halten würde.

David Vale leitet den Clocktower in Jakarta, eine geheime Organisation, die den Geheimdiensten ähnlich, überall auf der Welt agiert. Seit einigen Vorfällen in seiner Vergangenheit, versucht er gegen die Immari vorzugehen. Doch David ahnt nicht, welche Schwierigkeiten auf ihn zukommen. Er wird einen unmöglichen Kampf ausfechten müssen, doch zum Glück ist Kate an seiner Seite. Sie gibt ihm das Gefühl etwas gefunden zu haben, wonach er lange gesucht hat.

Zusammen müssen sich Davis und Kate einem übermächtigen Feind stellen, der vor nichts zurück schreckt und weltweit agiert. Der Wunsch die Organisation aufzuhalten und die entführten Kinder zu retten, bringt sie so manches Mal in lebensbedrohliche Situationen.

A.G. Riddle hat es geschafft seine Geschichte äußerst verworren aber gleichzeitig unheimlich spannend zu gestalten. Immer wieder wechselt die Perspektive, manchmal auch der Handlungsort, weshalb man beim Lesen konzentriert sein sollte um dem roten Faden folgen zu können. Um die Sache komplizierter zu machen, werden Verwicklungen mit Ereignissen aus dem ersten Weltkrieg in Verbindung gesetzt, die aber noch ins Hier und Jetzt reichen, natürlich darf auch dies für zusätzliche Verwirrung sorgen.

Äußerst interessant war für mich die Evolutionstheorie, die hier besprochen wird. Hier wird davon ausgegangen, dass etwas die Evolution in Gang gesetzt hat, weshalb wir und entwickeln konnten. Dieses Etwas, war das Blut der Atlanter. Da die Atlanter unsere Welt nie verlassen haben, fürchten die Immari, dass sie bei ihrem Erwachen, sich gegen die Menschheit stellen würden, weshalb ein weiterer Evolutionsprung nötig ist um die auszulöschen, die den Atlantern nicht ebenbürtig wären.

Ganz zum Schluss, präsentiert der Autor eine Szene, die wahrlich seltsam ist. Man muss sich fragen, wie all dies möglich ist, auch wenn man schon zuvor von unmöglichen Dingen gelesen hat, doch genau hier steht auch das offene Ende. Wer wissen will, was dort geschehen ist, muss bis zum nächsten Band ausharren, der, zum Glück, nicht mehr lange auf sich warten lässt.

Fazit
"Das Atlantis Gen" ist ein unglaublich spannendes, fesselndes und verworrenes Buch. Es konnte mich voll und ganz begeistern, auch wenn es an mancher Stelle doch kleinere Schwächen hatte. Die Geschichte lädt dazu ein nachzudenken, denn die einzelnen Stränge bieten viele unterschiedliche Informationen, die erst verbunden das große Ganze offenbaren.


Die schottische Hochzeit: Roman
Die schottische Hochzeit: Roman
von Margaret Mallory
  Taschenbuch
Preis: EUR 7,99

4.0 von 5 Sternen Ein Ehegegner findet sein Glück in der Liebe, 18. Juli 2015
Rezension bezieht sich auf: Die schottische Hochzeit: Roman (Taschenbuch)
Inhalt
Die Cousins Alex und Duncan MacDonald wurden ausgesandt um mit dem MacNeil Clan ein Bündnis zu schließen. Da die älteste Tochter der MacNeils aber fürchtet, dass man sie dabei erneut verheiraten will, versucht sie alles um dem zu entgehen. Zum Glück ist aber Alex genauso gegen die Ehe wie sie. Bei ihrem nächsten treffen muss sie ihn aber um Hilfe bitten, will man sie doch tatsächlich erneut gegen ihren Willen verheiraten, weshalb sie zu Verwandten nach Edinburgh flüchten will. Alex, der für Connor zum König dorthin muss, nimmt sich daher ihrer an. Auf ihrer Reise kommen sie sich näher, doch die Stadt hält für ihn und für Glynis so manche Überraschungen parat. Am Ende sind sie mehr auf einander angewiesen, als sie es je hätten ahnen können. Ihnen bleibt nur ein Ausweg, die verhasste Ehe.

Meine Meinung
Auch im zweiten Band um die MacDonald Cousins, hat einer von ihnen eine Prophezeiung, die ihn zu seinem Eheglück führen soll. So soll Alex drei Frauen helfen, die auf ihn angewiesen sein werden, eher er die Ehe fürs Leben findet oder das, wonach sich sein Herz sehnt.

