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Sweesomastic

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Was will Sissi hier?
Was will Sissi hier?
Preis: EUR 2,99

4.0 von 5 Sternen Manchmal etwas zu absurd, aber grundlegend eine nette Geschichte mit sympathischen Charakteren, 24. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Was will Sissi hier? (Kindle Edition)
Ich habe "Was will Sissi hier?" über Ostern gelesen und war zudem ganz gespannt auf den Inhalt, da das Cover wirklich entzückend ist und statt einer Genre typischen Liebesgeschichte ein lustiger Roman zu sein schien (und letzten Endes auch ist).
Das Buch handelt von Sophie, die eigentlich alles andere als ein zufriedenes Leben in Bad Ischl, Österreich, führt. Da kommt ihr der Artikel über das Wünschen von Wünschen ganz recht. Darüber hinaus kann man seinen Wunsch bei einer Redaktion einschicken und erhält damit die Chance auf eine Traumreise. Nichts leichter als das, denkt sich Sophie. Eine Portion Konzentration und ein freier Kopf, das kann doch nicht so schwer sein. Ist es aber. Zu allem Übel wir sie auch noch aus der Buchhandlung entlassen. Den Kündigungsmonat dar sie aber noch bleiben … L.M.A.A. ist der Gedanke, der Sophie anschließend im Kopf herumschwirrt. Eine Ablenkung muss her, und zwar schnell. Und da entdeckt Sophie die Inspiration für ihren super-duper-originellen Wunsch, der ihr garantiert die abwechslungsreiche Traumreise verschafft: Sissi, die Kaiserin. Doch was Sophie dabei nicht ahnt, ihr Wunsch soll bald in Erfüllung gehen.
"Was will Sissi hier?" beginnt wie einer dieser 90er Jahre Filme, in denen die knapp dreißigjährige Heldin endlich ihr Leben auf die Reihe bekommen will und in den ersten fünf Minuten des Films aus dem Off berichtet, wie verkorkst ihr Leben doch eigentlich ist. Da ich solche Filme sehr gerne mag, fiel es mir auch nicht schwer, Sophie und ihre Geschichte von Anfang an zu mögen. Auch nach mehr als der Hälfte des Romans wird das zu Beginn gewonnene Bild eines Chic Flicks beibehalten: Seichter Humor, ein bisschen Chaos, etwas Mode und ein gut aussehender Mistkerl. Dennoch ist es nicht die Romanze, die die Handlung dominiert, sondern der Humor einer turbulenten und sehr verrückten Variante von "Kate und Leopold" nur mit weniger Leopold und mehr mit Elisabeth von Österreich-Ungarn. Leider übernimmt zum Ende hin dieser irrsinnige Anteil immer mehr, weshalb ich stets gehofft habe, dass alles nur Sophies Einbildung entspringt und seinen Ursprung im Traum oder dergleichen findet. Dieses Gefühl von "alles viel zu übertrieben" hat meinen Lesespaß geschmälert. Das klingt ganz leicht nach kompliziert verstricktem Katastrophenbuch, ist es aber nicht. "Was will Sissi hier?" ist eigentlich eine leicht leserliche Geschichte mit einer Handvoll sympathischen Charakteren.

Fazit:
Ich habe mich riesig auf "Was will Sissi hier?" gefreut, nicht zuletzt, weil ich die Geschichte der Kaiserin sehr spannend finde. Diese Freude blieb eigentlich durchweg bestehen, da sich der Roman bis zum Schluss leicht und locker lesen und auch zauberhafte Bilder im Kopf abspielen lässt. Einzig die Absurdität, die Traumwelt oder doch Realität, die Birgit Huspek in ihrem Buch erschafft, wirkte manchmal einfach zu viel des Guten, das reicht von einem angedrohten Gefängnisaufenthalt über eine Flucht nach Italien bis hin zu einem Spontanurlaub mit einem Mann, den man erst seit gestern kennt. Daher hätte ich es als angenehm empfunden, wenn Birgit Huspek hier einen Gang zurückgeschaltet hätte, denn dann hätte "Was will Sissi hier?" bestimmt ein Fünfsterneroman werden können. Auch wenn es dafür nicht ganz gereicht hat, möchte ich mich bei der lieben Birgit für ihre Mühen, mir das E-Book letzten Endes doch noch zukommen zu lassen, recht herzlich bedanken.


Die Bestimmung - Divergent [Blu-ray]
Die Bestimmung - Divergent [Blu-ray]
DVD ~ Shailene Woodley
Preis: EUR 18,99

7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gelungene Verfilmung mi tollen Darstellern, 11. April 2014
[Kritik zu Bild und Ton wird nachgeholt, sobald die Blu-Ray erhältlich ist.]

Nach dem Opening Screen musste ich etwas schmunzeln, als ich gesehen habe, dass die neuste Jugendbuchverfilmung wieder einmal von Summit Entertainment/Lionsgate kommt. Denn aus dem Hause stammen auch Blockbuster wie "Twilight" und "Die Tribute von Panem". Eigentlich spricht das ja für einen weiteren guten Film des Genres. Doch schaut man auf Kritikerrezensionen weltweit, hat "Die Bestimmung - Divergent" nicht wirklich gut abgeschnitten. Ich für meinen Teil kann deren Meinung nicht teilen, denn der Film hat mich in den 140 Minuten wirklich gut unterhalten. Da ich die Bücher nicht gelesen habe, kann ich nicht beurteilen, ob "Die Bestimmung - Divergent" getreu der Vorlage verfilmt wurde. Allerdings hatte ich auch nicht das Gefühl, dass mir wichtige Elemente vorenthalten wurden. Die elementaren Informationen lieferte Tris zu Beginn in knappen, aber ausreichenden Zügen aus dem Off.

Der Zuschauer erfährt ihre Geschichte und ihren Werdegang bei den Ferrox, der sprichwörtlich steinig und schwer ist. Große Hallen in abgelegenen Lagerhäusern, ein harter Umgangston und der Kampf mit Waffen dominieren das Handlungsbild. An der Stelle kam ich nicht umhin "Die Bestimmung - Divergent" mit "Die Tribute von Panem" zu vergleichen. Und ich glaube, das ist es auch, was Kritiker weltweit zu bemängeln haben. Denn der Film erinnert einfach zu stark an etwas, das es bereits gibt. Trotzdem hatte die erste Hälfte auch etwas Eigenständiges, weil es letztlich doch anders war. Tris ist kein Emotionskrüppel wie Katniss, es gibt kein Liebesdreieck, etc. Die zweite Hälfte von "Die Bestimmung - Divergent" verlief dann mit viel Getöse. Neil Burger, der Regisseur des Films, hat es trotz einiger sinnfreier Kampfszenen geschafft, mich auch die letzte Stunde zu unterhalten. Allein die Tatsache, dass die Ken, insbesondere die Fraktionsleiterin Jeanine, als Bösewichte bis zum Ende hin nie wirklich gefährlich wirkten, hat mich ein wenig gestört. So wurden die Fraktion und Jeanine eher wie Requisiten behandelt, die benötigt werden, um die Handlung voranzutreiben. Und trotzdem bin ich bin der Handlungsstruktur zufrieden.

