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Rezensionen verfasst von
Gruebeljannes "»normaler« Leser" (München)

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Das Verzeichnis: Vier unheimliche Geschichten
Das Verzeichnis: Vier unheimliche Geschichten
Preis: EUR 1,99

5.0 von 5 Sternen Wirklich lohnenswerte Geschichten, 18. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Wenn der Autor am Schluss der vierten Erzählung dieses Buches sich sagen lässt, "nie mehr werde ich etwas schreiben, versprochen, versprochen!", da hätte ich am liebsten Einspruch erhoben.
Das Buch ist lohnenswert zu lesen. Die Art Situationen zu beschreiben in einer bedächtigen aber klaren Sprache spielt auf vielen Klaviaturen bei mir als Leser. Die vier Geschichten sind nicht unheimlich, weil sie Horror oder Schrecken darstellen, sondern weil in den Erzählungen etwas transportiert wird, was den Leser seinen eigenen Assoziationen aussetzt. Das Unheimliche entsteht durch die Sprache, die der Autor so vorzüglich verwendet. Es sind keine Geschichten, die lärmend daher kommen, sondern mit Feinheiten, die Spaß machen zu lesen und die einem nicht die Möglichkeit des Heimlich-Fühlens lassen, sondern Unbehagen (unheimliches) mitschwingen lassen.
Mir hat das Buch sehr viel Spaß gemacht und ich hoffe nicht, dass der Autor sein Versprechen nie einlösen wird.

Auf der fünf-sternigen Skala von "unsäglich" (1 Stern) über "okay" (3 Sterne) bis "empfehlenswert überragend" (5 Sterne) gibt es von mir eindeutig fünf Sterne.


Schwarze Energie
Schwarze Energie
Preis: EUR 3,99

4.0 von 5 Sternen In der Schweiz herrscht brüderliche Liebe, Demokratie und Frieden ... . Oder doch nicht?, 30. August 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Schwarze Energie (Kindle Edition)
Ein Ehepaar zieht in die Schweizer Berge und durchlebt einige einschneidende Ereignisse. Der Anfang des Buches (das erste Kapitel) ist bereits in der amazon-Buchbeschreibung angerissen, das zweite und dritte Kapitel dagegen entwickelt sich im Verhältnis dazu recht unabhängig. Der Roman geht dabei im ersten Kapitels weg von einem Drama hin zu einem Thriller (Vorbereitung, Ausführung und Beendigung eines terroristischen Anschlags). Dass im Laufe der Handlung ein Weltenretter (allerdings keiner eines Typus a la Bruce Willis) geboren wird, zeichnet sich bereits Mitte des zweiten Kapitels ab.

Der Roman nimmt im ersten Kapitel schnell Fahrt und Spannung auf und mündet in einem furios beschriebenen Naturspektakel. Dann dreht der Roman von dem Großthema "Klimakatastrophe" ab und wandert eindeutig Richtung Thriller mit dem nächsten Großthema "Terrorismus". Handlungsstränge werden neu aufgesetzt, mit weiteren verknüpft, mit den beiden Protagonisten in Verbindung gebracht und andere werden lahm gelegt oder beendet. Das im ersten Kapitel erzeugte Erzähltempo leidet darunter, die dabei aufgebaute Spannung hielt mich jedoch als Leser bei der Stange. Allerdings war es eher weniger eine emotionale denn mehr eine rationale Spannung, wie die ganze Geschichte enden würde. Das Ende (und die Lösung der Problematik einer aus der Kontrolle geratenen, die Welt bedrohenden Situation) hat mich ein wenig ernüchtert. Es war danach wieder Friede, Freude und Eierkuchen. So wie es aus amerikanischen Filmen bekannt ist. Die zuvor erwähnten Randaspekte (welche zusätzlich als Spannungsverstärker in den Handlungs-Ring geworfen wurden) blieben ausgeblendet und der Phantasie des Lesers überlassen. Auch die zuvor im Buch thematisierte Thematik, ob Wissenschaft all das dürfe, was sie könne (auch im Sinne von Dürrenmatt, dass was einmal gedacht worden sei, nicht mehr zurück genommen werden könne) wurde liegen gelassen. Im Schatten des schriftstellerisch aufgemachten Terrorismus-Fasses in Kapitel zwei und drei war das für mich nicht wirklich verwunderlich, denn die Erzählstruktur des Romans ist nicht darauf angelegt gewesen, solche Themen zu vertiefen.

