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Rezensionen verfasst von
Hans Krone (Halle)

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Logitech Z120 2.0 PC-Lautsprecher
Logitech Z120 2.0 PC-Lautsprecher
Preis: EUR 11,49

5.0 von 5 Sternen Sehr zu empfehlen, 9. April 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Logitech Z120 2.0 PC-Lautsprecher (Zubehör)
Nicht zuletzt der vielen guten Rezis hier ist zu danken, dass die Entscheidung, diese Logitech Boxen zu kaufen, nicht falsch war. Sie erfüllen ihren Zweck bei weitem besser als die meisten Monitor- oder Laptoplautsprecher. Der Klang ist völlig ausreichend. Wie auch schon oft erwähnt, kann er keine Musikanlage ersetzen.


Mann beißt Hund [Special Edition]
Mann beißt Hund [Special Edition]
DVD ~ Rémy Belvaux
Preis: EUR 9,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Blume der Nacht, 4. April 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Mann beißt Hund [Special Edition] (DVD)
Vorweg dies: Als ich diesen Film vor vielen Jahren im TV-Sender arte zum ersten Mal sah, war ich schockiert und angewidert. Ich nahm mir vor, wie immer in solchen Fällen, so einen Dreck nicht noch einmal anzuschauen. Und dabei wäre es wohl geblieben, wenn mir am nächsten Tag dieser Streifen nicht ständig im Kopf herum gegangen wäre. Irgendwann erinnerte ich mich an die Szene am Kaffeetisch: Der Hauptheld Ben, eben aus dem Gefängnis freigekommen, hatte bei Kaffee und Kuchen mitten im Gespräch mit seinem Begrüßungsgeschenk, einer neuen großkalibrigen Pistole, ausgerechnet dem, der sie ihm geschenkt hatte, einer dummen Bemerkung wegen kurzerhand in den Kopf geschossen. In der Stille nach dem Schuss gleitet die Kamera an den entgeisterten, blutbesprenkelten Gesichtern der erstarrten Kaffeegesellschaft vorüber. Doch hält sich der freche Mörder mit diesem Zwischenfall nicht lange auf, sondern plaudert bald munter weiter über das professionelle Töten, über die Kunst der fachgerechten Entsorgung von Leichen, wie auch über die Kunst als solche, in welchem Zusammenhang er sogar ein zwei Beispiele eigener schlechter Gedichtkreationen vorträgt. Er weiß wo alte Leute ihr Geld verstecken und wie man eine herzkranke Oma mit geringstem Aufwand erledigt. Er führt auch eine Vergewaltigung vor - in seinem abartigen Sinne stilgerecht. Er redet über Politik und über die Gestaltung trostloser Mietskasernen. Das Ganze geschieht vor dem Hintergrund schlimmer und schlimmerer Szenen, ungerührt abgedreht, eine schockierender als die nächste. Über solche Szenen kann und darf man als anständiger Mensch eigentlich nicht lachen! Nicht sofort, denn am nächsten Tag kann genau das trotzdem passieren.
Warum darf dieser Film nun aber nicht als irgendein blood-and-atrocity-trash bezeichnet werden, wie er tausendfach in den düsteren SFK18-Ecken einigermaßen gut sortierter Videotheken herumsteht? Was unterscheidet ihn von derlei Machwerken, die sich ebenfalls voyeuristisch-wollüstig dem Abyssus brutaler Abscheulichkeiten nähern, um dem hartgesottenen Zuschauer, der in der Sicherheit seines heimischen Wohnzimmers sitzt, einen schockierenden Blick in derlei grausige Abgründe zu verschaffen? Am nächsten Tag verschwinden solche Machwerke zumeist wieder in der dunklen Ecken ihrer Videothek, als wäre nichts geschehen.