Und zufrieden war ich auch mit der Wahl der Schauspieler. Das ist bei den zahlreichen Jugendbuchverfilmungen nicht immer gegeben (z.B. "Vampire Academy"). Shailene Woodley ist wirklich großartig als Tris. Denn trotz ihrer zierlichen Ausstrahlung wirkt sie unglaublich athletisch, manchmal ängstlich oder kratzbürstig, aber auch die Schüchternheit und die Zurückhaltung habe ich ihr abgenommen. Dazu paart sich noch eine gute Chemie zwischen ihr und Theo James, der die Rolle des Four übernommen hat. Woodley ist einfach eine glaubwürdige Heldin mit einem gefühlvollen, wortkargen und irgendwie sympathischen Muffel, James, an ihrer Seite. Aber auch Kate Winslet überzeugt als eisige und kalkulierende Jeanine, und das trotz der vermissten Gefahr, die von ihr ausgehen soll. Ich hätte mir einfach gewünscht, dass sie vielleicht in weiteren Dialogen eingebunden wäre oder generell mehr Einfluss auf die Handlung gehabt hätte. So blieb aber immerhin viel Zeit für die zahlreichen guten Nebendarsteller. Besonders überzeugt hat mich Zoe Kravitz. Sie spielt Christina, die beste Freundin von Tris. Kravitz ist quirlig und lustig, und ergänzt auf diese Weise charmant Woodleys Leistung. Selbst bei den Special Effects habe ich nichts zu meckern. Das zerbombte Chicago könnte nicht realistischer wirken. Der Zaun mit dem sich die Überlebenden von einem Unbekannten außerhalb der Stadt abgeschottet, wirkt beeindruckend und auch die Träume, in denen Tris regelmäßig trainieren muss, sind gut zusammengeschnitten und perfekt durch kleine Lens Flare Effekte ergänzt.

Fazit:
Alles in allem ist "Die Bestimmung - Divergent" ein super Film und höchstwahrscheinlich auch eine sehr gute Buch-zu-Film-Adaption. Hier und da gibt es kleinere Mängel, wie die nicht wirklich gefährlich wirkende Fraktionsführerin Jeanine und einiger sinnfreier Kampfszenen, die allerdings das Filmvergnügen nicht mindern. Und dennoch muss ich bei der Punktevergabe beachten, dass ich mich einige Male zu oft an "Die Tribute von Panem" erinnert fühlte. Was nicht gleichbedeutend ist, dass "Die Bestimmung - Divergent" eine Kopie darstellt, sondern vielmehr die Tatsache bestärkt, dass wenn es die Hunger Spiele nicht gegebenen hätte, dieser Film mein absoluter Liebling innerhalb des Genres sein würde. Trotz alledem ist "Die Bestimmung - Divergent" ein wunderbarer erster Teil, der die Welt in ein neues Universum oder vielmehr in eine neue Zukunft eröffnet.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 16, 2014 12:17 PM MEST


05: Elfenwinter
05: Elfenwinter
Preis: EUR 9,99

4.0 von 5 Sternen Guter Abschluss des ersten Zyklus, 10. April 2014
Rezension bezieht sich auf: 05: Elfenwinter (Audio CD)
"Die Elfen 5: Elfenwinter" ist der abschließende Teil der Vertonung des gleichnamigen Romans von Bernhard Hennen. Dass damit die Hörspielreihe noch nicht beendet ist, zeigen weitere Veröffentlichungen der Serie. Und trotzdem scheint hier die spannende Geschichte um Alfadas Mandredson im Kampf Elfen gegen Trolle ein Ende zu nehmen. Für ein Finale mit einer so episch über mehrere Folgen angekündigten Schlacht wird diesmal verhältnismäßig wenig gekämpft. Natürlich werden hier und da Schwerter und Keulen gezückt, aber so schnell wie der Kampf begonnen hat, wird dieser auch wieder unterbrochen, sodass letztlich mehr Wert auf persönliche Entwicklungen der Charaktere gelegt wurde. Diese konnte ich in mehreren Handlungssträngen verfolgen. Dazu gehören das Bergdorf mit Asla und Kalf, die marschierende Armee von Alfadas und Ollowain, die abgeschiedenen Kinder Ulric und Halgard, sowie das Trolllager mit Orgrim. Das klingt zwar viel, aber dadurch, dass alles parallel verläuft und nicht wie in anderen Hörspielen des Verlags in unterschiedlichen Zeiten, kann man der Handlung tatsächlich sehr einfach folgen. Von den vier Standpunkten der Geschichte fand ich die Beziehung zwischen Asla und Kalf am unangenehmsten. Wie zwei peinlich berührte Teenager nähern sich beide immer weiter an, was in einem recht unglaubwürdigen Liebesakt endet, der durch den zweiten Angriff der Trolle auf das Bergdorf auch alsbald unterbrochen wird. Sehr viel spannender wirkten die Ereignisse um Ulric und Halgard. Beide Kinder sind nicht nur auf der Flucht vor den Trollen, sondern werden auch Zeuge übernatürlicher Kräfte, die vermeintlich von Luth, Gott und Schicksalsweber, ausgehen. Hier habe ich tatsächlich Fantasy vernommen, der Rest dieser Folge war eher so eine sehr gut umgesetzte Mittelalteraufführung mit Rittern in Trollverkleidung. Das Ende von "Die Elfen 5: Elfenwinter" kam dann schneller als ich gedacht habe und auch irgendwie wesentlich unspektakulärer. Zwar wurde ich die 69 Minuten sehr gut unterhalten, aber episch ist meiner Meinung nach auch was anderes.

Bei den Sprechern gibt es keine Neuerung zu verzeichnen. Jeden Einzelnen konnte ich bereits in vorhergehenden Folgen hören und mir auch ein Urteil über sie bilden. Mal abgesehen von der peinlichen Inszenierung setzt Dagmar Dreke als Asla ihre starke Leistung fort. Auch Sascha Rotermond kommt als verzweifelter und hasserfüllter Alfadas glaubhaft rüber. Die beiden Kinder Philipp Draeger und Carla Sachse sind ebenfalls wieder sehr gut. Wobei ich bei Sachse manchmal den Eindruck hatte, als sei ihr Repertoire mit den wenigen Zeilen und den damit verbundenen Emotionen ausgeschöpft. Ich empfand diese Tatsache nicht wirklich kritisch, da der Rest der Sprecher gute Arbeit liefert. Einzig mit den Trollen will ich bis zuletzt nicht auf einen grünen Zweig kommen. Es nervt mich einfach, dass die Stimmen dermaßen verzerrt sind, dass ich nie oder erst sehr spät wusste, wer sich da jetzt charaktermäßig anpöbelt. Bei der Musik und von den Geräuschen her habe ich eigentlich nichts zu beanstanden. So herrschen bei den verschiedenen Handlungsorten unterschiedliche Geräusche, wie das Klirren von Schwertern, das Galoppieren der Pferde durch den Schnee oder das Knistern von Feuer im Trolllager. Es wirkt alles sehr realistisch. Interessant war auch zu hören, dass das Verschlingen von gerösteten Menschenrippen, so klingt wie der Biss in einen knackigen Apfel. Nun ja, ich kann nicht beurteilen, ob es den Tatsachen entspricht, aber ein Schmunzeln konnte ich mir nicht verkneifen. Die Musik reicht auch diesmal wieder von Trommeln bis hin zu heroischer Musik. Anders als bei den Vorgängern hat man bei "Die Elfen 5: Elfenwinter" darauf geachtet, dass die Balance stimmt, Musik und Geräusche wirklich nur begleiten und nicht übertönen.

