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Rezensionen verfasst von
AsterLundgren

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9 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Irgendwo zwischen kleinem Meisterwerk und seelenloser Hollywoodproduktion, 22. Dezember 2012
Die Reise von Bilbo Beutlin und den dreizehn Zwergen, hin zum Einsamen Berg, ist fast ebenso beschwerlich wie der Entstehungsprozess des selbigen Films. Jahre vergingen seit den ersten Planungen und dem tatsächlichen Filmdreh; Ressigeur del Toro sprang ab und stattdessen nahm , wie schon in der Vorgängertrilogie, Peter Jackson –zur Freude aller Fans- die Fäden in die Hand. Das brachte einiges an Erwartungsdruck mit sich – dem der Regisseur nur teilweise standhalten kann.

Zuerst einmal sollte deutlich gemacht werden, dass es sich bei dem „Hobbit“ um einen Roman handelt, der sich vornehmlich an Kinder richtet. Die Erwartung, mit dem „Hobbit“ ein ähnlich breit angelegtes Epos, wie man es aus dem „Herr der Ringe“ kennt, serviert zu bekommen, wäre also vermessen. Und dennoch kann nicht jeder potentielle Schwachpunkt der kindgerechten Vorlage zugeschrieben werden.

Der größte Minuspunkt stellt für mich der Umstand dar, dass das Mittelerde-Feeling aus den „Herr der Ringe“-Filmen nur schwer (manchmal kaum) zustande kommt. Das mag an der mitunter doch etwas strapazierten Benutzung von Effekten liegen - zu viele Sonnenaufgänge, zu viel CGI, das nicht einmal immer überzeugen kann – hierbei sei das Aussehen der Orks zu erwähnen, die diesmal weniger plastisch und real daherkommen wie noch im „Herr der Ringe“. Wie ein Fremdkörper erscheint der bitterböse Albino-Ork, dem man die Computer-Herkunft ab und an allzu deutlich anzusehen ist. Abseits der animierten Figuren ist zu bemerken, dass es im „Herr der Ringe“ gefühlt mehr „handfeste“ Sets gegeben hat, wodurch wiederum eine dichtere Atmosphäre entstand. Im Hobbit wirkt zu vieles zu unecht und zu kalkuliert.
Kalkuliert wirken auch manche der Buchabänderungen - da werden zig Kämpfe und Fluchten in die filmische Interpretation gepresst, bis es beinahe zu viel des Guten ist. Auch hier wäre weniger mehr gewesen – ab der zweiten Hälfte wird fast durchgängig gekämpft, geflüchtet, geschrien. Der Wechsel zwischen ruhigen und nervenaufreibenden Szenen ist im filmischen Vorgänger gelungener geraten. Dennoch sind nicht alle Abänderungen negativ zu bewerten; der Film ist sehr viel brutaler und epischer als das Original, was dem Film durchaus gut tut. Und dennoch: ab und an gerät der Film dann doch zu klamaukig. Mancher Zwerg passt meines Erachtens sogar besser zu "Asterix & Obelix" als in das eigentlich bekannte Mittelerde-Universum.
Highlight war für mich dann schließlich eine Szene trotz oder gerade aufgrund des Fehlens des überbreiten Figurenarsenals - das Kammerspiel zwischen Gollum und Bilbo ist fesselnder als die gefühlt zwei Stunden Actioneinlagen. Die Szene ist stark geschrieben, vielleicht auch, weil man sich diesmal sehr nah an die Vorlage hält. Das ist endlich atmosphärisch dicht und hervorragend gespielt.

Gut gelungen ist wieder einmal der Soundtrack, insbesondere das neue Hauptmotiv. Darüber hinaus blieb der Komponist Howard Shore jedoch etwas ideenarm - was ich allerdings begrüße, da so die fehlende Atmosphäre in den bewegten Bildern wenigstens mit Hilfe des Scores wett gemacht wurde.
Die Dialoge sind meist zufriedenstellend, jedoch nicht von solcher Schönheit und Poesie wie noch im "Herr der Ringe". Hier hätte ich mir doch etwas mehr erwartet bzw. an manchen Stellen weniger – etwa wenn überflüssige One-Liner rausgehauen werden, die sich kaum ins Mittelerde-Universum einfügen wollen.

