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Rezensionen verfasst von
Martin Vterlein "vau860" (Hamburg)
(REAL NAME)   

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You Gotta Go There to Come Back
You Gotta Go There to Come Back
Preis: EUR 8,49

7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Maybe tomorrow, 12. Juni 2003
Rezension bezieht sich auf: You Gotta Go There to Come Back (Audio CD)
Das Positive zuerst: Die neue Stereophonics-Platte ist abwechslungsreich, gut gemacht und nervt nicht. Die Stimme von Kelly Jones erinnert an den guten Rod Stewart zu Zeiten der Jeff Beck Group. Auch der Sound der gesamten Band tendiert manchmal in diese Richtung. Es scheint als hätten die Stereophonics ihre Fühler nach Amerika ausgestreckt. Blues-Rock-Flavour rules! Die Gitarren schleppen sich dahin wie die Wasser des Mississippi und schwere Melancholie liegt über allem.
Das Negative: Die Jungs können nicht an die Frische früherer Produktionen anschließen. Aus den Hoffnungsträgern des BritPop ist eine gestandene Rockband geworden, die ihr Handwerk zwar versteht, aber nicht mehr überraschen kann. Irgendwie muss ich ständig an „Standing on the shoulder of giants" von Oasis denken. Eine ehemalig aufregende Kapelle in der kreativen Sackgasse. Ganz so schlimm ist es um die Stereophonics zwar noch nicht bestellt. Aber wenn die nicht aufpassen...Maybe tomorrow.


Black Cherry
Black Cherry
Wird angeboten von feinerkerl
Preis: EUR 4,78

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Von den Bergen in die Stadt, 2. Juni 2003
Rezension bezieht sich auf: Black Cherry (Audio CD)
Nein, die Welt ist nicht stehen geblieben und 2003 hätte kein Mensch einen weiteren Aufguss des noch unter TripHop Einflüssen stehenden Debüt „Felt Mountain" gebraucht. Goldfrapp legen also einen Zahn zu und versuchen, sich aus der Ruhe der Berge in die Umtriebigkeit der Großstadt zu flüchten. Symbolisiert wird dieser Schritt mit dem Cover, auf dem uns Alison in der Verkleidung als Blauer Engel lasziv entgegen blickt.
Die Rhythmen sind also schneller geworden und der Sound insgesamt aggressiver. Das mag all die stören, die im Jahr 2000 gerne zum Vorgänger kuschelten oder sich mit einem Drink in der Hand gepflegt langweilten. 2003 sind Elektronik angesagt und die 80er Jahre. Wobei letztere auf „Black cherry" schwerer zu finden sind als manche Kritik vermuten lässt. Dass sie als Orientierungspunkt dienten, ist aber auch nicht zu leugnen.
Mit den elektronischen Gimmicks nun ist das ja immer so eine Sache. Viel zu oft verwenden Produzenten hippes Pling und Plang, um einen durchschnittlichen Song wenigstens modern klingen zu lassen. Bei Goldfrapp geht dieses merkwürdige Gezirpe und Geratter eine wunderbare Verbindung mit Alisons engelhafter Stimme ein. Zu begutachten ist das bei dem an Moloko erinnernden „Tiptoe" oder beim Opener, den ich glatt zum Dance-Hit 2003 ausrufen würde, wenn das einen Sinn hätte.


Sumday-Ltd Enhanced Edition
Sumday-Ltd Enhanced Edition
Preis: EUR 9,45

5.0 von 5 Sternen Einfach nur schön!, 2. Juni 2003
Rezension bezieht sich auf: Sumday-Ltd Enhanced Edition (Audio CD)
Der Schöntönler-Preis 2003 geht bisher eindeutig an Grandaddy. Locker lassen sie die Konkurrenz von Turin Breaks bis Aqualung hinter sich. Auf Sumday sind nämlich gleich eine ganze Reihe von musikalischen Tugenden versammelt. Die Songs sind vom Feinsten, Lieder wie „El caminos in the west" nehmen einen förmlich in den Arm, der psychedelische Anstrich tut ihnen gut, anstatt zu nerven und die Produktion ist gleichzeitig zurückhaltend und auffallend treffsicher.
Die Masse der Stücke auf Sumday sind natürlich wieder wunderschöne, leicht versponnene Balladen. Wie im Vorbeigehen lassen Grandaddy aber auch Pop-Perlen fallen, wie man sie auf der neuen Eels-Platte leider vergebens sucht. „Stray dog..." ist so ein Lied. Ein Lächeln huscht einem dabei übers Gesicht und man muss es immer wieder hören.
Dürfte ich in diesen Sommer nur zwei Cds mitnehmen, ich würde mich für die neue Yo La Tengo und Granddaddy entscheiden. Let the sunshine in!


