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Rezensionen verfasst von
Gideon

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Loyal Sons: Jews in the German Army in the Great War
Loyal Sons: Jews in the German Army in the Great War
von Peter C. Appelbaum
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 67,54

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Buchempfehlung des Bundes jüdischer Soldaten, 28. Oktober 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ein Jahr nach dem Erscheinen seiner ersten Dokumentation „ Loyalty Betrayed – Jewish Chaplains in the German Army during the First World War“ hat der bekannte Arzt und Mikrobiologe, Professor Dr. PhD Peter C. Appelbaum, im September 2014 ein zweites Werk – ebenfalls erstmals in englischer Sprache – veröffentlicht, in dem er ganz besonders über die treuen Söhne Deutschlands – die jüdischen Soldaten des Ersten Weltkrieges – berichtet. Damit hat er einen weiteren Schritt unternommen, um einem neuen Publikum bisher fast unbekannte Tatsachen vor Augen zu führen: den großen Patriotismus der jüdischen deutschen Soldaten trotz ihrer ständigen Diskriminierung und trotz der Desillusionierung infolge der „Judenzählung“ von 1916 – also mitten im Krieg. Streng wissenschaftlich, aber doch mit ganz viel persönlichem Engagement, ja sogar mit Herzblut, beschreibt er, unter Zur-Hilfenahme von Tagebüchern und Memoiren, Aufsätzen und Gedichten, ihre herausragenden Leistungen als Frontsoldaten, aber auch als Militärärzte, Piloten und Luftbeobachter in der sich im Aufbau befindlichen deutschen Luftwaffe. Er untersucht sehr gründlich die 1916 als Zugeständnis gegenüber den Antisemiten im Deutschen Reich durch die deutsche Militärführung durchgeführte „Judenzählung“, ein für die Gezählten entwürdigendes, für die Durchführenden aber mehr als beschämendes und gemeines Ereignis und seine Auswirkungen auf die jüdischen Soldaten, welches auf ewige Zeiten ein Schandfleck für die deutsche Militärgeschichte bleiben wird.


Loyalty Betrayed: Jewish Chaplains in the German Army During the First World War
Loyalty Betrayed: Jewish Chaplains in the German Army During the First World War
von Peter C. Appelbaum
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 68,31

