Profil für Fantasma > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von Fantasma
Top-Rezensenten Rang: 9.915
Hilfreiche Bewertungen: 878

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
Fantasma (Herten)

Anzeigen:  
Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11-15
pixel
Tanz der Totenköpfe
Tanz der Totenköpfe
DVD ~ Pamela Franklin
Wird angeboten von docu-films
Preis: EUR 11,99

7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Hill House, der Himalaya der... oh, falscher Film, 17. Juni 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Tanz der Totenköpfe (DVD)
Zunächst einmal, diese Rezension bezieht sich ausschließlich auf die reguläre DVD, nicht die Blue-Ray. Mir ist nicht bekannt, ob die Blue-Ray mehr Extras bietet, als die reguläre Version. Nur als kurzes Vorwort, weil mir auffiel, dass amazon die Rezensionen zu beiden Verkaufsversionen zusammenlegt.

Also, "Tanz der Totenköpfe" basiert auf dem Roman "Hell House" von Richard Matheson. Matheson selbst hat wohl selbst an der Verfilmung irgendwie mitgewirkt, aber was das war kann ich nicht sagen. Ebenfalls weiß ich nicht, inwiefern der Film von der Originalversion abweicht. Lediglich Ann habe einen anderen Vornamen in der Buch-Version, aber da hört mein Wissen auch auf.

Der reiche Industrielle Rudolph Deutsch will herausfinden, ob man den Tod überleben kann. Dazu hat er das angebliche Spukhaus "Belasco Haus", auch Höllenhaus genannt, erstanden. Dieses wurde schon in der Vergangenheit von einer achtköpfigen Gruppe untersucht, allerdings starben alle Teilnehmer, bis auf einer.
Deutsch angagiert den Physiker Dr. Barrett, diese Spukphänomene zu untersuchen, dabei unterstützen ihn Florence Tanner, ein Medium und streng gläubig, seine Gattin Ann und Ben Fischer, Überlebender der Erstuntersuchung. Bereits am Anfang wird klar, dass das Haus der gruppe nicht wohlgesonnen ist und ein Geist, der von Florence besitz ergreift warnt die Gruppe zu verschwinden, sonst müsse er alle umbringen. Eine Warnung, welche die Gruppe ignoriert und schon sehr schnell üble Folgen nach sich zieht.

Was den Film an sich angeht, dass das Bild verbessert wurde muss ich glauben. Dem beigefügten Trailer sieht man an, dass das Bild ziemlich verwaschen ist. Der eigentliche Film selbst ist in hervorragender Bildqualität, auch wenn die Farben etwas matt sind. aber ich denke, das liegt am Alter.
Auch sind die Spezialeffekte aus heutiger Sicht natürlich veraltet. Wo "Bis das Blut gefriert" nur eine "atmende" Tür hatte, ein Effekt der auch heute noch gut aussieht, ist Florence' zweite Seance fast schon unfreiwillig komisch.

Ebenfalls komme ich nicht daran vorbei, paralellen zu Hill House zu sehen. In beiden Geschichten erkundet ein vierköpfiges Team ein vermeindliches Spukhaus. Wo uns Hill House im unklaren lässt, WAS eigentlich los ist und es auch schafft uns zu gruseln, versucht das Höllenhaus nicht subtil zu sein. Es greift seine Besucher offen an und "zieht nicht an den losen Fransen des Charakterzuges", was frühestens bei Florence' Besessenheit, spätestens beim Poltergeistangriff klar wird. Belasco Haus ist eine verlassene, von Spinnweben durchzogene Bruchbude, Hill House ein in Schuss gehaltener Palast. Auch wird der Film zum ende hin vollständig aufgelöst, wodurch auch klar wird, dass beide Filme nur in ihrem Grundgerüst vergleichbar sind. Subjektiv gefällt mir Hill House/"Bis das Blut gefriert" einfach besser, weil nie geklärt wird, was passiert, wohingegen das Höllenhaus keine Sekunde zögert zu zeigen, wie gefährlich es ist.

Mir als jemand, der Geschichten zu Geisterhäusern sehr gerne mag, hat der film natürlich gefallen und mir ist wie bei "Bis das Blut gefriert" nicht schwer gefallen zu sehen, warum der Film ein Klassiker ist.
Nur muss ich mir die Frage stellen, was sich die damalige deutsche Bearbeitung beim titel gedacht hat? Im Original hört der Film auf den Namen "The Legend of Hell House" und wie der deutsche titel subtil andeutet wird im Film weder getanzt, noch sehen wir Totenköpfe. Mumien schon, aber keine blanken Knochen. Nicht dass das etwas über die Qualität des Filmes aussagt, aber ich wollte das erwähnen.
Trotzdem, auch wenn uns der Film sagt, Belasco sei der Himalaya unter den Spukhäusern, es kann Hill House einfach nicht das Wasser reichen. Wem Subtilität nicht gefällt und/oder lieber Farbfilme guckt ist mit "Tanz der Totenköpfe" eher beraten. Der Film macht auch heute noch eine gute Figur, von der zweiten Seance abgesehen, und ist keiner dieser neuartigen Filme, die Grusel nur durch einen hohen Gore-Anteil bewirken will.
Und wie ein Vorredner schon sagte, dieser Film steht klar hinter "Bis das Blut gefriert", muss sich aber keineswegs verstecken.

Ebenfalls bietet die DVD nur den Trailer als Extra. Es gibt keine Audiokommentare oder sonstige Extras. Allerdings kann man den Film im Original-Ton ansehen und kann deutsche, wie englische Untertitel einschalten. Mehr Boni sucht man vergebens.


Alan Wake
Alan Wake
Wird angeboten von GMFT
Preis: EUR 12,73

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ich wär lieber in Dark Springs, 4. Juni 2012
= Spaßfaktor:3.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Alan Wake (Videospiel)
Alan Wake beginnt eigentlich sehr vielversprechend. Der namensgebende Autor verbringt mit seiner Frau Alice Urlaub in Bright Falls, eine idyllische Kleinstadt, umgeben von einem Meer aus Bäumen und Bergen. Dort will Alice ihren Mann dazu bewegen, wieder mit dem Schreiben fortzufahren. Leider geht Alans Temperament mit ihm durch, es kommt zum Streit, er lässt seine Frau in der Ferienwohnung stehen. Dann fällt das Licht aus und Alice ruft, dank ihrer Phobie gegen die Dunkelheit, um Hilfe. Alan läuft zum Haus zurück, aber seine Frau ist fort.
Noch ehe es sich alan versieht wacht er in seinem verunglückten Wagen auf, ihm fehlt eine Woche und er weiß nicht, wo seine Frau ist.

Hier beginnen leider auch große Probleme. Die Handlung ist vorhersehbar, vielleicht habe ich zu viele Gruselfilme gesehen. Der Bösewicht der Handlung, den man recht früh kennenlernt, könnte nur noch dann offensichtlicher sein, wenn dieser ein Schild mit der Aufschrift "Ich bin böse" mit sich schleppt. Auch das verschwinden Alice' lässt sich einfach erraten, auch wenn das Spiel versucht einen roten Hering ins Spiel zu bringen. Dank Flashbacks klappt das nicht so ganz.
Was dem Spiel auch sehr wehtut sind die Manuskripte, die Alan unterwegs findet. Wie wir sehr früh herausfinden, alles was im Manuskript steht wird war. Wo einige Seiten uns mit Hintergrundinfos beglücken, spoilern andere Seiten glatt die Handlung weg. In Episode 1 kann man zum Beispiel einen bösen "Episode 4"-Spoiler finden und das ist nur die Sahne auf dem Kuchen. Natürliuch zwingt uns das Spiel nicht, die Seiten zu lesen, aber auf Dauer ist das "Sie haben eine neue Seite gefunden"-Symbol doch eher lästig.
Die Charaktere sind leider auch nicht sympathisch. Allem voran ist Barry, der einfach nur zum Comic Relief da ist. Er tritt in jedes Fettnäpfchen, hat von allen Figuren die meisten Probleme, bringt ein paar Sprüche und ist beinahe eine echte Nervensäge. Und "beinahe" nur deswegen, weil Agent Nightingale schlimmer ist und weil Barry versteckte Qualitäten hat und kein Klotz am Bein ist.
Die Original-Sprecher habe ich nie gehört, aber ich finde dass die deutschen Sprecher ihren Job nicht schlecht machen. Alice Wake kommt mir sogar bekannt vor, bin mir aber nicht sicher, ob es sich dabei um Arianne Borbach handelt oder nicht. Problem ist aber, dass die Sprecher die Lippensynchronität über Bord geworfen haben, was entweder irritierend oder störend wirkt. Wenn ich aber an Spiele, wie "Blue Dragon" oder "Lost Odyssey" zurückdenke, wo zugunsten der Lippensychronität arge Kunstpausen vorhanden sind, war das eine "Lose-Lose"-Entscheidung.

Auch gameplaytechnisch hat "Alan Wake" einiges an potenzial verschenkt. Das Spiel besteht aus 6 Episoden, unterteilt in zwei oder drei Unterkapitel. Jedes Unterkapitel ist grob eine Stunde lang und wird gerne in eine Tag- und Nachtsequenz unterteilt.
Tagsequenzen sind ruhigere Erkundungstouren, die zu 90 % jedoch aus "Folge dem NPC" bestehen, während die Handlung fortgeführt wird. Man kann versuchen, dem NPC stehen zu lassen, dieser wartet dann so lange auf alan, während er uns ungeduldig auffordert, ihm doch bitte zu folgen.
Dann kommen die Nachtsequenzen, die das größte aus dem Spiel ausmachen. Zunächst, die Nachtsequenzen sind die Szenen, in denen wir von Feinden angegriffen werden - von der Finsternis besessene Einwohner von Bright Falls. Diese werden von einer Aura umgeben, die sie unkaputtbar macht, bis man den Schild entfernt. Wie entfernt man den Schild? Indem ihr sie mit Licht bestrahlt. Dazu hat Alan auch immer eine Taschenlampe dabei. Den Schild zu entfernen dauert aber ein kleines bisschen, kann allerdings verkürzt werden, indem man das Licht der Lampe intensiviert. Dass schadet allerdings der Batterie und ist nur kurzzeitig möglich. Die Batterie erholt sich dann währenddessen und auch den regulären Strahl kann man verwenden, um den Schild zu zerbrechen. Auch kann man die Batterien auswechseln, das geht schnell, füllt die Lampe aber nur um 50 % des Maximalwerts auf. Ebenfalls gibt es vier Arten von Lampen. Eine reguläre Taschenlampe in groß und klein und Handlampen, ebenfalls in groß und klein. Die größe beeinflusst, wie lange das Licht intensiviert werden kann, ehe die Batterie in die Knie gezwungen wird, Handlampen zerstören den Schild hingegen schneller.
Leider treten Gegner gerne in Massen auf, aber nicht nur das, die Gegner-KI ist intelligent. Gegner schwärmen aus und während wir uns um den Rabauken vor uns kümmern, schleichen sich Hinz und Kunz von hinten an. Das macht sich besonders dann merkbar, wenn sich viele Besessene auf einmal im Wald tummeln. Nicht zu vergessen dass sich die Besessenen hinter Bäumen und Steinen verschanzen, um dem Licht der Lampe zu entgehen.
ebenfalls mit von der Partie: Poltergeister und Raben. Raben sind so ziemlich DAS nervigste, was man im Spiel finden kann. Der Rabenschwarm schwärmt aus und stürzt sich im Sturzflug auf Alan. Insbesondere dann schlimm, wenn es gleich mehrere schwärme sind. Auch lassen sich diese Viecher nur per Licht "ausschalten" (No pun intended).
Poltergeister sind so ähnlich. Auch diese können nur durch Licht zerstört werden, sind aber ein wenig berechenbarer, da sie sich erst ankündigen, ehe sie mit Kabelronnen, rostigen Eisenfässern, Traktoren und Eisenbahnwaggons nach euch werfen.
Außerdem, die Gegner können ihren Schild regenerieren. Ein wenig zu lanmge nicht mit Licht bestrahlt, weil ihr Hinz und Kunz ausweichen musstet? Zu schade aber auch, der Schild des Rabauken hat sich teilweise wiederhergestellt.
Ebenfalls, Kämpfe können bereits auf dem leichtesten Schwierigkeitsgrad ins Auge gehen. Bin jedenfalls auf Normal oft genug gestorben. Wenn sich also mehrere Besessene auf Alan stürzen... hoffentlich war der letzte Checkpoint nicht zu weit weg.
Ist der Schild unten, kann alan die Feinde mit Revolver, Schrotflinte und Jagdgewehr in die ewigen Jagdgründe schicken.
Ach ja, es gibt in AW keine Heilitems, aber Alan regeneriert seine HP mit der Zeit. Wenn er sich sogar ins Licht stellt, wird seine Energie in Rekordzeit wiederhergestellt und Feinde können ihm nicht folgen. Sie werfen trotzdem mit ihrem Endlosvorrat an Äxten nach euch.
Wer des Kämpfens Leid ist, Flucht ist keine Option. Alans Konstitution ist lachhaft. Für ein kurzes Stück reicht es gerade eben, aber ansonsten geht ihm die Puste schneller aus, als man gucken kann. Zwar gibt es Leuchtfackeln, die alan verwenden kann, um kurzzeitig zu verschnaufen, aber, sagen wir, dass wir die besser für den Notfall aufheben.
Übrigens können Leuchtkerzen die Schilde zerstören und wer mit einer Leuchtpistole angreifen kann, kann eine ganze Feindesgruppe ausknipsen (No Pun intended). Das gleiche gilt für Blendgranaten, den häufigen Einsatz dieser Späße möchte ich Epileptikern jedoch besonders abraten. Eignen sich prima um eine Horde schwächerer Gegner zu besiegen, aber der Lichtblitzt tut in den Augen weh.

Leider sind Kämpfe in den Nachtsequenzen der Hauptbestandteil des Spieles. Heißt, wir kämpfen usn grob 55 Minuten oder länger durch Gegnerwellen, ohne je richtig verschnaufen zu dürfen. Das ist lästig.
Lästiger jedoch ist jedoch, dass fast alle Nachtsequenzen in der Pampa stattfinden. Ja, Bright Falls ist von Wäldern umgeben, aber fast vier Kapitel ausschließlich in der freien Natur ist selbst mir zu eintönig, mit einigen Ruinen hier und da zwischengestreut. Einmal durfen wir durch ein von der Finsternis besessenes Haus, was an sich cool, aber viel zu kurz ist und die stadt selbst bekommen wir auch nur ganz kurz zu sehen. Manchmal hatte ich fast den Eindruck, es gäbe Bright Falls gar nicht.
Was ich auch nicht vergessen will zu erwähnen: Nach fast jedem unterkapitel verliert Alan alles, was er im Inventar hat. Munition zu horten bringt in den seltesten Fällen etwas, setzt also ruhig schweres Geschütz ein.

Ebenfalls erweckt das Spiel den eindruck, dass es ursprünglich als offene Spielwelt geplant gewesen war. Die Karte in der Anleitung spricht ihr übriges. Allerdings ist daraus wohl nichts geworden, was wohl daran liegt, wie sich die Handlung entwickelt. Tatsächlich wirkt "Alan Wake" wie ein Anti-"Deadly Premonition" auf mich, da das Spiel einige Gemeinsamkeiten hat.
Sicher, AW ist technisch sehr gut, das will ich dem Spiel gar nicht abstreiten, auch kann man in Bright Falls Radiosendungen verfolgen, um etwas von den Einwohnern zu erfahren oder die Geschichte der Stadt. Aber alles in allem fehlt dem Spiel eine Menge Charme. Es wirkt geradezu herzlos auf mich. DP hingegen ist technisch einfach nur pfui, von der "Last Gen"-Grafik, bis hin zur Tonqualität und Steuerung, macht das alles aber durch seine sympathischen Figuren und der interessanten Handlung wett. Und hatte auch unterschiedliche Orte für die Action-Sequenzen, auch wenn dies nur Schlauchlevel sind.

