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Rezensionen verfasst von
Kathi G. (Frankfurt am Main)

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Naupathia
Naupathia
Preis: EUR 13,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Berlin am Meer, 15. September 2015
Rezension bezieht sich auf: Naupathia (Audio CD)
Dass Berlin am Meer liegt, ist ja nun wirklich nichts Neues.

Natürlich reden wir hier nicht von dem mit dem haushohen Wellengang und dem muschelübersäten Strand. In diesem Falle ist es eher als eine Metapher gemeint für die vielen gestrandeten Seelen, dem emotionalen Wellengang und dem Meer voller Menschen.

Drei solcher Seelen fanden sich in einer warmen Berliner Sommernacht in einer (K)lauschigen Bar im Berliner Stadtteil Friedrichshain zusammen, um sich dort ihren gemeinsamen musikalischen Gedanken und Träumen hinzugeben und daraus nur wenige Stunden später das gemeinsame Projekt „The Whispering Sea“ entstehen zu lassen.

Bei jenen drei Musikern handelte es sich um Robert Klausch (Scream Silence), Rob DeVille (Enemy I) und dem anbetungswürdigen Wordsmith, Komödianten und Musiker von Sheffield: Anthony J. Brown.

In dieser besagten, legendären Nacht entstanden auch schon die ersten beiden Titel, nämlich „The Horse Painter“ und „Obsessive Compulsive“. Umso erstaunlicher mag dann sein, dass die vollständige Komposition jener berauschenden, emotionalen Lieder, die dieses Album komplettieren, noch einmal ganze fünf Jahre dauerten, bis sie endlich fertig auf den Silberling gebrannt werden konnten.

Fünf Jahre des Feilens, Zusammenwachsens und Perfektionierens einer Geschichte, deren roter Faden sich erst einmal gar nicht so einfach erkennen lässt. Dass es sich dabei gelohnt hat zu warten, muss nicht extra erwähnt werden.

So schaffte das Trio, sich über diesen Zeitraum hinweg auch zu vergrößern, um nun mit einer stattlichen Besatzung von neun Mitgliedern aufzuwarten, was sich natürlich auch auf die vollkommen polyphone, feinstimmige Instrumentalisierung auswirkt. So finden sich viele Einflüsse wieder, von progressiver Rock – ganz im Stil der 70er Jahre – bis hin zu den folkloristischen, poetischen Singer-/Songwriter-Elementen ganz metropolitischer Art, was durch die internationalen Ursprünge einiger Mitglieder beeinflusst und spezialisiert wird. Dass sich so etwas derart Komplexes nicht in eine Schublade stecken lassen kann, ist damit auch klar. Somit definiert der Wordsmith höchstpersönlich diesen Musikstil mit: „Skygazing Expressive Rock“ und trifft damit gänzlich ins Schwarze. So kommen Freunde von Hammond Orgeln, Fender Rhodes Pianos, Melotronen, Akkustik- und E-Gitarren, Drums und Bass auf ihre Kosten, aber auch jene, die klassische Elemente lieben wie Violine und Querflöte.

So wird der aufmerksame Zuhörer zu den verschiedensten Seelen einer Stadt geführt, die man durchaus in warmen Sommernächten dort antreffen kann. Den Trinker am Späti in „Death by Späti“ (Späti ist die Abkürzung für Spätkauf, einer Art nächtlicher „Tante-Emma-Laden“, der vorzugsweise in der Hauptstadt zu finden ist), der immer wieder seine Geschichte erzählt, mal voller Hoffnung und mal voller Pessimismus. Oder den verbitterten Schwarzmaler von „The Horse Painter“. Die Texte sind so filigran und so zweideutig, dass sich ebenso auch zwischen den Zeilen Botschaften finden lassen, die innerhalb einer einzelnen Strophe die verschiedensten Emotionen erwecken können. Von Verbitterung über Verständnis bis hin zum Sarkasmus.

Auch die sogenannten „Ohrfräsen“ kann man hier nun wirklich nicht vermissen. So setzt sich die Geschichte über die seelenverwanden Außenseiter von „Me and my Mind Twin“ im Nu im Kopf fest und wird höchstwahrscheinlich erst wieder von den sehnsüchtigen Erinnerungen „Summers“ abgelöst und anders herum, so wie es sich für einen Teufelskreis eben gehört.

Uneingeschränkte emotionale Meisterwerke sind die beiden Songs: „We must not communicate anymore“ und „The Final Anthem“.

Bei ersteren dominiert der gedankliche Dialog zweier sich fremder und doch so ähnlicher Seelen in Form des dunklen, wohlklingenden Basses von Robert Klausch und der fragil-sensiblen Altstimme der schwedischen Singer/Songwriterin Katharina Nuttal in vollkommender Harmonie, die im absoluten Kontext zum Text steht und so direkt mit dem Hörwilligen unaufdringlich spielt.

Zweiteres ist ein ergreifender, choraler Abschied ( Ja, auch Produzent Hardy Fieting singt hier mit), der auf Melodien getragen wird, die es schaffen, jede noch so kleine Emotion musikalisch zu untermalen, auch den empathielosesten Menschen auf eine nachdenkliche Reise zu schicken und ihm mindestens eine Träne abzuringen.