5.0 von 5 Sternen Standardwerk, 1. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Lange musste die weltweite Forschung und der interessierte Laie warten, bis endlich eine wissenschaftlichen Ansprüchen genügende und zugleich allgemeinverständliche Abhandlung über die deutschen Militärrabbiner des Ersten Weltkrieges zur Verfügung steht. Zuwenig stand dieser Aspekt der Geschichte des deutschen Judentums im Fokus der deutschsprachigen Forschung. Zwar gab es Ausstellungen und Quellensammlungen, aber keine davon vermochte einen derart ausgewogenen Blick auf diesen wichtigen Teil der deutsch-jüdischen Militärgeschichte zu werfen, wie es notwendig gewesen wäre. Es bedurfte erst des Umwegs über Südafrika, um uns zu verdeutlichen, dass deutsche Feldrabbiner im Ersten Weltkrieg mehr waren, als eine Randnotiz der jüdischen und deutschen Geschichte. Hierbei sind für den Laien nicht nur die im Anhang beigefügten Begriffserläuterungen und Übersichten hilfreich, sondern auch die Einführungen in das Thema durch Rabbiner Jonathan Wittenberg und der in Deutschland geborene Historiker Michael A. Meyer (USA). Peter C. Appelbaum gibt nicht nur einen fundierten Gesamtüberblick, sondern bewertet und ordnet die einzelnen Quellen immer wieder in den zuvor skizzierten Gesamtzusammenhang ein.
Peter Appelbaum zeigt uns eindringlich, dass das preußisch-protestantisch geprägte, nationalistische Kaiserreich eigentlich keinen Platz für seine jüdische Minderheit und erst Recht nicht für eine jüdische Militärseelsorge hatte. Die Feldrabbiner waren Teil des verzweifelten Versuchs des deutschen Judentums, sich in die deutsche Mehrheitsgesellschaft auch durch den Militärdienst zu integrieren. Doch die Integrationswilligkeit und -fähigkeit der militaristisch geprägten Gesellschaft war seit dem Ende der Befreiungskriege wenig ausgeprägt. Wie schon im Krieg von 1870/71 kam es erst nach massiven jüdischen Interventionen zur Etablierung der jüdischen Militärseelsorge. Die Bereitschaft der deutschen Juden für ihr Vaterland zu kämpfen, wurde nicht hinreichend honoriert. Im Gegenteil: Juden sollte mit einer Zählung der jüdischen Frontkämpfer ihre Feigheit nachgewiesen werden. All diese Erfahrungen, aber auch die Ausnahmen von der Regel im persönlichen Kontakt spiegeln die durch Appelbaum zitierten Quellen wieder. Diesen Juden wurde ihr Patriotismus später mit dem Holocaust gedankt.
Zugleich zeigt die Quellenarbeit von Peter C. Appelbaum aber auch einen durchweg modernen, pluralistischen, wenn man so will, kosmopolitischen Blick des deutschen Judentums auf. Feldrabbiner sahen sich mehrheitlich nie in der Rolle des nationalen Hasspredigers, sondern stets auch in der Funktion, für alle Menschen, auch dem Andersgläubigen und dem Feind, seelsorgerisch tätig zu sein. Die Bemühungen um kriegsgefangene Juden anderer Staaten verdeutlichen, dass auch der durchschnittliche Feldrabbiner nie eine nur national ausgerichtete Perspektive einnahm.
Peter C. Appelbaum hat mit seinem Grundlagenwerk über Feldrabbiner somit auch einen Beitrag für andere Forschungsbereiche geschaffen: Wer die Unfähigkeit Deutschlands zum Aufbau eines multireligiösen und multiethischen Gemeinwesens oder aber die distanzierte Haltung vieler Juden zur Assimilation noch vor dem Holocaust verstehen will, dem sei dieses Werk wärmstens ans Herz gelegt. Nicht umsonst hat die jüdische Soldatenvereinigung in Deutschland, der Bund jüdischer Soldaten", dieses Buch ihren Mitgliedern als Standardwerk für eigene Projekte ausdrücklich empfohlen.


Lenovo Ideapad Yoga13 33,8 cm (13,3 Zoll) Convertible Ultrabook (Intel Core i5 3317U, 1,7GHz, 8GB RAM, 128GB SSD, Intel HD 4000, Touchscreen, Win 8) silber
Lenovo Ideapad Yoga13 33,8 cm (13,3 Zoll) Convertible Ultrabook (Intel Core i5 3317U, 1,7GHz, 8GB RAM, 128GB SSD, Intel HD 4000, Touchscreen, Win 8) silber

