Profil für Tudorrose84 > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von Tudorrose84
Top-Rezensenten Rang: 73.678
Hilfreiche Bewertungen: 637

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
Tudorrose84 (Deutschland)

Anzeigen:  
Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7
pixel
Die ewige Prinzessin: Historischer Roman
Die ewige Prinzessin: Historischer Roman
von Philippa Gregory
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kampf um die Krone, 11. Oktober 2010
Nachdem man Katharina von Aragón, die erste Frau Heinrich des VIII., aus diversen Filmen und Serien stets nur als die gehörnte Ehefrau kennt, deren sich der König zugunsten Anne Boleyns entledigt, bietet dieser Roman nun eine neue Gelegenheit, den Charakter der gebürtigen Spanierin näher kennenzulernen.

Dazu gehört zum Beispiel ihre Kindheit als Infantin Catalina in Spanien, in welcher sie ihre Elten auf ihren Feldzügen gegen die Mauren begleitet, hin- und hergerissen von der Nähe ihrer eigenen Kultur zu der der Mauren und dem exklusiven, fanatischen Auserwählungsglauben der Mutter.

Aus politische Räson verheiratet, kommt Catalina als 16jährige an den englischen Hof, wo sie den 15jährigen Thronfolger Arthur eheligt. Die rauen Sitten am englischen Hof, sprachliche Schwierigkeiten und das kalte Klima sind für die Prinzessin allerdings ein Kulturschock und es fällt ihr schwer, sich in ihren neuen Lebensraum einzugewöhnen. Als Artuhr, kurz bevor ihre Zuwendung zu ihm richtig entflammen konnte, aber 6 Monate nach der Hochzeit verstirbt, gerät die Prinzessin in eine existenzielle Krise, denn der ersehnte Titel als Königin von England scheint in weite Ferne gerückt zu sein. Sie muss sich lange gedulden und ein sparsames Leben führen, bis Arthurs Bruder Harry, besser bekannt unter seinem Thronnamen Henry/Heinrich VIII., ins heiratsfähige Alter kommt und für sie die einzige Möglichkeit ist, noch einmal nach der Krone Englands zu greifen.

Neu an dieser Darstellung Catalinas/Katharina ist ihre Charaktertiefe, in der auch ihre dunklen Seiten zum Vorschein treten: Während sie in "The other Boleyn Girl" oder der Serie "Tudors" eher als tief fromme und duldsame Frau dargestellt wird, die ihrem untreuen Ehemann jede Kränkung verzeiht, erlebt man sie hier als durch und durch stolze, arrogante und berechnende Persönlichkeit, die unumstößlich an ihrem Thronanspruch festhält und vor geschickten Lügen und Tricks nicht Halt macht, um dieses Ziel zu erreichen. Ebenso ist sie charakterstark und kriegerisch und in der Lage, ein Heer anzuführen. Dies ermöglicht es, Katharina von Aragón aus einem erfrischend anderen Blickwinkel wahrzunehmen.

Stilistisch wird das Buch aus der dritten Person erzählt, jedoch hinter jedem Kapitel eine Reflektion der Ereignisse aus der Sicht Catalinas gegeben.

Enttäuscht wird man hingegen, wenn man eine ausführliche Darstellung des Endes ihrer Ehe mit Heinrich VIII. erwartet. Opfer der Intriegen Anne Boleyns und der schleichende Machtverlust, dargestellt aus der Sicht Catalinas? Leider Fehlanzeige. Im Fokus steht die Anfangszeit und ihre Etablierung am englischen Hof.
Dafür sind im ersten Teil einige Längen vorhanden, z.B. wenn sich Catalina und Arthur allabendlich auf Burg Ludlow in Wales Geschichten erzählen. Weiterhin sind einige historische Unkorrektheiten gegeben, wozu die Autorin allerdings selbst STellung bezieht.

Schwarze Frau, weißes Land
Schwarze Frau, weißes Land
von Waris Dirie
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,95

22 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen In der Fremde ist die Heimat schön, 15. Mai 2010
Waris Dirie meldet sich zurück und präsentiert in ihrem nunmehr fünften (und sicherlich nicht letzten!) Buche neue Lebensaufgaben: Neben der Rettung Afrikas hat das Ex-Model die Verfilmung ihres Erstlingswerkes "Wüstenblume" ins Auge gefasst und überwacht mit Argusaugen sowohl den Dreh in der somalischen Community in Dschibuti als auch das Casting einer geeigneten Darstellerin, die ihr Alter Ego mimen soll.
Auch hat sich auch in ihrem Privatleben etwas getan - in Europa ist sie nicht mehr glücklich, nachdem sie sich mit Rassismus gegen schwarze Frauen auseinander gesetzt sieht und sogar von einem Taxifahrer entführt wird. Andererseits hielt sie es auch in Afrika nicht lange aus, wo sie Missstände wie Korruption und Sicherheitsbedenken dazu veranlassten, nach kurzem Aufenthalt wieder nach Europa zu ziehen. Nebst diesem unruhigen Nomadendasein entdeckt sie schließlich, dass sie schwanger ist. Der kleine Leon kommt (in Österreich) zur Welt und Waris beschließt, ihrem Kind etwas zu geben, was sie selbst nicht hatte, eine Heimat - dies erneut in Afrika.