Alex MacDonald ist ein ausgezeichneter Krieger, doch auch ein ziemlicher Frauenheld. Die Ehe empfindet er als Gefängnis, weshalb er sich nie binden will. Er flirtet unheimlich gerne und lässt keine Gelegenheit aus um Spaß zu haben. Doch so sehr er Frauen auch liebt, er würde seine Cousins niemals im Stich lassen. Auf seiner Reise für seinen Cousin begegnet er den unterschiedlichsten Frauen. Die einen sind ihm wohl gesinnt, die anderen bedeuten Ärger. Nicht immer kann er den Unterschied erkennen. Nie hätte er aber ahnen können, dass es am Ende zwei Frauen sein werden, die sein Herz unwiderruflich einnehmen würden.

Glynis MacNeil ist die älteste Tochter des MacNeils. Sie war bereits einmal verheiratet, doch diese Ehe ging nicht gut aus. Nie wieder will sie daher einem Mann gehören. Von Alex fühlt sie sich angezogen, doch sie erwartet nichts. Sie tut alles um nie wieder so etwas erleben zu müssen wie in ihrer ersten Ehe. Deshalb will sie unbedingt flüchten, als sie von den Plänen ihres Vaters hört. Doch während ihrer Reise mit Alex, muss Glynis auch erkennen, dass der Frauenheld durchaus andere Seiten besitzt und anders sein kann, als man es vermuten würde. Sie muss versuchen die Vorurteile abzulegen und den Mann dahinter sehen, was manchmal schwerer ist, als man glauben könnte. Glynis muss erkennen, dass sie erst eine andere Liebe finden muss, eher sie einem Mann wie Alex ihr Herz schenken kann.

Margaret Mallory spinnt die Geschichte um die Cousins weiter. Nachdem Ian das Herz seiner Sileas für sich gewinnen konnte, muss nun Alex sein Glück versuchen. Gleichzeitig versuchen sie aber auch Connor zu helfen, der zum Clanoberhaupt geworden ist und sich als solcher nun behaupten muss. Hugh, den man bereits im ersten Teil kennen lernen konnte, arbeitet noch immer gegen Connor. Zu allem Übel muss sich Connor auch noch entscheiden, ob er seinen Clan dem König unterstellt oder sich aber den Rebellen anschließt. Auf seinen Schultern ruht die Zukunft des Clans.

Mit einer Priese Humor, aber auch viel Einfühlungsvermögen, schildert die Autorin diese Liebesgeschichte. Nach und nach lässt sie eine Veränderung bei Alex durchlaufen, die sich aber als glaubhaft und realistisch darstellt. In seinem Leben muss einiges geschehen, damit seine Einstellung sich wandelt. Aber auch Glynis muss eine Veränderung durchlaufen. Sie hat tiefes Misstrauen gegen Männer gefasst und muss nun lernen, dass es nicht immer gerechtfertigt ist.

In gewisser Weise, wird Alex, ähnlich wie Ian zuvor, mit den Fehlern seiner Vergangenheit konfrontiert und muss diese annehmen um voran schreiten zu können. Dass die Entscheidungen und Taten nicht verändert werden können, ergibt Probleme aber auch Hoffnungen.

Die Autorin macht unter anderem auch Rachsucht und Eifersucht zu zentralen Themen. Manche Charaktere lassen sich von solchen Gefühlen und Gedanken antreiben um ihr Ziel zu erreichen. Sie glauben, dass man ihnen Unrecht getan hat und ihr Weg der einzig richtige sei um Gerechtigkeit zu erhalten.

Zum Ende hin, sind zwei Cousins noch immer ledig und der Clan schwebt weiterhin zwischen den Stühlen. Margaret Mallory weiß nur all zu gut, wie sie die Neugier auf das Kommende anheizen kann. Mit ihrem Schreibstil hält sie wacher die Spannung und lässt nicht durchblicken, was als nächstes geschehen könnte.

Fazit
Der zweite MacDonald durfte sein Glück finden. Ausgerechnet Alex, der Frauenheld, muss erkennen, dass zwei Frauen für ihn nötig sind um das Happy End zu finden. Nur gemeinsam können sie sein Herz ausfüllen, doch zuvor muss er eine Wandlung über sich ergehen lassen, damit er dies auch erkennen kann.