Oakland Zone
Oakland Zone

2 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Jazz ohne Freiheit, Funk ohne Groove, Soul ohne Seele, 8. Mai 2003
Rezension bezieht sich auf: Oakland Zone (Audio CD)
Heute wieder aus der Abteilung „Legenden, die nur noch peinlich sind": Tower of Power sind eigentlich nichts anderes als ein ziemlich guter und berühmter Bläsersatz. Los gings 1970 mit Blow-Jobs für die Monkees und Big Brother Holding Company. Es folgten Auftritte auf den Platten von Little Feat, Santana, Elton John, Fishbone, Heart, Eurythmics, Phish und unzähligen anderen.
Ebenfalls seit 1970 gibt es auch eigene Alben der Jungs aus Oakland. Bekanntestes Werk dürfte die 75er LP „Urban Renewal" sein. Geboten wurde stets ein Mix aus Booker T., Fusion und Funk. Selbst zu meinen härtesten Fusionjazz-Zeiten, als mir jede Cobham-Scheibe recht war, habe ich mir allerdings nie eine Tower of Power Platte gekauft. Das Problem: Der Funk, der gespielt wurde, kam ohne einen Tropfen Schweiß aus, der Jazz war zu simpel und der Soul ohne Seele. Toto für Jazzfreunde also.
Noch schlimmer kommt es jetzt: Tower of Power zelebrieren den längst vergessenen Pseudo-Jazz der 80er. Erinnerungen an den unglückseligen Dave Grusin Sound werden wach. Das Ensemble spielt während der gesamten CD-Länge so auf den Punkt, dass zwar Schlagzeuglehrer ihre Freude haben mögen, der Rest der Nation aber eher kalte Füße bekommt. Selbst für Leute, die Musikern gerne bei der musikalischen Onanie zu sehen, gibt es wesentlich Spannenderes.


Fever to Tell
Fever to Tell
Preis: EUR 8,99

8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ju-hu, 30. April 2003
Rezension bezieht sich auf: Fever to Tell (Audio CD)
Wer's jetzt noch nicht kapiert...
Die Yeah Yeah Yeahs haben es doch tatsächlich geschafft, eine ganze Platte fertig zu stellen. Nach der unglaublichen Debutsingle und der kryptischen Machine-Maxi lösen die drei New Yorker alle ihre Versprechen ein und präsentieren ein Album, wie es nicht alle Tage erscheint. Karen O hat die Stimme der Stunde, sexy, griffig und von einer direkten Ausstrahlung in der Art eines Kurt Cobain.
Seite 1 liefert das, was man erwarten durfte: Punk. „Rich" ist noch recht verhalten. Das folgende „Date with the night" bläst einem dafür förmlich ins Gesicht, viel zu kurz nur. Schon wird man vom Avantgardistischen „Man" umgerannt. Das Tempo erhöht sich. „Tick" ist zum Tanzen wie gemacht. „Black tongue" läutet den überraschenden Rückzug ein. Ab jetzt wird nicht mehr über die Tanzfläche gestürzt, jetzt darf geschritten werden. Nur „Cold night" wird noch einmal richtig laut. „No No No" endet irgendwo im momentan weit verbreiteten psychedelischen Nirvana. „Maps" darf man wohl getrost als Popstück bezeichnen. „Y control" unterstreicht diesen Eindruck und hinterlässt als einziges Stück der Platte einen unnötigen Retro-Nachgeschmack. Vor allem der wunderschöne Hidden Track macht aber alles wieder gut.
„Fever to tell" ist also der erhoffte Hammer geworden. Doch eine Hoffnung folgt auf diese erste. Die Hoffnung nämlich, dass die Yeah Yeah Yeahs bei ihren Punk-Leisten bleiben mögen. Das ist ihre Stärke. Soundtüftler gibt es eh schon mehr als genug.


