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Rezensionen verfasst von
Martin Vterlein "vau860" (Hamburg)
(REAL NAME)   

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R.E.M. - In View: The Best of R.E.M. 1988-2003
R.E.M. - In View: The Best of R.E.M. 1988-2003
DVD ~ R.E.M.
Preis: EUR 14,99

14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großes Kino, 20. November 2003
Man mag von R.E.M. halten, was man will. Ihre Videos sind immer ein Hingucker und man fragt sich, warum Michael Stipe nicht schon lange als Schauspieler entdeckt wurde. Zweifler mögen sich „Bad day" oder „Electrolite" ansehen.
Die jetzt aufgelegte Best of Sammlung ist ein wunderbarer Beweis, was mit dem Medium Video jenseits von Boyband-Klischees und R'n'B Plattitüden möglich ist. Jedes der hier versammelten Musikfilmchen ist von unglaublicher Qualität. Sowohl die innovative Bildsprache als auch die inhaltlichen Ideen zeugen von der kreativen Energie der alten Tante R.E.M.
Auffällig ist, dass es trotz ständig wechselnder Regisseure einen roten Faden gibt. Zwei Dinge fallen dabei besonders ins Auge. Die Band scheint zum einen einen Hang zu Auftritten gewöhnlicher Menschen zu haben. Häufig übernehmen Schüler, Verkäufer oder Rentner den Gesangspart. Zum anderen setzt Stipe oft bei laufender Musik mit dem Gesang aus. Eine Desillusionierung in einer meist schon surrealen Filmumgebung.
Diese DVD ist nicht nur etwas für eingeschworene Fans. Alle, die entferntesten etwas mit Musikvideos zu tun haben, sollten sich diese Lehrstunde in Sachen Bild und Ton gönnen.


Spoon and Rafter
Spoon and Rafter
Preis: EUR 17,99

6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Endlich!, 8. November 2003
Rezension bezieht sich auf: Spoon and Rafter (Audio CD)
Ganz langsam kommen Mojave 3 zurück. »Gotta find a way to get home strong/Gotta find a way back home.« Ein Sing-Sang, ein Mantra bis nach drei Minuten die Band einsetzt und endlich, endlich wieder dieser Sound im Raum klingt. Viel zu lange haben alle Freunde jenes einzigartigen Gemisches aus Country, Folk und viel dahinschwebender Zeit warten müssen. Jetzt kehrt Neil Halstead mit seiner Band, die schon so viel Wunderbares aufgenommen hat, zurück und - spätestens ‚Starlite #1' macht klar - alles wird gut. »Don't you think you should try a little to make it all come clean?«, die Steelguitar weckt die Sehnsucht nach dem Horizont, an dem neue und alte Sehnsüchte warten. Die zauberhafte Stimme von Bassistin Rachel Goswell sorgt im Hintergrund für Trost. Würden wir in einer besseren Welt leben, wäre dieses Lied ein Hit. ‚Bill Oddity' steht dem in nichts nach. Mojave 3 haben sich im Vergleich zu dem überirdischen „Excuses for Travellers"-Album in klein wenig bewegt. Das Klangspektrum hat sich um ein paar Nuancen erweitert. Die Kompositionen basieren nicht mehr ausschließlich auf Country-Akkordfolgen. Diese Evolution zahlt sich vor allem nach mehrmaligem Hören aus. ‚Writing to St.Peter' schmiegt sich wie ein zartes Nichts an die Seele, ein Stoff aus dem Träume gewoben werden - die größte Stärke der Band. ‚Battle of Broken Hearts' beginnt als Reggae, wird rockig, taucht ab in Sphärisches. Hier erreicht die Weiterentwicklung ihren Höhepunkt. Der Rest sind Lieder wie man sie aus der Hand von Neil Halstead erwartet. Lieder zwischen Schmerz und Hoffnung, unwiderstehliche Lieder, Lieder zum Lieben und Liebenlassen. Schön, dass Mojave 3 wieder da sind. Schöner geht es nicht.


Quebec
Quebec
Wird angeboten von gimmixtwo Kontakt Widerrufsbelehrung AGB
Preis: EUR 14,92