Fazit:
Vom Abschluss der Vertonung zum Roman „Elfenwinter“ habe ich mir etwas mehr versprochen. So beinhaltet "Die Elfen 5: Elfenwinter" alle wichtigen Elemente eines spannenden Hörspiels, nämlich etwas Action und Abenteuer, ein wenig Romantik und auch ein bis zwei tragische Momente, aber der epische Ausgang, der so dramatisch über die vergangenen vier Folgen aufgebaut wurde, blieb einfach aus. Womöglich lag es daran, dass in Episode 5 die Einzelschicksale in den Vordergrund gestellt wurden und somit alles schemenhaft abgehandelt wurde, sodass sich am Ende alle freuen oder eben auch nicht. Insgesamt halte ich aber die 5 Folgen für einen gelungenen in sich abgeschlossener Hörspielzyklus, den ich jedem, der Elfen und Trolle mag, empfehlen würde.


04: Der Fluch des Schicksalswebers
04: Der Fluch des Schicksalswebers
Preis: EUR 9,99

4.0 von 5 Sternen Spannend und unterhaltsam zugleich mit kleineren Mängeln, 10. April 2014
Rezension bezieht sich auf: 04: Der Fluch des Schicksalswebers (Audio CD)
In "Die Elfen 4: Der Fluch des Schicksalswebers" geht es nach einer verlorenen Schlacht wieder in das Fjordland. Diesmal wartete das Hörspiel mit etwas weniger Handlung als im Vorgänger auf, aber dafür wurde ich wesentlich besser unterhalten und konnte der Geschichte viel angenehmer folgen. Ungewohnt war hingegen, dass die Episode aufgrund der Opferung von Lyndwyn nicht mit der "vertrauten" Folterszene begonnen hat, sondern mit zwei, drei Worten des üblichen Erzählers direkt ins Geschehen überging. Doch Alvias sollte nicht der einzige Erzähler bleiben. Ole Ragnarsson übernimmt in der aktuellen Folge ebenfalls diesen Part. Nach wie vor berichtet Alvias über allgemeine geschichtliche Ereignisse im Fjordland und der Albenmark. Alldieweil der sterbende Ole Ragnarsson als erklärender Erzähler der jüngsten Vorfälle fungiert und aus seiner bereits etwas vernebelten Sicht den Überfall der Trolle schilderte. Wahrscheinlich ist das auch der Grund, weshalb ich den Anschein hatte, dass die Erzählstruktur manchmal etwas verworren daher kam. Was mich allerdings nicht davon abgehalten hat, kleinere Hinweise zu entdecken, die auf eine Art Dreiecks, vielleicht sogar Vierecksbeziehung zwischen Alfadas, Asla, Silvyna und Kalf, einem engen Vertrauten Aslas, hindeuten. Ich bin gespannt, was Dennis Ehrhardt daraus machen wird. Denn ein ausartendes Liebeschaos hat "Die Elfen" definitiv nicht nötig und würde auch gar nicht zur Serie passen. Anders sieht das bei den zu vermerkenden Toden in "Die Elfen 4: Der Fluch des Schicksalswebers" aus. Verhältnismäßig viele Menschen kommen in der aktuellen Folge ums Leben, sei es durch das Schwert, durch Zauberei oder durch Folter. Aus diesem Grund würde ich diese Hörspielfolge nicht unbedingt ab 12 Jahren empfehlen.

Wo viele Menschen sind, da sind natürlich auch viele Sprecher im Booklet namentlich erwähnt. Einige von ihnen haben mich überzeugt und andere nicht. Begeistert war ich vor allem von Dagmar Dreke, die für die Rolle der Asla eingesprochen hat. In Folge 4 ist Asla eine Art Führungsperson der Menschen in Firnstayn. Nicht selten wird sie aufgrund ihres Geschlechts nicht immer für voll genommen. Und trotzdem hat es Dreke geschafft, die starke Frau mit ihrer Stimme sehr gut darzustellen. Sie wirkt in keinster Weise gekünstelt oder überheblich. Die Vielzahl von Emotionen, die Dreke präsentiert, nimmt man ihr alle ab. Auch Philipp Draeger konnte mich wieder überzeugen. Habe ich ihn doch in "Die Elfen 2: Firnstayns Kinder" lieb gewonnen, liefert er auch hier wieder eine bravouröse Leistung ab. Als Ulric wirkt er energisch und sehr entschlossen, und trotzdem auch unschuldig. Ein tapferes Kind, wie es in die Welt der Elfen und Trolle gehört. Wer mir auch hervorragend gefallen hat, war die Sprecherin der Birga, Simona Pahl. Während der Folterszenen in den ersten drei Episoden wirkte sie wie ein hirnloser Zombie, der alle Befehle von Skanga ausführt. Doch anders als Skanga wirkt sie erfrischend und auch mal wie ein weiblicher Troll. Problematisch für das Hörspiel ist meiner Meinung nach Andreas Mannkopff als Ole Ragnarsson. Grundlegend macht er alles richtig, seine Stimme ist markant und verleiht dem Charakter Leben, bis er seinen Wunden erlegen ist. Ungeachtet dessen nuschelte mir Mannkopff zu oft und zu stark. Vielleicht sollte er schwach klingen, und trotzdem sollte man auch in dieser Situation in der Lage sein, sauber und verständlich zu sprechen. Es gab einige Abschnitte, die ich mir ca. dreimal anhören musste, um danach bloß festzustellen, dass ich immer noch nichts verstanden habe. Das macht keinen Spaß. Und wenn das in Sequenzen passiert, in denen Ole die Handlung als Erzähler beschreibt, ist das alles andere als von Vorteil. An solchen Stellen patzt dann natürlich die Tonregie. So ist die begleitende Musik zwar stilvoll, aber oftmals zu bombastisch und das aktuelle Geschehen noch zu vordergründig, als dass ich Ole als Erzähler verstehen konnte. Wenn man hier etwas dran gedreht hätte, würde ich "Die Elfen 4: Der Fluch des Schicksalswebers" die volle Punktzahl geben.