Schwierig, den Inhalt des Buchs auf den Punkt zu bringen. Im Grunde könnte man ihn in Viertel unterteilen:

1. Einerseits geht es um die Diskriminierung der ausländischen (bzw. ausländisch aussehenden) Frau ist Europa, die damit verbundenen Gefühle der Heimatlosigkeit und nostalogische Erinnerungen an Somalia, in das sie mangels Sicherheit nicht einreisen kann. Die gefühlte Entzweiung zwischen Heimat und Herkunft wird vor allem am Beispiel Brüssel März 2008, wo sie als Menschenrechtsaktivistin vorsprechen soll, aber entführt wird. Manche werden sich vielleicht erinnern, dass ihr Verschwinden und rätselhaftes Auftauchen durch die Medien ging; man sollte allerdings keine detailgenauen Schilderungen erwarten, was bei dieser Entführung wirklich geschah. Das ist aber wahrscheinlich auch eine juristische Angelegenheit.
Statt sesshaft zu werden, zieht sie vom einen europäische Land ins Nächste, hält es dabei aber auch in Afrika nicht lange aus - so dass man sich fragen muss, ob Frau Diries Problem in Wahrheit nicht eher Rastlosigkeit ist.

2. Ein anderes große Thema ist der kleine Leon, dessen Zeugungsumstände und Vater Frau Diries gänzlich als Privatsache ahndet, was ansich auch völlig gerechtfertigt ist. Allerdings verkündet sie im nächsten Satz stolz, dass sie dem Vater nicht einmal mitteilen wird, dass sie schwanger ist. Schade, denn wenn man seinem Kind eine Heimat bieten will, sollte man vielleicht nicht ausschließen, dass es auch gerne einmal seinen Vater (und umgekehrt) kennenlernen würde.
Weiterhin wirkt es etwas unauthentisch, zu predigen, Afrika müsse gestärkt und ernst genommen werden - wo kommt das Kind aber zur Welt? In Österreich. Es wird auch nicht recht klar, warum sie denkt, dass ihr Kind in Österreich selbst keine Heimat finden soll. Und dass Frau Dirie es diesmal besonders lange in Afrika aushalten wird, darf ebenfalls bezweifelt werden, denn schon der Untertitel des Buches lautet "Ich bin immer eine Nomadin geblieben". Ein stabiles Umfeld würde einem Kind aber eher bei der Heimatfindung helfen.
Merkwürdig ist auch die Verhätschelung des neuen Kindes, und die Bekundungung, dass sie es nie verlassen werde - während ihr erstes Sohn nur mal so am Rande erwähnt wird.

3. Das dritte Viertel besteht aus Werbung für den Film; wer den Film hier nicht gesehen hat, wird sich bei den ausführlichen Beschreibungen der Castings eher langweilen. Vermutlich wird genau das viele anregen, den Film sozusagen als Begleitwertk heranzuziehen.

4. Zuguterletzt ist das Buch Selbstbeweihräucherung auf höchstem Niveau, was leider seinen größten Kritikpunkt ausmacht. Frau Dirie lässt keine Möglichkeit aus, sich selbst als "International gefragtes Top-Model" und "Bondgirl" zu bezeichnen. Der häufigste Satz, den man im Buch liest ist etwa "Waris, du bist eine Heldin, ich möchte sein wie du!", denn natürlich hat die überwiegend analphabetisch geprägte somalische Community in Dschibuti jedes der vier Bücher von Waris gelesen. Waris castet für ihre eigene Rolle ebenfalls ausschließlich ein Topmodel und im Folgenden wird der Film in den Himmel gelobt, als sei er das Wort Gottes (dabei hat er mit dem Buch nicht einmal viel gemeinsam und grenzt eher an eine Kommödie).
Natürlich ist es toll, dass Frau Dirie eine stolze Frau ist, das ist wichtig, um sich durchzusetzen - allerdings darf Selbstüberzeugung auch nicht in Narzissmus gipfeln, wenn man hauptsächlich soziale und politische Botschaften durchsetzen will.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 10, 2012 1:12 AM MEST