So schafften „The Whispering Sea“ mit ihrer sublimen Feinarbeit über fünf Jahre ein außerordentliches Debutalbum und setzen damit für sich selbst die Messlatte sehr hoch an, denn dies zu übertreffen, wird alles andere als einfach sein.

Aber bis dahin gilt es, „Naupathia“ zu genießen. Dabei die Gedanken schweifen zu lassen, Sterne zu zählen und schlaflos dem allmählich aufkommenden Herbstregen zu lauschen.


Heartburnt
Heartburnt
Preis: EUR 18,98

10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein emotionales Spiegelbild des Herzens, 6. Juni 2015
Rezension bezieht sich auf: Heartburnt (Audio CD)
Das nunmehr bereits neunte Album von „Scream Silence“ ist ein weiterer Meilenstein in deren seit ungefähr 17 Jahren erfolgreich bestehenden Musikgeschichte. „Heartburnt“ ist ein emotionales Meisterwerk, das einer Flickendecke aus jedweder Gefühlsregung im komplizierten Konstrukt einer Beziehung, einer Ehe oder lapidar gesagt einer Bindung, gerecht wird. Bildlich gesprochen ist es, als sähe man aus dem Fenster eines Flugzeuges und betrachtet die verschiedenen Äcker und Felder unter sich. Alle anders, egal ob in ihren Farben oder der Struktur, und doch gehen sie ineinander über und passen wie zu groß geratene Puzzleteile aneinander. Es ist, als gehören sie dort hin und nur dort hin. Das geschieht nicht nur in textlicher Hinsicht, sondern auch in musikalischer. Man bedient sich hier so vieler Stile und Klangeinflüsse wie noch nie zuvor, so dass es oberflächlich betrachtet unruhig erscheinen könnte, aber bei genauerem Hineinhören, und vor allem dem Hineinfühlen, absolut richtig, logisch und passend ist. Die Botschaft, die es mit sich trägt, ist, dass das Herz wild und frei ist und wir letztendlich kaum über unsere Emotionen in Sachen Liebe wirkliche Kontrolle haben. Die Texte und Melodien von „Heartburnt“ sind in lyrischer Form und Klangfarbe derart aufeinander abgestimmt, dass die Geschichte oder das Konzept, wenn man so will, nicht bloß untermalt, sondern regelrecht „ausgemalt“ wird. Alles ergänzt sich in dem musikalischen Gefüge, dass die Melodie die Story weitererzählt, wenn die Stimme gerade schweigt.

Das soll allerdings auch nicht bedeuten, dass der Stil der Band der Weiterentwicklung zum Opfer gefallen ist, wie die Titel „The Weeping“ und auch „Echoes Of You“ eindeutig beweisen. Diese entsprechen nach wie vor im Großen und Ganzen dem typischen Klangbild von Scream Silence, wenn auch in ihnen instrumental und auch technisch neu differenziert wurde. Dabei wurde speziell auch bei „The Weeping“ ein erstaunlicher Kontrast zwischen einem ernsten Text und einer gänzlich fröhlichen Melodie eingeflochten, der das Schlussbild einer ironischen, regelrecht spöttischen Betrachtungsweise ergibt und erst in dieser Kombination seine vollständige Wirkung entfaltet.

Auch für die Freunde der Gitarrenriffs und –solos ist gesorgt. Verursachen jene bspw. bei der schwierigen und punktgenauen Passage in dem balladesken Song „Heartburnt“ die Schweißtropfen auf René „Gölli“ Gödde’s Stirn, während sie uns als Hörer das Gefühl des einsetzenden Klopfens eines zu lange taub gewesenen und vor Schmerz still gestandenen Herzens vermittelt. Auch „The Seventh Sorrow“, dessen Melodie übrigens dem Kopf von „Gölli“ entsprungen ist, verlangt nicht nur Hardy Fieting einiges ab, der seine Kopfstimme vollkommen ausreizt und sie an die äußersten Grenzen bringt - auch wird der unterschwellige Wahnsinn, den die Lyrics zu transportieren versuchen, durch die sich duellierenden Gitarren klangvoll unterstrichen.

Lebendigkeit zeigt sich auch in Liedern wie dem verzweifelt hoffnungsvollen „We Can Do No Wrong“ und dem enorm tanzbaren „Art Remains“. Wirkt ersteres fragil in seinen Zweifeln und der Verletzbarkeit, steigert es sich melodiös mit der aufkeimenden Hoffnung im Refrain zum großartigen, energischen Crescendo des Selbstbewusstseins. „Art Remains“ hingegen ist die hochgradig ohrwurmverdächtige Kampfansage der Überlebenskünstler gegen die Zweifler und alle Widerstände, gegen Schubladendenken und Verurteilung. Die Bestätigung, dass man sein darf, wer oder was man ist, und sich nicht der Norm entsprechen verhalten muss. Genauso wird jenes auch in dem äußerst skurrilem Video dargestellt, welches am 15. Mai 2015 erschienen ist.

