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David Weil

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Big Silver Book of Russian Verbs: 555 Fully Conjugated Verbs (Big Books)
Big Silver Book of Russian Verbs: 555 Fully Conjugated Verbs (Big Books)
von Jack Franke
  Taschenbuch

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wohl eher das "Golden Book of Russian Verbs", 6. Januar 2011
Für meine Ansprüche erfüllt dieses Buch alle Wünsche, die man als Lerner überhaupt haben kann: Zuerst wird man in die russische Vergrammatik eingeleitet, dann gibt es Modellhaft gut 560 Verben, die komplett einmal durchkonjugiert werden und zuletzt noch ein recht großer Anhang an weiterem Verbvokabular, dass für den Grundstock und die weiteren Stufen des Lernens sehr wichtig ist.
Vor allem der kurze Grammatikteil zeichnet sich durch eine hohe Anschaulichkeit und Qualität aus. Zuerst werden Musterverben konjugiert, auch auf die häufigsten Unregelmäßigkeiten geht der Autor Franke ein. Zwar bezieht er die Zeiten auf die englischen Zeiten, die sich mit den deutschen nicht immer ganz decken, aber auch für einen muttersprachlichen Deutschen stellt das kaum ein Problem dar, da es - verglichen mit dem Englischen - im Russischen nur sehr wenig Zeiten gibt und die Frage der Verwendung sich fast gar nicht stellt. Besonders hervorzuheben ist die Darstellung der Aspekte, die auch für mich persönlich immer eine große Problemquelle darstellen. Franke hat in wenigen Sätzen sinnvoll zusammengefasst, welcher Aspekt wann angebracht ist und sorgt ohne wissenschaftliches Fachvokabular für großes Verständnis.
Auch der Vokabelteil, der den Großteil des Buches ausmacht, kann als rundum gelungen angesehen werden. Zuerst werden alle Zeiten und Aspekte durchkonjugiert, dann werden am Ende der Seite einige Beispielsätze mit dem betreffenden Verb dargestellt. Auch der Fall, den das Verb nach sich zieht, erscheint jedes mal, was ich bisher nirgendwo gesehen habe. Der Autor hat sogar eine Kategorie der "Top 50 Verbs" eingerichtet, was es dem Lerner leicht macht, das Wesentliche aus dem Buch herauszufiltern und erst nach und nach den Rest zu erlernen.
Ganz am Ende erscheint dann ein Index mit den russischen Verben, die alphabetisch aufgereiht wurden. Dabei geht es nicht nur von russisch nach englisch, sondern auch andersrum, was für Russischlerner umso besser ist. Obwohl das Buch (noch) nicht ins Deutsche übersetzt wurde, kann man auch mit der englischen Originalversion sehr gut arbeiten. Wer also russisch lernen möchte und sich davor scheut, sich die Sprache auf englisch erklären zu lassen, der kann hier beruhigt sein, da das Wichtigste auf alle Fälle verstanden wird.


Der Flug der Störche
Der Flug der Störche

5.0 von 5 Sternen Guter Erzähler, gute Geschichte, 5. Januar 2011
Rezension bezieht sich auf: Der Flug der Störche (Audio CD)
Nachdem ich schon zuvor ein paar Bücher von Grangé gelesen habe, bin ich natürlich mit hohen Erwartungen an dieses Hörbuch gegangen, nicht nur Kerzel, sondern auch der Inhalt sollte mich überzeugen.
Kerzel schafft es als Leser mit Sicherheit, für die nötige Spannung zu sorgen. Er liest nie übertrieben pathetisch, sondern erzählt vielmehr mit seiner natürlichen Stimme, die für dieses Hörbuch wie geschaffen ist. Die musikalische Untermalung, die von Zeit zu Zeit folgt, ergänzt sich wunderbar mit Kerzels Erzählstil.
Auch due Geschichte, für die Grangé verantwortlich ist, hat mich überzeugt. Anfangs hörte sich das Thema noch wenig spannend an, doch das erweist sich während des Hörens als grundsätzlich falsch. Grangé schafft es, den Protagonisten, der mit Polizeiarbeit nichts zu tun hat, als überzeugenden Ermittler darzustellen und gibt schon zu Beginn durch ihn Rätsel auf, auf deren Lösung der Hörer immer ungeduldiger drängt. Die Verkettung einzelner Handlungsstränge, durch die der Protagonist auch neue Freunde oder Feinde gewinnt, die teilweise auch später auftauchen, sorgen für ein interessantes Geflecht an Motiven und Indizien, die für die Lösung des Falles um die verschwundenen Störche beitragen könnten. Auch das Ende hat mich nicht enttäuscht, es war, verglichen mit der vorherigen Handlung, ganz besonders spannend. Es lohnt sich also, Kerzel bis zum Ende zuzuhören.