9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ween bleibt ween, 31. Juli 2003
Rezension bezieht sich auf: Quebec (Audio CD)
Die größte kleine Band der Welt ist wieder da. 3 lange Jahre mussten alle Ween-Abhängigen auf ein neues Studioalbum warten. Und als wollten Sie der ganzen Menschheit ihre Rückkehr verkünden, legen die beiden falschen Brüder mächtig los. „It's gonna be a long night" ist ein astreiner Motörhead-Song: "You bring the razor blade, I bring the speed." Was anderes als das ganze Gegenteil könnte nun folgen? „Among his tribe" klingt nach Beck oder 60s Psycheldelica. Auch „Purple rain"-artiges wird im Laufe der nächsten Stunde noch geboten. Der recht poppige Vorgänger "White pepper" ist vergessen. Ween nutzen wieder die Stimmungen und Sounds der frühen Platten. Billige Drumcomputer unterlegen bis zur Kindlichkeit verzerrten Gesang und merkwürdiges Keyboard-Gezirpe tritt gegen Sitar-Flächen an. Krankheit oder Genie? Egal! Das Schöne ist, dass Dean und Gene wieder Lust auf den Wahnsinn haben („So many people in the neighbourhood" zum Beispiel).
Lange Zeit widmeten sich die Beiden ihrer Abarbeitung an der Musikgeschichte. Erst kamen 12 goldene Country-Hits, anschließend erschien mit „Mollusk" ein psychedelisches Konzeptalbum. Den Versuch all das und viel mehr zusammenzuführen gab es schon mit „White pepper". Dieser erste Versuch endete im Irgendwo. „Quebec" dagegen trifft den Nagel auf den Kopf und vereint alles was Ween können. Schräge Songs schreiben nämlich. Versponnenes, Obszönes und viel Humor („Fancy pants") fehlen ebenso wenig wie vollkommen Unnötiges („Alcan road"). Immer beweist die Band dabei schlafwandlerische Sicherheit im Umgang mit unterschiedlichsten Stilmitteln und Gefühlswelten.
Es gibt keine Band, die so klingt wie Ween. Zum Glück haben sich Dean und Gene nach einer etwas orientierungslosen Phase wieder auf diese Stärke besonnen. „Quebec" ist bunt, verrückt und unterhaltsam. Zusätzlichen Charme erhält die Platte dadurch, dass nicht jeder Song mit einem Augenzwinkern versehen ist. Ist da tatsächlich etwas Nachdenklichkeit eingekehrt? Wir werden uns hoffentlich live davon überzeugen können.


Cast of Thousands
Cast of Thousands
Preis: EUR 5,99

8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der innere Raum, 29. Juli 2003
Rezension bezieht sich auf: Cast of Thousands (Audio CD)
Huch, das ist ja ein Gospelchor. Gleich im ersten Lied. Normalerweise gibt's so was doch höchstens zum Ausklang. Hingehört also! Hier tut sich wieder was. Elbow bedienen sich wie schon auf ihrem viel gelobten Debüt aus der gesamten Asservatenkammer der Rockgeschichte. „Fallen angel" könnte so ähnlich auch auf einer frühen Genesis-Platte sein. „Fugative motel" klingt wie von Nick Cave komponiert und von Radiohead gecovert. Und immer mit ganz viel Backvocals. Arabisches, Talk Talk, verzerrte Orgeln über einem schleichenden Beat. Das alles zieht vorüber. Den Hörer zieht es Lied für Lied mehr in den inneren Raum dieser Platte. Dort herrschen Ruhe und Innerlichkeit. Dort ist es auch nicht mehr wichtig, an wen Elbow erinnern. Dort zählt nur diese eine Melodie, der eine Ton und im Hintergrund der Chorgesang.
Elbow sind eine Album-Band. Man muss das Ganze hören, um in den vollen Genuss zu kommen. Dem, der dennoch einen Anspieltipp braucht, sei „Not a job" empfohlen.


Lay Your Head on the Soft Rock
Lay Your Head on the Soft Rock
Preis: EUR 17,58

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gut und schön, 23. Juli 2003
Rezension bezieht sich auf: Lay Your Head on the Soft Rock (Audio CD)
Seine Emo-Core Band Favez ist überhaupt nicht meine Sache. Und hätte ich gewusst, dass hinter den Sad Riders deren Sänger Chris Wicky steckt, hätte ich bestimmt nicht reingehört. So aber liegt „Lay your head on the soft rock" auf meinem Tisch und ich bin leicht bezaubert. Dem Beispiel Keith Caputos (Life of Agony) und Kristofer Aströms (Fireside) folgend nimmt sich auch Chris Wicky eine Auszeit, um seine Songwriter-Künste unter Beweis zu stellen. Ebenso wie bei den genannten Kollegen braucht sich das Ergebnis nicht zu verstecken. Private Geschichten rund um den Genfer See erzählt uns der Schweizer und pendelt musikalisch dabei zwischen Country und Americana. Das klingt dann manchmal wie Springsteen oder Mojave 3. Manchmal wünscht man sich dabei einen Native Speaker, denn seine Herkunft kann Wicky nicht immer vergessen machen und sein gefärbtes Englisch stört bei einer Musik, die so klingt als käme sie aus Arizona, etwas.
Unterm Strich ist dieses Solo-Debüt sehr gelungen und all jenen ans Herz zu legen, die von langsamen Liedern mit schönen Melodien nie genug bekommen können.