Das Album hält zudem auch zwei wunderbare Überraschungen parat. Zum einen die Coverversion des „The National“ Hits „Conversation 16“, der sich durch seinen schwungvollen Drive sehr vom Original abhebt und ihn m. E. endlich die Kraft und Energie einhaucht, welches dem Lied zusteht und ihn dadurch nicht nur äußerst tanzbar macht, sondern zudem auch tagelang im Ohr bleibt. Die andere Neuigkeit ist der Song: „Etwas starb in mir“, eine einzigartige Melodie, die erstmalig mit komplett deutscher Lyric besungen wird. Zwar wurde der ursprüngliche Text, wie alle anderen auch, von Anthony J. Brown, einem Sheffielder Unikum der Poesie und Komödie, in Englisch verfasst, aber danach von Hardy selbst ins Deutsche übersetzt. Eingepackt in eine tragische Klangfolge mit absoluter, dunkler Gitarrenschwere, umklammert die düstere Dichtkunst der melancholischen Lyrics das Herz und trägt schwer an dem Verlust des einen, der uns vervollständigt, was letztendlich jeder Hoffnung beraubt.

Mein persönlicher Favorit ist das Lied, welches das Album einleitet. „Born With Blood On My Hands“ rührt generös zu Tränen. Nicht nur weil man jede einzelne Zeile mitfühlen kann, sondern weil man Einblick in eine Seele erhält, die ihrer Vergangenheit, der Gegenwart und ihrer Zukunft machtlos und ergeben entgegensieht. Eine Psyche, die nicht etwa aufgehört hat zu kämpfen, aber weiß, dass sie nicht aus ihrer Haut kann. Wirken die Strophen auch tief verletzt und anklagend, allein durch das gekonnte Spiel mit der Zerbrechlichkeit der Stimme, kontert der Refrain mit Erkenntnis und Kraft, was sich auch in der Musiklinie und ganz speziell in den Gitarren wiederspiegelt. Auch die „Spoken Words“, gesprochen vom Albumtexter Anthony J. Brown persönlich, sind wohlgesetzt in der Anklage an sich selbst und dem, woher man kam. Eine Abrechnung und absolutes Glanzstück mit Gänsehautgarantie!

Den Abschluss bildet wieder einmal eine Ballade, deren Noten diesmal Robert „Rooby“ Klausch zu verdanken sind. „The End Of The Lie“ beherbergt das Wechselspiel der Erleichterung sowie der Trauer und dem Verlust. Stilvoll unterstrichen von düsteren, schweren Country-Gitarren-Elementen à la Johnny Cash, gibt man die Schlacht um die Liebe als geschlagen. Man hat sie überlebt, aber nicht gewonnen und bleibt zurück mit einem emotionalen Trümmerhaufen und dem schmerzhaften „Heartburnt“.


Art Remains
Art Remains
Preis: EUR 2,16

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Widerstand gegen die Verurteilenden, 17. Mai 2015
Rezension bezieht sich auf: Art Remains (MP3-Download)
Als Digitale EP ist dieser Song der Erste, der aus dem am 05. Juni 2015 erscheinenden Album „Heartburnt“ veröffentlicht wurde. Gleichzeitig ging auch das offizielle, äußerst skurrile Video online, welches in jeder Szene mit fühlbarem Herzblut und uneingeschränkter Liebe zum Detail ausgearbeitet und vervollkommnet wurde. Text und Melodie sind eine kraftvolle, energiegeladene Kampfansage, die jedem Zuhörer Stärke und Mut für seine Einzigartigkeit und dem eigenen, besonderen Lebensstil schenkt; allein schon, um den ewigen Kritikern die Stirn zu bieten und gegen die aufgezwungenen Normen der Modernität zu rebellieren. Dominierend, durch zielgerichtete Keys und gepaart mit den für Scream Silence typischen rockigen Elementen, wird die Lebendigkeit der Kunst und deren Ewigkeit in den Lyrics untermalt. Dieser Titel macht unheimlich Spaß, auch noch Stunden später, denn er ist eine Überlebensgarantie für die gefährdete Rasse der Ohrwürmer!


Spiegelbild Ep (Ltd.ed.)
Spiegelbild Ep (Ltd.ed.)
Wird angeboten von onceuponatimememory
Preis: EUR 19,98

10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die 7 Scherben des Spiegelbilds, 12. Juli 2008
Rezension bezieht sich auf: Spiegelbild Ep (Ltd.ed.) (Audio CD)
Eine Rezension über eine E.P. ist ungewöhnlich? Ja allerdings und eigentlich hätte ich mir auch jetzt an dieser Stelle eine recht eindrucksvolle Einleitung dafür zurechtgelegt. Jedoch habe ich mich dann doch noch im letzten Augenblick dafür entschieden, das Kind beim Namen zu nennen, anstatt mit witzigen oder imposanten Worten um mich zu schmeißen, die sich einfach nur schön und imponierend lesen lassen. Letztendlich war es nämlich ausschließlich ein einzelner Song auf dieser E.P., der mich dazu bewegte bzw. regelrecht herausforderte eine Rezension zu verfassen. Welcher gemeint ist, das wird in den nächsten Zeilen recht offensichtlich. In gewisser Weise ist es ein Beweis für die angesprochenen 'Übeltäter' aber auch für mich...dafür, dass es auch anders gehen kann und vor allem eine Erinnerung daran, dass es niemals anders sein sollte!

