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Weltenträumer

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Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11-20
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Die Geliebte des Highlanders: Roman
Die Geliebte des Highlanders: Roman
von Monica McCarty
  Taschenbuch
Preis: EUR 7,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Etwas enttäuscht von der Protagonistin, 27. Dezember 2014
Inhalt
März, 1306. Lady Isabella McDuff wartet voller Ungeduld auf die Männer, die sie zur geheimen Versammlung bringen sollen, wo sie Robert the Bruce zum König von Schottland krönen soll. Lachlan MacRuairi muss sie allerdings eher holen, denn ihr Plan ist aufgeflogen. Bei der überstürzten Flucht wird Isabella gezwungen ihre Tochter zurück zu lassen, was ihr beinahe das Herz bricht. Einige Zeit nach der Krönung ist Isabella erneut gezwungen an Lachlans Seite zu fliehen. Sie fühlen sich zu einander hingezogen, doch ein Vorfall verändert alles. Isabella wird gefangen genommen und in einen Käfig gesperrt, wie sie glaubt durch Lachlans Schuld. Sie ahnt nicht, dass er alles tut um sie zu befreien.

Meine Meinung
Bei diesem Buch handelt es sich um den vierten Band der "Highland Guard"-Reihe. In den einzelnen Bänden steht jeweils ein Mitglied der geheimen Highland Guard im Mittelpunkt. Dabei handelt es sich um Männer mit einzigartigen Fähigkeiten, die auf den unterschiedlichsten Gebieten Experten sind. Sie unterstützen Robert the Bruce, den wahren König von Schottland in seinem Kampf gegen den König von England.

Lady Isabella McDuff, Countess of Buchan, gehört zu den wenigen Personen, die das Recht haben jemanden zu krönen. Deshalb verlässt man sich darauf, dass sie Robert zum wahren König von Schottland krönt, denn eigentlich beansprucht der englische König, Edward Plantagenet, Schottland für sich. Doch mit ihrer Tat, zieht sie auch jede Menge Ärger auf sich, selbst ihr Ehemann wendet sich von ihr ab. Isabella jedenfalls, ist glücklich nicht mehr bei ihm sein zu müssen. Ihre Begegnung mit Lachlan MacRuairi bringt sie sehr durcheinander. Sie weiß nicht recht, wie sie auf ihn reagieren soll. Einerseits macht er sie wahnsinnig wütend, andererseits weckt er ungeahnte Leidenschaften in ihr. Isabella weiß nicht, ob sie ihm vertrauen kann, glaubt sie doch, dass er wie jeder andere Mann ist und nur das Bett mit ihr teilen will. Sie muss allerdings feststellen, dass er sie immer wieder zu überraschen vermag.

Lachlan MacRuairi wird innerhalb der Highland Guard als Viper bezeichnet. Er ist Experte für das heimliche und ungesehene Eindringen, aber auch ein Söldner, der sein Können verkauft. Sein Auftrag Isabella zu beschützen bringt ihn allerdings in Bedrängnis, denn die Frau hasst ihn, weil er sie zwang ihre Tochter zurück zu lassen, doch gleichzeitig macht sie ihn wahnsinnig, weil sein ganzer Körper und sein Herz nach ihr verlangen. Doch Lachlan vergisst nie, weshalb er überhaupt für Robert kämpft, lastet doch eine Schuld auf seinen Schultern. Da er sich aber auch Isabella gegenüber schuldig gemacht hat, will er dies aus der Welt schaffen.

Falls es jemanden nicht klar sein sollte, bei der Figur der Lady Isabella McDuff handelt es sich um eine reale Person. Sie hat tatsächlich gelebt und Robert the Bruce gekrönt. Im realen Leben, verlief ihr Schicksal allerdings ganz anders. In diesem Buch hat Monica McCarty ihre Geschichte dann doch gewaltig verändert und für sie ein Happy End geschaffen.

Die Handlung um die Highland Guard und hier insbesondere um Isabella und Lachlan ist spannend gehalten und mit so manchen erotischen Momenten. Die Charaktere müssen so einige Hürden überwinden, auch auf emotionaler Ebene wird es ihnen nicht leicht gemacht. Doch auch wenn die Handlung nur so vor Spannung und Wendungen strotzt, kann sie doch nicht über die Nervigkeit der Protagonistin hinweg täuschen.

Eigentlich wirkt Isabella taff und gibt sich nicht so kleinlich, doch wenn es um ihre Tochter geht, verliert sie den Verstand. Es ist natürlich verständlich, dass sie sie sehen will, aber dass sie dann aufhört zu denken, ist äußerst unpassend. Wegen ihr geraten sie so manches Mal in gewaltige Schwierigkeiten, wenn nicht gar schlimmer. Zu dem hat es mich extrem enttäuscht, dass sie Lachlan irgendwann ihren Körper anbot, nur damit er ihr hilft, während sie zuvor predigte, sie könne Männer nicht ausstehen, die nur ihren Körper wollen. Sie würde es verabscheuen, tut dann aber so etwas. Allein diese Tat hat ihr Bild verschoben, als dann auch noch der Verrat hinzu kam, hatte sie bei mir verspielt.
Lachlan hingegen blieb sich selbst treu. Klar, zum Ende hin begann er sein Herz zu öffnen, doch damit verstieß er nicht gegen seine Prinzipien.

Interessant waren aber auch die kurzen Einblicke auf die anderen Mitglieder der Highland Guard. Da die Männer durchaus sympathisch erschienen, bin ich auf deren Geschichten schon gespannt.

Fazit
Ein historisches Ereignis vermischt mit der Fantasie der Autorin. Ein Abenteuer, das die Protagonisten auf einen schwierigen Weg schickt, sie aber auch die Liebe entdecken lässt.


Zur Hölle mit Bridget (DARKISS)
Zur Hölle mit Bridget (DARKISS)
von Paige Harbison
  Broschiert
Preis: EUR 12,99

4.0 von 5 Sternen Das schlechte Gewissen und eine zweite Chance, 21. Dezember 2014
Rezension bezieht sich auf: Zur Hölle mit Bridget (DARKISS) (Broschiert)
Inhalt
Bridget Duke ist die Schuldiva überhaupt. Sie hat keinerlei Respekt vor den Lehrern und nutzt ihre Mitschüler nach Strich und Faden aus. Ihre Freundinnen Michelle und Jilian hält sie klein, schließlich sind sie nur dazu da um sie besser dastehen zu lassen. Selbst ihre Stiefmutter, die sich nach Kräften bemüht, behandelt sie wie Dreck. Doch dann kommt Anna Judge an die Schule und Bridget wird immer mehr ins Abseits gedrängt. Wütend und in der Hoffnung allen eine Lektion zu erteilen, baut Bridget einen Unfall. Sie erwacht allerdings nicht im Krankenhaus sondern in einem Gerichtssaal und es ist an Anna über sie zu richten.