Phobie
Phobie
von Thierry Serfaty
  Taschenbuch

3.0 von 5 Sternen Leider oft an den Vorgaben vorbei, 5. Januar 2011
Rezension bezieht sich auf: Phobie (Taschenbuch)
Das Buch "Phobie" von Thierry Serafty hat mich zunächst aufgrund des Textes auf der Rückseite stark interessiert, die Idee schien originell zu sein, es ging nicht um irgendwelche Weltuntergangsbeschwörungen oder Schätze, die seit Jahrhunderten auf ihren Fund warten.
Die ersten Seiten schilderten direkt den ersten Fall, dabei war dieser wohl von allen der makaberste, aber gleichzeitig auch der, der dem Buch schon von Anfang an die richtige Würze verlieh. Im Wissen um die gute Qualität der ersten Seiten war die Hoffnung auf mindestens genauso Gutes für den Rest des Buches erweckt. Jedoch kann das Buch diesen Erwartungen nicht ganz gerecht werden. Zwar bekommt jeder wichtige Darsteller seine eigene Vergangenheit und auch seine Stärken und Schwächen, doch der Inhalt weicht zu oft von den Vorgaben ab. Die Geschichte des Ermittlers rückt viel zu oft und viel zu lange in den Vordergrund. Dabei geht es natürlich auch um Angst, doch wirkliche Spannung kommt dabei nicht auf, mein hat eher Mitleid mit den Figuren. Man erkennt, dass der Autor sich, was Angst und deren Therapie angeht, schlau gemacht hat und es auch geschafft hat, dem Leser dies leicht verdaulich klar zu machen, doch um einen Psychothriller, der einem schlaflose Nächte oder zumindest die Neugierde, was wohl als nächstes passieren wird, handelt es sich ganz gewiss nicht.


Russisch : Grundwortschatz.
Russisch : Grundwortschatz.
von Elena Dieser
  Taschenbuch

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Grundwortschatz mit Fehlern, 5. Januar 2011
Rezension bezieht sich auf: Russisch : Grundwortschatz. (Taschenbuch)
Der Russische Grundwortschatz vom Compactverlag sollte mir helfen, meinen noch sehr begrenzten Wortschatz im Rusisschen in absehbarer Zeit deutlich zu erhöhen. Vieles vom dem, was der Verlag bzw. das Buch verspricht, tritt auch wirklich in Erfüllung, allerdings haben sich doch schon beim ersten Hineingucken für mich mitunter drastische Mängel gezeigt.
So ist der Grundwortschatz nicht nach Themengebieten aufgeteilt, wie es zum Beispiel Langenscheidt und Pons tun, was ich für sehr übersichtlich halte, da man sich die wichtigsten Vokabeln nicht erst zusammensuchen muss, sondern sie übersichtlich lernen kann. Auch die Bilder, die ich bei den Pendants von anderen Verlagen in den Büchern gefunden habe, sind sehr praktisch, allerdings hier überhaupt nicht vorhanden. Compact hat sich dazu entschieden, den Grundwortschatz alphabetisch zu ordnen, was für mich den Super-GAU darstellt. Somit ist das absolute Minimum an Übersichtlichkeit erreicht, es kostet viel Zeit, sich die Vokabeln zusammenzusuchen, mitunter muss man auch befürchten, sie gar nicht zu finden, weil es je nur ein Grundwortschatz und kein Lexikon ist. Jedoch erscheint dieser Grundwortschatz eher als ein Minilexikon. Ab un an findet man nützliche Tipps, wie etwa Russlandtypisches oder auch Unterschiede zwischen deutscher und russischer Kultur, was sich auch in der Sprache niederschlägt. Das kann jedoch nicht besänftigen, wenn man den nächsten Mangel entdeckt, nämlich, dass nur von russisch nach deutsch übersetzt wurde. Das kann ich selbst überhaupt nicht nachvollziehen, denn schließlich kauft man sich diesen Grundwortschatz, damit man die deutschen Vokabeln, die man als Muttersprachler natürlich kann, auf russisch zu lernen. Das ist hier jedoch gar nicht möglich. Die einzig sinnvolle Ordnung lässt sich am Ende des Buches finden. Dort werden beispielsweise Wochentage oder die Grundzahlen logisch hintereinander abgedruckt. Doch all diese kleinen positiven Punkte können nicht über die großen Mängel hinwegtäuschen.
Mein Fazit ist, dass es sich eher lohnt, ein bisschen mehr Geld auszugeben, um sich bei anderen Verlägen einen besseren Wortschatz zu besorgen, der dann systematisch gestaltet ist, vielleicht auch bebildert und eventuell auch einen kleinen Grammatikanhang bietet, der dem Lerner dann eine weitere Hilfe ist.