Regard the End
Regard the End

8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Beschaulich wie Ljubljana, 29. April 2003
Rezension bezieht sich auf: Regard the End (Audio CD)
Die Platte entstand so: Willard Grant Conspiracy - diese sich personell ständig im Fluss befindliche Truppe rund um Sänger und Songwriter Robert Fisher - sollten in Slovenien ein Festival spielen. Kaum in Ljubljana angekommen, besuchte man den dort ansässigen Chris Eckman, seines Zeichens Frontmann der Walkabouts. Dieser wiederum hatte Lust auf eine Session und so ging man eben ins Studio. Das Ergebnis liegt jetzt vor.
Zu hören sind viele Geigen, viele Mollakkorde und zauberhafter, elfengleicher Backgesang unter anderem beigetragen von Jess Klein (was für eine Stimme!) und Kristin Hersh (Throwing Muses). Fishers Gesang bewegt sich auf der Ebene von Nick Cave und Konsorten. Seine Kompositionen dagegen sind deutlich feiner gesponnen als die der Konkurrenz. Das schützt ihn nicht vor mancher Belanglosigkeit („Another man is gone"), erzeugt aber auch wahre Wunder an melancholischen Songs. Vor allem das herausragende „The trials of Harrison Hayes" muss man erwähnen und empfehlen, aber auch das bereits erschienene „Twistication", bei dem Fisher wie Kurt Wagner singt.
Unterm Strich finden sich auf „Regard the end" zwar eine ganze Reihe lohnenswerter Stücke, der Rest ist aber etwas sehr beschaulich geraten. Beschaulich wie Ljubljanas Innenstadt.


Fight Test E.P.
Fight Test E.P.
Preis: EUR 14,66

12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Verspätetes Osterei, 23. April 2003
Rezension bezieht sich auf: Fight Test E.P. (Audio CD)
Es würde mich ja nicht wundern, wenn diese extra feine e.p. in Clubs und Wohnzimmern mehr Resonanz findet als das Album vom letzten Jahr. „Yoshimi" steckte zwar voller schöner Ideen, war aber klanglich doch etwas sperrig.
Böse Zungen könnten nun fordern, dass die Flaming Lips in Zukunft am besten fleißig covern sollten. Auf der Fight Test e.p. finden sich nämlich drei treffend ausgesuchte und brillant vorgetragene Coverversionen. „Can't get you out of my head" gewinnt durch die Abkehr vom Dancesound und beweist langgeahnte Qualitäten als cleveres Lied. „The golden Age" von Beck rückt noch näher an Neil Young heran und Radioheads "Knifes out" wirkt weniger weinerlich als das Original.
Natürlich hat sich aber auch Wayne Coyne nicht lumpen lassen. „Thank you Jack White" ist ein amüsanter Schnappschuss der heutigen Musikszene jenseits der Single-Charts. „The strange design..." hört sich als ein driftendes, spaciges Etwas gut an, ebenso der Dancemix von „Do you realize??". Vielleicht hätten es hier aber auch sechs statt der vorhandenen neun Minuten getan. Der Titelsong nun ist natürlich ein schönes Popstück. Die Nähe zu „Father and Son" ist aber trotz alles Augenzwinkerns zu nah und das ständige Erinnern an dieses böse Cat Stevens überhaupt nicht in meinem Sinne. Anderen mag es da anders gehen.
Die Fight Test e.p. ist auf jeden Fall eine schöne, verschobene halbe Stunde Musik und leichter zu durchzuhören als eine ganze Platte der Flaming Lips.


Cut the Cord
Cut the Cord
Preis: EUR 21,23

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Western Drug Music, 21. April 2003
Rezension bezieht sich auf: Cut the Cord (Audio CD)
Als Western Drug Music bezeichnet die Band ihre Musik und trifft den Nagel damit ganz gut auf den Kopf. „Give yourself a gift/let your body drift."
Knife in the water stammen aus Texas und so klingen sie auch. Wie Chris Cacavas, wie Mojave 3, wie Howie Gelb, die vorletzte Yo la Tengo, ein Schuss 16 Horsepower und auch deren Geisteshaltung. Geht es doch in den meisten Songs um bizarre Begebenheiten, der Tod lauert hinter jeder Ecke. Alles dehnt sich und hat den Platz zur Ausdehnung, denn Knife in the water haben es nicht allzu eilig. Die Lieder strecken sich wie die Strassen hinter der Stadtgrenze von Austin.
Neben Songwriter Aaron Blount darf man noch Laura Krause erwähnen. Diese ansehnliche Dame bereichert nämlich mit ihren wundervoll lethargischen Backvocals den Sound der Band ungemein und schafft die Spannung, die das Ganze benötigt, um nicht zu altbekannt zu wirken.