Fazit:
Ich bin mit dem Spiel nicht zufrieden. Technisch ist es zwar sauber, aber die Masse an Kämpfen, gepaart mit der vorhersehbaren Handlung (die uns das Spiel auch noch selbst verrät) schadet dem Spiel. Gerne hätten die Tagsequenzen länger sein dürfen, verbunden mit etwas mehr Erforschung und mehr Anwechslung in den Locations. Nur durch Wald und Flur zu hetzen ist, wie gesagt, auf Dauer öde. Ich kann keine Empfehlung aussprechen. Greift lieber zu "Deadly Premonition", wenn euch der technische Stand des Spieles nicht sofort vergrault, es ist um einiges unterhaltsamer, als AW es war.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 10, 2013 9:38 PM CET


Blue Dragon: Awakened Shadow
Blue Dragon: Awakened Shadow
Wird angeboten von Blitzlieferung (alle Preise inkl. MwSt.) - Impressum, Widerrufsbelehrung & AGBs finden Sie unter Verkäuferhilfe
Preis: EUR 27,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Da fehlt Feinschliff. Eine menge Feinschliff., 23. Mai 2012
= Spaßfaktor:2.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Blue Dragon: Awakened Shadow (Videospiel)
BD:AS hatte ich mir bereits letztes Jahr zugelegt, kam aber erst kürzlich dazu, es auch durchzuspielen. In erster Linie hatte ich mir das Spiel gekauft, weil mir der Vorgänger auf der X360 sehr gut gefallen hatte. BD+ ließ ich hingegen außen vor, weil ich kein großer Fan von SRPGs bin und auch nur spiele, wenn diese mich auch interessieren.

Tja, die Story scheint nahtlos in BD+ überzugehen. Nene scheint entgültig tot zu sein und der Planet ist noch immer zerbrechen, während Würfel zwischen den zertrümmerten Erdteilen schweben. Auf diesen Würfeln haben sich die Menschen ein neues Leben aufgebaut und mittlerweile kann auch jeder seinen Schatten beschwören, um so Magie zu wirken.
Leider hält der Frieden nicht lange an, als zwei weitere Altvordere aus ihrer Stasis erwachen und eine Maschine in Gang setzen, die kurzerhand den Leuten ihre Zauberkraft entfernt. Damit noch immer nicht genug, unsere Hauptfigur erwacht ebenfalls aus ihrer Stasis und kann als Einmzige/r noch Schatten beschwören. ehrensache, dass die Hauptfigur sich der Sache annimmt.

Das interessante zuerst, die Hauptfigur kann selbst zusammengebastelt werden. Geschlecht, Frisur, Haarfarbe, Gesicht, Augenfarbe und sogar die Stimme. Keine große Auswahl und sehr viel zum bearbeiten gibt es jetzt nicht, wie in "Dragon Age" oder "Mass Effect", aber es erfüllt seinen Zweck. Im späteren Spielverlauf kann man sogar Kataloge für neue Frisuren und Haarfarben finden, und diese beim Frisör jederzeit ändern. Nur das Gesicht, damit muss man leben.
Was ebenfalls positiv ist, ist, dass die Hauptfigur kein stumpfer Avatar ist, sondern ebenfalls mit Dialogen bestückt ist und Schlüsselsequenzen werden sogar mit der ausgewählten Stimme besprochen.

Das Negative? Der ganze Rest.
Meine Vorredner haben bereits den Schwierigkeitsgrad angekreidet. Wisst, ihr, der wäre noch nicht einmal das Problem, wenn die KI DER GEFÄHRTEN ÜBERHAUPT WAS AUF DIE REIHE BEKÄME! Das kostet viele unnötige Game Overs, weil die Gefährten schlicht und ergreifend zu dumm zum Leben sind. Sie weichen nicht aus, sie blocken nicht und vor allem gehen sie nicht in Deckung, wenn ihre HP gegen Null tendieren. Heißt im Klartext: Jede Menge Ärger!
In der Regel läuft ein Kampf folgendermaßen ab: Frisch gestärkt prügeln wir auf den Gegner ein, dann geht unsere HP zur Neihe und wir laufen weg, bis wir uns heilen oder geheilt werden. Dann stürzen wir uns wieder in die Schlacht. Gehen beide KI-Gefährten KO, laufen wir so lange, bis diese nach Ablauf eines Countdowns wieder mit wenigen KP aufwachen, heilen sie und Kämpfen weiter. Geht die Hauptfigur kaputt heißt es hingegen "Daumen drücken", dass die Hauptfigur rechtzeitig auf die Beine kommt. Denn dann ist der Kampf in 8 von 10 Fällen verloren.

Wer sich jetzt noch nicht abgeschreckt fühlt kann gerne weiterlesen.
In Dungeons sind wir grundsätzlich zu dritt unterwegs, Hauptfigur und zwei Kameraden, die wir aus den Vorgängern kennen. Diesen Helfern kann die Hauptfigur Schatten leihen, damit diese im Kampf überhaupt irgendwie hilfreich sind. Dabei gilt, dass es keine charakterlevel mehr gibt. Nein, die Statuswerte der Figuren sind abhängig des ausgewählten Schattens und DESSEN Level. Dabei ist jeder Schatten mit einer Jobklasse gleichzusetzen. Der Drache ist der physische Angreifer, der Minotaur der Heiler, der Phönix der Magier, der Dämon setzt auf Debuffs, die Maschine ist Verteidiger und dann ist da noch der Herkulekäfer, den ich nie benutzt habe. Keine Ahnung, was der kann.
Soweit scheint ja alles noch in Ordnung zu sein, zu Anfang ist nur Drache, Minotaut und Phönix verfügbar, die anderen drei werden hingegen erst mit Level Ups freigeschaltet. Etwa alle neun Level und man hat die Wahl, wen man wann freischalten will.
Der Haken: Die freizusschaltenden Schatten sind merklich unterlevelt, weshalb ich letztendlich nur den Drachen, Minotaur und Phönix genutzt hatte. Für eine Level Up-Session fehlten mir schlicht und ergreifend die Nerven und vor allem die Lust. Schlimmer noch, ungenutzt Schatten leveln nicht mit. Zwar lassen Gegner Medaillien fallen, auf denen Schatten abgebildet sind und diesem Schatten einen XP-Schub geben. Diese Bonuserfahrung ist aber so mickrig, dass sie es gar nicht wert ist, erwähnt zu werden.

Damit nicht genug, die Hauptfigur ist nicht klassengebunden. Heißt, welchen Schatten wir auch ausgerüstet haben, wir können aus allen sechs Schatten ihre erlernten Zauber wählen und uns selbst geben. Somit kann man auch mit den Drachen heilen oder die Gefährten unterstützen. Und glaubt mir, das ist bitter nötig.
Den Ki-Gefährten ist dieser Luxus leider untersagt. Phönix-Nutzer können nur Angriffsmagie wählen und Minotauren nur unterstützen.

Angenehmer fällt da schon das Ausrüsten aus. Zunächst, was die Hauptfigur trägt, das sieht man an ihr auch. Dabei wird nur zwischen Helmen und Rüstungen unterschieden. Es gibt auch "unsichtbare" Helme, welche die Frisur der Hauptfigur nicht verdecken. Auch hat man die Chance, mit seiner Liebklingsaurüstung durch das komplette Spiel zu gondeln. Jede Rüstung kann aufgewertet werden, bis sie einen gewissen Wert erreicht hat. Damit aber noch lange nicht genug, jede Rüstung ist in fünf Ränge aufgeteilt - Rang D - A und natürlich Rang S.
Mit einen Rangapfel kann man den Rang der Rüstung aufwerten, dabei muss man jedoch stufenweise vorgehen. Ein D-Item zuerst mit einem C-Item aufwerten.
Auch kann man Elementarkristalle hinzufügen, um eine Resistenz gegen verschiedene Elemente zu erhalten, was SEHR zu empfehlen ist. Manche Rüstungen können auch Abilitys besitzen. Das gleiche gilt auch für Waffen, mit dem Ubnterschied, dass die Kristalle einen Elementarangriff hinzufügen. Keine Bange, ihr könnt Feuer und Wasser hinzufügen, ohne dass das System euch Mali gibt. Ihr könntet mit einem Feuerelementar ein Flammenmonster angreifen, ohne es zu heilen.

Auch gibt es Bonusbosse. Diese zu besiegen geben euch Extras, sind die Mühe aber nicht wert, weil ihr die guten Sachen nur bekommt, wenn ihr mit menschlichen Spielern spielt. Außerdem steht ja noch die KI im Weg.
Nach dem Durchspielen öffnet sich siogar ein Bonusdungeon. Ich bin da aber nie weiter als drei Screens vorgedrungen, Gegner zu stark, Gefährten zu blöd - Nein Danke.

Fazit
Also... ihr ahnt, was ich sagen will? Kauft euch das Spiel nicht, es lohnt sich nicht. Ladet lieber ein paar gute Freunde auf ein Eis ein oder geht ins Kino. Kostet weniger und ihr werdet vermutlich eine schöne Zeit haben. Denn dem Spiel mangelt es ordentlich an Feinschliff im Kampfsystem. Ehrlich, was hat Mistwalker geritten, das Turn Based durch ein Action-RPG zu ersetzen? Das hätte das Spiel nicht nur unkomplizierter gemacht, es wäre vielleicht sogar nett geworden. Das hier entpuppt sich hingegen als ein Frustfest und Schuld ist weniger der hohe Schwierigkeitsgrad, als die saudumme KI. Blöde Gegner? Ja, meinetwegen, wenn's Spaß macht.
Also, wenn ihr eine X360 besitzt und BD nicht gespielt habt, holt es nach. Außerdem setzt BD:AW auch voraus, dass ihr die Vorgänger kennt. Es werden einige Dinge aus BD+ angeknackst, aber nie genauer erläutert, ebenso Ereignisse aus dem X360-Teil.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 24, 2013 11:23 PM CET


Pandora's Tower
Pandora's Tower
Wird angeboten von Gameland GmbH
Preis: EUR 32,99

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Bis ich an deine Seite zurückkehre, 10. Mai 2012
= Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Pandora's Tower (Videospiel)
Pandora's Tower ist das dritte und letzte Spiel, das von NoE im Zuge seiner JRPG-Kampagne angekündigt wurde und auch als letztes hier erschien. Dabei ist PT auch das Spiel, von dem ich am wenigsten erwartet hatte. Entwickelt wurde das Spiel von Ganbarion, einem Unternehmen, das eher durch Lizenzspiele auf sich aufmerksam machte und teilweise spukte in mir immer der Gedanke "Hat sich Nintendo das schlechteste zum Schluss aufgehoben?" durch den Kopf.
Tja, ein Problem hat PT jedoch: Es ist kein RPG, weder im klassischen noch im herkömmlichen Sinne. Es ist viel eher ein Action-Adventure oder auch Hack 'n Slay mit RPG-Elementen.

Worum geht's?
Im Königreich Elyrien treibt seit je her ein Fluch um sich - Das Mal der Bestie. Wer von diesem geprägt wird, ist dazu verdammt sich in ein Biest zu verwandeln. Was den Fluch abhält ist der Verzehr von Biestfleisch, allerdings ist dies nur ein temporärer Erfolg, den so lange das Opfer vom Fluch gezeichnet ist, wird es noch immer zum Biest - und wen der Fluch einmal übermannt hat, wird nie wieder menschlich sein. Was aber noch schlimmer ist, Elyriens Volk sind bekennende Veganer - der bloße Gedanke Fleisch zu verspeisen ist nicht nur verpönt, er ist Abstoßend.
Für uns Spieler setzt sich die Handlung ins Rollen, als die schöne Helena während des Erntefestes verflucht wird. Chaos bricht aus und Helena flüchtet mit ihrem Geliebten Aeron, einem Einwohner von einem Land, das mit Elyrien im Krieg steht. Dabei erhalten sie Hilfe von der Westrierin Mawda, die mit ihrem (untoten?) Ehemann als Händlerin die Welt bereist. Sie schickt das Paar zu den 13 Türmen, dem einzigen Ort an dem Biestfleisch zu bekommen ist. Aerons Aufgabe ist klar, er muss das Fleisch der zwölf Meister, Kriegsbestien aus alter Zeit, beschaffen um Helena vom Fluch zu erlösen.

Wie schon erwähnt, Ziel ist es jeden der einzelnen Türme zu erklimmen und dort den hiesigen Meister besiegen. Natürlich ist das alles leichter gesagt, als getan. Zunächst einmal sind die Türme langsam am zerfallen. Eingestürzte Treppen, zusammengebrochene Räume, eingebrochene Böden und selbstverständlich ist der kürzeste Weg IMMER durch ein Hindernis versperrt, das von der anderen Seite erst einmal beseitigt werden muss. Damit nicht genug, Aeron, und folglich auch der Spieler, steht unter einem Zeitdruck. Denn während Helena alleine im Observatorium zurückbleibt, wird sie langsam aber sicher zum Biest. Heißt also, wir müssen regelmäßig zu ihr zurückkehren und mit Fleisch versorgen, um das Zeitlimit zurück zu setzen. Dabei sollte man Helena jedoch nicht irgendein Fleisch geben. Tatsächlich gibt es Fleisch von verschiedener Qualität - warm, nass, normal und vertrocknet.
Je nachdem, welches Fleisch Helena zum Verzehr angeboten wird, wird die Leiste um einen bestimmten Prozentsatz des Maximalwertes aufgefüllt. Heißt eigentlich, warmes Fleisch füllt die Leiste vollständig auf, normales Fleisch hingegen nur zu 75 %. Sollte man also dringend wieder die Zeit auffüllen, sollte man Helena warmes oder nasses Fleisch geben. Herkömmliches Fleisch eignet sich hingegen nicht zum Erkunden, sondern eher für "Iss das Fleisch, ich gehe schnell besseres holen".
Auch ist es nicht möglich, Fleisch zu horten. Kehrt man zu den Türmen zurück, während noch Fleisch im Gepäck ist, vertrocknet es. Auch kann man es nicht lagern, weshalb es sich nach der Fleischübergabe nur noch rentiert, selbiges an Mawda zu verkaufen.
Was uns in den Türmen auch noch das vorankommen schwer macht: Ketten. Die Tür zum Turmmeister ist durch Ketten versperrt. Selbst wenn wir es bis zur Spitze schaffen (was nicht schwer ist) müssen wir die Ankerpunkte der Siegelketten finden. Sind alle zerstört, öffnet sich der Weg zum Boss. Dabei entwickeln sich alle Bosse zu Puzzle-Bossen. Im Gegensatz zu den Standardgegnern, die man durch stumpfes draufhauen besiegen kann, müssen wir bei den Bossen erst einmal die Schwachstelle finden - das Meisterfleisch - und es ihnen dann entreißen. Natürlich nehmen die Meister das nicht auf sich hin und greifen an.