Sign of Love: Astro-Quickie: Stier
Sign of Love: Astro-Quickie: Stier

4.0 von 5 Sternen Äußerst sinnliche Torten ;), 12. Juli 2015
Inhalt
In fünf Tagen will Lily Duprais ihren Freund Mathis Barton heiraten, doch irgendwie ist noch nichts fertig. Um wenigstens die Torte zu kaufen, gehen sie zum berühmten Star Confiseur Noe Cassel. Dieser flirtet vom ersten Moment an mit Lily und macht sie an, auch sie genießt die Aufmerksamkeit, denn Mathis lässt an dieser mangeln. Als Noe ihr auch noch einen Kuss raubt, ist sie völlig durcheinander und muss sich fragen, ob die Hochzeit eine so gute Idee ist.

Meine Meinung
Mit ihrer Kurzgeschichte entführt Kajsa Arnold ihre Leser in ein kleines und ruhiges Örtchen in Frankreich.

Lily Duprais arbeitet als Schnittdirektrice bei einem berühmten Modedesigner. In fünf Tagen will sie ihren Verlobten Mathis heiraten, doch nach wie vor ist für die Hochzeit vieles nicht vorbereitet. Lily hat nicht einmal ein Kleid, denn alle, die ihr gefallen, sind Mathis zu teuer, da er bei allen Dingen strickt auf das Geld achtet. Doch wenigstens will Lily eine anständige Torte von einem berühmten Confiseur. Bei Noe Cassel erhält sie aber nicht nur geschmackliche Explosionen auf der Zunge, sondern auch einiges zum Nachdenken.

Auf wenigen Seiten stellt die Autorin das Leben ihrer Protagonistin völlig auf den Kopf. Nicht nur, dass diese die letzten Schritte vor ihrer Hochzeit noch nicht erledigt hat, sie findet sich auch plötzlich zwischen zwei Männern wieder. Zum Glück hat sie aber eine gute Freundin, die nicht auf den Mund gefallen ist und immer mit ihrer Meinung rausrückt.

Geschickt wird hier mit Gefühlen gespielt, wobei mir an einer Stelle doch etwas zu wenige waren. Da erwartet man mehr Aufregung, mehr Tränen, aber Lily hat es beinahe kalt hingenommen. Hier hatte wirklich was gefehlt. Mit einer Szene sorgt die Autorin für einen Aufreger, auch wenn vorher doch etwas davor gewarnt wurde. Doch hier findet auch eine gewisse Wendung statt, die Lily doch sympathischer macht.

Die kurze und durchaus erotische Geschichte um die Liebe unter dem Sternzeichen des Stiers, bietet nicht nur jede Menge Lust auf Torte, Gott, werden die sinnlich beschrieben, sondern auch nette Unterhaltung für einige Zeit. Es macht Spaß sich durch das Chaos zu kämpfen um zu erfahren, wie Lilys Entscheidung schließlich ausfallen wird.

Fazit
Eine leidenschaftliche Kurzgeschichte um das Sternzeichen Stier. Dabei schickt die Autorin nicht nur die Geschmacksnerven auf ein erotisches Abenteuer, sondern auch ihre Protagonistin aufs Glatteis. Auf wenigen Seiten beschreibt sie Männer, die wahre Idioten sind, doch manchmal es auch schaffen zur Vernunft zu kommen.


Der gestohlene Sommer
Der gestohlene Sommer
von Lauren Willig
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,95

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Familiengeheimnisse, 8. Juli 2015
Rezension bezieht sich auf: Der gestohlene Sommer (Gebundene Ausgabe)
Inhalt
Die arbeitslose Finanzanalystin Julia Conley ist äußerst frustriert, da die Jobsuche einfach nicht funktioniert. Als sie dann Herne Hill in London erbt, macht sie sich auf den Weg dorthin um ihr Erbe anzutreten. Das alte Herrenhaus ist voller Geheimnisse und fasziniert sie immer mehr. Zusammen mit ihrer Cousine Natalie und dem Antiquitätenhändler Nicholas stöbert sie in der Vergangenheit des Anwesens und entdeckt ein verborgenes Bild. Ein Bild, dass von Ereignisse von vor 160 Jahren zeugt. 1839 heiratet Imogen Hadley den älteren Arthur Grantham und zieht, in der Hoffnung glücklich zu werden, mit ihm nach Herne Hill. Doch leider lässt das Glück auf sich warten und Imogen wird klar, dass ihre Hoffnungen und Wünsche in diesem trostlosen Heim zu vergehen drohen. Erst als der Künstler Gavin Thorne in ihr Leben tritt, scheint sich etwas zu ändern.

Meine Meinung
Lauren Willig erzählt eine Geschichte, die in zwei Zeitsträngen spielt, die durch das Anwesen Herne Hill aber miteinander verbunden sind.