Fleeting Days
Fleeting Days
Wird angeboten von oldsongsnewsongs
Preis: EUR 3,00

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Be the voice of your generation!, 7. April 2003
Rezension bezieht sich auf: Fleeting Days (Audio CD)
Na, da werde ich wohl doch noch warten müssen, bis Dan (mein Lieblings-Neuer-Dylan) Bern wieder eine Platte vom Format seiner ersten beiden CDs veröffentlicht. Wie schon bei den zwei letzten Scheiben bleibt Bern leider hinter seinen Möglichkeiten zurück. Nicht dass „Fleeting days" eine schlechte Platte wäre. Ganz im Gegenteil! Aber die außerordentliche Präzision seines Debüts erreicht er eben nicht mehr ganz. Der Sound ist mit der Zeit viel poppiger geworden, die Texte ein wenig gewöhnlicher und seine Stimme nachgiebiger. Da, wo er sich sonst mit Politik, Gesellschaft und Kultur auseinander gesetzt hat, schreibt er heute vorwiegend über Privates.
Zum Glück liegt der deutschen Erstveröffentlichung Dans ebenfalls aktuelle e.p. „The swastika" bei. Auf diesen fünf Songs beweist Bern, dass er immer noch eine der kritischsten und relevantesten Stimmen Amerikas ist. „Talkin' Al Kida Blues" ist eine Abrechnung mit der Terroristenpanik im Stil von Dylans „John Birch":
"It was a beautiful day in New York town/ Folks jogging, biking, walking 'round/When a couple of airplanes came around, hit the big towers, knocked 'em down/Worst disaster on US soil ever!....'course, there's the Indians....a few million/Slaves....Enron.... Anyway, it was worse than Pearl Harbor!"
Im Titeltrack tritt der Jude Dan Bern als Verteidiger des Hakenkreuzes auf. Er möchte es von den Nazis zurück haben, weil es ein schönes und vielseitiges Symbol ist. Tolle Idee!
In "Jail" beschreibt er eine Festnahme wegen Haschbesitzes und schlägt vor, alle Museen von den Werken „Drogenabhängiger" zu säubern und alle Beatlesplatten nach „Hard days night" zu verbrennen: "Kerouak, Thelonious Monk, Alice in Wonderland, Picasso, Burroughs, Blake, Ginsberg, throw it out, it's junk."
Es ist ungemein beruhigend, dass heute aus Amerika noch solche Texte kommen. Walk on Dan and be the voice of your generation!


Way Out
Way Out
Wird angeboten von KlangSurfer
Preis: EUR 0,98

4.0 von 5 Sternen Beach Boys, Punk und R.E.M., 7. April 2003
Rezension bezieht sich auf: Way Out (Audio CD)
Die Possibilities haben sich vor mehr als zehn Jahren in South Carolina gegründet, um Ramones-Songs nachzuspielen. Später zog man nach Athens/GA, die Heimat von R.E.M. Der Sound wurde etwas milder und der Harmoniegesang breiter. Diesen Weg zu beschreiten, hat sich für die Band gelohnt.
„Way out" ist ein überzeugendes Album, das wie eine Ostküstenvariante der Beach Boys klingt, manchmal auch wie eine 60s Version der frühen R.E.M.-Platten („Invisible"). Schwäche und Stärke zugleich ist, dass die Songs ein wenig unfertig wirken. Der manchmal überbordende Perfektionismus eines Brian Wilson wird so zwar umgangen, dafür bleiben schöne Lied-Ideen unvollendet. Ich verstehe zum Beispiel nicht, warum der Opener und das Schlussstück unvermittelt ausgefadet werden.
Nichts desto trotz rockt „Way out" fröhlich vor sich hin und macht besonders bei entsprechender Lautstärke viel Spaß. Lieder wie das Titelstück (mit der super catchy Orgel) oder „Wouldn't take nothing" bleiben nach einigen Durchläufen hängen und entwickeln sich zu regelrechten Ohrwürmern.


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