Meine Meinung
Mit diesem Buch hat Paige Harbison durchaus eine interessante Geschichte über das eigensinnige und ziemlich Ich bezogene Verhalten eines Mädchens geschrieben, der aber noch die Augen geöffnet werden. Das Aufzeigen der Dinge, die sie heraufbeschworen hat, offenbart, dass jede Tat auch Folgen haben kann. Hierzu passt sicherlich der Spruch, dass jede Münze zwei Seiten hat.

Bridget Duke ist äußerst eingebildet und möchte eigentlich immer im Mittelpunkt stehen. Da ihr Vater eigentlich nie da ist, terrorisiert sie die Schule und ihre Lehrer um Aufmerksamkeit zu bekommen. Für ihre Taten will sie die Schuld aber nie übernehmen, weshalb sie sie lieber anderen in die Schuhe schiebt. Ihre Freundinnen sind eher zweckmäßig. Sie hält sie klein und schafft es, dass sie sich in ihrer Nähe unwohl fühlen. Bridget merkt zwar manchmal, dass ihre Taten andere verletzen, aber von ihrem schlechten Gewissen will die nichts wissen. Anna Judges Auftauchen scheint ihre Macht über die Mitschüler zu brechen. Plötzlich wird sie zu jemandem, der kaum bemerkt wird. Durch Anna beginnt sie auch zu sehen, wie sie die anderen Menschen gebrochen hat.

Bridget war eigentlich selbst mal eine Außenseiterin, doch durch einen Vorfall gewinnt sie an Macht und beginnt diese auszunutzen. Sie verdrängt ihr altes Ich und setzt eine Maske auf um so zu sein, wie die Anderen es von ihr erwarten. Irgendwann allerdings, kann sie einfach nicht mehr aus ihrer Rolle raus.

Der erste Teil des Buches wird komplett aus der Sicht von Bridget erzählt. Hier taucht Anna auf und bringt alles ins Wanken, weshalb Bridget ja schließlich voller Wut einen Autounfall baut. Nach dem Unfall erwacht sie in einem Gerichtssaal, wo Anna beginnt ihr ihre Fehler vor Augen zu führen. Ab diesem Zeitpunkt erhalten auch so manch andere Nebencharaktere eine Stimme. Ihre Sicht wird offenbart und alles, was Bridget ihnen angetan hat. Ab hier setzen auch die paranormalen Elemente ein.

Paige Harbison hat genau die richtigen Worte gewählt um diese Geschichte zu erzählen. Einerseits die Überheblichkeit und die Hochnäsigkeit, andererseits Schmerz, Unsicherheit und Wut. Sie erlaubt es dem Leser ins Geschehen einzutauchen und all dies noch zu empfinden. Ein wenig wird der Leser dadurch in Zwietracht gebracht, denn er muss sich entscheiden ob er Bridget mag oder doch nicht. Das wahre Mädchen, welches erst gefunden werden muss, ist aber auch all zu gut verborgen worden. Die Autorin wählt einen neutralen Ton um wirklich nur die Geschehnisse wieder zu geben. So umschreibt sie auch die Empfindungen, denen schließlich der Leser ihre Kraft gibt.

Hier wird eine Geschichte erzählt, die aufzeigt, dass man durchaus eine zweite Chance im Leben bekommen kann, man muss nur bereit sein etwas an sich zu verändern. Der eigene Einfluss auf die Umwelt ist uns oft nicht bewusst, doch vorhanden. Unsere Taten können Folgen haben, welche, ist auf den ersten Blick kaum erkennbar, doch es ist an uns zu versuchen sie positiv werden zu lassen.

Die Geschehnisse zum Ende hin, sind wirklich schön gewählt. Die Ablehnung und Annahme, ebenso wie die Akzeptanz, die sich alle in der Schwebe befinden, lassen die Handlung realer wirken. Die Rolle von Anne Judge, die eine zentrale Rolle einnimmt, ist ein wahrer Augenöffner, das Gewissen in Menschengestalt. Sie ist jemand, den niemand von uns sehen will und doch braucht. Wenn ich ehrlich bin, würde ich mich ihr gerne stellen, auch wenn es schmerzlich werden könnte.

Fazit
Was zu Beginn nach einer oberflächlichen Geschichte aussieht, gewinnt zum Ende hin an Tiefe. Mit einem wahren Schatz an Emotionen, wird nach und nach erkennbar, worauf die Handlung hinausläuft. Die Belehrung durch die Worte der Autorin, stellen jeden Leser in gewisser Weise vor Anne Judge, damit er über sich selbst genauer nachdenken kann.


Keltische Nächte
Keltische Nächte
von Ria Wolf
  Broschiert
Preis: EUR 14,90

9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine wirklich tolle Geschichte, mehr erwünscht, 21. Dezember 2014
Rezension bezieht sich auf: Keltische Nächte (Broschiert)
Inhalt
Von ihrem Mann in den Fluss geworfen, landet die 29 jährige Ellen in einem Strudel, der sie ins Jahr 1235 bringt. Schnell muss sie feststellen, dass ihre Kleidung und ihre Kampfkunst sie zur Außenseiterin machen und der Glaube der Menschen aus ihr gar einen Dämon. Einzig der Geächtete Mikael Ranulfson will sich ihrer annehmen und ihr helfen. Er bittet sie ihn in ihrer Kampfkunst zu unterrichten und gibt ihr Obdach und Essen. Leider sind die Menschen in seiner Zeltstadt ihr gegenüber aber eher abweisend und wollen sie nicht bei sich haben. Doch während Ellen und Mikael einander näher kommen, wenden sich immer mehr Menschen gegen sie und schon bald schwebt Ellen in großer Gefahr.

Meine Meinung
Die Reise beginnt nahe Lübeck im Jahr 2012, als ihr Ehemann Ellen in den Fluss schubst. Als sie wieder aus dem Wasser steigt, muss sie feststellen, dass sich etwas ganz und gar verändert hat. Sie befindet sich im Jahr 1235 und hat keine Ahnung wie sie wieder nach Hause kommen soll.

Ellen Bruckner ist 29 und mit Peter verheiratet. Leider ist ihr Ehemann aber ein riesiger Idiot, der von Treue keine Ahnung hat. Sie macht gerne Kampfsport, weshalb sie sehr wendig und auch im Umgang mit Schwertern geübt ist. Ihre Reise durch die Zeit sorgt dafür, dass sie ihr Können doch so manches Mal einsetzen muss. Doch dieses Können bringt ihr sowohl Ärger, wird sie deshalb doch als Dämon gejagt, als auch die Nähe zu Mikael, einem Mann, der ihr einfach nicht aus dem Kopf gehen will. Ihren Fall durch die Zeit verarbeitet sie doch eigentlich ganz gut, auch wenn sie alles versucht um einen Weg zurück zu finden. Es verletzt sie aber doch, dass man in ihr immer wieder eine Hure sehen will.