1839 heiratet die junge Imogen Hadley den um einiges älteren Arthur Grantham und zieht mit ihm in sein Anwesen. Sie ist voller Hoffnungen mit Arthur glücklich zu werden, mit ihm intellektuell auf einer Ebene zu sein und weiterhin mit ihm zu lernen. Schon bald wird ihr neues Heim aber zu ihrem Gefängnis. Nicht nur, dass Arthur sie nur noch als Vorzeigefrau hält und sonst ignoriert und links liegen lässt, er verwehrt ihr auch den Zugang zu Wissen, nach dem sie sich so sehr sehnt. Da er auch die Schwester seiner ersten Frau im Haus leben lässt, die in ihn verliebt ist, muss Imogen auch unter ihr leiden, lässt sie doch keine Gelegenheit aus um gegen diese zu sticheln. Einzig Arthurs Tochter aus erster Ehe, Evie, bietet ihr ein Licht in ihrer Finsternis. Imogen quält sich von Tag zu Tag, verlernt das glücklich sein und funktioniert nur noch. Erst als Gavin Thorne, ein junger Künstler, in ihr Leben tritt, beginnt sich erneut ein Lächeln auf ihre Lippen zu stehlen. Doch ihr neues Glück steht auf sehr wackeligen Beinen und könnte jeden Moment einstürzen.

2009 erhält die arbeitslose Julia Conley einen Brief von einem Anwalt, ihre Tante hat ihr das Anwesen Herne Hill vererbt. Da Julia gerade eh keine anderen Pläne hat, fliegt sie nach England um ihr Erbe zu begutachten. Bereits am ersten Tag begegnet sie dort ihrer Cousine Natalie, die sie dabei unterstützen will das Haus nach Wertsachen zu durchsuchen. Dazu zieht sie den Antiquitätenhändler, der ein Freund ihres Bruders ist, Nicholas Dorrington, hinzu. Als Julia und Nick sich aber scheinbar immer besser zu verstehen scheinen, gefällt es Natalie gar nicht. Besonders, als sie nach dem Fund eines geheimnisvollen Bildes, viel Zeit miteinander verbringen, wird sie unangenehm.

Zwei Frauen, unterschiedliche Zeiten, ein Haus. Auf unterschiedlichste Art und Weise versuchen die Frauen ihr Leben in den Griff zu bekommen und glücklich zu werden. Doch obwohl es zumeist vielversprechende Entwicklungen gibt, müssen sie jede Menge Hindernisse überwinden.

Lauren Willig stellt die zwei Schicksale auf wunderbare Art dar. Sie gestaltet deren Werdegang mit den verschiedensten Schattierungen. Mal ist alles voller Glück und Sonnenschein, dann wieder voller Düsternis und Trübsal. Mit ihren Worten, gelingt es der Autorin zu bewegen. Zum Ende hin, als sich schließlich alles auflöst, wird es äußert emotional. Ich konnte meine Tränen jedenfalls nicht zurück halten.

Die Handlung ist wahrlich angefüllt mit Emotionen. Eifersucht, Neid und Einsamkeit stechen dabei besonders heraus. Es fehlt aber auch nicht an Zärtlichkeit und durchaus Spannung. Durch viel Abwechslung und so einige Wendungen, bleibt die Geschichte fesselnd. Man möchte immer weiter lesen um zu erfahren, wie sich alles auflöst.

Die Autorin versteht sich aber auch äußerst gut auf Beschreibungen. Die erwähnten Bilder, erscheinen real. Sie bringt viele Details hinein, dass man sie am Liebsten persönlich sehen würde.
Obwohl zwischen den Frauen viele Jahre stehen, und man als Leser nicht gerade die Gepflogenheiten von 1839 und später kennt, ist man von beiden fasziniert. Man wünscht beiden das verdiente Glück und ärgert sich über die Stolpersteine dazwischen. Lauren Willig weiß wirklich zu begeistern.

Fazit
Zwei Frauen, getrennt durch 160 Jahre und doch verbunden durch ein Haus. Ein Gemälde, dass ein Geheimnis birgt und Liebe, die vor harte Herausforderungen gestellt wird. Vereint durch den wunderbaren Schreibstil der Autorin, lädt die Geschichte zum mitfiebern und genießen ein. Von mir eine klare Leseempfehlung.


