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Rezensionen verfasst von
Red Orfer (Berlin)

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Leben heißt Leiden: Fotografie. Musik. Kunst.
Leben heißt Leiden: Fotografie. Musik. Kunst.
von Nikki Sixx
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 25,90

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Jetzt gibt's was aufs Auge: Das zweite Skandalbuch von Nikki Sixx., 3. September 2013
Das »Tagebuch eines Heroinsüchtigen« von Nikki Sixx war eine krasse Nummer. Vielleicht das krasseste Rockbuch, das ich je gelesen habe. (Auch wenn Dee Snider in seiner eigenen Autobiografie fragt, wie es möglich wäre, ein solch detailreiches Buch zu schreiben, wenn man ständig auf Heroin war). Mit »Leben heißt Leiden: Fotografie. Musik. Kunst.« schlägt Alleskönner Sixx jetzt erneut zu. Und auch dieser Schmöker hat seine Reize - ganz ohne Frage. Der Schwerpunkt liegt ganz klar auf den von Nikki Sixx selbst geschossenen Fotos (selbstverständlich mit Retro-Equipment, das so teuer ist wie ein Kleinwagen). Da sind schon ein paar recht kontroverse Abbildungen dabei (Stichwort Amputationen und Sex). Ist aber alles sehr geschmackvoll eingefangen, gut durchgestylt und in der Druckqualität hervorragend umgesetzt. Da passt alles! Quasi der zweite große inhaltliche Punkt des Buches ist die Fortsetzung der "Herointagebücher" - was geschah in Nikkis Leben nach dem großen Erfolg des Buches? Großen Raum nehmen die letzten Europa-Tourneen von Mötley Crüe ein, da gibt es ein paar nette Anekdoten und auch richtig schöne Fotos zu sehen. Des weiteren beschäftigt sich Sixx viel mit der Fotografie an sich.
Fazit: »Leben heißt Leiden: Fotografie. Musik. Kunst.« ist keine banale Fortsetzung eines Bestsellers (und das war das »Tagebuch eines Heroinsüchtigen« ohne Frage) und weiß gerade aus diesem Grund auf ganzer Linie zu punkten. Gerade die vielen von Nikki selbst geschossenen, oftmals ganzseitigen Fotos machen das Buch zu einem wahren Augenschmaus.
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Ungeschminkt: Die offizielle Autobiografie
Ungeschminkt: Die offizielle Autobiografie
von Peter Criss
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 23,90

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Peter Criss deckt auf: Die Wahrheit und nichts als die Wahrheit (hinter der Fassade KISS), 7. Mai 2013
Wow - was für ein Buch! Wer geglaubt hatte, Ace Frehley würde mit "Keine Kompromisse" die beste aller KISS-Biographien verfassen, der sieht sich mit "Ungeschminkt" eines Besseren belehrt. Der deutsche Titel (Un)Geschminkt" ist übrigens prima gewählt: Zwar ist Peter Criss auf dem Cover in seinem klassischen KISS-Make-up zu sehen, zwischen den Buchdeckeln deckt er aber die ungeschminkte Wahrheit hinter der Fassade KISS auf. Eine schöne Doppeldeutigkeit. Die stilistisch absolut geschmackssichere und nahezu fehlerfreie Übersetzung kann ebenfalls punkten. Von der Aufmachung (viele unveröffentlichte Fotos aus Peters Privatarchiv) und der Länge des Textes her geht der Preis von 23,90 Euro (für die streng limitierte Hardcover-Ausgabe) völlig in Ordnung, das Preis-Leistungsverhältnis stimmt.
Im Quervergleich zu den durchaus nicht uninteressanten Memoiren von Ace muss man Peter indes eindeutig bescheinigen, dass er die Drogenhölle der 1970er und 1980er weitaus besser überstanden hat. So weiß Criss in "Ungeschminkt" zu berichten, bei welchen KISS-Songs Ace wirklich im Studio Gitarre gespielt hat und auf welchen nicht. Auch räumt er mit einigen hartnäckigen Vorurteilen auf, etwa der Vermutung, dass die Trennlinie bei KISS einzig und allein zwischen Simmons/Stanley auf der einen und Frehley/Criss auf der anderen Seite verlaufen wäre. Dem ist nicht so, was der eine oder andere Criss'sche Seitenhieb bezüglich Ace beweist. Offensichtlich versteht sich Peter Criss als einzig wahrer "Brooklyn-Boy" bei KISS! Das mag so gewesen sein - oder eben auch nicht!? Das Bashing von Simmons/Stanley hält sich in diesem Buch zum Glück in Grenzen. Manchmal überkommt den Autoren gar das schlechte Gewissen. So bei der retrospektiven Wertung mancher drogenumnebelter Eskapade, etwas als Ace und Peter in voller deutscher Kriegsmontur des II. Weltkriegs in Genes Hotelzimmer stürmen und ihn fragen, warum er nicht mit ihnen feiere (das Ganze soll sogar als Video existieren!). "Ungeschminkt" ist also nicht nur in diesem Falle wörtlich zu nehmen - das Buch strotzt nur so von bis dato unveröffentlichten Ersthand-Informationen.
Ein Muss für KISS-Fans (und nicht nur die ...)!