Wie schon angedeutet bleibt Helena im Observatorium zurück. Dieser Ort bildet dabei das Hauptquartier. Dort kann man mit Mawda handeln, neue Items herstellen, Helena unleserliche Texte zum entziffern geben, sich ausruhen und Energie auffrischen und, natürlich, speichern. Auch kann man in Türmen speichern, allerdings nur temporär, wenn man mal plötzlich aufhören muss.
Ebenfalls gibt es hier eine Truhe, in der Aeron seine Sachen verstauen kann. In den Türmen lassen sich viele Schätze finden und Aerons Inventar hat nicht genügend Platz für alles. Also sollte man nach jeder Turmbesichtigung erst einmal das Inventar leeren. Diese Items kann man entweder verkaufen oder aus diesen neue Sachen herstellen.
Dazu geht man zu Mawda, die unentgeltlich diese Items synthesiert oder aber zum Aufwerten von Waffen gebraucht. Auch kann man Items an sie verkaufen, das rentiert sich allerdings nie. Was die Herstellung angeht, diese ist eine billige Methode, um viele Heiltränke herzustellen. Nicht zu vegressen, Gegner können eure mitgetragenen Items zerstören, was Ausrüstungsgegenstände unbrauchbar macht oder den Heileffekt von Items minimiert. Gegen Geld wird Mawda sie euch jedoch reparieren.
Auch verkauft sie Items, allerdings ist Geld in PT ein wenig rar gesät, was dank kostenfreier Synthese nicht so sehr auffällt, aber doch ärgerlich ist, wenn man ein bestimmtes Objekt für sythese braucht und einfach nicht findet. Sollte Aeron Texte in den Türmen finden oder Helena welche übersetzt haben, kauft Mawda diese gerne für viel Geld von euch ab.

Was das Gameplay angeht, da habe ich nicht viel zu meckern. Die Gegner-KI ist... blöd. Wir rennen hinter den Gegner und schlagen auf diesen ein und dieser sieht meist gar nicht, woher der plötzliche HP-Verlust kommt. Wem die normalen Hiebe nicht reichen, kann einen starken Angriff aufladen und damit auf Feinde eindreschen. Wem der nahkampf aber nicht behagt, kann auch die Westrierkette einsetzen. Diese kann man als Peitsche verstehen, wir visieren einen Gegner mit der Remote an, schießen die Kette ab und haben ihn. Wer mag kann dann noch ziehen, um eine Leiste unterhalb der Lebensenergie aufzufüllen und so mit einem Rück den Feind mehr zu schaden.
Besiegte Gegner gehen schließlich zu Boden und können mit einem weiteren Kettenhieb beraubt werden - sei es Fleisch oder an anderes Item. Bei größeren Gegnern ist das Item auch davon abhängig von wo man es entreißt.
Ebenfalls hat Aeron eine Hand voll verschiedener Waffen zur Wahl. Neben dem Schwert gibt es noch Doppelklingen und eine Sense. Wo das Schwert durchschnittlich ist und gute Verteidigung leistet, sind die Doppelklingen nicht gut. Wenig Schadensoutput, schlechte Werte beim Verteidigen, aber sie erhöhen Aerons Lauftempo. Die sense hingegen, die man sehr spät kriegt, bietet hohe angriffskraft zu sehr leicht redizierter Verteidigung. Den Schadensoutput kann man auch beim Aufwerten der Waffen erhöhen.
Natürlich verfügt Aeron auch über andere Kampffähigkeiten - er kann blocken und während des Blocks ausweichen. Wenn Aeron schließlich genug Feinde besiegt hat, steigt er eine Stufe auf. Dabei regeneriert er sich vollständig und erhält einen KP-Schub, ebenso steigert sich entweder der Angriff, Kettenagriff oder die Ausdauer (=Verteidigung) und manchmal auch der Platz zum Anlegen von Ausrüstung.

Musikalisch ist das Spiel auch sehr schön. Zwar sind die Stücke eher wenig, aber dafür haben sie die Tendenz zu Ohrwürmern zu werden. Das Bossthema ist beispielsweise wunderbar dramatisch und wird abhängig vom Turm von einem Männer- oder Frauenchor begleitet. In den Türmen selbst spielt immer nur das gleiche düstere Thema und an vielen Stellen können wir Liszt "Liebesträume" in vielen Ausführungen hören. Und es klingt sogar gut, aber das muss man bei klassischer Musik wahrscheinlich erwarten. Auch die Sprecher sind wieder einmal gut, wie schon bei XBC und TLS britisch, allerdings wurde dieses mal auf starke Dialekte (ich denke an Reyn aus XBC) verzichtet. Was ich auch noch erwähnen möchte, auch Textboxen sind besprochen - so lange es keine von Aeron ist. Dieser grenzt am "stummen Protagonist[en]", aber wir können ihn in einigen Zwischensequenzen reden hören. Schade, dass er nicht mehr redet, aber andererseits bin ich doch ganz froh, dass er eher introvertiert ist.

Spielzeit ist knapp bemessen, 25 Spielstunden sind's und der Wiederspielwert wird durch 5 Enden gestreckt. Diese werden abhängig der Affinität zwischen Aeron und Helena ausgelöst. Mit mieserabler Affinität kann man das schlechteste Ende bereits nach dem neunten Turm bestaunen. Affinität kann auch sehr leicht aufgebaut werden - indem man Helena beschenkt. Das können Einrichtungsgegenstände sein, Kleidung und Schmuck oder Sachen, die aus dem Turm stammen. Bei Turmitems kann es aber auch vorkommen, dass sie die Sachen nicht mag und wird mit einem Sanktion "belohnt". Das ist allerdings nicht so schlecht, denn die Affinität wird im NG+ übernommen.
Die Affinität sinkt auch, wenn man zu lange fort bleibt und Elena sich langsam in eine Bestie verwandelt.
Auch kann man die Affinität verbessern, indem man mit helena redet und so lange man im Observatorium ist, sinkt die Verwandlungsleiste von Helena nicht. Man kann also eine Ingame-Woche mit ihr verbingen, ohne dass was schlechtes passiert.

Fazit
Also, Pandora hat meinen Geschmack getroffen. Das Setting ist schön düster, Helena, Aeron und Mawda sind sehr sympathisch und auch die Handlung ist spannend erzählt. Jetzt muss man natürlich abstriche machen, nicht jeder wird das Zeitlimit mögen und auch die einzelnen Türme sind eigentlich schnell erobert. Künstlich gestreckt wird die Spielzeit eigentlich nur durch das Backtracking und sammeln von Heilbeeren aus älteren Türmen. Und ich ahbe auch viele über die Grafik meckern hören, aber darüber kann ich hinwegsehen.
Die festen Kamerawinkel könnten einigen auch sauer aufstoßen, ich hatte aber nie das Gefühl, dass diese je ungünstig war. Manchmal springt der Kamerawinkel, wie wir es aus alten Eisen, wie Resident Evil kennen, manchmal bewegt sich die Kamera auch mit, vergleichbar mit Eternal Darkness. Trotz allem wird das nicht jedem gefallen.
Wie schon gesagt, ich hatte meinen Spaß und das Warten hat sich bei diesem Titel wirklich gelohnt. Wem die Kamera und das Zeitlimit nicht stört kann also sehr gerne zugreifen, es lohnt sich.


Venetica
Venetica
Wird angeboten von Game World
Preis: EUR 14,95

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen West-RPG light, 9. April 2012
= Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Venetica (Videospiel)
Auf Venetica war ich letzten Monat zufällig gestoßen, als ich es in der Grabbelkiste liegen sah. Da sich das ganze nicht uninteressant anhörte, hatte ich mich spontan zum Kauf entschlossen.
Erst als ich ein paar Stunden im Spiel war und eine Pause machte beschloss ich mir einige Informationen zu suchen. Der erste Schock: Das Spiel ist verbuggt? Na, das ist ja mal großartig. Aber entweder es wurden bugfreie Discs produziert oder ich hatte einfach nur Dusel - denn ich hatte keinen einzigen Bug beim ersten Durchspielen und einen zweiten Durchlauf hatte ich nicht begonnen. Lediglich in der Luft schwebende Waffen von Gegnertypen hatte ich angetroffen - aber diese Phantome hatten mich weder angegriffen, noch sonst irgendwie den Spielfluss gestört. Vermutlich ein Hinweis darauf, dass ich eine Gegnerleiche nicht geplündert habe. Diese verschwinden mit der Zeit, aber sie können noch immer geplündert werden. Oh, ja, und die Karte hat Zielorte von Sidequests gerne falsch gesetzt. Wenn ich in ein Haus einbrechen soll ist es doch sehr unwahrscheinlich, dass dieses Haus mitten im Kanal liegt.

Das Spiel selbst wurde von Deck 13 entwickelt, von denen ich bisher nur "Jack Keane" angespielt hatte. Nach der Hälfte gab ich es auf, weil es einfach nicht meinen Geschmack traf. Und dass Deck 13 auch Venetica entwickelt hat, merkt man auch an den Figurenmodellen. Viele Figuren sehen aus, als seien sie einem Comic entsprungen, was entweder einen gewissen Charme hat oder nicht. Je nach Geschmackssache. Auch wenn Scarlett, die Hauptfigur, hervorsticht, weil an ihr nichts cartoonlastiges ist.

Die Handlung selbst beginnt im kleinen Bergdorf Saint Pasquale, in dem ein alljährliches Fest stattfindet. Ihr Verlobter Benedict will nach Venedig, um dort seine Schwertkünste zu perfektionieren, während Scarlett ihn dazu bekräftigt. Aber noch ehe es sich einer verieht greifen Assassinen an, gegen die Scarlett sich wehren muss, Benedict wird vor ihren Augen getötet und ein Treffen mit dem Tod höchstpersönlich offenbart ihr, dass sie seine Tochter ist.
Dieser teilt ihr mit, dass in Venedig fünf Menschen durch eine Lücke in der kosmischen Ordnung untot geworden sind und so das Gleichgewicht der Welt gefährden - und natürlich hat nur Scarlett die Macht, alles wieder einzurenken.

Gameplay ist Action-Orientiert. Nähern wir uns Feinden werden sie agressiv, wir ziehen unsere Waffe, visieren ihn an und drücken wiederholt auf die Angriffstaste und weichen aus, wenn nötig. Viel ist da eigentlich nicht dabei. Ganz zum Buttonmashing verkommen Kämpfe allerdings nicht, denn mit dem richtigen Timing richtet Scarlett Combo-Schaden an, der stärker ist als dumpfes drücken und kann bis zu einem Finisher weitergeführt werden.
Ebenfalls kann Scarlett Zauber einsetzen, um Feinden aus der Distanz zu Schaden. Bestimmte Zauber benötigen jedoch eine kleine Vorbereitungszeit und nach dem Einsatz müssen die Zauber abkühlen und wenn die MP leer sind, ist's natürlich Essig mit der Zauberei. Auch Waffentalente stehen Scarlett zur Verfügung, die zwischen Sense, Schwert, Speer und Hammer/Axt unterscheidet. Einen Sensenskill kann man nicht mit einem Schwert ausführen und umgekehrt.
Außerdem verfügt Scarlett über "Extraleben". Sollten Gegner Scarletts HP auf Null senken, wechselt sie putzmunter in die Schattenwelt, von wo aus sie entweder ungesehen die Flucht ergreifen kann oder die Feinde aus dem Hinterhalt angreift. Natürlich sind diese Extraleben... begrenzt und werden durch einen violetten Balken gekennzeichnet. Stirbt Scarlett, leert sich der Balken und kann wieder aufgefüllt werden, indem sie Gegner mit der Sense des Todes besiegt. Mit vorankommenden Spielfortschritt wird dieser Balken geteilt, wodurch sie mehrere Tode in folge "überleben" kann, bis es sieben oder Acht Abschnitte sind. Wem das trotzdem noch zu schwer ist, kann auch jederzeit den Schwierigkeitsgrad auf Leicht setzen... oder schwer. Normal entpuppt sich als faire Herausforderung.
Natürlich erhält Scarlett auch XP für getötete Gegner, hat sie genug gesammelt, steigt sie einen Level auf und kann 3 Punkte in vier beliebige Attribute investieren. Diese wären Energie, Mana, Angriffskraft und Zauberkraft. Auch erhält man bis zu dreißig Talentpunkte, die man ins erlernen neuer Fähigkeiten oder verbessern alter Fähigkeiten investieren kann. Allerdings muss man dazu auch den richtigen Lehrer finden. Manche Trainer haben sich auf spezielle Waffenkünste spezialisiert, Zauber auf gewisse Kreise der Nekromantie.

Auch ein netter Kniff, da scarlett die Tochter des Todes ist, hat sie eine geborene Affinität für Nekromantie. Diese werden aber mit Verlauf der Handlung freigeschaltet, welche benötigt werden, um in der Handlung voran zu kommen. Durch den Übertritt in die andere Welt können Nexusportale gefunden werden, die Scarlett in verborgene Abschnitte bringen. Später kann man die Toten schließlich sehen und mit ihnen reden - Storytechnisch werden diese Fähigkeiten jedoch einmal und nie wieder gebraucht, wodurch das Spiel einiges an Potenzial einbüßt.
Und natürlich gibt es Dialogoptionen. Viele wichtige und unwichtige Unterhaltungen lassen Scarlett unterschiedlich reagieren, was auswirkungen auf das Ende hat. Allerdings bietet das Spiel auch neutrale Optionen - an einer Stelle wird Scarlett von jemanden betrogen. sie hat die Wahl ihn zu verschonen, "weil er keine andere Wahl hatte", ihn in ihrer Wut töten oder gnädig sein, "auch wenn er es nicht verdient".

Bosse hingegen, von denen es nur vier gibt, starten zuerst als kleines Puzzle. Anstatt dass man offensiv auf diese einkloppt, muss man zuerst ihre Schwachstellen finden. Der erste Boss hat die Angewohnheit im Gebälk zu sitzen und mit Messern nach uns zu werfen. Also müssen wir versuchen, ihn irgendwie da runter zu kriegen. Dann erst startet der richtige Bosskampf gegen ein scheußliches Monster, dass auch mit einer gewissen Taktik klein zu bekommen ist. Das ist sehr erfrischend nach dem üblichen Draufhauen.

Wie auch viele andere West-RPGs, wie Dragon Age oder Mass Effect, bietet natürlich auch Venetica eine gute Hand voll Sidequests an. Das Problem ist, das Spiel unterscheidet nicht zwischen "optional" und "Pflicht". Einige Quests die nach "optional" riechen können sich als Pflichtquest entpuppen und umgekehrt. Auch gibt es nicht sehr viele, aber genug um bei der stange gehalten zu werden. Auch vergeben manche Quests Ruhmpunkte, welche an mancher Stelle das Voranschreiten in der Handlung erleichtern oder neue Quests freischalten. Diese Punkte kann man aber auch wieder verlieren, wenn scarlett stiehlt, nachdem Hausbewohner auf sie aufmerksam wurden. Man kann aber noch immer Schlösser knacken, Vasen zertrümmern und Truhen öffnen - so lange man die Items nicht einsammelt, ist alles in bester Ordnung.

Außerdem, ein großteil des Spieles spielt in der Stadt Venedig. Diese Stadt ist in mehrere Sektoren aufgeteilt, allerdings kommt man nur in den Genuss eine kleine auswahl der Stadt zu besichtigen, auch wenn die Karte simuliert dass Venedig sehr groß ist. Auf der einen Seite ist das gut, denn das Arsenal und der Innere Bezirk sind beides kleine Labyrinthe und die Karte hilft nicht ganz so viel, wie man möchte. In Dungeons sieht die Sache hingegen gleich anders aus.
Auch gibt es grafisch einige Einschränkungen. Kleine details wie Grasbüschel erscheinen plötzlich, wenn man sich bewegt und verschwinden wieder, wenn man weggeht. Es gibt Clippingfehler, bei denen Scarlett zur Hälfte aus einer geschlossenen Tür hinausguckt und... na ja, Venetica reizt das Spiel ungefähr genauso aus, wie Deadly Premonition. Und das ist nicht viel. Wobei ich darüber hinwegsehen kann, aber wenn man schon Minuspunkte zählt...

