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metallbirne (Dresden)

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Ratchet & Clank - Quest for Booty
Ratchet & Clank - Quest for Booty
Wird angeboten von TICÁ
Preis: EUR 32,97

3.0 von 5 Sternen Eine Story ohne Drumherum, 8. März 2012
= Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen 
Das Miniabenteuer "Ratchet & Clank: Quest For Booty" soll die Verbindung zwischen den Geschichten von "Ratchet & Clank: Tools Of Destruction" und "Ratchet & Clank: A Crack In Time" herstellen und genau diese Aufgabe erfüllt der Titel auch.

Am Ende von "Tools Of Destruction" wurde Clank von den Zoni - seinen vermeintlich imaginären Freunden - entführt und Ratchet hat es sich nun zur Aufgabe gemacht, ihn wieder zu finden. Schauplatz ist einzig und allein der Planet Merdegraw, auf welchem Ratchet und Talwyn Apogee - seine Kumpanin aus dem letzten Teil - die Insel Hoolefar und verschiedene Höhlen erkunden. Dabei sind sie auf der Suche nach Captain Darkwater und müssen sich mit dessen untoter Crew herumschlagen.

Die "Ratchet And Clank"-Spiele zeichnen sich abgesehen von den tollen Geschichten vor allem wegen dem ganzen Drumherum aus: Waffen kaufen und aufmotzen, Gold-Boltzen finden, Könnerpunkte erlangen, Arenakämpfe und Spießrutenläufe überstehen und die weitestgehend offenen Welten erkunden. All diese Extras fehlen in "Quest For Booty" leider völlig. Es gibt keine neuen Waffen und Geräte, stattdessen bekommt man einige der Waffen aus dem letzten Teil nach und nach von den Inselbewohnern, dem Schmuggler oder auch Rusty Pete wieder. Das Aufleveln hat in "Quest For Booty" nur eine sehr untergeordnete Bedeutung. Die Welten sind lange nicht so offen, wie man es gewohnt ist und daher gibt es auch keine Gold-Boltzen oder sonstige versteckten Extras, die es durch das Erkunden der Welten zu finden gilt. Ratchet folgt hier meist nur einer mehr oder weniger fest vorgegebenen Rute, Missionen wie man sie kennt gibt es kaum zu bewältigen. Auch auf Könnerpunkte oder Trophys muss man verzichten.

Hervorzuheben ist jedoch die wie immer hervorragende Graphik und der stimmige Sound. Die Möglichkeit interaktiv Gespräche zu führen wurde hier wieder aufgegriffen und ausgedehnt. Neben der Option seinem Gegenüber nur Fragen zu stellen und auf Antworten zu warten kann Ratchet nun z.B. Talwyn sagen, dass er noch nicht sicher ist, ob er sie retten wird oder patzige Antworten auf ihm gestellte Fragen geben. Zudem kann das Spiel in drei verschiedenen Schwierigkeitsgraden gespielt werden und bietet somit Anreiz auf einen zweiten Durchlauf. Der Umfang des Spiels hingegen ist nur sehr mager. Es gibt, wie schon erwähnt, keine Extras zum Finden und Sammeln und die Länge der Geschichte ist äußerst kurz. Ich habe ja gewusst, dass es sich hier nur um ein Miniabenteuer handelt, aber damit habe ich nicht gerechnet. Das gesamte Spiel auf mittlerem Schwierigkeitsgrad hat sich bei mir nur über einen Nachmittag erstreckt und wegen dem fehlenden Drumherum lohnt es auch nicht, das Spiel nach beendeter Geschichte fort zu führen. Das ist sehr schade!

Fazit: "Ratchet & Clank: Quest For Booty" ist ein Spiel, das man nicht unbedingt braucht. Für Neueinsteiger bietet dieser Teil einen kaum repräsentativen Einblick in die Reihe, Gelegenheits-"Ratchet & Clank"-Spieler werden auch ohne diesen kleinen Teil der Story zurecht kommen. "Quest For Booty" ist höchstens für Fans interessant, und selbst die werden wegen dem eher ungerechtfertigten Preis von ca. 15 € eher enttäuscht sein.


Ratchet & Clank: Tools of Destruction [Platinum]
Ratchet & Clank: Tools of Destruction [Platinum]
Wird angeboten von TICÁ
Preis: EUR 21,70

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Toller PlayStation3-Einstand!, 1. April 2011
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Ich gebe es zu, der Hauptgrund dafür mir eine PlayStation 3 zu kaufen ist eigentlich der, dass es neue Abenteuer mit Ratchet und Clank eben nur noch in HD gibt. Und da ich einfach tierisch auf das ungleiche Duo stehe, war es lediglich eine Frage der Zeit, bis der große Schritt erfolgt. Nun ist es also soweit gekommen und neben der PS3 haben es natürlich sowohl "Tools Of Destruction", als auch "A Crack In Time" in den Einkaufswagen geschafft. Die Erwartungen waren, vor allem wegen der langen Zeit, die ich darauf gewartet habe, hoch.

Ratchet und Clank basteln gerade an ihrem Raumschiff herum, als sie eine Nachricht von Captian Qwark bekommen. Dieser befindet sich in Todesangst, da Metropolis von Imperator Tachyon angegriffen wird. Tachyons persönliche Abneigung gegen Ratchet wirft dabei einige Fragen auf, die es in der Polaris-Galaxie zu klären gilt. Auf der Suche nach dem Lombax-Geheimnis und der Geschichte nach Ratchets Herkunft müssen die beiden Helden sich gegen Weltraum-Piraten behaupten, sich mit einem Schmuggler einlassen, Clanks unsichtbaren Freunden - den Zoni - vertrauen, den Heimatplaneten der Lombaxe besuchen, einige Arena-Kämpfe und Weltraumschlachten bestehen und sich einen grandiosen Showdown mit dem Imperator liefern. An ihrer Seite stehen diesmal Talwyn, die Tochter des Erfinders Max Apogee, und ihre beiden Robo-Gefährten Cronk und Zephyr, die Zoni, sowie Captian Qwark, der sich ein weiteres Mal mit allem anderen als mit Ruhm bekleckert.

Die Geschichte wird ein weiteres Mal in toll gestalteten und äußerst unterhaltsamen Zwischensequenzen erzählt. Die Gags innerhalb und außerhalb der Sequenzen sind wieder mal der Brüller. Die Graphik und die ganze Aufmachung sind wunderschön. Die Musik ist sehr stimmungsvoll und die Sounds klingen phantastisch. Der Schwierigkeitsgrad ist auf einem anständigen Niveau. Das Spiel beginnt relativ leicht und mausert sich Stück für Stück zu einem anspruchsvollen Abenteuer. Dabei fallen die teilweise leider sehr unschön gesetzten Kontrollpunkte manchmal negativ auf. Die Steuerung funktioniert einwandfrei. Zudem unterstützt das Spiel die Sixaxis-Funktion. Mit ihr gleitet man mit den Robo-Flügeln durch die Lüfte, löst knifflige Puzzles beim Knacken von Türschlössen, weicht im freien Fall Hindernissen aus und steuert den Geo-Laser an Wänden entlang, um diese effektiv zu sprengen. Die Umsetzung der Bewegungserkennung ist genial. Die Neigung des Controllers wird nahezu ohne Abstriche erkannt und in das Spiel eingebunden. Hektische Fuchteleien bleiben aus.

Auch in "Tools Of Destruction" wird wieder auf das Aufleveln von Waffen gesetzt. Das geschieht aber in einem überschaubaren Rahmen. Im ersten Durchlauf kann jede Waffe durch häufiges Benutzen bis auf Level 5 aufgestockt werden, im zweiten dann bis auf Level 10. Sammelt man im Spiel das wertvolle Raritanium - das entgegen seinem Namen gar nicht so selten ist - kann man zusätzlich spezielle Eigenschaften wie Schaden, Munition oder Feuergeschwindigkeit verbessern. Zudem gibt es Geräte. Das sind mehr oder weniger nützliche Dinge, die im Kampf weiterhelfen könnten. Der Groovitron beispielsweise zwingt alle Gegner in der näheren Umgebung zum Tanzen, die Egelbombe entzieht dem Gegner Lebensenergie und gibt sie Ratchet und Mr. Zurkon ist ein kleiner Roboter, der neben Ratchet herfliegt und ihn beschützt. Die Geräte sind nette Gimmicks, deren Einsatz allerdings kaum nötig ist.