Im Großen und Ganzen ist "Schwarze Energie" ein Buch, welches - verfilmt - klassisches "Popcorn"-Kino sein würde. Und im Sinne eines solchen Handlungsstranges ist es auch gar nicht mehr so wichtig, ob technische Beschreibungen und Gegebenheiten faktisch möglich wären oder nicht, sondern lediglich das etwas Spektakuläres effektiv und effizient seinen bahnbrechenden Weg findet.

Auf der fünf-sternigen Skala von "unsäglich" (1 Stern) über "okay" (3 Sterne) bis "empfehlenswert überragend" (5 Sterne) gibt es von mir knappe vier Sterne.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 13, 2015 10:36 AM CET


Pantanal - Unter Kaimanen, Moskitos und Piranhas (Nichts für Pauschaltouristen 5)
Pantanal - Unter Kaimanen, Moskitos und Piranhas (Nichts für Pauschaltouristen 5)
Preis: EUR 1,14

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wenn Blut gerinnt und trotzdem fließt ..., 19. August 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
... muss es sich nicht gleich um einen Krimi und um Mord und Totschlag handeln. Okay, Totschlag allerdings schon. In Verbindung mit Mücken. Da fließt Blut. Das Heft erzählt spritzig eine lesens-werte Geschichte aus dem Pantanal Brasiliens. Es lässt sich leicht lesen und ich hatte Spaß, der Geschichte des Autors zu folgen. Meine Empfehlung.


Piaui -  heiß und verführerisch (Nichts für Pauschaltouristen 3)
Piaui - heiß und verführerisch (Nichts für Pauschaltouristen 3)
Preis: EUR 1,14

4.0 von 5 Sternen Zwei Kurzgeschichten in einem Heft, 12. April 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Das dritte Heft der Reihe "Nichts für Pauschaltouristen" ist diesmal wieder kürzer. Heftartiger.
In der ersten Geschichte des Heftes schildert der Autor seine Begegnung mit der Brasilianerin im orangefarbenem Kleid im Bundesstaate Piaui. Es ist nicht nur der trockenste Bundesstaat sondern auch der heißeste, was das Thermometer angeht. Die Beschreibung von dem, was andere in Brasilien auch gerne unter "heiß" verstehen, hat mir gut gefallen. Es ist nicht plakativ (sprich: Ü18) sondern passend in die Hitze der Gegend eingebettet.
Die zweite Geschichte spielt weiterhin in der Hitze von Piaui, wird aber von einer Begegnung der deutschen Art kontrastiert. Der Autor erzählt von seiner Begegnung mit dem deutschen Paar Anne und Lutz. Nein, da wird nicht über "deutsche Touristen im Ausland" abgelästert, sondern ganz witzig der Clash der Erwartungen von verschiedenen Leuten beschrieben.
Die beiden Geschichten bewegen sich auf unterschiedlichen Erzählfokus. Nach dem Lesen der ersten Kurzgeschichte wird der Leser vielleicht in der zweiten etwas anderes erwarten. Daher wird die AMAZON-Vorschau dem heft auch nicht gerecht, eben weil die zweite Geschichte andersartig im Vergleich zur ersten ist.
Insgesamt empfinde ich das Heft lesenswert. Wie der Untertitel es bereits aussagt: "Nichts für Pauschaltouristen".

Auf der fünf-sternigen Skala von "unsäglich" (1 Stern) über "okay" (3 Sterne) bis "empfehlenswert überragend" (5 Sterne) gibt es von mir vier Sterne.


JAMAICA - NICHT ALLES IST REGGAE!
JAMAICA - NICHT ALLES IST REGGAE!
Preis: EUR 3,45

7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nicht schlecht mit gutem Potential zur Verbesserung, 30. Dezember 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Manchmal fallen einem Kindle-Bücher bei amazon auf, die nach oben schießen. "JAMAICA - NICHT ALLES IST REGGAE" ist so ein Buch, das mir besonders wegen seinem lustigen Cover ins Auge stach. Auch die Kurzbeschreibung und die Leseprobe hatten mich das Buch kaufen lassen.