Dude Descending a Staircase
Dude Descending a Staircase
Wird angeboten von hifi-max
Preis: EUR 19,99

10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ain't talking about Big beat, 16. Juli 2003
Rezension bezieht sich auf: Dude Descending a Staircase (Audio CD)
Es gibt ja nicht viele Stücke, die man sofort am Schlagzeug erkennt. „Rock'n'roll" von Led Zeppelin ist so eins und „Krupa" von Apollo 440 auch. Dieser erste Hit der drei Jungs aus Liverpool ist schon 9 Jahre alt. Ihr zweiter und letzter, „Ain't talkin' 'bout Dub", ist auch nicht viel frischer. Damals stand Big Beat in voller Blüte und Apollo 440s Mischung aus Dance- und Rock-Elementen gefiel Medienleuten genauso gut wie MTV-Glotzern. Das letzte Lebenszeichen der Drei stammt aus dem Jahr 2000, ein nicht zu empfehlender Beitrag zum ersten „Drei Engel für Charlie" Soundtrack.
Heute sind Apollo 440 gleich mit einer Doppel CD zurück. Und zu aller Überraschung macht der Sound auch wieder Spaß. CD1 liefert die bekannte Mischung aus Tanzbarem und clever Gesampeltem: Man fühlt sich ständig an Captain Future erinnert. CD 2 kommt etwas besinnlicher daher. Aber auch diese noch mehr filmmusik-artige Stimmungsmucke langweilt nicht. „Dude" kann man sehr gut nebenbei hören oder in einem feschen Club mit feschen Mädels/Jungs in feschen Klamotten. Keine Platte mit besonderem Tiefgang, absolut zeitgemäß also. Interessant dabei ist, welche Sounds aus der Vergangenheit heute noch zu verwenden sind. Apollo 440 sind schlaue Zeitreisende, die nur Erlesenes mitbringen.
Dazu fällt mir noch eine Frage ein: Wann ist eigentlich Big Beat wieder in? Ihr sagt mir doch auch bestimmt rechtzeitig Bescheid, ja?
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Friends of Mine
Friends of Mine
Preis: EUR 17,99

15 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Sonwriter-Thron 2003, 4. Juli 2003
Rezension bezieht sich auf: Friends of Mine (Audio CD)
Eigentlich sind es ganz einfach gestrickte Songs, die Adam Green, Sänger der „Anti-Folk" Band Moldy Peaches, vorträgt. Kleine, lakonisch gesungene Lieder und dazu eine schrappelnde Westerngitarre. Das klingt nicht sonderlich aufregend? Ist es aber!
Adam Green liefert mit seiner zweiten Soloplatte sein Meisterstück ab. Die Moldy Peaches waren ja auch schon ganz nett, das hier ist aber ein Klassiker vor dem Herrn. Nach fünfzehn Songs und gerade mal 33 Minuten Spielzeit hat man das Gefühl, alles das gehört zu haben, was man braucht. Eine Platte fürs Leben.
Besondere Erwähnung verdienen dabei zwei Dinge. Zum einen sind da die Texte. Green schreibt seine Lyrics in der Art, wie man es vor ihm von Pavement kannte. Versponnene, aus dem Alltag gegriffene Stories betören den Hörer. Zeilen wie „there's no wrong way, to love the girl with no legs" lagern sich in der Erinnerung ab und begleiten einen, wie sonst nur Zeilen vom großen Bob Dylan. Man müsste das gesamte Textbuch zitieren, um der Erhabenheit und dem Suchtpotential dieses Songwritings gerecht zu werden.
Gelobt werden dürfen auch die Streicherarrangements von Steven Mertens und Jane Scarpantori. Die Arbeit der beiden bereichern Songs wie „Hard to be a girl" oder „Musical Ladders" kongenial und schaffen die Atmosphäre, in der sich Greens kleine Welten ausbreiten können. Seine Welten sind bevölkert von allerlei schrägen Gestalten und Kleinfamilien, die sich im post-post-modernen Gewirr verlieren würden, wäre da nicht ein Sänger, der ihnen ein Denkmal setzt.
Im letzten Jahr gehörte der Songwriter-Thron Connor Oberst mit seiner Band Bright Eyes. 2003 wird er ihn räumen müssen. Adam Green darf sich setzen.