Fazit:
Mit "Die Elfen 4: Der Fluch des Schicksalswebers" bekommt der Hörer wieder eine spannende und unterhaltsame Folge der Serie. Die Handlung ist diesmal etwas schmaler ausgefallen, was dem kleineren Chaos der Erzählstruktur aber ganz gut tut. Auf diese Weise kann man der Geschichte ohne Probleme folgen. Auch die Sprecher sind im Großen und Ganzen sehr gut ausgewählt und verleihen dem Hörspiel eine gewisse Tiefe und auch Qualität.


03: Königstein
03: Königstein
Preis: EUR 9,99

3.0 von 5 Sternen Mit der dritten Folge lässt die Hörspielserie "Die Elfen" deutlich nach, 10. April 2014
Rezension bezieht sich auf: 03: Königstein (Audio CD)
Nachdem in der vorherigen Folge das Fjordland und seine Menschen eingeführt wurden, verbindet "Die Elfen 3: Königstein" die Geschichte der Menschen, Kentauren und Elfen, die gemeinsam gegen die Trolle in dem Kampf ziehen wollen. Zwar hat Dennis Ehrhardt mit den ersten beiden Folgen bewiesen, dass er ein Elfenepos im Hörspielformat sehr gut umsetzen kann, doch war mir die Handlung in dieser Episode zum Teil recht verwirrend und viel zu hektisch. Das Hörspiel selbst beginnt wieder mit der altbekannten Folterungsszene. Sie ist zwar nicht schön mit anzuhören, aber beginnt mich zu langweilen. Zudem habe ich mich gefragt, wie viel Haut Lyndwyn wohl noch am Körper hat, denn scheinbar war eines ihrer Elternteile ein Sharpei.

Anschließend ging es zwar actiongeladen weiter, was ich dem Hörspiel auch hoch anrechne, aber irgendwie waren die ersten Kampfszenen von der Geräuschkulisse unausgeglichen. Es klang, als ob eine Handvoll Trolle gegen zig Tausende Menschen antreten muss, dabei ist es laut den Aussagen der Charaktere genau andersrum. Aber auch das Geschehen unmittelbar vor, während und nach diesem Gemetzel ist nicht wirklich eindeutig. Lambi, scheinbar engster Freund von Alfadas, hält zwischendrin eine ausladende Ansprache, bei der ich als Zuhörer nicht wirklich wusste, worauf er hinaus möchte. Will er Alfadas stürzen oder unterstützen? Das ist mir auch bis zum Ende der Folge nicht wirklich klar gewesen. Genauso wenig wie die Handlungsorte: Eben noch in den schneeverwehten Bergen, stehen die Armee von Alfadas plötzlich vor den Toren Phylangans. Oder eben noch vor der Burg, spielt die Geschichte sich plötzlich in den Burghallen ab. Die Handlung verlief für meinen Geschmack diesmal eindeutig zu schnell, als das man ihr wirklich gut folgen kann. Hier hätte ich mir einen erklärenden Erzähler gewünscht, den Alvias nicht wirklich darstellt. Man lernt durch ihn viel über die alten Götter und auch etwas über die Geschichte von Königstein, aber er hilft nicht, das aktuelle Geschehen zu verstehen. So konnte ich meist nur erahnen, wo sich der Trupp Elfen, Trolle, etc. gerade aufhält.

In "Die Elfen 3: Königstein" kommen wieder die Trolle zu Wort, und mein Eindruck aus der ersten Folge hat sich leider erneut bestätigt. Man kann zwar durch die unterschiedlichen Tonlagen ausmachen, wie viele Trolle sich wohl gerade unterhalten, aber leider kann man aufgrund der Stimmverzerrung nicht ausmachen, um welchen Troll es sich explizit handelt. So hatte ich zu Beginn der Episode mein Zutun herauszufinden, wer jetzt mit wem redet, und dann war meist auch die Szene schon wieder vorbei. Aber auch die Stimme von Luise Lunow hat unter der Stimmverzerrung zu leiden. Denn klingt sie im Film "Mrs. Miracle - Ein zauberhaftes Kindermädchen" oder in den Promovideos zur Serie viel fraulicher und Omihafter, bin ich jedes Mal bei ihrem Auftritt als Skanga, der Trollschamanin, verwirrt und wundere mich welcher männliche Troll das jetzt ist. Und das, obwohl sie ihren Job als Sprecherin wirklich sehr gut macht. Auf der Seite der Sprecher der Elfen ist mir nicht wirklich etwas Positives oder Negatives aufgefallen. Von Bernd Rumpf über Peter Weis bis hin zu Andreas von der Meden machen alle ihren Job sehr gut. Bei den Menschen hatte ich meine Probleme mit Lambi, dessen Charakter ziemlich flach geschrieben wurde. Seine Witze sind eher schlecht und auch die Wortwahl sehr obszön und auf die Dauer nervig. Trotzdem hat Dirk Hardegen sein bestes gegeben, um diese Person im Hörspiel lebendig werden zu lassen.

Ebenso wie die Folterszene beginnen mich auch die musikalischen Einspieler etwas zu langweilen, da ich sie nun seit drei Episoden kenne und demnach mehrfach hören durfte. An dieser Stelle kann sich das Team um Dennis Ehrhardt ruhig etwas Neues einfallen lassen. Die Welt der Elfen und Trolle sollte zur Genüge inspirieren. Ansonsten ist die Balance zwischen guten Stimmen und realistischem Ton bis auf eine kleinere Szene gut austariert.

Fazit:
Leider hat mich "Die Elfen 3: Königstein" nicht ganz überzeugt. Zu viele Fragen habe ich mir gestellt, auf die ich keine Antwort erhalten habe. Es fehlt an vielen Stellen an einem erklärenden Erzähler. Die Handlung selbst verlief viel zu schnell und ruppig ab. Dazu kommt noch, dass mir die Verzerrung der Stimmen bei den Trollen nicht gefällt. Aus diesem Grund kann ich nur hoffen, dass die nächste Folge besser wird.


