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Rezensionen verfasst von
M. Krahl "Micha P. Krahl" (Okayama)
(REAL NAME)   

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In Sorte Diaboli
In Sorte Diaboli
Preis: EUR 18,99

16 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Böse lebt !!!, 12. Mai 2007
Rezension bezieht sich auf: In Sorte Diaboli (Audio CD)
Dimmu Borgir verfeinern in der Tat ihren Stil aus Black und Death Metal immer mehr, kombinieren ihn auf eine sehr harte und aggressive Art mit Neoklassik und haben mit "In Sorte Diaboli" ein Werk produziert, welches Kraft und Gewalt ausstrahlt. Die Symphonie ist in insgesamt neun Kapitel aufgeteilt, die in 42 Minuten vorgetragen werden. Damit haben die Stücke durchschnittlich eine Länge von vier einhalb Minuten. Lange Weile kommt in dieser Zeit ganz bestimmt nicht auf. Im Gegenteil, dieser Hyperblast ist in der regulären Spielzeit nicht zu verdauen, sondern es bedarf mindestens eines weiteren Hördurchlaufes. Um dieses Werk zu verstehen, sollte man sich auf jeden Fall viel Zeit nehmen, bevor man in die Musik eintaucht.

Zur Musik: Die symphonischen Anteile sind auf "In Sorte Diaboli" im Vergleich zum Vorgängeralbum "Death Cult Armageddon" nicht so dominant. Dies fällt allerdings erst nach genauerer Analyse auf, denn die getragenen Passagen sind im Vergleich zu "Death Cult Armageddon" weniger geworden. Hier dominiert die rohe Gewalt.

Dieses Konzeptalbum führt uns ins dunkle Mittelalter, wo ein Priester-Anwärter sich dessen bewusst wird, dass ihm das Christentum nur Schlechtes bringt und so eine Wendung zur "dunklen Seite" erfährt:

Kapitel eins "The Serpentine Offering": Nach einem orchestralen Intro, der unwillkürlich Erinnerungen an John Williams' Imperial March aufkommen lässt, bricht ein Inferno auf den Hörer ein, der sich dem Klang nach in der Hölle wieder findet (so war es doch auch bei Anakin Skywalker welcher zu Darth Vader mutierte). Innerhalb des Songs wird eine unglaublich dichte Atmosphäre aufgebaut, die in einer Chorpassage mündet und somit einen vorläufigen Höhepunkt darstellt. Diesen Chor gab es auf der "Death Cult Armageddon" leider viel zu kurz zu hören.

Kapitel zwei "The Chosen Legacy": Hyperblast! Chaos! Gewalt! Qualen! Atmosphäre! Nach gut einer Minute Spielzeit erhält man eine kurze Pause, in der das Orchester die dichte Dunkelheit etwas lichtet. Aber gibt wenige Lichtblicke, in denen man verschnaufen kann, um zu verstehen was um einen passiert. Die Textpassage "In Sorte Diaboli" wird häufig zitiert und man fühlt sich unweigerlich in die Hölle versetzt, wo alles brennt. Ein wahnsinnig dichtes Kapitel...

Kapitel drei "The Conspiracy Unfolds": Nach einem etwas durchschnittlichem Anfang wird mit einem gewaltigem Riff die Apokalypse eingeleitet die den Hörer auf eine Reise in weite Sphären einlädt. Das Schlagzeug bildet zum groovigem Grundrhytmus einen sagenhaften Kontrapunkt. Der Song ist fast schon als poppig zu bezeichnen. Mit breitbändigen Disharmonien wird der Gewaltritt beendet. Auf jeden Fall besitzt dieses Kapitel Hitpotential...

Kapitel vier "The Sacrilegious Scorn": Mit Keyboards wird zunächst monumental eingeleitet, danach stimmt das Schlagzeug mit Blastbeat ein. In wenigen Schritten wird in einer erneuten Chorpassage der erste Höhepunkt dieses Kapitels erreicht. Durch eine kurze Klavierpassage wird der Song sehr aufgelockert und erinnert dadurch gar ein wenig an My Dying Bride's Turn Loose the Swan. Durch langsame Steigerung zum bestialischen Schrei wird der eigentliche Höhepunkt dieses Kapitels und damit des ersten Teils der Symphonie erreicht. Mit knappen vier Minuten ist dieses Kapitel das kürzeste.