Man könnte meinen das nach der Puppenspiel CD-Veröffentlichung am 22. Februar 2008, der Veröffentlichung der Tour-CD Schattenspiel am 13. März, der Single-Auskopplung An deiner Seite am 28. März 2008 sollte es eigentlich genug für ein Jahr sein, selbst für einen Workaholic wie den Grafen...aber von wegen. Ganz im Sinne der Tradition der letzten Jahre fehlte natürlich noch eine Sache'die E.P. (Extended Player). In einer Umfrage erwählten die Fans Spiegelbild zu ihrem Lieblingssong und gaben ihm damit die Möglichkeit ab dem 26. Juli 2008 in verschiedenen Versionen auf dem Silberling zu glänzen. Doch das ist nicht alles. Diese E.P. hat knapp 37 Minuten Spielzeit und darauf ist definitiv noch mehr zu finden, als ein einzelner Song in verschiedenen Versionen.

Den Anfang macht die Extended Version des Songs Spiegelbild und bereits nach den ersten Tönen zeigt sich die Veränderung zu der Albumversion. Ein wenig befremdlich, oder auch disharmonisch in den ansonsten orchesterlastigen Klängen, erschallen Alarmtöne zwischen den einzelnen Liedfragmenten und verleihen dem Song einen recht bizarren aber auch gewöhnungsbedürftigen Touch. Die nächste Version dieses Titels ist ein Remix von den Krupps. Wer diese Band mag, wird auch den Song lieben, denn er ist eben typisch für die Krupps. Lapidar gesagt, schmückt er sich mit zusätzlichen elektronischen Elementen in einer leicht aggressiven und energischen Form. Mit dem dritten Song verlassen wir bereits die Versionen- und Remix-Sammlung von Spiegelbild und betreten unheiliges Neuland, denn dieser ist schon einer der 3 neuen Songs, die der Graf ganz frisch aus dem Studio für diese E.P. beisteuerte. Die Rede ist von dem Song Schlaflos, der vielleicht in genau solch einer unruhigen Nacht entstanden ist, wie es der Titel verspricht. Erwacht aus Albträumen und der intensiven Angst erneut einzuschlafen und wieder in die unerbittlichen Klauen der Träume zu geraten erzählt er von den nächtlichen Geschichten, die uns dann erfahren wenn wir wehrlos erscheinen. Das nächste Highlight ist das Lied Die alte Leier. Sehr verspielt leitet das Intro in die Melodie über. Schließt man die Augen, scheint man auf einer Straße zu stehen, welche gefüllt ist von Geräuschen. Fahrende Autos, Absatzgeklapper, Stimmengeräusche und vor allem...Leben! Genau was scheinbar dem Mann mit der Leier fehlt. Der, der eigentlich etwas zu sagen hat und auch sagen kann aufgrund seiner Erfahrung, wird einfach übersehen, weil es nicht dem entspricht was man hören und sehen will. Es zeigt die Menschen so, wie sie heute sind. Blind weil sie wegsehen und taub weil die Wahrheit nun manchmal nicht das ist, was sie für sie sein sollte. Der nächste Titel ist eine gewaltige Kraftexplosion, die der von Spiegelbild in nichts nachsteht. Als ein gewagter Balanceakt zwischen reiner, heißer Wut und einfacher Faszination stellt die Hexenjagd sich dar. Anklagend richtet sich der Zeigefinger gegen die Presse, die mit oberflächlichen Recherchen, primitiven Wortverdrehereien versuchen die Meinung der Menschen zu manipulieren oder in bestimmte Kanäle zu lenken und dabei die Wahrheit außen vor lassen. Eine ernst gemeinte Warnung an die, die fernab jeder Objektivität die Worte zu Papier bringen, nur um einer Sensationslust zu frönen, welche ihnen letztendlich das nehmen wird, wonach sie doch so sehr streben'...Glaubwürdigkeit. Untermalt werden diese Zeilen durch eine impulsive, aber dennoch liebevoll ausgearbeitete Melodie, in der das Tippen einer alten Schreibmaschine den Klängen eine gewisse Grundstruktur gibt und bereits in den ersten Tönen darauf hinweist, um was oder wen es sich da eigentlich dreht. Kleine, allerdings in den Hintergrund gesetzte, Disharmonien verleihen dem Ganzen zusätzlich den Hauch von einer drohenden Gefahr. Die Ruhe nach dem Sturm kommt mit der traurigen Ballade An deiner Seite in einer Orchesterversion. Wer die ursprüngliche Fassung liebt, wird diese verehren. Jemand, der sie noch nicht kennt, wird sich schwer vorstellen können, dass aus einem Lied welches ein einziges Gefühl zu sein scheint, noch mehr herauszuholen ist...aber dennoch...es funktioniert! Nicht nur jede Silbe, sondern auch ausnahmslos jeder Ton überträgt soviel tiefe Emotionen und auch Loyalität, das es nicht nur Gänsehaut oder Träume mit offenen Augen garantiert sind, sondern auch jedes noch so phantasielose Individuum dazu verleiten wird, vor dem geistigen Auge ein 40-köpfiges Orchester zu sehen. Zum Ausklang der E.P. gibt es noch einmal die Album Version von Spiegelbild und vervollständigt somit das ungewöhnliche große Spektrum des Silberlings.