Hierzu meine Meinung (zur Buchausgabe vom 26.12.2012):

Zum Inhalt:
Auf umgerechnet mehr als 350 Seiten erzählt die Österreicherin Irene Maier eine autobiografische Geschichte über ihrer Erlebnisse auf und mit Jamaika. Sie lernt die karibische Insel das erste Mal Mitte 1996 kennen. Es ist ihr erster Transatlantikflug und so kommt sie auch direkt mit Sex-Touristinnen und Drogen-Touristen in Kontakt. Das erstere beleuchtet sie nur am Rande bis gar nicht (Janaika ist für Frauen das, was für Männer das brasilianische Rio de Janeiro oder das thailändische Pataya Beach darstellt: Pay-Sex). Das zweite Thema ("Drogen") wird dafür nachher umso bestimmender für die weitere Erzählung werden. Im Roman werden in einer Tour Drogen konsumiert.
Eigentlich will Irene Maier in Jamaika nur zwei Wochen verbringen, wird aber vom Jamaika-Virus infiziert und verlängert einfach um zwei weitere Wochen. Land und Leute haben es ihr angetan. Als sie wieder zurück in Österreich ist, gewinnt sie im Oktober einen Reisegutschein und setzt diesen sofort in eine neue Kurzreise nach Jameika um. Als sie erneut nach Österreich zurück kommt, findet sie sich nach eigenem Bekunden dort immer weniger zurecht und im Januar 1997 fliegt sie erneut für eine Woche gen Jamaika. Diesmal lernt sie einen Mann namens "Rasta Q" und seine Umgebung kennen. Als sie zum dritten Mal wieder nach Österreich zurück fliegt, trifft sie den spontanen und folgenreichen Entschluss, ihre Schulden in Österreich zurück zu lassen und direkt wieder nach Jamaika zu fliegen. Irene Maier steigt aus. Sie überzieht als erstes ihre Kreditkarte, quartiert sich zusammen mit Rasta Q bei dessen Familie ein und versucht fortan, durch Kleiderverkäufe und Gelegenheitsjobs in Jamaika zu leben und zu überleben. Hierbei stellt sich Rasta Q als unzuverlässiger Lebensgefährte heraus, der zudem Crack-Süchtiger ist. Ihr Leben wird immer mehr durch fehlendes Geld und Existenzängste bestimmt. Irgendwann lernt sie eine Frau kennen, die ihr erzählt, dass sie durch Drogendealerei gutes Geld machen könne. Irene steigt auf das Angebot ein und wird Drogenkurierin in dem menschenverachtenden Geschäften der Drogenmafia: sie fliegt zwischen Jamaika und Europa, um Kokain nach England zu schmuggeln. Diese Drogengeschäfte laufen gut und ihre Geldängste legen sich. Allerdings auch nur so lange, wie Rasta Q nichts davon in seine Hände bekommt, um es gleich für Crack auszugeben. Sie bleibt einmal sovgar eine längere Zeit in London, um sich von Jamaika und dessen Anziehungskraft zu befreien, arbeite eine Zeitlang in einem Hotel, aber dann zieht sie das schnelle Geld des Drogeenhandels sie wieder nach Jamaika. Die Geschäfte mit dem weißen Gift laufen allerdings auch nur so lange gut, bis Irene Maier verpfiffen wird und direkt ins Gefängnis Jamaikas kommt. Neun Monate sitzt sie als verurteilte Dorgendealerin in einem Jamaikanischen Frauengefängnis und erlebt die dortigen Haftbedingungen. Sie erlebt die brutale Hackordnung in den verschiedenen Zellen, erfährt Demütigungen und Erniedrigungen, muss die Gleichgültigkeit des Wachpersonals und ihre eigene Ohnmacht diesen Problemen gegenüber erkennen. Die Haftbedingungen des Gefängnisses setzen ihr zu. Neun Monate später wird sie dann nach Österreich ausgewiesen. Sie bleibt dort allerdings nicht, sondern fliegt direkt nach London weiter, wo sie versucht wieder in einem normalen Leben Tritt zu fassen.