Same Same But Different
Same Same But Different
von Benjamin Prüfer
  Broschiert

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Liebe im globalen Zeitalter, 16. April 2010
Rezension bezieht sich auf: Same Same But Different (Broschiert)
Jung-Redakteur Prüfer reist mit Anfang 20 nach Kamobdscha und lernt in einer zwilichtigen Bar die Prostituierte Sreykeo kennen, was den Anfang einer gleichwohl schönen als auch schwierigen Liebesbeziehung markiert. Diese Verbindung bricht auch nach Prüfers Rückkehr nach Deutschland die Distanz, man hält Kontakt über Mail, SMS und Telefon, wofür beide Seiten tief in die Tasche greifen müssen. Hauptsächlich aus der Ferne agierend, unterstützt Prüfer seine Freundin auch finanziell bishin zur Selbstaufgabe, um ihr den Absprung aus der Prostitution zu ermöglichen. Auf eine besonders harte Probe wird die Beziehung gestellt, nachdem Sreykeo die Diagnose "HIV-Positiv" erhält. Das wird zur Zerreißprobe, denn Sreykeo kann von ihrer Familie keine Unterstützung erwarten und ist als Positive Ex-Prostituierte in Kambodscha mehr oder weniger eine "Unperson".

Besonders positiv an diesem Buch ist mir Prüfers sachlich-neutrale Schilderung der Ereignisse aufgefallen, die weder "wunderbar zärtlich", wie die zitierte FAZ auf dem Buchrücken konstatiert, noch kühl oder distanziert ist. Es handelt sich viel mehr um eine ehrliche Berichterstattung, ohne Rücksicht auf eigene Sympathieverluste - geschönt wird nichts, auch Sreykeo hebt der Autor nicht auf ein hohes Podest, auf dem er sie unnötig glorifiziert; er gibt auch zu, wo er sich für sie geschämt hat oder welche negativen Seiten er an ihr schätzt. Erfrischend realistisch auch die Ansicht, dass ein Beziehungsstreit nicht das Ende einer Partnerschaft darstellt, sondern eine Chance. Auch direkt vor den Altar lässt Prüfer sich nicht zerren. Weiterhin werden auch Familienprobleme, (nicht vorhandene) Kulturschocks, kambodschanischer Behördenirrsinn, Beziehungsstress, Leben an der Armutsgrenze und natürlich HIV und Sexualität bei HIV abgedeckt. E-Mails, SMS, Artikelausschnitte, Gästebuch-Einträge aus damaliger Zeit finden sich im Wortlaut 1:1 im Text wieder.
Überzeugt hat mich vor allem Prüfers Verantwortungsbewusstsein und die Erkenntnis, dass Liebe auch ein Arrangement gegenseitigen Auskommens ist, nicht aber eine Verbindung, von der er "höchstes Glück zu jederzeit" erfordert und bei der kleinsten Schwierigkeit verschwinden würde.

In sofern ist das Buch nicht einem Publikum zu empfehlen, das hauptsächlich auf der Suche nach einer Lovestory war; hier wird sich viel mit Fakten, Ehrlichkeit und vielen dunklen Seiten auseinandergesetzt, vor denen man speziell in Liebesromanen doch gerne mal die Augen verschließt. Das Buch soll wohl mit den Vorurteilen aufräumen, dem sich das Paar oft ausgesetzt sieht, und die viele Männer trifft, die sich in eine Frau aus einem asiatischen Entwicklungsland verlieben. Prüfers Gedanken können dazu beitragen, dass mit diesen Verurteilungen aufgeräumt ist; andererseits werden viele vermutlich aber trotzdem die Köpfe schütteln.

Das einzige, was ich zu bemängeln habe, ist, dass Sreykeo insgesamt etwas blass beschrieben bleibt; es fällt etwas schwer, sie charakterlich einzuschätzen. Hauptsächlich sind es doch Prüfers Gedanken, die die Hauptrolle in diesem Buch spielen. Eine umfassendere Charakterisierung Sreykeos hätte m.E. mehr dazu beigetragen, mit den Voruteilen aufzuräumen, so bleiben viele ihre Gedanken, Träume, Absichten im Dunkeln - außer, dass sie ein Kind möchte und aus Kambodscha auszuwandern wünscht.

Am interessantesten wäre unter Ergänzung der Entwicklung bis heute eine zweite Perspektive dieses Buches - diesmal aus Sreykeos Blickwinkel.

Das Erbe der Königin: Historischer Roman
Das Erbe der Königin: Historischer Roman
von Philippa Gregory
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

23 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Sicht der Dinge aus 3 verschiedenen Perspektiven, 8. Februar 2010
Das Interessante an diesem Roman ist, dass er seine Aufmerksamkeit den beiden Ehefrauen Heinrichs schenkt, denen historisch bisher weniger Bedeutsamkeit zugemessen wird, als z.B. seinen ersten beiden Gemahlinnen Katharina von Aragorn oder Anne Boleyn (die noch Hauptantagonistin im Vorgängerbuch "Schwester der Königin" war).
Das Hauptaugenmerk liegt auf Ehefrau Nr.4, Anna von Kleve, die aus Düsseldorf anreist, um Heinrich nach dem schnellen Tod von Ehefrau Nr.3, Jane Seymour, das Eheversprechen zu geben. Der König, mittlerweile hässlich und unansehnlich geworden, wird mit der vermeintlich bideren Deutschen aber nicht warm und so wendet er sich der kleinen Hofdame Katherine Howard zu, ein im Gegensatz zu Anna fröhliches, aber doch reichlich naives Mädchen, das bald zu Ehefrau Nr.5 werden soll.