Der Schlusspunkt ist schließlich gut gesetzt. Überhaupt lässt erst das Ende nach dem Showdown zum ersten Mal wieder den Pathos und die atmosphärische Brillanz der Vorgängertrilogie erahnen.

Fazit: Größte Kritikpunkte sind die mitunter unpassenden Figuren, die fehlende Tiefe und die von mir vermisste Atmosphäre. Davon abgesehen störten mich dann doch immer wieder zu actionreiche Ergänzungen, wodurch sich der "Hobbit" ab und an wie eine seelenlose Blockbusterproduktion anfühlte.
Das klingt härter, als es eigentlich ist. Misst man den „Hobbit“ nicht am überstarken (aber kaum zu übersehenden) HdR-„Original“, bleibt ein charmanter, spannender, visuell ansprechender und musikalisch wunderschön untermaltes Stück Film übrig, das aufgrund einiger Schwachpunkte zwar weit weniger einem Meisterwerk entspricht, wie noch jeder einzelne Teil der Vorgängertrilogie, doch noch immer in den meisten Teilen brillieren und überzeugen kann.
Dennoch: alles in allem gibt es einige ärgerliche Schwachpunkte, auf die ich gerne in den kommenden zwei Teilen verzichten würde. Jackson hat noch ganze zwei Versuche, um zu alter Stärke zurückzufinden – ob ihm das gelingt, ist beinahe genauso ungewiss, wie der weitere Verlauf von Bilbo Beutlins Reise.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 31, 2012 1:20 AM CET


Game of Thrones - Die komplette erste Staffel (inkl. Fotobuch) [Blu-ray] [Limited Edition]
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DVD ~ Sean Bean

693 von 762 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fantastisches Kino im Serienformat, 18. November 2011
Es war eine mutige Entscheidung von dem US-Cable-Sender HBO, die Fantasy-Reihe "Ein Lied von Eis und Feuer" von George R.R. Martin auf die Fernsehbildschirme zu bringen. Das hat mehrere Gründe: der Sender hatte bis dato eher wenige Fantasyserien im Programm, die Buchreihe war zu diesem Zeitpunkt (und ist es noch immer lange nicht) nicht beendet, das Figurenarsenal ist geradezu episch breit - und die Umsetzung unter anderem deswegen als nicht gerade preiswert einzustufen. Dennoch wagte sich der Sender an den Stoff - und landete damit nicht nur einen moderaten Hit, sondern legte damit eine wirklich fabelhafte Serie hin.

Handlungsort ist der Kontinent Westeros, der durchzogen ist von feindlichen Adelshäusern und einem ständigen Kampf um den Thron. Eine ganze Reihe an Figuren wird begleitet; Eddard "Ned" Stark (gespielt von Sean Bean), der vom König (Mark Addy) gebeten wird, seine rechte Hand zu werden, woraufhin Ned zustimmt. Nicht nur Neds Familie; unter anderem die rebellische und wenig damenhafte Arya (fantastisch verkörpert von dem Nachwuchstalent Maisie Williams) oder der Bastardsohn Jon Snow (in der deutschen Fassung "Jon Schnee"), stehen im Mittelpunkt, sondern auch der familiäre Anhang rund um den König; seine machthungrige Frau Cersei und deren Brüder Jaime und Tyrion, der Königssohn Joffrey und schließlich ein paar undurchsichtige Berater.
Während in Westeros eifrig um den Thron gestritten und intrigiert wird, während niemandes Leben sicher ist, plant Daenerys Targeryen, deren Familie vor einiger Zeit vom Thron gestürzt und vertrieben wurde, ihre Rückkehr in die Heimat. Und auf den Thron.