Meine Bewertung:
Das Buch hat in mich zwiegespalten zurück gelassen.
Mir ist klar, dass Irene Maier durch ihr Buch konstruktive Vergangenheitsbewältigung vollzieht. Maiers Beschreibungen zeigen auch, wie schnell romantische Vorstellungen von der Realität wieder kassiert werden können. Das Buch ist in einem reportage-/berichtartigen Stil geschrieben. Hierbei sind 50% des Buches dem Leben im jamaikanischen Ghetto gewidmet, ca. 40% der zeit im Gefängnis und der Rest beschreibt den Aufbau des neuen Lebens in London.
Einerseits ist der Aufbau dieser Erzählung nicht schlecht, andererseits bleibe ich als Leser seltsam außen vor, da die Außenumstände nüchtern bis emotionsfrei beschrieben werden, Zusammenhänge leider nicht großartig hinterfragt, aufgearbeitet oder präsentiert werden. Es passiert alles einfach. Beispielsweise weiß ich aus eigener Erfahrung (direkter und indirekter), dass Crack bei Menschen eine Sucht verursacht, die erheblich gevierende Auswirkungen auf das Leben der Nicht-Konsumierenden hat, was jenen dann wie ein materialisierter Albtraum vorkommt. Die Schilderungen der Cracksucht von Rasta Q erscheinen mir gegenüber dem, was die Sucht wirklich mit deren Umwelt anstellt, seltsam distanziert. Natürlich treffen die Auswirkungen die Protagonistin immer wieder, aber es erscheint bei ihr wie ein Unwetter zu sein: es kommt und geht, und wenn es passiert, ist es brutal, und wenn nicht, dann ist es auch egal.
So kommt mir das Buch seltsam anämisch daher. Entscheidende Fragen, warum bespielsweise die Protagonistin bei dem Cracksüchtigen immer und immer wieder den gleichen Fehler zu machen schein, finden keine Antwort. Ist es gottgegeben? Oder liegt es daran, dass sie permanent unter den Auswirkungen der Canabis-Droge steht? Zwei-, dreimal erwähnt die Autorin zumindest, dass sie ein Alkoholproblem hat (hatte). Es wird aber nicht weiter ausgeführt, welchen Anteil dieses Problem an ihrer Situation gehabt haben könnte. Es kann aber auch sein, dass das gar nichts damit im Endeffekt zu tun hat. Denn auch an anderer Stelle werden immer wieder mal Dinge erwähnt, denen die Protagonistin anfangs eine Bedeutung beimißt, die dann aber im weiteren Verlauf der Handlung keine Rolle mehr spielen (wie beispielsweise jene sechs Dosen Haarspray für England, von denen die Autorin annahm, sie enthalten liquide Drogen). Auch werden Beziehungsverhältnisse immer nur angedeutet, statt sie für den Leser zu entwickeln (beispielsweise jene Xena, die zuerst ihr bester Kumpel war, von der sie dann aber schrieb, dass sie sich später nicht ausstehen konnten, ohne dass dieses "später" überhaupt in der weiteren Handlung eine Rolle spielte).

Warum mir das Buch "anämisch" erscheint, liegt insbesondere auch darin begründet, dass das Buch fast ausschließlich in der Gegenwartsform geschrieben wurde. Futur oder Präteritum als Zeiten spielen nur am Rande eine Rolle. Es findet fast kaum eine Rückblende oder Vorblende statt. Falls doch, dann dient es lediglich als Schlaglicht auf eine zu treffende Rechtfertigung und Entscheidungsfindung der Protagonistin. Darüber hinaus fehlte mir im Laufe des Buches die Abgrenzung der anderen Protagonisten von der Erzählstimme der Autorin. So finden sich die identischen, eigentümlichen Satzaufbauweisen (gekenntzeichnet durch ein Nachziehen eines Satzobjektes an einem schon formal beendeten Satz) in den direkten Reden der beschriebenen Personen. Hatten diese am Anfang des Buches noch deren eigene Erzählstimme, so verschwindet diese im Laufe des Buches. Desweiteren habe ich die Verprechung "und viel Reggaemusik" in der Kurzbeschreibung nicht wieder gefunden. Musik und dessen Rythmus zu beschreiben, ist immer eine Herausforderung. Es wäre schön gewesen, hätte diese Beschreibung sich wieder gefunden. Es reicht hierbei nicht einfach nur zu schreiben, dass wer tanzt und dass wer tanzt; es wäre besser gewesen, lesen zu können, wie getanzt wird, welchen Ausdruck der Tanz zeigt, wie er wirkt, etc. pp. .