"Mann beißt Hund" muss zu jenen Filmen gezählt werden, die mit den umstrittenen filmischen Mitteln brutaler provokativer Grenzüberschreitung spät angefangen haben. Heute tut das bereits jeder Stümper, um seine kruden Machwerke womöglich noch der Kunst zu empfehlen. Das Produktionsjahr von "Mann beißt Hund" liegt mit 1992 weit hinter jener Zeit, als weiland Luis Buñuel und Salvador Dali mit schockierenden cineastischen Entsetzlichkeiten experimentierten (1929). Und auch 1978, als A. Romero in seinen Zombiefilmen aberwitzige Horror- und Verfallsdarstellungen als methodisches Mittel eines neuen Genres zu verwenden begann, war bereits viel von dem Reiz filmischer Übertretung vorweggenommen. Die große Affinität des Zelluloids zu solch hemmungslos ausbebilderter Gewalt zeigte sich also schon beizeiten. Ob nun die Darstellung blutiger Verstümmelungen, die Zerstörung des Zivilen, der Bruch mit jedem guten Geschmack oder die Bildersprache finsterster Apokalyptik, als Methode der Filmkunst hat sich solches alles längst etabliert und man muss schon eine wirklich besondere Idee haben, um hier noch etwas Neues zu schaffen. Tabubreakmovies sind nichts besonderes mehr, aber "Mann beißt Hund" ist aus folgenden Gründen besonders:

Zunächst zur Rolle Bens, der Hauptfigur, die fast im gesamten Film allein agiert und genau genommen auch den gesamten Film fast allein bestreitet. Ben ist ein professioneller Auftragskiller, den ein Kamerateam bei seiner Arbeit begleiten möchte, um einen Dokumentarfilm über seine "Arbeit" zu drehen. Normalerweise würde der Plot an dieser Stelle bereits in einer schweren Plausibilitätskrise stecken, denn kein normaler Auftragsmörder würde sich je bei seiner Arbeit filmen lassen. Aber genau da, an dieser Stelle setzt das Argument in Gestalt des Killers Ben ein: Er ist kein üblicher Killer, wie man sich einen vorzustellen hat, sondern er ist die personifizierte Eitelkeit eines narzisstischen Kriminellen, er ist völlig von sich eingenommen, er ist total skrupellos und außerweltlich, er ist ein gefährlicher Psychopath. Gespielt wird er vom genialen Benoît Poelvoorde, der diesen abartigen Typen dermaßen überragend bringt, dass mir das Gesicht Poelvoordes wohl für immer mit dieser seiner Rolle als Killer Ben verbunden bleiben wird. Seine schauspielerische Leistung, mit der er das Psychogramm Bens auf den rabenschwarzen Punkt bringt, ist der erste wichtige Grund, warum dieser Film für mich ein Kunstwerk ist.

Ein weiterer Grund betrifft den Zusammenhang von Bild und Regie. Der Film ist in Schwarzweiß gedreht und setzt sich so selbstbewusst vom meisten Vergleichbaren ab („Schindlers Liste“, auch ein gutes Beispiel für den gelungenen Einsatz von Schwarzweiß, wurde erst 1993 gedreht). Er verzichtet damit völlig zu Recht auf Rot, die Farbe des Blutes, das in ihm genug vergossen wird. Wie leicht hätte hier ein Zuviel entstehen können, aber Rémy Belvaux und André Bonzel, die beiden Regisseure, haben ingeniös entschieden: So einen Stoff darf man nicht in Farbe bringen, Schwarz reicht da völlig aus und das Weiß diene allein zur Unterscheidung der Bildinhalte. Zudem rückt das Schwarzweiß den schlimmen Reigen dieser gemächlich erzählten Groteske auch ein ganz klein wenig weiter vom Zuschauer weg, sodass dem Zuschauer gerade so viel Distanz bleibt, sich den Film bis zum Ende anzuschauen, ohne irgendwann voll am Rad zu drehen. Die Szenenfolgen sind fließend und schlüssig, nichts bleibt, bis auf die Art der Inhalte selbst, unklar oder irritierend, obgleich Sprünge, Vorwegnahmen und unvermittelte Einstiege vorhanden sind. Die Szenen sind durchkomponiert wie böse, verstörende kleine Musikstücke.
Die Kamera vermittelt die Story kongenial. Alles stimmt, die Perspektiven, die Entfernungen, die Bildinhalte. Stellenweise wird der hektische Wackelgang einer Livedokumentation imitiert, was die Authentizität des Geschehens unmittelbarer spürbar macht.