Romanza
Romanza
Preis: EUR 5,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Früher Höhepunkt Bocellis, 5. Januar 2011
Rezension bezieht sich auf: Romanza (Audio CD)
Zwar hatte Bocelli vor der Veröffentlichung von "Romanza" erst zwei Popalben und ein klassisches herausgebracht, doch die Auswahl an Liedern, die sich bei "Romanza" wiederfinden lässt, hat sich als wirkungsvoll erwiesen.
Da wäre zum einen natürlich "Con te partirò" und die englische Version "Time To Say Goodbye" mit Sarah Brightman, die noch ein bisschen an klassische Musik erinnert, doch der Rest ist eigentlich durchgehend als Pop zu werten. Das tut dem Best-of-Album jedoch nichts an, denn auch Duette wie "Vivo per lei" sind durchweg gelungen. Meiner Ansicht nach haben die Produzenten sich mit der deutsch-italienischen Version vielleicht auch für die beste Version dieses Liedes entschieden, von dem es eine Menge gibt.
Für mich persönlich war das Album insofern sehr konstruktiv, als das es mein erstes von Bocelli war und mich dazu einlud, auch die anderen Alben kennenzulernen. Als ich mir die früheren Versionen der auf "Romanza" gepressten Lieder angehört habe, war auch für mich als Laien sofort zu hören, dass Bocelli nicht nur aufgrund der Lieder einen frühen Höhepunkt mit "Romanza" feiern konnte, sondern sich auch gesangstechnisch in einer ganz neuen Blüte zeigte. Besonders "Miserere" zeigt am deutlichsten, dass Bocelli auch in den hohen Tönen anfängt sicher zu werden, auch das Volumen wird von Album zu Album größer.
Wenn man die Texte betrachtet, könnte man schnell zu dem Vorurteil kommen, es handele sich hier lediglich um harmlose Italodudelei. Lieder, wie etwa "Rapsodia" haben in der Tat keine größere Intention vorzuweisen und versuchen den Hörer eher durch ihren Kland zu berauschen und zu beruhigen. "Macchine da Guerra" hingegen ist ein Antikriegslied und grenzt sich schon allein dadurch ab. Es zeigt eine klare Stellung gegenüber dem Kriege und sorgt sowohl stimmlich als auch instrumentalisch für die passende Atmosphäre, bei der ich mich nicht entspannen konnte, es war eher anregend.
Schade für mich war, dass der klassische Bocelli hier kaum zum Vorschein gekommen ist, obwohl er ja schon zuvor bekannte Arien aufgenommen hatte und auch in einer Opernproduktion tätig war. Doch wie schon angedeutet, ist "Romanza" ein gutes Sprungbrett in die musikalische Welt Bocellis und wird den geneigten Hörer sicherlich auch mal verführen, in die klassischen Alben Bocellis hineinzuhören.