Auch verwirrte so manche sprachliche Besonderheit (wie z.B die wechselseitige Verwendung der Wörter "Crackhead" und "Cokehead", auch wenn diese einen leichten Unterschied in der Klassifizierung der Cracksüchtigen haben; hier fehlte die Erklärung zum Wort "Cokehead", welche Insider garantiert nicht mit "Coca-Cola-Kopf" gleichsetzen werden). Erstaunlich fand ich ebenso, dass trotz Lektorat und Korrektorat weiterhin Fehler sich im Buch vorfanden. Um einige zu nennen: die lockere Titelverwendung von "Ms. Morgan" und "Mrs. Morgan" bei ein und der gleichen Person; Anwendung der indirekten Rede in grammatikalisch unkorrekter Weise; dicker Fehler im Inhaltsverzeichnis bei der chronologischen Auflistung der Ereignisse als Kapitelüberschriften.
Auch läßt die Formatierung des Ebooks zu wünschen übrig: mal ein Seitenwechsel bei einem neuem Kapitelanfang, mal wieder kein Seitenwechsel bei neuem Kapitelanfang (nachgeprüft auf Kindle Reader und PC). Das sind Dinge, die die Autorin zwar schnell korrigieren kann, aber bei mir als Leser aufstoßen und folglich zur Abwertung führen müssen.

Fazit:
Das Buch liest sich anfangs leicht und spannend, manchmal spassig, manchmal bitter. Leider hält das Buch am Schluss nicht das, was es anfangs in mir als Erwartung geweckt hatte. Es ist nicht schlecht. Okay. Mehr aber auch nicht.

Mein Urteil:
Nicht schlecht.
Das Buch sollte aber von der Autorin hinsichtlich der formalen Mängel auf alle Fälle nochmals durchgeschaut werden. Das ist zumindest das einfachste, womit das Buch qualitativ aufgewertet werden kann.
Auf der fünf-sternigen Skala von "unsäglich" (1 Stern) über "okay" (3 Sterne) bis "empfehlenswert überragend" (5 Sterne) gibt es von mir drei Sterne.


Küstenabenteuer entlang der BR-101 (Nichts für Pauschaltouristen 2)
Küstenabenteuer entlang der BR-101 (Nichts für Pauschaltouristen 2)
Preis: EUR 1,14

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Geschrieben in der Art eines Roadmovies, 13. Dezember 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Nachdem ich bereits das erste Heft der "Nichts für Pauschaltouristen" gelesen hatte, habe ich mir in Folge auch das zweite Heft geladen.
Das Heft setzt nicht dort ein, wo das erste endete, es erzählt eine eigene Geschichte. Diesmal hat der Autor seinen Reisebeginn von Rio de Janeiro aus angesetzt, um gen Salvador zu fahren. On the road fährt er mit seinem Fiat über die schlaglochdurchsetzte und unfallträchtige, brasilianische Staatsstraße "BR-101" gen Nordosten und beschreibt dabei seine Erlebnisse. Die Darstellungen der Reiseabschnitte und seiner Episoden (Übernachtung im Motel, Besuch eines Freundes, Schilderungen einer Werbeveranstaltung eines Politikers, Besuch in einem Indio-Dorf) erinnerten mich dabei an Roadmovies. Illustriert wird die Erzählung noch mittels Bilder, die jedoch auf meinem Kindle Reader nur recht kontrastarm daher kommen (ja, ich könnte mir das auch auf meinen PC anschauen, aber beim Lesen wechsel ich ungern zwischen Reader und PC). Die Erzählung liest sich recht kurzweilig und schließt im Stile an das erste Heft "Jericoacoara - Lockruf der Wüste" an: unkompliziert, kein nüchternes Herunter-/Aufzählen von Begebenheiten und definitiv nicht staubtrocken/humorresistent. Was mich an dem Heft (es ist im Vergleich zum ersten Heft eigentlich eher ein kleines Buch) gestört hat, war das Ende. Die Erzählung hörte abrupt auf und hinterließ mich mit dem Gefühl, als ob etwas fehlen würde.
Insgesamt empfinde ich das Buch/Heft trotzdem empfehlenswert. Es ist definitiv kein versteckter Reiseführer für Pauschaltouristen, sondern das was der Untertitel bereits aussagt: "Nichts für Pauschaltouristen"

Auf der fünf-sternigen Skala von "unsäglich" (1 Stern) über "okay" (3 Sterne) bis "empfehlenswert überragend" (5 Sterne) gibt es von mir noch vier Sterne.


