Profil für Hans Krone > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von Hans Krone
Top-Rezensenten Rang: 1.399
Hilfreiche Bewertungen: 905

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
Hans Krone (Halle)

Anzeigen:  
Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11-17
pixel
Motorola Moto X Smartphone (11,9 cm (4,7 Zoll) AMOLED-Touchscreen, 10 Megapixel Kamera, 2GB RAM, 16GB interner Speicher, Nano-SIM-Steckplatz, Android 4.4) walnut
Motorola Moto X Smartphone (11,9 cm (4,7 Zoll) AMOLED-Touchscreen, 10 Megapixel Kamera, 2GB RAM, 16GB interner Speicher, Nano-SIM-Steckplatz, Android 4.4) walnut
Preis: EUR 282,43

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Feines, schmuckes, tolles Handy fürs Geld, 30. Juni 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Da schon sehr viele Bewertungen hier stehen, nur kurz die wesentlichen Eindrücke nach einem halben Jahr Nutzung: Die Gestaltung der Rückseite mit Furnier ist ein kleiner Hingucker. Fragen der Freunde bleiben nicht aus. Die Materialmischung aus Plastik, Holz und Glas irritiert zwar etwas die gewöhnliche Handyerfahrung, fühlt sich aber angenehm an. Dazu liegt das Gerät mit seiner gewölbte Rückseite sehr ausgewogen in der Hand. Die Größe des Bildschirms ist gut, vor allem weil der Screen bis fast an den Rand des Handys geht. Für Leute wie mich, die ihr Handy in die Hosentasche der Jeans stecken, passt die Größe ideal. Die Bedienung ist leicht eingewöhnt, an festen Tasten gibt es nur die Laustärkewippe und den Powerknopf. Drückt man ihn ein paar Sekunden erscheint ein Menü mit Shutdown, Flugmodus, vibrieren, stumm oder laut, in dem mir aber entschieden die Neustartoption fehlt (nach Update auf Adroid 5.1 nur noch Shutdown).

Streitpunkte sind der fest verbaute Akku und der statische Speicher. Es könnte mehr Speicher sein, 16GB sind nicht so viel. Da mit dem Handy aber überwiegend nur handytypisches gemacht wird, hat der Speicher bisher ausgereicht. Trotz mehrerer Wörterbücher und Lexika sind noch 5GB frei. Der Akku reicht für Nutzer, die Datenverkehr, WLAN, Bluetooth und GPS normalerweise ausgeschaltet lassen, gut drei Tage. Ansonsten ist bei voller Nutzung am Abend Schluss. Da der Akku jedoch innerhalb von einer Stunde wieder voll aufgeladen ist, dürfte die kurze Akkuzeit zu verschmerzen sein. Natürlich stellt sich die Frage nach der Lebensdauer des Akkus. Nach bisher einem halben Jahr Nutzung ist er immer noch frisch. Er wird allerdings auch immer erst aufgeladen, wenn er so auf 30% runter ist. Die kompakte Bauweise kommt dafür insgesamt der Haltbarkeit zugute und es knarzt nicht.

Der Bildschirm ist hell und AMOLED-typisch extrem kontrastreich und farbintensiv. Bei einem rein weißen Bild erkennt man allerdings einen gelblichen Stich. Also für Fotobearbeitung ist das Handy nicht geeignet, dafür kann man es aber in der Wildnis als Taschenlampe oder Kompass verwenden ;-).