PONS Verbtabellen Plus Italienisch.
PONS Verbtabellen Plus Italienisch.
von Mimma Diaco
  Taschenbuch

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Guter Rundumblick für die italienische Verbgrammatik, 4. Januar 2011
Die "Verbtabellen Plus Italienisch" von PONS halten das, was sie auf dem Cover versprechen: Sie bleiben immer übersichtlich und helfen auch dem blutigsten Anfänger, einen recht leichten Zugang zur Sprache zu finden. Der gute Zugang wird vor allem dadurch ermöglicht, dass direkt zu Beginn alle Tempi und Modi erklärt werden, besonders wird dabei auch auf Unterschiede zum Deutschen eingegangen. Auch der Condizionale, der wohl allen Deutschen erstmal schwer fallen wird, erhält hier viel Platz. Natürlich sollte man sich die Verbtabellen nicht kaufen, damit man die Grammatik besser versteht. Das bietet dieses Heft nicht, es wird ja auch nur der Schwerpunkt auf die Verben und keine andere Wortart und deren Bildung gelegt.
Was ich besonders gelungen finde, ist die Darstellungsweise der einzelnen Wörter, besonders der unregelmäßig konjugierten. Es gibt nützliche Tipps im Buch, die für fast jeden Lerntypen geeigent sind und auch die Umgangssprache oder Alltagssprache kommt nicht zu kurz. Das schafft das Heft dadurch, dass einem Verb eine Doppelseite eingeräumt wird. Auf der linken ist das vollständige Konjugationsmuster überschaubar abgebildet, auf der linken Seite finden sich Verweise zu ähnlichen oder ähnlich konjugierten Verben, viele Hilfreiche Sätze erscheinen ebenfalls.
Ganz am Ende finden sich die wohl wichtigsten Verben wieder, es wird dabei immer angemerkt, nach welchem Muster es konjugiert wird, was sich besonders bei stark unregelmäßigen als nützlich erweist. Einziges Manko an der Stelle ist, dass der Umfang ein bisschen zu groß geraten ist, viele Verben, die man eher selten benutzt, wie "katalogisieren" oder "xerokopieren".
Was mich überrascht hat, ist, dass auch noch Präpositionen in diesem Heft vorhanden sind, vor allem die, die nicht funktionieren, wie ihre deutschen Entsprechungen. Das sorgt in der Praxis dafür, dass man typische Fehler eher vermeidet und somit einen besseren Sprachstil erlangen kann. Besonders für den Verkaufspreis ist das Buch sein Geld wert, es zahlt sich nicht nur für Einsteiger, sondern auch für Fortgeschrittene aus, die ihr Wissen auffrischen möchten.


Aria (The Opera Album)
Aria (The Opera Album)
Wird angeboten von hifi-max
Preis: EUR 7,27

5.0 von 5 Sternen Arien mit Herz in der Stimme, 3. Januar 2011
Rezension bezieht sich auf: Aria (The Opera Album) (Audio CD)
Ich genieße schon seit über anderthalb Jahren die CD "Aria" von Andrea Bocelli aus dem Jahre 1998. Der Fairness wegen möchte ich schon zu Beginn an anmerken, dass ich ein wahnsinniger Fan von Bocelli bin, darum bitte ich darum, dass der ein oder andere Kommentar vielleicht nicht auf die Goldwaage gelegt wird, denn wer ist schon nicht verblendet von jemandem, dessen Arbeit er so sehr bewundert?
Die Auswahl der Arien gefällt mir recht gut, zwar beschränkt sich Bocelli oft auf Verdi, Puccini oder Donizetti, doch das tut der Qualität nichts. Man merkt, dass Bocelli die Nuancen im Ausdruck der Arien versteht, er spielt ab und an mit ihnen, um so eine ganz eiegene Atmosphäre für den Hörer zu erzeugen, die jedoch immer die Laune des Charakters, dem Bocelli seine Stimme leiht, erkennen lassen, gleich, ob er Französisch oder Italienisch singt.
Vor allem die stimmliche Entwicklung Bocellis ist hier im Vergleich atemberaubend. Kritiker werfen ihm oft vor, er beende viele Noten zu schnell, scheine kurzatmig zu sein. Doch gerade bei "La fleur que tu m'avais jetée" wird man vom Gegenteil überzeugt. Für mich ist gerade diese Arie eine der gelungsten, wenn nicht sogar die gelungenste überhaupt der ganzen CD. Wenn man diese Version mit der der CD "Il mare calmo della sera" vergleicht, hört sogar ein Laie wie ich deutlich den Unterschied und die qualitative Verbesserung.
Dass nicht nur ich, sondern auch andere, auch Menschen der Fachwelt von Bocelli überzeugt waren und sind, zeigt die Tatsache, dass er viele Opern, aus denen er die hier gesungenen Arien entlehnte, später komplett sang und auch aufführte, die etwa "La Bohème" oder auch "Carmen".
Ob man ihn nun mag oder nicht, Bocelli zählt für mich zu einem der ganz wenigen Tenören, es geschafft haben, die Oper einem breiteren Publikum näher zu bringen, was ihm eine gewisse Qualität ganz einfach bescheinigen muss.