Den vollkommenen Geniestreich des Films bildet für mich aber sein abgründiger Hintergedanke: Es geht um die Distanz, die zwischen uns, den Zuschauern, und dem fiktiven Geschehen eines Films besteht. Diese Distanz, nur Zuschauer und nicht Akteure eines Filmgeschehens zu sein, ist unser Schutz und sichert uns noch ein gutes Gefühl, selbst wenn wir den aberwitzigsten Gewalttaten als unsichtbare Gäste beiwohnen. In "Mann beißt Hund" müssen wir uns als Zuschauer jedoch bereits durch die Arbeit des Filmteams ertappt fühlen, das uns einen Besuch des Abseitigen aus der schützenden Distanz der dokumentarischen Darstellung verschaffen will. Die Filmleute sind die Willensgehilfen des Zuschauers, die das, was der Zuschauer sehen will, zeigen. Solcherart korrumpiert gibt es da aber auch einen Interessenkonflikt: Die Filmleute wollen zwar nur ihre Doku drehen, um dann womöglich wieder in ihr normales Leben zurückzukehren, aber Ben findet zunehmend Gefallen an seiner Rolle im Mittelpunkt ihrer Aufmerksamkeit und beginnt sich zu produzieren. Er braucht das Team ja nicht, weil er anonyme Zuschauer unterhalten möchte, sondern er wünscht sich als Mörder, Denker und Künstler wahrgenommen und anerkannt zu werden. Er braucht Komplizen und Gleichgesinnte, die bestenfalls sogar Teil seiner dünn besiedelten und abnormen Zwischenwelt werden. Er zweifelt keinen Moment an der Rechtmäßigkeit seiner kriminellen Existenz und findet aus seiner egozentrischen Perspektive auch keinerlei Anlass, sich je zu hinterfragen. Das scheinbar unverdächtige Interesse von Vertretern der normalen bürgerlichen Welt an ihm bestätigt ihn also in seiner Egomanie und lässt ihn gänzlich jede Scheu verlieren. So tritt er als Wesen der Dunkelheit plötzlich ins Licht vor die Kamera.
Von Bens unheimlicher Persönlichkeit geht eine gefährliche Sogkraft aus, die jeden, der ihm zu nahe kommt, in die Todesabgründe seiner irren Psyche zu reißen droht. Selbst seine Posen bürgerlicher Banalität oder possenhafter Lächerlichkeit, in welche er sich immer wieder frei- aber auch unfreiwillig begibt, können diesen Schauder nicht binden, sondern vielmehr verstärken sie ihn und verleihen Bens Charakter umso intensiver jenes dämonische und unsympathische Flirren. Er und seine Welt sind völlig krank und verschoben, dennoch west er in all dieser Unsäglichkeit so selbstverständlich und vital wie ein Insekt.
Ben bietet das Unannehmbare und völlig Inakzeptable, welches ihm die Leute vom Film in einem nicht gezeigten Teil der Geschichte zuvor angetragen haben, zunächst als unschuldiges Alltagsgeschäft an: Ich verübe meine Morde und ihr dreht euren Film darüber. Aber ohne es zu merken werden die Filmleute sukzessive von unbeteiligten Beobachtern zu Mitwissern, von Mitwissern zu Mittätern und von Mittätern zu Akteuren des Mordens. Ben bildet sie regelrecht aus, er erklärt ihnen jedes Detail und lässt sie, den Ausbruch aus der kriminellen Einsamkeit seines Auftragskillerdaseins genießend, an jedem abwegigen Wissen teilhaben. Schließlich wird das Team von dem Grauen, den es seinen Zuschauern wohlig aufbereiten wollte, in dem Moment endgültig selbst verschlungen, als das Geschäft des Todes zur banalen Alltäglichkeit wurde und sie sogar teilzuhaben begannen an den bestialischen Freuden des Gesetzlosen. Jede Distanz war nun auf Null zusammengeschmolzen, unumkehrbar, rettungslos.

