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Rezensionen verfasst von
Ute Leser

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Wo finde ich dich?: Spirituelle Trostimpulse für Trauernde
Wo finde ich dich?: Spirituelle Trostimpulse für Trauernde
von Freya v. Stülpnagel
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 16,99

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wenn Trauer Wandlung erfährt, 6. Oktober 2014
Dass Trauer Wandlung erfährt, beweist die Autorin mit ihrem dritten Buch.
Während das letzte noch an der verzweifelten Frage nach dem *Warum* festhält,
begibt sich dieses auf die Suche nach einer höheren Macht, die uns durch haltlose Zeiten trägt.
Und offen für alle Glaubensrichtungen ist.

Wird Glaube aus dem Zweifel geboren? Wächst Hoffnung aus dem Nichts?
Öffnet uns das Schicksal Türen, die Unbetroffenen verschlossen bleiben?
Sind es nicht oft die schmerzlichsten Momente des Lebens, die uns dem Himmel näher bringen?
Und an den letzten Glaubensfäden festhalten?
Wie die Autorin es so bildhaft benennt:
*Das aufgebrochene Herz und die Tränen sind es, die uns den Weg weisen*
Nicht umsonst wählte sie für das Titelbild den symbolischen Magnolienzweig.
Der aus dem scheinbar leblosen Holz eine sichtbare Blüte treibt.

Dennoch stellt sich hier auch die berechtigte Frage, wie viel Schicksal unser Glaube aushält.
Und wie viel Gottvertrauen wir brauchen, um den Tod eines geliebten Menschen anzunehmen.
Dass auch das Hadern mit Gott zur Glaubensfindung gehört, lehrt uns schon die Bibel.
Hat nicht auch Hiob das Schicksal angeklagt? Und trotz allem wieder Vertrauen geschöpft?
Wer Trauer trägt, spürt mit jedem ungetragenen Schritt, wie schwer sie wiegt.
Wer Schicksal erfährt, hört mit jedem gebrochen Herzschlag, wie unerbittlich es schlägt.
Und sucht verzweifelt nach einer Hand, die sich ihm entgegenstreckt.
Freya v. Stülpnagel hat diese Hand im ersten Schmerz gefunden.
Und sich einem Seelsorger anvertraut, der ihre Tränen aushielt.
Ob er von Gott geschickt wurde, bleibt ein offenes Geheimnis.

Dass die Autorin heute zurückgibt, was sie erfahren durfte, scheint eine höhere Fügung.
Als hätte das Schicksal ihr eine neue Lebensaufgabe anvertraut,
als wollte sich das durchlebte Leid in tröstende Kräfte verwandeln.
Dass sie in diesem Zusammenhang von *Verwundeten Heilern* spricht,
erinnert unwillkürlich an ihren eigenen Schmerz.
Und lässt sich gleichzeitig auf die gebrochenen Seelen trauernder Eltern ein.
Diesen Weg schließlich als Bereicherung zu erleben, scheint ein Geschenk von oben.
Mit der dankbaren Erkenntnis: *Den Gehenden schiebt sich der Weg unter die Füße*

Dass die Frage *Wo finde ich dich* keine allgemeingültige Antwort findet,
weiß die Autorin aus eigener Erfahrung.
Weil jeder Trauernde eine andere Vorstellung von der jenseitigen Welt hat.
Und Glauben nichts anderes als Suchen heißt.
Freya v. Stülpnagel fand den Trost manchmal sogar mitten in der Natur.
Dankbar für jede Begegnung mit einem Schmetterling, der ihre Nähe suchte.
Auf der Suche nach heilsamen Texten ist die Autorin auf ungeahnte Schätze gestoßen.
Und führt uns durch eine Gedankenwelt, die aus wissenden Quellen schöpft.
Dichter, Philosophen und spirituelle Kirchenvertreter geben diesem Buch auch etwas Poetisches.
Und lassen es zu einem lyrisch angehauchten Wegbegleiter werden.
Selbst die eingeflochtenen Fotos vermitteln ein Gefühl des inneren Friedens.
Und versprechen wahre Seelenlandschaften.
Danke, liebe Freya v. Stülpnagel, für dieses aufrichtende, tiefgründige, wegweisende Buch.
Das weit mehr ist als ein Dokument gelebter Trauer.