Kapitel fünf "The Fallen Arises": Ein reines Instrumentalstück, welches eine schauriges Stimmung verbreitet und an so manches Elend Album erinnert (v.a. Winds Devouring Man). Gleichzeitig stellt dieses Kapitel einen Wendepunkt des Albums dar, denn der erste Teil des Albums war im Vergleich zum zweiten Teil noch vergleichsweise leichtverdaulich.

Kapitel sechs "The Sinister Awekening": Jaaaaaaaah... Disharmonien bestimmen dieses Kapitel. Kreischende Gitarren. Kreischende Geigen. Bis im höllischen "Anti Christus" der Teufel endgültig die Macht übernimmt und alles was noch nach Leben aussah zerstört wird. Jaaaaaaaah... Fast verträumt wird dieses Kapitel ausgeläutet um das nächste Kapitel einzuleiten.

Kapitel sieben "The Fundamental Alienation": Dieses Kapitel wird durch einen Chor eingeleitet, der im Laufe des Songs eine tragende Funktion erhält, da er wiederkehrt. Nach sanfter Ausblendung wird das vorletzte Kapitel eingeleitet.

Kapitel acht "The Invaluable Darkness": Nach der Abkehr vom Licht wird der Dunkelheit gehuldigt. Dimmu Borgir drücken dies wird mit feierlichen Melodien, Chören und Tänzen aus. Eine sehr feierliche Stimmung des Songs bringt die volle Freude des Haupthelden von "In Sorte Diaboli" zu Ausdruck. Mit Sicherheit der positivste Song des Albums, da er kaum auf Disharmonien baut.

Kapitel neun "The Foreshadowing Furnace": Die aufkommende Freude des "The Invaluable Darkness" wird sofort wieder zunichte gemacht. Freude ist nicht gut, Freude ist schlecht!!! Jaaaaaaaah... Disharmonien! Gewalt! Qual! Musikalisch knüpft es an das Anfangskapitel an, ist jedoch wesentlich gewaltiger, kompromissloser! Diese Qualen werden durch das Albumausklingende Fegefeuer bekräftigt...

Fazit: Was für eine Symphonie! "In Sorte Diaboli" ist mit Sicherheit nicht leicht verdaulich und nichts für Weicheier. Es nimmt jede Freude am Leben, ist destruktiv, gewaltig, kompromisslos. Wer mit "Death Cult Armageddon" nicht zu Recht kam, sollte sich dieses Album auf keinen Fall kaufen. Fans brutaler und dichter Atmosphäre und neoklassischer Musik, die durch bombastisch-orchestrale Klanglandschaften besticht, werden dieses Album lieben. Um die Vielschichtigkeit zu erfassen, ist es jedoch notwendig sich in die Musik hineinzudenken. Und dazu benötigt man viel Zeit. Congratulations!!!

Die häufigen Vergleiche mit Cradle of Filth halten nicht stand, da CoF bei weitem keine so dichte Atmosphäre der Angst aufbauen können.

Anspieltipps:

- The Serpentine Offering

- The Conspiracy Unfolds

- The Sinister Awekening
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 10, 2007 10:07 PM CET


The Heart of Everything (Limited Edition)
The Heart of Everything (Limited Edition)
Preis: EUR 27,69

28 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erwartung voll erfüllt, 21. April 2007
Auch Within Temptation haben eine interessante Entwicklung durchgemacht. Zunächst in unserem Nachbarland den Niederlanden als Newcomer gelobt und in Deutschland nur als Geheimtipp bekannt, spielten sie als Vorband von Orphanage, einer Death-Metal Kapelle, welche ebenfalls aus den Niederlanden stammen. Ihr zweites und mittlerweile schon sehr altes Album "Mother Earth" war zunächst eben auch nur in den Niederlanden ein richtig gut verkauftes Album bevor es in Deutschland vor einigen Jahren neu veröffentlicht wurde. Und damit wurde diese Band auch hierzulande einigermaßen bekannt. Obwohl schon auf '"Mother Earth"' große Melodien Programm waren, war die Produktion nicht besonders mitreißend. Der große Durchbruch gelang ihnen aber mit '"The Silent Force". Dieses Album haben Within Temptation zusammen mit einem Orchester aufgenommen, entsprechend bombastisch sind auch die Songs. Dieser Bombast wird nun auf diesem neuem Output "The Heart of Everything" fortgesetzt.