Neben dem normalen Spielverlauf gibt es auch wieder einige Dinge zum Einsammeln. Versteckte Gold-Bolts und Teile der Holo-Pläne des RIDA IV sind in der ganzen Galaxie verstreut. Apparate wie der Schatzkart-O-Mat gibt es überall zu finden und sind nützlich oder einfach nur cool. Killt man einige besonders große Gegner, bekommt man Leviathan-Seelen, die man beim Schmuggler gegen Bolts tauschen kann. Zudem gibt es wieder unzählige Stilpunkte zu erhaschen, wenn man im Spiel besonders lässige Moves hinlegt oder gekonnt Gegner plättet. Zum Niedermähen der teils ulkigen Gestalten stehen wieder eine Vielzahl von Waffen wie die Schmelzgranate, die Kreisklingen, die Nano-Schwärme, die Plasma-Bestie oder der Vermittler zur Verfügung. Der Sturmwerfer ist eine nette Waffe, die Tornados auf die Gegner feuert. Mit etwas Geschick können die Stürme mittels der Sixaxis-Funktion gesteuert werden, was in hitzigen Gefechten aber gar nicht so leicht ist. Auch sind einige nützliche Apparate wie die Schwerkraftstiefel oder der Schwunghaken wieder mit dabei. Neu ist der Gelanator, der nach einmaligem Auffüllen beliebig viele Quader aus grünem, glibbrigem Gel in die Umgebung wirft. Sie dienen Ratchet als Plattformen und Sprungverstärker.

Nun, der Eindruck, den "Ratchet & Clank: Tools Of Destruction" bei mir hinterlassen hat, ist im Großen und Ganzen ein sehr positiver. Es handelt sich hierbei um ein weiteres tolles Abenteuer, das einem allein im ersten Durchgang mehr als 15 spannende und spaßige Spielstunden beschert. Dank der vielen versteckten Dinge und dem Aufleveln der Waffen motiviert das Spiel auch dazu, sich im Anschluss das Ganze nochmal im Herausforderungs-Modus vorzunehmen. Allerdings hat mich das Spiel nicht mehr so sehr verzaubert, wie es die Vorgänger allesamt taten. Es wirkt leider alles wie schon mal da gewesen, die Neuerungen fallen längst nicht mehr so innovativ und unabkömmlich wie früher aus. Die Anzahl der Arena-Kämpfe ist auf ein Minimum reduziert, Spießroutenläufe fehlen gänzlich. Das finde ich persönlich sehr Schade, da mich diese immer sehr gut unterhalten haben. Dennoch hat mich das Spiel einige Tage lang sehr gut amüsiert. Die zahllosen Gags und hitzigen Schlachten mit allen erdenklichen Feinden haben viel Spaß gemacht. Ich bin gespannt, was "Quest For Booty" und vor allem "A Crack In Time" zu bieten haben.


Crash Bandicoot 2 - Cortex Strikes Back - Platinum
Crash Bandicoot 2 - Cortex Strikes Back - Platinum

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Toller Klassiker mit Suchtgefahr!, 20. März 2011
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Das zweite Abenteuer rund um den sympathischen, hyperaktiven Nasenbeutler Crash Bandicoot aus dem Jahre 1997 war damals eins der ersten meiner PlayStation-Spiele. Schon damals habe ich es über alles geliebt und das tue ich auch heute noch. Ein kultiges 3D-Jump'n'Run, wie es heute wohl nicht mehr veröffentlicht werden würde.

Nachdem Crash seinen Widersacher Dr. Neo Cortex im ersten Teil geschlagen hatte, will er sich nun auf seiner gemütlichen Insel ausruhen. Währenddessen heckt Cortex schon wieder einen neuen Plan aus und will mit Crashs Hilfe an 25 Energiekristalle kommen. Kurzerhand lockt Cortex Crash in eine Falle und überredet ihn, die Kristalle zu sammeln. Der naive Crash macht ohne ein Wort zu sagen natürlich sofort mit und lässt sich auch von seiner gewieften Schwester Coco, die immer wieder an ihn appelliert vorsichtig zu sein, nicht davon abbringen.

Das Gameplay ist relativ simpel gehalten. Es gibt fünf separate Teleporterräume von denen aus man jeweils fünf Level bereisen kann. Ziel ist es, die Level entlang der fest vorgegebenen Bahn zu durchqueren und dabei den Energiekristall einzusammeln. Im Level selbst gilt es dann mehr oder weniger knifflige Hüpfpassagen zu überwinden und sich nicht von den ulkigen Gegnern in die Knie zwingen zu lassen. In jedem Level steht eine Vielzahl von Kisten, in denen sich Extra-Leben, Wumpa-Früchte oder auch Aku-Aku, Crashs Schutzgeist, befinden. Aber auch gefährliche TNT- und Nitrokisten warten darauf, in die Luft gejagt zu werden. Durch Aku-Aku kann man einmal einem tödlichen Zusammenstoß mit einem Gegner oder einer explosiven Kiste entgehen. Sammelt man drei Aku-Akus, so wird Crash für kurze Zeit unverwundbar. Hat man aus jedem der fünf Level den Kristall geholt, so wird der Weg zum nächsten Teleporterraum freigeschaltet. Bevor man jedoch zu diesem gelangen kann, gilt es zunächst einen Bossgegner zu besiegen.

Die 25 Level sind im Grunde schnell durchgespielt. Der Schwierigkeitsgrad hierfür ist im Vergleich zum ersten Teil relativ niedrig. Allerdings gibt es noch sehr viel weitere Dinge zum Einsammeln. Zerstört man alle sich im Level befindlichen Kisten, erhält man einen grauen Edelstein. Zudem sind in einigen Leveln weitere graue und farbige Edelsteine versteckt. Damit man alle Edelsteine sein Eigen nennen kann, muss man zwangsläufig die zahlreichen versteckten Levelabschnitte und die beiden versteckten Level meistern. Um die zu finden braucht man wahrlich Adleraugen und um sie zu bewältigen sehr viel Geschick. Aber es immer wieder zu probieren macht einfach sehr viel Spaß und ist nie langweilig, egal wie oft man scheitert.

Die Level sind durchweg alle toll und großartig gestaltet. Egal ob eisige Berge, friedliche Wälder, abenteuerliche Dschungel, abgefahrene Weltraumlevel oder verlassene Ruinen, sie alle bieten herrliche Umgebungen für knifflige Hüpfpassagen. Für noch mehr Abwechslung darf man ab und zu auf einem kleinen Eisbären reiten, sich ein Jetpack umschnallen oder auf einem motorisierten Boot eine Wildwasserfahrt machen. Zudem gibt es in jedem Level eine Bonus-Strecke, in der man zahlreiche Wumpas und Extraleben einsammeln kann. Scheitert man in der Bonus-Strecke, so darf man sich erneut an ihr versuchen, ohne ein Leben zu verlieren. Die immense Vielfalt an Gegnern lässt den Spieler nur allzu oft schmunzeln. Der Sound ist stets fröhlich, motivierend und passt zum Spiel wie die Faust auf's Auge. An der Graphik habe ich nicht nur wegen dem bevorstehenden fünfzehnjährigen Jubiläum nichts auszusetzen, die ist auch so trotz den eher einfach gehaltenen Leveln sehr gut. Die Steuerung ist auch gut, wenn auch die Analogunterstützung etwas schwammig ist und sich daher das Steuerkreuz bei manchen Passagen empfiehlt. Einziger Kritikpunkt: Die Endgegner sind leider etwas sehr leicht zu besiegen.