Ute Leser, Hamburg


Voll doof tot zu sein, wenn alle traurig sind
Voll doof tot zu sein, wenn alle traurig sind
von Whisper von Soul
  Taschenbuch
Preis: EUR 16,90

10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wenn der Zufall Himmelszeichen sät, 23. Mai 2014
Ein unendlich trauriges und unendlich tröstliches Buch zugleich.
Das mit jedem ausgeatmeten Gedanken Unendlichkeit einatmet.
Gleichwohl es von der Endlichkeit erzählt.
Und ein offenes Seelenbekenntnis trauernder Eltern ist.

Schauen wir allein auf das Titelbild:
Da liegt im Schweigen das Sprechen, im Leblosen die Lebendigkeit.
Da entschleiert sich beim näheren Hinsehen ein zerbrochenes Lebensgefüge,
das eine sichtbare Lücke hinterlässt. Und trotz der gefühlten Dunkelheit
ungeahnte Lichtblicke erfährt, ja sogar an wahrhaftigen Wunderzeichen festhält.
Können Tote Gedanken lesen? Sind sie, gleichwohl sie nicht mehr sind?
Hat Jörg Zink mit seinem Vorwort Recht in der Annahme, dass es mehr
Zeichen zwischen den Welten gibt, als die meisten von uns ahnen?
Ist Ahnung mehr als Wissen? Wächst Weisheit aus dem Nichts?
Öffnet uns das Unglück Türen, die dem Glück verschlossen bleiben?
Verbirgt sich hinter jedem Schmetterling ein unsterbliches Wesen?
Ist der engelhafte Amselruf ein verborgener Seelengruß?
Sind Federn ein lebendiges Zeichen von oben?
Werden Himmelsbotschaften aus dem Zufall geboren?
Können Sternenkinder Grenzen überwinden?
Um ihren untröstlichen Eltern näher zu sein?

Dass all diese Sinnbilder kein Zufall sein können, erklärt sich fast von selbst.
Dass dieses Buch nicht nur ein Dokument der Trauer, sondern vor allem
eines der Liebe ist, bleibt dem Leser nicht verborgen.
Dass Trauernde nicht nur Leidende, sondern auch Beschenkte sind,
scheint die verschlüsselte Botschaft jedes einzelnen Autors.
Dass sich die Sprache der Toten allein den Sprachlosen erschließt,
mag ein Geschenk des Himmels sein.
Dass der Tod unser größter spiritueller Lehrer ist, davon erzählt dieses
sehnsuchende, Trost versprechende Buch.
Fünf Sterne für jeden einzelnen Autor, der sein Sternenkind hier verewigt hat.

Ute Leser, Hamburg


Die Dinge, wie sie sind
Die Dinge, wie sie sind
von Heike Suzanne Hartmann-Heesch
  Broschiert
Preis: EUR 8,00

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wenn Sprache das Leben ausmacht, 26. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Die Dinge, wie sie sind (Broschiert)
Ein Buch vom Leid? Ein Buch vom verborgenen Glück?
Ein Buch, das unglaubliche Geschichten erzählt?
Eines zumindest, das an der wahrhaftigen Liebe festhält.
Im Angesicht eines Schicksals, das um seine Zerbrechlichkeit weiß.
Und jeden geatmeten Augenblick als geschenkte Ewigkeit annimmt.
Die Dinge so benennt, wie sie sind. Ohne sie wirklich zu verstehen.
Und im wahrsten Sinne des Wortes nach Luft ringen.
Meist drückt sich die Autorin sehr poetisch aus, manchmal auch etwas schroff.
Niemals aber klagend und immer dem Leben zugewandt.
Ohne den Tod aus den Augen zu verlieren, ohne vor dem Schicksal
flüchten zu wollen. Weil es gerade dieses Schicksal ist, das die Tiefe
ihres Lebens ausmacht.
Und aus Quellen schöpft, die gesunden Menschen verschlossen bleiben.