Der Roman behandelt den Aufstieg und Fall dreier Frauen aus der Tudor-Zeit, die historisch oft kritisch beäugt oder vorurteilsbelastet sind: Während Anna oft als bider und unattraktiv gehandelt wird, wird Katherine Howards Schicksal oft mit "Pech wegen eigener Dummheit" abgetan. Die dritte Frau, die in diesem Buch eine Rolle spielt, ist Jane Boleyn bzw. Lady Rochford, Anne Boleyns Schwägerin, die mit ihren Lügen den Tod Annes und ihres eigenen Mannes befördert haben soll.
Philippa Gregory bedient sich gelungener stilistischen Mittel, um mit den Vorurteilen gegen diese 3 Frauen aufzuräumen:
Die Geschehnisse im Buch werden von Kapitel zu Kapitel abwechselnd aus der Ich-Perspektive der drei Protagonistinnen reflektiert, deren Charaktere allesamt sehr unterschiedlich ist. Das erlaubt dem Leser, das Geschehene nicht nur aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu bewerten, sondern sich auch in die Gefühlswelten der Frauen einzufühlen:

- Anna von Kleve erzählt dabei kühl und sachlich, oftmals schon unterkühlt.
- Katherine Howards Berichte lesen sich wie Tagebucheinträge eines naiven Mädchens, ihrem Alter gemäß. Sie erzählt sehr schwärmerisch, mit Hauptaugenmerk auf ihren Vorteilen und dem Materialistischen.
- Jane Boleyn reflektiert das ganzen aus einer ängstlichen, besorgten, nervösen Perspektive.

Das bringt nicht nur Vielfalt hinein, sondern ermöglicht es, sich mit den Charakteren zu identifizieren. Jedoch bleibt dabei leider nicht aus, dass viele Ereignisse sich überschneiden und mehrmals erläutert werden, was mit der Zeit etwas dröge werden kann.
Der Vorgänger dieses Romans ist "Schwester der Königin" bzw. "The Other Boleyn Girl", welches auch gleich mehrmals verfilmt worden ist. Dieser Anschlussteil kann allerdings gelesen werden, ohne den Vorgänger zu kennen.
Sprachlich ist der Roman nicht allzu anspruchsvoll, was durch seine anderen stilistischen Mittel aber kompensiert wird (Stichwort Erzählperspektiven).

Etwas schade finde ich dagegen, dass Jane Seymour (Ehefrau Nr.3) nahezu übergangen wird, sie fand nur eine kleine Erwähnung im Vorgängerroman und ist hier bereits verstorben. Ihre Familie, die Seymours, werden in diesem Buch auch aus allen 3 Perspektiven eher defizitorentiert betrachtet, so dass man den Eindruck bekommt, die Autorin möge Jane nicht besonders gerne.
Hat man sich zuvor "Schwester der Königin" zu Gemüte geführt, fällt es etwas schwer, sich mit Jane Boleyn auseinander zu setzen, die dort nicht wirklich gut wegkommt. Diese betont hier immer wieder, wie sehr sie ihren Mann und ihre Schwägerin Anne geliebt habe, was die Ereignisse in "Schwester der Königin" doch etwas auf den Kopf stellt.
Weiterhin unverständlich sind mir einige historisch inkorrekte Ausschmückungen: Jane Boleyn und ihr Ehemann hatten keinen Sohn - da dieser ohnehin keine Rolle im Buch spielt, verstehe ich nicht, warum er dann unbedingt erwähnt werden muss. Diese Dazudichtung hätte man getrost auslassen können.
Katherine Howard war auch nicht für ihre Schönheit bekannt, sondern für ihren Charme und die Mutter Anna von Kleve bevorzugte ihre Tochter Anna anstatt sie - wie in diesem Roman - grausam zu behandeln. Somit wurden zu Unterhaltenszwecken einige Fakten dazu addiert, derer es allerdings überhaupt nicht benötigt hätte, um ein falsches Bild dreier Frauen geradezubiegen.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 15, 2012 9:58 AM CET