Eine Gestalt am Wegesrand
Eine Gestalt am Wegesrand

3.0 von 5 Sternen Der Versuch, ein unendliches Band zu flechten, 10. Dezember 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Eine Gestalt am Wegesrand (Kindle Edition)
Es ist wirklich eine kurze Kurzgeschichte. Eine Kurzgeschichte in einer Kurzgeschichte, die versucht, über einen Hintersinn einen Bogen zu sich selbst zu schlagen. Eine Art Versuch ein unendliches Band zu flechten. Am Ende ließ mich diese kurze Erzählung aber recht ratlos zurück, denn der Versuch von mir, den Bogen nachzuvollziehen, klappte nicht. Allerdings muss ich hier hinzufüen, dass der Autor in seiner Beschreibung dieses auch eindeutig schrieb. Und das macht das Werk für mich noch schwieriger zu fassen.
Das ganze ist recht gut geschrieben und (bemerkenswert!) so gut wie fehlerfrei.
Auf der fünf-sternigen Skala von "unsäglich" (1 Stern) über "okay" (3 Sterne) bis "empfehlenswert überragend" (5 Sterne) gibt es von mir noch drei Sterne, da ich diese Geschichte kostenlos auf meinem Kindle laden konnte.


Jericoacoara - Lockruf der Wüste (Nichts für Pauschaltouristen 1)
Jericoacoara - Lockruf der Wüste (Nichts für Pauschaltouristen 1)
Preis: EUR 1,14

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Locker, leichte Kurzgeschichten über einen Ort am Ende der Welt, 4. Dezember 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Der Untertitel des Heftes "Nichts für Pauschaltouristen" beschreibt eigentlich recht gut, was den Leser bei den Reiseerlebnissen zweier Rucksackreisende erwartet. Der Autor dieses Heftes erzählt hierbei von der Reise mit seinem Cousin in einem recht entlegenen Ort Brasiliens namens "Jericoacoara" an der Küste des Nordorsten Brasiliens: von der recht unkonventionellen Anreise über das Dorf "Jericoacoara" und seinen Bewohnern hin zu der landschaftlichen Umgebung des Dorfes. Es ist keine ausschweifende, verkomplizierende Erzählung, sondern eher die eines einfach zu lesenden, vergnüglichen Heftes. Geheimtipps für touristische Besichtigungen finden sich dort nicht wieder, aber dafür werden die Erfahrungen und das dortige Leben recht munter beschrieben.
Das Lesen hat mir Spaß gemacht, das Heft mir eindeutig gefallen. Zwar ist mein "Heft" ein "Kindle Reader" (klar, ein bisschen unflexible für ein Heft), aber die Beschreibung "Heft" passt trotzdem für diese Veröffentlichung. Vielleicht sollte sprachlich noch das Wort "EHeft" in Analogie zum Begriff "EBuch" eingeführt werden.
Egal. Diese Veröffentlichung zu lesen, hat sich mir gelohnt und mich neugierig auf die Nachfolger (zum Zeitpunkt dieser Bewertung gibt es schon zwei weitere Hefte) werden lassen.
Auf der fünf-sternigen Skala von "unsäglich" (1 Stern) über "okay" (3 Sterne) bis "empfehlenswert überragend" (5 Sterne) gibt es von mir fünf Sterne.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 14, 2013 11:33 AM MEST


Grenzgänger. Münsteraner Studierende erzählen
Grenzgänger. Münsteraner Studierende erzählen
Preis: EUR 2,37

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Größtenteils gelungene Erstlinkswerke, 28. November 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Es ist ein interessantes Experiment: Germanistik-Studenten dazu zu bringen, nicht nur Geschichten zu lesen und zu verstehen, sondern auch verständlich zu schreiben. Und entsprechend dem Vorwort wurden die Ergebnisse (ein Dutzend an der Zahl) erstens nicht nur in diesem E-Buch zusammengebracht sondern zweitens auch nicht großartig "glatt gebügelt". Das Zweitere findet sich leider in der unterschiedlichen Fehlerhaftigkeit der Schreibe der Germanistikstudenten. Vielleicht hätte da ein Korrekturlesen der Germanistikstudenten helfen sollen, polemisch gefragt, denn von dem Studium solcher Fakultät erwartet der Leser (ich in diesem Falle) normalerweise mehr.