Schon in der Pilotfolge deutet sich dem Zuschauer an, was ihn erwartet; monumentale Bilder, die man sonst nur aus dem Kino gewohnt ist, viele Handlungsstränge und noch mehr Figuren und einen Epos, der in seiner Breite selbst "Der Herr der Ringe" übertrifft. Das führt stellenweise auch dazu, dass Nichtbuchkenner besonders in den ersten Episoden überfordert sein dürften; zu viele Gesichter, zu viele Namen und angedeutete Vorgeschichten werden ins Spiel gebracht, um nur bald wieder zu verschwinden und erst einige Folgen später wieder aufzutauchen. Wenn der Zuschauer jedoch aufmerksam bei der Sache ist, dürfte dies kein allzu großes Problem sein.
Wenn man sich auf die Serie einlässt, wird man reich belohnt - mit interessanten Figuren, eindrucksvollen Landschaften und Effekten (die meistens gar nicht als solche erkennbar sind, eben weil sie so perfekt sind), erstklassigen Darstellern - hierbei sei vor allem Peter Dinklage als kleinwüchsiger Tyrion Lannister erwähnt, der für sein Schauspiel einen Emmy gewann-, einem eindrucksvollen Score, einem ebenso bewundernswerten Intro, und einigen unerwarteten Wendungen im Handlungsverlauf - und niemals bewegt man sich auch nur ansatzweise von der Buchvorlage weg. Besonders erfreulich ist dabei, dass HBO die Senderheimat der Serie ist; schließlich darf hemmungslos geblutet, geflucht und geliebt werden. Bei einer Serie, die in einer fiktiven Mittelalterwelt spielt, kann dies nur von Vorteil sein.
Bei all den Stärken ist beinahe darüber hinwegzusehen, dass die Aufteilung in Gut und Böse mitunter doch noch etwas zu deutlich ist und besonders in der ersten Hälfte die eine oder andere Länge nicht zu leugnen ist. Der größte Wermutstropfen ist jedoch zweifellos, das der Zuschauer nur 10 Folgen des Meisterstücks genießen kann.

Noch eine Sache zur Synchronisierung: natürlich ist es für Fans ungewöhnlich, Eindeutschungen wie "Königsmund" für "King's Landing" und "Jon Schnee" für Jon Snow zu hören, auch ist sicherlich die Sinnhaftigkeit der ein oder anderen Übersetzung anzuzweifeln, aber nichtdestotrotz: der positive Eindruck sollte dadurch nicht geschmälert werden. Und die Punktewertung erst recht nicht - wen's stört, kann sich ja einfach die Originalfassung anschauen.
Kommentar Kommentare (96) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 11, 2016 4:14 PM MEST


In seinen Händen: Thriller
In seinen Händen: Thriller
von Harlan Coben
  Broschiert

4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen In den Händen des Autors, 16. Februar 2011
Rezension bezieht sich auf: In seinen Händen: Thriller (Broschiert)
Manchmal gibt es sie, diese Zufälle; man geht in eine Bahnohofsbuchhandlung, hat noch fünf Minuten bis zur Abfahrt und greift nach dem erstbesten Buch, das man sieht- und landet einen richtigen Glückstreffer. 'In seinen Händen' war so ein Buch für mich.

Die Prämisse klingt auf Anhieb ziemlich konventionell; ein siebzehnjähriges Mädchen verschwindet von einem Tag auf den anderen spurlos, die Eltern bleiben ratlos zurück. Fast gleichzeitig wird in der Nähe ein angeblicher Pädophiler bei einer TV-Show (quasi dem Vorbild für zu Guttenbergs 'Tatort Internet') entlarvt- es braucht nicht lange, bis ein Zusammenhang zwischen den zwei Vorfällen gesehen wird. Doch nichts ist, wie es scheint...

Es braucht mehrere zig Seiten, bis man vom Buch gepackt wird, dann aber mir Haut und Haaren. Das liegt zum Einen an der schnörkellosen, aber niemals belanglosen Schreibe des Autors, zum Andern an der Hauptprotagonistin Wendy Tynes, der sympathischen, aber nicht perfekten TV-Moderatorin, die das Gefühl beschleicht, sie hat einen Unschuldigen in ihrer Show enttarnt- und damit sein Leben zerstört.
Das Geschehen wird aus mehreren Sichten beschrieben; das hohe Tempo jedoch lässt einen Großteil der Figuren eher blass daherkommen, was zwar dazu führt, dass man vor lauter Neugier durchs Geschehen eilt, aber doch eher selten emotional gepackt wird- was bei so brenzligen Themen sicher nicht verkehrt gewesen wäre. Mit zunehmender Seitenzahl wird die Handlung immer komplexer und somit auch für den Leser schwieriger, die Wahrheit hinter allem zu erkennen. Am Ende gibt es so manche Wendung und Erkenntnis, mit denen wohl selbst die hartgesottensten Krimileser nicht gerechnet hätten. Und doch ist die Auflösung, so überraschend sie ist, nicht an den Haaren herbeigezogen.

Ein spannender Thriller-Schmöker, bei dem man tatsächlich mal das tut, was aus dem Buchrücken allzu oft versprochen wird. Man bleibt die halbe Nacht auf.
Mein erster und definitiv nicht letzter Harlan-Coben.