40 von 45 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sehr guter Kompromiss, 27. Dezember 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Wer die Vorteile von Windows 8 in Gänze nutzen will, setzt für die mobile Verwendung natürlich auf Touch-/Metro- und Desktop-Modus. Endlich ergibt sich die Möglichkeit, Vorteile von Tablet und Laptop gleichzeitig zu nutzen, und die Chance, nicht mehrere Geräte mit sich rum zu schleppen oder auf ein Tablet mit Hilfstastatur oder zu schwerem Dockingsystem auszuweichen. Es sollte also ein sogenanntes "Convertible" her. Die neue Gerätegeneration macht es einem anspruchsvolleren Nutzer aber noch nicht einfach.
Will man nicht in ähnliche Abhängigkeiten wie bei Apple geraten, muss das Betriebssystem natürlich ein "echtes" (offenes) Windows sein und kein RT (wenn man hier auch noch immer hervorragend in das Windows-Ökosystem integriert ist). Will man sein mobiles Gerät beruflich insoweit nutzen, als dass man auch Texte bearbeiten und lesen kann, ohne nach kurzer Zeit Kopfschmerzen zu bekommen, sollte das Display auch größer als 12 Zoll sein (für hochmobilen Spaß sind die leichten, kleinen ARM-Tablets vorzuziehen). Es sollte zudem eine entsprechende Akku-Laufzeit haben. Und es sollte von der Performance ein Notebook ersetzen, also eine gute Tastatur besitzen, sowie ein Tablet mühelos abhängen können, also über einen i5/i7 Prozessor verfügen, wobei bei normalen Office-Anwendungen und beim HD-Filme-Anschauen der Leistungsgewinn zwischen i5 zu i7 von ca. 17% qualitativ kaum, dafür beim Bezahlen umso mehr ins Gewicht fällt.
All diese Anforderungen erfüllt das Yoga 13, das über ein enorm stabiles Scharnier verfügt, mit dem man wirklich in jeder Lage (Drehposition) ohne Instabilitäten arbeiten kann. Gerade für die Kombination "Arbeiten im Zug, Vortragen im Meeting und Medianutzung im Urlaub" ist es wirklich bei sehr guter Verarbeitung überzeugend.
Konkurrenten wie das Asus Taichi 31 fallen wegen einer viel zu kurzen Akku-Laufzeit aus dem Rennen (max. 2,5 Stunden; ansonsten ein phantastisches Gerät mit zwei Full-HD-Screens, beleuchteter Tastatur und umfangreichen Zubehör) oder wegen einer meines Erachtens unzulänglichen Tastatur (Trackpoint) bei einem (zu) kleinen und nur bedingt drehbaren Display (Sony Vaio Duo 11 mit einer ansonsten vorbildlichen Ausstattung inkl. GPS). Beim etwas wuchtigen Dell XPS 12 bleibt die Langzeiteignung des Drehgelenkes abzuwarten.
Was gibt es zu beklagen: Der hervorragend auf Touch reagierende HD+ - Bildschirm ohne Gorillaglas könnte bei schon guter Nutzbarkeit auch bei Sonnenlicht im Außenbereich eine FullHD-Auflösung spendiert bekommen. Die fehlende Hintergrundbeleuchtung der Tastatur und das fehlende Zubehör ärgert, ist man in dieser Preisklasse bei Ultrabooks besseres gewohnt. Das ist allerdings Mäkeln auf hohem Niveau.
Fazit: Lenovo Yoga 13 ist für alle die, die ein hinreichend großes und durchhaltestarkes Convertible auch für den mobilen Büro- oder Vorlesungsalltag haben wollen, zur Zeit preislich und qualitativ die erste Wahl. Wer nicht auf die Akku-Leistung angewiesen ist, sollte das super ausgestattete Asus Taichi anschauen.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 29, 2012 11:13 PM CET


HTC Windows Phone 8X Smartphone (10,9 cm (4,3 Zoll) Super LCD Touchscreen, 1,5 GHz Dual-Core-Prozessor, 1 GB RAM, 8 Megapixel Kamera, 16 GB interner Speicher, NFC-fähig, Windows Phone 8 OS) schwarz
HTC Windows Phone 8X Smartphone (10,9 cm (4,3 Zoll) Super LCD Touchscreen, 1,5 GHz Dual-Core-Prozessor, 1 GB RAM, 8 Megapixel Kamera, 16 GB interner Speicher, NFC-fähig, Windows Phone 8 OS) schwarz