Inhaltlich finden sich unterschiedliche Kurzgeschichten mit unterschiedlichem Handlungsbogen und eigener Stilistik. Sei es wie der auf den Höhepunkt zusteuernden suspensartigen Geschichten (wie in etwa "Zugzwang" oder "Phönix aus der Asche" oder sehr stark "Baumhaus") oder die atmosphärisch sehr dicht geschriebene Fiktion "Skorpionzeit" (mein eindeutiger Favorit). Manche Geschichten kommen eher auf leisen Sohlen oder auch auf leicht betroffenheitsmäßig angelegtem Boden gestreut daher. Und eine Kurzgeschichte ließ mich völlig ratlos.

Im großen Ganzen hat das E-Buch mir gefallen. Auf der fünf-sternigen Skala von "unsäglich" (1 Stern) bis "empfehlenswert überragend" (5 Sterne) kriegt es von mir 4 Sterne ...

... und hoffe, dass die jeweilige Autoren mit den grammatikalischen Rechtschreibschwächelungen in deren Kurzgeschichten sich nochmals dransetzen, ihre Geschichte Korrektur zu lesen und unter Beweis zu stellen, dass sie echte Germanistikstudenten sind. (Anm.: Die Fehler gingen in meine Bewertung nicht ein, denn ansonsten wären es nur drei Sterne gewesen.)

Auf der fünf-sternigen Skala von "unsäglich" (1 Stern) über "okay" (3 Sterne) bis "empfehlenswert überragend" (5 Sterne) gibt es von mir vier Sterne.


Uuups! - Geschichten zum Schmunzeln, Staunen und Nachdenken
Uuups! - Geschichten zum Schmunzeln, Staunen und Nachdenken
Preis: EUR 7,72

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kurzgeschichten für die Zerstreuung für zwischendurch, 23. August 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Was in der Kurzbeschreibung Uuups! - Geschichten zum Schmunzeln, Staunen und Nachdenken gesagt wird, findet sich im Buch wieder: 25 Kurzgeschichten unterschiedlicher Coleur und von unterschiedlichem Anspruch.

Größtenteils handeln diese Geschichten über Männer und Frauen in deren Beziehungen. Seien es die Ehepaare mit der überdominaten Ehefrauen, seien es Paare, die zueinander finden wollen, seien es Einzelgängerbetrachtungen. Viele diese Geschichten haben ihr Ende mit Überraschungseffekt eines zum Teil offenem Ausgangs. Manches Mal schlägt die "Deus ex Machina" oder die "Macht des Schicksals" in den Kurzgeschichten allzu heftig zu, aber solche Wendungen sind nun mal eben Geschmackssache.

Zum Schmunzeln sind diejenigen Kurzgeschichten, welche in Richtung "der gespielte Witz" gehen. Kurzgeschichten, deren Inhalt ich schon mal in anderer Weise kennengelernt hatte.

Aber alles in allem ist es ein nettes Buch, welches Geschichte für Geschichte auf dem Weg zur Arbeit, beim Sitzen in Wartezimmern, nach Feierabend oder ganz in Ruhe anderswo gelesen werden kann (ganz so wie in der Kurzbeschreibung beworben). Manchmal kommt zwar der Wechsel der Betrachtungsebenen (Change of point-of-view) ein wenig heftig daher, was aber der Lesbarkeit keinen Abbruch tut. Die Motivation für mich, immer weiter zu lesen und das Buch nicht vom Weiterlesen zurück zu stellen, diese wichtige Motivation war da.

Im Gesamturteil wäre ein "Nicht schlecht" für mich zu tief gegriffen, die Bewertung "Gefällt mir" hat das Buch für mich eher verdient, denn die in mir erweckte Erwartungshaltung und das, was dieser im Buch entsprochen wurde, deckten sich nachher meistens.

Auf der fünf-sternigen Skala von "unsäglich" (1 Stern) über "okay" (3 Sterne) bis "empfehlenswert überragend" (5 Sterne) gibt es von mir vier Sterne.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 5, 2012 11:44 AM CET


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