Mikael Ranulfson gilt als Geächteter und lebt deshalb mit einigen anderen Freunden und Bekannten im Wald in einer Zeltstadt. Er stellt eine Art Anführer da, der für Ordnung sorgt und den Menschen das Überleben ermöglicht. Genervt von seiner super religiösen Schwester Brida, versucht er so viel Zeit außerhalb des Camps zu verbringen wie möglich. Sein Zusammentreffen mit Ellen verläuft nicht unbedingt toll, doch er ist so beeindruckt von ihr, dass er ihr näher kommen will. Von ihr beginnt er zu lernen, wie er auch ohne Schwert kämpfen kann. Mit jedem Moment in ihrer Nähe, steigen seine Gefühle ihr gegenüber an und damit auch seine Lust. Doch seine Beziehung zu Ellen bringt Unruhen mit sich und schon bald muss er sich fragen, wer ihm denn wichtiger ist.

Die beiden Protagonisten sind ausgezeichnet ausgearbeitet, sie zeigen viel Tiefe und sind charakterlich breit gefächert. Die Art, wie sie einander necken ist irgendwie süß. Sie fordern einander heraus und schaffen es so einander immer Ansporn zu geben. Klar, ihre Beziehung entwickelt irgendwann nicht nur romantische sondern auch erotische Seiten. Die Liebesszenen fallen auch ziemlich heiß aus, was jedoch keinesfalls übertrieben dargestellt wird.

Die meisten der anderen Charaktere hinterlassen allerdings keinen all zu guten Eindruck. Besonders negativ bleiben allerdings Mikaels Schwester Brida, die dann doch viel zu religiös ist und gegen jegliche Sinnlichkeit steht, und Ellens Mann Peter, der einfach nur ein Vollidiot ist und noch vieles mehr. Diese Charaktere haben Dingen abgezogen, die schrecklich und durchgeknallt waren. Manchmal wollte man ihnen einfach eine reinhauen, sie schütteln und sagen, sie sollen doch ihr Hirn einschalten.

Für mich schien die Ausarbeitung der Vergangenheit gut gelungen. Zwar blieb das Geschehen zumeist außerhalb der Städte und Dörfer und spielte in den Wäldern, doch die kurzen Szenen erschienen passend. Der Einblick erweckte das alte Lübeck zum Leben und zeigte wie die Menschen damals dachten und handelten.

Ria Wolf hat es geschafft nicht nur reichlich Spannung und Gefühl einzubauen, zum Ende hin gibt sie der Geschichte eine Wendung, mit der so nicht gerechnet werden konnte. Bis dahin schien die Handlung auf ein Ende hinauszulaufen, doch die besagte Wendung überrascht und schafft einen schönen Abspann. Die Erklärung für die Zeitreisen ist schon besonders, die Idee dahinter ist interessant und auf gewisse Weise äußerst eindrucksvoll und gar nicht so abwegig.

Fazit
Ein wunderbare Geschichte über eine Zeitreise, viele Kämpfe und die wahre Liebe. Es scheint, dass das Glück so manches Mal doch lange auf sich warten lässt und das Erreichen davon, das Überwinden vieler Hürden nötig macht. Die Reise von Ellen und Mikael hat so manche Aufregungen geboten und gezeigt, dass ich gerne mehr von der Autorin lesen würde.


Auslöschung: Buch 1 der Southern-Reach-Trilogie
Auslöschung: Buch 1 der Southern-Reach-Trilogie
von Jeff VanderMeer
  Broschiert
Preis: EUR 16,95

7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Mal was anderes, 18. Dezember 2014
Inhalt
Die geheimnisvolle Aria X, die nach dem mysteriösen "Ereignis" vor mehr als dreißig Jahren, entstand und mit einer unsichtbaren Grenze umgeben ist, zieht immer wieder Interessenten an. Die Organisation "Southern-Reach" hat es sich zur Aufgabe gemacht diese Aria X zu untersuchen. Da die voran gegangenen Expeditionen nicht wirklich erfolgreich waren, wird eine 12te ausgesandt. Vier unterschiedliche Frauen sollen die alles verzehrende Natur untersuchen und ihre Erfahrungen in Tagebüchern festhalten. Doch das Geheimnis um Aria X scheint größer zu sein als erwartet und als dann auch noch die Eigenen hinzu kommen, scheint auch das Ende dieser Expedition erneut auf eine Katastrophe hinaus zu laufen.

Meine Meinung
"Auslöschung" ist der erste Band der Southern-Reach Trilogie. Dabei wird daran gearbeitet das Geheimnis um Aria X zu lösen.

In diesem Band zeiht eine zwölfte Expedition in diese Fremde. Sie besteht aus vier Frauen, die jedoch nie namentlich genannt werden. Um sie zu unterscheiden, werden sie ausschließlich nach ihren Berufen gerufen. Sie ist eine Biologin, eine Anthropologin, eine Landvermesserin und eine Psychologin dabei. Erzählt wird dabei auch der Sicht der Biologin, denn zum Ende hin wird mehr oder weniger klar, dass die Geschichte eigentlich viel mehr ihr Tagebuch ist und es jemand zu lesen scheint.

Einen zentralen Punkt des Ganzen stellen im Geschehen sicherlich der Leuchtturm und der äußerst merkwürdige Gang, der in die Erde hinab führt, dar. Der Leuchtturm erscheint in der Landschaft wie ein Fremdobjekt, wurden doch alle anderen Anhaltspunkte relativ schnell von der Natur verschluckt. Alles andere von Menschen errichtete, verfällt sehr schnell und hinterlässt keine Spuren. Dieser Leuchtturm birgt allerdings auch einige Geheimnisse, fanden dort doch einige erschreckende Vorgänge statt.
Der Gang in die Erde hinein, den die Biologin als Turm bezeichnet, ist allerdings das Geheimnisvollste. An seinen Wänden finden sich Sätze, die immer weiter hinab reichen. Manche sind alt und kaum noch sichtbar, andere so frisch, als wären sie gerade erst geschrieben worden. Hinter den Mauern dieses "Turms" verbirgt sich etwas unmögliches und doch gleichzeitig etwas, dass ein wenig die Vorgänge in Aria X erklärt.

Die Handlung der Geschichte ist nicht unbedingt voller Spannung, doch das mysteriöse und geheimnisvolle fesselt und lässt nicht zu, dass man das Buch einfach zur Seite legt. Diese seltsame Natur, die ein wenig beängstigend ist, aber auch die angespannte Atmosphäre, tragen dazu bei, dass man mehr lesen will. Die Handlung ist unvorhersehbar und birgt immer wieder neue Wendungen.

Die Biologin selbst, ist eine verwirrende Person. Sie lässt sich von kleinen Dingen mehr gefangen nehmen, als von den Großen. Gefühlsmäßig ist sie eher verschlossen und versteht nicht recht, wie sie auf andere eingehen soll. Dann aber, kommt sie wegen eines Mannes nach Aria X. Sie versucht ihre Umgebung zu verstehen und Teil von ihr zu werden.