224 von 237 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Qual der Wahl, 4. Dezember 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Windows Phone 8
Vor einer Auswahl des passenden Smartphone stand zunächst die Entscheidung, ob ich auf Windows Phone 8 bauen soll. Hier haben mich insbesondere Tests der laut Eigenwerbung "Deutschlands Webseite Nr. 1 für PC, Handy ..." zweifeln lassen. Angeblich wäre die Oberfläche verwirrend usw. Also habe ich mir (genauso wie beim Laptop Windows 8) dieses neue Betriebssystem im Geschäft angeschaut. Kurzum: Ich kann nur der Frankfurter Allgemeinen Online (3. Dezember 2012) beipflichten, die feststellt: "Gegen das schnörkellose Design von Windows Phone mit üppigen Weißräumen und dezenten Linien wirkt die Konkurrenz sogar ziemlich alt, und was ein Smartphone von heute können muss, beherrscht Windows Phone allemal. ... Mit dem neuen Windows Phone 8 lässt es sich hervorragend leben, wenn man ganz unvoreingenommen ein gutes Smartphone sucht." Die Einbindung in mein "Windows Ökosystem" funktioniert phantastisch. Wer nicht nur mit einem Smartphone zufrieden ist, sondern über Cloud oder direkt seine Daten mit PC etc. austauschen will etc., ist hier im Gegensatz zu Android mit "Kies" oder anderen Synchronisationstools (von Apple ganz zu schweigen) bestens aufgehoben. Es klappt sofort und ohne Umwege - Office ist serienmäßig dabei. Nach dem Wechsel von Android vermisse ich nur eins: Das "Neue Meldungen-" bzw. "Notification-Center" steht noch aus, soll aber bald als Update kommen. Für diejenigen, die auf eine noch größere Auswahl an Apps Wert legen: Da sich nun auch Chinas größter Mobilfunkanbieter, China Mobile, mit 700 Millionen Kunden anstatt für Apple/iPhone für Windows Phone 8 via Vertrag mit Nokia entschieden hat, dürfte es bald an zusätzlichen Apps nicht mehr mangeln.

Nokia Lumia 820?
Nun zu der Kaufentscheidung für das HTC: Es steht in direkter Konkurrenz zum Nokia Lumia 920 und zum Samsung Ativ S. Das kleinere Nokia Lumia 820 schied für mich aus, obwohl es LTE unterstützt und die geniale Nokia-Navigation an Board hat. Grund: Das Display bzw. die Auflösung (800x480 Pixel) ist mir zu gering, wenn ich auch Texte etc. über die bei allen Windowsphone standardmäßig mitgelieferten Windowsprogramme lesen will. Ansonsten wäre dieses Gerät preislich und vom Leistungsumfang her die klare Kaufentscheidung. Insoweit: Alle, die keine kleinen Schriften lesen müssen, und/oder noch über sehr gute Augen verfügen, sollten sich das Nokia Lumia 820 anschauen, das ein wenig billiger als das HTC 8x ist, aber sehr interessante Features mehr mitbringt.

Nokia Lumia 920 oder Samsung Ativ S?
Warum nun nicht die von der Auflösung und technischen Leistungsdaten ähnlichen Smartphones Lumia 920 oder Samsung Ativ S? Bei beiden sind mir schlicht und ergreifend der Preis sowie Gewicht (Nokia: 185 Gramm; HTC: 130)zu hoch und das Format zu klobig. Da ich mit der HTC-Navigation, die nicht ganz so simple und schick wie die von Nokia ist, leben kann, konnte das HTC mit einem schmaleren Format, geringerem Gewicht und einem noch vertretbaren Preis punkten. Aber Nokia macht es einem schwer: Das HTC hat im Multimediabereich im Gegensatz zum Nokia (Samsung Ativ S bleibt abzuwarten) halt nur Windows Phone 8 Standardkost. Das Nokia 920 kann die an sich gute HTC-Kamera zudem mit einer 8,7-Megapixel-Kamera mit Bildstabilisator schlagen. Auch auf LTE muss verzichtet werden, wenn dies auch für viele Gegenden in Deutschland aufgrund des Ausbaustandes und damit für Vielreisende noch kein Kaufargument sein dürfte. Hier sollte sich ein Kaufinteressent informieren, wann mit einer LTE-Verfügbarkeit zu rechnen ist (wenn man denn überhaupt eine so große Bandbreite benötigt). Gegen das HTC 8x spricht ansonsten noch, dass erstens der Akku nicht ganz so leistungsfähig wie bei der Konkurrenz ist(für einen Arbeitstag unter Normalbedingungen aber völlig ausreichend). Zweitens ist der Speicher nicht gerade üppig dimensioniert und lässt sich wie bei Nokia (aber dort mit dem doppelten Speichervolumen) nicht erweitern. Hier ist das Samsung Ativ S mit erweiterbaren 32 Gigabyte-Speicher vorzuziehen. Aber das ist Klagen auf hohem Niveau.