02: Firnstayns Kinder
02: Firnstayns Kinder
Preis: EUR 9,99

4.0 von 5 Sternen Eine rundum gelungene Einführung in die Welt der Menschen, 10. April 2014
Rezension bezieht sich auf: 02: Firnstayns Kinder (Audio CD)
In "Die Elfen 2: Firnstayns Kinder" führt uns Dennis Ehrhardt - Produzent, Autor und Regisseur der Serie - diesmal in die Menschenwelt, das sogenannte Fjordland, welches mich von der beschriebenen Kulisse sehr an das Gebiet um Winterfell erinnert hat. Das eigentliche Hörspiel hatte dann aber wenig gemein mit "Game of Thrones". Überraschend war für mich, dass auch diese Episode mit der Folterszene von Lyndwyn durch Skanga begonnen wurde. Zwar ist mir bewusst, dass die Folterung nach den ablaufenden Ereignissen durchgeführt wird, aber wie sich die dramatischen Ereignisse in die Geschichte um Ollowain verstricken, blieb mir auch nach "Die Elfen 2: Firnstayns Kinder" irgendwie verborgen. Ansonsten war es leicht, der Handlung zu folgen, da viele Begebenheiten aufeinander aufbauten. Einzig die vielen Namen von Gebieten, Städten und Herrenhäuser waren für mich schwer zu verarbeiten, da ich als Nichtleser der Bücher keine Vorstellung von der Lage der Örtlichkeiten und/oder den Machteinflüssen der großen Häuser habe. Leider wurde dies weder in der ersten, noch in dieser Episode, geklärt. Vielleicht werde ich mit nachfolgenden Hörspielen vertrauter. Gewundert hat mich allerdings, dass "Die Elfen 2: Firnstayns Kinder" ab 12 Jahren empfohlen wurde. Denn die 80 Minuten sind gespickt mit einer Portion Chauvinismus, expliziter Erotik und einer Folterung, die mit Hautabziehen endet. Vielleicht bin ich aber auch nur zu sehr Weichei und alles, was über Schwertkampfduelle hinausgeht, ist mir zu "krass". Trotz der Negativpunkte hat mir die Episode wirklich gut gefallen, da sie entgegen der aufbauenden Handlung doch sehr wendungsreich war und ich durchweg das Gefühl hatte, dass hier etwas passiert und nicht nur aufgebauscht wird.

Auch die Sprecherrollen sind von Dennis Ehrhardt sehr gut ausgewählt und keiner fällt negativ auf. So finde ich es zum Beispiel sehr hilfreich, dass man sich bei der Hörspielserie für einen Erzähler, gesprochen von Helmut Zierl, entschieden hat. Dieser überbrückt mit seiner angenehmen Stimme nicht nur mögliche langweilige Szenen, sondern hat mir auch sehr beim Verständnis der aktuellen Geschichte geholfen. Doch mein kleines Highlight in "Die Elfen 2: Firnstayns Kinder" sind die Szenen, in denen Massen von Menschen aufeinandertreffen. Hier wurde bei mir der Eindruck erweckt, dass wirklich unglaublich viele Menschen nur für diese eine Szene eingesprochen hätten und das Tonstudio sich nicht dem Wunder der Technik bedient hat. Die zwei großen Helden, Sascha Rotermund als Alfadas für die Menschenwelt und Bernd Rumpf als Ollowain für die Elfenwelt, liefern ebenfalls gut ab. Beide wirken weder gekünstelt oder zu jung als erfahrene Krieger. Wobei ich bei Bernd Rumpf immer wieder das Bild eines alten greisen Elfs vor mir sehe. Wenn dann aber Dialoge mit Peter Weis, der seine Stimme Landoran geliehen hat, folgen, bekommt Ollowain eine spontane Jungkur verabreicht. Wo ich schon von jung schreibe: Bei den Sprösslingen habe ich sofort Philipp Draeger als Ulric ins Herz geschlossen. Er spielt den Sohn von Alfadas mit einer solchen Aufrichtigkeit und Lebendigkeit, dass hier bereits von Naturtalent die Rede sein könnte, wenn ich nicht wüsste, dass er mit seinen 13 Jahren schon zahlreiche Erfahrungen in Film und Fernsehen als Synchronsprecher gesammelt hat.

Neben der gelungenen Inszenierung und den hervorragenden Sprechern ist es kein Wunder, dass auch die Musik und die Klangkulisse überzeugen können. Besonders die epische Titelmusik hat es mir angetan. Diese könnte ich stundenlang anhören, ohne davon zu viel zu bekommen. Die instrumentale Begleitung ist manchmal jedoch etwas einseitig und vielleicht auch etwas träge. Das trifft in keinem Fall auf die Klangkulisse zu, die hat gänzlich den richtigen Lautstärkepegel und wirkte auf mich sehr natürlich.

Fazit:
Mit "Die Elfen 2: Firnstayns Kinder" hat Dennis Ehrhardt bewiesen, dass er die gute Qualität aus der vorherigen Episode aufrechterhalten konnte. Zwar muss man wohl für alle Hintergrundinformationen die Bücher von Bernhard Hennen lesen, aber dennoch gibt es keinen zentralen Punkt während der gesamten 80 Minuten, dem man nicht folgen kann; natürlich auch dank des Erzählers. Ansonsten sind sehr viele gute Stimmen für die zweite Folge der Serie engagiert worden, und auch die eingesetzten Geräusche und Soundschnipsel sind nicht von schlechten Eltern. Demnach kann man hier von einer rundum gelungenen Folge sprechen.


24: Amsterdam
24: Amsterdam
Preis: EUR 9,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die letzte Folge mit und von Marco Göllner bietet 65 spannende, lustige und gruselige Minuten, 10. April 2014
Rezension bezieht sich auf: 24: Amsterdam (Audio CD)
Mit "Dorian Hunter 24: Amsterdam" wird nun das Ende einer sechsjährigen Zusammenarbeit mit dem Regisseur und Autor Marco Göllner eingeläutet. Und ich kam während seiner letzten Episode nicht umhin zu bemerken, dass er für Folge 24 noch einmal alle seine erfolgreichen Tricks und Kniffe aus der Schublade geholt hat, um diese zu weiten Teilen grandios in die Geschichte einzubinden. Es macht einfach Spaß Dorian auf seiner Reise nach Amsterdam zuzuhören.

Doch der Anfang gestaltet sich zunächst etwas schwierig. So hechelt die erste Minute jemand ins Mikrofon, ohne dass ich eine Ahnung hatte, was da jetzt abgeht. Erst nach einem Telefongespräch wurde mir bewusst, dass die aktuelle Episode genau da ansetzt, wo die vorhergehende aufgehört hat. Aber die Handlung sollte an anderer Stelle mit anderen Personen weitergehen. Dazu gehört auch Ndoyo, dessen Gedankengänge zu Beginn auch etwas verwirrend auf mich wirkten, da ich nur schwer einschätzen konnte: Sagt er etwas zu Anderen, zu sich selbst, oder denkt er es einfach nur? Im Verlauf der Geschichte sollte sich das Stilmittel der "plappernden Gedanken" noch als ziemlich amüsant und auch interessant herausstellen. Ein besonderes Highlight bilden die vielen kleinen Hintergrundinformationen zu den Guten als auch Bösen. Diese wurden mit einer gewissen Leichtigkeit in ernsthaften, bösartigen, aber auch komischen Gesprächen eingebunden. Neben den Worten kommen auch die Action und der Grusel nicht zu kurz. Ersteres wird in unübersichtlichen Szenen mit Dorian Hunter als Erzähler unterstützt, oder durch die bereits erwähnten Gedankengänge. Das Grausen entsteht durch die doch recht merkwürdigen und ekelerregenden Gestalten von Red "Frankenstein" Jong. Leider habe ich in all dem unterhaltsamen Trubel ein bisschen vergessen, weshalb Dorian Hunter und sein Team nach Amsterdam gefahren sind. Erst als sie auf die Rattenkönigin treffen und die Unterhaltung beim Drudenfuß endet, wurde das eigentliche Ziel wieder in Erinnerung gerufen.