Der Mann der's wert ist
Der Mann der's wert ist
von Eva Heller
  Taschenbuch

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Übertreibung auf höchsten Niveau - an manchen Stellen herrlich, an anderen zu albern., 29. November 2007
Rezension bezieht sich auf: Der Mann der's wert ist (Taschenbuch)
Dieses Buch erzählt einen Ausschnitt aus dem Leben der frischgebackenen Innenarchitektin Viola Faber, die gerade ein Examen cum laude gemacht hat und mit ihrem Freund Benedikt ins entfernte Frankfurt zieht, wo auf das Paar eigentlich ein Jobangebot im Architekturbüro von Violas Onkel warten soll. Die beiden ziehen aber nicht in eine eigene Wohnung, sondern in Benedikts Elternhaus, wo seine herrische Mutter Nora das Sagen hat (alle Damen und Herren, die das Schwiegerdrachenproblem kennen, wissen, wie sowas aussieht!). Diese weigert sich, Viola als die Frau an Benedikts Seite anzuerkennen, für sie ist sie im ersten Moment eher ein kaufsüchtiger Störfaktor. Zudem hat sie genug damit zu tun, ihre eigenen Kinder zu beweihräuchern, das ist neben Benedikt auch noch dessen Schwester Mercedes, die ihrer Mutter in Punkto Herrschsüchtigkeit in nichts nachsteht und sowohl mit ihrer materiellen Arroganz als auch einem angeblichen Herzallerliebsten nervt, der ihr alle Wünsche vom Herzen abliest. Leider kann letztlich auch nur Benedikt im Büro von Violas Onkel anfangen, ihre eigene Einstellung zögert sich immer hinaus und verläuft sich im Sand, bis Viola irgendwann das Geld ausgeht. So endet sie nicht als Innenarchitektin, sondern als Putze im Hotel von Rufus, einem komischen Vogel, den sie im Kochkurs kennenlernt. In direkter Konkurrenz zu Viola steht ihre Cousine Angela Faber, die auch im Architekturbüro arbeitet und es ganz offensichtlich auf ihren Benedikt abgesehen hat.

Dieses Buch ist janusköpfig. Zum einen finden sich darin sehr lustige oder auch für mich sehr originelle Phasen, wie z.B. das Anfangsgespräch beim Familienfest, wo jedes Familienmitglied sich mit einer Katastrophe vergleichen soll. Auf der anderen Seite gibt es hier unendlich langatmige Passagen wie z.B. die Auswertung eines Psychotests, die Erlebnisse im Kochkurs, Putzereien im Hotel usw. Ich persönlich habe den Eindruck, dass das Buch in der zweiten Hälfte an Qualität verliert und hauptsächlich nur noch Klischees aneinanderreiht, auch eine gewisse unnachvollziehbare Vulgarität ist mir aufgefallen - es wird zum Beispiel häufig in allen Details beschrieben, was Personen gerade auf dem Klo machen (und wie sie sich darauf verhalten). Auch etwas sehr abgefahren ist, dass fast alle Personen in diesem Buch durch und durch mitleidlos böse sind, z.B. Angela, Mercedes, Nora oder Violas Schwester Annabell. Das ist schon etwas arg an den Haaren herbeigezogen, dass es manchen doch völlig an guten Seiten fehlen soll.
Trotzdem hat es Spaß gemacht, das Buch zu lesen. Es ist nicht immer so spannend, dafür habe ich sehr gerne die Passagen gelesen, in denen es um Nora-Benedikt-Mercedes oder Viola-Annabell-Solveig geht. Alles in allem durchaus lesenswert, wenn man Klischees und gelegentliche Langatmigkeit verzeihen kann ;-)

Laß Dir nicht alles gefallen: Wie Sie Ihr Selbstbewußtsein stärken und sich privat und beruflich besser durchsetzen können
Laß Dir nicht alles gefallen: Wie Sie Ihr Selbstbewußtsein stärken und sich privat und beruflich besser durchsetzen können
von Rolf Merkle
  Taschenbuch
Preis: EUR 14,80

31 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Er spricht aus eigener Erfahrung, 6. Juli 2006
In der Regel hat man als Laie ja oft den Eindruck, dass Psychotherapeuten ja leicht reden haben - die haben ja ihr Handwerk studiert, dürften im Prinzip keine Probleme haben, sich gegen ihre Mitmenschen durchzusetzen und sind bestimmt nicht so schwer zu kränken, weil sie von Berufs wegen ja sehr selbstsicher sein müssten. Umso schöner fand ich es, von Herrn Merkle eines Besseren belehrt zu werden. So beginnt er diesen Ratgeber, indem er von sich selbst erzählt aus Zeiten, in denen es ihm an Selbstbewusstsein mangelte. Es ist schön, wenn man gleich zu Beginn das Gefühl hat, einen Leidensgenossen an der Seite zu haben, und wer sich dieses Buch kauft, dem werden so einige von Herrn Merkles erwähnten Nachteilen von geringem Selbstbewusstsein bekannt vorkommen. Sei es das Ausweischen für andere auf der Straße, das ewige Ja-Sagen, das Anderen-alles-recht-machen-wollen, etc.