Zur Musik: Die elf Songs dieses Albums, dessen Gesamtspiellänge etwa eine Stunde beträgt, sind mit durchschnittlichen fünf Minuten etwas länger als noch auf '"The Silent Force"' und können sich dadurch auch besser entfalten.

Das Einstiegstück '"The Howling"' ist allerdings nicht repräsentativ für "The Heart of Everything", obwohl es typisch nach Within Temptation klingt und das Album nach einem kurzen Intro sehr orchestral eröffnet. Dies liegt einerseits am Gesang von Frau DenAdel, die hier fast ausschließlich zweistimmig singt. Außerdem setzt er sich durch seinen zerhackten Rhythmus von den übrigen Stücken stark ab. Der bereits für WT als typisch zu bezeichnende Bombast kommt aufgrund der sehr wuchtigen Gitarrenwände, treibenden Beats und des breitbändigen Orchesters sehr gut zur Geltung. Als Opener dennoch bestens gewählt und gilt als Bindeglied zur Vorgänger "The Silent Force". Willkommen in der Zukunft von WT...

"What Have You Done" ist das Lied, welches offensichtlich zu sehr gespaltenen Meinungen führte. Allerdings ist genau der umstrittene ansatzweise zu erkennende Rapgesang von Maestro Caputo für die Songdynamik sehr förderlich. Ein geiles Lied, welches man spätestens nach drei Hördurchgängen nicht mehr vergisst, welches sich im Gehirn festfrisst.

Mit "Frozen" platzieren WT nach einem tollen Anfang eine Breitwandballade, welche v.a. durch Klavierpassagen als tragendes Element zusammen mit den Vokals eine wohlige Gänsehaut erzeugt.

"Our Solemn Hour" ist ja bereits dem Titel nach sehr feierlich, in meinen Ohren allerdings das nervigste Lied des Albums uns somit ein echter Totalausfall. Einerseits mit Orchester zugekleistert, andererseits ist die Gitarrenarbeit bis zur Peinlichkeit auf Powercords reduziert worden. Für Gothic-Rock Liebhaber aber trotz der schwulstigen Melodien wahrscheinlich das beste WT Lied überhaupt...

Warum "'The Heart of Everything"' allerdings das Titelstück ist, scheint mir unverständlich, da es maximal als Lückenfüller und Zeitschinder dient...

"Hand of Sorrow" ist eine weitere sehr tolle Midtempo Ballade, welche v.a. durch einen sehr einprägsamen Refrain begeistert. Der Gesang als zentrales Element wird durch sehr klare Instrumentalisierung mit Klavier und Orchester (und natürlich den üblichen Instrumenten) gut unterstrichen, so dass ein sehr harmonischer Hörgenuss aufkommt. Sehr tolle Melodieführung!

Die weiteren Stücke '"The Cross"', '"Final Destination'" und "'All I Need"' überzeugen ebenso durch ihren enormen Bombast, wobei "'The Cross"' das experimentellste Lied überhaupt auf '"The Heart of Everything"' ist, da der Gesang an wenigen Stellen mit Vocodern bearbeitet wurde.

Das interessanteste und gleichzeitig mit 7:05 Minuten längste Stück des Albums ist "'The Truth Beneath the Rose"', welches dadurch natürlich sein enormes Hit-Potential vollständig entfalten kann. Ebenfalls im Midtempo gehalten endet es nach einem finalen Chorgesang in einen verträumten Klavieroutro. Und leitet somit zum Schlusstrack "'Forgiven'" über.

'"Forgiven"' ist einer der besten Songs die WT je veröffentlicht haben, da er durch seine Einfachheit eine sehr große Ausdrucksstärke besitzt und nicht wie üblich von Gitarren und Schlagzeug überladen wird. V.a. VanAdels Stimme mit ihren leichten Unsicherheiten im Strophenteil ist sehr geil. Der Chorus hat eine unglaublich tolle Melodieführung, die durch die zusätzliche Orchestrierung und den warmen Klang des Klaviers (oder Flügels?) an großer Kompaktheit gewinnt.

Fazit: Within Temptation liefern mit "The Heart of Everything" ein sehr solides Album ab, welches zwar keine neuen Maßstäbe setzen und die Musikwelt nicht verändern wird, sie aber sehr wohl bereichert. Den Hörer erwarten bombastgeladene 60 Minuten Gothic-Rock, der sehr viel Spaß macht. Obwohl nicht alle Songs vollständig überzeugen und separat vielleicht sogar langweilig wären, gefällt der Gesamteindruck.