Lieber Mr. Salinger
Lieber Mr. Salinger
von Joanna Rakoff
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

4.0 von 5 Sternen Joanna und Salinger, 5. Juli 2015
Rezension bezieht sich auf: Lieber Mr. Salinger (Gebundene Ausgabe)
Inhalt
Joanna Rakoff ist gerade mal 24, fertig mit dem Studium und gestrandet in New York. Damit sie nicht ewig bei ihren Eltern lebt, nimmt sie das Angebot einer Freundin an und bewirbt sich bei einer Literaturagentur. Als Assistentin einer berühmten Agentin, lernt sie den beschwerlichen Job in einem unzeitgemäßen Büro kennen. Zwischen der Fanpost an den bekannten Autor Salinger und den eigenen finanziellen Sorgen, beginnt Joanna zu begreifen, was sie wirklich will. Nie hätte sie ahnen können, dass die Assistentenstelle aber auch Salinger ihr Leben so verändern würden.

Meine Meinung
Zu Beginn des Buches gibt Joanna Rakoff an, dass die beschriebenen Ereignisse tatsächlich so stattfanden, einzig die Namen sollen geändert worden sein. Diese Ereignisse sollen innerhalb eines Jahres abgelaufen sein, zwischen 1996 und 1997.

Joanna Rakoff hat gerade ihren Abschluss an der Uni gemacht und braucht einen Job. Dank einer Freundin erhält sie die Chance in einer Literaturagentur zu arbeiten. Schnell muss Joanna aber feststellen, dass die Zeit im Büro stehen geblieben zu sein scheint. Das neueste Gerät im ganzen Büro ist nämlich einzig und allein der Kopierer. Wo andere bereits mit Computern arbeiten und per Mail miteinander kommunizieren, wird hier auf einer Schreibmaschine getippt und alles per Brief geregelt. Obwohl Joanna sich schnell an die Arbeit gewöhnt, hat sie erstmal keine Ahnung, wer von der Agentur alles vertreten wird. Erst nach und nach wird ihr klar, welche bedeutenden Autoren alles für sie schreiben. So lernt sie auch den Autor Salinger kennen, der vor allem durch sein Werk "Der Fänger im Roggen" berühmt ist. Zwar bekommt sie nur ab und zu Telefonate mit ihm, doch persönlich kennen lernen, ist erstmal nicht.
In ihrem Salingerjahr, wie sie es nennt, lernt sie vor allem die Auswirkung seiner Bücher kennen. Durch die vielen Fanbriefe wird ihr klar, dass viele Menschen in den verschiedenen Büchern sich selbst erkennen und ihr Leben davon beeinflussen lassen.

Joanna Rakoffs Buch erzählt von ihrem Jahr in der Agentur. Sie erzählt von dem technischen Rückstand dort, von ihren Aufgaben, aber auch von ihrem Leben und den damit verbundenen Problemen. Joanna lernt viel, bekommt ein Gespür für Geschichten, merkt aber auch, dass manche Menschen mehr verbergen, als auf den ersten Blick erkennbar ist. Allerdings lernt sie auch sich selbst kennen und beschließt, dass sich etwas ändern muss.

Wenn ich ehrlich bin, hatte ich während dem Lesen auch immer wieder über den Titel nachgedacht. Weshalb dieser Titel? Erst später ging auf, dass er im Zusammenhang mit den Fanbriefen stand. Bevor ich zum Buch griff, hatte ich keine Ahnung wer Salinger ist. Ich wusste nicht was er geschrieben hatte und wie er viele beeinflusste. Da ging es mir ähnlich wie Joanna, doch anders als sie, verspüre ich nicht das Bedürfnis zu seinen Werken zu greifen.

Das Buch ist wirklich gut geschrieben, es ist nicht actionreich oder spannend, doch irgendwie fesselnd. Es erzählt die Geschichte einer jungen Frau, die man ein Jahr lang begleitet. So lebensnah in Worte gefasst, dass man glaubt dabei zu sein und es wie einen Film vor sich zu sehen.

Am Ende hat mich dieses Buch aber doch etwas enttäuscht. Joanna soll ja in einer Literaturagentur arbeiten, doch davon, was diese tut, wird so gut wie nichts gesagt. Klar, Joanna ist nur eine Assistentin, aber es kann doch nicht sein, dass sie nur Briefe abtippt und Fanpost beantwortet. Ich hätte mir wirklich mehr Informationen über die Arbeit eines Agenten gewünscht.

Fazit
Obwohl einige Kleinigkeiten verändert wurden, soll Joanna dieses Jahr, wie hier beschrieben, erlebt haben. Es ist ein Jahr voller Hochs und Tiefs, voller Veränderungen, aber auch ein Jahr mit dem Autor Salinger. Obwohl an der ein oder anderen Stelle mehr Informationen wünschenswert wären, war das durchaus fesselnd und lesenswert.


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