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Rezensionen verfasst von
Dominik Schuster "dominik_schuster"
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Der Club Dumas
Der Club Dumas
von Arturo Perez-Reverte
  Taschenbuch

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Teuflisch gut - fast, 6. August 2004
Rezension bezieht sich auf: Der Club Dumas (Taschenbuch)
Seit langem hatte mich kein Roman mehr so in seinen Bann gezogen wie der Club Dumas. Ungemein spannend, geistreich und stilistisch sicher nimmt der Leser an einer atemlosen Jagd nach verlorenen Dokumente teil, trifft auf schrullige Büchernarren, deren Lebensmittelpunkt die verstaubten Wälzer ihrer wertvollen Biliotheken sind. Manche sind sogar bereit für ihre Bücher zu töten...
Arturo Perez-Reverte ist wirklich ein Meisterschreiber! Selten habe ich ein solch faktenreiches, verständiges Buch gelesen, das gleichwohl dem Leser einiges abverlangt in den ganzen Verwicklungen und Nebenhandlungen. Enttäuscht war ich nur von der Auflösung der Geschichte, die sich als unerwartet seicht und bedeutungsarm erwies. Schade. Ich hätte gerne den fünften Stern vergeben.


Das Nibelungenlied: Zweisprach.
Das Nibelungenlied: Zweisprach.
von Helmut de Boor
  Gebundene Ausgabe

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Deutsches Kulturgut - schade, dass es verlorengeht, 14. Juli 2004
Ich habe die Geschichte von Siegfried, Hagen von Tronje, Gunther, Dietrich, Etzel, Kriemhild und Brunhild mit Gewinn gelesen. Grundzüge waren mir bekannt, aber was die ganze Geschichte im innersten zusammenhält, kann nur bei der Lektüre des gesamten Werkes erfasst werden. Selbst in der Übertragung von de Boor hat das Nibelungenlied nichts von seiner Größe, seiner Erhabenheit verloren, auch wenn das eine ums andere Mal der Glanz des Originals überdeckt wird durch die Bemühungen des Übertragers, die Übersetzung in eine Versform mit festem Reimschema zu bringen.
Dennoch - die Geschichte ist ungemein anregend, lädt dazu ein, sich mit vergangen Zeiten neu zu beschäftigen. Blutrünstig ist sie ohne Zweifel, aber auch die Harmonie, Freundschaft und Liebe kommen nicht zu kurz. Wer nicht das ganze Werk lesen möchte, sollte zumindest die erste Hälfte lesen: Hier wird vor allem Wert auf die Personencharakterisierung gelegt, während im zweiten Teil eher die (Un-)taten im Vordergrund stehen.


Dr. Nerudas Therapie gegen das Böse: Roman
Dr. Nerudas Therapie gegen das Böse: Roman
von Rafael Yglesias
  Taschenbuch

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannende, intelligente und lohnende Unterhaltung, 31. Mai 2004
Die von Dr. Neruda, dem erzählenden Ich des Romans, "in der Sprache der Laien", das heißt in Romanform, vorgetragene Fallgeschichte von Gene Kenny vereinigt Fachwissen, Erzähltalent und Spannung in einem. Ausflüge in die Fachwelt der Psychologie bleiben eingebettet in der erzählerischen Handlung und werden anschaulich verdeutlicht durch Bezüge zu den handelden Personen.
Überaus gelungen ist der Aufbau des Romans in drei Teile, durch den deutlich wird, inwiefern auch die Psyche eines behandelnden Psychologen eine entscheidende Rolle bei der Durchführung von Therapien übernimmt. Dementsprechend wird die spannende Kindheit und Jugend von Dr Neruda genauestend geschildert, eine Jugend, deren tragische Umstände ihn selbst auf die Couch von Psychologen treibt und in ihm schließlich das Verlangen weckt, als Psychologe auch anderen zu helfen.
Mit 900 kleingedruckten Seiten ist der Roman sicherlich keine Lektüre, derer man sich nur "zwischendurch" widmet. Allerdings gönnt sich das monumentale Werk über die Geschichte der Psychologie des 20. Jahrhunderts (durchaus auch mit kritischen Tönen) wenige Kürzen, was vor allem dem durch seine Anschaulichkeit und Deutlichkeit ansprechenden Erzählstil, der hervorragenden Charakterisierung seiner Figuren sowie der umfassenden Faktenkenntnis des Autors als Verdienst zuzurechnen ist. Eine Lektüre, die sich lohnt.


Vergeltung: Roman (suhrkamp taschenbuch)
Vergeltung: Roman (suhrkamp taschenbuch)
von Gert Ledig
  Taschenbuch

9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erschütternd, 23. Mai 2004
"Vergeltung" ist einer der realistischten Romane, die ich bisher gelesen habe, und gleichzeitig der Roman, der mich am meisten erschüttert hat. Der Autor verleibt seinem Schreibstil die ganze Sinnlosigkeit des Krieges ein, beschreibt ohne zu werten, lässt den Leser mitzittern ohne es ihm zu leicht zu machen. Aus den Blickwinkeln verschiedener Personen erlebt der Leser die Aussichtlosigkeit der Menschen, die eingesperrt sind in überfüllte Bunker, rotierende Flieger und mit Ehrenkreuzen behängte Uniformen und im ständigen Angesicht des Todes ihrer Kameraden, Freunde und Verwandten um ihr Leben kämpfen müssen. Ein Roman der schockiert, ein Roman über Menschen, deren Leiden man nicht mehr vergisst - und ein Roman, der zum Nachdenken auffordert ohne selbst Denkanstöße geben zu wollen.