Auf dem Gerät ist ein puristisches Android installiert, ohne viele Müll-Apps wie z.B. bei einigen anderen Herstellern üblich. Da mag sich jeder installieren, was er möchte. Seit dem 03.07.15 liefert Motorola für das Moto X 2013 in Deutschland das neue Android 5.1 Lollipop aus. Davon kann sich in Sachen Modellpflege mancher Hersteller eine Scheibe abschneiden. Bisher zeigten sich nach dem Update keine Probleme. Der Systemstart dauert jetzt deutlich länger. Der Start einiger Apps hingegen hat sich spürbar beschleunigt. Einige Apps müssen neu installiert werden. Der originale Taschenrechner bleibt weiterhin nur eine spartanische Lösung für einfachste Rechenaufgaben. Der Wecker bzw. Timer ist ein brauchbares Tool für verschiedene Anwendungsbereiche. Der Kalender wurde mit dem Update besser. Es werden primär die Termine angezeigt, aber ein Tip auf die Monatanzeige öffnet die Monatsübersicht, wo Termine aber nur noch am Kreis um den jeweiligen Tag erkennbar sind. Es bleibt dabei, dass verschiedene, jeweils persönlich zufriedenstellende Apps selbst besorgt werden sollten. So wie ich feststellen konnte, hat das Update den freien Speicherplatz um etwa 400 MB verringert.

Die Performance erlaubt eine absolut flüssige Nutzung aller Möglichkeiten des Smartphones. Da gibt es kein Ruckeln oder Stocken. Die Netzsensibilität ist sehr gut. Die WLAN-Konnektivität völlig problemfrei und flott (feste IPs). Der Ton laut und leise ist gut, obwohl ich hier von Motorola ein wenig mehr erwartet habe. Aber Vorsicht, das ist Meckern auf hohem Niveau, denn der Vorgänger, ein Galaxy S3 Mini, konnte dem Moto in den Punkten Performance, Netz und vor allem der Gesprächsqualität (Scheppern) nicht das Wasser reichen. Das 3-Mini ist allerdings auch längst nicht mehr aktuell.

Die Google Sprachfunktion, die ich zunächst als Spielerei abgetan hatte, entpuppte sich im Nachhinein als super-praktischer Navi-Ersatz. Denn wie hoch z.B. der Berliner Fernsehturm ist, interessiert mich jetzt nicht unentwegt, aber wenn man dem Ding sagt: "Navigiere zu Straße, Hausnummer, Postleitzahl, in Stadt!" dann berechnet das Moto kurz den Weg und leitet da hin. Vorausgesetzt, man hat nicht gerade von der Wurst abgebissen und den Mund voll. Für längere Strecken ist ein richtiges Navi jedoch besser, weil Google-Maps da manchmal völlig unbegreifliche Umwege einbaut. Für Stadt und Umgebung ist es aber prima.

Zum Schluss: Das Moto X kann LTE, aber ich muss da leider noch etwas warten.

Fazit: Feines, schmuckes, tolles Handy fürs Geld.


Esmeyer 304-009 Universal-Messerblock Wonder
Esmeyer 304-009 Universal-Messerblock Wonder
Preis: EUR 20,14

4.0 von 5 Sternen Auf jeden Fall brauchbar, 24. Juni 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die Größe des Blockes reicht für alle gängigen Messerklingen des normalen Haushalts bis 20 cm Länge völlig aus. Die 22 cm Klinge unseres Brotmessers ragt etwa 5 cm heraus. Wichtig ist, den Block vollständig mit etwa 6 Messern zu bestücken, da nur so genug Enge in dem Schacht entsteht, um auch die kleineren Messer festzuhalten. Trotzdem kann kaum ein Messer, es sei denn besonders schmal und klein, ganz hineinrutschen. Der positive Effekt dieses Messerhalters wird schnell deutlich: Er schafft Platz auf der Anrichte und hält die verschiedenen Messer schnell zum Benutzen vor. Das Holz unseres Teils hatte an der Seite einen Fehler, aber ansonsten ist er solide und sieht gut aus. Einen stechenden Chinageruch der Plastikfasern konnten wir nicht feststellen. Wenn man den günstigen Preis berücksichtigt, ist dieser Messerhalter eine gute Anschaffung.