Shivering King and Others
Shivering King and Others
Preis: EUR 11,99

0 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ummagumma 2003, 25. Juni 2003
Rezension bezieht sich auf: Shivering King and Others (Audio CD)
Pink Floyds Frühwerk „Ummagumma" trifft auf... tja auf was eigentlich? Sowohl der telefonhörerartige Sound als auch die Klangstrukturen erinnern eigentlich nur an eines. An die Zeit nämlich als Psychedelisches noch im Untergrund lebte und nicht in Form von Pilzsporen und Batikhemden an jeder zweiten Straßenecke Hamburgs oder Amsterdams zu haben war.
Dead Meadow aus Washington D.C. zelebrieren also ihr privates „live in Pompeji" und fanden dafür sogar schon Anerkennung von Mr. John Peel, der die drei Jungs gleich zu sich in Studio lud. Wahrscheinlich hatte er einfach Lust, sich an alte Tage erinnern zu lassen. Das können Dead Meadow auch wirklich prima. Man fragt sich nur, warum man sich nicht gleich das Original anhören sollte. „Shivering king" fügt dem nämlich nichts hinzu, öffnet (der richtigen Wortwahl wegen) keine Türen und hat nichts zu bieten, was eine ähnliche Kraft hätte, wie das angstbeladene „Careful with your axe, Eugene".


Shootenanny!
Shootenanny!
Preis: EUR 10,98

21 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Unfertig! ...leider, 17. Juni 2003
Rezension bezieht sich auf: Shootenanny! (Audio CD)
Wenn einem sonst nichts einfällt, macht man eine Kneipe auf oder spielt den Blues. Damit fängt auch die neue Scheibe der Eels an. Die erste Enttäuschung. Es folgt die auch nicht sonderlich originelle Rocknummer ‚Saturday Morning'. Ich beginne mich nach irgendeiner anderen Eels-Platte zu sehnen. Die waren nämlich durch die Bank genial, mitreißend und ohne Hänger (8 bis 9,5 Punkte).
Das dritte Stück ‚The Good Old Days' verbreitet Hoffnung. Aber auch diese zarte Ballade kann nicht an ähnliche Nummern aus den guten, alten Tagen heranreichen. Warum klingt diesmal alles so unfertig? ‚Love of the Loveless' könnte ein schönes Stück sein. Aber gab es diese Melodie und das Schlagzeug nicht schon mal? ‚Dirty Girl' ist auch ganz nett - nicht mehr. Dann wird es doch noch mal interessant. ‚Agony', ein Schmerzenslied, könnte von der letzten Costello-CD stammen. Die spärliche Instrumentierung ist dem Titel durchaus angemessen. Leider ist nach drei Minuten schon Schluss, und es beschleicht einen wieder das Gefühl der Unvollständigkeit. Danach beginnt es erneut dahinzuplätschern. ‚Rock Hard Times' ist bestimmt das Eels-Stück mit dem schwächsten Text. Sänger und Songwriter E hat schon Intelligenteres verfasst als „Everybody knows, these are rock hard times, I gotta make it through". In der Mitte der CD wartet mit ‚Restraining Order Blues' der emotionale Höhepunkt dieser insgesamt, der aufmerksame Leser hat es längst bemerkt, eher lahmen Platte. Der Song handelt von einem Typen, der seine Frau nicht wiedersehen darf („I did some mistakes, everybody does"). Die Art, wie das hier thematisiert wird, ist aller Ehren wert. Ehrlichkeit erschüttert. Leider bleibt aber der Rest der CD ohne weitere Überraschungen.
„Shootenannny!" kann also nicht an die großen Platten dieser großartigen Band anknüpfen. Freilich liegt die Messlatte bei den Eels auch extrem hoch. Hätten andere diese Lieder aufgenommen, wäre ich sicher positiver gestimmt. So bin ich enttäuscht und freue mich auf die bald folgende Tournee und ein nächstes Album, das - so hört man - schon fertig sein soll.


You Gotta Go There to Come Back
You Gotta Go There to Come Back
Wird angeboten von Multi-Media-Trade GmbH - Alle Preisangaben inkl. MwSt.
Preis: EUR 8,01

7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Maybe tomorrow, 12. Juni 2003
Rezension bezieht sich auf: You Gotta Go There to Come Back (Audio CD)
Das Positive zuerst: Die neue Stereophonics-Platte ist abwechslungsreich, gut gemacht und nervt nicht. Die Stimme von Kelly Jones erinnert an den guten Rod Stewart zu Zeiten der Jeff Beck Group. Auch der Sound der gesamten Band tendiert manchmal in diese Richtung. Es scheint als hätten die Stereophonics ihre Fühler nach Amerika ausgestreckt. Blues-Rock-Flavour rules! Die Gitarren schleppen sich dahin wie die Wasser des Mississippi und schwere Melancholie liegt über allem.
Das Negative: Die Jungs können nicht an die Frische früherer Produktionen anschließen. Aus den Hoffnungsträgern des BritPop ist eine gestandene Rockband geworden, die ihr Handwerk zwar versteht, aber nicht mehr überraschen kann. Irgendwie muss ich ständig an „Standing on the shoulder of giants" von Oasis denken. Eine ehemalig aufregende Kapelle in der kreativen Sackgasse. Ganz so schlimm ist es um die Stereophonics zwar noch nicht bestellt. Aber wenn die nicht aufpassen...Maybe tomorrow.


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