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Rezensionen verfasst von
Mumrik "Mumrik" (Ostwestfalen)

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Tote schweigen nicht
Tote schweigen nicht
von Robert Stöber
  Broschiert

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen klischeehaft und schwach erzählt, 4. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Tote schweigen nicht (Broschiert)
Mir hat dieser Regionalkrimi ganz und gar nicht gefallen, wenngleich ich die Region sehr schätze: Die Charaktere, der Tathergang, die Szenerien sind klischeehaft (ich fühlte mich teilweise an Derrick erinnert), neue Personen werden stur mit einer Personenbeschreibung eingeführt (was ich als handwerkliche Fingerübung bezeichnen möchte) und - ganz schlimm - der Täter entspricht letztlich ganz und gar nicht der anfänglichen Einschätzung der Pathologin (dies ist ein grober Verstoß gegen ungeschriebene Krimiregeln, weil es den Leser nasführt).
Schade!
Für die regionalen Wandertipps dennoch ein Stern.


Der Katalane
Der Katalane
von Noah Gordon
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,95

1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Deutlich dünner als der beschriebene Wein, 12. Oktober 2008
Rezension bezieht sich auf: Der Katalane (Gebundene Ausgabe)
Die Idee, reale historische Fakten mit einer atmosphärischen Handlung zu verweben und dieses mit sinnlich Nachempfindbarem (hier dem Weinbau)zu würzen ist nachvollziehbar und gut. Ich liebe Romane, die ich schmecken, riechen und fühlen kann! Leider überzeugt die Ausführung hier kein bisschen. Von dem auf dem Umschlag hochangepriesenen "Großmeister des historischen Romans" Gordon war ich sehr enttäuscht. Dies kommt an Tiefe, Schwung, Aufbau und Dichte, geschweige denn an Kraft der Bilder bei weitem an wahre Großmeister wie Hugo oder Feuchtwanger nicht heran. Die Details der spanischen Geschichte und teilweise auch die des Weinbaus wirken eher schulmeisterlich aneinandermontiert. Gänzlich unbeholfen fallen die angerissenen, gleichmäßig gestreuten und auch nur teilweise motivierten Sexszenen aus. Gleichwohl: es lässt sich flüssig lesen und machte Lust auf eine gute Flasche Rotwein aus der betreffenden Region, die ihrerseits wirklich eine Entdeckung war.


Rumo & Die Wunder im Dunkeln: Ein Roman in zwei Büchern (Zamonien, Band 1)
Rumo & Die Wunder im Dunkeln: Ein Roman in zwei Büchern (Zamonien, Band 1)
von Walter Moers
  Gebundene Ausgabe

12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Rumo & die Wunder im Dunkeln, 5. September 2004
Nichts für kleine Kinder aber toll!
Ich bin völlig platt, dass ein Mensch wie Moers wieder mehrere hundert Seiten völligen Unfug zu einer relativ schlüssigen Geschichte komponieren konnte, ohne Längen zu verbrechen oder sich zu wiederholen. Unfassbar, wie ein Mensch seine Fantasie so zügellos laufen lassen kann und das, ohne sich zu verfranzen.
Ich habe mich bestens unterhalten!
"Rumo" steht qualitativ den "13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär" in nichts nach, wenngleich "Rumo" zweifelsohne blutiger und brutaler ist. Wer nicht allzu zart beseitet ist (z.B. alle "Herr der Ringe"- Genießer) kann sich über skuril finstere Figuren, Handlungen und Ereignisse erstklassig amüsieren - ich denke z.B. an "Stor den Schnitter" einen ölverkrusteten Yeti-Zombi mit Sense, der nur durch denkfähigen Treibsand im Schädel umgehen kann. Unfassbar! Wie kann man sich so etwas nur ausdenken?
Gefallen haben mir auch viele Anleihen, Zitate und Parodien aus der Welt der SF- und anderer Literatur: Ein wenig Verne, etwas Adams, einiges an Tolkien, vielleicht ein wenig Poe, sicherlich Shakespeare etc.
Ich kann gut verstehen, wer Moers gar nicht mag. Für mich hatte die Lektüre etwas von Jahrmarkt mit Achterbahn und Geisterbahn.
Wie beim Jahrmarkt ist es auch mit Walter Moers: polarisierend.
Man mag Moers eben oder man mag ihn nicht.


Der Baumeister von Albion: Roman
Der Baumeister von Albion: Roman
von Ellis Peters
  Taschenbuch

10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Unterhaltsamer & farbiger Mittelalterroman, 17. April 2002
Im erster "Baumeister"-roman malt Ellis Peters hier unter ihrem richtigen Namen ein sehr gut vorstellbares Bild des mittelalterlichen England.
So kennen wir sie aus den "Bruder-Catfael"-Krimis. Auch hier wieder glaubhafte Figuren, bunte Scenerien, dramatischer Aufbau durchzogen mit ein wenig hausbackener romantischer Liebe. Sprachlich leicht aber nicht seicht, na eben im gewohnt leicht altmodischen Gestus. Das liest sich herrlich, darin versinke ich gern einen langen Nachmittag lang. Ein vergleichbar farbiges Mittelalterbild wie im "Glöckner von Notre Dame" aber eben viel englischer.
Wenn die "Nichtverfilmbarkeit", die Christa Wolf für gute Literatur einmal wünschte, tatsächlich ein Kriterium wäre, dann müsste der "Baumeister von Albion" miserabel genannt werden: ich konnte mir alles sehr bildlich vorstellen und fragte mich oft, warum der Roman eigentlich noch nicht verfilmt ist.


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