EiioX Six Inch Schwarz Griff und Weiss Messerklingen Keramikmesser Für Schnitt Brot,Fleich Fisch usw.
EiioX Six Inch Schwarz Griff und Weiss Messerklingen Keramikmesser Für Schnitt Brot,Fleich Fisch usw.
Wird angeboten von InnooTech
Preis: EUR 9,99

5.0 von 5 Sternen Für diesen Preis ein brauchbares Messer, 5. Juni 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die Schärfe der Keramikklinge ist sehr gut und die Länge des Messers macht es für einen breiten Einsatz tauglich. Der Kunststoffgriff ist mit einer samtfeinen Oberfläche versehen. Hoffentlich ist das Material ölbesständig, denn der Griff des Vorgängers fing nämlich nach einigen Jahren an zu kleben. Bekanntlich haben Keramitkklingen nicht die gleiche extreme Schärfe wie Qualitätsmesser aus Stahl, aber sie bleiben lange scharf und verrichten in ihrem Einsatzbereich die besten Dienste. Besonders Nahrungsmittel wie Erdbeeren, Zitronen oder Fisch werden in unserer Küche mit diesem Messer geschnitten. Keramikklingen sind neutral und weder geifen Säuren das Messer an, noch haftet irgendein Geschmack am Messer oder an Fisch. Für diesen Preis ist das Messer eine absolute Empfehlung.


6er Damastmesser Set, Japanischer Stahl VG-10,Wakoli Pakka, 6Teilig
6er Damastmesser Set, Japanischer Stahl VG-10,Wakoli Pakka, 6Teilig
Wird angeboten von OLEIO GmbH
Preis: EUR 299,00

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Gemischte Gefühle, 4. Juni 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ein schwarzer, flacher Karton mit asiatischen Schriftzeichen. Der dunkelgraue Moosgummieinsatz, in dessen sauber eingefrästen Vertiefungen die Messer liegen, verströmt den stechenden Geruch fernöstlicher Kunststoffchemie. Die Messer haben schöne Griffe und sehen einfach sehr gut aus. Jedoch machen die Gebrauchseigenschaften leider keinen guten Eindruck. Erstens sind die Klingen des Sets aus gewalztem Industriedamast, was per se zwar noch kein Mangel sein muss, aber bei den drei großen Messern des uns zugeschickten Sets wurde eine dünnere Blattstärke verwendet als bei den kleinen Messern. Da sich die Blattstärke zur Klingenspitze hin nicht verjüngt, sondern durchgehend aus Walzstahl besteht, ist die Biegefestigkeit besonders in Griffnähe nicht gewährleistet. Schon eine normale seitliche Belastung der Brotmesserklinge z.B. verursachte eine leichte Verstellung der Klingenflucht, was natürlich nicht weiter ausprobiert wurde. Zweitens ist die Härte des Stahls und damit die Standzeit der Klingenschärfe höchstens Küchendurchschnitt. Das ist an und für sich auch in Ordnung und natürlich ist klar, dass richtig gute Messer noch einmal teurer sind, aber wir haben uns bei diesem Preis von knapp 200 Euros doch etwas mehr versprochen. Das Set musste daher leider wieder zurück.


Crucial CT250BX100SSD1 interne SSD 250 GB (6,4 cm (2,5 Zoll) 7mm, SATA III)
Crucial CT250BX100SSD1 interne SSD 250 GB (6,4 cm (2,5 Zoll) 7mm, SATA III)
Preis: EUR 86,59

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gute und preiswerte SSD, 4. Juni 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Bin mit dieser SSD sehr zufrieden. Sie hat für den derzeitigen Preis eine außergewöhnlich gute Performance. Am PC (Win7/64) wird sie sofort erkannt und kann verwendet werden. Die Ausstattung ist natürlich spartanisch, aber wer eine schnelle SSD für schmales Geld braucht, der macht mit der Crucial nichts falsch. Die Lieferung von amazon war mal wieder erstklassig.


Inateck 2,5-Zoll USB 3.0 Festplatte Externes Gehäuse Case für 9.5mm 7mm 2.5" SATA HDD und SSD mit USB 3.0 Kabel, werkzuglose Installation von HDD
Inateck 2,5-Zoll USB 3.0 Festplatte Externes Gehäuse Case für 9.5mm 7mm 2.5" SATA HDD und SSD mit USB 3.0 Kabel, werkzuglose Installation von HDD
Wird angeboten von Inateck
Preis: EUR 16,99

5.0 von 5 Sternen Solides Solid State Disk Gehäuse, 4. Juni 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Allen hier gemachten positiven Rezensionen kann ich nur zustimmen. Ich habe drei dieser Gehäuse mit ausgemusterten und neuen SSDs bestückt und alle drei laufen erstklassig mit wirklich beachtlichen Schreib- und Leseraten. Limitiert wird das nur durch die Laufwerke selbst. Wie schnell USB 3.0 eigentlich ist habe ich erst mit diesen Gehäusen erfahren. Top!