Die Charaktere bzw. die Sprecher stehen der Handlung aber in nichts nach. Auf der einen Seite ist der moderne Dämonenjäger Dorian Hunter, grandios gesprochen von Thomas Schmuckert, der durch sein Team, bestehend aus Claudia "Coco" Urbschat-Mingues, Frank "Chapman" Felicetti und Frank "Cohen" Gustavus in den letzten 24 Hörspielepisoden viel mehr erreicht hat, als je einer seiner Vorfahren zuvor. Aber die eigentlichen Stars sind Jürgen Kluckert als Ndoyo und Herman van Ulzen als Red Jong. Jürgen Kluckert dürfte vielen Hörspielfreunden als die Stimme von Benjamin Blümchen bekannt sein, und eben in genau dieser Manier kommt er auch als Ndoyo rüber, nur etwas tragischer und verstimmter, sodass man eigentlich mehr Mitleid als Furcht vor dem riesigen Creol empfindet. Sein Befehlshaber ist Red Jong, der durch van Ulzen einen fast charmanten niederländischen Akzent bekommt. Doch wahrscheinlich besteht die Gefahr genau darin, dass man mit einem geistig umnachteten Frankenstein aufgrund seiner freundlichen Stimme eher Sympathien hegt, anstatt ihn wegen seiner Experimente zu verachten. In Kombination mit Kerstin Sanders-Dornseif, die ihre Stimme der Rattenkönigin Arline geliehen hat, wirkt das Duo wie eine ganz böse Variante von Disneys "Die Hexe und der Zauberer". Und auch bei der Geräusch- und Musikkulisse hat sich Marco Göllner nicht lumpen lassen, und reichert sie mit vielen unterschiedlichen Effekten und Musiksnippets an, welche die düstere und schaurige Atmosphäre sehr gut untermalen, und "Dorian Hunter 24: Amsterdam" das i-Tüpfelchen aufsetzen.

Fazit:
Marco Göllner hat mit "Dorian Hunter 24: Amsterdam" noch einmal bewiesen, wie sehr er sich dem Hörspielgenre verschrieben hat; schade, dass es für diese Serie die letzte Folge ist, bei der er mitgearbeitet hat. Trotz anfänglicher kleineren Schwierigkeiten habe ich mich schnell unterhalten gefühlt und die spannenden, lustigen und gruseligen 65 Minuten sehr genossen.


23: Tod eines Freundes
23: Tod eines Freundes
Preis: EUR 9,49

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Eine eher langatmige Folge, 10. April 2014
Rezension bezieht sich auf: 23: Tod eines Freundes (Audio CD)
Auch mit "Dorian Hunter 23: Tod eines Freundes" geht es weiter in der Geschichte um Dorians früheres Ich, Juan Garcia de Tabera. Doch leider bin ich von den ersten 60 Minuten der Folge sehr enttäuscht und hatte eine wirklich schwere Zeit diese komplett und ohne Unterbrechung zu hören, da ich mich zu großen Teilen gelangweilt habe. Der Fehler ist im Aufbau der Handlung zu suchen. Zunächst einmal hat es mich gestört, dass dem ach so bösen und ehemaligen Großinquisitor Lucero, der vorher unantastbar erschien, innerhalb von 10 Minuten der Gar ausgemacht wird. Bitte?! Hab ich was verpasst? Das wäre bei diesem Hörspiel sogar möglich gewesen, denn obwohl man nun endlich zwei Verbindungspunkte der verschiedenen Zeitebenen hat, der Drudenfuß und der Dämonendrilling, ist die Handlung in der Vergangenheit wirklich schnarchlangweilig. Es liegt nicht daran, was passiert, sondern eher wie es dem Zuhörer dargeboten wird. De Tabera wird als eine Art Erzähler eingesetzt, was anfänglich noch als nette Idee erscheint. Doch nachdem dieser quasi 60 Minuten mit ein paar wenigen Zwischensequenzen monoton und ausdruckslos am Stück labert, fällt es einem nicht leicht die Augen aufzulassen.

Ein weiteres Problem besteht darin, nachzuvollziehen warum man de Tabera so viel Spielzeit gegönnt hat, so weiß man doch aufgrund der Szenen aus der Gegenwart, dass de Tabera erfolglos war. Hier hätte ich mir echt ein wenig mehr Hunteraction gewünscht und das nicht nur in den letzten 20 Minuten. Diese sind nämlich ungemein spannend, actiongeladen und auch traurig. Traurig deshalb, weil der Titel der Episode, "Tod eines Freundes", in zweierlei Hinsicht wörtlich gemeint ist. Wer nicht gespoilert werden will, sollte vor Beginn der Episode nicht zum Booklet greifen, denn dort stehen ein paar wenige Zeilen zum Nachlass der liebgewonnen Figur. Doch auch das reale Leben feit nicht davor, endgültig Abschied von Familienmitgliedern oder Freunden nehmen zu müssen. Im November 2012 ist Konrad Halver, der Sprecher der Figur Trevor Sullivan, verstorben. Daher hat Marco Göllner sich eine kleine aber feine Geschichte zum Abschluss einfallen lassen. Dafür hat er einige Interviewschnipsel mit Halver neu zusammengestellt, Regina Lemnitz noch ein, zwei Zeilen einsprechen lassen und fertig war die charmante Anekdote. Klasse.

Ansonsten muss ich auch im Bereich der Sprecher sagen, dass es keine großen Überraschungen gab. Das Team um Dorian Hunter, also Thomas Schmuckert, Frank Felicetti, Claudia Urbschat-Mingues und auch Hasso Zorn, macht seinen Job wie immer sehr gut. Es wurden auch einige Sprecher aus der vorangegangenen Doppelfolge übernommen, dazu gehören Volker Brandt, Lutz Riedel, Stephanie Schultheiß, etc. Wirklich neu war lediglich Daniel Montoya, der jetzt nicht unbedingt als Sebastión, dem Diener des Alchemisten Alberto Villanovanus, negativ oder positiv aufgefallen ist. Wahrscheinlich lag das aber an der immer und immer und immer wiederkehrenden Stimme von Constantin von Jascheroff (Juan Garcia de Tabera). Dass ich die Stimme nicht mag, dürfte mittlerweile klar geworden sein, aber ich frage mich bei ihm auch, wieso man nach vier Episoden in der Hauptrolle keine wirklichen Fortschritte sieht. In den Szenen, in denen von Jascheroff mit Boris Tessmann (Alfonso de Villar), die Stimme von Patrick Dempsey, David Boreanaz oder Alexander Siddig, agiert hat, wurde in mir die Hoffnung auf Besserung geweckt, da Tessmanns Stimme zu den wenigen gehört, die alles vorlesen können und man hört trotzdem gerne zu. Leider wurde dieser Wunsch erst in den letzten 20 Minuten von "Dorian Hunter 23: Tod eines Freundes" erhört, aber da war von Jascheroff nicht mehr wirklich mit von der Partie.