Es stimmt schon, das Cover des Buches ist eher wenig ansprechend. Als ich es zum ersten Mal sah, hätte ich nie vermutet, dass sie auch den Seiten eine solche faszinierende Welt befindet. Zu Beginn des Lesens ist es schon seltsam festzustellen, dass nicht wirklich Namen genannt werden, doch nach einigen Seiten fällt es gar nicht mehr auf. Die Entwicklungen, die die Biologin mit der Zeit wahrnimmt, sind schon interessant. Sie decken etwas von den Hintergedanken auf, die Southern-Reach scheinbar in diese Expedition steckt und von den einzelnen Teilnehmern erwartet. Sie zeigen aber auch, dass viele Lügen erzählt worden sind.

Der erste Band der Trilogie hat mir jedenfalls sehr gefallen, weshalb ich mich bereits auf die nächsten Bände freue. Klar, die Cover sind genauso seltsam, aber mir geht es um den Inhalt.

Fazit
Der Auftakt der Southern-Reach Trilogie bietet eine interessante Geschichte, die auch ohne viel Spannung auskommt. Die fesselnde Handlung überzeigt durch Geheimnisse und verwirrende Charaktere. Da freut man sich so richtig auf den anderen Teile.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 16, 2015 1:04 PM MEST


Herzblut: Eisblau ist die Liebe
Herzblut: Eisblau ist die Liebe
von Lena Klassen
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,99

5.0 von 5 Sternen Spannend bis zur letzten Seite, 8. Dezember 2014
Rezension bezieht sich auf: Herzblut: Eisblau ist die Liebe (Taschenbuch)
Inhalt
Wegen einer Wette mit seinem besten Freund, bittet das Sportass David Luna um einen Kuss. Keiner von ihnen hat damit gerechnet, dass dieser Kuss gefilmt wurde und noch weniger, dass er ihnen so gut gefallen würde. Doch gerade als sie versuchen einander näher zu kommen, verschwindet David. Einzig sein Schal wird an einem Loch im Eis des Sees gefunden. Als dann auch noch ein Abschiedsbrief auftaucht, gehen die Meisten davon aus, dass er Selbstmord begannen hat. Einzig Luna glaubt, dass er noch immer am Leben ist. Sie überzeugt Jakob ihr bei der Suche behilflich zu sein, denn die Wahrheit muss ans Licht kommen. Beide ahnen allerdings nicht, dass jemand bereits gegen sie arbeitet und alles dafür tun würde, dass Davids Verschwinden unaufgeklärt bleibt.

Meine Meinung
Lena Klassen ist mit diesem Buch wahrlich ein spannender und nervenzehrender Jugendthriller mit einem Hauch Romantik gelungen.

Luna ist eine normale Schülerin mit einer Vorliebe für verrückte Strumpfhosen. Zu ihrem besten Freunden zählen der etwas zu klein geratene Miko und die Übergewichtige und ewig häkelnde Scarlett. Sie sind eine kleine verrückte Truppe. Jemand wie David oder Jakob erscheinen von ihrer Warte aus als unerreichbar. Doch eines Tages bittet tatsächlich der beliebte David sie um einen Kuss. Es ist zwar nur eine Wette, doch Luna lässt sich darauf ein. Wer hätte auch ahnen können, dass damit eine gewaltige Mühle losgetreten werden würde. Nicht nur, dass die Mitschüler glauben, Luna wolle Alisa David wegnehmen, nach seinem Verschwinden geben sie auch ihr die Schuld am möglichen Selbstmord. Auch wenn alles gegen Davids Überleben spricht, sie glaubt nicht an seinen Tod und sammelt Leute um sich um ihn zu finden. Doch jemand will verhindern, dass die Wahrheit über den Abend ans Licht kommt und beginnt Luna auf verschiedenste Weisen zu bedrohen.

Lunas Leben verändert sich buchstäblich durch einen Kuss, doch anders als im Märchen, gibt es danach nicht sofort ein Happy End, es beginnt eine alptraumhafte Reise, die ihr Leben völlig auf den Kopf stellt.

Bei ihrer Suche nach David stehen ihr drei Personen zur Seite, mit denen sie sich vorher eigentlich nicht wirklich abgegeben hat. Da wäre zum einen Jakob, Davids bester Freund, der sich auch die Wette ausgedacht hat. Er schlüpft nach und nach in die Rolle eines Beschützers und steht Luna als Freund bei.
Dann Alisa, Davids Exfreundin. Luna war mal eine Zeit lang mit ihr enger vertraut, doch dies ist schon lange her. Alisa spielt sich gerne auf und liebt es im Mittelpunkt zu stehen. Etwas zu verlieren gefällt ihr ganz und gar nicht.
Und zuletzt noch Alisas Bruder Sebastian, der schon früher eine Schwäche für Luna hatte. Sie allerdings kann ihn einfach nicht leiden und hat ihn nur ungern bei der Suche dabei.

Als Protagonistin wird Luna mit so einigen Gefühlen konfrontiert, die ihr doch zusetzen. Jemand zeigt ihr mit so einiger Gewalt, dass er um keinen Preis will, dass sie nach David weiter sucht. Ihre Suche bereitet ihr nicht nur große Angst, sie spielt auch mit ihren Nerven. Je näher sie der Lösung zu kommen scheint, desto mehr zeigen sich auch die Abgründe der menschlichen Seele.

Wie eine Maus, wird sie angelockt, doch als sie den Köder nicht schlucken will, Widerstand leistet, dreht ihr gegenüber durch. Lena Klassen schriebt hier über Menschen, die jemand anderen wahrlich besitzen wollen, ihn ganz für sich allein haben wollen. Wenn dieser aber nicht will, bringt das den Wollenden um den Verstand und lässt ihn schreckliche Dinge tun.

Die Autorin schafft es hier hervorragend den wahren Täter zu verschleiern und den Verdacht auch jemand anderen zu lenken. Zum großen Showdown erst, fügen sich alle Teile des Puzzle zusammen und zeigen das ganze Bild. Ein weiteres Mal baut sich so gewaltige Spannung auf, dass man als Leser das Buch nicht aus der Hand legen kann.

Da das Buch im Winter spielt, ist die Atmosphäre passend gehalten. Die meiste Zeit fühlt es sich drückend und auch frostig an. Die Handlungen des Täters erscheinen auch eiskalt. Es wird kaum Zeit zum Aufatmen gegeben, denn immer geschieht etwas Unerwartetes.

Ein wenig schade erscheint mir nur eine Tatsache. Nachdem der Stein ins Rollen gebracht wurde, entfernt sich Luna von Miko und Scarlett. Ihre Freundschaft gerät in den Hintergrund. Da wünscht man sich wirklich, sie wären mehr eingebracht worden.