"Crash Bandicoot 2" ist ein sehr gutes Spiel, ein zeitloser Klassiker im Jum'n'Run-Genre, der mir auch hoffentlich die nächsten 15 Jahre noch sehr viel Spaß machen wird. Trotzdem mir die jüngeren Teile unter neuen Entwicklerteams zwar nicht missfallen, würde ich es absolut begrüßen, mal wieder einen solchen Teil spielen zu dürfen. Am "Zorn des Cortex" hat man ja gesehen, dass es auch ohne Naughty Dog geht. Aber was soll's, für noch mehr Spielspaß bleibt ja auch noch Teil 3, der ist nämlich noch einen Tick besser!


PlayStation Move Starter-Paket mit Multidemo-Disc
PlayStation Move Starter-Paket mit Multidemo-Disc

10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Am Anfang war das Starter-Paket, 2. Januar 2011
= Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen 
Anfangs wusste ich nicht genau, was ich von "PlayStation Move" halten sollte. Ein Versuch auf die Erfolgswelle der Nintendo Wii aufzuspringen schien mir armselig. Andererseits fand ich die EyeToy-Spiele ganz große Klasse und nachdem ich mich in Sachen Move etwas belesen hatte, stieg meine Neugier. Zugeschlagen hatte ich dann, als ich meine PlayStation 3 in Kombination mit jenem Move-Starter-Paket gekauft habe.

Der Move Controller ähnelt in seiner Funktionalität dem der Wii, ist allerdings rund. Durch sein symmetrisches Design ist er sowohl für Links-, als auch für Rechtshänder geeignet. Auf dem Controller befinden sich die bekannten Symboltasten, die jedoch nur eine Nebenrolle spielen und meist lediglich der Bedienung von Menüoptionen dienen. Zudem gibt es in der Mitte der rechteckig angeordneten Symboltasten die daumengroße Move-Taste und auf der Rückseite die T-Taste, die sich ebenso wie die L2- und R2-Tasten des PS3-Controllers wie ein Abzug stufenlos drücken lässt. Diese beiden Tasten sind neben der Bewegungserkennung das wichtigste Werkzeug des Move Controllers. Zu PlayStation Move gehört außerdem die Eye Camera. Sie erkennt die Position der quietschbunt leuchtenden Kunststoffkugel auf dem Move Controller. Die Kamera muss vor dem Start auf Weitwinkel gestellt werden, was aber kein Problem ist, da man einfach nur die Linse bis ganz nach rechts dreht. Im Zimmer sollte es nicht allzu hell sein, damit die Kamera die leuchtende Kugel auch richtig erkennt. Ich hatte aber bisher noch keine Probleme damit und ich denke bei Tageslicht zu spielen, sollte möglich sein.

Zum Move-Starter-Paket gehört neben einem Move Controller und der PlayStation Eye Camera auch eine Starter Disc mit 9 Demospielen. Etwas ärgerlich ist, dass alle Spiele auf die Festplatte kopiert werden müssen, bevor man sie spielen kann. Ist dies geschafft, können die Demos zwar ohne Blu-Ray Disc von der Festplatte aus gestartet werden, aber um die Demos nur mal kurz anzuspielen wäre es besser gewesen, sie direkt von der Disc starten zu können, zumal die Installationen teilweise etliche Minuten dauern (für "TV Superstars" müssen ganze drei Gigabyte kopiert werden!). Im Folgenden möchte ich kurz auf die einzelnen Spiele eingehen:

TV Superstars: Bei diesem Spiel dreht sich alles um fiktive Fernsehsendungen. Die Demo beinhaltet das Erstellen eines neuen Charakters mit Hilfe der Eye Camera, sowie zwei Fernsehsendungen. 'Frockstar' ist eine Modeschau rund um den schrulligen Randy Darling. Es geht darum, durch das Nachstellen vorgegebener Bewegungen möglichst heiß zu posen. 'Let's get physical' hingegen ist eine Spielshow vergleichbar mit "Takeshi's Castle". Zwei Spiele werden gespielt. Bei einem läuft man auf einem Wasserrad und muss Hindernissen ausweichen, bei dem anderen wird man mittels Katapult auf Ziele geschleudert und muss durch Bewegen des Move Controllers in der vorgegebenen Körperstellung das Ziel durchstoßen.

Tiger Woods PGA Tour 11: Naja, was gibt es da groß zu sagen. Man darf mit Tiger Woods auf einem Platz den Schläger schwingen.

The Shoot: Bei diesem Spiel verwendet man den Move Controller als Light Gun. Die Spielfigur folgt in Ego-Perspektive einer vorgegebenen Route. Durch Bewegen des Move Controllers steuert man das Fadenkreuz, mit der T-Taste wird gefeuert. Geht man in die Knie, duckt sich die Spielfigur. Die Level sind allesamt als Filmdreh ausgerichtet. Daher ballert man nur auf Pappfiguren. Die Demo beinhaltet zwei Szenen des Wilden Westen.

Beat Sketcher: Dieses Spiel verbindet Malerei und Musik. Pinselt man auf dem Bildschirm herum, erklingen Töne. Dabei hat man die Wahl zwischen verschiedenen Malwerkzeugen und Farben, sowie zwischen verschiedenen Instrumenten. In der Demo steht leider nur der Kreativmodus zur Verfügung. In dem darf man sich zwar richtig austoben, hat aber keine Aufgabe.

Sports Champions: In dieser Demo stehen zwei Minispiele zur Auswahl. Beim Tischtennis darf man den Trainingsmodus absolvieren und anschließend zwei Duelle gegen Computergegner spielen. Beim Disc-Golf versucht man eine Scheibe, wie beim Golf, in ein vorgegebenes Ziel zu werfen und dabei unter Par zu bleiben. Neben dem Trainingsmodus darf man hier auf einem Platz gegen einen Computergegner spielen.

Start The Party! Dieses Spiel ist quasi die Fortführung von EyeToy. Die Kamera filmt den Spieler und projiziert sein Abbild in das Spiel hinein. Der Move Controller wird dabei durch die verrücktesten Dinge erstetzt. Bei der Insektenjagd hält man eine Fliegenklatsche in der Hand und muss versuchen, vorbeifliegende Käfer zu erschlagen. Beim zweiten verfügbaren Spiel darf man sich künstlerisch betätigen. Man hält einen Pinsel in der Hand und muss in vorgegebener Zeit eine Reihe von vorgegebenen Figuren ausmalen.

Echochrome II: Hierbei handelt es sich um ein Knobelspiel. In einem Raum schwirren Konstruktionen aus Bauklötzen herum. Mit dem Move Controller bewegt man eine Lichtquelle, die den Schatten der Konstruktion an die Wand wirft. Ziel ist es, die Schatten so zu werfen, dass eine Spielfigur (die man nicht steuern kann) auf dem Schatten vom Startpunkt zum Ziel gelangen kann. Die Demo beinhaltet ein fünfteiliges Tuturial sowie drei ganze Level.

EyePet Move Edition: Diese Demo beinhaltet einen kurzen Einführungsfilm. Zudem darf man mit seinem EyePet spielen und es waschen. Man bastelt ein Flugzeug und fliegt mit dem EyePet in luftige Höhen.

Tumble: Mein persönlicher Favorit zum Schluss. Beim PSN-Spiel "Tumble" muss man mit Bauklötzen aus verschiedenen Materialien einen Turm zusammen bauen. Der Move Controller ersetzt dabei die digitale Hand. Mit ihm werden die Klötze aufgehoben, bewegt und wieder los gelassen. Dabei ist viel Geschick nötig. Stürzt der Turm um, ist das Spiel verloren. Neben den Bauleveln gibt es auch Zerstörungsherausforderungen. Hier muss man an vorgebauten Türmen Bomben platzieren, sodass diese in sich zusammen fallen und die Einzelteile möglichst weit zerstreut liegen oder sogar Ziele treffen. In der Demo stehen das Tuturial sowie vier ganze Level zur Verfügung.