Reckless: Steinernes Fleisch
Reckless: Steinernes Fleisch
von Cornelia Funke
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,95

118 von 133 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Märchenstunde, 16. September 2010
Die Vorfreude auf 'Reckless' war immens und somit das Risiko, enttäuscht zu werden, groß. Nun, nach Lektüre des Buches, muss gesagt werden: die Vorfreude war nicht gänzlich umsonst, enttäuscht bin ich dennoch.

Cornelia Funke wirft den Leser ohne Umschweife ins Geschehen: hinein in die Märchenwelt hinter dem Spiegel, in der es von Fabelwesen, lebenden Märchen und versteckten Schätzen nur so wimmelt. Die Welt ist finster, bevölkert von Krieg und von Goyls, doch Jacob, der Hauptprotagonist, hat sich dennoch in ihr verloren. Sein halbes Leben lang befindet er sich nun schon in der Märchenwelt hinter dem Spiegel, gehört mittlerweile zu den bekanntesten Schatzjägern und ist vor allen Gefahren gewappnet. Bis ihm eines Tages sein kleiner Bruder Will durch den Spiegel folgt.

Die einzelnen Figuren sind wie immer liebevoll gezeichnet; sei es Fuchs, die sich heimlich oder weniger heimlich in Jacob verliebt hat oder Will, der sich von einem gutmütigen Jungen in einen kaltherzigen Goyl wandelt. Originell ist ohne Frage auch die Einbindung der einzelnen Märchen ' mal ist es ein Lebkuchenhaus einer kinderfressenden Hexe, mal ein verzaubertes Rapunzelhaar. Doch gemessen an die doch sehr begrenzte Seitenzahl (große Schriftgröße, viele Illustrationen: effektiv also wohl sogar unter 300 Seiten!) war mir das Ganze doch etwas überladen.
Die Handlung als solche ist spannend, vor allem das Ende kann überraschen, doch zumindest ich war nie voll und ganz gefesselt. Das mag an den mitunter doch sehr kurzen Kapiteln gelegen haben, vielleicht auch an Funkes Schreibe. Sie hat ganz gewiss einen schönen Schreibstil, aber für meinen Geschmack übertreibt sie dann doch manchmal mit Bildern und Vergleichen. Weniger wäre da -genauso wie bei den Märcheneinflechtungen- mehr gewesen.

Aufgrund der kurzen Kapitel und des insgesamt doch sehr schmalen Umfang des Buches kam in mir doch immer wieder die Vermutung auf, dass 'Reckless' eine Filmvorlage sein soll. Nicht an den Haaren herbeigezogen, wenn man beachtet, dass Cornelia Funke das Buch zusammen mit Lionel Wigram (Filmproduzent von u.a. Harry Potter) geschrieben hat. Immerhin verliert sich Funke allzu oft in Beschreibung der Umgebung und Märchenfiguren und seltener im Seelenleben ihrer Figuren. Dadurch -trotz oder vielleicht gerade wegen der vielen Perspektivwechsel- fehlt einiges an Tiefe.
So hatte ich doch ab und an das Gefühl, eine schön geschriebene Drehbuchvorlage, als einen richtigen Roman zu lesen.

Alles in allem ist 'Reckless' nett, viel mehr leider nicht. Gute Einfälle, schönes Ende, tolle Sprache, all das reicht aber nicht, um die Schwächen auszugleichen. Im Vergleich zu 'Tintenherz' zieht Funkes Neuester ganz klar den Kürzen, fehlt ihm doch einiges an Tiefe.
Potential für eine schaurig-schöne Trilogie ist aber definitiv gegeben.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 11, 2013 5:00 PM MEST


Arkadien-Reihe, Band 1: Arkadien erwacht
Arkadien-Reihe, Band 1: Arkadien erwacht
von Kai Meyer
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,90

0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Romeo und Rosa - der Auftakt einer neuen Reihe, 1. November 2009
Nachdem ich schon das Glück hatte, das Leseprobeexemplar von 'Arkadien erwacht' zu gewinnen, war ich selbstverständlich besonders gespannt auf das vollständige Werk.