Fazit:
Grundsätzlich ist Venetica ein Einsteigerfreundliches WRPG. Es macht nichts falsch, aber macht auch nichts richtig, weil es keine Risiken eingehen will. Und wenn man nicht gerade ein verbuggtes Exemplar erwischt, kann einen das Spiel locker zwanzig Stunden bei Laune halten.
Auch kann man einige bekannte Sprecher hören, wie Klaus-Dieter Klebsch, unter anderem die deutsche Stimme von Dr. House, der in Venetica dem Dogen seine Stimme leiht und vielen Randfiguren auch. Er ist aber auch leider der einzige, den ich gezielt beim Namen nennen kann. Ebenfalls kann ich behaupten, dass Venetica eine gute deutsche Synchro aufwartet, auch wenn das Reportroire an Sprechern eher gering ist. Ich denke, gerade mal Tod, Scarlett, Benedikt und der kleine Junge haben eine "einzigartige" Stimme. Dem Rest kann man öfters über den Weg stolpern, aber viel zieht es das Spiel nicht herunter.
Einsteiger und WRPG-Freunden kann das Spiel ans Herz gelegt werden. Leiht es euch aber lieber aus oder, im Falle dass ihr es euch doch kauft, speichert grundsätzlich in einem neuen Slot. Wenn ihr einem spielbehindernden Bug auslöst soll nur noch ein Neustart oder das Laden eines älteren Spielstandes helfen.


Mario Party 9 - [Nintendo Wii]
Mario Party 9 - [Nintendo Wii]
Wird angeboten von AVIDES
Preis: EUR 34,07

4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Zu viel frischer Wind?, 6. April 2012
= Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Mario Party 9 - [Nintendo Wii] (CD-ROM)
Hach ja, ich erinnere mich noch gut als das erste Mario Party auf dem alten N64 erschien. Wir hatten uns damals sofort in dieses Spiel verliebt, trotz der "lustigen" Minispiele, in denen man den control-Stick wie wild im Kreis drehen musste. Und nachdem nach MP8 lange Zeit Ruhe um die Serie einkehrte, hatte ich mich umso mehr gefreut, als der neunte Teil angekündigt wurde und gleich mit neuen Ideen und abgeänderten Gameplay anrückte.

Na ja, wo fange ich? Im Grundprinzip hat sich nicht viel verändert. Noch immer gewinnt der, der die meisten Sterne besitzt und man läuft über ein Spielbrett, das einem Thema entspricht. Die unterschiede sind, dass die Ministerne die Münzen ersetzen und die altbekannten Power-Sterne eigentlich gar nicht mehr gibt. Ebenfalls sitzen nun alle zusammen in einem Wagen, laufen gemeinsam und die Spielfelder gelten nur für den aktuellen Spielführer (= Spieler, der am Würfeln ist), ebenso passierte Mini- und Unglückssterne. Der Rest lehnt sich zurück und wartet darauf, dass der eigene Zug endlich stattfindet oder dass ein Minispiel startet.
Ebenfalls finden Minispiele nur noch statt, wenn man auf ein bestimmtes Feld landet. Das sind die "Versus"- und "Einer gegen Alle"-Felder. Ein "Versus" kann mit etwas Glück auch stattfinden, wenn der Spielführer auf einem Würfelfeld landet. Außerdem gibt es Kampf-Felder und "Bowser Jr."-Felder. Kampffelder führen ein herkömmliches "Versus" herbei, mit dem Unterschied das alle Sterne in einen Topf werfen und je nach Platzierung die gezahlten Sterne ausgeschüttet bekommt oder der Letztplatzierte Zehn seiner sauer verdienten Ministerne an die Besserüplatzierten abdrücken muss. Auch auf dem Bowser-Feld kann es zu einem Minispiel kommen, in dem umgekehrte Regeln herrschen: Wer verliert gewinnt.
Die Junior-Felder hingegen lassen zwei Spieler, den aktuellen Spielführer und einen zufällig gewählten Mitspieler, gegen Junior antreten. Gewinnen sie, bekommen beide fünf Strerne auf ihr Konto. Bei einer Niederlage werden diese Sterne abgezogen.

Das Brett selbst ist hingegen ein sinmples "Starte bei A und komme am Ziel B an". Wie in den vorgängern wird abwechselnd gewürfelt. Die Zugreihenfolge wird dabei noch vor dem ersten wurf ermittelt, in dem alle Teilnehmer würfeln. Der mit der höchsten Zahl fängt an und der mit dem niedrigsten Wurf würfelt zuletzt. Sollten mindestens drei Spieler teilnehmen gibt es ebenfalls Felder, welche die Zugreihenfolge neu zusammensetzen. Auch passiert man auf dem Weg zum Ziel einige Pflichtaktionen. Das wären die zwei obligatorischen Bosskämpfe und mindestens ein Spielführerereignis. Manche Bretter haben auch mehrere.
Der Name "Spielführerereignis" ist dabei etwas irreführend, denn tatsächlich nehmen alle an diesen Teil. Es ist nur so, dass der Spielführer bestimmt, wie vorgegangen wird. Beispielsweise: Wie wird im Toad-Tal auf der Neunerinsel gewürfelt? Oder in welcher Reihenfolge werden die Würfel beim Tiefseetauchen am Blooperstrand eingesetzt? Wer "Glück" hat kann dabei mit einem hübschen Ministernbonus herauskommen. Wer Pech hat geht leer aus.
Auch gibt es die Bosskämpfe in denen "die Spieler zusammenarbeiten müssen, um den Feind zu besiegen". Tatsächlich spielen sich die Bosskämpfe so ab, wie jedes andere Minispiel. Für einen Treffer bekommt der Spieler Punkte gutgeschrieben und die energieleiste des Bosses sinkt. Wird der Spieler hingegen selbst vom Boss getroffen, bekommt er einen Punkt abgezogen. Wem der vernichtende Schlag gelingt bekommt sogar einen Punktebonus. Abhängig von der Punkteplatzierung werden die Spieler dann platziert und bekommen Ministerne ausgeschüttet. Damit nicht genug, der aktuelle Spieleführer bekommt sogar einen kleinen Punktebonus, abhängig seiner Platzierung im Bossminispiel. Mit diesem Bonus hat er meist genausoviel Sterne, wie der nächsthöher Platzierte (wenn man mit vier Spielern spielt).
Leider unterscheidet das Spiel auch die Bosskämpfe zwischen Mini- und Endbossen. Heißt, am Spielende hat man die Wahl der üblichen Verdächtigen und am Mittelpunkt ebenso. Ebenfalls haben die beiden geheimen Bretter fixe Bosskämpfe - anstatt zwischen drei möglichen bosschlachten zu wählen, kämpft man auf diesen Brettern immer gegen die gleichen Bosse. Punktabzug weil diese Bosse auch nur auf diesen Brettern vorhanden sind. Ich meine, wenn man schon auf den standardbrettern die Wahl hat, warum dann nicht auch noch auf den anderen?
Am Ende des Brettes kommt es dann zu einer Bonusvergabe. Wer ein bestimmtes Ziel erreicht hat (die meisten Sonderwürfel eingesetzt, die meisten Unglückssterne gesammelt, die meisten Sterne in Minispielen eingesammelt, etc." bekommt auch noch einen Bonus von fünf Ministernen und dann die Siegerehrung.
Dabei werden die Ministerne, die menschliche Spieler bei Spielende in ihrem Besitz haben in Partypunkte umgerechnet. Dabei gilt: Ein Stern ist ein Punkt.

Dafür kann man im Museum Sachen freischalten, wie neue Fahrzeuge für die Spielbretter, Musik aus dem Soundtest, Zusätze für das Hauptspiel, wie ein neues Brett, einen neuen Schwierigkeitsgrad und Sternbilder. Letztere gibt es aber nur zum Spaß an der Freude und können ignoriert werden, bis man "die guten Sachen" gekauft hat.
Außerdem kann man durch das Absolvieren des Solomoduses zwei geheime Figuren freischalten. Der Haken ist, man muss den Solomodus natürlich erfolgreich absolvieren. Die gute Nachricht ist, in den meisten Bretter muss man noch nicht einmal der Superstar (= Spieler der zum ende hin die meisten sterne gesammelt hat) sein. Denn mit im Solomodus spielen Bowsers Schergen Shy Guy und Kamek. Erreicht einer von ihnen den ersten Platz, müsst ihr das Brett wiederholen. Nicht nur das, auch alle im solomodus gesammelten ministerne werden euch gestohlen.
Und hier sind wir bei einem Negativpunkt: Der Spielbrettmodus selbst. Oft erweckt das Spiel in mir den Eindruck, dass es die Würfel zugunsten schlecht platzierter Spieler manipuliert. So ist mir aufgefallen, dass gut platzierte Mitspieler gerne vor einem Ministerntor stehen bleiben, damit der nächste Spieler diese sterne erhält oder unglücklich würfelt und gut und gerne die Hälfte seiner Sterne loswird. Und, nein, dies passiert auch wenn man gegen menschliche Mitspieler spielt und ist nicht der Gummiband-Effekt der CPU. Ebenfalls können Bowserfelder zu reinen Glücksttreffern mutieren, wenn man selbst auf dem letzten Platz ist und, anstatt dass Bowser eure Sterne halbiert, verdoppelt er sie einfach. Oder anstatt dass man Sterne verliert sie geschenkt bekommt. Seltsamerweise scheinen aber häufig nur der Erste und Letzte auf diesen Feldern zu landen.
Nun kann man sagen: Im Partymodus ist das ein Vorteil, dadurch wird das Spiel spannender. Nach einigen Bedenken würde ich das sogar unterschreiben. Im Solomodus ist das hingegen einfach nur lästig.

Auch mit dabei ist natürlich der obligatorische Minispiel-Modus. dort kann man in der freuen Wahl jedes Spiel spielen. Außer Bosskämpfen, die man im Verlauf eines Brettspieles erst einmal selber freispielen muss, ehe sie in der Liste aufgenommen werden. Dabei fällt aber auch auf, dass recht wenig "Einer gegen Alle"- und "Junior"-Minispiele vorhanden sind. Eien Hand voll mehr hätten es gerne sein dürfen, wie auf den Brettern auch mehr dieser Felder hätten sein dürfen. Wie schon angedeutet spielt man fast ausschließlich nur in "Jeder gegen Jeden". Diese haben zwar eine Menge mögliche Spiele zur Auswahl, weshalb so schnell keine Ernüchterung kommt, aber es wirkt trotzdem wie "Ewig nur das Gleiche".
Ebenfalls hielt es der Entwickler NDCube für angebracht, den minispielmodus umzustrukturieren. Anstatt, wie bei den vorgängern, zuerst die Spieler und dann den Spielmodus zu wählen, ist es hier umgekehrt. Man sucht sich zuerst den Spielmodus aus und wählt dann die Spielfiguren aus. Heißt also, wenn wir genug von der freien Wahl haben, müssen wir uns durch die Spielfigurauswahl zurückarbeiten, den neuen Modus auswählen und dann die Figuren wieder neu auswählen. Für CPU-Gegenspieler kann man zum Glück noch immer "Zufall" wählen, hilft bei der Rückarbeit nicht viel. Ein bisschen unbequem gelöst.
Auch neigen die Sonderspiele, wie "Qual der Wahl", dazu, dass man zwar die Introsequenz überspringen darf, aber trotzdem die Teilnehmer vorstellen muss. Warum nicht direkt zur Frage "Wollt ihr die Regeln wissen?" springen, damit man verneinen und sofort loslegen kann? Ebenfalls, wenn man diese Spielmodi beendet hat und noch eine Runde spielen mag, wird man durch die Vergabe von Partypunkten unterbrochen, was halb so wild ist, dann startet jedoch wieder die Introsequenz, Teilnehmervorstellung und die Frage, ob wir die Regeln wissen möchten. Nein danke, das ist bereits die vierte Runde, die ich nacheinander Spiele. Ich brauche die Regeln nicht mehr zu wissen.
Ebenfalls, weil man je nach Platzierung im Minispiel Sterne sammelt, ist es bei vielen der Minispielen üblich dass sie weitergehen, bis ein Verlierer feststeht. Leider gilt das nicht für die meisten. Das Holzhack- und Pizza-Minispiel endet beispielsweise, sobald ein Sieger feststeht. Hätte man nicht konsequenterweise die gleiche Regelung, wie bei den vielen anderen Spielen nehmen können?

Fazit:
Ich denke, man hört es heraus, aber meine Begeisterung hält sich in Grenzen. So sehr ich die Vorgänger auch mochte, die Neuzusammensetzung der Regeln mag mir nicht so ganz zusagen. Items gibt es noch immer, diese sind allerdings nur Spezialwürfel, mit denen man entweder besondersd weit kommt oder schleicht. Und es gibt sogar einen Würfel, der wie in den Vorgängern ermöglicht bis 10 zu würfeln. Ansonsten haben wir einen Standardwürfel, der uns eine Zahl zwischen 1 und 6 würfelt. Mit einem Sonderwürfel ist es sogar erstmalig möglich, eine Null zu würfeln. Was mich da ein wenig stört: Wenn man eine Null wirft, passiert nichts. Das Feld auf dem man steht wird nicht erneut aktiviert, es komtm dierekt der nächste an die Reihe.
Ansonsten ist ein Brettdurchlauf dank der vereinfachten Regelung auch viel kürzer. Mit einer halben Stunde Spielzeit muss man definitiv rechnen. Allerdings gibt es keine Möglichkeit, ein Spiel zu pausieren, die Konsole auszuschalten und später weiterzumachen. Entweder man sitzt das Brett in einem Rutsch durch oder bricht ab.
auch wünschte ich, dass man noch mehr Einstellungen für das Spiel vornehmen könnte. Hurra, wir können nur einfache Minispiele spielen, die Bonussterne ausschalten und den altklugen Toad, der uns in den Ohren liegt was wir jetzt unbedingt würfeln sollte und was nicht und dass wir uns doch mal ansehen sollten, welche Spezialwürfel wir noch hätten mundtot machen. (Heißt, er gibt uns keine offensichtlichen Hinweise mehr).
Allerdingss wünschte ich, dass man Spielführerereignisse ausschalten oder nur erschwert durchführen könnte und dass Bosskämpfe ebenfalls ausgeschaltet werden könnten. Denn diese drei Felder sind durch Verbotsschilder gekennzeichnet. Heißt also, wir erreichen das Feld uns müssen uns durch diese Spiele kämpfen.Dadurch wird dem Spiel eigentlich ein großer Teil an Zufall weggenommen, den die Vorgänger hatten. Denn die Bonusereignisse aus dem Vorgänger waren selten. Gerne hofften wir, dass wir die richtige Nummer würfeln, um ein bestimmtes Ereignis auszulösen. Hier erwische ich mich hingegen ganz oft zu denken: "Ach nö, schon wieder?".
Trotz allem, wer ein paar Freunde oder Geschwister zur Hand hat, die Mario mögen und gerne gegeneinander spielen, kann gerne zugreifen oder leiht es sich aus. Oder greift gleich zu den Vorgängern, das ist auch möglich. Spaß mact das Spiel zwar, aber im Vergleich zu den vorgängern zieht es dann doch den kürzeren.