Was kann abschließend noch gesagt werden? Das Move-Starter-Paket ist eine runde Sache. Move Controller und Eye Camera hat man mit einem Mal zu einem recht fairen Preis dabei. Die Starter Disc macht Lust auf mehr, das war es dann aber auch. Auf Dauer machen die bloßen Demos nämlich nicht glücklich. Von daher sollte man das ein oder andere Spiel vielleicht gleich mit in den Einkaufswagen packen. Ich denke mit den bereits erschienenen Spielen wie "Sports Champions", "Start The Party!" oder "The Shoot" kann man erstmal nichts falsch machen und die ersten spaßigen Spielstunden sind gesichert.


MotorStorm: Arctic Edge
MotorStorm: Arctic Edge
Wird angeboten von City-Games
Preis: EUR 17,95

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Put The Pedal To The Metal, Baby!, 26. November 2010
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: MotorStorm: Arctic Edge (Videospiel)
"Am Rande des Polarkreises treffen sich die Unerschrockenen. Sie suchen den Nervenkitzel einer neuen Herausforderung und wollen sich den extremen Bedingungen stellen. In diesem eiskalten, rauen Land werden nur die härtesten Kämpfer den Gipfel erreichen. Der Berg erwacht, alles ist Bereit. Willkommen bei Motorstorm!" So heißt es in dem äußerst beeindruckendem Intro-Film zu "Motorstorm: Arctic Edge" - und diese Worte sind verdammt nochmal wahr...

"Motorstorm: Arctic Edge" ist ein turbulentes und actiongelades Rennspiel, das nicht zuletzt wegen des außergewöhnlichen Schauplatzes ein ganz besonderes ist. Man befährt hier 12 atemberaubende Strecken sowohl vorwärts, als auch rückwärts. Diese Strecken sind nicht nur mit Tücken und Raffinessen bestückt, sondern bieten auch zahlreiche Wegmöglichkeiten. Neben dem Auslösen von Lawinen und dem Zerstören von Brücken aus purem Eis, kann man seine Gegner daher auch ausstechen, indem man sich den kürzesten Weg durch die Eislandschaften sucht. Da während der Fahrt jedoch keine Karte angezeigt wird, bleibt man vorerst im Unklaren ob man nun abkürzt, oder einen Umweg fährt. Auf die Piste geht man mit acht Fahrzeugklassen (Motorrad, Quad, Eiswühler, Rallye-Auto, Pistenraupe, LKW, Schneemobil und Buggy), die alle unterschiedliche Stärken und Schwächen aufweisen und daher für die Strecken auch mal mehr, mal weniger geeignet sind. Zu jeder der acht Klassen gibt es drei Fahrzeuge, von denen die meisten im Laufe des Spiels noch frei geschaltet werden müssen und die im Vergleich zu ihren Artgenossen meist bessere bzw. schlechtere Eigenschaften in den Bereichen Geschwindigkeit und Handling aufweisen. In den Vehikeln sitzt einer von 24 Fahren, von denen sieben von Beginn an wählbar sind.

Kernstück des Spiels ist der Festival-Modus, in dem man 100 Events, die in acht sogenannte "Ränge" eingeordnet sind, absolvieren muss. Die Events bestehen zum großen Teil aus Standardrennen, das heißt Rennen, bei denen man auf einer der 12 Pisten (vorwärts oder rückwärts) gegen neun Kontrahenten fährt. Beendet man diese unter den besten drei erhält man Festivalpunkte, mit denen neben neuen Fahrzeugen auch Lackierungen, Werkstattkits und Medien freigeschaltet, sowie der Rang erhöht wird. In den ersten beiden Rängen sind die Events außerordentlich einfach. Zu Beginn der Rennen gibt es zwar reges Gedrängel und teils heftige Stoßstangen-Action, doch schon nach kurzer Zeit kann man sich leicht von der Meute absetzen und gemütlich das Rennen für sich entscheiden. Allerdings steigt der Schwierigkeitsgrad schon bald erheblich an. Nicht nur, dass so allmählich auch die schwereren Strecken auftauchen, auch die Kontrahenten werden merklich besser und lassen sich nicht mehr so leicht abschütteln. Permanent kommen von hinten Gegner nach vorn geschossen, wodurch auch das Fahren kleinerer Fahrzeuge zur Gefahr wird, da größere Vehikel einen mit Leichtigkeit zu Unfällen zwingen können. Da hilft es nur geduldig zu bleiben und nicht aufzugeben. Oft reicht es schon ein anderes Fahrzeug zu probieren.

In einigen Events können durch das Meistern besonderer Aufgaben (wie das Rennen innerhalb einer bestimmten Zeit zu beenden oder 10 Sekunden auf Position 1 zu verharren) Sterne gewonnen werden. Mit diesen werden Einladungsrennen, Zeitbomben- und Geschwindigkeits-Events freigeschaltet. Bei Zeitbomben-Events fährt man gegen drei Gegner und bekommt kontinuierlich entsprechend der aktuellen Position Punkte. Der erste Fahrer, der 999 Punkte erreicht, gewinnt den Event. Bei Geschwindigkeits-Events fährt man allein gegen die Zeit. Man startet mit einer gewissen Restzeit und muss innerhalb dieser eine gewisse Anzahl Tore durchfahren. Für jedes durchfahrene Tor bekommt man fünf Sekunden gut geschrieben. Einladungsrennen sind kleine Meisterschaften, die aus drei Rennen bestehen. Der Gewinner wird mittels Punktesystem ermittelt. Geht man siegreich aus dem Turnier hervor, wird ein neues Fahrzeug freigeschaltet.

Neben dem Festival-Modus besteht auch die Möglichkeit, an Freien Rennen und Zeitrennen teilzunehmen, sowie Online oder Ad Hoc den Mehrspieler-Modus zu nutzen. Bei Freien Rennen kann man ganz ungezwungen eine beliebige Strecke mit einem beliebigen Fahrzeug und unter beliebigen Bedingungen (Richtung, Schwierigkeit, Gegner, Rundenanzahl, Renntyp) fahren. Bei Zeitrennen fährt man, wie es der Name schon richtig suggeriert, gegen die Zeit. Dabei wird immer die Zeit für eine Runde gestoppt. Nachdem die Runde beendet ist, fährt der Geist der besten Runde mit. Auf diese Art und Weise kann man auch ganz wunderbar die Strecken kennenlernen und ausprobieren, welcher Weg der beste ist. Am Ende wird dann die beste Zeit für jede Fahrzeugklasse gespeichert. Ebenfalls kann man seine Geist-Daten absichern und ins Internet hochladen, sowie die Geistdaten anderer Spieler herunterladen. Als besonderes Schmankerl gibt es für jede Strecke auch Zeiten des Entwicklerteams, die von eifrigen Spielern geknackt werden können.

Im Menü-Punkt 'Werkstatt' kann man seinen Fahrer auswählen und die Fahrzeuge optisch pimpen, aber auch seine Statistiken und Abzeichen bestaunen. Während in der Statistik alles aufgelistet wird, was man im Spiel so treibt, erhält man die 50 Abzeichen nur für ganz besondere Fortschritte oder Ereignisse, wie z.B. ein unfallfreies Rennen fahren oder 5 Lawinen auslösen.

Über die Technik, die hinter "Motorstorm Arctic Edge" steckt, gibt es nichts zu meckern. Die Graphik ist überragend und die Steuerung sehr präzise, wenn auch nicht ganz einfach. Hier müssen Gas, Boost und Bremse ganz geschickt zum Einsatz kommen, um die Vehikel sicher durch die eisigen Strecken zu manövrieren. Die musikalische Unterstützung bietet eine Mixtur aus verschiedenen Rock- und Elektro-Songs. Gut, Electro ist nicht wirklich mein Ding, aber zum Glück kann man alle Songs der Jukebox selbst auswählen. So brettere ich bei Songs von Motörhead, Queens Of The Stone Age, Radiohead und anderen, z.T. namenhaften Bands über die eisigen Pisten dieses tollen Spiels. Der Schwierigkeitsgrad ist, nun ja, sehr hoch und deshalb ist das Spiel für Gelegenheitsspieler vielleicht auch nicht wirklich geeignet. Aber wenn man am Ball bleibt, ist es sicherlich schaffbar.