Gottesopfer: Thriller
Gottesopfer: Thriller
von Tanja Pleva
  Taschenbuch

4.0 von 5 Sternen Gelungener Einstand, 3. Januar 2011
Rezension bezieht sich auf: Gottesopfer: Thriller (Taschenbuch)
Vor einigen Tagen erst habe ich den Debütroman von Tanja Pleva gekauft und konnte ihn auch recht zügig durchlesen. Das lag nicht nur daran, dass das Buch mit knapp 330 Seiten für sein Genre recht kurz - und bündig - ist, sondern auch daran, dass man die Geschichte und das Drumherum als gelungen betrachten kann.
Zuerst könnte man skeptisch werden, da einige Romane mit solcher Kürze kaum eine interessante Gesachichte aufbauen können und dabei noch Zeit haben, den wichtigsten Charakteren Tiefe und Struktur zu verleihen. Das ist hier jedoch gelungen. Man darf zwar nicht vergessen, dass es sich um den ersten Roman Plevas handelt und sich ihr Stil in Zukunft noch mehr entwickeln und sicherlich auch verbessern wird. Ohne allzu viel schon vorab verraten zu wollen, versuche ich, ein paar Punkte aufzulisten, warum ich dieses Buch mit vier Sternen bewerten möchte: Der Hauptdarsteller, Sam O'Connor, hat selbst eine bewegte Geschichte und entspricht in vielen Fällen dem nicht dem strahlenden Helden, der über allen Zweifel erhaben ist. Pleva hat ihm weitaus mehr als nur einmal allzu menschliche Züge verliehen, doch all diese kann der Leser akzeptieren, O'Connor wird ab und an Mitleid erhalten, man wird ihn und sein Handeln verstehen, doch manchmal ist auch er ein Myterium, das man zu akzeptieren hat. Nicht über alle Personen aus O'Connors werden so präzise beschrieben, was auch oft nicht weiter stört, Pleva filtert oft das Nebensächliche und bringt die Sache auf den Punkt. Zwar ist die Libido Juris - dem Helfer O'Connors - ab und an etwas übertrieben gezeichnet, doch auch das schadet der Handlung nicht wesentlich, führt nur ab und zu dazu, dass man die Stirn runzelt und den ein oder anderen Satz nicht nachvollziehen kann. Jedoch ist es schade, dass Pleva mitunter einfach zu viele Charaktere in die Handlung einbringt, die später auch nicht mehr auftauchen. Beispielsweise die italienischen Polizisten, von denen man ausgehen könnte, dass sie wenigstens eine Nebenrolle erhalten, da O'Connor anfangs telefonisch Kontakt zu ihnen hält. Das sorgt dafür, dass man die Übersicht verliert, zu lange nachdenken muss, um wen es sich handelt und man letztlich ab und an ins Stocken gerät.
Auch die Internationalität der Handlung ist ambivalent. O'Connor kommt viel rum in Europa, ist unter anderem in Rom, Genf, München und Hamburg. Pleva fokussiert sich erst recht spät auf einen mehr oder weniger einheitlichen Spielraum, der dann auch übersichtlich genug erscheint. Die verschiedenen Schauplätze und deren Probleme gehen Hand in Hand mit der Überbevölkerung an verschiedenen Charkteren. Pleva löst das Problem - wenn auch erst spät - dadurch, dass O'Connor einfach weniger reist.
Als genaz besonders interessant empfand ich die zeitlichen Einschübe, die Pleva ab und an vorgenommen hatte. Zu Beginn kann man erst wenig damit anfangen, doch später kristallisiert sich der Grund für die Nebenhandlung heraus. Allgemein muss die Verwobenheit der Handlungsstränge gelobt werden, denn fast nichts passiert im Hintergrunde, ohne dass Pleva es später für die Lösung des Falles verwendet. Diese Einsicht kommt zwar erst spät im Buche, doch gerade dann gewinnt es richtig an Fahrt. Gerade in solchen Momenten kommt Spannung auf, man möchte wissen, was sich aus den neuen Indizien entwickelt. Dieses Tempo kann Pleva leider nicht immer aufrechterhalten, doch das passiert auf Kosten netter Nebenhandlungen, wie etwa dem Liebesleben O'Connors mit Lina, die scheinbar nichts mit dem Fall zu tun hat. Von Zeit zu Zeit weicht Pleva dann von ihrem Thema ab und konzentriert sich zu sehr auf das Innenleben der Charaktere, aber, wie schon vorab angemerkt, sind all das Puzzlestücke, die von Pleva letztlich zu einem gelungenen Endbild geformt werden.