Mario Sports Mix
Mario Sports Mix
Wird angeboten von dvdseller24
Preis: EUR 45,80

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Mario Sports Mix featuring... Final Fantasy?!, 21. März 2012
= Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Mario Sports Mix (Videospiel)
Wenn es um Sportspiele geht, bin ich eigentlich immer sehr desinteressiert. Wenn das Spiel allerdings Mario und Co. als Spielfiguren hat, dann lese ich mir trotzdem die eine oder andere Review durch um zu sehen, wie das Spiel eigentlich ist. Um es kurz zu machen, die meisten Reviews ließen das Spiel doch sehr schlecht dabei wegkommen. Die integrierten Spiele seien sich zu ähnlich und das Spiel selbst sei zu leicht. Und dann kommt es dazu, dass man sich durch die endlosen weiten des Internets klickt und dabei auf einige Gameplayvideos stößt und sie sich aus Neugier einfach mal ansieht. Nun, was ich sah gefiel mir, also wollte ich sehen ob mir auch gefällt, was ich da selbst spiele.

Wie wir wissen beinhaltet das Spiel vier Sprtarten - Hockey, Basketball, Volleyball und Völkerbball.
Dabei sind es gerade Hockey und Basketball die sich mir zu stark ähneln: Wir laufen zum gegnerischen Ziel und versenken den Ball. Der einzige Unterschied ist, dass beim Basketball die Würfe zwei oder drei Punkte wert sind und bei Hockey hingegen nur einen.
Volleyball läuft hingegen so ab, wie wir es eventuell noch aus dem Sportunterricht kennen. Ein Satz ist beim erreichen von 15 Punkten beendet, wer zwei Sätze gewinnt ist Sieger.
Und Völkerball... nun, wir werfen unsere Gegner ab, wenn wir in Ballbesitz sind. Der Unterschied ist jedoch, dass jede Figur eine Energieleiste besitzt. Erreicht diese den Wert Null, landet die Figur im Aus, kann sich aber wieder reinwerfen, indem sie vom Aus aus einen Gegner trifft.

Ebenfalls treten während Partien ?-Felder auf. Diese beinhalten entweder Münzen oder ein Item.
Münzen kann man maximal 10 Stück mit sich tragen und tun uns den gefallen, unser Punktekonto enorm zu verbessern. Heißt im Klartext, wir erzielen ein Tor/Treffer, bekommen wir unsere Punkte gutgeschrieben, inklusive den Münzen, die als Bonuspunkte gutgeschrieben werden. Heißt also, man kann bis zu 11 Punkte erzielen, in Basketball und auf Bowser Jr. Boulevard sogar noch mehr. In Völkerball werden die Münzen hingegen in Schaden umgewandelt. Heißt, anstatt grob 1/5 der Energie abzuziehen, leert sich die Leiste um die Hälfte.
Und mit Items kann man dafür sorgen, dass die Gegner ihre Münzen fallen lassen. Das bringt allerdings nur bei Basketball und Hockey etwas, weil man so den Gegnern die fallengelassenen Münzen wegschnappen kann. Im Falle von Völer- und Volleyball hingegen nicht, da jedes Team sein eigenes Spielfeld hat, das es nicht übertreten kann. Aber dafür kann man mit Items seinen Gegnern das Leben zur Hölle machen. Geschrumpfte Figuren können in Völkerball den Ball nicht mehr fangen, Bomben schlagen Gegner kurzzeitig K.O. (und eigene Teamkameraden auch) und Bananenschalen lassen Spieler ausrutschen.
Ebenfalls kann man den Ball mit einem Item belegen. Heißt im Klartext, dass der Gegner dem Effekt des Items unterworfen wird, wenn er oder sie versucht den Ball abzufangen. In Basketball hat dies sogar den Vorteil, dass die Bälle den Korb definitiv treffen, wenn sie nicht abgefangen werden.

Aber es sind nicht nur Items, die uns das Leben schwer machen, sondern auch die verschiedenen Spielfelder. Gut, die Mario-Arena ist ein typisches 08/15-Feld ohne Hindernisse, wenn man ?-Felder ignoriert. Allerdings gibt es viele verrückte Spielfelder. Peachs Schlossgarten hat Rasensprenger, deren Fontänen eine hervorragende Absperrung abgeben, Waluigis Flipper malträtiert uns mit Flipperkugeln, in Juniors Boulevard sind Punktemultiplikatoren im Boden und in Luigis Villa fällt regelmäßig der Strom aus, um ein paar Beispiele zu nennen.

Außerdem verfügt jede Sportart über zwei Spielmodi. Modus #1 ist ein Match, wir wählen unsere Lieblingsfiguren aus, wählen anschließend ein Spielfeld, ändern eventuell die Regeln und ab die Post.
Modus #2 ist hingegen der Turniermodus, wir treten in drei Runden gegen verschiedene Gegner an. Dabei gibt es drei Cups, Pilz, Blume und Stern. Dabei sind die Spielfelder allesamt fix. Heißt, Pilzturnierrudne #1 findet immer in der Mario Arena statt. In diesem Fall sogar für alle Sprtarten. Sternturnier #1 ist beim Völkerball hingegen in der Wario Fabrik, bei allen anderen Sportarten auf dem Boulevard. Das finde ich ein bisschen schade, denn obwohl es pro Sportart drei geheime Spielfelder gibt, treten diese im herkömmlichen Turnier niemals auf.
Hat man das Turnier einer Sportart hingegen erfolgreich absolviert, können im jeweiligen turnier nun Geheimwege erscheinen. Geheimwege führen uns auf Pfade abseits des herkömmlichen turniers und gestattet uns, neue Spielfelder, Figuren und sogar Kostüme freizuschalten. Hier ist aber ein kleiner Haken, das meiste muss man viermal freispielen. Denn, hat man Peachs alternatives Kostüm für Völkerball freigeschaltet, hat man das Kostüm nur für Völkerball freigeschaltet. Heißt also, wenn wir dieses Kostüm für andere Sportarten nutzen wollen, müssen wir es noch drei weitere male freispielen. Ebenfalls, verlieren wir eine Mission des Geheimweges werden wir wieder zum Turnier zurückgeschickt. Außer es ist das geheime Finale. ;)

Allerdings gibt es auch ein Hintertürchen. Alles was man freispielen kann, kann man auch anderweitig freispielen. Neue Kostüme kann man abekommen, indem man oft genug mit der entsprechenden Figur spielt. Das gleiche gilt auch für Spielfelder, spielt eine Sportart 35 mal und ihr schaltet eine Arena frei. Ebenfalls kann man den prominenten Besuch aus FF1 auch für alle Sportarten freischalten, indem man die Sternenstraße im Sternencup erfolgreich absolviert. Dazu muss man den Cup allerdings dreimal durchspielen, für jede Figur einmal, und für deren Kostüme sogar bis zu sechs mal. Das ist auf Dauer... lästig. Zwar gibt es einen Mastercheat, aber den will ich aus sportlichen Gründen nicht benutzen.

Was die Figuren angeht, die anfänglich auswählbaren Figuren stammen, natürlich, alle aus dem Mariouniversum. Diese sind in jeweils vier Kategorien eingeteilt, nämlich Stärke, Geschwindigkeit, Technik und Allrounder. Dabei hat auch jeder Figurentyp je Sportart ihre eigenen Vor- und Nachteile. Techniker sind in Hockey besonders gut, da sie besser umkehren können und nicht so leicht rutschen. Schnelle Figuren eignen sich hingegen besser für Volleyball. Ebenfalls hat jede Figur auch einen Spezialangriff. Während man spielt füllt sich dabei eine Leiste am unteren Bildrand auf. Ist diese gefüllt kann man den Spezialangriff einsetzen, der in den meisten Fällen auch sehr erfolgreich ist. Natürlich gilt dabei auch zu beachten, dass jeder Spezialangriff anders ist und manche sind je nach Sportart besser oder schlechter zu gebrauchen. Daisys Blumenbeet verdeckt das ganze volleyballfeld und macht den Aufprallort des Balles schwer zu bestimmen, in Hockey ist dieser Spezialangriff hingegen eine Lachnummer. Oder Yoshi, Völkerball nicht schwer auszuweichen, da die rosa Trefferzone der sicherste Ort ist, bei den anderen Sportarten aufgrund seiner Willkür ein sicherer Treffer.
Außerdem, was ich ein wenig schade finde, fünf der sechs freischaltbaren Figuren stammen aus Final Fantasy, #6 ist hingegen das Maskottchen aus Dragon Quest.
Ebenfalls tritt man in den Sportarten stets in Zweier- oder Dreierteams gegeneinander an. Heißt also, man kann sich nicht nur seine Lieblingsfigur aussuchen, sondern gleich mehrere. Nicht nur das, man kann auch Turniere mit seinen Freunden oder Geschwistern spielen, nicht nur Matches. Allerdings, auch wenn einige Figuren alternative Outfits haben, können Figuren wie Toad oder Yoshi nur einmal ausgewählt werden, auch wenn man eine Alternativfarbe wählt. Die CPU kann in Turnieren hingegen locker mit zwei/drei Yoshis oder Toads in den Ring steigen. Alle anderen Figuren sind hingegen nur einmal vertreten. Wobei, wenn man ein Team mit Mario als Anführer besiegt kann es noch immer passieren, dass das Wario-Team Mario als Teamkameraden hat. Na ja, kann vorkommen, aber von Yoshi und Toad abgesehen tritt man selten gegen die eigene Figur an.
Außerdem, in Hockey stellt das Spiel Torwärter in Form von Shy Guys und in Völkerball springen zwei Yoshis als Könige ein.
Auch kann man, wenn man alleine spielt, zwischen seinen Teamkameraden wechseln.

Ebenfalls bietet das Spiel einen Minispielmodus an. Diese basieren, natürlich, auf die vier Sportarten aus Sport Mix an. Das wäre ein turnier in dem man Bob-Ombs lange genug ausweichen muss, Fütterungszeit für eine Piranhapflanze, Ballannahme um eine Melodie zu spielen und ein Spiel indem man versucht seine Kontrahenten vom Spielfeld zu schubsen.
Lustig, mehr aber auch nicht und auf den Geheimwegen ganz gerne lästig.

Hat man sogar alle Sportarten auf "Normal" gemeistert, schaltet man sogar den "Sport Mix" frei. In diesem Modus sind alle Gegner auf "Experte" gestellt, ebenmfalls wird die zu spielende Sportart zufällig gewählt. Das kann, unter umständen, schwer bis leicht sein. Meine Endrunde im Sternenturnier fand in Basketball statt, das Turnier zu gewinnen war ein ganz schön hartes Stück. Auch erwartet uns am Ende des Sternencups eine kleine Überraschung, nachdem man alle Sportarten komplettiert hat.
Ansonsten ist das Spiel einfach. Auf Normal ist das Spiel sogar sehr Einseitig, weil sich die CPU gar nicht erst die Mühe gibt zu gewinnen. Der gegnerische Torwart aus Hockey scheint sogar regelmäßig Pause zu machen.
Ein Faires Match kann man auf "schwer" erwarten, in dem man sich ein bisschen anstrengen darf, ansonsten kann man auch gegen einen menschlichen Gegner antreten.
Übrigens, das Spiel kann man entweder mit Remote und Nunchuk spielen oder nur mit der Remote. Bei der nunchuk-Variante darf man sich auf Muskelkater freuen, da dort erwartet wird die Fernbedienung regelmäßig zu schütteln. Die Remote Variante setzt hingegen ausschließlich auf Knopfsteuerung.

Auch gibt es einen Onlinemodus, diesen habe ich jedoch nicht probiert. Ich glaube einfach nicht, dass der Onlinemodus noch fleißig genutzt wird. Oder überhaupt genutzt wird.

Fazit:
Also, ja, ich habe meinen Spaß. Ja, ich kann auch verstehen warum das Spiel nicht so gut wegkommt. Wie schon gesagt, gerade Hockey und Basketball sind mir zu ähnlich. Standardmäßig ist das Spiel zu einfach und irgendwie werde ich auch das Gefühl nicht los, dass Entwickler Square Enix eigentlich nur Final Fantasy promoten wollte.Gerade das FF-Team scheint im Schnitt besser zu sein, als das Team-Nintendo.
Grundsätzlich macht das Spiel trotzdem Spaß, wenn man mit einem Freund spielen kann und eventuell auch noch einen höheren Schwierigkeitsgrad einstellt. Ansonsten kann man das Spiel selbst im Halbschlaf problemlos knacken.
Wer sich vom vierfachen Freischalten von Arenen und Figuren auch nicht abschrecken lässt, kann sich sogar auf einen hohen Wiederspielwert freuen.
Ansonsten? Ja, auch wenn ich vier Sterne vergebe ist das Spiel ganz nett. Wie die meisten Multiplayertitel macht auch Sports Mix nur mit Freunden Laune, ansonsten kann man bedenkenlos einen Stern abziehen. Und Kinder? Die haben definitiv ihren Spaß an diesem Spiel. Kein Must Have und wer auf der Kippe steht kann es sich ja noch immer ausleihen.
Und anch einigen Tagen wirft man das Spiel auch nur noch für Zwischendurch ein.


The Last Story
The Last Story
Wird angeboten von moewi_games
Preis: EUR 68,90

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen The Last Story, 2. März 2012
= Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: The Last Story (Videospiel)
The Last Sory, wo fange ich eigentlich mit dir an? Auf der X360 hatten mir Blue Dragon und Lost Odyssey besonders gut gefallen und entsprechend hoch fielen meine Erwartungen für TLS aus. Leider machte sich schon in den ersten Spielstunden Ernüchterung breit. Waren meine Erwartungen zu hoch gesetzt?

Storytechnisch handelt TLS um eine kleine Söldnergruppe, mit dem Wunsch endlich ein weniger gefährliches Leben führen zu können. Da kommt es dem Trupp gerade recht, dass Graf Arganan eine Aufgabe für sie bereithält, um so die Karriereleiter emporsteigen zu können. Und dass schließlich zwischen den Gurak und Lazulis ein Krieg ausbricht tut dem Karrieresprung auch noch sein übriges.
An und für sich entwickelt sich die Handlung sehr schnell und bedient auch viele Klischees, offen gesagt. So zum Beispiel Zaels Treffen mit Calista, das allseitsbekannte "Junge trifft mysteriöse Fremde und sie verlieben sich unsterblich ineinander".
Ebenfalls hat TLS eine Substory, nämlich dass die Erde langsam alle ihre Lebenskraft verliert und die Ernten immer schlechter werden und es so immer mehr zu aufständen käme. Leider wird dieser Subplot, obwohl als wichtig angegeben, eher rudimentär eingesetzt und alle paar Kapitel mal wieder erwähnt - und selbstverständlich ist das ein Problem, das wir im Verlauf der Handlung auch zu lösen versuchen.