Pergolesi - Stabat Mater
Pergolesi - Stabat Mater
Preis: EUR 11,76

5.0 von 5 Sternen Atemberaubend, 31. Mai 2015
Rezension bezieht sich auf: Pergolesi - Stabat Mater (Audio CD)
Wenn man diese Version von Pergolsis Stabat Mater gehört hat, gesungen vom prägnanten Countertenor Scholls der geradezu umschmeichelt wird vom zartfühlenden Glockensopran Bonneys, dann will man eigentlich keine andere Version mehr. Jedenfalls empfinde ich es so. Dass diese Komposition Pergolesis zu den größten musikalischen Erschaffungen gehört, bedarf wohl kaum der Erwähnung. Wer sich von Musik bewegen lässt, kann bei dieser Einspielung von "Es stand die Mutter schmerzerfüllt" zu Tränen gerührt werden. Der Klang der Aufnahme ist sehr klar und schön.


MEMTEQ® 2,5 Zoll USB 3.0 Festplatte HDD Externes Gehäuse Tasche Festplattenlaufwerk Hülle für 2,5 "SATA HDD und SSD mit USB 3.0 Kabel, kompatibel mit Windows 2000 / Windows Me / Windows 98 / XP / Vista / 7/8, Mac OS 9.1 / 10.8.4 und Aktualisiertere Schwarz
MEMTEQ® 2,5 Zoll USB 3.0 Festplatte HDD Externes Gehäuse Tasche Festplattenlaufwerk Hülle für 2,5 "SATA HDD und SSD mit USB 3.0 Kabel, kompatibel mit Windows 2000 / Windows Me / Windows 98 / XP / Vista / 7/8, Mac OS 9.1 / 10.8.4 und Aktualisiertere Schwarz
Wird angeboten von Profee DE
Preis: EUR 8,95

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Sehr Mangelhaft, 28. April 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Selber schuld, wenn man trotz bereits einschlägig gemachter Erfahrungen hofft, dass man für so wenig Geld auch nur brauchbare Qualität bekommt. Es wurden zwei Gehäuse bestellt, eins hatte eine Delle und funktionierte, das andere, ohne Delle, funktionierte nicht. Die ganze Sache wirkte recht wackelig und billig. Die Stornierunganvorderung beim Händler gestaltete sich dann wie folgt: 1. Keine Antwort 2. Laut Rücksendebedingungen von ptydeltd muss die Rücksendung der Ware nach AUSTRALIEN erfolgen!
Also mein guter Rat Hände weg von diesem Schrott und lieber für etwas mehr Geld die guten Gehäuse kaufen, die es hier genug gibt!


Logitech Z120 2.0 PC-Lautsprecher
Logitech Z120 2.0 PC-Lautsprecher
Preis: EUR 14,99

5.0 von 5 Sternen Sehr zu empfehlen, 9. April 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Logitech Z120 2.0 PC-Lautsprecher (Zubehör)
Nicht zuletzt der vielen guten Rezis hier ist zu danken, dass die Entscheidung, diese Logitech Boxen zu kaufen, nicht falsch war. Sie erfüllen ihren Zweck bei weitem besser als die meisten Monitor- oder Laptoplautsprecher. Der Klang ist völlig ausreichend. Wie auch schon oft erwähnt, kann er keine Musikanlage ersetzen.