Zuviel "ungewöhnlich"es in den vorangegangenen Zeilen? Gut möglich, doch für heute soll die Spiegelbild E. P. das neue Synonym für "ungewöhnlich" sein. Warum auch nicht...immerhin hat selbst das Wort "Synonym" ein Synonym.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 26, 2014 12:53 PM CET


Puppenspiel (Ltd. Edition Digipak)
Puppenspiel (Ltd. Edition Digipak)

7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bühnenglanz in 16 Akten, 21. Februar 2008
Rezension bezieht sich auf: Puppenspiel (Ltd. Edition Digipak) (Audio CD)
Nach einem recht stillem Jahr 2007, mit vereinzelten Auftritten bei kleineren Festivals, bittet nun Der Graf lautstark und melodisch mit Puppenspiel wieder um Gehör. Das sich nicht nur die Erde stetig weiterdreht und die Tage um ihrerselbst wegen ins Lande ziehen, sondern auch die Menschen und die Gedanken weiterwandern, zeigt Unheilig mit diesem Werk deutlich. War das Vorgängeralbum Moderne Zeiten von 2006 doch gesetzter und stellte die Sicht auf Dinge dar, die so verarbeitet mit einer gewissen Distanz betrachtet wurden, peitscht nun Puppenspiel den Hörer wieder zurück in die Gegenwart ohne jedoch seinem elementaren Stil untreu zu werden. Ist es nach wie vor immer noch im Großen und Ganzen autobiographisch, um einfach auch die Ehrlichkeit zu tragen die es auch repräsentiert, findet man auch hier den typischen Unheilig-Beat wieder und den Schwerpunkt der Keys. Auch Intro und Outro dürfen dabei nicht fehlen. Jedoch hat sich so einiges getan. Zum ersten Mal waren die Unheilig Live-Band Henning Verlage und Christoph Termühlen bei der Produktion mit dabei ...und siehe da… nie wirkten die Töne satter und runder, die Komposition ausgefeilter und die Lyrik so durchdacht bei einem Unheilig-Album. Charmant verpackter Realismus und Sozialkritik in dem Konzept des Bühnenlebens jeder Generation.

Das Intro Vorhang auf leitet nahtlos über zum Track Puppenspieler. Ein kleiner Einblick in das Leben der Künstler, die heute hier sind und morgen dort und dabei auch große Ängste und Sorgen ausstehen, aber auch geführt werden von der Hoffnung, irgendwann ganz oben zu stehen. Weiter geht es mit Spiegelbild, einem sehr rockigen und doch Orchesterlastigem Song, zur Konfrontation mit der eigenen Vergangenheit und dem Grund warum man sich im Spiegel selbst immer noch in die Augen schauen kann. Ein Thema was der nächste Titel Dein Clown nicht nur in melodischer Art und Weise weiterführt, sondern auch in der lyrischen. Mit Klängen einer Spieluhr gleich, führt es am schmalen Grad zwischen Phantasie und Realität, zwischen Wahrheit und Lüge entlang und dem Wunsch dem zugedachten Schema zu entfliehen. Hingegen wird es bei Sei mein Licht wieder ruhiger. Eine sehnsuchtsvolle Ballade, die den eigenen Wunsch nach Halt und Stütze, und dem zu Hause nur zu deutlich erweckt. Nach diesem stillen und besinnlichen Moment wird man mit den Beats von Fang mich auf weiter getrieben, erfüllt von der Bitte einfach da zu sein, auch wenn der nächste Schritt falsch ist, oder einen sogar davor zu bewahren, ihn zu gehen. Wer bei Feuerengel zuerst an den altbekannten Titel Schutzengel zurückdenken muss, liegt dabei meines Erachtens nach gar nicht allzu falsch. Denn auch dieser Engel ist eine rettende Gestalt, nämlich eine, die einen von allen Sorgen weg in eine andere Welt zieht. Kleine Puppe wirkt so verspielt, dass es beinahe ein Song von Puppenvater Gepetto an Pinocchio sein könnte, denn der Effekt zeigt sich nicht nur in der Lyrik, sondern auch in der Melodie. Die Ballade An deiner Seite, steckt so voller Liebe, Loyalität und Stolz, dass sie einfach zu Tränen rührt. Dominierend ist hierbei vor allem das Piano, welches die schwere Last des Wissens, einen geliebten Menschen bald zu verlieren sehr emotional überträgt. So schmal der Grad zwischen Liebe und Hass ist, so ist auch der Übergang mit dem nächsten Song Die Bestie. Bedrohlich in der Melodie durch Streichersamples und gefüllt von klaren Worten, die sich anklagend gegen all die Vergewaltiger und Mörder richten, die auf freiem Fuß gesetzt wurden oder werden und damit auch ein Fingerzeig auf unsere Gesetze. Lampenfieber dagegen darf gewiss mit einem Augenzwinkern und Schmunzeln betrachtet werden, denn es spricht ganz allein für sich. Mit Wie viele Jahre fällt auf eine recht stille Art und Weise der vorwurfsvolle Blick auf die, die Kriege zu ihrer Politik machen und gemacht haben. Glaub an mich ist ein gekonnter Spagat zwischen dem eigenen Glauben und dem Wunsch nach Veränderung um seine Träume zu erfüllen. Der Spielzeugmann hat es geschafft, denn er hat sein eigenes Leben in die Hand genommen und sich von denen losgesagt die sein Leben bestimmten, um endlich frei zu sein. Man kann einfach nicht schöner „Danke“ sagen, als wie mit einem Song und Der Vorhang fällt ist ein Dankeschön an die Fans, die all die Jahre treu an der Seite standen und stehen werden und den Künstler zu dem machen, was er heute ist. Mit Memoria, einen Instrumental, klingt das Album auf eine Stille, irgendwie doch dramatisch wirkende Art und Weise aus.