Das Gameplay ist jedenfalls ganz gut gelungen. Grundsätzlich ist TLS ein Action-RPG mit leichten Stealth-Elementen. Heißt: man kann hinter Objekten, Säulen, etc. in Deckung gehen. Dies eröffnet auch neue Angriffsmethoden, wie Ausfallschläge. In der Praxis bewährt sich die Kamikaze-Methode aber ebensogut, wie taktische Vorgehensweise. Sprich: Wer seine Ausrüstung regelmäßig aufwertet wird nie große Schwierigkeiten haben.
Aber natürlich kämpft Zael nicht alleine gegen Gegner, er hat ja noch sechs Verbündete an seiner Seite. Diese werden alle von der CPU gesteuert und tun ihre Sache jetzt nicht so schlecht. Wenn Mirania einen Heilkreis zaubert, verschanzt sie sich hinter einem Felsen oder ähnliches, bis sie einen neuen erschaffen muss und aktiviert ihn so, dass der Einfluss des Kreises bis in ihr Versteck reicht. Angeschlagene Gruppenmitglieder suchen meist von sich aus Heilkreise auf und Magier laufen weg, wenn Feinde zu sehr auf Tuchfühlung gehen.
Natürlich ist es allerdings auch bei ihnen wichtig, die Ausrüstung stets in Schuss zu halten. Wo die Nahkämpfer allerdings gerne drauf loskloppen können, ist es mit den Magiern schon etwas schwerer. Denn wenn ein Magier einen Zauber startet, sind sie für ca. 20 Sekunden schutzlos ausgeliefert. Erleiden sie einen gegnerischen Treffer, wird der Zauber abgebrochen und müssen von vorne starten. Besonders ärgerlich, wenn es sich dabei um den Heiler handelt.
Was muss man dagegen also tun? Einfach: Zael beherrscht ab einem frühen Zeitpunkt im Spiel den Fokus. Setzt er diesen ein, erhält er die ungeteilte Aufmerksamkeit von Monstern in der Umgebung. Dies kann man nutzen, damit Zael die Feinde ablenken kann, während die Magier ihre Zauber auf die Feinde schießen und sich Dagran und Syrenne um die ungeschützten Rücken der Gegner kümmern.
Ebenfalls kann Zael die Magiekreise seiner Mitstreiter aufwirbeln, was verschiedene Effekte hat. Wird ein Heilkreis aufgewirbelt, wird die ganze Gruppe geheilt. Wird ein Flammenkreis aufgewirbelt, erleidet der Gegner Schaden und deren Abwehr wird temporär gemindert. Natürlich hat jede Magieform einen anderen Effekt, wenn aufgewirbelt. Ebenfalls kann man die Magiekreise auch in Ruhe lassen. Ein Gegner kann zum Beispiel niemals von einem von Miranias oder Calistas Heilkreisen kuriert werden, ebenfalls erleiden die Figuren niemals schaden, wenn sie in einem Angriffskreis eines Mitsteiters stehen. Im Gegenteil, die ausgerüstete Waffe wird (außer im Heilkreis) mit einem Elementeffekt versehen, was den Schaden erhöht. Es sei denn der Gegner ist resistent gegen das Element. Ebenfalls wirkt die Heilwirkung des Heilkreises auch noch eine Weile nach, nachdem man ihn verlassen hat.

Ebenfalls kann Zael seinen Mitstreitern anweisungen geben. Dann pausiert das Spiel und man kann dem Mitstreiter dazu anweisen einen von vier Skills anzuwenden. Wobei erholen weniger ein skill ist, als der Befehl dass man in den nächsten Heilkreis springen soll. Grundsätzlich führt jede Figur den linken Befehl immer automatisch aus. Sollte man ihr jemals befehlen den rechten Befehl auszuführen, wird sie für den Rest des Kampfes diesen Befehl ausführen oder bis man sie dazu anweist den linken Befehl wieder auszuführen. Der obere Befehl ist hingegen das obligatorische Overlimit. Jede Figur besitzt ihr eigenes, kann dieses aber erst einsetzen, nachdem sie ein bestimmtes Level erreicht hat und der Balken für dieses Limit gefüllt wurde. Wurde dieses eingesetzt, setzen die Figuren wieder ihre Standardaktionen ein. Außerdem, sollte man einem Magier befehlen einen Zauber auszuführen, braucht dieser nur 3 statt 20 Sekunden.

außerdem verfügt jede Figur über 5 Leben. Erreichen die HP einer Figur den Wert 0, ist sie vorrübergehend außer Gefecht gesetzt. Nun kann man entweder abwarten, bis sie wieder auf die Beine kommt oder mit aktiviertem Fokus dem Mitstreiter auf die Beine helfen und ihm kurzzeitig einige statusverbesserungen zu gönnen. Sollte ein Mitstreiter alle fünf Leben verloren haben, ist er bis zum Kampfende K.O. und ist logischerweise nicht mehr zu gebrauchen. Nach Kampfende werden die HP übrigens wieder hergestellt und alle Leben wieder aufgefrischt. Und nur so nebenbei, auch wenn das Spiel eigentlich einfach ist, diverse Bosse können (und werden) hart zuschlagen. Das spiel ist aus, sollte Zael alle seine fünf Leben verlieren. Auch erhalten besiegte Gefährten den vollen Topf an Erfahrungspunkten.
Das ist insofern gut, weil das Spiel bestimmt, mit welchen Figuren ihr ein dungeon bestreitet. Die erste Hälfte des Spieles wird zum Beispiel überwiegend ohne Lowell und Syrenne bewältigt, in der Mitte glänzt hingegen Mirania mit Abwesenheit.

Ebenfalls können Dungeons wiederholt werden. Dies hat den Vorteil, dass Schatztruhen wieder gefüllt sind und auch goldene Truhen mit seltenen Materialien auf uns warten, die bei jedem Neubesuch wieder prall gefüllt sind. Der Nachteil? Gegner geben bei Wiederholungen keine Erfahrung mehr aus. Dies soll wohl das überleveln verhindern. Aber was kann man tun, um schwache Gefährten aufzupäppeln? Sind etwa alle Level Ups vom Skript vorgegeben? Nein, es gibt zwei Möglichkeiten, die Gefährten zu stärken, sollte ein Boss mal viel zu stark sein. Zuerst einmal ist da die Arena. Dort kann man Geld sammeln, aber auch Erfahrung bekommen. Das Problem ist nur, dass irgendwann zu wenig erfahrung hinterlassen wird und offen gestanden ist sie nur für den Geldbeutel gut. Die andere Möglichkeit sind Beschwörungskreise. Dies sind auffallend rote Pentagramme, die in Dungeons versteckt sind (mal einigermaßen gut und mal in Sichtweite) und erlauben es einen unerschöpflichen Vorrat an Monstern zu rufen. Der Haken hierbei? Nun, es kann vorkommen, dass man stärkere Monster beschwört, was aber kein Problem ist, sollte man besiegt werden - das Spiel setzt regelmäßig Checkpoints vor Kämpfen. Ihr wurdet besiegt, habt aber 10 Level dazugewonnen? Kein Problem, ihr werdet vor dem verlorenen Kampf zurückgesetzt und habt noch immer eure zehn neuen Level. Ebenfalls fehlen diese Kreise bei Dungeonwiederholungen. Wenn ihr also einen findet, setzt ihn ein.

Auch wie schon anfangs erwähnt: Es ist möglich ausrüstung aufzuwerten. Grundsätzlich ist jede Rüstung gleich stark. Ganz gleich, ob ihr eine Seidenrüstung, eine Lederrüstung oder gar schwere Rüstung tragt. Wenn ihr aber mit genügend Materialien und Geld habt, könnt ihr Rüstungen verbessern. Abhängig von der Art der Rüstung entwickelt sich diese beim aufwerten anders weiter.
Ebenfalls lassen sich Waffen aufwerten, wodurch ihr Schadensoutput erhöht wird. Anders als Rüstungen hat jedoch jede Waffe andere Werte.
Ebenfalls interessant ist, dass man seine Figuren frei egstalten kann, was das Outfit angeht. Je nach Rüstung welche die Figur trägt sieht sie anders aus, dabei wird allerdings nur zwischen Brustschutz und Beinschutz unterschieden. Damit aber nicht genug, man kann Kleidungsstücke umfärben. Dabei haben Ober- und Unterkörper jeweils vier oder fünf verschiedene Färbeflächen. Ihr wollt zum Beispiel nicht, dass Calista in rosarot Monster platt macht? Kein Problem, es geht auch in blutrot, schwarz und was das Herz noch begehrt. Dabei hat man zu Anfang jedoch nur auf die Hälfte aller Farben zugriff. Neue Farben muss man kaufen, indem man sie gegen Items austauscht. Ebenfalls kommt jede neue Farbe in vier Farbtiefen - hell und dunkel, ist ja logisch.
Außerdem erhält jede Rüstung pro Aufwertung neue Teile. Wer jetzt nicht mag, dass die neue Rüstung der Figur einen Helm auf den Kopf setzt kann dieses Teil einfach entfernen. Tatsächlich kann man eine Rang 9-Rüstung wie eine Rang 0 aussehen lassen, ohne von Stausverminderungen betroffen zu sein. Allerdings hört es da auch auf, was das manuelle Entfernen angeht. Denn das Spiel bietet auch die Färbung "unsichtbar", bei der die Figuren nur noch in ihrer Unterwäsche Gegner besiegen. Anders als in Xenoblade jedoch, wird die Rüstung nur Unsichtbar, aber ihre Werte behält man nach wie vor bei.
auch werden Skills für die Aufwertung freigeschaltet. Eien drachenrüstung kann ab Rang 3 den Schaden bedeutend vermindern, wenn Calistas Barriere errichtet ist, andere Teile erlauben Regeneration wenn man sich verschanzt und andere Späße. Das gleiche gilt natürlich auch für Waffen.

Aber, trotz der vielen Möglichkeiten hätte ich auch TLS nur drei Sterne vergeben, weil mich der Umfang des Einzelspielers nicht vollends überzeugt. Allerdings gibt es hier eine richtig schöne Abwechslung: Der Online-Modus. Ich hätte das Spiel schon nach wenigen Tagen durchspielen können, hätte mich der Onlinemodus nicht immer abgelenkt. Grundsätzlich bietet der Onlinemodus zwei Modi: Schlachten und Bosskämpfe.
Zunächst einmal, im Onlinemodus kann man als jede Figur spielen, die der Söldnergruppe angehört. Ebenfalls bieten Schlachten nochmal eine Hand voll weiterer Figuren an, wie Ashtar, Therius und Zangurak. Bei Bosskämpfen hingegen nur die die sieben Leute aus der Söldnergruppe.
Zunächst einmal, in Schlachten geht es einfach nur darum, seine Gegner zu besiegen, wofür man Punkte sammelt. Wird man hingegen selbst besiegt, bekommt man Punkte abgezogen und wird wenig später an einer neuen Stelle wiederbelebt, bis die Zeit abgelaufen ist. Je nachdem wie man abgeschnitten hat bekommt man für das Hauptspiel auch Gegenstände als Preis ins Inventar gelegt. Das können Effekte sein (für die Kostümierung, bekommt man nur im Onlinemodus) oder seltene Materialien zum aufwerten von Rüstung und Waffen oder Händlermüll, den man für viel Geld verkaufen kann. Ebenfalls werden die Statuswerte aus dem Hauptspiel nicht übernommen, jede Figur ist gleich Stark, lediglich das Aussehen der Rüstung wird übernommen.
Bosskämpfe sind hingegen kooperativ, ebenfalls werden hier die Werte von Waffen und Rüstungen übernommen. Für das Besiegen des Bosses bekommt die Gruppe beim ersten Sieg des Bosses eine Waffe geschenkt, danach Materialien um besagte Waffe aufzurüsten. Es ist grundsätzlich eine gute Idee, mit starken Figuren in den Bosskampf zu gehen.

Und auch hier noch zur britischen Synchronisation, wie bei XBC ist sie hier recht gut geraten. Was mir aber sauer aufstieß waren zwei Sachen:
Zunächst einmal halte ich Calistas Stimme für zu tief. Es wird zwar angedeutet, dass sie in ihren Zwanzigern ist, aber ihre Sprecherin klingt als sei sie Ende 30. Auch werden Kinder eindeutig von Erwachsenen gesprochen, was man besonders bei den Jungen heraushört - dass sich das Furchtbar anhört muss ich nicht extra erwähnen? Zum Glück sind auf den Straßen von Lazulis nur wenig Kinder unterwegs, weshalb man mit etwas Glück nie einen Reden hört und an Calista hatte ich mich mit der Zeit arrangieren können.

Fazit:
Hätte TLS jetzt nicht den spaßigen Onlinemodus, hätte ich dem Spiel vermutlich einen Stern abgezogen. Denn, so sehr ich es mir gewünscht hatte und ich mich auf TLS freute, ist das Spiel kein neues "Lost Odyssey" geworden. Schlecht ist es keineswegs, aber im vergleich dann doch ein wenig ernüchternd.
Das Spiel selbst hatte ich auch in knapp über 20 Stunden durchgespielt, dafür bietet es NG+, indem Bossmonster stärker sind und man seine Ausrüstung auf bis zu Rang 99 bringen kann.
Ebenfalls bietet TLS nicht viele Sidequests, es gibt eine Hand voll optionaler Kapitel, aber nicht genug um die Linearität zu verdecken. Wer aber mit seiner Wii online geht und Spaß daran hat, sich mit seinen Mitspielern zu messen, kann aber recht viel spaß an TLS haben. Wer aber länger bei der Stange gehalten werden und mehr sehen möchte, dem ist dann doch eher zu "Xenoblade Chronicles" geraten.
Ansonsten habe ich genau das zu sagen, was ich schon zu meiner XBC-Rezension sagte: Hiebrei ahndelt es sich um kein schlechtes Spiel. RPG-Fans werden sicher ihren Spaß haben und können gerne zugreifen, auch wenn ich nicht denke, dass man viel verpassen würde, ließe man es außen vor.
Jetzt kann jedenfalls auch "Pandora's Tower" kommen. :)


The Last Story - Limited Edition
The Last Story - Limited Edition

4.0 von 5 Sternen The Last Story, 2. März 2012
= Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: The Last Story - Limited Edition (Videospiel)
The Last Sory, wo fange ich eigentlich mit dir an? Auf der X360 hatten mir Blue Dragon und Lost Odyssey besonders gut gefallen und entsprechend hoch fielen meine Erwartungen für TLS aus. Leider machte sich schon in den ersten Spielstunden Ernüchterung breit. Waren meine Erwartungen zu hoch gesetzt?

Storytechnisch handelt TLS um eine kleine Söldnergruppe, mit dem Wunsch endlich ein weniger gefährliches Leben führen zu können. Da kommt es dem Trupp gerade recht, dass Graf Arganan eine Aufgabe für sie bereithält, um so die Karriereleiter emporsteigen zu können. Und dass schließlich zwischen den Gurak und Lazulis ein Krieg ausbricht tut dem Karrieresprung auch noch sein übriges.
An und für sich entwickelt sich die Handlung sehr schnell und bedient auch viele Klischees, offen gesagt. So zum Beispiel Zaels Treffen mit Calista, das allseitsbekannte "Junge trifft mysteriöse Fremde und sie verlieben sich unsterblich ineinander".
Ebenfalls hat TLS eine Substory, nämlich dass die Erde langsam alle ihre Lebenskraft verliert und die Ernten immer schlechter werden und es so immer mehr zu aufständen käme. Leider wird dieser Subplot, obwohl als wichtig angegeben, eher rudimentär eingesetzt und alle paar Kapitel mal wieder erwähnt - und selbstverständlich ist das ein Problem, das wir im Verlauf der Handlung auch zu lösen versuchen.