Iron Maiden - Die ultimative inoffizielle Bildbiografie
Iron Maiden - Die ultimative inoffizielle Bildbiografie
von Neil Daniels
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 29,90

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Maiden-Buch von Champions-League-Format!, 1. März 2013
In der ultimativen Iron-Maiden-Bildbiografie erzählt Neil Daniels die Geschichte dieser Ausnahmeband anhand großartiger, seltener Bilder, die mit viel Leidenschaft und Herzblut zusammengetragen wurden. Begleitet werden die rund 500 Abbildungen von Texten namhafter Autoren wie John Tucker (»Suzie Smiled ... Tales of the N.W.O.B.H.M.«), Garry Bushell, Autor der ersten offiziellen Iron-Maiden-Biografie »Running Free« von 1984, und Ian Christe (»Höllenlärm«, das Standardwerk zur Metal-Historie). Auch Martin Popoff, Gavin Baddeley sowie Maiden-Chefbiograf Mick Wall haben interessante Texte beigesteuert.
Alles in allem ist das Buch die ideale Ergänzung zur offiziellen Maiden-Bio »Run To The Hills«. Rein optisch ist der neue Schmöker sogar um Längen besser. Was wird da nicht alles geboten? Abbildungen von raren T-Shirts und Eintrittskarten, seltene Vinylveröffentlichungen und eben hunderte bis dato unveröffentlichte Fotos, auch aus der wilden Anfangszeit mit Paul Di'Anno (und Dennis Stratton). Die wenigen sachlichen und fachlichen Fehler der US-Ausgabe sind in der deutschen Edition übrigens lobenswerter Weise ausgebügelt worden (sodass die »Soundhouse Tapes« jetzt wieder auf Rock Hard Records erschienen sind und nicht auf Rock House Records sic!). Maiden-Herz, was willst Du mehr? Ach ja, eine lückenlose Dokumentation aller Live-Dates ab dem ersten Tag, mit Erläuterungen zu ausgefallenen und verlegten Dates. Diese Arbeit alleine ist den durchaus fair zu nennenden Kaufpreis wert. Das Ganze ist im Din A 4-Format erschienen, mit Totschläger-Hardcover und in einem Cut-Out-Gimmick-Umschlag verpackt, komplett vierfarbig auf extrem hochwertigen Papier gedruckt. Es tut mir leid, dies hier schreiben zu müssen, aber das offizielle Bildwerk »Flight 666« (das übrigens 10 Euro mehr kostet) steckt Neil Daniels locker in die Tasche. Seit »Iron Maiden Companion« hat mich kein Maiden-Buch mehr so begeistert wie diese ultimative Bildbiografie. Der Name ist vielleicht sogar ein wenig fehl leitend, denn auch wenn die Bebilderung allumfassend ist, so gibt es dennoch mehr als ausreichend interessanten Lesestoff.
Wer hier nicht zuschlägt, ist kein Maiden-Fan! Up The Irons!
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Mein Leben als Twisted Sister: I Still Wanna Rock
Mein Leben als Twisted Sister: I Still Wanna Rock
von Dee Snider
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 24,90