Das Buch enthält sozusagen einen theoretischen und einen praktischen Teil. Im theoretischen erfahren wir, warum Menschen mit schwachem Selbstbewusstsein Ängste, Hemmungen und das Bedürfnis haben, von anderen so dringend angenommen zu werden. Alles davon ist durchaus einleuchtend, man glaubt zum Beispiel gar nicht, wie viele Fehler das System dazu beiträgt - zu viel Autorität von Lehrern, Erziehungsfehler, die ich vorher nicht mal für Fehler gehalten hatte, aber auch andere Impulse im Alltag, die ständig symbolisieren, dass man sich für andere aufopfern soll und dass Eigenlob beispielsweise stinkt. Dieser Teil war für mich unglaublich interessant zu lesen, so habe ich viele dieser Fehler bei mir zum ersten Mal erkannt, angefangen bei der Erziehung.

Im praktischen Teil gibt's Übungen, die alle mehr oder weniger aufeinander aufbauen und das will das Buch auch vermitteln: Man soll langsam lernen und nicht denken, über Nacht zum Traumprinz oder zur emanzipierten Superfrau zu werden. Das fängt an beim richtigen Händedruck, bei der Art und Weise, den Leuten in die Augen zu gucken, zu sprechen etc. und beinhaltet auch selbstbewusste Dialogbeispiele, die sich so tatsächlich oft in der Realität abspielen.

Interessant an diesem Buch ist auch der Ton. Im Gegensatz zu seiner Kollegin und gelegentlichen Co-Autorin Doris Wolf, die Sanftere der beiden, die immer positiv bleibt, formuliert sich Herr Merkle sehr geradewegs, gepfeffert, impulsiv, totehrlich und manchmal sehr keck, was einen auch etwas schmunzeln lässt. Man kann sich nicht vorstellen, dass der Herr wirklich mal ein so schlechtes Selbstbewusstsein besessen hat, und das macht auf eine Weise wieder Mut.

Allerdings bin ich auch nicht mit allen vorgeschlagenen Dialogen einverstanden. Beispielsweise an der Stelle, an der der Autor erklärt, wie man eine versprochene Umzugshilfe absagen könnte, bin ich etwas erschrocken - das endet meiner Meinung nach nur im Gegenteil und ich glaube, dass man seine Freunde so eher los wird. Zwar habe ich mein Recht dann durchgesetzt, aber Rücksichtsnahme und Sensibilität gehören schon noch zum Leben dazu und bedeuten ja nicht, dass ich mich selbst deswegen in den Hintergrund rücke.

Bedingung für das Gelingen der Selbsttherapie ist wie üblich die aktive Arbeit. Das Buch einfach nur zu lesen, reicht nicht. Man sollte die Tipps befolgen, Erfolge und Misserfolge sowie seine Fortschritte notieren und vergleichen. Und vor allem etwas Mut aufbringen, denn alleine das Buch erweckt nicht den inneren Superhelden.

Othello 01: BD 1
Othello 01: BD 1
von Satomi Ikezawa
  Taschenbuch

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Wer's glaubt..., 24. April 2006
Rezension bezieht sich auf: Othello 01: BD 1 (Taschenbuch)
Die Geschichte dieses Manga widmet sich zunächst einem sehr löblichen Thema, nämlich Mobbing und Ausgegrenztwerden von falschen Freunden und Mitschülern. Die sanftmütige Yaya (16), die auch die Heldin der Geschichte ist, ist so ein Mädchen, welches immer im Kreis steht und von anderen ausgelacht wird. Wegen ihres zarten, gebrechlichen Gemüts bringt sie es dann leider nicht fertig, sich gegen die Mobbingattacken ihrer Kollegen zu wehren, bzw. beschließt sie, diese zu ertragen. Das muss sie allerdings bald nicht mehr, als sie (scheinbar auf nicht ganz irdische Weise) ein zweites Ich entwickelt, welches das krasse Gegenteil von ihr darstellt und sich Nana nennt. Nana bestraft alle, die Yaya dumm kommen auf kesse Weise und verwandelt sich irgendwann zurück. Da Yaya nichts von ihrem Alter Ego weiß, kann sie leider auch nicht steuern, wann Nana hervortritt. Das bringt sie in peinliche Situationen, andererseits verschafft es ihr mehr Respekt.

Trotz allem ist der Manga nicht dramatisch, er lässt sich sogar ohne Weiteres gleichzeitig in die Kategorie "Humor" einordnen, denn komödiatische Szenen gibt es hier genug.