Fazit
Lena Klassens Jugendthriller begeistert von der ersten bis zur letzten Seite. Spannend geschrieben, fesselt die Handlung und läst kaum Zeit zum Luft schnappen. Mit interessanten Charakteren wird dem Leser gezeigt, wozu Menschen fähig sind, wenn sie krankhaft an etwas festhalten wollen.


Ein süßes Geschenk: Roman (Historische Liebesromane. Bastei Lübbe Taschenbücher)
Ein süßes Geschenk: Roman (Historische Liebesromane. Bastei Lübbe Taschenbücher)
von Victoria Alexander
  Taschenbuch
Preis: EUR 7,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Chaos an Weihnachten und in der Liebe, 8. Dezember 2014
Inhalt
Lady Camille Lydingham hat es sich in den Kopf gesetzt Prinz Nikolai Pruzinski von Groß-Avalonien zu heiraten. Um ihn von sich überzeugen zu können, will sie ein perfektes Weihnachtsfest bieten. Leider muss sich Camille eingestehen, dass ihre Familie alles andere als perfekt ist, zu ihrem Glück aber, ist sie an Weihnachten im Ausland. So engagiert sie eine Schauspieltruppe, die ihre Familie spielen soll. Kurz vor dem Fest steht auch noch Grayson Elliott vor ihrer Tür, der ihr einst seine Liebe gestand und anschließend verschwand. Amüsiert von der ganzen Situation, beschließt Grayson am Schauspiel teilzunehmen. Es dauert nicht lange, bis Camille sich fragen muss, ob sie tatsächlich Nikolai will oder doch Grayson die bessere Wahl wäre.

Meine Meinung
Mit diesem Buch hat Victoria Alexander eine perfekte Geschichte für die Weihnachtszeit geschaffen. Durch das beschriebene Chaos gibt es nicht nur jede Menge zu lachen, auch die Romantik so wie das familiäre Beisammensein nehmen ihren Anteil am Ganzen.

Lady Camille Lydingham ist 30, Witwe, und daran interessiert erneut zu heiraten. In Prinz Nikolai Pruzinski glaubt sie den perfekten Kandidaten gefunden zu haben und will deshalb versuchen ihn für sich zu gewinnen. Da sie allerdings eine sehr impulsive Persönlichkeit besitzt, beginnt sie oft Dinge ohne über das Ende nachzudenken. So stellt sie eine Schauspieltruppe ein um sie als perfekte Familie auszugeben, muss allerdings schon bald feststellen, dass sie sogar noch schlimmer sind als die Verwandschaft. Als dann auch noch Grayson hinzu kommt, ist sie nah dran in Verzweiflung auszubrechen. Doch eben dieses Weihnachtsfest stellt alles auf den Kopf und zeigt ihr Dinge, für die sie zuvor blind war.

Grayson Elliott hat früh seine Eltern verloren, weshalb er bei seiner Tante und seinem Onkel aufwuchs. Camille hatte es ihm schon damals angetan, doch er hatte sich nie getraut ihr seine Gefühle zu gestehen. Erst am Tag ihrer Hochzeit mit einem anderen, gestand er es ihr, bekam aber eine herbe Abfuhr. Er konnte keinen Titel oder ein Vermögen vorweisen und war deshalb nicht gut genug. Verletzt verließ er das Land und begann seine Geschäfte in Amerika. Als er Camille allerdings erneut gegenüber steht, ist ihr mit einem Schlag wieder klar, dass er nie aufgehört hat sie zu lieben. Er bleibt in ihrer Nähe, einerseits um sie zu beschützen, andererseits um ihr nahe zu sein und sie vielleicht wieder für sich zu gewinnen.

Camille und Grayson bilden die Protagonisten, doch ohne die ganzen genial chaotischen Nebencharaktere, wäre ihre Geschichte einfach nur langweilig. Ganz besonders muss hier sicherlich die Schauspieltruppe genannt werden, deren Darsteller sich einfach nicht an ihre Rollen halten können, und natürlich Camilles Familie, die nach und nach ins Schauspiel platzt und neue Rollen für sich erfindet.

Wenn man sich das Buch durchliest, wünscht man sich tatsächlich, dass es jemand verfilmt. Zu Weihnachten wäre der Film sehr beliebt.

Victoria Alexander hat nicht nur reichlich Humor und Romantik in das geschaffene Chaos gepackt, auch ein gewaltiger Betrug, in diesem Falle sind es wohl eher zwei, bahnt sich an. So darf nach und nach mit detektivischem Spürsinn die Situation analysiert werden, denn die Tatsache, dass etwas nicht stimmt, bekommt man schon relativ früh zu spüren.

Durch zahlreiche Wendungen und so manche Überraschungen, werden nicht nur die Nerven der Protagonisten strapaziert, auch der lachende Leser darf sich mit dem Kommenden immer neu anfreunden. Irgendwann entsteht praktisch ein Wettkampf zwischen Camille und Grayson, wer den anderen eher auf die Palme bringt, was für jede Menge Spaß sorgt.

Zum Ende hin, hat sich die Autorin einen wahren Mädchentraum einfallen lassen und ihn Camille Geschenkt. Obwohl es fürchterlich kitschig erschient und tatsächlich alles rosarot wirken lässt, passt es doch irgendwie zu dem Geschehenem. Ein wenig wünscht man sich dann, dass einem selbst so etwas passieren würde.

Fazit
Eine wunderbare und chaotische Liebesgeschichte, die an Weihnachten spielt. Mit reichlich Humor ausgestattet, dürfte sie kein Auge trocken lassen. Doch während sie vordergründig zum Lachen einlädt, bleibt sie im Hintergrund durchaus ernst. Zwei Männer kämpfen um das Herz einer, doch nur einer kann es gewinnen.


Die Unbarmherzigen
Die Unbarmherzigen
von Danielle Vega
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,99

2.0 von 5 Sternen Verrückt und krank, 30. November 2014
Rezension bezieht sich auf: Die Unbarmherzigen (Taschenbuch)
Inhalt
Sofia ist neu an der Adams High und fühlt sich relativ unwohl. An ihrem ersten Tag begegnet sie Brooklyn und Riley, zwei Mädchen, die sich scheinbar nichts ausstehen können. Riley, der Star der Highschool nimmt Sofia in ihren Freundeskreis auf, zu dem auch Alexis und Grace gehören. Schon bald merkt sie, dass diese Mädchen von dem Gedanken überzeugt sind, Brooklyn wäre von einem Dämon besessen und sie deshalb einem Exorzismus durchführen müssten. Sofia, die Brooklyn ein wenig kennen gelernt hat, weiß nicht wem sie glauben soll. Leider bleibt ihr nicht sonderlich viel Zeit sich für eine Seite zu entscheiden, denn sie findet sich in einer Situation wieder, aus der es scheinbar keinen Ausweg gibt.

Meine Meinung
Der Klappentext des Buches kann den Leser sicherlich nicht auf das vorbereiten, was sich auf den einzelnen Seiten abspielt. Wenn ich ehrlich bin, würde ich es den jüngeren Lesern keinesfalls empfehlen. An manchen Stellen, war die Geschichte einfach nur widerlich.