Timeline: Eine Reise in die Mitte der Zeit
Timeline: Eine Reise in die Mitte der Zeit
von Michael Crichton
  Taschenbuch

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Mehr erwartet, 17. Januar 2004
Insgesamt muss ich sagen, dass ich mir von diesem Buch mehr erhofft hatte. Die Idee an sich fand ich sehr interessant: Eine Gruppe von Wissenschaftlern reist zurück in die Zeit, mit der sie sich vorher nur theoretisch auseinander setzen konnten.
Das Mittelalter ist eine faszinierende Zeit - und der Autor hat sich zweifelsohne (das beweißt schon die Verweisliste am Ende des Buches) mit der Zeit auseinandergesetzt. Trotzdem hätte ich mir mehr erwartet, nicht nur einen Abenteuerroman, der von einem Schwertkampf zum anderen hastet mit wenig Sinn für detailgenaue Schilderungen der Umgebung und der Zeit. Auch die Figuren werden nur sehr oberflächlich dargestellt, so dass man nicht mal richtig mitfiebern kann, weil man sie ja nicht mal kennt. Dialoge und geistreiche Sequenzen im Stil von Umberto Ecos "Der Name der Rose" vermisst man gänzlich: Die Figuren präsentieren sich sehr wortkarg. Dazu kommen noch einige logische Unstimmigkeiten und viel zu viele Zufälle und Absehbarkeiten.
Trotzdem: Eine nette Lektüre für zwischendurch, von der sicherlich nicht viel hängenbleibt außer das Bild des bluttriefenden Mittelalters.


Im Namen Gottes? Der mysteriöse Tod des 33- Tage- Papstes Johannes Paul I. Tatsachen und Hintergründe
Im Namen Gottes? Der mysteriöse Tod des 33- Tage- Papstes Johannes Paul I. Tatsachen und Hintergründe
von David A. Yallop
  Taschenbuch

13 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Im Namen der Wahrheit?, 25. April 2002
Was ist von dem Buch zu halten? Es gibt sehr viele Spekulationen, oder sagen wir besser, das ganze Buch ist eine einzige Spekulation. Warum sollte ein Papst nach nur 33 Tagen umgebracht werden, der keine tiefreifenden Änderungen in der Personalbesetzung oder an der Kirche allgemein vorhatte sondern als ruhig und eher konservativ galt?
Was am Rest gut recheriert ist, ist fraglich. Der Autor stützt sich nur auf Spekulationen: So hat der Papst nach Verwandtenaussagen niemald Medikamente zu sich genommen nur ein paar Mal Vitamin C Tabletten. Wie sollte er also durch Medikamente vergifftet worden sein, die er gar nicht zu sich nahm?
Auch die restlichen "Gründe" für einen Mord kann man leicht entkräften. Ich empfehle hierzu das Buch "Vatikan - Die Macht der Päpste" von Guido Knopp, das auf das Buch ziemlich genau eingeht und auch ansonsten sehr empfehlenswert ist.


Urteil in Stein. Roman
Urteil in Stein. Roman
von Ruth Rendell
  Taschenbuch

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der ganz andere Krimi..., 31. März 2002
Rezension bezieht sich auf: Urteil in Stein. Roman (Taschenbuch)
Krimis sind immer gleich gestrickt: Es passiert meistens ein brutaler Mord und dann geht der Detektiv daran, den Mord aufzuklären. Doch dieses Buch haut einen sozusagen von der ersten Seite an vom Hocker. Der erste Satz lautet knallhart: Eunice Parchmann brachte die Familie Coverdale um, weil sie nicht lesen und schreiben konnte. Punkt. Aus. Weiß man jetzt schon alles? Muss man das Buch noch lesen? Ist die Spannung nicht schon weg? Nein, sie ist es nicht. Bei der Lektüre wartet man die ganze Zeit darauf, dass der Mord endlich geschieht - das ist die Spannung. Außerdem möchte man natürlich wissen wie der Mord geschieht und was ein Mord mit Analphabetentum zu tun hat. Ein wirklich sehr geschickt gestrickter und einmaliger Roman, der sich hervorragend als Schullektüre eignet.


Der Engelspapst
Der Engelspapst
von Jörg Kastner
  Taschenbuch

3 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Kirche geht unter..., 31. März 2002
Rezension bezieht sich auf: Der Engelspapst (Taschenbuch)
Romane, die im Vatikan spielen und eine Lehre der katholischen Kirche zerstören oder zumindest beschädigen, sind in letzter Zeit anscheinend "in Mode" gekommen. Auch im Engelspapst geht es um eine Lehre der Kirche, die durch ein Schmuckstück in Luft aufgelöst werden kann und mit ihr die gesamte Kirche. Reichlich Stoff für einen Roman. Allerdings hätte ich in der Rolle des Schriftstellers lieber einen Philipp Vandenberg als einen Jörg Kasper gesehen, der sich besser darin versteht, einen regelrechten Vatikan-Thriller zu schreiben. Dieses Buch ist zwar sehr empfehlenswert und mit recht viel Action beschrieben, birgt aber zu wenig Überraschungen. Die Handlung läuft in geregelten Bahnen, die Akteure sind niemals ratlos, wie es weitergehen soll.


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