In den letzten Wochen und Monaten hat man ja schon so einige Appetithäppchen von Kai Meyer über Twitter und Co. vorgeworfen bekommen und immer wieder hat man dort gelesen, dass Rosa (neben der wundervollen Aura aus 'Die Alchimistin') seine bisher liebste Protagonistin sei. Tatsächlich ist sie auch das Zünglein an der Waage, denn ohne sie würde das Buch bei weitem nicht so gut funktionieren. Rosa ist kratzbürstig, alles andere als leicht im Umgang und ist kurzum das, was man sich nicht unter einem 'normalen' Mädchen vorstellt. Und wie so oft gehört zu einer interessanten Hauptfigur auch eine mysteriöse, bzw. traurige Vergangenheit '
Und das alles führt dazu, dass es nicht nur dem Autor, sondern vor allem auch den Lesern Spaß macht, Rosa auf ihrem Weg zu begleiten. Und der ist erwartungsgemäß steinig.

Um ehrlich zu sein: ich habe nicht die originellste Story erwartet, ist sie doch schließlich arg an Romeo und Julia angelehnt, aber nichtsdestotrotz gab es so manche Wendungen (vor allem Ende), die mich wirklich überrascht und schockiert haben, bis ich mir zwangsläufig die Frage stellen musste, wie verflucht noch mal es denn jetzt weitergehen soll.

Es dauert ein bisschen, bis 'Arkadien erwacht' richtig spannend wird, doch spätestens ab der Hälfte ist es so packend (und manchmal sogar unheimlich), wie man es sich gewünscht hat. Meyer nimmt sich diesmal mehr Zeit, die Charaktere einzuführen, was im Hinblick aufs Ende von Vorteil ist. Dennoch bleibt die eine oder andere Figur in meinen Augen zu blass (vor allem Tano und Cesare von den Carnevares). Alessandro ist hingegen ein zufriedenstellender 'Gegenpart', ist jedoch bei weitem nicht so interessant wie Rosa.

Das Prunkstück des Romans ist wirklich das Ende und obwohl (oder gerade weil) mich 'Arkadien erwacht' nicht vollends vom Hocker hauen konnte, bin ich sicher, dass es jetzt erst richtig los geht. Denn Meyer endet mit einem wirklich fiesen Cliffhanger - die Leserschaft muss ein ganzes Jahr warten, bis es dem undurchsichtigen Mysterium im Mittelmeer näher kommt.

Meyer ist mit 'Arkadien erwacht' ein mehr als solider Auftakt gelungen, der sich von seinen bisherigen Trilogien stark unterscheidet; der Leser bekommt weniger Fantasy, dafür mehr Blut geboten. Ich freue mich auf eine hoffentlich lange und düstere Reihe.


Die Rückkehr der Zehnten
Die Rückkehr der Zehnten
von Nina Blazon
  Gebundene Ausgabe