15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Filmreif - Die Memoiren des Twisted-Sister-Sängers!, 31. Januar 2013
"Ich kenne Heroinabhängige - die erinnern sich an nichts mehr." So beginnt die Biografie des Twisted-Sister-Frontmannes Dee Snider. Damit will er zum Ausdruck bringen, dass die meisten der "Sex & Drugs & Rock'n'Roll"-Memoiren seiner Kollegen einer mehr oder minder blühenden Fantasie des Co-Autors oder Ghostwriters entsprungen sind. Diesen Standpunkt teile ich durchaus mit ihm. Ich kann bis heute nicht verstehen, wie die grottenschlechte Autobiografie "White Line Fever" solche Kreise ziehen konnte (nichts gegen Lemmy, aber dieses "Auftragswerk" hätte ich mit einer Tüte Buchstabensuppe besser hinbekommen). So hat "Mein Leben als Twisted Sister" auch sehr wenig in Sachen Drogenkonsum (Dee ist abstinent) oder Sex-Eskapaden (er ist glücklich verheiratet) zu bieten. Was durchaus erfrischend ist. Trotzdem besitzt der Schmöker genügend Potenzial. Berührend, wie Snider ganz am Anfang des Buches im Regen selbst Flyer hinter Autoscheiben steckt. Er hat zwei Insolvenzen überlebt, eine Depression besiegt, alle Höhen und Tiefen des Musikbusiness am eigenen Leib erfahren müssen. All das beschreibt er sehr fesselnd und mit eigenen Worten. Hier war (ähnlich wie bei Brian Johnsons toller Biografie "Rock auf der Überholspur") kein Ghostwriter am Werk. "I Still wanna Rock" ist Snider pur, schonungslos offen, ohne jeglichen Pathos, und gegen alle Konventionen. Vor so einem Menschen kann man nur den Hut ziehen. Und nicht umsonst hat sich Lemmy für Snider (und seine geschminkten Jungs) Anfang der 1980er Jahre in England grade gemacht, als der Mob schon die mit Pisse gefüllten Bierbecher schwang. Herr Kilmister hat ein gutes Gespür dafür, was gut und was böse ist. Und Dee Snider ist ohne Frage ein guter Mensch. Der mit "Mein Leben als Twisted Sister" zudem ein sehr gutes Buch geschrieben hat. Findet sich da draußen jemand, der diesen genialen Stoff auf die Leinwand bringt?
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Das ultimative Deep Purple Kompendium
Das ultimative Deep Purple Kompendium
von Martin Popoff
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 24,90

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Deep Purple wirklich ultimativ!, 21. Oktober 2012
Der Titel dieses Buches lügt wahrhaftig nicht: Das ultimative Deep Purple Kompendium". Ultimativ im wahrsten Sinne des Wortes. Allzu viel deutschsprachige Literatur über die größte Rockband dieses Planeten gibt es beileibe nicht, aber der vorliegende Schmöker sticht mit seinen prallvollen 504 Seiten jedenfalls alles andere locker aus. Der renommierte kanadische Journalist Martin Popoff präsentiert so etwas wie die Oral History" von Deep Purple. Das heißt, er hält sich mit Kommentaren, Anmerkungen und Wertungen weitestgehend zurück und lässt die Musiker selbst die Geschichte in O-Tönen erzählen. Und dabei kann er aus dem Vollen schöpfen, hat er doch über die Jahrzehnte hinweg sage und schreibe 40 ausführliche Gespräche mit allen Purple-Mitgliedern geführt (alleine zehn Mal zerrte Popoff den guten Ian Gillan vors Mikro). Dazu kommen noch Interviews mit Zeitzeugen (wie Ronnie James Dio, Tony Iommi, Uli John Roth oder Lars Ulrich). Das ist absolut rekordverdächtig.
Das Buch ist adäquat übersetzt und hervorragend lektoriert (sogar ein kleiner Zusatz zum Tod von Jon Lord fehlt aus Gründen der Aktualität nicht).
Besonders die vielen geschilderten Streiche von Ritchie Blackmore lassen das Buch sehr lebendig wirken und eben nicht wie eine dröge Bandbiographie.
Die Aufmachung ist wirklich klasse und die schlapp 25 Euro locker wert, mit Hardcover-Umschlag (der Einband schön in lila gehalten), wertigem Papier und dazu zwei brillanten Fotostrecken. Viele der abgebildeten Fotos sind weltexklusiv, beginnend in den 1970er Jahren gibt es tolle Backstage-Schnappschüsse und Live-Impressionen zu bestaunen. Aber auch Ritchie Blackmore beim Fußballspielen im Deutschland-Trikot oder im Duell mit Steve Harris (Iron Maiden).
Das ultimative Purple-Buch, zumindest bis Ritchie seine Memoiren schreibt ... aber das sehe ich nicht wirklich!
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Keine Kompromisse
Keine Kompromisse
von Ace Frehley
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 21,90