In diesem Sinne bleibt abschließend eigentlich nicht mehr viel zu sagen, außer vielleicht die Worte, mit denen die Band Evil Nine in ihrem Song "Twist The Knife" dem Spiel einheizen: Put The Pedal To The Metal, Baby!


Sly 2 - Band Of Thieves
Sly 2 - Band Of Thieves
Wird angeboten von gamedealer online - Preise inkl. Mwst - Impressum und AGB finden Sie unter Verkäuferhilfe
Preis: EUR 14,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Großartiges Jump'n'Run mit grandioser Atmosphäre!, 3. Oktober 2009
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Sly 2 - Band Of Thieves (Videospiel)
Zwei Jahre nachdem Sly Cooper und seine Gang die Robo-Eule Clockwerk besiegt hatten, wollen sie nun seine Einzelteile an sich bringen um zu verhindern, dass dieser jemals wieder zurückkehrt. Doch als sie bei Interpol ankommen und die Teile stehlen wollen, muss Sly feststellen, dass sie bereits von jemand anderem entwendet wurden. Und zu allem Übel sind auch noch Carmelita Fox und Constable Neyla direkt vor Ort um die Diebe dingfest zu machen. Kurz vor der (obligatorischen) Verfolgungsjagd spricht Neyla jedoch von der Klaww-Gang und die Bande hat einen Ansatzpunkt. Nach der Flucht fängt Bentley sofort mit seinen Nachforschungen an und genauso wie beim Vorgänger reist die Bande mit ihrem Van zu jedem Mitglied der Klaww-Gang um die Clockwerk-Teile zurück zu holen. Ein phantastisches Abenteuer beginnt!

Vom Gameplay des Vorgängers hat man sich dennoch nahezu völlig gelöst und das Level-Heimatwelt-Prinzip über Bord geworfen. Stattdessen reist man jetzt durch insgesamt acht Episoden, die jeweils aus einer einzigen, riesigen Umgebung bestehen. Man hüpft über die Dächer von Prag und Paris, schleicht durch den dichten Dschungel Indiens, läuft über weite Wiesen und Schneelandschaften in Kanada, springt in luftigen Höhen auf einer gigantischen Flugkonstruktion herum und das alles in einer bezaubernden Comic-Graphik. Statt einzelne Level zu durchqueren, muss man nun in jenen Umgebungen eine Reihe von Missionen erledigen - und das sowohl mit Sly als auch mit Bentley und Murray, was für noch mehr Abwechslung sorgt. Wo es im aktuellen Gebiet Startpunkte für Missionen gibt, wird im so genannten Sicht-Kommunikator sichtbar gemacht. Alle Episoden beginnen zunächst mit einer Mission, in der Sly Aufklärungsphotos machen muss. Danach entwirft Bentley einen ersten Schlachtplan, den er mit einem putzigen Diavortrag präsentiert. Dann gibt es erste Aufgaben zu lösen. Nilpferd Murray ist der Mann fürs Grobe: Wachen verkloppen, Dinge kaputt machen, Vehikel fahren - das ist sein Gebiet. Die intelligente Schildkröte Bentley ist für Hacks und Sprengungen verantwortlich und mit dem Waschbär Sly Cooper, dem Meisterdieb selbst, der einige coole Kniffe beherrscht, klettert man über die Dächer der Stadt, schleicht an Wachen vorbei und stibitzt so dies und das. Vor und nach jeder Episode gibt es wieder einen kleinen Film in Comic-Optik und auch während den Episoden gibt es einige witzige Sequenzen zu sehen. Anders als beim Vorgänger gibt es aber nun keine Hufeisen mehr, sondern eine Gesundheitsanzeige.

Genial finde ich, dass man nun mit Sly auch Wachen bestehlen kann, die neben Geld zum Teil auch Wertgegenstände wie Juwelen oder Taschenuhren mit sich tragen. In den Umgebungen stehen außerdem noch weitere Schätze herum, die man mitgehen lassen kann. Im Unterschlupf kann man die gestohlenen Kostbarkeiten dann im ThiefNet verhökern und mit dem Geld einige neue Fähigkeiten und Gegenstände für Bentley, Murray und Sly erwerben. Die meisten davon sind zwar nicht unbedingt für das Spielgeschehen von Nöten, aber ein paar können durchaus von Nutzen sein. Des Weiteren sind in allen Episoden jeweils 30 Hinweisflaschen versteckt. Hält man sich in der Nähe einer Flasche auf, wird man durch ein dezentes Klimpern darauf hingewiesen. Wenn man alle findet, kann man wie beim Vorgänger den örtlichen Tresor knacken und erhält somit weitere Fähigkeiten.

"Sly 2: Band Of Thieves" ist ein großartiges Spiel. Neben den witzigen und abwechslungsreichen Aufgaben gibt es auch einige knifflige Hüpfpassagen und eine Handvoll Level eines Retro-Space-Shooters, die es immer dann zu lösen gilt, wenn sich Bentley in irgendwelche Computer hackt. Die Story ist sehr gut durchdacht und amüsant, was man nicht zuletzt den äußerst sympathischen Helden zu verdanken hat. Zudem gibt es auch noch einige überraschende Wendungen. Die Comic-Graphik ist sehr schön und der Sound ist sehr stimmungsvoll. Auch ist "Sly 2: Band Of Thieves" sehr viel umfangreicher als es der Vorgänger war. An jeder Episode spielt man ungefähr 1,5 bis 3 Stunden was unterm Strich etwas 20 Stunden Spielspaß bedeutet. Einzig und allein ein paar kaum erwähnenswerte Kleinigkeiten halten mich davon ab, diesem tollen Spiel die volle Punktzahl zu geben.


Crash of the Titans [Platinum]
Crash of the Titans [Platinum]

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Anders...gut anders, 20. September 2009
= Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Crash of the Titans [Platinum] (Videospiel)
Tja, so langsam scheint man sich damit abfinden zu müssen, dass wohl nie wieder ein "Crash Bandicoot"-Titel im altbewährten Stil erscheinen wird, denn nachdem "Crash Twinsanity" schon alles andere als ein typischer Bandicoot war, hat "Crash Of The Titans" erst recht nichts mehr mit den Klassikern zu tun. Ähnlich wie bei der "The Legend Of Spyro"-Trilogie scheint man komplette Spiele zu entwerfen und erst in 'letzter Sekunde' bekannte Helden als die Protagonisten einzufügen. Doch im Gegensatz zum Kollegen Spyro, dessen Trilogie lediglich durchschnittlich ist, ist "Crash Of The Titans" deshalb kein schlechtes Spiel.

Dr. Neo Cortex hat nun wieder die Rolle des Bösewichtes übernommen und Crashs Insel heimgesucht. Mit Hilfe von Mojo, was so etwas wie Energie zu sein scheint, verwandeln er und Uka Uka die friedlichen Bewohner jener Insel in eine loyale Mutanten-Armee und entführen zudem noch Crashs Schwester Coco. Das lässt der chaotisch-sympathische Wüstenfuchs natürlich nicht auf sich sitzen und macht sich mit Aku Aku auf den Weg, dem Einhalt zu gebieten. Während er sich durch die ersten der insgesamt zwanzig Episoden kämpft, kommt jedoch streit im Lager der Bösewichte auf. Da Nina, Cortex' Nichte, so gar nicht zufrieden damit ist, dass ihr Onkel schon wieder zu scheitern scheint, übernimmt sie kurzerhand das Kommando über die Mutanten und Cortex' Untertanen N. Gin und Tiny. Davon bekommt auch Crash etwas mit, hüpft aber dennoch fröhlich weiter durch die restlichen Level, bis er ihr am Ende gegenüber steht.