Vergleiche mit Evanescence kann ich allerdings bei bestem Willen nicht finden. Weil erstens beide Bands unterschiedlichen Genren zugeordnet werden sollten, zweitens WT älter sind und drittens Evanescence im Wesentlichen auf zwei Referenzen verweisen können wobei durch den Ausstieg des Hauptsongwriters Evanescences neues Output kompositorisch sehr schwach ist. Bands wie Krypteria oder gar Sirenia sollten sich hier noch einmal genau anhören wie man wirklich großartige Songs schreibt und umsetzt!

Anspieltipps:

- Hand of Sorrow

- The Truth Beneath the Rose

- Forgiven


Eclipse
Eclipse

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Amorphis leben !!! Sie sind wieder aufgewacht !!!, 21. April 2007
Rezension bezieht sich auf: Eclipse (Audio CD)
Was für ein geiles Album! Endlich geben Amorphis wieder Gas, denn genau das konnten sie früher am Besten. Spätestens nach '"Tuonela"' haben die Amorphisten mit '"Am Universum"' und "'Far From the Sun"' zwei ziemliche Durchhänger bzw. im Falle von "'Far From the Sun"' sogar einen Totalausfall produziert. V.a. der ehemalige Sänger Pasi Koskinen nahm durch seine unmögliche Stimme vieles von Amorphis'''' Kompaktheit, da er permanent schief sang und dennoch neun lange Jahre die Stimme von Amorphis war. Da kam es auch keineswegs zu früh, dass er seinen Dienst quittiert hat und ein neuer Vokalist engagiert wurde. Und dieser passt sich dem neuen Soundgewandt mehr als hervorragend an. Obwohl seine Stimme mit Sicherheit nicht die markanteste ist, hat er Charisma und keine Scheu auch mal etwas aggressiver zu singen. Die kompositorische Stärke von Amorphis war allerdings auch auf dem Totalausfall "'Far From the Sun"' nicht zu überhören. Die Band wandelte ihren Stil sehr geschickt von einer brutalo Death Metal Band (v.a. die Alben "The Karelian Isthmus" Und "Tales From the Thousand Lakes") zur fast schon Pop-Rock-Band ('"Tuonela'" und Späteres), verwendete Hammondorgel, Saxophon oder Flötensounds in ihren Songs.

Der Opener '"Two Moons"' weißt die Richtung des Albums. Nach einem kurzen, präzisen Keyboardintro setzten die Gitarren wuchtig ein, dass selbst die besten Boxen mit den Bässen überfordert sind und mächtig übersteuern. Bis zur Chorus prügeln sich Amorphis mit sehr melodischer, neuer Stärke und ordentlichem Tempo. Der Chorus wird als kurze Verschnaufpause genommen, danach wird wieder Gas gegeben. Sänger Joutsen darf auch gleich mal ordentlich aggressiv losbrüllen.

Die Singleauskopplung und erste Ballade des Albums "House of Sleep" ist mit seinem Mittempo sehr amorphistypisch. Tolle Melodien werden aufgebaut, der Song erzeugt eine super Stimmung. Der Gesang variiert auch mal von aggressiv zu schmalzig. Cool!

Mit '"Leaves Scars"' überzeugt schon wieder Tomi Joutsen durch Gegrunze, was wiederum wohlige Erinnerungen an den Klassiker "Tales From the Thousand Lakes"' erweckt. Im Refrain wird gerockt, im Chor gesungen... Man merkt förmlich wie viel Spaß die Kerle am Musizieren haben.

'"Born From Fire'" und "'Under A Soil And Black Stone"' könnte auch leicht vom "Elegy" Album bzw. von der "My Kantele" EP stammen. Zusammen mit der Orgel wirken beide Songs sehr dynamisch.

'"Perkele"' schlägt die Brücke zum "'Elegy"' Album bzw. zur '"Black Winter Day'" EP und hat auch durchaus gewisse Ähnlichkeiten zum EP namensgebenden Song oder auch mit "Better Unborn". Sehr geiles groovendes Lied.

"The Smoke" wiederum passt sehr gut in die "Tonela" bzw. "Am Universum" Zeit. Sehr groovend, wobei auch mal gemäßigt gegrunzt wird. An Melodien wird jedoch keineswegs gespart. Im Gegenteil! Dieser Song hat einen so coolen Gitarrensound, dass "The Smoke" mein absolutes Lieblingslied ist.