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Spaceman packt aus - unglaublich packend!, 22. März 2012
Rezension bezieht sich auf: Keine Kompromisse (Gebundene Ausgabe)
"Keine Kompromisse" ist in der Tat ein sehr passender Titel für die lang ersehnte Autobiografie von Ace Frehley. Diese liegt jetzt endlich auch auf deutsch vor und ich kann sie jedem KISS-Fan nur wärmstens ans Herz legen (die Übersetzung ist relativ frei aber gerade deswegen sehr gut zu lesen). Der Riss bei KISS ging seit jeher zwischen Ace und Peter auf der einen Seite sowie Gene und Paul auf der anderen. Speziell an Gene Simmons lässt der gute Ace in diesem Buch kein gutes Haar (und behauptet, dieser würde bereits seit den 1980ern mit Extensions/Perücke gearbeitet haben). Sehr eindringlich sind die frühen Tage des Gitarristen geschildert, seine Zeit auf den Straßen der Bronx (wo er auch Peter kennen lernte) sowie seine kurzzeitige Gangzugehörigkeit. Das atmet sehr viel Lokalkolorit. Die besten Passagen des Buches sind hier zu finden. Auch sein Einstieg bei KISS wird sehr hautnah beschrieben, hier räumt Ace mit ein paar Legenden auf (z.B. die Umstände seiner ersten Audition). Später haben dann Drogen die Kontrolle über Ace gewonnen und natürlich hat das sein Erinnerungsvermögen ein wenig getrübt. Er weiß einfach nicht mehr, wann er wo bei welchem Stück ein Solo eingespielt hat oder nicht. Aber das kann man sicherlich auch woanders nachschlagen.
"Keine Kompromisse" ist jedenfalls die ideale Ergänzung zu "KISS Demaskiert" und das längst fällige Gegengewicht zur Autobiografie von Gene Simmons.
Der Preis von 21,90 Euro geht in Relation zur Aufmachung (knapp 300 Seiten, Hardcover mit partieller Drucklackierung, hellblaues Lesebändchen sowie geniale Farbfoto-Strecke) soweit in Ordnung. Ein Muss für KISS-Fans!
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Dio
Dio
von Martin Popoff
  Broschiert
Preis: EUR 19,90