Das Gameplay ist jedenfalls ganz gut gelungen. Grundsätzlich ist TLS ein Action-RPG mit leichten Stealth-Elementen. Heißt: man kann hinter Objekten, Säulen, etc. in Deckung gehen. Dies eröffnet auch neue Angriffsmethoden, wie Ausfallschläge. In der Praxis bewährt sich die Kamikaze-Methode aber ebensogut, wie taktische Vorgehensweise. Sprich: Wer seine Ausrüstung regelmäßig aufwertet wird nie große Schwierigkeiten haben.
Aber natürlich kämpft Zael nicht alleine gegen Gegner, er hat ja noch sechs Verbündete an seiner Seite. Diese werden alle von der CPU gesteuert und tun ihre Sache jetzt nicht so schlecht. Wenn Mirania einen Heilkreis zaubert, verschanzt sie sich hinter einem Felsen oder ähnliches, bis sie einen neuen erschaffen muss und aktiviert ihn so, dass der Einfluss des Kreises bis in ihr Versteck reicht. Angeschlagene Gruppenmitglieder suchen meist von sich aus Heilkreise auf und Magier laufen weg, wenn Feinde zu sehr auf Tuchfühlung gehen.
Natürlich ist es allerdings auch bei ihnen wichtig, die Ausrüstung stets in Schuss zu halten. Wo die Nahkämpfer allerdings gerne drauf loskloppen können, ist es mit den Magiern schon etwas schwerer. Denn wenn ein Magier einen Zauber startet, sind sie für ca. 20 Sekunden schutzlos ausgeliefert. Erleiden sie einen gegnerischen Treffer, wird der Zauber abgebrochen und müssen von vorne starten. Besonders ärgerlich, wenn es sich dabei um den Heiler handelt.
Was muss man dagegen also tun? Einfach: Zael beherrscht ab einem frühen Zeitpunkt im Spiel den Fokus. Setzt er diesen ein, erhält er die ungeteilte Aufmerksamkeit von Monstern in der Umgebung. Dies kann man nutzen, damit Zael die Feinde ablenken kann, während die Magier ihre Zauber auf die Feinde schießen und sich Dagran und Syrenne um die ungeschützten Rücken der Gegner kümmern.
Ebenfalls kann Zael die Magiekreise seiner Mitstreiter aufwirbeln, was verschiedene Effekte hat. Wird ein Heilkreis aufgewirbelt, wird die ganze Gruppe geheilt. Wird ein Flammenkreis aufgewirbelt, erleidet der Gegner Schaden und deren Abwehr wird temporär gemindert. Natürlich hat jede Magieform einen anderen Effekt, wenn aufgewirbelt. Ebenfalls kann man die Magiekreise auch in Ruhe lassen. Ein Gegner kann zum Beispiel niemals von einem von Miranias oder Calistas Heilkreisen kuriert werden, ebenfalls erleiden die Figuren niemals schaden, wenn sie in einem Angriffskreis eines Mitsteiters stehen. Im Gegenteil, die ausgerüstete Waffe wird (außer im Heilkreis) mit einem Elementeffekt versehen, was den Schaden erhöht. Es sei denn der Gegner ist resistent gegen das Element. Ebenfalls wirkt die Heilwirkung des Heilkreises auch noch eine Weile nach, nachdem man ihn verlassen hat.

Ebenfalls kann Zael seinen Mitstreitern anweisungen geben. Dann pausiert das Spiel und man kann dem Mitstreiter dazu anweisen einen von vier Skills anzuwenden. Wobei erholen weniger ein skill ist, als der Befehl dass man in den nächsten Heilkreis springen soll. Grundsätzlich führt jede Figur den linken Befehl immer automatisch aus. Sollte man ihr jemals befehlen den rechten Befehl auszuführen, wird sie für den Rest des Kampfes diesen Befehl ausführen oder bis man sie dazu anweist den linken Befehl wieder auszuführen. Der obere Befehl ist hingegen das obligatorische Overlimit. Jede Figur besitzt ihr eigenes, kann dieses aber erst einsetzen, nachdem sie ein bestimmtes Level erreicht hat und der Balken für dieses Limit gefüllt wurde. Wurde dieses eingesetzt, setzen die Figuren wieder ihre Standardaktionen ein. Außerdem, sollte man einem Magier befehlen einen Zauber auszuführen, braucht dieser nur 3 statt 20 Sekunden.

außerdem verfügt jede Figur über 5 Leben. Erreichen die HP einer Figur den Wert 0, ist sie vorrübergehend außer Gefecht gesetzt. Nun kann man entweder abwarten, bis sie wieder auf die Beine kommt oder mit aktiviertem Fokus dem Mitstreiter auf die Beine helfen und ihm kurzzeitig einige statusverbesserungen zu gönnen. Sollte ein Mitstreiter alle fünf Leben verloren haben, ist er bis zum Kampfende K.O. und ist logischerweise nicht mehr zu gebrauchen. Nach Kampfende werden die HP übrigens wieder hergestellt und alle Leben wieder aufgefrischt. Und nur so nebenbei, auch wenn das Spiel eigentlich einfach ist, diverse Bosse können (und werden) hart zuschlagen. Das spiel ist aus, sollte Zael alle seine fünf Leben verlieren. Auch erhalten besiegte Gefährten den vollen Topf an Erfahrungspunkten.
Das ist insofern gut, weil das Spiel bestimmt, mit welchen Figuren ihr ein dungeon bestreitet. Die erste Hälfte des Spieles wird zum Beispiel überwiegend ohne Lowell und Syrenne bewältigt, in der Mitte glänzt hingegen Mirania mit Abwesenheit.

Ebenfalls können Dungeons wiederholt werden. Dies hat den Vorteil, dass Schatztruhen wieder gefüllt sind und auch goldene Truhen mit seltenen Materialien auf uns warten, die bei jedem Neubesuch wieder prall gefüllt sind. Der Nachteil? Gegner geben bei Wiederholungen keine Erfahrung mehr aus. Dies soll wohl das überleveln verhindern. Aber was kann man tun, um schwache Gefährten aufzupäppeln? Sind etwa alle Level Ups vom Skript vorgegeben? Nein, es gibt zwei Möglichkeiten, die Gefährten zu stärken, sollte ein Boss mal viel zu stark sein. Zuerst einmal ist da die Arena. Dort kann man Geld sammeln, aber auch Erfahrung bekommen. Das Problem ist nur, dass irgendwann zu wenig erfahrung hinterlassen wird und offen gestanden ist sie nur für den Geldbeutel gut. Die andere Möglichkeit sind Beschwörungskreise. Dies sind auffallend rote Pentagramme, die in Dungeons versteckt sind (mal einigermaßen gut und mal in Sichtweite) und erlauben es einen unerschöpflichen Vorrat an Monstern zu rufen. Der Haken hierbei? Nun, es kann vorkommen, dass man stärkere Monster beschwört, was aber kein Problem ist, sollte man besiegt werden - das Spiel setzt regelmäßig Checkpoints vor Kämpfen. Ihr wurdet besiegt, habt aber 10 Level dazugewonnen? Kein Problem, ihr werdet vor dem verlorenen Kampf zurückgesetzt und habt noch immer eure zehn neuen Level. Ebenfalls fehlen diese Kreise bei Dungeonwiederholungen. Wenn ihr also einen findet, setzt ihn ein.

Auch wie schon anfangs erwähnt: Es ist möglich ausrüstung aufzuwerten. Grundsätzlich ist jede Rüstung gleich stark. Ganz gleich, ob ihr eine Seidenrüstung, eine Lederrüstung oder gar schwere Rüstung tragt. Wenn ihr aber mit genügend Materialien und Geld habt, könnt ihr Rüstungen verbessern. Abhängig von der Art der Rüstung entwickelt sich diese beim aufwerten anders weiter.
Ebenfalls lassen sich Waffen aufwerten, wodurch ihr Schadensoutput erhöht wird. Anders als Rüstungen hat jedoch jede Waffe andere Werte.
Ebenfalls interessant ist, dass man seine Figuren frei egstalten kann, was das Outfit angeht. Je nach Rüstung welche die Figur trägt sieht sie anders aus, dabei wird allerdings nur zwischen Brustschutz und Beinschutz unterschieden. Damit aber nicht genug, man kann Kleidungsstücke umfärben. Dabei haben Ober- und Unterkörper jeweils vier oder fünf verschiedene Färbeflächen. Ihr wollt zum Beispiel nicht, dass Calista in rosarot Monster platt macht? Kein Problem, es geht auch in blutrot, schwarz und was das Herz noch begehrt. Dabei hat man zu Anfang jedoch nur auf die Hälfte aller Farben zugriff. Neue Farben muss man kaufen, indem man sie gegen Items austauscht. Ebenfalls kommt jede neue Farbe in vier Farbtiefen - hell und dunkel, ist ja logisch.
Außerdem erhält jede Rüstung pro Aufwertung neue Teile. Wer jetzt nicht mag, dass die neue Rüstung der Figur einen Helm auf den Kopf setzt kann dieses Teil einfach entfernen. Tatsächlich kann man eine Rang 9-Rüstung wie eine Rang 0 aussehen lassen, ohne von Stausverminderungen betroffen zu sein. Allerdings hört es da auch auf, was das manuelle Entfernen angeht. Denn das Spiel bietet auch die Färbung "unsichtbar", bei der die Figuren nur noch in ihrer Unterwäsche Gegner besiegen. Anders als in Xenoblade jedoch, wird die Rüstung nur Unsichtbar, aber ihre Werte behält man nach wie vor bei.
auch werden Skills für die Aufwertung freigeschaltet. Eien drachenrüstung kann ab Rang 3 den Schaden bedeutend vermindern, wenn Calistas Barriere errichtet ist, andere Teile erlauben Regeneration wenn man sich verschanzt und andere Späße. Das gleiche gilt natürlich auch für Waffen.

Aber, trotz der vielen Möglichkeiten hätte ich auch TLS nur drei Sterne vergeben, weil mich der Umfang des Einzelspielers nicht vollends überzeugt. Allerdings gibt es hier eine richtig schöne Abwechslung: Der Online-Modus. Ich hätte das Spiel schon nach wenigen Tagen durchspielen können, hätte mich der Onlinemodus nicht immer abgelenkt. Grundsätzlich bietet der Onlinemodus zwei Modi: Schlachten und Bosskämpfe.
Zunächst einmal, im Onlinemodus kann man als jede Figur spielen, die der Söldnergruppe angehört. Ebenfalls bieten Schlachten nochmal eine Hand voll weiterer Figuren an, wie Ashtar, Therius und Zangurak. Bei Bosskämpfen hingegen nur die die sieben Leute aus der Söldnergruppe.
Zunächst einmal, in Schlachten geht es einfach nur darum, seine Gegner zu besiegen, wofür man Punkte sammelt. Wird man hingegen selbst besiegt, bekommt man Punkte abgezogen und wird wenig später an einer neuen Stelle wiederbelebt, bis die Zeit abgelaufen ist. Je nachdem wie man abgeschnitten hat bekommt man für das Hauptspiel auch Gegenstände als Preis ins Inventar gelegt. Das können Effekte sein (für die Kostümierung, bekommt man nur im Onlinemodus) oder seltene Materialien zum aufwerten von Rüstung und Waffen oder Händlermüll, den man für viel Geld verkaufen kann. Ebenfalls werden die Statuswerte aus dem Hauptspiel nicht übernommen, jede Figur ist gleich Stark, lediglich das Aussehen der Rüstung wird übernommen.
Bosskämpfe sind hingegen kooperativ, ebenfalls werden hier die Werte von Waffen und Rüstungen übernommen. Für das Besiegen des Bosses bekommt die Gruppe beim ersten Sieg des Bosses eine Waffe geschenkt, danach Materialien um besagte Waffe aufzurüsten. Es ist grundsätzlich eine gute Idee, mit starken Figuren in den Bosskampf zu gehen.

Und auch hier noch zur britischen Synchronisation, wie bei XBC ist sie hier recht gut geraten. Was mir aber sauer aufstieß waren zwei Sachen:
Zunächst einmal halte ich Calistas Stimme für zu tief. Es wird zwar angedeutet, dass sie in ihren Zwanzigern ist, aber ihre Sprecherin klingt als sei sie Ende 30. Auch werden Kinder eindeutig von Erwachsenen gesprochen, was man besonders bei den Jungen heraushört - dass sich das Furchtbar anhört muss ich nicht extra erwähnen? Zum Glück sind auf den Straßen von Lazulis nur wenig Kinder unterwegs, weshalb man mit etwas Glück nie einen Reden hört und an Calista hatte ich mich mit der Zeit arrangieren können.

Und noch zur LE, ich denke sie ist ihr Geld wert. Der Soundtrack kommt zwar nur mit sieben Stücken, aber dafür mit einigen sehr schönen, darunter das Thema vom Titelbildschirm und Standardkämpfen, ebenfalls ist die CD in einem Case. Das Büchlein zeigt Illustrationen und kleinere Charakterdetails und das Sahlcover ist auch sehr hübsch im Design.

Fazit:
Hätte TLS jetzt nicht den spaßigen Onlinemodus, hätte ich dem Spiel vermutlich einen Stern abgezogen. Denn, so sehr ich es mir gewünscht hatte und ich mich auf TLS freute, ist das Spiel kein neues "Lost Odyssey" geworden. Schlecht ist es keineswegs, aber im vergleich dann doch ein wenig ernüchternd.
Das Spiel selbst hatte ich auch in knapp über 20 Stunden durchgespielt, dafür bietet es NG+, indem Bossmonster stärker sind und man seine Ausrüstung auf bis zu Rang 99 bringen kann.
Ebenfalls bietet TLS nicht viele Sidequests, es gibt eine Hand voll optionaler Kapitel, aber nicht genug um die Linearität zu verdecken. Wer aber mit seiner Wii online geht und Spaß daran hat, sich mit seinen Mitspielern zu messen, kann aber recht viel spaß an TLS haben. Wer aber länger bei der Stange gehalten werden und mehr sehen möchte, dem ist dann doch eher zu "Xenoblade Chronicles" geraten.
Ansonsten habe ich genau das zu sagen, was ich schon zu meiner XBC-Rezension sagte: Hiebrei ahndelt es sich um kein schlechtes Spiel. RPG-Fans werden sicher ihren Spaß haben und können gerne zugreifen, auch wenn ich nicht denke, dass man viel verpassen würde, ließe man es außen vor.
Jetzt kann jedenfalls auch "Pandora's Tower" kommen. :)


Xenoblade Chronicles
Xenoblade Chronicles
Wird angeboten von dvdseller24
Preis: EUR 114,97

11 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Viel Umfang mit wenig Abwechslung, 28. Januar 2012
= Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Xenoblade Chronicles (Videospiel)
Xenoblade, wie wir wissen wurde das Spiel "überraschend" von Nintendo in einer Art JRPG-Offensive angekündigt, zusammen mit Last Story und Pandora's Tower, welche beide noch hier erscheinen werden. Ehrlich gesagt, anfangs hatte ich mich für den Titel nicht besonders interessiert, weil mich die Rezensionen alle nicht so überzeugten. Da das Spiel aber überall sehr hoch gelobt wird, siegte schließlich die Neugier und ich hatte mir das Spiel dann wenige Wochen nach Release gegönnt. Und nachdem ich das Spiel gestern mit knapp über 100 Spielstunden (und noch längeren Spielpausen *lach*) durchgespielt habe... wo fange ich?

Handlungstechnisch existierten in der Welt von XBC zwei Giganten, der Bionis und der Mechonis. Beide Riesen bekämpften sich, bis sie vor Erschöpfung schließlich während einer Schlacht verstarben. Aber da hörte das Unheil nicht so recht auf, denn auf beiden Giganten entstand leben - auf dem Bionis organisches Leben, der Mechonis hingegen erschuf die Mechon, Maschinen. Und der Krieg zwischen den Lebensformen auf den toten Riesen findet auch heute noch statt.
Gezielter handelt die Geschichte um den jungen Erfinder Shulk, der das Monado untersucht, der einzigen Waffe, die den Mechon wirklich schaden kann. Nachdem die Mechon seine Heimat, kolonie 9, angreifen und dabei einen guten Freund von ihn umbringen, sowie andere Bewohner, beschließt er mit Reyn loszuziehen, die Mechonbedrohung ein für alle mal zu beenden.