Spoiler: Der Zuschauer weiß am Ende nicht mehr, wie er sich dazu verhalten soll. Auch SEINE Distanz zum Geschehen ist durch die naturalistische Darstellung der Gewaltorgien und den hintergründigen Zynismus, der gleich einer bösen Philosophie alle Szenen durchdringt, weitgehend verloren gegangen. Eigentlich ist er doch an den Unterschied zwischen realer und konsumtiver Gewalt gewöhnt, aber das hier ist anders und es beschleicht ihn das ungute Gefühl, korrumpiert worden, und Zeuge echter Verbrechen geworden zu sein. Er sehnt sich nach einem Ausweg aus diesem Dilemma, den der Film auch gnädig anbietet und zwar in Gestalt einer klassischen Katharsis. Ich habe selten auf ein derart rabiates und vollständig eliminierendes Ende so erleichtert reagiert.

Ich halte diesen Film für ein Meisterwerk.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 5, 2015 1:54 PM MEST


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Preis: EUR 111,00

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schnell ..., 1. März 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Hatte vorher noch die 840, welche aber immer langsamer wurde. Dann die 850 Evo hier für das neue System gekauft und sie rennt! Absolutes Highlight ist das Migrationstool von Samsung. Die größte Überraschung war, als ich die komplette Win7/64-Installation des alten Systems spaßeshalber mal auf die 850 Evo kopiert und in den neuen Rechner eingebaut habe. Diese Idee hatte hier bereits ein anderer Rezensent. Es müssen dazu aber beide Systeme AMD-HW sein. Der erste Start dauerte etwas, aber dann hatte das BS alle Treiber geladen und war nach Neustart wieder das alte! Es musste nur neu gestartet und bei MS wieder freigeschaltet werden. Die Treiberleichen müssen schließlich noch per Hand entfernt werden (googlen: "Win7 Treiberleichen entfernen"). Es läuft tatsächlich alles stabil, als wäre es noch das alte System, nur schneller. Falls es doch einmal Probleme geben sollte, kann ich ja immer noch frisch instellieren. So habe ich mir eine Menge Arbei erspart.


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Wird angeboten von SamWo
Preis: EUR 34,90

5.0 von 5 Sternen Warm, wärmer und noch wärmer, 1. März 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Kalte Füße, eine Plage, Verhinderer des Einschlafens und Ursache von Erkältungen. Dafür sind diese echten Lammfellschuhe eine tolle Lösung. Als Hausschuhersatz eignen sie sich zwar nicht, da die Füße beim Laufen darin herumrutschen, und dafür sollte man sie auch nicht nutzen, da sie sonst zu schnell verschleißen. Aber zum Sitzen auf der Couch mit hochgelegten Beinen und diese Fußwärmer dabei an - sind sie einfach nur wundervoll.


Zwilling Twin Pure black Pizzaschneider 210 mm (Satinierter Edelstahl, spülmaschinengeeignet)
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Preis: EUR 16,98

5.0 von 5 Sternen In wenigen Worten, 1. März 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
gesagt ist das Ding schick, sehr pflegeleicht, mit großem Rad schiebt es die Pizza nicht vor sich her, ausreichend scharf und fein geschliffen trennt es auch Salami und Schinken gut durch. Es ist ein prima Küchenzubehör!


Metabo 600077500 Akku-Schrauber PowerGrip Li
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Wird angeboten von Baumarkt Bender
Preis: EUR 59,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Richtiges Werkzeug, 1. März 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Seit 15 Jahren benutze ich bereits einen "großen" Akkuschrauber von Metabo, mit Handspannfutter, Drehmomentwähler und viel Kraft. Die beiden ersten Akkus waren im Laufe der Jahre aber eines Tages hin, wofür es zum Glück jedoch Ersatz zu kaufen gab - sogar mit noch mehr Power. Nur ist der große Akkuschrauber für Schraubarbeiten zu schwer und unhandlich. Daher wurde der kleine PowerGrip von Metabo hinzugekauft und nun teilen sich die beiden die Arbeit: Der Große bohrt und der Kleine schraubt. Die Bits einfach ins Futter stecken und los. Es kommt zwar vor, dass manche Bits danach etwas fest stecken und mit einer Zange gelockert werden müssen, aber das ist nur eine Kleinigkeit. Das Gerät liegt sehr gut in der Hand, wenn man denn große Hände hat. Es ist solide gebaut und auch für stressigen Einsatz geeignet. Der Drehmomentwähler funktioniert wie bei dem großen Gerät sehr gut und verhindert besonders bei kleineren Schrauben, dass sie durchdrehen. Schön wäre, wenn der Powerschalter auf kurzem Wege erst die Leuchte einschalten würde und dann den Motor. Der Akku hält wirklich erstaunlich lange durch. Kurz und gut, der Schrauber macht einen Handwerker alles in allem froh. Bei Handwerksarbeiten geht manches nicht gleich wie gewünscht, aber am Werkzeug darf das nie liegen. Auch wenn ich schon seit vielen Jahre nicht mehr in meinem Beruf arbeite, schätze ich als gelernter Handwerker gutes Werkzeug und Metabo hat mich noch nie enttäuscht.