Dass ausgerechnet die Sprache hier im Mittelpunkt steht, widerspricht
eigentlich dem Gesetz der Dinge, wie sie sind.
Weil die Autorin an einer Krankheit leidet, die sie zeitweilig verstummen lässt.
Und Hände ringend auf ein Organ wartet, das bei ihr versagte.
Mit der immer wiederkehrenden Frage, ob das, worauf sie so sehnlich wartet,
in der Schöpfung vielleicht gar nicht vorgesehen ist.
Weil in ihrem Fall die Medizin den Schöpfer spielt, weil sie ohne dieses
medizinische Wunder nicht überleben würde.
Darf man also hoffen, wo eigentlich keine Hoffnung mehr ist?
Und darauf vertrauen, dass auch der wahre Schöpfer Ja dazu sagt?
Die Autorin hat sich mit all diesen Fragen auseinandergesetzt.
Und die Antworten in der Liebe gefunden.
In der Liebe zu ihrem wunderbaren Mann, der ihr immer zur Seite steht.
Und in der Liebe zu einer Natur, die sie mit ganz neuen Augen sieht.

Dass dieses Buch nicht nur fünf Sterne, sondern auch einen Preis verdient,
hat die Autorin wohl kaum geahnt. Weil sie nicht mehr und nicht weniger
damit ausdrücken wollte, als ihre Dankbarkeit, dass sie noch leben darf.
Und ihre geliebte Sprache wie ein Wunder zurück gewonnen hat.

Ute Leser, Hamburg


Seelenenergie: Von der Sprache deiner Seele - über ihr geheimes Wissen - bis hin zu deinem Seelenweg
Seelenenergie: Von der Sprache deiner Seele - über ihr geheimes Wissen - bis hin zu deinem Seelenweg
von Nathalie Schmidt
  Broschiert
Preis: EUR 14,95

11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wer der Stimme seiner Seele folgt, wird nur selten enttäuscht, 22. Januar 2014
Zugegeben: die Rezension für dieses Buch gestaltet sich nicht ganz einfach.
Weil es in Dimensionen eintaucht, die mit Worten kaum zu beschreiben sind.
Und so viel Tiefe haben, dass sich mir die Frage stellt, woher die Autorin ihr Wissen nimmt.
Ein Wissen, das eher spiritueller als intellektueller Natur ist.
Und aus einer Quelle schöpft, die vielen Menschen verschlossen bleibt.

Kopflastige Leser sollten dieses Buch gar nicht erst in die Hand nehmen.
Weil hier allein das Wissen der Seele angesprochen wird.
Und jeder Versuch, ihr Verstand verleihen zu wollen, an sich selbst scheitert.
Dass die innere Stimme bei vielen Menschen verschüttet ist, mag daran liegen,
dass Gefühle in dieser Gesellschaft nicht mehr angesagt sind.
Und die Sprache der Seele kaum noch Gehör findet.
Um zu uns selbst zu finden, brauchen wir vor allem eines:
Den Mut, in uns hineinzuhören. Und sich von äußeren Fesseln zu befreien.

Wer der Stimme seiner Seele folgt, wird nur selten enttäuscht.
Wer sich allein vom Verstand lenken lässt, geht oft Irrwege.
Diese Erfahrung hat schon jeder von uns gemacht.
Und wird in diesem Buch noch einmal daran erinnert.
Wenn unsere Seele wahrlich ihren Weg kennt, warum verleugnen wir ihn dann?
Wenn unser Verstand sich so oft täuscht, warum sind wir ihm dennoch hörig?
Die Gratwanderung zwischen beiden wäre vielleicht ein gesunder Mittelweg.
Gleichwohl Nathalie Schmidt immer wieder an das Wissen unserer Seele appelliert.

Dass auch das Leid zu unserem Seelenweg gehört, ist Teil dieses Wissens.
Statt mit dem Schicksal zu hadern, sollen wir an ihm wachsen.
Statt daran zu zerbrechen, sollen wir aus ihm lernen.
Was leichter gesagt ist, als getan.
Was unendlich viel Zeit braucht, um es zu erkennen.

Die wichtigste Erfahrung unserer Seele aber ist die Kraft der Liebe.
Eine Energie, die unzerstörbar ist und selbst den Tod überlebt.
Eine Energie, die größer ist, als das Leid und das Licht auch im Dunkel erkennt.
Eine Energie, die selbst der Hass nicht zu verschlucken vermag und jede Finsternis vertreibt.
Eine Energie, die jeder von uns mit auf diese Welt bringt und eine göttliche Botschaft birgt.
Denn unser wahrer Auftrag auf dieser Erde ist der, an Liebe reicher zu werden und sie zu vermehren.