21 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wie kriege ich dieses Buch aus meinem Kopf?, 12. Februar 2005
Rezension bezieht sich auf: Die Rückkehr der Zehnten (Gebundene Ausgabe)
Kennt ihr das auch?! Wenn man so sehr in ein Buch eintaucht, dass man für extra langsam liest, damit man das Ende des Buches so weit wie möglich herauszögert? „Die Rückkehr der Zehnten" ist zweifellos so ein Buch. Anfänglich hab eich mich zwar noch nicht so leicht mitreißen lassen, nach dem ersten Achtel des Buches jedoch war ich vollständig in der Geschichte verschwunden.
Die ungleichen Zwillinge Lis und Levin machen Urlaub bei ihren Verwandten in Piran. Lis ist ein eher introvertiertes Mädchen, während Levin die Blicke auf sich zieht. Sein allergrößtes Hobby sind Rollenspiele, die er monatlich mit seiner Con- Gruppe betreibt.
Als die Zwillinge am Strand baden, findet Levin schließlich ein merkwürdiges Medaillon, mit der Form einer Muschel. Kurz darauf finden sie sich in einer anderen Zeit wieder. Jahrtausende zurückversetzt in einer großen Küstenstadt namens Antjana. Die Menschen verehren dort Dutzende von Götter, vor allem aber einen: Poskur. Der Gott des Feuers.
Lis und Levin erfahren, dass vor vielen Jahren das zehnte Kind der Fürstenfamilie Antjanas zur Welt gekommen ist. Wie es der religiöse Brauch verlangt, muss das zehnte Kind Poskur geopfert werden. Durch glückliche Umstände jedoch kann die zehnte Tochter überleben und will sich Dutzende Jahre später mit Hilfe der Sarazenen (Piraten!) an Antjana, und vor allem den Priestern rächen. Die Schiffe der Sarazenen belagern mittlerweile schon die Küste und Antjana wappnet sich dem Krieg.
Die Priester von Antjana haben die Macht an sich gerissen und drohen jeden umzubringen, der auf der Seite der Destenica, der zehnten Tochter, stehen.
Während der ersten Tage versuchen Lis und Levin wieder nach Piran zurückzukehren, doch sie müssen schon bald erkennen, dass es ein unmögliches Unterfangen ist. Schneller als sie gucken können, geraten sie in ein unsichtbares Netz von Intrigen, Mord und Heuchelei.
Levin jedoch blüht in seiner neuen Rolle als Hohepriester auf und vergisst nach einigen Wochen, wer er wirklich ist. Ein haarsträubendes Abenteuer beginnt ...
Wie die zwei ersten Romane der Autorin, hat mich auch dieser mitgerissen. „Die Rückkehr der Zehnten" ist jedoch nicht mit den zwei Teilen der Woran- Saga zu vergleichen, da es eine andere Art Fantasy ist. Wieder einmal bin ich begeistert und wieder einmal vergöttere ich ein Buch von Nina Blazon. Noch nie habe ich einen spannenderen, mystischeren und gefühlvolleren Roman gelesen, der solch ein besonderes Ambiente aufweist!
Außerdem ist das Buch nicht hundert Prozent Fantasie, sondern hat auch einen geschichtlichen Hintergrund. Das Motiv der zehnten Tochter war nämlich zur früheren Zeit weit verbreitet!
Also: Wer mal wieder einen klugen, spannenden und etwas anderen Fantasieroman lesen will, der ist hier bestens bedient.
Soll ich noch mehr sagen? Ich glaube jeder weitere Satz wäre überflüssig! Nur noch eines: Lest DAS!


Bartimäus: Das Amulett von Samarkand
Bartimäus: Das Amulett von Samarkand
von Jonathan Stroud
  Gebundene Ausgabe

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Zweifelos gut, aber ..., 21. Januar 2005
Zugegeben: Es ist mal etwas RICHTIG anderes. Schließlich kommt es selten vor, dass sich Fantasybücher in ihrem Genre abheben. Von der Struktur und den Charakteren sind Fantasiegeschichten nämlich immer gleich gestrickt. Von der Geschichte gleicht „Bartimäus" vielen anderen: Zauberer und Menschen auf einem Planeten. Da gibt es dann einen Jungen mit magischen Kräften und einen Fiesling, der etwas tut oder tun wird, dass alles verändern wird. Zumindest fast alles. Auch in Strouds Buch ist das der Fall.
Nathanael, die Hauptperson, erfährt von einem Amulett, dass ein schmieriger, unsympathischer Zauberer namens Simon Lovelace gestohlen hat. Dieses Amulett besitzt außergewöhnliche, riesige Kräfte, mit denen Lovelace alles tun kann, was er will. Und natürlich will er nur negative Dinge tun. Was auch sonst!? Von der Story ist „Bartimäus" also nichts wirklich neues.
Neu aber ist aber so viel und guten Humor einfließen zu lassen. Quelle des trockenes Humors ist der fünftausend alte Dschinn, Bartimäus. Das Buch wird nämlich abwechselnd aus der Sicht des Dschinns und Nathanaels erzählt. Bartimäus ist alles andere als ein Geselle, mit dem man gerne Blutsbrüderschaft schließen würde. Da er aber einen unglaublichen Wortwitz und eine schier grenzenlose Schadenfreude besitzt, kann man gar nichts anderes, als den Dämonen dann doch (zumindest ein wenig) ins Herz zu schließen, da er mit seinem auffallend anderen Charakter geradezu besticht. Also: Dicker, fetter Pluspunkt für einen ANDEREN Charakter, den es sonst noch gar nicht gegeben hat (mal von „Artemis Fowl" vielleicht abgesehen).
Einen kleinen Minuspunkt gibt es aber für Nathanael. Den kann man nämlich meiner Meinung nicht so richtig ins Herz schließen, was eigentlich ziemlich schade ist, da man jede Hauptperson ins Herz schließen können sollte. Das konnte ich aber nicht. Meist ist er mir nämlich einfach zu ruhmsüchtig, zu ungeduldig, unüberlegt und (vielleicht) auch manchnmal zu dumm. Das ist auch der Grund, weshalb ich mich nicht richtig hineinversetzen konnte. Bei guten Bücher muss das jedoch der Fall sein. Man muss mit den Hauptpersonen mitleiden, -lachen oder -weinen können. Mit Nathanael ist das aber nicht möglich. Schade! Sonst nämlich ist das Buch wirklich perfekt.
Fazit: Vier Sterne. Denn ein Buch, dass einen nicht KOMPLETT mitreißen kann, hat eben nicht fünf Sterne verdient. Trotzdem erwarte ich mit Freude den nächsten Band der Trilogie. Vielleicht gibt es dann da keinen Nathanael mehr und ich kann endlich richtig eintauchen.