Sofia ist neu an der Schule und findet sich schon recht bald in einem Streit zwischen zwei Mädchen wieder. Zwei Seiten, von denen sie sich für eine entscheiden soll. Sie ist jedoch beiden Seiten zugetan, will bei Riley aber nicht versagen, da sie Angst hat allein zu bleiben, schließlich ist diese doch das beliebteste Mädchen und könnte sie vernichten. Brooklyn findet sie aber trotzdem cool.

Sofia steht hier wahrlich zwischen zwei Seiten, zwischen dem Guten und dem Bösen. Wer jedoch welche Seite repräsentiert, bleibt natürlich verborgen. Ihre neuen Freunde geben sich als extrem religiös, führen bei Sofia eine Taufe durch und wollen bei Brooklyn einen Exorzismus versuchen. Brooklyn hingegen gibt sich rebellisch mit Piercings und Tattoos, von einer Besessenheit ist jedoch nichts zu merken. Es bleibt leider im Dunkeln, was genau zwischen den Mädchen vorgefallen ist, dass diese Abneigung und sogar der Wunsch einer Dämonenaustreibung weckte.

Wenn ich an dieses Buch denke, bekomme ich eine Gänsehaut. Ich hätte nie gedacht, dass die Handlung eine solche Wendung nehmen könnte und zu einem abartigen Horrorfilm werden könnte. Die Protagonisten werden als total verrückte Mädels vorgeführt, die scheinbar immer mehr den Verstand verlieren. Wenn ich an die grausamen Folterungen denke, bäh. Wie irre muss man sein um als Schüler darüber nachzudenken an einem Mitschüler einen Exorzismus durchzuführen?

Der Exorzismus selbst ist einfach nur krank! Was dabei alles geschieht ist einfach nur erschreckend. Wie sollen bzw. können klar denkende Menschen einander so etwas antun?

Danielle Vega scheint sich alle Mühe gegeben zu haben um diese Geschichte so blutig und verrückt wie nur möglich zu schrieben. Mit dem Fortschreiten der Handlung offenbart sie die Wahrheit über ihre Charaktere und zeigt die Abgründe derer Seelen. Während all dieser Geheimnisse ans Licht kommen, darf der Leser sich fragen, wenn denn nun tatsächlich der Böse in dem Ganzen ist. Irgendwann kommt es so weit, dass man Brooklyn für die Unschuldigste von allein hält, denn Rileys Mädels sind alles andere als harmlos. Hier wird es so dargestellt, dass die Grenzen zwischen Gut und Böse verschwinden, kein Anhaltspunkt kann tatsächlich die Wahrheit offenbaren.

Ich konnte mit diesem Buch leider nicht viel anfangen. Die Handlung war für mich abstoßend und die Charaktere unsympathisch. Selbst die Protagonistin war ein Buch mit sieben Siegeln. Dieses Gelaber von Religion und Reinigung von Dämonen haben an meinen Nerven gezehrt. Riley und ihre Freundinnen machen auf religiös und wollen Sofia auch taufen um sie zu reinigen, dabei sind sie selbst einfach nur krank. So wie sie saufen und all das Zeug, was sie abziehen, geht gar nicht.

Fazit
Irre Mädchen entschließen sich einen Exorzismus zu machen, bei dem alles schief läuft. Juhu. Leider kann ich dieses Buch nicht wirklich empfehlen. Es war einfach nur verrückt und brutal. Hätte ich gewusst, dass eine so kranke Geschichte sich auf diesen Seiten verbirgt, hätte ich es nicht gelesen.


Die Braut des Highlanders: Roman
Die Braut des Highlanders: Roman
von Margaret Mallory
  Taschenbuch
Preis: EUR 7,99

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wunderschön, 28. November 2014
Inhalt
Durch einen unglücklichen Zufall wird Ian MacDonald zur Ehe mit der kleinen Sileas gezwungen. Wütend verlässt er daraufhin mit seinen Cousins das Land und kämpft in Frankreich. Erst fünf Jahre später kehren sie zurück. Sofort erkennen die Cousins, dass sich vieles verändert hat und die Situation alles andere als entspannt ist. Ians Familie ist dabei zu zerfallen, sein Vater liegt verletzt nach einem Kampf im Bett, sein Bruder und seine Mutter versuchen den Haushalt zu regeln. Auch Sileas ist zu einer wunderschönen Frau geworden. Während Ian also für das Recht seines Clans kämpft, muss er auch versuchen Sileas Herz für sich zu gewinnen, denn ein Konkurrent will sie dazu bringen diese Ehe hinter sich zu lassen um mit ihm neu anzufangen.

Meine Meinung
"Die Braut des Highlanders" ist der erste Teil von Margaret Mallorys "Heimkehr der MacDonald"-Serie. Dabei werden sie Geschichte der vier Cousins aus dem MacDonald Clan behandelt, die nach fünf Jahren der Abwesenheit nach Isle of Skye zurück kehren. In ihrer Abwesenheit hat sich vieles verändert. Während der einzelnen Bände, werden die verschiedenen Liebesgeschichten präsentiert, die bereits in diesem Teil angedeutet werden, schließlich sind die vier zu Beginn des Buches bei einer Seherin, die ihnen die Zukunft vorhersagt.

Ian MacDonald ist unfreiwillig zum Ehemann geworden und hat deshalb wütend das Land verlassen. Fünf Jahre lang bleiben er und seiner Cousins der Heimat fern, bis sie endlich zurück kehren. Im Clan haben Veränderungen stattgefunden und Hugh Dubh hat die Macht an sich gerissen. Da Ians Familie sich weigert Hugh zu unterstützen und als Clanoberhaupt anzuerkennen, hetzt dieser gegen sie auf. Da sein Cousin Connor das rechtmäßige Clanoberhaupt ist, muss Ian dabei helfen ihn zu beschützen. Dabei versucht er auch die Lebenslust seines Vaters wieder zu beleben und Sileas, die er einst nicht zur Frau haben wollte, nun doch für sich zu gewinnen. Da er jedoch mehr Krieger ist als ein Kenner von Emotionen und Frauen, gestaltet sich dieses Vorhaben nicht gerade einfach.

Sileas MacDonald war schon von klein auf mit Ian und seinen Cousins befreundet. Als sie eines Nachts von Daheim weg läuft, stößt sie auf Ian. Ein kleiner Vorfall führt dazu, dass sie ihn heiraten soll. Anders als er, freut sie sich darüber. Doch der Traum von einer Hochzeit wird zum Alptraum. Ian läuft weg und lässt sie bei seiner Familie allein zurück. Fünf Jahre lang beneidet sie glückliche Frauen und hofft selbst mal dieses Glück erfahren zu können. Nach seiner Rückkehr weiß sie nicht, wie sie sich verhalten soll. Kann sie ihm vertrauen oder soll sie ihn verlassen um ihr Glück mit einem anderen Mann zu versuchen.