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Endlich das Buch über den größten Sänger aller Zeiten!, 2. November 2011
Rezension bezieht sich auf: Dio (Broschiert)
Endlich, endlich! Nur allzu lange habe ich mit zittrigen Händen auf die Ankunft eines Buches über den größten Sänger aller Zeiten gewartet: Ronnie James Dio. Jetzt ist es nun soweit. Und das noch rechtzeitig vor Weihnachten. Besser hätte es also nicht laufen können.
Das Buch wird nicht einen Dio-Fan enttäuschen. Das Coverfoto ist schon mal der absolute Hammer. Es scheint ein unveröffentlichter Backstage-Shot zu sein. Ich kannte das Foto jedenfalls vorher noch nicht. Ebenso wie die zahlreichen, wirklich genialen vollfarbigen Fotos aus dem Innenteil. Habe sie nicht gezählt, sind aber gefühlte 200, und das meiste habe ich noch nie gesehen. Ein wirklich würdiger Tribut an den größten Metal-Sänger aller Zeiten. Volle Punktzahl. Popoff lässt sehr kenntnisreich die Karriere von Dio Revue passieren. Das Hauptaugenmerk liegt auf dem Bandschaffen, mit Götteralben wie Holy Diver" sowie The Last In Line". Das Vorwort ist von Matthias Mader, ziemlich persönlich aber auch interessant. Der Autor muss über die Jahrzehnte Dutzende Interviews mit Dio geführt haben, die hier alle im Text abgedruckt sind. Aber auch die Mitmusiker kommen zu Wort. Und da erstaunt vor allem, mit welcher Offenheit Vivian Campbell über seine Zeit bei Dio redet. Da schien hinter den Kulissen nicht immer Friede, Freude, Eierkuchen geherrscht zu haben.
Das Buch ist für jeden Fan unerlässlich. Ronnie James Dio ist als Person und als Sänger zu jeder Zeit seines Lebens integer geblieben und hat seine Fahne nie in den Wind gehalten. Davon können sich viele Leute im heutigen Musikbusiness eine Scheibe abschneiden. Nicht zuletzt Metallica, die mit Lulu" den absoluten Tiefpunkt ihrer Karriere erreicht haben. Dabei dachte ich, dass es schlechter als das Black Album" gar nicht gehen würde ...
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Mustaine: Mein wahres Ich
Mustaine: Mein wahres Ich
von Dave Mustaine
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 21,90

9 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Metallica, Megdadeth und der Messias!, 21. Juni 2011
Rezension bezieht sich auf: Mustaine: Mein wahres Ich (Gebundene Ausgabe)
Nun, die absolut gelungene Autobiografie von Dave Mustaine gibt in vielerlei Hinsicht Anlass zur geschichtsphilosophischen Spekulation: "Was wäre geschehen, wenn ..." Was wäre zum Beispiel geschehen, wenn Dave Mustaine nicht in den Anfangstagen bei Metallica ausgeschieden wäre? Wahrscheinlich hätte die Band nach "Kill 'em all", "Ride the Lightning" und "Master of Puppets" noch ein viertes brillantes Album aufgenommen und wäre dann aufgrund der inneren Spannung zwischen Ulrich, Hetfield und Mustaine auseinander gebrochen. So hätte es aber Tiefpunkte wie das "Black Album" und "St. Anger" wenigstens nicht gegeben. Derartige Totalausfälle wären mit Dave Mustaine an der Gitarre niemals möglich gewesen! Was aber wäre geschehen, wenn Dave Mustaine nach seiner zigsten Entziehungskur nicht Gott gefunden hätte? Wahrscheinlich wäre er dann heute nicht mehr am Leben ... Zum Glück ist er es aber, ansonsten hätte er nicht seine famose Autobiografie "Mustaine: Mein wahres Ich" schreiben können!
Es ist zum Glück kein weinerliches Traktat darüber, warum Megadeth nicht so groß geworden sind wie Metallica (das hätte man nach "Some Kind of Monster" ja vermuten können). Mustaine lebt nicht in der Vergangenheit und wäscht auch keine schmutzige Wäsche (Hetfield und Ulrich kommen glimpflich davon). Trotzdem ist es interessant, seine Sichtweise über den Rauswurf bei Metallica zu lesen, dem ich im Übrigen mehr glaube als der Gehirnwäsche aus dem Metallica-Headquarter! Einen derartig nachdenklichen, einfühlsamen und intelligenten Mustaine hatte ich in diesem Buch nicht geglaubt kennen zu lernen. Klar spielt sein Drogenproblem eine Rolle, aber Verherrlichungen wie bei Nikki Sixx oder Lemmy sucht man hier vergeblich.
Vor allem für Fans, die wirklich mehr über die Anfangstage von Metallica wissen wollen, sind Dave Mustaines Memoiren unverzichtbar. Das Lesen macht unheimlich viel Spaß und wird durch die gute deutsche Übersetzung nicht getrübt.
Die beste Rockbiografie des Jahres!
Kommentar Kommentare (6) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 15, 2011 11:03 PM MEST