Mann beißt Hund [Special Edition]
Mann beißt Hund [Special Edition]
DVD ~ Rémy Belvaux
Preis: EUR 9,99

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Blume der Nacht, 4. April 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Mann beißt Hund [Special Edition] (DVD)
Vorweg dies: Als ich diesen Film vor vielen Jahren im TV-Sender arte zum ersten Mal sah, war ich schockiert und angewidert. Ich nahm mir vor, wie immer in solchen Fällen, so einen Dreck nicht noch einmal anzuschauen. Und dabei wäre es wohl geblieben, wenn mir am nächsten Tag dieser Streifen nicht ständig im Kopf herum gegangen wäre. Irgendwann erinnerte ich mich an die Szene am Kaffeetisch: Der Hauptheld Ben, eben aus dem Gefängnis freigekommen, hatte bei Kaffee und Kuchen mitten im Gespräch mit seinem Begrüßungsgeschenk, einer neuen großkalibrigen Pistole, ausgerechnet dem, der sie ihm geschenkt hatte, einer dummen Bemerkung wegen kurzerhand in den Kopf geschossen. In der Stille nach dem Schuss gleitet die Kamera an den entgeisterten, blutbesprenkelten Gesichtern der erstarrten Kaffeegesellschaft vorüber. Doch hält sich der freche Mörder mit diesem Zwischenfall nicht lange auf, sondern plaudert bald munter weiter über das professionelle Töten, über die Kunst der fachgerechten Entsorgung von Leichen, wie auch über die Kunst als solche, in welchem Zusammenhang er sogar ein zwei Beispiele eigener schlechter Gedichtkreationen vorträgt. Er weiß wo alte Leute ihr Geld verstecken und wie man eine herzkranke Oma mit geringstem Aufwand erledigt. Er führt auch eine Vergewaltigung vor - in seinem abartigen Sinne stilgerecht. Er redet über Politik und über die Gestaltung trostloser Mietskasernen. Das Ganze geschieht vor dem Hintergrund schlimmer und schlimmerer Szenen, ungerührt abgedreht, eine schockierender als die nächste. Über solche Szenen kann und darf man als anständiger Mensch eigentlich nicht lachen! Nicht sofort, denn am nächsten Tag kann genau das trotzdem passieren.
Warum darf dieser Film nun aber nicht als irgendein blood-and-atrocity-trash bezeichnet werden, wie er tausendfach in den düsteren SFK18-Ecken einigermaßen gut sortierter Videotheken herumsteht? Was unterscheidet ihn von derlei Machwerken, die sich ebenfalls voyeuristisch-wollüstig dem Abyssus brutaler Abscheulichkeiten nähern, um dem hartgesottenen Zuschauer, der in der Sicherheit seines heimischen Wohnzimmers sitzt, einen schockierenden Blick in derlei grausige Abgründe zu verschaffen? Am nächsten Tag verschwinden solche Machwerke zumeist wieder in der dunklen Ecken ihrer Videothek, als wäre nichts geschehen.

"Mann beißt Hund" muss zu jenen Filmen gezählt werden, die mit den umstrittenen filmischen Mitteln brutaler provokativer Grenzüberschreitung spät angefangen haben. Heute tut das bereits jeder Stümper, um seine kruden Machwerke womöglich noch der Kunst zu empfehlen. Das Produktionsjahr von "Mann beißt Hund" liegt mit 1992 weit hinter jener Zeit, als weiland Luis Buñuel und Salvador Dali mit schockierenden cineastischen Entsetzlichkeiten experimentierten (1929). Und auch 1978, als A. Romero in seinen Zombiefilmen aberwitzige Horror- und Verfallsdarstellungen als methodisches Mittel eines neuen Genres zu verwenden begann, war bereits viel von dem Reiz filmischer Übertretung vorweggenommen. Die große Affinität des Zelluloids zu solch hemmungslos ausbebilderter Gewalt zeigte sich also schon beizeiten. Ob nun die Darstellung blutiger Verstümmelungen, die Zerstörung des Zivilen, der Bruch mit jedem guten Geschmack oder die Bildersprache finsterster Apokalyptik, als Methode der Filmkunst hat sich solches alles längst etabliert und man muss schon eine wirklich besondere Idee haben, um hier noch etwas Neues zu schaffen. Tabubreakmovies sind nichts besonderes mehr, aber "Mann beißt Hund" ist aus folgenden Gründen besonders:

Zunächst zur Rolle Bens, der Hauptfigur, die fast im gesamten Film allein agiert und genau genommen auch den gesamten Film fast allein bestreitet. Ben ist ein professioneller Auftragskiller, den ein Kamerateam bei seiner Arbeit begleiten möchte, um einen Dokumentarfilm über seine "Arbeit" zu drehen. Normalerweise würde der Plot an dieser Stelle bereits in einer schweren Plausibilitätskrise stecken, denn kein normaler Auftragsmörder würde sich je bei seiner Arbeit filmen lassen. Aber genau da, an dieser Stelle setzt das Argument in Gestalt des Killers Ben ein: Er ist kein üblicher Killer, wie man sich einen vorzustellen hat, sondern er ist die personifizierte Eitelkeit eines narzisstischen Kriminellen, er ist völlig von sich eingenommen, er ist total skrupellos und außerweltlich, er ist ein gefährlicher Psychopath. Gespielt wird er vom genialen Benoît Poelvoorde, der diesen abartigen Typen dermaßen überragend bringt, dass mir das Gesicht Poelvoordes wohl für immer mit dieser seiner Rolle als Killer Ben verbunden bleiben wird. Seine schauspielerische Leistung, mit der er das Psychogramm Bens auf den rabenschwarzen Punkt bringt, ist der erste wichtige Grund, warum dieser Film für mich ein Kunstwerk ist.

Ein weiterer Grund betrifft den Zusammenhang von Bild und Regie. Der Film ist in Schwarzweiß gedreht und setzt sich so selbstbewusst vom meisten Vergleichbaren ab („Schindlers Liste“, auch ein gutes Beispiel für den gelungenen Einsatz von Schwarzweiß, wurde erst 1993 gedreht). Er verzichtet damit völlig zu Recht auf Rot, die Farbe des Blutes, das in ihm genug vergossen wird. Wie leicht hätte hier ein Zuviel entstehen können, aber Rémy Belvaux und André Bonzel, die beiden Regisseure, haben ingeniös entschieden: So einen Stoff darf man nicht in Farbe bringen, Schwarz reicht da völlig aus und das Weiß diene allein zur Unterscheidung der Bildinhalte. Zudem rückt das Schwarzweiß den schlimmen Reigen dieser gemächlich erzählten Groteske auch ein ganz klein wenig weiter vom Zuschauer weg, sodass dem Zuschauer gerade so viel Distanz bleibt, sich den Film bis zum Ende anzuschauen, ohne irgendwann voll am Rad zu drehen. Die Szenenfolgen sind fließend und schlüssig, nichts bleibt, bis auf die Art der Inhalte selbst, unklar oder irritierend, obgleich Sprünge, Vorwegnahmen und unvermittelte Einstiege vorhanden sind. Die Szenen sind durchkomponiert wie böse, verstörende kleine Musikstücke.
Die Kamera vermittelt die Story kongenial. Alles stimmt, die Perspektiven, die Entfernungen, die Bildinhalte. Stellenweise wird der hektische Wackelgang einer Livedokumentation imitiert, was die Authentizität des Geschehens unmittelbarer spürbar macht.