Ians und Sileas Beziehung ist nicht gerade einfach oder gar harmonisch. Was als Freundschaft begann, wurde in eine Ehe hinein geschubst, zu der keiner der Beiden bereit war. Ihre Versuche einander näher zu kommen, enden zumeist in einer Katastrophe. Nach dem was geschah, wissen sie einfach nicht ob sie einander vertrauen können. Besonders Sileas steht unschlüssig da, denn es liegt in ihrer Macht zu entscheiden, wie sich alles entwickeln wird. Sie möchte ihm vertrauen, doch immer wieder nagen Zweifel an ihr.

Margaret Mallory verbindet die Ehekrise der Protagonisten mit der Rettung des Clans. Ian muss sich an allen Fronten beweisen und zeigen, dass er nicht nur ein Idiot sein kann. Stück für Stück arbeitet er sich in seine Familie zurück, hilft aber auch seinem Cousin zu seinem Recht zu kommen.

Die Autorin überrascht immer wieder mit unvorhergesehenen Handlungen und Wendungen. Natürlich weiß der Leser von Anfang an worauf alles hinausläuft, doch bis dahin kann schon ziemlich viel geschehen. Zu dem gibt es ja zu Beginn des Buches die Prophezeiung der Seherin, die ihm von seinem Liebesleben berichtet und ihm vorhersagt, wie viele Ehen er in seinem Leben schließen wird.

Mit so einigen Szenen, die äußerst albern ausfallen, wird die Stimmung, die doch ziemlich angespannt ist, aufgelockert. Besonders zum Ende hin, die Sache mit den Verkleidungen, lässt kein Auge trocken. Die Beschreibungen fallen ausführlich aus, sind jedoch keinesfalls übertrieben oder überzogen. So manches Mal bringen sie neue Einsichten auf die Situationen und gewähren Blicke in die Vergangenheit.

Es ist sicherlich eine Geschichte, die wirklich Spaß macht und fesselt. An richtigen Stellen werden Spannungen eingebaut und an anderen Gefühle in den Vordergrund gebracht. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und durchaus sympathisch. Natürlich wird hier auch die Neugier auf die Geschichten der anderen drei Rückkehrer genährt, die ich mir jedenfalls nicht entgehen lassen will.

Fazit
Vier Highlander sind aus der Ferne zurück gekehrt, einer von ihnen muss nun um die Zukunft seiner Familie und seiner Ehe bangen. Abwechslungsreich und mit so einigen Gefühlswirrungen, bringt die Geschichte nicht nur Spannung sondern auch Spaß. Die Vorfreude auf den nächsten Band ist bei mir jedenfalls groß.


Lost control
Lost control
von Melanie Rush
  Broschiert
Preis: EUR 12,90

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Hat doch einige Schwächen, 25. November 2014
Rezension bezieht sich auf: Lost control (Broschiert)
Inhalt
Ria McKenn ist Detective beim CPD und hat gerade einen Mordfall am Lake Michigan übernommen, als ihr ein neuer Partner zugewiesen wird. Camden Reeves scheint ein äußerst mysteriöser Mann zu sein und Pia kann nicht leugnen, dass sie sich sofort zu ihm hingezogen fühlt. Je näher sie der Lösung des Falls kommen, desto weniger können sie einander widerstehen. Nach einer leidenschaftlichen gemeinsamen Nacht, flüchtet Ria und zwar nach Deutschland. Schon bald gerät sie allerdings in große Gefahr und Camden muss ihr zur Hilfe eilen. Doch um ihr zu helfen, muss er sich auch seiner Vergangenheit stellen, die er eigentlich weit hinter sich lassen wollte.

Meine Meinung
Die Geschichte klang wirklich verlockend. Zwei Detectives des CPD untersuchen Morde in Chicago. Leider wurde dieser Erwartung nicht wirklich erfüllt, denn nur ein kleiner Teil des Ganzen spielt dann auch tatsächlich in Chicago. Als Detectives werden die Charaktere auch nur in einem kleinen Teil angesehen, denn danach übernehmen die SEALs.

Ria McKenn ist Detective geworden obwohl oder gerade weil ihr Vater in äußerst zwielichtigen Geschäften verwickelt war. Ihr Partner, Wesley Garroll, ist so was wie ihr bester Freund, der versucht auf sie aufzupassen. Als er gegen Camden Reeves eingetauscht wird, ist sie nicht gerade begeistert. Der attraktive und mysteriöse Mann weckt die Leidenschaft in ihr und lässt sie sich vergessen. Von ihren Gefühlen verschreckt, will sie seinem Charme entkommen. Sie ahnt nicht, dass schon bald Camden zu ihrer Rettung wird, denn die Vergangenheit ihrer Familie holt sie langsam aber sicher ein.

Camden Reeves ist nach Chicago gekommen um seine Vergangenheit hinter sich zu lassen. Da seine Schuldgefühle an ihm nagen, versucht er alle Brücken zu seinem alten Ich abzubrechen. Beim CPD erhofft er sich Abwechslung und neue Erfahrungen. Hier trifft er dann auf Ria, eine Frau, die ihn unheimlich anzieht. Er will ihr nahe sein und sie besitzen. Als sein Freund aus alten Zeiten, Dean Carter, auftaucht, droht ihn seine Vergangenheit einzuholen. Er wehrt sich gegen alle Versuche von Dean ihn in seine alte Einheit zu holen, doch als Ria in Gefahr gerät, muss er sich doch an seine alten Kontakte wenden um sie retten zu können.

Wie bereits erwähnt, spielt nur ein kleiner Teil der Geschichte in Chicago. Der Mordfall, der das Ganze einleitet, wird relativ bald gelöst und einfach links liegen gelassen. Ich finde, dass hier mehr Verbindungen hätten gezogen werden können um diesen Mord nicht ganz unnötig für die Geschichte erscheinen zu lassen. Es weckt nämlich den Anschein, als hätte die Autorin einfach nicht gewusst, wie sie sonst die Handlung ins Rollen bringen soll. Eigentlich schade.

Ein wenig schade fand ich auch, dass Bezüge zu den beschriebenen Städten kaum hergestellt wurden. Wenn nicht erwähnt wäre, dass dir Leiche am Lake Michigan gefunden wurde oder das die Detectives von CPD sind, könnte alles in jede Stadt mit einem See und Polizisten spielen. Auch Berlin oder andere deutsche Orte, werden nur namentlich erwähnt. Einzelheiten gab es hier leider nicht. Ohne Ortsnamen, könnte alles sonst wo stattfinden, einen großen Unterschied würde es auch nicht machen.