Ist das Wissen unserer Seele also der Schlüssel zum Licht?
Eine Eintrittskarte ins Paradies?
Ein Tor zu einer Welt, die nichts als Liebe verspricht?
Um dieses Bewusstsein zu erreichen, braucht unsere Seele vor allem den Glauben an sich selbst.
Weil dieser Glaube unser größter Lehrmeister ist, weil keine Schule der Welt ihn lehrt.
Dass Nathalie Schmidt uns einen Einblick in ihre gereifte Seelenwelt gibt, ist ein Geschenk an Menschen,
die auf Sinnsuche sind. Und den mühsamen Weg der Selbstfindung nicht scheuen.


Goldene Weisheiten fürs Leben: Gedichte, Gedanken & Geschichten
Goldene Weisheiten fürs Leben: Gedichte, Gedanken & Geschichten
von Hans Kruppa
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 12,95

7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein wahres Seelengeschenk, 8. November 2013
Die ersten fünf Sterne sind dem Layout dieses Buches gewidmet.
Da verspricht nicht nur der Titel goldene Weisheiten, da schauen
uns gold getauchte Seelenvögel zwischen gold gefärbten Baumstämmen an.
Da zieht sich ein warmer Glanz wie eine goldene Schnur durch sämtliche
Seiten und findet seine Vollendung in einem gleichfarbigen Lesebändchen.
Um die erlesenen Kostbarkeiten nicht aus dem Auge zu verlieren,
um den goldenen Faden weiterzuspinnen.

Hans Kruppa schöpft aus einer Seelentiefe, die nur wenigen Menschen
gegeben ist. Und kleidet seine Gedanken in Worte, die unser Herz
mit jeder einzelnen Zeile berühren.
Seine lyrische Sprache führt uns in eine Welt, die schon längst
verloren scheint. Und doch sehr genau um ihre Sehnsucht weiß.
Eine Sehnsucht, die nach sich selbst sucht, um wahre Kraftquellen
zu finden. Um dieser lauten Welt für einen schweigenden Moment
bewusst zu entfliehen.
Um das Geheimnis der Stille tief einzuatmen, um die Kraft der Liebe
ganz neu zu entdecken.

Dass der Autor diese Sehnsucht nicht nur lebt, sondern in wunderbare
Worte fassen kann, ist ein Geschenk an eine Welt, die keine Zeit mehr hat,
sich auf das Wesentliche zu besinnen. Und sich mehr und mehr im Meer
der Nichtigkeiten verliert.

Danke, lieber Hans Kruppa, für diesen kostbaren Denkanstoß.


Warum? - Der Tod als Entwicklungsweg
Warum? - Der Tod als Entwicklungsweg
von Nathalie Schmidt
  Broschiert
Preis: EUR 14,95

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wer den Tod fürchtet, hat das Leben nicht verstanden, 21. Oktober 2013
In einer Zeit, die den Tod mehr denn je verdrängt, findet das Leben nicht mehr zu sich selbst.
In einer Zeit, die an medizinischen Fortschritten festhält, wird der Tod als Niederlage empfunden.
In einer Zeit, die keine Zeit mehr hat, sich auf das Wesentliche zu besinnen, verlieren wir uns in Nichtigkeiten.

Dass Nathalie Schmidt den Mut hat, mit diesem Buch ein Zeichen gegen
das verlorene Gefühl der Demut zu setzen, spricht mir aus der Seele.
Der Tod als Entwicklungsweg - ein vielversprechender Titel.
Der dem Inhalt mit jeder Zeile gerecht wird, der wahrhaftige Wege
aufzeichnet, unser Leben im Angesicht des Todes ganz neu zu betrachten.
Mit der unmissverständlichen Botschaft:
Wer den Tod fürchtet, hat das Leben nicht verstanden.
Dass die Autorin ein Wissen um die Dinge zwischen den Welten hat,
macht dieses Buch zu einem spirituellen Begleiter. Und lässt den Leser
in ungeahnte Dimensionen eintauchen.
Da werden wir Schritt für Schritt an die Existenz des Todes erinnert,
ohne unsere Lebensfreude nehmen zu wollen.
Da öffnet unser größter Lebensfeind Hoffnungstüren, die Todfeindlichen
verschlossen bleiben.
Da entpuppt sich der Tod nicht als Gegner, sondern als unser größter
spiritueller Lehrer.