Etwas hat man sich allerdings doch zu den alten Spielen zurück besinnt. Statt einer großen, unübersichtlichen Welt gibt es wieder separate Level, die man einzeln anwählen kann. Des Weiteren bewegt man sich in den Levels zum Großteil nach vorn bzw. zur Seite, wie man es bei den ersten Teilen der Reihe bereits tat. Damit hören die Gemeinsamkeiten aber auch schon auf. Kristalle finden, Wumpas sammeln, Kisten knacken - alles Geschichte. Man kämpft sich nun einfach vom Anfang bis zum Ende der Episoden. Doch ganz so einfach ist das nicht. Auf dem Weg muss Crash zahlreiche Hüpfpassagen überstehen, Handlanger vermöbeln und Mutanten patschen. Während die Hüpfpassagen zumeist weniger problematisch sind, hat man mit den Handlangern etwas mehr zu tun. Rattnicker (so etwas wie einfache Wissenschaftler), Koalas, Terroraffen, Voodoo-Hasis und Terrorzicken greifen Crash meist in Rudeln an und lassen so leicht nicht locker. Alle paar Episoden kommt eine neue Art Handlanger und je weiter man kommt, desto mehr stecken sie weg und desto härter schlagen sie zu. Das Kernelement ist jedoch das Patschen von Mutanten. Schlägt man einen Mutanten bewusstlos, so kann man ihn durch Drücken der Kreis-Taste patschen, d. h. auf ihn springen und ihm die Voodoo-Maske aufs Gesicht klatschen. Somit übernimmt man die Kontrolle über ihn, kann ihn steuern und seine mächtigen Attacken gegen Handlanger und andere Mutanten benutzen. Erreicht man heil das Ende des Levels, hat man die Episode geschafft und kann die nächste beginnen.

Doch abgesehen vom allgemeinen Levelablauf gibt es noch weitere Neuerungen: Crash besitzt nun eine Gesundheitsanzeige. Diese leert sich, wenn er verletzt wird bzw. in einen Abgrund fällt (man verliert also nicht gleich ein Leben) und füllt sich, wenn er Wumpas sammelt. Zudem beherrscht er nun mehr Fähigkeiten als nur den Rutsch- und Wirbelangriff. Mit der Viereck-Taste führt er schnelle, schwache und mit der Dreieck-Taste langsame, starke Angriffe aus. Des Weiteren kann Crash auch Blocken und auf Aku Aku springen und Pisten herunter grinden. Durch sammeln von Mojo-Kugeln werden jedoch noch sehr viel mehr Angriffe aktiviert. Wie zum Beispiel der altbewährte Wirbelangriff in einer starken und einer schwachen Variante, diverse Kombos und der Wirbelschweber, bei dem sich Crash in der Luft dreht und somit weiter schweben kann (ähnlich wie das Schweben von Spyro dem Drachen). Außerdem kann durch Mojo seine Gesundheitsleiste vergrößert und die Wirbelzeit verlängert werden. Wann man ein weiteres der insgesamt 27 Upgrades erlangt, wird durch eine Mojo-Anzeige in Kuchenform visualisiert. Steuert man einen Mutanten verhält es sich recht ähnlich: Auch die besitzen eine Gesundheitsanzeige und (mutantenspezifische) Angriffe, die man sich - ebenso wie Crashs Fähigkeiten - durch Drücken der Select-Tase vor Augen führen kann. Des Weiteren gibt es noch eine Superangriff-Anzeige. Diese muss voll aufgeladen sein, damit der Mutant einen Superangriff ausführen kann.

In jedem Level gibt es zudem einen Mojo-Raum, in dem man durch meistern kleinerer Herausforderungen eine Voodoo-Puppe für seinen 'Spiel-Hub-Bildschirm' freischalten kann. Für jede Episode gibt es einen solchen Bildschirm, der nach Beenden der jeweiligen Episode freigeschalten wird. Auf ihm kann man zum einen 'Crashs Statistik' aufrufen und das Level erneut starten. Zum anderen gibt es eben solche Voodoo-Puppen, die verschiedene Sachen beeinhalten: Puppen mit Informationen über Handlanger und Mutanten erhält man durch das Beenden des Levels, Puppen mit Konzeptgraphiken des Levels durch Finden von versteckten Voodoo-Puppen und Feindkostüme erhält man, indem man eine bestimmte Anzahl von Handlangern vermöbelt bzw. genug Mutanten patscht. Aber diese Kostüme sind nicht nur Schnickschnack: Zieht Crash ein Feindkostüm an, kann er den entsprechenden Feind mit einem Schlag K.O. hauen. Des Weiteren gibt es für jede Episode drei zusätzliche Aufgaben: Alle drei Spionage-Toiletten finden und zerstören, eine Kombo mit bestimmtem Umfang gegen Gegner durchführen und eine bestimmte Anzahl an Handlangern verhauen. Schafft man eine, zwei oder gar alle drei Aufgaben, gibt es eine Bronze-, Silber- bzw. Goldtrophäe, aber natürlich kann man die Episoden auch ohne meistern dieser Aufgaben absolvieren.

Ich finde das Spiel sehr gelungen. Die Graphik ist für PS2-Verhältnisse wirklich hervorragend, Crash ist nach wie vor der so ziemlich sympatischste Videospiel-Held, den ich kenne und das Spiel ist insgesamt sehr witzig und amüsant geworden. Allein die Kommentare der Handlanger und Untertanen im Spiel sind zum Teil echt der Brüller. Beim Entwerfen der Level hat man sich auch sehr viel Mühe gegeben und auch wenn sich die Schauplätze zum Teil etwas ähneln sind sie sehr schön geworden. Gleiches gilt für das Design der fünfzehn Mutanten; auch wenn einige mehr gewollt als gekonnt erscheinen, so macht es dennoch viel Spaß auf Skorparillas, Panzerfanten, Rhinorollern und Co. Chaos zu verbreiten. Ebenfalls nennenswert ist der Zwei-Spieler-Co-Op-Modus, durch den sich ein zweiter Spieler durch Drücken der Kreis-Taste in das Spielgeschehen einklinken kann. Was leider fehlt ist ein direktes Kräftemessen, d. h. Mutantenkämpfe mit einem Kumpel gibt es leider nicht.

Insgesamt ein sehr ordentliches Spiel, bei dem man zwar erneut zu erst seine guten Erinnerungen an den alten "Crash Bandicoot" los lassen muss, das aber danach sehr viel Spaß macht. Aufgrund der Möglichkeit das Spiel in drei Schwierigkeitsgraden zu spielen, hat es auch einen gewissen Wiederspielwert. Zudem ist es durch Freispielen von Konzeptgraphiken und Kostümen und Meistern von levelinternen Aufgaben zusätzlich verlockend Episoden zu wiederholen.


Crash Bandicoot: Twinsanity
Crash Bandicoot: Twinsanity
Wird angeboten von Ihr-Heimkino-
Preis: EUR 72,95

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Tolles Hüpfspiel mit hohem Frustrationsgrad, 4. September 2009
= Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Crash Bandicoot: Twinsanity (Videospiel)
"Crash Twinsanity", die etwas andere Fortsetzung der "Crash Bandicoot"-Reihe. Denn anstatt in 25 separaten Leveln auf Kristalljagd zu gehen, kämpft sich Crash hier durch eine riesige Welt, in der ein Level direkt dem anderen folgt. Und dabei ist er nicht allein: Dr. Neo Cortex ist an seiner Seite. Wie kommt's? Fiese Zwillings-Vögel wollen sich an Cortex rächen und die Welt verwüsten. Leider weiß er nicht mehr, was er den beiden getan hat. Um das Problem zu lösen benötigt er allerdings Hilfe und sucht diese bei Crash. Gemeinsam gehen sie auf Kristalljagd um Cortex' Psychotron-Maschine anwerfen und durch die Dimensionen reisen zu können, denn nur so können sie das Rätsel um die beiden Vögel lösen.