Die Sache mit den SEALs, nun ja, erschien mir dann auch eher so als Einschub um neue Charaktere einzufügen, zu denen man später doch eigene Geschichten schreiben könnte. Warum der Eindruck? Nun ja, vielleicht weil zu viele Informationen über die einzelnen Männer eingeflossen sind. Sie sind natürlich alle Teil einer speziellen Truppe und haben alle Spitznamen. Camden war natürlich mal der Anführer, bis zu einem schrecklichen Vorfall.

Klar, zum Ende hin gibt er schon die Überraschung, wer denn hinter den Angriffen steckt, aber dann ist man verwirrt. Ehrlich jetzt? Wie kam es denn dazu? Ich muss schon gestehen, dass diese Auflösung schon mehr als seltsam ist.

Wenn ich ehrlich bin, hatte ich nach dem Lesen das Gefühl, als wäre die Geschichte einfach aus mehreren Teilen zusammen gebastelt worden. Für mich fehlte ein wenig der rote Faden, dem man folgen kann durch das Ganze. Auch die Beziehung der Protagonisten entstand dann doch etwas zu schnell. Sie kennen sich nicht mal nen Tag und sind in Leidenschaft für einander entbrannt und können kaum die Finger von einander lassen. Ich weiß ja nicht, nach Gefühlen klingt das nicht gerade, sondern einfach nur nach Lust auf Sex.

Fazit
Melanie Rush konnte mich mit diesem Buch leider nicht wirklich überzeugen. Die Story wirkt zerstückelt und irgendwie an einander geklebt. Zwar gibt es einiges an Spannung, doch nur im Mittelteil ist diese wirklich gut ausgearbeitet. Die SEALs, wenn auch stärker beschrieben, bleiben doch eine Randerscheinung. Ich hatte eine bessere Geschichte erwartet, deshalb nur schwache drei Federchen.


Sehnsucht auf blauem Papier: Roman
Sehnsucht auf blauem Papier: Roman
von Julia Fischer
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 14,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sehnsucht auf blauem Papier, 21. November 2014
Inhalt
Millicent "Milli" Gruber ist eine Heilpraktikerin, die auf die Kraft der Natur vertraut. Als sie hört, dass ihr guter Freund, der Arzt Paul Ebner, seine Frau bei einem Unfall verloren hat, will sie ihm beistehen. Sie ahnt, dass Paul jetzt niemanden um sich haben will und beschließt deshalb ihm ein Jahr lang jeden Tag einen Brief zu schrieben. Mit Worten will sie ihm dabei helfen die schwierigen Phasen der Trauer zu überstehen und neuen Mut für das weitere Leben zu finden. Doch Millicent will nicht nur Paul helfen sondern auch ihrer kleinen Freundin Marie. Sie ahnt nicht, dass dieses eine Jahr auch ihr Leben verändern wird.

Meine Meinung
"Sehnsucht auf blauem Papier" ist eine wunderschöne und ergreifende Geschichte über Trauer und eine unerfüllte Liebe, die über Jahre hinweg unter dem Mantel der Freundschaft versteckt wurde. Der Leser sollte sich allerdings nicht vom Titel in die Irre führen lassen, denn allein um Briefe handelt es sich hier nicht. Im Einzelnen werden nur die Inhalte von wenigen Briefen offen vorgelegt, der Rest sind die Schicksale von Milli und Paul in diesem besagten Jahr.

Millicent Gruber ist beinahe 50, lebt in einer abgeschiedenen Villa und ist eine erfolgreiche Heilpraktikerin. Sie hat die besondere Gabe den Menschen zu helfen oder zu erkennen was sie brauchen. Mit Paul verbindet sie eine tiefe Freundschaft, aber auch Gefühle über die nie gesprochen wurde. Sie stand seinem Glück niemals im Weg und will nun auch bei seiner Trauer helfen. Sie vermisst die Gespräche mit Paul, will ihn aber nicht bedrängen. Milli selbst schätzt sich als glücklich, doch es gibt auch viele Augenblicke der Trauer und der Einsamkeit. Sie hilft anderen, versucht ihr Inneres aber unter Verschluss zu halten.

Paul Ebner ist 10 Jahre älter als Milli und Arzt. Er hat gerade seine Frau verloren und versinkt in tiefer Trauer. Der Schmerz scheint unerträglich, überall sind Erinnerungen an Emma, was ihm den Verlust immer mehr vor Augen führt. Millis Worte zeigen ihm Verständnis und helfen ein wenig, doch sie könne die Wunde niemals heilen. Paul macht eine schwere Zeit durch, er versucht weiter zu leben, selbst als es unmöglich erscheint.

Julia Fischer schreibt über Charaktere, die miteinander verbunden sind. Sie stehen sich nahe, ohne auf einander zu hocken. Sie beeinflussen gegenseitig ihre Leben, bringen Veränderungen hinein und schaffen eine neue Zukunft. Diese Verbindungen untereinander sind wirklich schön aufgebaut. Auf den ersten Blick sind sie kaum erkennbar, doch mit dem Fortschreiten der Geschichte werden sie offenbart. Erst da zeigen sich alle Beziehungen.

Zu einer der wunderbarsten Beschreibungen des Buches, gehört sicherlich die von Millis Haus. Es wird als chaotisch und gemütlich dargestellt, als verwildert und doch ordentlich. Milli sagt ja immer, dass ihr Haus besonders ist und auf die als Bewohnerin reagiert. Es verströmt Gerüche um ihre Erinnerungen anzuregen, zu erinnern an geliebte Menschen. Es reagiert auf ihre Stimmungen und spendet ihr Trost. Ein solches Heim kann man sich wirklich nur wünschen.

Das Verhalten von Paul und Milli wird ausführlich und nachvollziehbar aufgezeigt. Sie will ihn nicht bedrängen, wünscht sie aber doch die Rituale ihrer Freundschaft zurück. Während Paul mit dem Verlust kaum klar kommt und versucht auf verschiedene Weisen vor dem Schmerz zu flüchten.

Der Titel "Sehnsucht auf blauem Papier" ist passend gewählt, gibt er doch einen sehr wichtigen Aspekt der Handlung wieder. Julia Fischer vermag es wirklich ausgezeichnet diese besagte Sehnsucht in Worte zu verpacken, ohne sie übertrieben oder kitschig wirken zu lassen.

Es ist eine schöne Geschichte über die Liebe, die verloren und gefunden wurde. Über eine tiefe Freundschaft, die all die Jahre gehalten hat und so viel Verständnis und Mitgefühl beinhaltet, dass man durchaus neidisch werden könnte.

Für das Lesen des Buches sollte man sich genügend Zeit nehmen um all die Tiefen des Inhalts zu vernehmen und die Gefühle auf sich einwirken zu lassen. Zwar kann man dich das Ende ein wenig denken, doch bis es so weit ist, gibt es sehr viele Wirrungen und Wendungen.

Fazit
"Sehnsucht auf blauem Papier" ist kein Buch für zwischendurch. Mit viel Herz geschrieben, bezaubert es den Leser und nimmt ihn mit auf ein Jahr voller Veränderungen und Emotionen.


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