Leider musste ich ab Band 4 feststellen, dass die Autorin das eigentliche Thema aus dem Auge verliert - der Manga verlässt schnell seinen gesellschaftskritischen Hintergrund und richtet sein Augenmerk bald auf die Karriereplanung von Nana, die zwar cool und kess, aber nicht unbedingt immer sympathisch ist, sowie der Band von Yayas Schwarm. Man könnte eigentlich auf den Gedanken kommen, dass die Mangaka sich sicherlich genug witzige Szenen ausgedacht hat, in denen Yaya und Nana die Persönlichkeiten wechseln. In den meisten Fällen kann man dazu aber nur sagen, dass die Situationen (auch wenn es nur ein Manga ist) schon recht arg unrealistisch und inszeniert daherkommen, denn manchmal erfolgt dieser Ego-Wechsel sogar im Sekundentakt. Streckenweise hat der Manga zudem seine Längen; wenn man Visual Kei und Gothic-Lolita-Fan ist zwar nicht, aber da ich mit beiden Medien nichts anfangen kann, habe ich die Seiten, in denen es um Yayas Gothic-Treffen geht, gelangweilt überflogen.

Vor allem im Thema Glaubwürdigkeit kann der Manga bei mir nicht punkten, da ist es noch realistischer, dass niemand gewisse Magical-Girls mit Hasenohrfrisuren nach ihrer Verwandlung erkennt, obwohl sich lediglich die Länge ihrer Röcke geändert hat.

Trotzdem hat der Manga natürlich eine gewisse Spannung, z.B. will man ja wissen, woher Nana genau kommt und wie Yaya sich im Alltag zur Wehr setzen will (und ob das der Fall sein wird). Wenn man die Beantwortung dieser Fragen wissen möchte, sollte man am Ball bleiben.

Carrie 2 - Die Rache
Carrie 2 - Die Rache
DVD ~ Emily Bergl
Wird angeboten von SchwanHM
Preis: EUR 20,88

8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ein guter Anwalt hätte auch gereicht, 18. April 2006
Rezension bezieht sich auf: Carrie 2 - Die Rache (DVD)
Die Hauptrolle in dieser Fortsetzung, die etwa - ganz teenangerkompatibel - aus demselben Stall kommt wie zeitgenössische Ami-Jugendhorrorfilmchen à la "Scream", spielt dieses Mal nicht Carrie, sondern ihre Halbschwester Rachel, die also 20 Jahre später nach den Ereignissen um den blutrünstigen Abschlussball herumstresst. Die Halbschwestern haben denselben Vater und Rachel - nein, welch Zufall! - eine ebenso fundamental christliche Mutter wie Carrie. Im Gegensatz zu letzterer wird Rachel aber recht schnell von dieser befreit, denn ihre Mutter landet in einer Irrenanstalt und sie selbst

bei Pflegeeltern, die auf nicht wirklich realistische Weise ihre Abneigung gegen Rachel zeigen, denn man wollte nur das Kindergeld vom Staat kassieren. Als Rachel ins Teenageralter kommt, nimmt die eigentliche Story ihren Lauf. Der Auslöser für Rachels Entdeckung ihrer Kräfte ist der Selbstmord ihrer besten und einzigen Freundin, die sich aus Liebeskummer vom Schuldach stürzt. Dieses Ereignis löst viele andere Intermezzi aus, in denen Rachel gemobbt, bedroht und auch ziemlich derbe hereingelegt wird.

Den Tod ihrer einzigen Freundin hat Rachel nämlich entgegen der Eigenbeschreibung des Filmes recht schnell wieder vergessen - stattdessen steht ihr der Sinn eher nach Sex, den sie dann schließlich mit Jesse hat, der Hahn im Korb, dessen Wahl selbstverständlich auf sie, die größte Außenseiterin der Schule, fällt. Gerne vergnügt sich Rachel auch mit Jesses Freunden, bei denen man schon ganze Bretterlager vorm Kopf haben muss, wenn man nicht erkennt, zu welcher Sorte Mensch diese wirklich gehören. Sie arbeiten nämlich daran, Rachel schnell wieder loszuwerden. Auf einer After-Football-Party möchte Rachel mit ihren neuen Freunden Spaß haben, erlebt aber so ziemlich das Gegenteil, nachdem alle sie derbst auslachen. Als sie dann auch noch ein heimlich gefilmtes Video von ihr und Jesse beim Sex auf einer Leinwand abspielen, wird Rachel böse, und zwar sehr böse. Da es ja nunmal in der Familie liegt, verlässt die Gute die Party nicht, um sich einen guten Anwalt zu nehmen, nein, ab da erwachen ihre diabolischen Kräfte und wer wissen will, was im Anschluß passiert, braucht eigentlich nur das Ende von Teil 1 zu schauen.

Gerade zum Ende hin ist also auch etwas für Splatter-/Gorefans dabei, einige Szenen wurden wesentlich actionreicher dargestellt als Teil 1 dies zu bieten hatte, aber dennoch wirkt das Ganze sehr abgekupfert, bzw. neu aufgegossen. Als dann auch noch der mir einzige sympathische Charakter in diesem Film auf wirklich höchst unnötige und superpathetische Weise gekillt wird, nämlich Sue Snell - wir erinnern uns, sie war eigentlich das Biest in Teil 1 - war es mit meiner Sympathie um den Film vorbei.