Gameplaytechnisch ist das spiel ganz in Ordung, es ist kein Turn-Based, allerdings auch kein Action-RPG. Es ist irgendwie... ein Hybrid aus beidem. Ein wenig erinnert mich das Gameplay FF12, mit der Ausnahme, dass Kämpfe viel unterhaltsamer als in FF12 sind.
Grundsätzlich ist es so, Shulks Truppe, bestehend aus maximal drei aktiven Gruppenmitgliedern (bei denen Shulk noch nicht einmal zwingend miut dabei sein muss) laufen zusammen mit den Gegnern über die Oberwelt. Trifft man dabei auf einen Gegner kann der Spieler meist auch selber entscheiden, ob er einen Kampf herbeiführen möchte oder nicht. Meistens deswegen, weil bestimmte Gegnertypen auch ihrerseits aggressiv werden können. Dies kann durch Blickkontakt, laute Geräusche (rennen) oder einsatz von Ätheraktionen (=Magie) passieren. Oder weil der Spieler die Gegner von sich aus angreift. Dabei gibt es keinen Kampfbildschirm, am unteren Bildrand werden dann schließlich die "Angriffssymbole" eingeblendet. Die "Angriffssymbole" si8nd jedoch Spezialattacken, die der Spieler auswählen kann. Diese aktion wird von der Figur dann auch direkt ausgeführt. Danach muss die Aktion erst einmal "abkühlen" oder auch "nachladen" ehe sie wieder eingesetzt werden kann. Magiepunkte gibt es in XBC übrigens nicht, weshalb das Abkühlen wohl mit drin ist, um das Kampfsystem in Balance zu halten und, offengesagt, funktioniert das auch ganz gut. Dabei wird die Figur in Slot 1 vom Spieler gesteuert, Slot 2 und 3 übernimmt die CPU und soweit macht die CPU auch einen ganz ordentlichen Job. Außer bei Shulk, der Mitstreitern immer ermöglicht Mechons zu schaden, auch wenn diese Anti-Mechonwaffen nutzen und Melia, deren Elementarbeschwörungen für die CPU wohl zu kompliziert ist. (Merke: Melia sollte ausschließlich vom Spieler gesteuert werden, und Shulk nur bei Bosskämpfen vom Spieler. Ansonsten ist alles okay.)
Standard-Angriffe führen die Figuren hingegen automatisch aus.
Recht früh im Spiel kommen schließlich noch Shulks Visionen hinzu. Diese warnen den Spieler vor einem verheerenden Angriff des Gegners. Diesem kann meist entgegen gewirkt werden, indem Shulk das Monado benutzt und Spezialattacken blockt oder die Ausweichrate der Gefährten erhöht. Sollte die Gruppenleiste auch gut genug gefüllt sein, kann man auch Gefährten warnen. Ganz nützlich, wenn man Shulk von der CPU gesteuert wird - aber grundsätzlich sollte man bei härteren Gegnern Shulk lieber selber spielen. Ebenfalls kann man beim Warnen der Verbündeten auch kurz auf ihre Spezialangriffe zurückgreifen - auf alle! Selbst wenn Sharla gerade ihre Gruppenheilung eingesetzt hat, wenn der Spieler sie warnt kann man bedenkenlos eine zweite Gruppenheilung ausführen, die auch sofort eingesetzt wird. Allerdings werden die Visionen erst im späteren Spielverlauf wichtiger, da die Gegner dann viel stärker und ausdauernder sind.
Außerdem gibt es in XBC keine "Game Over"-Bildschirme. Sollte die Figur in Slot 1 besiegt werden, wird die Gruppe zum zuletzt passierten Warp-Punkt zurückgeschickt. Bisher erhaltene Erfahrung behält der Spieler und von Monstern gedroppte Schatzkisten bleiben auf der Oberwelt liegen, bis diese eingesammelt wurden. Auch nachdem gespeichert wurde und der Spielstand neu geladen wird. Praktisch.
Und ehe ich es vergesse: Die mehrfach erwähnte Gruppenleiste ist eine in drei Balken unterteilte Leiste. Ist ein Balken gefüllt, können gefallene Kameraden wiederbelebt werden, Mitstreiter vor Visionen gewarnt werden und wenn alle drei Balken gefüllt sind Kettenangriffe ausgeführt werden. Bei diesen greifen alle drei aktiven Gruppenmitglieder einen Feind an und haben zugriff auf alle ihre Spezialattacken, selbst jene, die noch nachladen.

Aber um jetzt mal zu sprechen zu kommen: "Warum gibt der Rezensionsschreiber 3 Sterne?"
Einfach: Leerlauf. Das Spiel leidet an unglaublich viel Leerlauf. Teilweise an "selbstverschuldetem" Leerlauf, andererseits an storytechnischem.
Um auf letzteres zuerst zu sprechen zu kommen: Es gibt diverse Orte im Spiel, an denen nichts passiert. Oder zumindest nichts, das die Handlung großartig beeinflusst. Der Sumpf Satorl ist so ein Gebiet, das einfach nur da ist und die zwei nachfolgenden Gebiete dienen nur um zwei neue Gruppenmitglieder einzuführen. Ebenfalls gilt das Gleiche für die Orte nach Festung Galahad, ehe die Handlung so richtig aufdreht. Kurz gefasst, die interessantesten Ereignisse in XBC finden in Eryth Meer und Alcamoth statt, sowie nach Agniratha, sowie ein paar interessante Fetzen auf dem Weg nach Kolonie 6.
Das andere ist der, wie erwähnt, "selbstverschuldete" Leerlauf. Und der lautet: Sidequests. XBC hat eine Fülle an Sidequests, der schlimmste Ort ist Alcamoth, der mit Quests geradezu vollgestopft ist. Teilweise spielte ich das Spiel über mehrere Tage und hatte nur Sidequests gemacht, anstatt die Handlung weiter zu verfolgen. Die einzige Zeitmessung die ich geben kann: Nach der Gruft der Hochentia hatte ich mindestens 20 Stunden mit Sidequests verplempert. Hätte ich keine Quests getan, wäre ich vielleicht schon nach 50 Stunden durch gewesen.

Stichwort Sidequests: Diese bestechen durch Quantität über Qualität. Grundsätzlich hat man folgendes zu tun:
1. Töte bestimmte monster
2. Sammele Items
3. Sammel Items, die von einem bestimmten Monster fallen gelassen werden.
Das ist alles. Seltener reicht es aus, eine Kette von Gesprächen mit bestimmten NPCs durchzuführen. Wie ich mich durchringen konnte, bis zu 20 Stunden nur sowas zu machen kann ich rückblickend nicht erklären, aber was ich sagen kann ist, dass ich deswegen das Spiel über mehrere Tage oder Wochen pausierte. Weil, obwohl es unterschiedliche Gebiete gibt, ich als spieler immer das Gleiche tue. Monster töten, weshalb XBC mich fast schon an einen Dungeon Crawler erinnerte. Zugegeben, mit weitaus mehr Story, als Etrian Odyssey, aber auf Dauer einfach nicht mein Bier.

Ebenfalls, ganz lustig, das Harmoniediagramm. Partymitglieder bauen, quasi, eine Beziehung miteinander auf, wenn sie miteinander im Team sind. Sei es durch die annahme einer Quests oder weil sie miteinander gegen monster kämpfen. Storytechnisch hat das keinen Effekt, die entwickelt sich immer gleich. Aber mit der entstandenen Harmonie zwischen den Gruppenmitgliedern können Harmoniegespräche geführt werden. Dazu muss man aber einen entsprechenden Ort auf der Oberwelt finden - dieser wird durch ein Symbol signalisiert von schüttelnden Händen. Dadurch lernt man die Figuren besser kennen, wie "Wer hätte gedacht, dass sich Sharla für Astrologie interessiert?" oder "Reyn hat eine Spinnenphobie". Storytechnisch, wie gesagt, irrelevant und außerdem erhöhen diese Gespräche die Harmonie zwischen beiden Figuren. Eine gute Harmonie hat allerdings auch andere Effekte.
Ebenfalls kann die Harmonie zwischen zwei NPCs verändert werden. Dies hat jetzt aber keine große Auswirkung, nur welche Art von Folgequest dem Spieler eventuell angeboten wird.

Außerdem hat jede Figur Skillbäume. Skills sind passive Fertigkeiten, die der Figur Boni verleiht. Zum Beispiel die Fähigkeit, mittelschwere oder schwere ausrüstung zu tragen, mehr Erfahrung zu sammeln oder beim Zurufen positive statusveränderungen herbeizuführen. Diese Skills kann allerdings auch von einem anderen Charakter übernommen werden. Dazu sind zwei dinge notwendig: Harmonie und Harmoniemünzen.
Zu anfang kann Figur A nur einen skill von Figur B übernehmen. Steigt die Harmonie kann A von B bis zu 5 Skills übernehmen. Dabei muss jedoch mit Harmoniemünzen gezahlt werden, die quasi als Pfand zu werten sind. Entfernt man den skill, so erhält man die gezahlten Münzen zurück. durch Level Ups und das besiegen einzigartiger Monster bekommen die Figuren dabei mehr Münzen.
Dabei gilt jedoch, dass jeder Skill eine bestimmte Form hat: Kreis, Quadrat und zackig. Heißt, auch wenn Figur A 5 Skills übernehmen kann, muss die Form passen. Natürlich muss B den Skill seienrseits erlernt haben, damit A ihn übernehmen kann.
Ebenfalls hat jede Figur von Haus aus 3 Talentbäume, im späteren Spielverlauf können auch Quests erfüllt werden, die einen vierten und fünften Skillbaum freischalten. Und, nicht zu vergessen, je nachdem welcher Talentbaum gerade aktiv ist, kann die Spielfigur den einen oder anderen Bonus erhalten. Erhöhte Blockrate, bessere Abwehr, bessere Heilung. Der Effekt ist aber nicht sehr groß.

Auch können Ausrüstungsstücke über Sockel verfügen. In diese Sockel kann man Edelsteine einfügen, die der Figur Boni verleiht. Resistenz gegen statusveränderungen, Statusverbesserungen und so weiter. Diese Juwelen kann man durch das absolvieren von Quests erhalten oder selber machen.
Zum selbermachen braucht man jedoch einen Ätherofen und zwei Figuren. Den Ätherofen zu erklären würde mir den Rahmen sprengen. Nur so viel: Ich habe ihn kaum benutzt und je besser die Harmonie, umso bessere Ergebnisse werden geliefert.

Ebenfalls verfügt das Spiel über den japanischen O-Ton und britische Synchronisation. Den O-Ton habe ich mir nie angehört aber selbst wenn könnte ich die Qualität der Sprecher nicht beurteilen. Die britisch-englischen Sprecher hingegen waren die ersten Spielstunden über sehr ungewohnt. Aber mittlerweile will ich diese gar nicht mehr missen, sie haben mir sehr gefallen. Außer Reyn, ohne Untertitel hätte ich ihn nie verstanden, da er sich anhört, als rede er mit vollem Mund. Wenn mir der Kommentar gestattet ist: Wird wohl das englische Gegenstück für bayerisches Deutsch sein. ^^"
Und zur deutschenÜbersetzung, sie ist auch gut. Nur Melia hat in den deutschen Untertiteln einen überaus höfliche, bis wohlerzogene Sprechweise "Euch will ich diese Gabe überreichen", im englischen klingt sie hingegen normal. Lustig wird's hingegen, weil ihr Bruder und Vater ganz normal untertitelt sind. Andererseits ist es Melia.

Ach ja, auch fast vergessen, das spiel kann mit Remote + Nunchuk oder Classic Controller gespielt werden. Ich rate dazu den Classic Controller zu nehmen, dies erleichtert die Kontrolle über die Kamera ungemein, da man mit Nunchuk vorher C gedrückt halten muss und dann mit dem Steuerkreuz die Kamera manövriert.
Ebenfalls kommt XBC ohne Remote-Gefuchtel aus, falls sich wer deswegen sorgt. Der Gamecube Controller wird leider NICHT unterstützt. Schade.

Grafisch ist das Spiel auch recht hübsch. Die Oberwelten sind alle anders Thematisiert und wunderschön. Gegnertypen werden leider recycelt und was die Charaktermodelle angeht, ändert sich ihr Outfit ausschlaggebend an den Rüstungen die sie tragen. Rüstungslos laufen die Figuren sogar nur in Unterwäsche rum. Eye Candy und so. Da merkt man, dass sich Monolith Mühe gab. Allerdings wirken Gesichter, als seien sie nur aufgemalt. Besonders bei Close ups ist das zu erkennen. Da die Wii auch keine HD-Konsole ist, ist das auch keine große Überraschung. Dennoch wirken die einzelnen Gebiete sehr lebendig.

Fazit
Also, was soll ich sagen? Ich war mir lange Zeit unsicher, ob mir Xenoblade nun drei oder vier Sterne wert ist. Zuerst erinnerte es mich vom Design her an Magna Carta 2, welches vom Design her nicht zu unähnlich war, welches mir im ganzen aber nicht so gut gefiel, wie XBC. Dann ließ ich mir XBC nochmal durch den Kopf gehen und, na ja, grundsätzlich bietet XBC keine Abwechslung. Sidequests sind allesamt identisch, Items sammeln, Monster töten, Monster töten um ihre Drops zu erhalten, Ende. Rätsel gibt es keine, aber teilweise Gebiete in denen man alle Gegner bekämpfen muss, um weiter zu kommen.
auf der Kehrseite gefielen mir die großen Gebiete. Ich mag es, neue Orte nach herzenslust zu erforschen und das war für mich eine kleine Erfüllung. Und die Harmoniegespräche sind auch sehr schön. Aber das reicht mir alles nicht. Auch die Musikuntermalung ist in Xenoblade sehr hübsch, ruhige Melodien bei Nacht und etwas muntere Stücke am Tage, aber ich mag die Standardkampfthemen nicht, die auf Bionis und Mechonis spielen. Bosskämpfe sind da schon was ganz anderes, aber so oft kommen diese auch nicht.
Ebenfalls, wenn man sich ausgiebig mit Sidequests beschäftigt kann es vorkommen, dass man für kommende Areale einfach nur überlevelt ist. Und Gegner wissen, wie stark die Gruppe ist und sollte diese zu stark sein, greifen sie von sich aus nicht mehr an (sehr praktisch, bis man feststellt, dass man gegen einen fliegenden, unterlevelen Gegner kämpfen muss). Gut, dem üpberleveln kann man entgegen wirken, indem man Sidequests einfach ignoriert.
Und dann ist da noch der ganze Leerlauf, sei es nun weil Gebiete nur Lückenfüller sind oder weil man gerade dabei ist, eine Hand voll sidequests zu erfüllen.
aber, wie man's dreht und wendet ist Xenoblade weit davon entfernt ein schlechtes Spiel zu sein. Es ist gut, kein Zweifel, allerdings kann und werde ich mich den Ausrufen "Bestestes RPG evar" nicht anschließen, dazu bietet XBC zu wenig Abwechslung, im Gameplay, trotzdem denke ich, dass RPG-Fans ihren Spaß haben werden.
Leider nimmt das Spiel erst ganz am Ende ordentlich an Fahrt auf, aber immerhin weiß die Handlung ein wenig zu überraschen, auch wenn sie sich einiger Klischees bedient. Greift zu, wenn ihr mögt, aber viel verpasst ihr eigentlich nicht.
Jetzt kann jedenfalls "The Last Story" kommen. :)
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 2, 2012 4:18 PM CET


Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11-15