"Same Flesh" ist die zweite Ballade des Albums.

Mit '"Brother Moon"' ist ein weiterer Höhepunkt von '"Eclipse'" erreicht. Spielfreude pur!

"Empty Opening" lebt vom sehr simplen Riff, ist aber durch den Halleffekt auf der Gitarre sehr schwebend und offen... Sehr psychedelisch und animiert den Hörer einen weiteren Hördurchlauf des Albums vorzunehmen. Joutsen darf nochmals seine Gesangsleistung unter Beweis stellen, indem er brüllt und singt. Sehr geiles Lied und toller Abschluss von "Eclipse". Der folgende Bonustrack '"Stonewoman"' sollte nämlich auch eher als Bonustrack aufgefasst werden. Er passt einfach nicht ans Ende des Albums, sondern ist eher ein Lückenfüller. Dennoch ein tolles Lied.

Fazit: Mit "Eclipse" ist Amorphis nach einer langen Durstphase endlich wieder ein echter Kracher gelungen der durch sehr prägnante, einprägsame Melodien und Heavieness überaus überzeugt. Dadurch, dass die Songs recht gut zu den einzelnen Schaffensphasen zuzuordnen sind, könnte das Album auch als Rückblick betrachtet werden. Einen sehr großen Beitrag leistet der neue Sänger, der sich mit seiner ausdrucksstarken Stimme hervorragend in den Gesamtsound integriert, diesen unterstützt. Diese '"Eclipse'" sollte sich jeder zulegen, der Amorphis nicht kennt, sich aber gern mit ihnen auf eine Reise begeben möchte. Für Amorphisfans der ersten Stunde ein Glücksalbum. Und Koskinen? Wer war gleich noch einmal Koskinen?


Confessions on a Dance Floor
Confessions on a Dance Floor
Wird angeboten von DVD Overstocks
Preis: EUR 7,95

4.0 von 5 Sternen Disko attack, 8. Januar 2006
Rezension bezieht sich auf: Confessions on a Dance Floor (Audio CD)
Es ist immer wieder interessant zu lesen, wie unterschiedlich das ein oder andere Album eines Künstlers vom Zuhörer aufgenommen wird. Madonna ist ein Kind der Achziger und frühen Neunziger. Sie hat früher Maßstäbe gesetzt und setzt sie auch heute noch. Und es ist mehr als auffallend, dass sie nicht in der Bedeutungslosigkeit verschwunden ist, wie so manch einer ihrer Musikerkollegen (kennt noch jemand Michael Jackson?). Im Gegenteil: Madonnas neues Album klingt sehr erwachsen und ausgereift. Und es enthält alle wichtigen Elemente eines echten Achzigerjahre Dance Albums: analoge Synthies, Diskobeats, Vocoder und sehr simple Lyrics. Die Produktion der CD ist super. Positiv fällt des Weiteren auf, dass alle Trax ineinander gemixt sind so, dass keine "Lücken" entstehen und man so erst recht von einem Dance Album sprechen kann. Hier und da hört man dann auch schon mal ein wenig Pet Shop Boys, dann mal wieder etwas Stardust aber eben auch sehr viel Madonna-Stil. Und sie hat nun mal entschieden diesen Dance Sound in ihren jungen Jahren mit kreiert.
Warum dann nur 4 Sterne? Die Auskopplung "Hung up" repräsentiert nicht exakt die Richtung von Confessions on a Dance Floor, sondern ist tatsächlich der eingängigste Song und wird sicherlich die Masse schneller ansprechen, als z.B. "Like it or not". Denn genau dieses Lied ist viel mehr schon eine Dance-Ballade.
Fazit: Confessions on a Dance Floor ist ein in sich völlig stimmiges Album geworden, welches voll im Stil des achziger Dance Floors geschrieben ist. Und genau dieser Stil ist mit seinen vielen analogen Sound wieder im Kommen (siehe z.B. M83) und damit ist Madonna vielen wieder einenen Schritt im Vorraus.
Wer nur die erste Singleauskopplung kennt, sollte vorher in das Album rein hören. Afterwork Partygänger (tendenziell im Alter ab 25/30) können jedoch getrost blind zugreifen.


