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Rezensionen verfasst von
andlovesaidyes (Heidelberg)

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5.0 von 5 Sternen Supertoll., 30. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich brauche für die Uni ständig irgendwelche Marker, ich kann ohne einfach nicht arbeiten.

Und diese hier sind einfach die besten - kein Verschmieren, weder bei Kulli noch bei Ausdrucken/Kopien. Ergo ist drin, was draufsteht, nämlich Inkjet-Safe.

Außerdem sind die farben alle toll. Selbst die etwas dunkleren leuchten.


Die seltsamen Methoden des Dr. Irabu
Die seltsamen Methoden des Dr. Irabu
von Hideo Okuda
  Taschenbuch

9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Weniger Denken, mehr Handeln, 11. Dezember 2009
Stellen Sie sich vor, Sie sind Juniorchef eines Unternehmens und müssen eine eidesstattliche Erklärung abgeben. Dabei ergeben sich jedoch folgende Probleme; Sie haben eine Phobie vor spitzen Dingen entwickelt, besagte Organisation ist ein Yakuza-Clan (dort werden eidesstattliche Erklärungen natürlich mit Blut besiegelt) und alles, was der Psychiater Ihres Vertrauens dazu zu sagen hat, ist "Ich könnte Ihnen auch 'ne Bescheinigung ausstellen, dass Sie Aids haben."

In der Praxis von Dr. Ichirô Irabu geht es eben anders zu.

Zum Psychiater zu gehen ist heutzutage eigentlich keine große Sache mehr. Wenn man Probleme hat, lässt man sich helfen. Das ist mehr oder weniger gesellschaftlich anerkannt. Schwierig wird es nur, wenn man bei einem Arzt landet, bei dem sich selbst die früheren Kommilitonen wundern, "dass der überhaupt den Abschluss geschafft hat."

In fünf kurzen, von einander unabhängigen Geschichten lässt Hideo Okuda seine Leser in die Welt sehr unterschiedlicher Protagonisten eintauchen, die, jeder für sich, ganz spezielle Probleme haben. Hier begegnet man also einem Yakuza mit einer Phobie vor spitzen und bedrohlichen Gegenständen, oder einem Profi-Baseballer, der plötzlich das Werfen verlernt hat.

Die Vorstellung vom typischen Psychiater mit weißem Kittel und einem mitfühlenden Lächeln erfüllt Irabu keineswegs. Zu Anfang jeder Geschichte schildern die Protagonisten ihre erste Begegnung mit dem seltsamen Arzt, und nach und nach fügt sich das Bild eines übergewichtigen, ungepflegten Mannes mittleren Alters zusammen, der in einem gelb-grünen Porsche herumfährt, Jogginganzüge von Chanel trägt und obendrein eine perverse Vorliebe dafür hat, seinen Patienten von seiner mürrischen, überwiegend gelangweilt schweigenden Assistentin Spritzen in den Arm jagen zu lassen, sodass sich die Patienten ernsthaft fragen, ob dieser Mann überhaupt Arzt ist.

Und anstatt seine Patienten dabei zu unterstützen, ihr Leben wieder in die rechte Bahn zu schieben, mischt er sich ungefragt und penetrant in ebendieses ein.

Tatsurô Ikeyama, Universitätsdozent und ehemaliger Kommilitone von Irabu, kämpft mit Zerstörungswut und dem hartnäckigen Bedürfnis, dem Leiter der Universität, der gleichzeitig sein Schwiegervater ist, das Toupet vom Kopf zu reißen. Nach wenig hilfreichen Kommentaren ("Wie wär's, wenn du Mitglied einer Motorradgang werden würdest? Mal so richtig Vollgas geben.") und diversen Jungenstreichen, zu denen Irabu Tatsurô nun anstiftet, gipfelt das Ganze tatsächlich in einem öffentlichen Toupet-Diebstahl. Ohne Zweifel albern, aber durchaus unterhaltsam.

Aiko Hoshiyama, Bestsellerautorin vieler, zugegebenermaßen vielleicht etwas klischeehafter Liebesromane, überkommt plötzlich das paranoide Gefühl, sie habe alles schon einmal geschrieben. Als Irabu nun auf die Idee kommt, selbst etwas (natürlich vollkommen untaugliches) veröffentlichen zu wollen, wird auch ihr klar, wie kostbar ihre Worte sind, und sie verlässt die Praxis zuversichtlich und mit neuer Motivation, zu schreiben.

Durch die Einmischung des Arztes erkennen die Protagonisten so meist selbst, was in ihrem Leben falsch läuft, beziehungsweise was eigentlich richtig läuft, und, so viel sei vorweggenommen, alle verlassen Dr. Irabus Praxis geheilt.

Zu tiefgehenden psychologischen Erkenntnissen gelangt man folglich nicht. Aber subtil und mit trockenem Humor führt Hideo Okuda in lebensnahen Geschichten vor Augen, dass die kleineren und größeren Probleme des Alltags mit einem neuen Blickwinkel und einem kleinen Anstoß doch zu meistern sind.

Und mit dem Motto "Weniger Denken, mehr Handeln" fährt man manchmal sogar sehr gut. Dr. Irabu kommt so jedenfalls hervorragend unbeschwert durch sein Leben.


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