Zusammengefasst: Das Nokia Lumia 920 hat einige Features und technische Zusätze, die ich auch gern beim HTC 8x hätte - aber für einen beachtlichen Mehrpreis. Daher fiel meine Entscheidung auf das HTC 8x, das auch noch ohne Ausbeulungen in die Hosentasche passt. Das Samsung Ativ S mit 4,8 Zoll-Display (12,2 cm gegenüber 10,9 cm) dürfte endgültig jede Hosen- und Jackettasche sprengen. Also eine klare, wenn auch nüchterne Kaufempfehlung. Das Zwittergerät aus HTC und Nokia gibt es halt noch nicht.

Noch ein Tipp zum Schluss: Ich rate davon ab, sich von Testrankings/Bestenlisten derjenigen PC-Fachmagazine beeindrucken zu lassen, die auch das Betriebssystem Windows Phone mit in die Bewertung einfließen lassen (etwa bei Handling, Multimedia oder Multitasking). Hier schlagen ganz offensichtlich bei einigen Testern die persönlichen Vorlieben für andere Betriebssysteme durch und es kommt zu grotesk anmutenden Rankings. Zudem werden die tollen Möglichkeiten durch die einfache Integration des HTC 8x und der anderen Geräte in die "Office-Welt" in keiner Weise gewürdigt.
Kommentar Kommentare (8) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 20, 2014 12:04 AM MEST


Die Israel-Lobby: Wie die amerikanische Außenpolitik beeinflusst wird
Die Israel-Lobby: Wie die amerikanische Außenpolitik beeinflusst wird
von John J. Mearsheimer
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 27,00

8 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen DIe Welt ist nicht schwarz-weiß, 28. November 2012
Das Buch stellt schön aufgearbeitet die Einflussversuche jüdischer Verbände in den USA dar. So weit, so schön. Das macht jede organisierte Gruppe bis hin zur palästinensischen Seite wohl auch. Wer dies in Abrede stellt, hat weder die Einflussfaktoren in einer Demokratie verstanden, noch muss man dies bei Chancengleichheit aller (demokratischen) Gruppen für schädlich halten.
Nur genau hier wird das Buch erstaunlich monokausal und begibt sich auf den Weg der Meinungsmache: Andere Einflussfaktoren bzw. Lobbyisten finden keinen Platz. Die hier verfolgte Logik "Jude beeinflusst Regierung, Regierung macht, was Jude will" ist doch etwas sehr naiv, oder sollte man besser sagen: bösartig? Soweit man den Versuch einer Messung des tatsächlichen Einflusses "der" "jüdischen Lobby" einigermaßen wissenschaftlich hinterlegen will, müsste man zum Beispiel auf die christlichen Pro-Israel-Gruppen eingehen, die ganz ohne Juden Einfluss auf die Regierungspolitik nehmen. Man müsste auch fragen, wer auf arabischer Seite abseits der klerikal-faschistischen Hamas bei der US-Regierung Gehör findet. Auch hier findet sich keine Analyse. So bleibt das Buch ein Schwarz-Weiß-Gemälde fern ab einer realen und eben differenzierten Welt. Die Frage bleibt, was die zum analytischen Denken offenbar befähigte Autoren damit erreichen wollten. Der Inhalt mancher für das Buch positiven Rezension hier auf dieser Seite belegt, dass Weltverschwörungstheoretiker mit diesem Buch einmal mehr eine Bestätigung für ihre Pseudologik bekommen haben. Diese Leser braucht niemand in ihrer antisemitischen Mikrowelt zu überzeugen. Wichtiger wäre es gewesen, mit einer umfassenden Betrachtung Ansatzpunkte für einen Dialog der Gruppen nicht nur in den USA zu formulieren, anstatt Ressentiments mit unbilligen Mitteln weiter zu schüren.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 12, 2013 10:54 PM MEST