Swanlike
Swanlike
Wird angeboten von ProMedia GmbH
Preis: EUR 8,99

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein weiterer Beweis, dass es noch Musiker mit Anspruch gibt, 15. August 2005
Rezension bezieht sich auf: Swanlike (Audio CD)
Es ist sicherlich für eine Band nervig, sich an anderen Bands messen lassen zu müssen. Und besonders schwierig ist es für junge Musiker im Jungle von Veröffentlichungen Eigenständigkeit zu beweisen. Eigenständigkeit besitzen Dark Suns auf jeden Fall. Aber der Vergleich mit Anathema, Opeth oder My Dying Bride ist halt treffend und unterstreicht gleichzeitig die kompositorische Qualität und musikalische Vertracktheit. Es gibt auf diesem Album keine klassischen Songstrukturen mit Strophe, Refrain, Strophe, Refrain, Dudel, Refrain, Dudel, Schluss, sondern echte Spannungsbögen.

Zur Musik: Swanlike besteht aus sieben regulären Songs und einem Bonustrack.
Der Opener "Swanlike" sticht durch interessante Akkordabfolgen und Rhytmuswächsel hervor und gibt dem Hörer sofort zu erkennen, dass dieses Album nicht zum Nebenbeihören geschrieben wurde. Jedoch ist die Gitarrenabmischung etwas Gewöhnungsbedürftig. Macht dem ganzen aber keinen Abbruch. Fällt aber auf, da dieser etwas dumpfe Sound in den anderen Stücken sehr harmonisch untergeht. Super geil, dass der verwendete Klaviersound wohl nicht aus einem elektronischen Kasten stammt, sondern von einem echten Klavier oder Flügel. Das ganze endet in einer Doublebassattacke mit Spacerkeyboards und viel Gegrunze. Ein treffender Opener, da sich viele Elemente, wie Rhytmuswächsel, Doublebassattacken, Gegrunze, wiederholen.
"Infiltration": Auffallend ist eine weitere Band, die Dark Suns beeinflusst haben. Für das eingebaute Gitarrensolo wurden die Grundriffs einfach mal vom Tiamat Album Wildhoney geborgt und neu gebaut. Kam dort gut, hier auch.
"The Sun Beyond Your Eden" beginnt mit einem klassischem Stück von Vivaldi (Cello und Cemballo). Solche Intros sind gewagt und oftmals wird die die Fortführung dem Intro nicht gerecht. Jedoch wird die Musik sehr elegant aufgenommen und im Midtempo und viel Gegrunze fortgeführt. Würde Vivaldi sicherlich gut gefallen. Cool - Opeth lässt grüßen.
Geschlossen wird Swanlike mit dem sehr entspannten Instrumental "In Silent Harmony II".

Der Bonustrack "Suffering" ist so geil, dass allein dieser Track fünf Sterne rechtfertigen würde. Jaaaah. Er beginnt mit einem zum Träumen einladendem Klavierintro und endet in einem Grunz - Kreisch Inferno, der süchtig macht. Man man man...
Die volle Freude an der Musik rundet noch das sehr detaillierte Cover ab, welches auch die Songtexte beinhaltet.

Fazit: Swanlike ist nicht leicht verdaulich, verzaubert aber mit jedem erneuten Hördurchlauf. Der Sound ist hervorragend produziert, so dass die Songs unweigerlich im Kopf hängen bleiben. Auch wenn die Tracks alle recht melodisch und mit Keyboards sehr beladen sind, wirken sie nicht aufgesetzt oder gar überproduziert. Für Fans von anspruchsvollem Death oder Black Metal sehr zu empfehlen, Fans obengenannter Bands sollten sich diese CD sowieso zulegen...


Frozen in Time
Frozen in Time
Wird angeboten von all-my-music-rheingau
Preis: EUR 16,47

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Feines Material aus der Garage in Florida, 1. August 2005
Rezension bezieht sich auf: Frozen in Time (Audio CD)
Obituary haben das Rad natürlich nicht neu erfunden. Warum auch!? Im Gegensatz zu manch anderer Band müssen sie niemandem mehr beweisen, dass sie gut sind. Und gut ist eben auch das aktuelle Album "Frozen in Time" - nicht brilliant oder sehr gut, sondern eben gut.
ist der Sound nicht wirklich zeitgemäß. Richtig. Er ist allenfalls solide. Aber das schöne an Obi ist, dass sie sich mal wieder in ihre Garage zurückgezogen haben und ein bischen gejamt haben. So ist denn auch der Titel der CD Programm. Die Herren haben weder neue Instrumente noch neue Verzerrer. Sie klingen wie noch vor 15 Jahren. Und auch die Songs sind durchweg so. Gefrickel sucht man ebenso vergebens, wie übermäßige Höhepunkte. Kennt man ein Lied, kennt man alle. Die Riffs hauen einen nicht (mehr) vom Hocker und auch Tardys Gekeife hat sich nicht verändert.
Fazit: Wer noch eine Obituary Platte im Schrank haben möchte, kann bedenkenlos zugreifen und wird diese CD (wahrscheinlich) so schnell nicht mehr aus dem Player nehmen. Wer mit der Band nicht so viel anfangen kann und sie zunächst kennenlernen möchte, sollte lieber auf älteres Material schauen (Slowly We Rot, 'Cause of Death oder mein Favorit The End Complete). Cool ist das Album auf jeden Fall. Einen guten Einblick zu "Frozen in Time" bekommt man auf dem aktuellen Metal Hammer Sampler vol. 94 (Insane).