Was hat sich sonst noch verändert? Der (Warp-)Raum, von dem aus man bisher in die einzelnen Level gelangte, existiert nicht mehr. Es gibt zwar immer noch so etwas wie 'Heimatwelten' um die sich die jeweiligen Level drehen, aber der Spielablauf erfolgt dennoch komplett zusammenhängend, d.h. man kann sich nicht aussuchen, in welches Level man gehen möchte sondern gelangt automatisch dort hin, nachdem man bestimmte Passagen gemeistert hat. Speichern kann man nun auch nicht mehr wann man will, sondern muss sich an streng vorgegebene Speicherpunkte halte, an denen eine automatische Datenspeicherung erfolgt. Diese Speicherpunkte sind mehr oder weniger willkürlich gesetzt. Mal folgt einer dem anderen, mal muss man mehrere Levelabschnitte meistern bis man endlich speichern kann. Dann gibt es noch die altbekannten Kontroll- bzw. Checkpunkte, von denen es mehrere pro Level gibt und zu denen man nach einem Ableben zurückgebracht wird. Des Weiteren schützt die Voodoo-Maske nicht mehr vor Nitro- und TNT-Explosionen, was ich nicht gutheißen kann. Selbst die dreifache Voodoo-Maske, durch die man auch hier unverwundbar wird, hilft da nicht. Außerdem gibt es keine Spezialkräfte mehr, d.h. auf Bazooka oder Sprint muss man verzichten und das obwohl man sie hin und wieder gut brauchen könnte. Und auch auf Motorradrennen, Tauchgänge und ähnliches wartet man vergebens. Das Spiel bietet zwar auch so genug Abwechslung, aber etwas schade ist es dennoch. Allerdings darf man wieder auf Edelsteinjagd gehen. In jedem Level sind 6 bunte Edelsteine versteckt. Einige erreicht man ganz leicht, bei anderen muss man schon etwas nachdenken, um sie zu bekommen.

"Crash Twinsanity" bietet sehr viel spielerische Abwechslung. Man kann sowohl Cortex und Crash solo spielen, als auch beide als Team steuern. Letzteres läuft für gewöhnlich so ab, dass beide an einem Energiekristall hängen und Cortex sich in seiner Habsucht von Crash überall hinschleifen lässt. So kann man ihn auch durch die Gegend werfen und als Knüppel benutzen. Wenn Crash und Cortex sich nicht einig werden und anfangen sich zu prügeln darf man den so genannten 'RollerKoller' spielen und der 'HumiliSkate' entsteht, wenn Crash auf Cortex springt und irgendwo runterrodelt. Dann gibt es noch den 'Doc Amok'-Modus, bei dem Cortex aus verschiedenen Gründen blind durch die Gegend rennt. Dann muss man als Crash dafür sorgen, dass Cortex' Weg frei ist und er nirgends dagegen rennt. Des Weiteren darf man auch Nina Cortex spielen, die Cortex' Nichte ist und in einem Internat alle Bosheiten lernt, die es so gibt. Auch die einzelnen Welten sind vielseitig und originell. So bietet zum Beispiel die 'Insanity Insel' eine schöne Strandlandschaft, die 'Akademie des Bösen' besagtes Internat und im 'Heizkeller-Hickhack' muss man sich durch den Keller der Akademie kämpfen, Ventile drehen und Rohrsysteme vervollständigen. Außerdem trifft man viele Endgegner der alten Spiele wieder: N. Gin, Dingodile, N. Tropy, N. Brio und auch ein paar neue Feinde wie die Direktorin der 'Akademie des Bösen'.

Wenn man sich also erstmal von seinen Erinnerungen an die alten Spiele losgeeist hat, dann macht das Spiel eigentlich sehr viel Spaß. Eigentlich? Leider wird der Spielspaß des Öfteren von plötzlichen Ableben gebremst, was echt nervig sein kann. Meiner Meinung nach stirbt man viel zu oft, weil 'irgendetwas ist'. Weil man wegen der bockigen Kamera nur die Hälfte sieht, weil Crash wegen der teilweise etwas unpräzisen Steuerung irgendwo hinspringt, wo er nicht hinspringen sollte oder weil sich irgendeine kleine Fiesheit im Level versteckt hat, an der man immer und immer wider scheitert. Und wenn man dann noch sieht, wo der letzte Kontroll- oder Speicherpunkt war, ist das Ärgernis umso größer, denn die sind meist äußerst rar gesäht. Das alles kann leider sehr, sehr frustrierend sein.

Eigentlich echt schade, denn das Spiel an sich ist wirklich toll. Abwechslungsreiche Level, witzige Zwischensequenzen, schöne Graphik, herrlich abgedrehte Hintergrundmusik und so weiter. Aber die ganzen frustigen Stellen und die raren Speicherpunkte sind echt ärgerlich. Wie soll man das Spiel jetzt bewerten? Soll ich es gut bewerten, weil es abgesehen vom hohen Frustfaktor wirklich gut ist? Oder soll ich es schlecht bewerten, weil ich mich meistens mehr geärgert als gefreut habe? Ich würde dem Spiel 9 von 10 Punkten dafür geben, dass es ein sehr schönes Hüpfspiel ist. Dafür, dass es zu oft einfach frustriert ziehe ich noch einen Punkt ab, sodass es insgesamt 8 von 10 Punkten bekommt. Ich denke, das ist fair. Empfehlen kann man "Crash Twinsanity" allen Jump'n'Run-Fans mit starken Nerven, auch wenn sie keine "Crash Bandicoot"-Fans sind.


Spyro - A Hero's Tail
Spyro - A Hero's Tail
Wird angeboten von Ihr-Heimkino-
Preis: EUR 51,95

4.0 von 5 Sternen Jump'n'Run mit Rätseln und Hüpfpassagen, 23. August 2009
= Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Spyro - A Hero's Tail (Videospiel)
Mit "Enter The Dragonfly" hat Spyro wirklich alles andere als einen würdigen PS2-Einstieg bekommen und die "The Legend Of Spyro"-Spiele sind absolut nicht das, was man eigentlich mit dem kleinen lila Drachen verbindet. Doch mit "A Hero's Tail", dem fünften Abenteuer von Spyro, gibt es tatsächlich eine PS2-Variante, die den großartigen Klassikern für die PlayStation gerecht wird.

Die Geschichte ist schnell erzählt: Der böse Drache Rot will die Macht an sich reißen und verteilt deshalb überall dunkle Edelsteine. Spyro ist nun dazu auserkoren, die dunklen Edelsteine wieder zu zerstören und Rot aufzuhalten. Zugegeben, die Geschichte ist nicht revolutionär und es wird leider auch weitestgehend auf größere Sequenzen verzichtet, aber spielerisch ist "Spyro - A Hero's Tail" gelungen.