Im Labyrinth der alten Könige. Die Woran-Saga 02.
Im Labyrinth der alten Könige. Die Woran-Saga 02.
von Nina Blazon
  Gebundene Ausgabe

11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Was will man mehr?, 29. Dezember 2004
Der Markt der Fantasygeschichten- und Bücher wir immer unüberblickbarer. Hier tummeln sich etliche Kopien von Herr der Ringe, wo anders schamlose Nachmachen von Harry Potter und in der dunkelsten Schublade von Action vollgepumpten Horrorgeschichten. Natürlich gibt es auch gute phantastische Bücher, die sind jedoch zahlenmäßig den Schlechteren unterlegen.
Plötzlich aber gibt es Nina Blazon, die mit ihrem ersten Roman beim Wolfgang-Hohlbein-Preis gewonnen hat ... keine auffällige Nachmache, keine hirnlose Sincefiction-story. Einfach mal etwas ganz und gar anderes. Zwar ein Fantasybuch, aber eines, dass aus dem riesigen Phantastberg heraussticht. Eines das Action, gute, durchdachte Fantasie, Krimi, Märchen, Sagen, starke Charaktere, auffällige Landschaften, Bäume, Pflanzen und Gefühle beinhaltet.
Von Anfang an reißt das Buch den Leser in einen schillernden und spannungsgeladenen Strudel, der sich unaufhörlich dreht und gar nicht mehr stoppen will. Der Hauptcharakter, Julin, ist mal etwas ganz und gar anderes. Kein völliger Held und kein völliger Tollpatsch. Eben die richtige, gute Mischung davon. Er ist nicht der Hübscheste und der Begabteste, besitzt dafür aber viel, viel Herz und Gedankengänge, die so wirklich jeder nachvollziehen kann.
„Im Labyrinth der alten Könige" ist zwar der zweite Teil einer angelegten Trilogie, ist jedoch unabhängig zu lesen zum ersten Band (weiterer, dicker Pluspunkt!!! (A Propos: der erste Teil ist genauso lesenswert!))
Am Ende erwarten einen Hochspannung, kribbelnde Finger (weil man unbedingt weiterblättern will) und das normale Gemisch aus Märchen und Emotionen. Ein kluger, durchdachter Roman, der mit dem Ende seinen glänzenden Höhepunkt erreicht ... das ist nämlich weder nach dem Motto „Happy End", noch Tränendrüsendrück-mäßig!
Was will man mehr? Gar nichts! Denn mehr geht nicht.


Im Bann des Fluchträgers. Woran-Saga 01.
Im Bann des Fluchträgers. Woran-Saga 01.
von Nina Blazon
  Gebundene Ausgabe