Und da zu jedem Tod auch die Trauer gehört, widmet die Autorin
ihr mehrere Kapitel. Im Wissen darum, was es bedeutet,
von einem geliebten Menschen Abschied nehmen zu müssen.
Ihre besondere Aufmerksamkeit gilt der Trauer um Kinder.
An deren Tod oft ganze Familien zerbrechen.
Dass die Autorin unsterbliche Seelen in einer anderen Welt aufgehoben weiß,
nimmt den Eltern und Geschwistern gewiss nicht den Schmerz.
Lässt sie aber im festen Glauben, das vorausgegangene Kind wiederzusehen.
Im Wissen darum, dass keine Energie verlorengeht.
Und die Macht der Liebe selbst den Tod überlebt.

Danke, liebe Nathalie Schmidt, für dieses tiefgründige,
wegweisende, unendlich tröstliche Buch.
Das uns nicht nur ein tieferes Leben, sondern ein höheres Wissen
um jenseitige Welten verspricht.


Traumgedanken - Glaubensvisionen
Traumgedanken - Glaubensvisionen
von Elmar Gruber
  Broschiert
Preis: EUR 16,90

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Glaubensbekenntnis, das Freiheit atmet, 9. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: Traumgedanken - Glaubensvisionen (Broschiert)
Eine reformierte Bibel? Ein neuer Glaubensansatz?
Eine Kirche, die sich aus ihren eigenen Mauern befreit?
Ein Gottesbild, das nichts als Liebe verspricht?
Und Höllengerüchte weit von sich weist?

Elmar Gruber löst sich aus den gefühlten Fesseln der Religion.
Und taucht in Traumgedanken ein, die ihm ganz neue Wege öffnen.
Um wahre Glaubensvisionen zu finden, um dem wahrhaftigen Gott
näher zu sein.
Wird Glaube doch schließlich aus einer Quelle geboren, die aus
sich selbst schöpft. Und nichts anderes als Sehnsucht bedeutet.

Dass Elmar Gruber sich auf das Gefühl seiner Fantasie verlässt,
öffnet ihm ganz neue Räume. Die ihn mitten in die Natur führen,
um sogenannte "Hoffnungsgewissheiten" zu finden.
Was für eine schöne Metapher, die in keinem Duden steht, weil sie
sich scheinbar selbst widerspricht. Und erst auf den zweiten Blick ein
vertrautes Bündnis eingeht.

Dass der Autor von dieser Hoffnungsgewissheit getragen ist, spürt
der Leser mit jedem einzelnen Gedanken.
Wohnt sie doch in jeder Blume, jedem Schmetterling, jedem Frühlingsanfang.
Wer der Natur nahe ist, ist auch Gott nahe.
Wer Gott sucht, findet seine Spuren überall.

Selbst der Auferstehungsgedanke erscheint uns in einem ganz neuen Licht.
Und braucht keine Kirche, um ihn uns näher zu bringen.
Sogar Trauernde fühlen sich in diesen Erkenntnissen aufgehoben.
Weil Elmar Gruber diesen Gedanken im wahrsten Sinne des Wortes zum ewigen Leben erweckt.
Wie tröstlich es sich da liest: "ich glaube, dass das Leben ewig ist, dass es unzerstörbar ist".
Woher er diese Hoffnungsgewissheit nimmt?
Mitten aus der Natur, die ihm glaubhafte Schlüsselerlebnisse schenkt.

Wie traurig, dass der Autor die Veröffentlichung seines Buches nicht mehr erleben konnte.
Hätte ihn gerne noch wissen lassen, dass seine freiheitsliebenden, naturverbundenen
Traumgedanken mich dem Glauben ein ganzes Stück näher gebracht haben.

Ute Leser, Hamburg


Warum nur?: Trost und Hilfe für Suizid-Hinterbliebene
Warum nur?: Trost und Hilfe für Suizid-Hinterbliebene
von Freya v. Stülpnagel
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 14,99

13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wenn das eigene Schicksal zur Lebensaufgabe wird, 24. Februar 2013
Was für ein Buch!
Das sich der schwersten Frage des Lebens annimmt, ohne leichtfertige
Antworten bereitzuhalten. Und sie ganz bewusst offen lässt.
Eines, das nicht nur inhaltlich gewichtig in den Händen liegt,
sondern auch aus gestalterischer Sicht ein Zeugnis der Liebe ist.
Und schließlich eines, das trotz allem zarte Hoffnungsknospen treibt,
die sich sehnsüchtig durch die Seiten flechten.