Sound Pressure
Sound Pressure
Wird angeboten von MEDIMOPS
Preis: EUR 3,89

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ob Soman, Sarin, Tabun oder VX . . ., 17. August 2004
Rezension bezieht sich auf: Sound Pressure (Audio CD)
Soman ist mit diesem Erstlingswerk ein kleiner Streich gelungen. Und genau das erwartet man von dem deutschen Soundtüftler Kolja Trelle auch. Denn nicht nur als Produzent (Koltron-Studio) sondern auch als DJ (Desert Storm) stellt er hohe Anforderungen an die Musik. Somit kann man den Opener auch als Herausforderung auffassen: Unschuldig, wer ist unschuldig? (Sample aus Innocence). Denn genau in diesem Stile ballern die Trax auf einen ein.
Wie man den Musikstil nun genau bezeichnet, soll an dieser Stelle allerdings keine Rolle spielen (Industrial? na OK). Die Bässe und die Drums sind z.T. stark verzerrt, wirken aber durch recht melodiöse Keyboardflächen(!) und einzelne Samples nicht nervig. Im Gegenteil! Da alle Songs einen fetzigen Rhythmus haben, ist man sofort in Somans Welt gefangen. Besonders bemerkenswert ist allerdings, dass über die 13 Stücke ein Bogen gespannt wird, der im genialen Black Batch einen endgültigen Höhepunkt erreicht. Somit dient kein Lied als Lückenfüller. Live ist Soman allerdings noch geiler (Aufritte u.a. in London).
Mit Sound Pressure sollten auf jeden Fall auch Fans tranciger Musik sehr gut zurecht kommen, denn so grausam wie Soman ist die Musik nicht - aber genau so giftig :-). Hoffentlich erscheint bald ein Nachfolger in voller Länge und mit diesem der Durchbruch.... Die gerade erschienene EP revenge macht zumindest schon jetzt süchtig....


Chapters (CD + DVD)
Chapters (CD + DVD)

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ohrwurmgarantie, 28. Juli 2003
Rezension bezieht sich auf: Chapters (CD + DVD) (Audio CD)
Ganz klar diese "Best Of" hat es in sich. Hier sind Hits von Amorphis zusammen gestellt. Zwar haben sie sich nicht besonders viel dabei gedacht gleich "Alone" als Opener der CD zu wählen, aber so leicht ist ja die Auswahl auf der "Am Universum" an guten Songs ja auch nicht gerade. Tie "Tuonela" ist mit "Too much to see" und "The way" vertreten und damit sind nach den ersten vier Liedern auch schon die Totalausfälle dieser beiden Alben abgearbeitet. Mit "Nothern Lights" wird jedenfalls angefangen zu rocken. Auch das anschließende "Summer's end" ist ein echter Rocksong, der dem "Tuonela" Album noch einen durchaus interessanten Abschluss beschärte. Die wirkligen Highlights der "Chapters" folgen dann mit Songs der "Elegy", "Tales..." und "...Isthmus" Ära. Einsprängsel der EP's runden diese Platte gut ab und damit verdient dieses Album den Titel "Chapters". Zu hoffen bleibt halt nur, dass sich Amorphis nicht mit dieser CD von Fans anspruchsvollerer Musik verabschiedet und nur noch so schlechte Alben wie das "Far From the Sun" aufnimmt.
Ein besonderer Leckerbissen sind die Videos, zumindest für Fans die wirklich alles von Amorphis haben wollen. Aber eigentlich braucht man die DVD auch nicht, da die Videos ja auch nicht so toll sind. Aber immerhin ist mit "Alone" nur ein wirklich langweiliges Lieder visualisiert worden. Die restlichen Songs sind fetzig und die Videos sind auch recht ordentlich geworden.
Fazit: Fest eingefleischte Amorphis Fans werden sich die "Chapters" wohl wegen der Videos kaufen. Auf der CD sind wirklich die Hits vertreten und von denen gab es auf den Alben "Tounela" und "Am Universum" eigentlich keine. Songs der älteren Platten sind entsprechend auch öfters zu hören. Somit eignet sich das Album insbesondere für Leute, die Amorphis kennenlernen wollen.