Lebendig wirkt es, dieses Album, weil es soviel näher am Leben ruht, als wie manch' ein Mensch kommen kann. Insgesamt gesehen ist es irgendwie ein Film, nur etwas anders. Die Bilder laufen allein im Kopf und vor dem geistigen Auge ab und dieses Album ist der komplette Soundtrack dazu.

Aber kann das Leben eigentlich einen Soundtrack haben?
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 26, 2008 10:45 PM MEST


Sinfony 23
Sinfony 23
Wird angeboten von Music-CD-Connect-recordStore_Germany
Preis: EUR 14,80

7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gute Laune Album für Gothics, 17. August 2007
Rezension bezieht sich auf: Sinfony 23 (Audio CD)
Es schien als kämen sie wie ein Gewitter. Ganz plötzlich da und das mit einer gewaltigen Kraft und Energie wie Blitz und Donnerschlag. Umso erstaunlicher ist es, dass Down Below bereits im Jahr 2003 gegründet wurden und erst 3 Jahre ins Land ziehen mussten bis man wirklich sah, was an Potential in ihnen steckte. Spätestens seit der 10-Tägigen II. Orkus Club-Tour mit Zeromancer, Unheilig und Project Pitchfork kann die junge Goth-Rock Band jedoch ein Erfolg nach dem anderen verbuchen. Kurze Zeit später nämlich, unterzeichneten sie den Plattenvertrag bei Universal und bereits ein halbes Jahr später nun, können sie den Fans ihr Debutalbum 'Sinfony²³' mit insgesamt 12 Tracks präsentieren. Einige werden sich wundern, warum 'Sinfony²³'als Debutalbum gehandhabt wird, wo sie doch schon eins herausbrachten. 'Sinfony²³' ist ein Neubeginn für Down Below von ganz tief unten aus dem dunklem, dem "Nowhere".

Eine wenig Sünde, eine Brise Symphonie und dann 23 Chromosomenpaare des Menschens. So erklärt Neo Scope die Zusammensetzung des Albumtitels, denn das Wort "Sinfony" ist kein Schreibfehler, wie vielleicht zuerst vermutet sondern ein bewusstes Wortspiel. Die klare und kräftige Stimme Neo Scopes mit dem recht hohen Wiedererkenungswert und der deutlichen Aussprache, erlauben recht schnell die Lyrics einzuprägen und nachzuvollziehen. Ob epische Ballade mit tragenden Keys oder rockiger Song mit harten Gitarrenriffs und kräftigen Drums, seine Stimme bildet in jeder Form in Kopf- und Bruststimme eine absolute Symbiose. Überhaupt schaffen die Tracks des Albums eine in sich stimmige Abwechslung zwischen düsterem Gothic-Rock und klassischem Synthie-Pop.

Der Opener "From The Highest Point" welcher bereits seit dem 27.04.2007 als E-Single (Nur als Download) erhältlich ist, ist neben '"Heal"' einer der rockigsten Tracks. Die beiden Songs weisen sich nicht nur durch absolute Tanzbarkeit und Clubtauglichkeit aus, sondern sie besitzen diesen Zauber und schenken das Gefühl, unglaublich viel Energie zu besitzen und die Kraft alles meistern zu können. Während sich der Track "Down Below" nicht etwa als Selbstdarstellung, sondern eher als tragende und romantische Ballade entpuppt, die mit "Farewell" die eindeutig ruhigeren Stücke darstellen. Bei "Lovely Places" und "Angel" überragen mehr die Keys, welche den poppigen Sound mehr hervorheben. Durch diesen guten Stilmix schließt sich der Kreis recht gut und ergibt ein in sich stimmiges Album.