Das Thema Trauer wiegt schon schwer genug.
Was aber, wenn wir noch Schuldgefühle tragen müssen?
Und ein geliebter Mensch den Tod als einzigen Ausweg wählt?
Mit der hilflosen Frage, ob unsere Liebe nicht genügte, um ihn aufzuhalten.
Warum wir ihm gerade in seiner dunkelsten Stunde nicht Licht sein konnten.
Und die Vorzeichen seiner Todessehnsucht offenbar verkannten.

Freya von Stülpnagel hat diesen unsagbaren Schmerz selbst durchlitten
und sich all diesen quälenden Fragen gestellt.
Die sogar in ihren finstersten Träumen unvorstellbar schienen.
Auch sie suchte in ihrer Verzweiflung nach Trostbrücken.
Die immer wieder zu zerbrechen drohten.
Dass sie von Anfang an mit ihrem Schicksal so offen umging, hat ihr
geholfen, es irgendwann anzunehmen.
Um dem Sinnlosen einen Sinn zu geben.
Um dem Suizid die Bürde zu nehmen.
Als Trauerbegleiterin ermutigt sie heute betroffene Eltern, ihr Schicksal
zu benennen und kein Geheimnis daraus zu machen.

Dem Thema Schuldgefühle widmet sie ein ganzes Kapitel.
Und weiß aus eigener Erfahrung, was es bedeutet, mit ihnen zu leben.
Sich selbst zu vergeben, zum eigenen Unvermögen zu stehen, scheint der
erste Schritt in die heilsame Trauer zu sein.
Wohnt in jeder Schuld doch auch Vergebung, in jeder Selbstanklage
ein Freispruch. Der von unseren Toten wohlwollend unterschrieben wird.

Die Autorin gibt ihre schmerzlichen Erkenntnisse behutsam und einfühlsam
an trauernde Menschen weiter. Weiß sie doch sehr genau um ihre
Untröstlichkeit, um dieses unbegreifliche Gefühl des Nie-wieder.
Und hat ihr Schicksal zu einer sinnvollen Lebensaufgabe gemacht.
Dass sie in ihrem bewegenden Buch durch die wunderbaren Fotos von
Wolfgang Unterricker auch Inseln der Ruhe schafft, macht dieses
Trauerwerk gleichzeitig zu einem reflektierten Kunstwerk.
In dem man wieder und wieder blättert, um Trost zu finden.
Fünf überzeugende Sterne für die Autorin.
Und fünf weitere für den Fotografen.


Noch einmal sprechen von der Wärme des Lebens: Texte aus der Erfahrung von Trauernden
Noch einmal sprechen von der Wärme des Lebens: Texte aus der Erfahrung von Trauernden
von Mechtild Voss-Eiser
  Gebundene Ausgabe

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein wahres Trostwerk, 1. Januar 2013
Was für eine Bereicherung für die Trauerwelt, dass dieses lange vergriffene
Trostwerk von Mechthild Voss-Eiser wieder neu aufgelegt wurde.
Diesmal in gebundener Ausgabe mit verändertem Titelbild, das in seiner
Zerbrechlichkeit dem Thema noch gerechter wird.
Weil es pure Sehnsucht atmet.

Die feinfühlig zusammengetragenen Texte trauernder Eltern, Geschwister
und bekannter Dichter erzählen von Verzweiflung und Hoffnung zugleich.
Da liegt im Untröstlichen das Tröstliche, im Sprachlosen die Ausdruckskraft.
Da werden Tränen zu Metaphern, verspricht die Liebe Unendlichkeit.
Da teilt sich die Trauer der Trauer mit und fühlt sich mit jedem Wort verstanden.
Weil sie allein zu den Wissenden gehört.
Da vertraut sich das Schicksal dem Schicksal an und trägt es Hand in Hand.
Da wird der Trost suchende zum Tröstenden, ohne sich dessen bewusst zu sein.
Da wird ein Trauerwerk zum wahrhaftigen Lebenswerk.

Dass Lyrik und Prosa in ihrer Ausdrucksform Trauernde besonders ansprechen,
ist nicht verwunderlich. Finden sie doch nur in kleinen Schritten den Weg
zurück ins Leben, können sie nur Stück für Stück ihrem eigenen Schmerz begegnen.
Mit allem anderen wären sie in der ersten Zeit hoffnungslos überfordert.
Lebt wahrer Trost doch von der Stille.
Und einer Sprache, die sich auf sich selbst besinnt.