Windows 8 Pro OEM 64 Bit Vollversion
Windows 8 Pro OEM 64 Bit Vollversion
Wird angeboten von FairWorldProducts
Preis: EUR 115,00

1 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nur Mut - das ist ein tolles Programm, 18. November 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich bin förmlich mit Windows aufgewachsen. Zunächst war ich daher angesichts der vielen Kritiken auch in Fachzeitungen skeptisch, konnte aber nach einigen Tagen die Kritik überhaupt nicht mehr nachvollziehen. Hier wird auf hohem Niveau genörgelt. Wer keine Vorgängerversionen kennt und sowohl Tablet wie PC bzw. Convertibles nutzt, wird begeistert sein. Endlich ein Programm, bei dem man nicht neidisch mit dem einen Auge auf iPad/Android schaut und mit dem anderen auf den eigenen PC/Laptop, um die ernsthaften Office-Anwendungen zu nutzen. Wer sich einmal schüttelt und mit der nötigen Offenheit an das Programm herangeht, wird sofort merken: es läuft stabiler und schneller als die Vorgängerversionen. Die rasch und durchaus intuitiv erlernbaren Tastenkombinationen/Mausbewegungen überfordern niemanden und lassen auch ohne Touchscreen das ganze zu einem Vergnügen werden. In keiner Weise kann ich nachvollziehen, wie jemand ein Problem damit haben sollte, den klassischen Desktop oder den Ausschalter zu finden: Hier sind letztendlich genauso viele Mauseingaben zu machen, wie beim "alten" Windows. Auch die Verwaltung der Apps ist ein Kinderspiel, den meine 11- und 13jährigen Töchter ohne Anleitung sofort verstanden. Man kann mit der Windowstaste bzw. einer Mausbewegung zwischen den beiden Welten ("Metro" für Touch, Desktop für alte Programme) wechseln. Ich bin mir sicher, dass sich dieses Programm schnell durchsetzen wird. Die konservativen, vielleicht etwas lernunwilligen Vor-Versionen-Nutzer als auch die iPad-Jünger wird man so oder so nicht überzeugen können. Das ist dann der Raum für Ideologie, sollte den Normalkäufer aber nicht vom Kauf abhalten.


Jesus von Nazareth: Im Spiegel jüdischer Forschung
Jesus von Nazareth: Im Spiegel jüdischer Forschung
von Walter Homolka
  Broschiert
Preis: EUR 12,90

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gute Aufarbeitung insbesondere der angelsächsischen Forschung, 7. März 2012
Eine durchaus gelungene Zusammenfassung der vor Allem im angelsächsischen Raum umfangreichen Forschung und Literatur der letzten Jahrzehnte zum Thema, ohne allerdings wirklich Neues zu bieten. Für diejenigen, die statt deutscher Sekundärliteratur lieber in den englischen Grundlagentexten lesen, seien insbesondere folgende Titel empfohlen: Beatrice Bruteau, Jesus Through Jewish Eyes: Rabbis and Scholars Engage an Ancient Brother in a New Conversation, 2001 sowie die zahlreichen Publikationen von Geza Vermes (insbes. Jesus in His Jewish Context,Jesus the Jew) Professor em. of Jewish Studies and Fellow of Wolfson College, Oxford University.