Logitech Harmony Ultimate Fernbedienung
Logitech Harmony Ultimate Fernbedienung
Preis: EUR 199,00

3 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Zu wenig Tasten, 15. Januar 2015
Immer mehr Steuergeräte setzen auf den Touchscreen als bunte Lösung für die wachsenden Anforderungen moderner Geräte. Was bei einem Smartphone immerhin ok ist, bringt bei einer Universalfernbedienung hingegen gar nichts, denn eine UFB muss "blind" bedient werden können. Die Ultimate von Logitech hat zwar einige ergonomisch geformte Tasten, aber es sind zuwenig. Für spezielle Gerätefunktionen bietet sie daher nur über die Touchscreensteuerung noch mehr Möglichkeiten. Niemand will aber mitten im Film erst lange auf die FB glotzen, sondern es muss quasi en passant gehen. Außerdem kann es auf einem Touchscreen leichter zu Fehleingaben kommen. Für den Hersteller senken sich bei UFBn mit Touchscreen zwar die Produktionskosten und steigern sich die Gewinnmargen, aber der Kunde sieht in die Röhre. So geht das nicht. UFBn müssen beleuchtete, ausreichend viele, intelligent angeordnete und ergonomisch geformte Tasten haben, damit man "mit den Fingern sehen kann" und daran ändert sich nichts. Die neue Logitech ist nicht der richtige Weg und wird nicht unsere neue UFB.
Kommentar Kommentare (7) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 2, 2015 6:03 PM CET


Louis de Funès Collection - 3 Blu-rays
Louis de Funès Collection - 3 Blu-rays
DVD ~ Louis de Funès
Preis: EUR 19,55

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lieblingsfilme, 15. Januar 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Louis de Funès genoss in seinem Heimatland, wie lange zuvor schon sein Landsmann Molière, lange nicht die Anerkennung, die er verdient hätte. Auch gegen Molières teilweise deftigen und entlarvenden Komödien hatte der kunstsachverständige Eigensinn etlicher seiner zum Teil auch noch einflussreichen Zeitgenossen manches einzuwenden. So lief auch Louis de Funès lange als Schauspieler für deftiges, massentaugliches Volkskino ohne Tiefgang. Von seinem Erfolg träumten allerdings nicht wenige Kollegen, denn sein Publikum scherte sich nicht um so hohe Kriterien des Kunstverständnisses, sonder spürte mit Genuss die urige Geschlossenheit in den Figuren de Funès‘. Sein hektisches, clowneskes und dennoch bis ins Detail perfektioniertes Schau- und Minenspiel sind sein unverwechselbares Markenzeichen. Und - Gott sei's gedankt - die Kinder verstanden diesen genialen Schauspieler als treue Fans zuerst und hatten wohl manchen Eltern ein Alibi verschafft, sich de Funès doch einmal anzusehen. Vielleicht habe ich hier auch ein wenig übertrieben, aber im Kern trifft es die Sache schon, denn erst in unserer Zeit, dreißig Jahre nach seinem Tod, erkennen nun auch die letzten Franzosen, was für einen großen Komiker sie in Louis de Funès hatten.