Selbst die Musik- und Geräuschkulisse ist äußerst realistisch, dramatisch und auch ein einfühlsam, was für Hunter-Verhältnisse eher selten der Fall ist. An sich ist also alles tipptopp, wäre da nicht ein kleiner großer Patzer: Eingangs hat man nämlich versucht die Gegenwart von der Vergangenheit zu trennen, indem man bei Letzterer hintergründig ein Knistern einer Schallplatte mitlaufen ließ. Da Schallplatten sich nicht immer einwandfrei abspielen lassen, hat man sich gedacht, dass auch die Schallplatte von Dorians früherem Ich einen Sprung haben könnte. So kommt es, dass an zwei Stellen im Hörspiel Satzteile dreimal wiederholt werden. Leider ging der Kunstgriff für mich nach hinten los, denn ich war nach mehrmaligem Lauschen der Episode nach wie vor nicht sicher, ob es gewollt war oder ob sich um einen Qualitätsfehler bei der Pressung handelte.

Fazit:
Wenn es die dramatischen letzten 20 Minuten in "Dorian Hunter 23: Tod eines Freundes" und die kleine Anekdote an Konrad Halver nicht gegeben hätte, wäre diese Episode ein gnadenloser Flop für mich gewesen. Man vertrödelt mit der Vergangenheit viel zu viel Zeit und setzt auch auf eine für das Hörspielgenre nicht geeignete Stimme von Constantin von Jascheroff. Es war einfach eine langatmige Geschichte, die den Stein um den Drudenfuß und den Dämonendrilling ins Rollen bringen sollte.


Der ist ja nicht doof, nur irgendwie hochbegabt: Unkorrigierte Geschichten aus der Nachhilfestunde
Der ist ja nicht doof, nur irgendwie hochbegabt: Unkorrigierte Geschichten aus der Nachhilfestunde
von Tanja Janz
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

4.0 von 5 Sternen Spannendes Buch über die Erlebnisse einer Nachhilfelehrerin, manchmal aber zu Klischee behaftet, 4. April 2014
Ab und an lese ich gerne mal ein Sachbuch. Vor dem Hintergrund, dass ich bald mein Referendariat beginne, interessieren mich natürlich Bücher über das Lehrerdasein besonders. Und so kam es, dass “Der ist ja nicht doof, nur irgendwie hochbegabt” von Tanja Janz sofort mein Interesse geweckt.
Tanja Janz berichtet in ihrem Erstlingsroman von wahren Geschichten aus der Zeit als Nachhilfelehrerin. Dabei durfte ich lustige, unfassbare und traurige Geschichte lesen. Viele Aspekte haben mich sogar zum Nachdenken angeregt, einige erzeugten ein reges Kopfschütteln und mit wieder anderen Ansichten der Autorin stimme ich überhaupt nicht überein. Ich möchte hier nicht jede einzelne Erfahrung listen, zumal du dann das Buch nicht mehr lesen brauchst. Aber ich möchte einige Punkte, die ich mir markiert habe oder während des Lesens aufgefallen sind, kurz besprechen.
Zunächst sollte ich erwähnen, dass ich trotz meines langsamen Lesetempos mich relativ zügig durch “Der ist ja nicht doof, nur irgendwie hochbegabt” geblättert habe. Das spricht natürlich für den guten und flüssigen Schreibstil der Autorin sowie den zahlreichen interessanten Themen. Darüber hinaus sind die Kapitel recht knappgehalten, alle nicht länger als 10 bis 15 Seiten. Da konnte ich manchmal nicht anders als schnell noch ein weiteres Kapitel zu verschlingen.
Ein wichtiger Punkt, den das Buch eigentlich mehrfach anspricht, ist die Tatsache, dass “Nachhilfe nicht bedeutet, dass man einem ohnehin schon guten Schüler einen sehr guten, aus einem durchschnittlich Begabten einen Einstein macht. Nachhilfe bedeutet, dass man am Bodensatz der Schülerschaft herumkratzt und versucht, die müden Hirne der anwesenden Nachhilfeschüler zu einer minimalen geistigen Leistung zu bewegen.” (S. 18f.) Oder auch die Tatsache, dass ein Lehrer bestimmte Kinder ätzend finden kann, ist sowohl bei den Eltern als auch in der Öffentlichkeit verpönt. Als Lehrkraft muss man alle Kinder mögen. (S. 51) Und das sind nur zwei der vielen anregenden und nachdenklichen Quintessenzen der Erlebnisse von Tanja Janz.
Leider hat mich die Autorin bei ca. drei Viertel des Buches verloren. Man merkt, dass sie zu einem Abschluss von “Der ist ja nicht doof, nur irgendwie hochbegabt” kommen möchte. So erläutert sie ihren weiteren Werdegang und vergleicht damalige Gegebenheit mit dem heutigen Stand. Dabei stellt sie Behauptungen auf, die aus eigener Erfahrung leider nicht der Wahrheit entsprechen. Weshalb ich mich die letzten 50 Seiten mehr über das geschriebene Wort geärgert habe. Schade.

Fazit: Generell ist “Der ist ja nicht doof, nur irgendwie hochbegabt” ein wirklich spannendes Buch mit unzähligen interessanten Geschichten. Leider stellt Tanja Janz zum Ende hin einige Behauptungen auf, die aus persönlicher Erfahrung nicht den Tatsachen entsprechen. Dennoch hat sich das Sachbuch schnell und flüssig lesen lassen und die positiven Erinnerungen an die Nachhilfestunden übertrumpfen dann doch die Negativeindrücke.


Vampire Academy [Blu-ray]
Vampire Academy [Blu-ray]
DVD ~ Zoe Deutch
Preis: EUR 16,99

6 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Enttäuschende Verfilmung des Bestsellers, 13. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Vampire Academy [Blu-ray] (Blu-ray)
[Kritik zu Bild und Ton wird nachgeholt, sobald die Blu-Ray erhältlich ist.]

Eigentlich hätte "Vampire Academy" ein richtig guter Film werden können, da die Handlung des Films auf den gleichnamigen Bestseller von Richelle Mead basiert. Ich für meinen Teil habe den ersten Band der Serie wirklich sehr gern gelesen, weshalb ich natürlich umso erfreuter war, dass dieser adaptiert wird. Unglaublich aber wahr, dass was mir dann auf der Leinwand präsentiert wurde, war einfach nur enttäuschend, teilweise sehr, sehr merkwürdig und äußerst fremdschämend aus vielerlei Gründen. Die Autorin hat mit ihrer Romanserie "Vampire Academy" etwas Eigenständiges und Neues im Vampirgenre geschaffen, aber trotzdem hat der Film von vornherein schlechte Karten, denn meiner Meinung nach sind die Zuschauer ziemlich bedient mit Vampiren, Werwölfen und Konsorten durch Filme wie "Twilight" oder Serien wie "True Blood", "Being Human" und wie sie nicht alle heißen.