Es handelt sich hierbei um ein klassisches 3D-Jump'n'Run. Spyro muss in drei Welten, die jeweils aus einer Heimatwelt und zwei weiteren Level bestehen und einer vierten Etappe, die aus einigen aneinander gereihten Leveln besteht, je 10 dunkle Edelsteine zerstören. Am Ende von jeder Welt wartet dann ein Bossgegner, den es zu besiegen gilt. Um im Spiel weiterzukommen ist es auch nötig, Lichtedelsteine zu sammeln. Mit ihnen kann der Professor seine zahlreichen Erfindungen wie das "Ball-Dingens" oder das "Unverwundbarkeits-Dingens" aktivieren, die für das fortschreiten im Spiel von Bedeutung sind. Neben den Lichtedelsteine gibt es noch Dracheneier zum einsammeln. Diese haben weniger große Bedeutung und schalten lediglich Boni frei. Eier und Lichtedelsteine findet man entweder irgendwo im Level versteckt, oder erhält sie durch das Meistern von Minispielen, bei denen man mit Maulwurf Blink, Sgt. Byrd, Sparx, Jäger oder Spyro selbst kleinere Herausforderungen bewältigt. Während Blink und Jäger in speziellen Gebieten auf Erkundungstour gehen, muss Sgt. Byrd (ähnlich, wie man es aus den Vorgängerteilen bereits kennt) durch verschiedenste Parcoure fliegen und Vögel abschießen, Ringe durchfliegen und ähnliches machen. Sparx hingegen fliegt durch Felsspalte und muss an verschiedenen Gegnern vorbei kommen und das Ende der Strecke erreichen. Aufgefallen ist mir, dass "Spyro - A Hero's Tail" ein eher rätselorientiertes Spiel ist. Missionen oder Aufgaben gibt es kaum zu lösen, viel mehr gilt es zu überlegen wie man weiterkommt, dunkle Edelsteine zu finden und zu zerstören und die Level nach allen möglichen Figuren und Objekten zu durchforsten. Dementsprechend groß und unübersichtlich sind auch die Level. Hilfe von außen bekommt man selten, nur eine Karte auf der man sieht, wo man schon war, steht zur Verfügung. Ob das nun gut oder schlecht ist muss jeder für sich entscheiden, ich hätte mir jedenfalls ein etwas ausgewogeneres Verhältnis zwischen Rätsel und Missionen gewünscht.

Negativ finde ich, dass die Checkpunkte teilweise etwas schlecht positioniert sind. Es gibt zwar an sich genug Stück, jedoch ist es oft so, dass man bis zu der Passage, in der man gescheitert ist, einen unnötig großen Weg zurücklegen muss. Außerdem finde ich, dass einige Hüpfpassagen unnötig schwer gemacht wurden. Ich habe nichts gegen anspruchsvolle Level, aber hier hat das teilweise nichts mehr mit Anspruch zu tun, sondern ist einfach nervig oder gar frustrierend. Zudem sind die Ladezeiten, die es nach jedem Scheitern abzuwarten gilt, etwas zu lang. Alle drei Punkte zusammen genommen können den Spielspaß an manchen Stellen leider sehr dämpfen.

Im Endeffekt ist jedoch ein ordentliches Spiel herausgekommen, das an den genialen dritten Teil zwar nicht heranreicht, aber die bisher einzige gelungene PS2-Ausgabe bietet. Ein bisschen kurz ist es und die Handlung ist absolut nicht der Knaller, aber für ein paar Tage Spielspaß ist es dennoch geeignet. Ich glaube zwar nicht mehr daran, aber wenn noch so ein Teil veröffentlicht werden sollte, dann werde ich bestimmt zugreifen.


Secret Agent Clank
Secret Agent Clank

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Solides Solo-Abenteuer mit Geheimagent Clank, 7. Juli 2009
= Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Secret Agent Clank (Videospiel)
Dass der kleine Roboter Clank auch ohne seinen pelzigen Lombax-Freund Ratchet ein paar knifflige Herausforderungen zu lösen weiß, durfte man stellenweise ja schon in den "Ratchet & Clank"-Spielen feststellen. Nun ist es also so weit: Clank bekommt sein erstes eigenes Abenteuer und macht darin eine durchaus ordentliche Figur.

Clank ist nach den Heldentaten mit Ratchet zu einem echten Geheimagenten geworden und als es darum geht, das Galaxie-Heldenmuseum zu observieren, ist er natürlich sofort dabei. Umso mehr ist er geschockt, als er mit eigenen Augen sehen muss, dass sein Freund Ratchet scheinbar im Fieberwahn das Auge der Unendlichkeit (einen unschätzbar wertvollen Edelstein) aus dem Museum zu entwenden versucht. Natürlich wird er erwischt und verhaften und landet schließlich im Gefängnis, aber das Auge ist vorerst futsch. Da Clank bis zuletzt an Ratchets Unschuld glaubt, ist er wie darauf versessen genau diese zu beweisen und das Auge der Unendlichkeit zurück zu holen...

Doch so etwas geht natürlich nicht von heut auf morgen und will sorgfältig geplant werden. Stets mit seiner reizenden Assistentin am anderen Ende der Leitung reist er kreuz und quer durch die Galaxie, schleicht sich durch die verschiedensten Gebäude und nimmt alle verdächtigen Personen gründlich unter die Lupe. Dabei scheut er sich natürlich nicht, mit seinen fetzigen Agenten-Moves und seinen vielen Spionage-Utensilien die zahlreichen Gegner einfach auszuknocken. Wie zu alten Zeiten kann er dafür verschiedenste Waffen und Geräte kaufen und finden. Die Schmeißfliege, die Verschlingpflanze und der Brennkoffer sind nur einige der vielen neuen Waffen, die sich wie gewohnt wieder um einige Level höher stufen lassen, wenn man sie nur oft genug benutzt. Auch die Gesundheitspunkte steigen höher, je mehr Gegner man platt macht.

In Sachen Abwechslungsreichtum kann "Secret Agent Clank" durchaus punkten. Zwar besteht der Großteil des Spiels darin, in alter "Ratchet & Clank"-Manier durch die Level zu moshen und Gegner platt zu machen, aber hin und wieder gibt es auch andere Spielpassagen, die das Geschehen auflockern. So muss man beispielsweise hin und wieder in Verfolgungsjagden seine Gegner abhängen oder in "besonderen" Passagen, wie zum Beispiel einem galaktischen Kartenspiel oder einem Tanz mit einer Roboter-Lady, im richtigen Moment die richtigen Knöpfe drücken. Letzteres ist leider des Öfteren zu schwer und sorgt dadurch für gelegentlichen Frust. Ab und an gibt es auch Situationen in denen die Gadgebots (diese kleinen Roboter, die man auch schon aus den anderen Teilen kennt) ans Werk müssen. Die gehen dann zu dritt auf Erkundungstour und müssen meist irgendwelche Hebel betätigen oder Kraftfelder aufladen um Clank den Weg frei zu räumen. Des Weiteren darf man auch mal Ratchet im Gefängnis spielen, der dort á la "Ratchet: Gladiator" seinen Mithäftlingen ordentlich zusetzen muss. Die Waffen dafür werden von Clank in Kuchenform ins Gefängnis geschmuggelt, wenn er welche findet oder kauft. Auch Captain Quark erlebt ein paar Abenteuer. Mit einem Reporter-Roboter, den er Barney nennt, reist er Clank hinterher und lässt die Geschehnisse so da stehen, als sei er der Held. Leider sind diese Spielpassagen sehr monoton und werden schnell langweilig. Diese speziellen Spielpassagen kann man unter dem Menüpunkt "Fallakten" übrigens immer wieder anwählen und spielen und von manchen gibt es sogar noch weitere Varianten, durch die man Bolts, Titan-Bolts oder andere nützliche Sachen freispielen kann. Stil-Punkte und Titan-Bolts gibt es nebenbei bemerkt auch wieder zu finden.

Was mir bei "Secret Agent Clank" leider weniger gefallen hat, sind die teilweise spärlich gesetzten Kontrollpunkte und vor allem die Steuerung, die in hektischen Situationen wie den Arenenkämpfen von Ratchet leider des Öfteren fast völlig versagt. Auch wenn das eher ein allgemeines Problem der PSP ist (es gibt einfach zu wenige Knöpfe), so scheint es mir bei diesem Spiel besonders schlimm zu sein.

Insgesamt bleibt aber zu sagen, dass "Secret Agent Clank" ein durch und durch solides Spiel ist, das man sich durchaus zulegen kann. "Ratchet & Clank: Size Matters" ist zwar noch einen Tick besser, aber abgesehen von jenem ist "Secret Agent Clank" eins der besten Spiele, die die PSP im Jump'n'Run-Sektor zu bieten hat. Von mir eine klare Kaufempfehlung.


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