Louis de Funès Filme fanden in der damaligen DDR das Wohlwollen der Zensur, wie z.B. auch die dänischen Olsenbanden-Streiche, sodass sie gezeigt wurden und im Osten wie im Westen schon lange eine treue Fangemeinde existiert. Daher kenne auch ich diesen einzigartigen französischen Komiker schon seit meiner Kindheit. Ich persönlich finde nicht alle seine Filme lustig - nun ja, de Funès hat schließlich eine sehr lange Filmographie hinterlassen - aber an einige unvergessliche Erlebnisse erinnere ich mich bis heute, weil z.B. mir manchem der Balduin-Streifen vor Lachen der Bauch weh tat. Meine Lieblingsfilme sind aber zwei besondere, nämlich die auf dieser Bluray zusammen mit "Die große Sause" veröffentlichten: "Brust oder Keule" und ein später Film: "Louis und seine außerirdischen Kohlköpfe". Ich war erfreut, sie hier in einer Box vereint zu finden.

"Brust oder Keule" dreht sich um ein französisches Traditionsthema, das Essen, und rechnet mit der modernen Lebensmittelindustrie ab. In der klassisch zweigleisigen Story, einesteils über einen Vater-Sohn-Konflikt, kämpft der kleine Restauranttester Charles Duchemin in der Hauptstory verbissen gegen seinen Widerpart, den Herrn Tricatel, der einen ungeheuren Skandal in der Lebensmittelbranche zu verantworten hat und vor keiner Schandtat zurückschreckt. Allein Duchemins Verkleidungen bei seinen Inkognito-Restaurantbesuchen sind zum Kugeln. Natürlich bekommen Tricatels Teufelsküchen von ihm immer nur die schlechtesten Bewertungen, was ihn bei Jacques Tricatel gar nicht beliebt macht. Beliebt sein ist aber bei keiner der Rollen, die de Funès spielt, die Stärke des Charakters. Beide Erzählstränge laufen dann zum Ende gekonnt zusammen, ein wirklich hervorragender Film.

In "Louis und seine außerirdischen Kohlköpfe" geht es dagegen um die Vernichtung kleiner, traditioneller Lebenswelten durch expandierende Großunternehmen, in deren Plänen von einer neuen Welt etwa eine gut gekochte, äußerst leckere Kohlsuppe mit Zutaten aus dem eigenen Garten keinen Platz mehr hat. Nur ein unverständlich libbelnder und röllernder Außerirdischer weiß diese vorzügliche Köstlichkeit zu schätzen, die sich noch dazu als Möglichkeit intergalaktischer Verständigung mit gesamtgesundheitlich flatulierendem Wohltun auswirkt, weshalb das Alien den störrischen, inmitten einer bereits vom Geld aufgefressenen Landschaft einsiedelnden Eigenbrötler, gespielt natürlich von de Funès, wieder und wieder besucht. Gerade dieser Film hat es mir sehr angetan. Hier spielt de Funès nicht seine übliche Rolle des hektischen Clowns, sondern er bringt ganz andere, für mich faszinierende Facetten seines Alter Egos zum Vorschein. Dieser Film ist anders und viele Zuschauer empfinden ihn als wenig lustig. Für mich ist er das Vermächtnis Louis de Funès‘.
Sicher, de Funès spielt immer de Funès, aber bin dankbar, dass es einen wie ihn gab.


McLaces runde Schnürsenkel in Top Farben
McLaces runde Schnürsenkel in Top Farben
Wird angeboten von Schuhband24
Preis: EUR 2,05 - EUR 2,25

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tolle Senkel, 15. Januar 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Schöne dicke runde Senkel, die genug Reibung haben, damit sie sich nicht von allein lösen. Die Längen kann man genau auswählen, weshalb die alten Senkel gemessen werden sollten. Die Verpackung war etwas prosaisch - zwei aus der großen Kiste gefischt und in den Briefumschlag getan - aber das zählt letztendlich nicht. Gegen die Mülldinger, die mir ein ortsansässiger Schuster zuvor angedreht hat (er schätzte 20 cm zu lang, sodass sie mehrfach geschnürt werden mussten, sie waren zu dünn und zu schnell aufgerieben, weil billige Qualität, aber für stolze 6,90€ das Paar) sind diese Senkel die absoluten Gewinner in Qualität und Preis. Ab jetzt nur noch Senkel von hier. Es lebe das Internet.