Ein weiteres Problem sind die Waters Brüder, Mark und Daniel. Beide scheinen mir nicht verstanden zu haben, worum es tatsächlich in dem Buch geht. Sie unterdrücken in ihrem Skript völlig die für das Buch so markanten und vor allem wichtigen Ängste, Wutgefühle und die Verantwortung, die die Mädchen gegenüber ihrer Gesellschaft wegen des vermeintlichen "Schlampen-Dreschen" haben. All diese Aspekte führen im Buch zu manch einem clever konstruierten oder tragischen Höhepunkt. Die Brüder haben sich hingegen für ein Skript entschieden, welches auf zahlreiche Lacher ausgelegt ist, und so nehmen Rose und Lissa das Mobbing nicht einfach nur hin, sondern schmettern einen - hust - flotten Spruch oder direkt die Faust ins Gesicht des Gegenübers. Meinetwegen. Doch leider ist der Witz so flach, dass er nicht einmal in die Kategorie "So schlecht, dass es schon wieder lustig ist" eingeordnet werden kann. Ein weiteres Ärgernis entsteht durch die Informationsflut zu Beginn, in der Mitte und wahrscheinlich noch am Ende des Films, wenn der Zuschauer bis dahin nicht schon abgeschaltet hat. Daniel Waters hat sich nämlich für den dämlichsten und langweiligsten und anstrengendsten Einstieg entschieden, den ein Film haben kann. Durch lange und zu schnell gesprochene Monologe aus dem Off und eingeblendeten Begriffen, die von links und rechts auf die Leinwand geschleudert werden, wird der Zuschauer, der nicht mit der Materie vertraut ist, regelrecht abgeschreckt. Ich bin mit der Materie vertraut und weiß was Strigoi, Moroi, Dhampire, etc. sind, aber selbst ich war irgendwie verwirrt. So macht das definitiv keinen Spaß. Und auch die Tatsache, dass "Vampire Academy" mitten im Film beginnt, macht die Sache nicht erfrischender. An der Stelle hätte ich mir einfach einen anderen Aufbau des Buches für den Film gewünscht.

Aufgrund dieser Informationsflut haben auch andere Aspekte im Film zu leiden. Dazugehören unter anderem die Liebesgeschichten von Rose und Lissa, die beide plötzlich liiert sind und ich mich gefragt habe, wann und wo das passiert ist, weil ich selbst keine Emotionen ausmachen konnte, sprich ein kurzer Blick, ein schüchternes Lächeln, eine zärtliche Berührung, etc. Das war einfach nicht vorhanden. Alles wirkt irgendwie ruppig und wird auch viel zu zügig abgehandelt. Zeitweise hatte ich wirklich das Gefühl ich stehe an einer Bande von einem Formel-1-Rennen, so schnell flackerten die Szenen nacheinander vorbei, frei nach dem Motto: "Da ist noch eine Stelle im Buch, die ich unbedingt mit einbringen will." Das i-Tüpfelchen des Fremdschämens bildeten die Kämpfe und die Szenen, in denen Rose in die Gedanken von Lissa eindringt. Beides wurde eher halbherzig ausübt, zudem wurden merkwürdige Kameraeinstellungen verwendet.

Das größte Übel an "Vampire Academy" ist das Fehlcasting der Darsteller. Ich möchte nicht sagen, dass sie allesamt überhaupt nicht schauspielern können, aber für die Rollen im Film passen sie einfach nicht, so zum Beispiel Danila Koslowski. Er personifiziert Dimitri Belikov und ist quasi das männliche Gegenstück zu Rose. Er ist aber auch eine laufende Schrankwand, die genauso viele Gesichtsausdrücke beherrscht, wie Steven Seagal zu seinen besten Zeiten. Dazu kommt eine lächerliche Perücke, die sich keinen Millimeter vom Kopf entfernt. Ich sag es mal so: es wurden zwar alle Kriterien aus dem Buch erfüllt, sprich muskulös, introvertiert, kinnlanges Haar, aber Koslowski wirkt einfach unglaublich steif und im Gegensatz zu seinen Kollegen viel zu alt. Ich habe ihm absolut keine Gefühle abgekauft. Selbst Angel, der Jäger der Finsternis, war im Gegensatz dazu zwischen 1999 und 2004 noch richtig herzzerreißend. Und die Mädchen können auch nicht groß auftrumpfen. Zoey Deutch bringt als Rose Hathaway nicht das Flair mit, eine Kickass-Heldin zu sein. Den Sarkasmus nimmt man ihr nicht ab und schon gar nicht den trainierten, muskelgestählten Körper, denn dafür hat Deutch nämlich eine viel zu zierliche Figur. Ehrlich gesagt habe ich mich die ganze Zeit gefragt, wie zur Hölle soll der kleine Pimpf bitte kämpfen; so wie sie ausschaut, verbringt sie viel mehr Zeit mit Nägellackieren. Blondie a.k.a. Lissa Dragomir wird von Lucy Fry verkörpert. Sie wirkt zwar weniger fehl am Platz, aber dafür ist die Gute schnarch langweilig. Hinter ihrer Performance steckt kein Wumms. Sie ist einfach eine sprechende Barbie. Das Debakel setzt sich bei den Nebencharakteren fort. Bei Edward Cullen… ach entschuldigt, der sah ja nur so aus und hat sich auch so benommen. Ich meine natürlich Dominic Sherwood als Christian Ozera. Bei ihm hatte ich aber wirklich durchweg den Eindruck, dass er sich im Set geirrt hat und tatsächlich zu "Twilight" wollte. Über die Kostüme mancher Darsteller möchte ich schon nicht mehr schreiben, genauso wenig wie über die schrecklichen CGI-Effekte, die dann Gott sei Dank nur selten verwendet werden mussten.

Fazit:
Manche Bücher sollten einfach nicht verfilmt werden, sondern nur ein phänomenales Kopfkino erzeugen. Doch leider mussten die Filmemacher Daniel und Mark Waters wieder einmal auf den Zug der Jugendbuchverfilmungen aufspringen. Das Opfer: "Vampire Academy". Ein super Bestseller mit einer wunderbaren und komplexen Story, welche von Millionen Fans geliebt wird, und nun mit einem Team ungeeigneter Darsteller, einer völlig verkrampft inszenierten Handlung und viel flachen und vor allem unlustigen Witzen als Film umgesetzt wird. Dass das nicht gut gehen kann, muss ich nicht erwähnen. Ich finde es einfach Schade, dass hier wirklich unglaublich viel Potenzial verschenkt wurde, und potentielle zukünftige Leser der Serie nach diesem Film wohl eher nicht zum Buch greifen werden.


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