Das Cover ist schlicht gehalten. So rein und weiß, wirkt es nahezu unschuldig oder jungfräulich - recht passend für ein Debutalbum in dieser Symbolik. Lediglich eine türkise Blätterranke ziert die rechte Seite und verbindet sich mit einer Negativ-Illustration der Bandmitglieder.

Das erstaunliche an diesem Album ist, dass es trotz seiner teilweisen doch düsteren Klänge und der Mystik ein komplettes 'Gute-Laune-Album' ist. Ein Spiel mit den Gegensätzen, welches Down Below gerne in textlicher und musikalischer Hinsicht zu bedienen scheint und jedwedem Klischee widerspricht.

Düstere Gothic-Musik die Gute Laune schafft? Warum nicht, denn es ist eben' "eine Sinfony"


Aphelia
Aphelia
Preis: EUR 10,56

13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kein Weg zu weit für "Aphelia", 21. April 2007
Rezension bezieht sich auf: Aphelia (Audio CD)
Aphelia ist bereits das sechste Album der dynamischen Berliner Band, jedoch stellt dieser neue Silberling mit seiner neuen Konzeption und Klangform seine fünf Vorgänger bei weitem in den Schatten. Stimmgewaltiger mit stetem Wechsel zwischen Kopf- und Bruststimme und Gitarrenlastiger als je zuvor brechen Scream Silence damit in ganz neue Sphären der Melodien auf und trägt den geneigten Zuhörer auf deren Schwingen durch die Geschichte der "Aphelia", die insgesamt 10 Tracks und als Bonus in der limitierten Version noch 3 Live-Aufnahmen, umfässt.

Die klaren Strukturen der Lyrics entführen auf eine absolut intensive und berauschende Reise, dass es dafür nicht nur eine Gänsehautgarantie gibt, sondern ebenso einen lebendigen Film vor dem geistigen Auge entstehen lässt, von dem Mädchen Aphelia (die Sonnenferne) und der Reise zu sich selbst. Angefangen in einer leeren, grauen Welt, die sich doch zunehmend mit Farben füllt bei jeder neuen Emotion und jeder neuen Erfahrung. Dabei schenken auch die sanften Klänge bei den Übergängen zwischen den Liedern, dem Album einen zarten Hauch von Hörbuchcharakter.

Den Opener macht die Ballade "My Eyes", welche zunächst auf sanften Klängen in die Welt von Aphelia führt, jedoch bereits im Refrain, musikalisch wie auch stimmlich, zu einer derartigen Klangexplosion führt, dass der Zuhörer bereits hier die tiefgründige, aber kraftvolle Veränderung spüren kann. Während der Nachfolgesong "Harvest" wieder an die älteren ScSi Werke erinnert und das sehr rockig und ordentlich laut. Mit "Kerosene" wird es dann richtig dreckig im Sound. "I'm your ruin and you are my ruin-ess" stimmt Hardy Fieting das Wortspiel im Refrain an, während Robert Klausch und René Gödde ihre Gitarren nahe an die Belastungsgrenze treiben. Ein außergewöhnliches Stück, dass im Einzelnen gesehen am wenigsten passen würde, doch im Konzept genau dort ist wo es hingehört - in Aphelias Geschichte. Meine persönlichen Favoriten sind die Lieder "Nothingness" und "My Tenebrous Illusion". Ist das eine eher ruhiger und melancholischer angehaucht mit erstaunlicher Wendung und kraftvollen Stimmwechsel, ist das andere rhythmisch und mit harten drums, die trotz dem etwas düsteren Text sofort für gute Laune sorgt. Auch, dass ein solch "temperamentvolles" Lied auf ein "sinnlicheres" folgt, erinnert an das eigene Leben, wo die Stimmung selber hin und wieder zwischen "himmelhochjauchzend" und "zu Tode betrübt" schwankt. Wohl gewählt ist das Ende, wie der Anfang eine Ballade und zwar in Form des Songs "Aphelia", der auf diese epische Art und Weise die Geschichte abschließt und zu der in sich stimmigen Vollendung führt.

Ingesamt ist das Album härter, als seine Vorgänger. Während die Gitarren im Vordergrund stehen, untermalen die Keys deren Klang zu kraft- und machtvollen Stücken die in absolut perfekter Symbiose zu den vocals stehen. Die steten Wechsel zwischen Kopf- und Bruststimme wirken gezielt gesetzt und überladen damit die Songs nicht - im Gegenteil, dadurch entfacht erst die komplette tragende Energie des Albums, denn trotz der teilweise doch sehr harten Töne verleiht es dem ganzen einen tiefgründigen und doch schon sensiblen Touch.