Der Grinch [Blu-ray]
Der Grinch [Blu-ray]
DVD ~ Bill Irwin
Preis: EUR 7,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Der Grinch - Bluray, publiziert von Weihnachtshassern?, 11. Januar 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Grinch [Blu-ray] (Blu-ray)
Der Film lebt von der Skurrilität der Story, die im Original von Dr. Seuss geschrieben wurde und die in Amerika wirklich jedem Kind bekannt ist. Es gibt von ihr auch einen kleinen Zeichentrickfilm der in Amerika geradezu Kultstatus besitzt. Doch wird die kleine Geschichte in "How the Grinch stole Christmas - The Movie" um einiges erweitert. Die Grundidee ist zwar die alte: Der Grinch hasst Weihnachten, weil die Whos zu dieser Zeit mit ihren abgefahrenen Musikinstrumenten - im Zeichentrick zum Teil wirklich fahrbaren - einen infernalischen Lärm veranstalten. Doch weiß der Film z.B. auch etwas über die Kindheit des Grinch zu erzählen, dessen Xmashass durchaus da ihren Ursprung hat. Die Stimme des Erzählers aus dem Off ist ein in Märchen früher oft eingesetztes Stilmittel, das heute wohl nicht mehr jedem geläufig sein dürfte. Es ist zudem eine Verfilmung, in der ein Jim Carrey noch in Hochform seine Feuerwerke an Grimassen, Gags, Kalauern und Slapstick, gepaart mit unvergleichlichem Wortwitz abfackelte. Wer dem Film die vielen Hollywoodproduktionen typische selbstverliebte Amihaftigeit verzeihen kann, kommt mit einer wunderschönen, urkomischen und grillenhaften Weihnachtsgeschichte voll auf seine Kosten. Kurz, der Film ist großartig.
Das Bild der Bluray ist dagegen flau und im Schwarzbereich erkennbar zu hell eingestellt. Daher muss im Player (gleich, ob HW oder SW) die Helligkeit nachgeregelt werden, oder der Dynamikbereich ist auf voll (0 - 255) zu stellen - sofern der Player das unterstützt. Auch die Farbdynamik kann etliches mehr Pepp vertragen. An Schärfe und Knackigkeit des Bildes lässt diese miese Veröffentlichung schließlich viel zu missen übrig, was mal wieder typisch ist für die elende Aasgeierei in der Medienvermarktung, wo es offenbar nur im die Kohle geht. Der deutsche Ton schleppt etwas hinterher, was bei einigen Szenen auffällt. Solche Fehler kann ein normaler Player nicht mehr korrigieren. Nur Power DVD in Verbindung mit einer guten Grafikkarte und entsprechendem Treibermenü kann hier Abhilfe schaffen. Der Dialogton ist im Stereodownmix zu leise, ein Fehler, der bei vielen Produktionen auftritt. Die technische Umsetzung des Materials ist also alles in allem schwer zu bemängeln, was bei diesem Film wirklich schade ist.
Und zu schlimmer Letzt noch ein Detail, hinterlassen von dem Synchronstudio, das den englischen Dialog ins Deutsche übersetzt hat. In der Szene, wo die kleine Cindy Lou nach ihrem Besuch beim Grinch und der Fahrt durch den Müllschacht wieder zurück im Schnee landet, lässt der Synchronsprecher ihren Vater doch tatsächlich sagen: "Deinen Schneeadler kannst du später machen." Was? Schneeadler? Im englischen Originalton heißt es eindeutig: "You can make Snowangels later." Welcher Depp hat da etwas gegen Engel? Man stelle sich die Weihnachtsgeschichte mal so vor: "Und siehe, des HERRN Adler trat zu ihnen, und die Klarheit des HERRN leuchtete um sie; und sie fürchteten sich sehr. Und der Adler sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht!"
Und ich habe jetzt auch ein "Dinner mit mir selbst, das ich nicht schon wieder absagen kann."


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