Schoßgebete: Roman
Schoßgebete: Roman
von Charlotte Roche
  Broschiert
Preis: EUR 16,99

4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen wenn das die zeitgenössische Frau sein soll ...., 27. September 2011
Rezension bezieht sich auf: Schoßgebete: Roman (Broschiert)
Ein schlecht geschriebenes und trotzdem sehr interessantes Buch, das man angesichts der Verkaufszahlen zur Kenntnis des Zeitgeistes genauso wie die Bild-Zeitung gelegentlich lesen sollte: Die Autorin präsentiert ein Frauenbild ohne Tiefgang, ohne Seele, ohne eigenes Ich. Selbstbestätigung wird hier durch Sex erzielt, ein Sinn des Lebens ist nicht erkennbar, die Frau so zur animalisch-destruktiv handelnden Hülle reduziert. Ein Mensch-sein ist hier im Kern nicht mehr möglich. Frau läuft vor sich selber weg, da kann auch Sex als Droge nicht mehr über den Verlust der eigenen Würde hinwegtäuschen. Man (Frau) kann nur hoffen, dass derart unfertige Charakteren nicht stellvertretend für die junge Generation stehen. Aber offensichtlich lässt sich mit dieser Überspitzung Geld verdienen. Bleibt die Frage: Will uns die Autorin hier eine auf die Begierden des Massengeschmacks ausgerichtete, holzschnittartige Belanglosigkeit verkaufen oder meint sie es ehrlich und wir finden in diesem Buch eine ganze Generation vertreten? In beiden Fällen Grund genug, sich einmal mit diesem Verlust an eigener Würde, eigenem Ich und an Werten zu beschäftigen.


Jüdisches Denken. Theologie - Philosophie - Mystik: Band 2: Von der mittelalterlichen Kabbala zum Hasidismus
Jüdisches Denken. Theologie - Philosophie - Mystik: Band 2: Von der mittelalterlichen Kabbala zum Hasidismus
von Karl Erich Grözinger
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 74,00

7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Für Vorgebildete der komprimierte Zugang zur jüdischen Metaphysik, 10. Dezember 2007
Das Autor hat unglaubliches geleistet: Hier sind auf 910 Seiten (ohne Anhang) buchstäblich ganze Bibliotheken methodisch geschickt komprimiert wiedergegeben, ohne das je der "Rote Faden" verloren geht. Allerdings ist das Werk wie Band 1 nichts für den religionsphilosophischen Laien. Wer sich jedoch fern von oder vor esoterischer Sinnsuche intensiv mit jüdischer Metaphysik auseinandersetzen will, hat hier einen wunderbaren Ausgangspunkt für ein intensiveres Studium. Ein rationaler Zugang zur jüdischen Mystik einschließlich Seelenwanderung, Jenseitsvorstellungen und Zahlenmystik wird so vorbildlich angeboten, dass so manche populärwissenschaftliche Darstellung vor Neid erblassen müsste.


Kehren die Opfer des Holocaust wieder?
Kehren die Opfer des Holocaust wieder?
von Yonassan Gershom
  Taschenbuch
Preis: EUR 23,00

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kernelement jüdischer Metaphysik, 10. Dezember 2007
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Gershom eröffnet keinesfalls eine neue Dimension jüdischer Mystik, sondern seine Überlegungen basieren auf uralten kabbalistischen Vorstellungen von der Weltschöpfung, dem "Uradam" und den göttlichen Funken. Hier wird erstmals nach dem Holocaust auch für den deutschen Sprachraum ein direkter Praxisbezug hergestellt. Für nicht-jüdische Leser eine interessante Annäherung an eine Traditionslinie, die im undogmatischen Judentum bis heute viele Befürworter hat und auch mit anderen "Spielarten" der jüdischen Jenseitsvorstellungen verknüpft wird.


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