Das Cover und auch das Booklet lässt der Phantasie einen großen Spielraum. In doch recht kühlen Farben gehalten, erinnert es an die Welt, bevor sie zu der endgültigen Pracht heranwächst und doch eben "sonnenfern" ist. In der Mitte prangt eine Art "Loch", welches meiner Meinung das fehlen der Sonne symbolisiert. Dieses Loch ist als aber wie die Aushöhlung des Mineralsteines "Achat" aufgeführt. Also quasi ein hohler Stein, mit einer Vielzahl an Kristallen an seinen Wänden, welche z. B. die die vielen Phasen des Lebens oder eben auch die vielen unterschiedlichen Leben aufweisen könnte. Vielleicht sagen uns auch die Flügel um diesen Loch, dass man der Kälte, dem Nicht-Sein und der Sonnenferne entfliehen kann, wenn man nur bereit ist diesen Weg zu gehen. Warum nicht, denn...

"It seems so far - Aphelia"
...und Schein ist schließlich nicht gleich Sein.


Diabolus: Thriller
Diabolus: Thriller
von Dan Brown
  Gebundene Ausgabe

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen kein vergleich zu den anderen Werken ... Leider, 11. April 2005
Rezension bezieht sich auf: Diabolus: Thriller (Gebundene Ausgabe)
Mit Spannung wurde dieses Buch erwartet. Millionen Menschen fieberten auf eine Fortsetzung der legendären Bücher "Illuminati" und "Da Vinci Code".
Doch schon nach den ersten 10 Seiten ist erkennbar...hier weht ein ganz anderer Wind. Wo uns in den beiden Verkaufsschlagern, Robert Langdon in Atem hielt mit seinem Wissen und trockenen Humor, handelt es sich in Diabolus um einen Sprachwissenschaftler und eine Codeknackerin.
Trotz der sympatischen Hauptfiguren, verläuft der Roman beinahe bis zum Schluß in einem recht öden Verlauf und nur der Schluss erfüllt den Leser mit Spannung. Vielleicht ein Grund, dass jenes Buch schnell zu lesen ist. Die Handlung ist leichter Kost und zeitweise auch vorraussehbar.
Alles in allem ... trotz der typischen, angenehmen Schreibweise des Autors, ist dieser Roman leider ein schlechter Nachfolger für "Meteor","Illuminati" und "Sakrileg" und es bleibt nur zu hoffen das Dan Brown sich die große und vor allem schlechte Kritik daran zu Herzen nimmt, denn wir wissen ... er kann es besser.


Alles An Dir
Alles An Dir

11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Ehrlichkeit eines Knopfaugenprinzes, 12. November 2003
Rezension bezieht sich auf: Alles An Dir (Audio CD)
Als riesiger Laith al-Deen Fan seit fast 4 Jahren ist es selbst für mich immer wieder erstaunlich, wie wandelbar der Mannheimer Bub' innerhalb seiner eigenen Melodien und Texte sich bewegen kann. Ein Hauch von Ernshaftigkeit, gemischt mit gegenwärtigen Träumen, Kummer und Gedanken dringt seine Melodien in die Herzen der Menschen und lässt als Ohrwurm nicht mehr los.
„Alles an dir" ist das erste ausgekoppelte Lied aus dem neuen, 3. Album welches voraussichtlich Anfang nächsten Jahres in die Läden kommt. Dieses Lied läuft bereits in sämtlichen Radiostationen mehrfach am Tag.
Dieses Lied ist eine wunderbare Liebeserklärung, (an der sich einige Männer ruhig mal ein Beispiel nehmen könnten J) verpackt in eine wunderbare Melodie. Ein weiteres Meister-Klangstück des bescheidenen Mannheimers.
Aber so ganz unter uns:
Wer Laith al-Deen noch immer als schnulzig empfindet, hat verlernt zuzuhören, denn wenn wir ganz genau hinhören, entdecken wir so manch' schmerzhafte Wahrheit in seinen Texten.


Die Reise ins Labyrinth
Die Reise ins Labyrinth
DVD ~ Jennifer Connelly

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Film wie ein Traum, 9. Oktober 2003
Rezension bezieht sich auf: Die Reise ins Labyrinth (DVD)
Sara ist die verkörperung eines jeden teenagers, der von einer schöneren, fantastischeren Welt träumt, in der sich die Welt um sie dreht und in der man sie begehrt.
Doch erwachts ie aus ihren Träumen, ist sie ein einfaches Mädchen, deren Wünsche ungehört zu bleiben scheinen und die immer wieder bei ihrem Stiefbruder babysitten muss, der zudem auch noch so freundlich ist sie auszureizen mit seinem babygeschrei.
Doch alles kommt anders als sie in die welt ihres liebsten Märchens hinübergleitet um ihren bruder zu retten.
Sie fürchtet und liebt den trollkönig Jarett zugleich, der mit aller macht versucht sie davon abzuhalten, ihren bruder zurückzuholen.
Liebevolle und seltsame Gestalten laufen ihr dabei über den weg und immer wieder findet sie neue freunde...
Ein liebevoll gestalteter film mit illustren gestalten, die die Träume eines Mädchens verkörpern, das auf dem besten wege zur erwachsenen wird. David Bowie, gibt eine Gestalt da, von der schon jeder einmal träumte.
Ein Märchen zum verlieben, welches zeigt, das selbst beim erwachsenwerden, ein traum ein guter freund sein kann


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