Den vollkommenen Geniestreich des Films bildet für mich aber sein abgründiger Hintergedanke: Es geht um die Distanz, die zwischen uns, den Zuschauern, und dem fiktiven Geschehen eines Films besteht. Diese Distanz, nur Zuschauer und nicht Akteure eines Filmgeschehens zu sein, ist unser Schutz und sichert uns noch ein gutes Gefühl, selbst wenn wir den aberwitzigsten Gewalttaten als unsichtbare Gäste beiwohnen. In "Mann beißt Hund" müssen wir uns als Zuschauer jedoch bereits durch die Arbeit des Filmteams ertappt fühlen, das uns einen Besuch des Abseitigen aus der schützenden Distanz der dokumentarischen Darstellung verschaffen will. Die Filmleute sind die Willensgehilfen des Zuschauers, die das, was der Zuschauer sehen will, zeigen. Solcherart korrumpiert gibt es da aber auch einen Interessenkonflikt: Die Filmleute wollen zwar nur ihre Doku drehen, um dann womöglich wieder in ihr normales Leben zurückzukehren, aber Ben findet zunehmend Gefallen an seiner Rolle im Mittelpunkt ihrer Aufmerksamkeit und beginnt sich zu produzieren. Er braucht das Team ja nicht, weil er anonyme Zuschauer unterhalten möchte, sondern er wünscht sich als Mörder, Denker und Künstler wahrgenommen und anerkannt zu werden. Er braucht Komplizen und Gleichgesinnte, die bestenfalls sogar Teil seiner dünn besiedelten und abnormen Zwischenwelt werden. Er zweifelt keinen Moment an der Rechtmäßigkeit seiner kriminellen Existenz und findet aus seiner egozentrischen Perspektive auch keinerlei Anlass, sich je zu hinterfragen. Das scheinbar unverdächtige Interesse von Vertretern der normalen bürgerlichen Welt an ihm bestätigt ihn also in seiner Egomanie und lässt ihn gänzlich jede Scheu verlieren. So tritt er als Wesen der Dunkelheit plötzlich ins Licht vor die Kamera.
Von Bens unheimlicher Persönlichkeit geht eine gefährliche Sogkraft aus, die jeden, der ihm zu nahe kommt, in die Todesabgründe seiner irren Psyche zu reißen droht. Selbst seine Posen bürgerlicher Banalität oder possenhafter Lächerlichkeit, in welche er sich immer wieder frei- aber auch unfreiwillig begibt, können diesen Schauder nicht binden, sondern vielmehr verstärken sie ihn und verleihen Bens Charakter umso intensiver jenes dämonische und unsympathische Flirren. Er und seine Welt sind völlig krank und verschoben, dennoch west er in all dieser Unsäglichkeit so selbstverständlich und vital wie ein Insekt.
Ben bietet das Unannehmbare und völlig Inakzeptable, welches ihm die Leute vom Film in einem nicht gezeigten Teil der Geschichte zuvor angetragen haben, zunächst als unschuldiges Alltagsgeschäft an: Ich verübe meine Morde und ihr dreht euren Film darüber. Aber ohne es zu merken werden die Filmleute sukzessive von unbeteiligten Beobachtern zu Mitwissern, von Mitwissern zu Mittätern und von Mittätern zu Akteuren des Mordens. Ben bildet sie regelrecht aus, er erklärt ihnen jedes Detail und lässt sie, den Ausbruch aus der kriminellen Einsamkeit seines Auftragskillerdaseins genießend, an jedem abwegigen Wissen teilhaben. Schließlich wird das Team von dem Grauen, den es seinen Zuschauern wohlig aufbereiten wollte, in dem Moment endgültig selbst verschlungen, als das Geschäft des Todes zur banalen Alltäglichkeit wurde und sie sogar teilzuhaben begannen an den bestialischen Freuden des Gesetzlosen. Jede Distanz war nun auf Null zusammengeschmolzen, unumkehrbar, rettungslos.

Spoiler: Der Zuschauer weiß am Ende nicht mehr, wie er sich dazu verhalten soll. Auch SEINE Distanz zum Geschehen ist durch die naturalistische Darstellung der Gewaltorgien und den hintergründigen Zynismus, der gleich einer bösen Philosophie alle Szenen durchdringt, weitgehend verloren gegangen. Eigentlich ist er doch an den Unterschied zwischen realer und konsumtiver Gewalt gewöhnt, aber das hier ist anders und es beschleicht ihn das ungute Gefühl, korrumpiert worden, und Zeuge echter Verbrechen geworden zu sein. Er sehnt sich nach einem Ausweg aus diesem Dilemma, den der Film auch gnädig anbietet und zwar in Gestalt einer klassischen Katharsis. Ich habe selten auf ein derart rabiates und vollständig eliminierendes Ende so erleichtert reagiert.

Ich halte diesen Film für ein Meisterwerk.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 5, 2015 1:54 PM MEST


Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11-17