Ute Leser, Hamburg
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 29, 2014 1:08 AM MEST


Warum nur, Gott?: Glaube und Zweifel nach dem Tod eines Kindes
Warum nur, Gott?: Glaube und Zweifel nach dem Tod eines Kindes
von Bärbel Friederich
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 14,99

8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wenn nichts als Trauerliebe bleibt, 22. Oktober 2012
Da ist zunächst dieses magische Titelblatt.
Das keine Worte braucht, um zu verstehen, das sich allein aus der Stille erklärt.
Bildhafter kann man die Trauer um ein Kind nicht ausdrücken.
Berührender geht es nicht.
Und über allem schwebt eine Frage, die sich verzweifelt nach oben richtet.
Im Wissen darum, dass es in diesem Leben keine Antwort gibt.

Genauso verwaist, wie sich diese Schaukel im Baumschatten wiegt,
tasten sich auch trauernde Eltern durch das gebrochene Licht.
Verlassen nicht nur von ihrem geliebten Kind, sondern darüber hinaus
von einem lieb gesagten Gott. Der es scheinbar stillschweigend zugelassen hat.
Wenn ein Kind stirbt, stirbt auch ein Teil unserer Zukunft.
Wird nicht nur ein Lebensentwurf zerstört, gerät ein ganzes Glaubensgerüst
ins Wanken. Und lässt selbst Himmelsgläubige mit Gott hadern.

Dass Trauernde nicht nur Zweifelnde, sondern auch Suchende sind,
davon erzählt dieses Buch. Eines, das nicht allein Betroffene zu Wort
kommen lässt, sondern auch Kirchenvertreter, Seelsorger und Trauerbegleiter.
Die in der Begegnung mit dem Kindertod immer wieder an die Grenzen
des Begreifbaren stoßen.

Die Frage nach dem Warum steht hier im Mittelpunkt.
Und zieht sich wie ein roter Faden durch die Seiten.
Wo ein Lebensgefüge erschüttert ist, gerät auch der Glaube aus allen Fugen.
Wird uns das Fundament des Urvertrauens genommen.
Wie kann ein allmächtiger Gott so ohnmächtig danebenstehen, wenn
Kinder sterben? Und warum versagen selbst seine himmlischen Helfer,
wenn wir unsere Gebete verzweifelt nach oben schicken?
Dieser hilflosen Frage widmen sich hier ein paar analytisch denkende Autoren.
Mit der ehrlichen Antwort, dass die Religion mit dem Tod eines Kindes
am Ende ihres Lateins sei.
Auf alles scheint die Kirche vorbereitet, nur auf diesen Ausnahmefall nicht.
Lässt Schicksal sich überhaupt erklären?
Oder ist es vielmehr das Unerklärliche, auf das sich unsere Seele besinnt,
wenn sie vom Trauerschmerz zerrissen die allerletzten Fäden des Begreifbaren verliert?
Kafka hat es ganz einfach formuliert:
*Wer die Antwort nicht kennt, hat die Prüfung bestanden*

Das einzige, was den trauernden Eltern bleibt, ist die ewige Liebe.
Die ganz gewiss auch etwas Göttliches birgt.
Im unerschütterlichen Glauben, dass ihr Kind geborgen ist.
Wenn nicht in dieser Welt, so doch in einer anderen.

Den Raum der Klage - den geschützten Raum der Trauer -
finden die Trostsuchenden in den Räumen der VERWAISTEN ELTERN.
Die sich ihrer einfühlsam und zuhörend annehmen.
Um langsam wieder ins Leben zu finden, um Schritt für Schritt
in die Antwort hinein zu leben.

Ein Buch, das vor allem Trauernde für Trauernde geschrieben haben.
Und eines, das suchende Seelen trösten will.
Wo Tränen sind, ist auch Trost.
Wo Verzweiflung ist, ist auch Hoffnung.
Das ist die leise Botschaft dieses Buches.
Jedem der Autoren sei an dieser Stelle für seine offenen Worte gedankt.
Fünf Sterne allein für den Mut, sie auf den Weg zu bringen.
Und fünf zusätzliche für jeden einzelnen Gedanken, der sich tastend an die Öffentlichkeit wagt.

Ute Leser, Hamburg
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 25, 2012 5:24 PM MEST


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