10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unglaublich, aber wahr!, 18. November 2004
Wie vermischt man Dramatik mit Witz? Wie Sagen mit Fantasie? Eine Antwort gibt es: lesen Sie „Im Bann des Fluchträgers". Obwohl ich schon viele Fantasybücher gelesen habe, wusste ich schon ab der Hälfte, dass der erste Teil der Woran-Saga mein absolutes Lieblingsbuch wäre. Nicht nur weil es unheimlich spannend ist, sondern auch all die Elemente aufweist, die oben genannt sind: Dramatik, Witz und Fantasie.
Unser Protagonist, Ravin, ist ein junger Ranjögjäger. Sein Bruder, ein schamanischer Heiler, findet einen seltsamen Kristall und fällt in einen todesähnlichen Bann. So macht sich Ravin auf zur fernen Burg der Königin, um dort Hilfe für seinen Bruder zu erbitten. Doch auch die Magier der Königin wissen keinen Rat. Zusammen mit dem Zaubererlehrling Darian begibt sich unser Held auf die Suche nach einer mystischen Quelle, die Heilung für alle Leiden verspricht und nach deren Hüterin Skaardja. Ausgestattet mit zwei der sagenumwobenen Regenbogenpferde überqueren sie auf der Suche nach der Magierin Skaardja das Südgebirge und treffen auf ein Mädchen namens Amina - einer auffallenden, kraftprotzenden Heldin. Doch das ferne Land Skaris ist ganz anders, als in den Geschichten. Eine dunkle Bedrohung lauert über dem Land, Hallgespenster und Feuerdämonen plagen sie, die Menschen dort leben in Furcht und Angst. Doch es soll schlimmer kommen, eine Armee von beschworenen Toten macht sich auf, Ravins Heimat zu überfallen. Die Königinnenfeste fällt Verrat zum Opfer, doch wer ließ die beschworenen Toten in die Burg ein, wer steckt hinter dem finsteren Ränkespiel und der schwarzen Magie?
Ein Verrat, eine abenteuerliche Reise, Gefangenschaften und farbenprächtige Städte und Länder, hat Nina Blazon erfunden. Und dazu noch eine Vielzahl an Sagen und Mythen, Pflanzen und Bäumen, die die ganze erfundene Welt um einiges realer machen. Und - was vielleicht auch wichtig ist zu erwähnen - die Welt, die Personen und die Geschichte lässt sich nur schwer mit anderen Büchern vergleichen. Wer glaubt „Harry Potter" wäre das beste Jugendbuch, kann hier zweifellos eines anderen belehrt werden.
Außerdem ist „Im Bann des Fluchträgers" völlig frei von übertriebenen Blutszenen, dem schrecklichen, grauenhaften Bösen oder pappmacheemäßigen Charakteren - Personen, die nicht zu leben scheinen. Wer wieder einmal ein richtig gutes Fantasybuch lesen will (oder eine Überbrückung zum nächsten Potter sucht) wäre hier bestimmt nicht falsch beraten.
Der Roman ist kurzweilig, voller Energie, ist kunterbunt und beinhaltet außergewöhnliche Personen und Gestalten.
Meiner Meinung sollte man Nina Blazon nicht nur „Meister der Fantasy" nennen, sondern „Meister der Bücher".
Eine Information kann ich Ihnen noch geben: Wenn sie das nicht lesen, verpassen Sie etwas. Lesen!


Das Vermächtnis der Drachenreiter: Eragon 1 (Eragon - Die Einzelbände, Band 1)
Das Vermächtnis der Drachenreiter: Eragon 1 (Eragon - Die Einzelbände, Band 1)
von Christopher Paolini
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,90

27 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Und wie war das nochmal mit Herr der Ringe?, 11. Oktober 2004
Oft wurde geschrieben Eragon sei eine „billige Nachmache" von Herr der Ringe. Es sei nichts anderes als kopiert. Dem jedoch will ich widersprechen. Nur weil Zwerge, Elfen und andere merkwürdige Wesen das Buch bevölkern, muss es noch lange nicht von Tolkien abgeschaut sein.
Während das Buch anfangs noch ein WENIG lahmt, wird es von Kapitel zu Kapitel immer spannender. Vor allem das letzte Drittel lässt nicht zu wünschen übrig. Auch die Handlung des Buches macht neugierig und das Buchcover selbstverständlich auch.
Eragon wird immer mehr in eine Welt voller Abenteuer und Fantasie hineingezogen, bis er erfährt, welch große Rolle er in seiner eigenen Geschichte spielt.
Die letzten Hundert Seiten enden mit einer Schlacht inmitten eines riesigen Vulkanes und macht Lust auf mehr.
Vor allem aber merkt man auch, dass der Schriftsteller zu Beginn des Buches gerade einmal fünfzehn Jahre alt war. Der Schreib und Sprachstiel verbessert sich jedoch von Seite zu Seite. Wer ein Fan von fantastischer Literatur ist sollte bei diesem Buch unüberlegt zugreifen.
Und es wird wohl nicht mehr lange brauchen, bis auch Eragon bei uns in Deutschland auf den Bestsellerlisten erscheint (Kein Wunder, bei dem Marketing).
Der Film zum Buch ist für Herbst 2005 geplant.
Viel Spaß beim Lesen!


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