Im Prinzip ist davon nicht mehr zu erwarten als von anderen zeitgenössischen Teeniehorrorfilmchen gewürzt mit etwas Splatter, da kann dieser Film locker mithalten. Man könnte sogar sagen, dass er eigentlich eine moderne Form des ersten Teils ist. Doch völlig unrealistische Charakterwandlungen (wie z.B. Rachel, die auch nicht immer sympathisch ist) lassen den Film auch nicht wirklich in einem besseren Licht darstehen. Er ist gewiss nicht unerträglich, man kann ihn schauen, vor allem wenn man mehr Wert auf die Action als auf die Logik legt. Aber Fortsetzung sind in den meisten Fällen des Originals nicht würdig, und dieser Film wird sicherlich kaum einen vom Gegenteil überzeugen.

In der Arche ist der Wurm drin
In der Arche ist der Wurm drin
DVD ~ Frank Pleyer
Preis: EUR 4,99

11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine schöne Kindheitserinnerung, 7. April 2006
Rezension bezieht sich auf: In der Arche ist der Wurm drin (DVD)
Noah erhält von Gott, der mit seiner Schöpfung unzufrieden ist, den Auftrag, zusammen mit seinen Söhnen eine Arche zu bauen und von jeder Tierart ein Paar mitzunehmen. Somit werden Noah, seine Familie und alle an Bord lebenden Tiere zu den einzigen Überlebenden der großen Flut und steuern einer ungewissen Zukunft entgegen. Eines dieser Paare sind Holzwurm Willi und seine Frau, um die sich die Geschichte mehr oder weniger dreht und auch, wie diese den Angriffen der verfeindeten Termiten trotzen (vor denen ich als Kind, muss ich gestehen, etwas Angst hatte). Dieser Film ist mir, obwohl er eine recht alte deutsche Produktion ist, als schöne Erinnerung im Kopf geblieben. Für viele wird er möglicherweise zu alt sein, um ihn den Sprösslingen von heute vorzuführen, so dass sich die DVD-Fassung eher (aber nicht nur) für Nostalgiker rentiert, die den Film in ihrer Kindheit angesehen haben. Die Titelmelodie stammt im Übrigen von Karel Gott. Auch wenn ich kein Fan bin, muss ich sagen, dass seine Musik hier schön passt.

Erbsensucher haben es bekanntlich immer leicht, Filme schlechtzureden - darüberhinaus wird gerne aber vergessen, dass der Film nunmal zu einer Zeit spielt, in der Wein ein kostbares Gut war , in denen Sklaven (die hier nicht mal schlecht behandelt werden) gehalten wurden, was nun einmal historische Tatsache ist und man schon aus Verfilmungen mit dem Titel "Die zehn Gebote" weiß. Da die Existenz von vorsintflutlichen Drachen ja sehr zweifelhaft ist, wollte man im Film eben einen humorvoll verpackten Versuch starten, zu erklären, warum diese von der Erde verschwunden sind. Und nicht vergessen: Die Drachenmutter hätte um ein Haar die Arche abgebrannt, somit wäre sie wohl kaum für die Reise geeignet gewesen. Abgesehen davon lautete der Auftrag Gottes, von jeder Tierart ein Paar mitzubringen, und "ein Paar" besteht bekanntlich aus zwei Tiere, in diesem Fall sogar einem männlichen und einem weiblichen.



Love Songs
Love Songs
Wird angeboten von all--you--need
Preis: EUR 1,75

6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Muss das denn schon wieder sein?, 2. März 2006
Rezension bezieht sich auf: Love Songs (Audio CD)
Da ist die Show nicht mal entschieden, und schon wird eine CD auf den Markt geworfen. Die Strategie dahinter dürfte aber selbst treuesten Fans klar sein. Auch wenn der eine oder andere Song nicht schlecht herübergebracht wurde, würde ich beim Thema "Love Songs" doch lieber auf die Originale zurückgreifen als auf diese - teilweise leider espritlosen - Coverversionen. Nachsingen kann jeder, zugegeben auch gut, und wenn, dann bitte auch mit Herz! Genau das fehlt hier aber in den meisten Fällen. Wer kann bitte so schön in "Love's Devine" aufgehen wie Seal persönlich oder hat mit unter 20 schon ein Stimmvolumen wie Sinead O'Connor bei "Nothing Compares 2 U"? Manche der Songs hätten wirklich unangetastet bleiben sollen und wurden durch Eigeninterpretationen, schräge Töne, schlechtes Englisch und dünne Stimmen wirklich nicht verbessert.

Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7