Lexikon der Geschichtsirrtüme
Lexikon der Geschichtsirrtüme
von Jörg Meidenbauer
  Gebundene Ausgabe

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gut recherchiert, gut erklärt, 26. Mai 2009
Jörd Meidenbauer ist es in seinem Werk "Lexikon der Geschichtsirrtümer" gelungen, eine gut recherchierte Ansammlung von Fakten zu Papier zu bringen. Er schreibt ungezwungen, sodass auch diejenigen, die nicht kundig sind auf dem Bereich der Geschichte ihren Wissensstock ohne große Mühe erweitern können.

Besonders bemerkenswert fande ich, dass Meidenbauer viele kleine Artikel geschrieben hat, sodass man nicht gezwungen war, das Buch auf einmal zu lesen. Er hat durch diese kurzen Beiträge auch dazu angeregt, mehr über die Geschichte zu erfahren, um andere Fehler zu entlarven und konnte deutlich aufzeigen, dass auch scheinbar volkstümlich gesichertes Wissen falsch sein kann.

Darum kann man sagen, dass es sich alles in allem um eine sehr gute Publikation handelte.


Apokalypse 2011: Die Vision des Nostradamus
Apokalypse 2011: Die Vision des Nostradamus
von Manfred Dimde
  Taschenbuch

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Wie nah ist das Ende des Verstandes?, 26. Mai 2009
Das Buch "Apokalypse 2011" von Manfred Dimde soll angeblich über die nahe Zukunft der Menschheit aufklären, besonders will Dimde den Leser auf die Jahre bis 2017 aufmerksam machen, in denen nach seinen - oder besser gesagt nach den Aussagen des Nostradamus - die Welt in einen schweren Krieg mit wohl noch schwereren Folgen gestürzt wird.

Da ich absolut kein Anhänger der Esoterik und vor allem nicht der kommerziellen Esoterik bin, habe ich keine großen Anforderungen oder Erwartungen an dieses Buch gestellt. Der einzige Grund für meinen Kauf war der traumhaft reduzierte Preis und die in meinen Augen ziemlich aufreißerischen Themen, die Dimde ansprechen will. Leider kann man nicht sagen, dass es sich hier um ein neutral geschriebenes Buch handelt, man merkt Dimde an, dass er deutlich ein Verfechter der Theorien des Nostradamus ist. Darum kann ich das Buch nicht empfehlen, wenn man einen ersten Einblick von Nostradamus gewinnen möchte.
Dimde beginnt in seinem Buch mit einigen Theorien, die sich bewahrheitet haben sollen, allerdings sagt er an einer Stelle, dass er vieles selbst interpretiert hat. Selbst ich als Laie auf diesem Gebiet habe das gesehen. Beispielsweise die Interpretation über die Kriege zwischen Japan und Russland waren mir doch sehr frei interpretiert. Dimde schien hier wohl nicht einsehen zu wollen, dass Nostradamus in seiner Interpretation nicht Recht hatte. Damit will ich keineswegs sagen, dass Nostradamus wirklich Unrecht hatte, denn ich bin wie gesagt auf diesem Gebiet nicht sehr belesen. Doch Dimde hält so verkrampft an dem schieren Allwissen Nostradamus' fest, dass er schonverzweifelt und verkrampft wirkt.
Darüber hinaus ist die Anzahl der wahren Vorhersagen sehr dünn, gemessen an der Gesamtzahl der Prophezeihungen des Nostradamus.