Das Kompendium der dunklen Künste
Das Kompendium der dunklen Künste
von Gavin Baddeley
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 37,90

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Totschläger für die schwarze Szene!, 18. März 2011
Bei diesem Buch fehlen mir ehrlich gesagt die Worte. Was sollen man noch schreiben über einen Totschläger, der fast 3 kg auf die Waage bringt, knapp 600 Seiten im A4-Format umfasst (mit Hardcover-Umschlag) und wirklich Tausende von teils exklusiven Fotos featured? Ach so, ja, ich könnte ein paar Zeilen über den englischen Autoren Gavin Baddeley verlieren. Er ist der mit Abstand kenntnisreichste Schreiberling über die schwarze Szene in allen ihren Facetten, ob das nun Philosophie, Kunst, Film, Literatur, Religion oder Lifestyle ist. Seinen vorangegangenen Werken "Lucifer rising" und "Gothic Chic" (bitte beide im englischen Original lesen) setzt er mit dem "Kompendium der schwarzen Künste" noch einen drauf. Das Layout des Buches ist fantastisch und die deutsche Übersetzung von Andreas Diesel (selbst ein Autor, siehe "Looking for Europe") absolut famos. Das Buch besitzt stellenweise immensen intellektuellen Tiefgang, der Co-Autor Dani Filth (von Cradle of Filth) taucht nur sporadisch mit Kommentaren zu bestimmten Themen auf, beweist aber ebenfalls seine Faktensicherheit! Kurzum: Wenn es ein Buch gibt, das in keinem Bücherregal eines jeden Schwarzkittels fehlen darf, dann ist es "Das Kompendium der schwarzen Künste". Auch wenn der Autor selbst Mitglied der Church of Satan ist, so wird an keiner Stelle der 592 Seiten ideologisiert (auch Christen sollten sich mit diesen Themen auseinandersetzen). Der Preis ist aufgrund der Aufmachung und des Umfangs total gerechtfertigt!
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Metallicas Cliff Burton: Leben und Tod einer Legende: To Live Is To Die
Metallicas Cliff Burton: Leben und Tod einer Legende: To Live Is To Die
von Joel McIver
  Broschiert
Preis: EUR 19,90

7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das ultimative Buch über die beste Band der Welt!, 17. März 2011
Ohne den leisesten Anflug eines Zweifels ist die vorliegende Biographie über Cliff Burton das mit Abstand beste aller zahlreichen Metallica-Bücher. Cliff war immer der sympathischste aller Metallica-Musiker und wohl musikalisch auch der begabteste. Leider war ihm nur eine so kurze Zeit auf diesem Planeten vergönnt. "Kill 'em all" und "Ride the Lightning" sind nicht zuletzt durch sein Bass-Spiel absolute Meilensteine des Heavy Metal (oder meinetwegen auch Speed- oder Thrash Metal). Joel McIver ist ein renommierter englischer Journalist, der bei diesem Buch super recherchiert hat. Er hat mit Cliffs Bass-Lehrer gesprochen, mit seinen Eltern, seiner Freundin, zahlreichen nahen Kumpels von Cliff und natürlich mit den Metallica-Members. Was will man mehr? So entsteht ein absolut ehrliches und erschöpfendes Portrait eines Ausnahmetalents. Mit Cliff wären Metallica nie in die Tiefen eines "Black Albums" hinab gestürzt. Das Buch enthält super Bildmaterial, vieles davon absolut exklusiv. Der Preis von 19,90 Euro ist daher durchaus gerechtfertigt. Eine ideale Ergänzung zum Buch "So what", der einzige Schmöker der mit diesem Werk einigermaßen konkurrieren kann.


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