Far from the Sun
Far from the Sun
Preis: EUR 17,40

2 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Weil es Amorphis sind ..., 28. Juli 2003
Rezension bezieht sich auf: Far from the Sun (Audio CD)
Was sich die Amorphisten bei der Aufnahme dieser CD gedacht haben würde mich brennend interessieren. Dass das Tales From the Thousend Lakes noch ein Death Metal Album und die neueste CD fast schon eine Pop Platte ist, muss man der Band hoch anrechnen. Welche Gruppe schafft schon so einen Wandel. Aber dass man solche LANGWEILER aufnimmt, soll erst recht was heissen. Bereits auf dem letzten Album habe ich solche Ohrwürmer wie das To Fathers Cabin oder Kracher wie von der Isthmus CD vermisst. Damit meine ich aber weiss-gott-nicht, dass die Band den "Weg des Erwachsenwerdens" verlassen sollte. Das Grunzen können andere besser und Saxophon oder Hammond-Orgel sind fetzige Instrumente.
Mit dem Wechsel zu Virgin(!) wird jedenfalls klar, dass sie eher weniger Freunde der Innovationsmusik dazu gewinnen werden (obwohl ja auch Michael Cretu bei Virgin ist), sondern vielmehr das Durchschnittspublikum ansprechen werden. Womit auch der Schwachsinn mit dem Abspielschutz zu erklären wäre. Denn wer kauft sich schon so eine schwulstige Platte wo jeder übernächste Ton oder Gitarrenakkord zu ahnen ist.
Weil es sich hier aber immerhin um Amorphis handelt und ein gewisser Gesäuseleffekt erzeugt wird, kann man dieses Album mit zwei Sternen bewerten. Hoffentlich wird aber die nächste Platte (falls es denn noch eine geben wird) wieder etwas anspruchsvoller. Tomi hat ja immerhin bei Waltari (einer sehr abwechslungsreichen zwischen Death Metal, PopRock und Techno beheimateten Band) eine So-wird-es-gemacht Lehrstunde auf der Yeah! Yeah! Die! Die! CD bekommen.


The Breathing Shadow
The Breathing Shadow
Wird angeboten von Empor
Preis: EUR 19,53

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine fetzige Platte eines coolen Musikers..., 1. Mai 2003
Rezension bezieht sich auf: The Breathing Shadow (Audio CD)
Selbst wenn der Vergleich etwas hinkt, so kann man Herrn Swanö doch mit Devin Townsend vergleichen. Denn beide durchlebten während ihrer Musikerkarriere so unterschiedliche Schaffensphasen, dass man nur Bewunderung aussprechen kann.
Hat doch Dan Swanö mit Edge Of Sanity zwar recht brachiale, doch eingängliche Musik produziert, auf seinem Soloalbum (welches hoffentlich noch einen Nachfolger bekommen wird) die deathigen Saiten etwas aufgelockert und auf diesem Nightingale Album die Computer zumindest versucht anzuspannen.
Und wie es sich für eine gute CD versteht, ist die Spiellänge mit 53 Minuten angemessen lang. Die Songs fügen sich flüssig aneinander und man kann förmlich den Anfang des nächsten Liedes spüren.
Störend ist allerdings die (so gewollte) "1970 Tonqualität". Der Bass ist nicht fett, wie auf Moontower, sondern einfach dünn; die Drummings sind für 1995 zum Teil etwas dürftig programmiert, aber dafür ist die Stimme recht verständlich. Über die saubere Gitarrenarbeit braucht man sich eh nicht auszulassen. Hervorzuheben sind die dezent eingesetzten Keyboards.
Passagen aus folgenden Liedern machen gierig nach mehr:
1. Higher Than The Sky - Gitarrensolo
2. The Dreamreader - Bridge
3. A Lesson In Evil - so ziemlich das ganze Lied


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