Zu loben an Dimdes Buch ist, dass er dem Leser eine Biographie des Nostradamus vorlegt und somit des Schleier des mysthischen etwas lüftet, denn es wird gezeigt, dass Nostradamus ein "normales" Leben, wenn man es denn so sagen kann, geführt hat. Doch die Informationen sind auch hier sehr dünn, sodass man nach dem Lesen der Biographie nicht allzu viel über Nostradamus weiß.

Bis etwa zum letzten Drittel des Buches habe ich ernsthaft versucht, das Buch so seriös wie möglich zu lesen, auch wenn es schon an einigen Stellen vorher kriselte. Doch die Vorhersagen für unsere Zukunft, die Nostradamus angeblich stellt, wie bemerkt ist auch hier wieder lediglich Dimde als Interpretator am Werk (er gibt jedenfalls nie zu Wort, dass es anders sei) und beginnt nun eine schmucke Geschichte zu spinnen. Es soll wohl in vier Jahren - das Buch erschien 2007 - einen weltweiten Krieg geben, der die ganze Norhalbkugel ins Verderben stürzen soll. Dabei gibt Dimde jedem Jahr eine Überschrift, eine schlimmer als die andere. Ich wollte mich nicht von den Vorurteilen über die Esoterik leiten lassen, aber zumindest in diesem Buch sehe ich sie bestätigt. Dimde bleibt so unkonkret wie möglich - böse Zungen könnten sagen, er wäre ein hervorragender Politiker geworden - sodass es kaum klar wird, wer in diesem Krieg zu Fall kommt und wer die Hauptrolle spielt. Zwar kann man vermuten, dass Nordkorea in diesem Krieg stark mitmischen wird, besonders wegen der jüngsten Ereignisse, von denen Dimde allerdings vor zwei Jahren noch nichts wissen konnte, doch auch diese These scheint mir sehr spekulativ, weil unbeweisbar. Genausogut hätte man in den 1960er Jahren einen Krieg der Blöcke vorhersagen können, damals wäre es sogar wesentlich wahrscheinlicher gewesen als in zwei Jahren.

In meinen Augen lächerlich gemacht hat sich Dimde mit seinen Ratschlägen. Ab hier machte es mir wieder Spaß, dem Buch zu folgen, jedoch nur wegen der unfreiwilligen Komik, die Dimde erzeugte. Er riet dem Leser unter anderem, nach Südmaerika oder Afrika zu ziehen oder Kenntnisse in der Meteorologie anzueignen. Ein besonderer Punkt bringt mich nach wie vor nach zum Schmunzeln. Dimde geht darauf ein, was man auf keinen Fall machen sollte. Ich zitiere wörtlich: "Was wäre falsch? [Absatz] Mit anderen Menschen zu diskutieren, was richtig oder falsch ist. Zum Beispiel, ob man den Nostradamus-Hinweisen trauen darf oder nicht." (S. 169). Ich denke mir, dass ich mir an dieser Stelle jeden weiteren Kommentar ersparen kann. Besonders komisch wird es, wenn man es im Zusammenhang ließt.

Ich will an dieser Stelle keinen passionierten Hobbyesoteriker beleidigen, aber ich glaube, dass ich nicht im Unrecht bin, wenn ich sage, dass man dieses Buch auf jeden Fall mit Bedacht kaufen sollte und den Inhalt auf alle Fälle mit Distanz betrachten muss. Dimde versucht schon am Anfang mit eigenen Indizien, die mir teilweise an den Haaren herbeigezogen scheinen - so benutzt er bestimmte Dechiffrierungscodes, von denen vermutlich nur Fachleute kennen (ich würde mich nicht wundern, wenn diese in solchen Kreisen als verpönt oder unseriöse angesehen werden, es würde zu diesem Buch passen) - den Leser für sich zu gewinnen.

Ich wurde auf alle Fälle schon besser unterhalten, sodass ich, wenn man sich mit Nostradamus ernsthaft auseinandersetzen will, eine objetkive und vor alle nicht aus dem esoterischen Bereich stammenden Bereich stammende Biographie anraten würde.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 7, 2010 7:23 PM MEST


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