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Rezensionen verfasst von
Tobias Ott
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Best of
Best of
Preis: EUR 6,99

7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nette Auswahl aus den legalen Tracks..., 30. September 2011
Rezension bezieht sich auf: Best of (MP3-Download)
Kenner der Band wissen Bescheid: mit drei indizierten Alben und mittlerweile einer beschlagnahmten EP hat sich Eisregen hier in Deutschland einen ganz begehrten Platz im Giftschrank der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien gemacht.

Ungefähr so fällt auch die Compilation aus: Frei von jeglichen Tracks dieser Alben. Ich für meinen Teil bin gerade durch das "Wund*asser"-Album auf Eisregen aufmerksam geworden und schätze jedes der Alben mittlerweile sehr. Zur "Best Of"-Compilation gehören allerdings nicht nur die nicht-indizierten Sachen. Klar, dürfte dann nur unter der Ladentheke verkauft werden, da auf dem Index - aber ein solches Best Of wie hier vertrieben ist für mich betrug. Recht geschickte Auswahl aus dem Möglichen, ja - allerdings wars das dann auch. Nicht mal ein wirklich guter Einblick in die Band, da einem ja immerhin potenzielle Lieder aus drei Alben vorenthalten werden. Somit unbrauchbar.

Die hier angebotenen Lieder sind trotzdem super. Für wahre Fans allerdings ohnehin nicht empfehlenswert, wer die Band kennenlernen möchte... Nunja, viele andere Möglichkeiten gibt es da ja auch nicht mehr.


Jack Ketchum's Evil
Jack Ketchum's Evil
DVD ~ Blythe Auffarth
Wird angeboten von averdo24
Preis: EUR 16,44

15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das mitunter Härteste, was mir begegnet ist., 15. September 2011
Rezension bezieht sich auf: Jack Ketchum's Evil (DVD)
Gleich vorweg. Ich möchte das Kategorisieren des Films in den "Horror", ja speziell sogar in den Hostel-Bereich, von vornherein ausschließen. So reißerisch und dahingehend die Überschrift auch klingen mag, so ist sie nicht gemeint. Sie leitet viel mehr das ein, was ich über den Film denke.

Ich gucke sehr gerne Horrorfilme. Ich will auch mal sagen, dass ich im Prinzip schon alles Erdenkliche gesehen habe, von den 80er-Jahre-Kannibalenfilmen bis hinüber zu neuzeitlichem Gemetzel. Und "Evil" ist ein Film, der bei mir Zeit meines Lebens einfach ganz oben, als einer der grausamsten, intensivsten und brutalsten Filme stehen bleiben wird. Ich wusste ja gar nicht, worauf ich mich da einließ, als ich mir die DVD für wenig Geld besorgte. Einige Rezensionen sprachen von einem authentischen Fall. Mich persönlich interessieren solche Filme immer sehr, da sie ja immerhin ein Repräsentativ für das Vorgehen, die finsteren Ecken, in unserer Gesellschaft sind. Und genau da zielt der Film hin.

Anfangen tut das Geschehen mit einzelnen Schickanen. Hier mal eine ungerechtfertigte Standpauke, da ein paar Hiebe auf den blanken Hintern. Doch das Geschehen steigert sich. Die Gewalt intensiviert sich, wird immer skrupelloser, immer brutaler. Mit jeder neuen Sequenz des Films stößt die Geschichte neue Abgründe auf, die der Zuschauer fassungslos betrachtet. Ich habe selten erlebt, dass ein Film so brutal und so kompromisslos an die Situation rangeht. Und nein, hier gibt es kein Happy End. Der Film mündet darin, was wir uns gar nicht vorstellen möchten. Gut sind im Übrigen auch die nicht gezeigten (!), sondern im Off stattfindenen Gewaltanwendungen. Manchmal ist weniger eben doch mehr.

Als ich den Film gesehen hatte, war ich beeindruckt. Er fesselt. Er schockiert. Wir versetzen uns in die Rolle des jungen David rein, der fassungs- und machtlos dabei zusieht, wie ein unschuldiges, junges Menschenleben nach und nach verkommt. Hier ein riesiger Apell an den Zuschauer:
Wir erleben sowas tagtäglich. Mobbing in der Schule, Gewaltanwendungen auf der Straße oder Belästigung in der Bahn. Oftmals sitzen viele Leute nur daneben, weil sie Angst haben, mit in den Strudel hineingezogen zu werden. Signifikante Zitate (oder Stellen) gibt es hier übrigens auch im Film, die dieses Denken hervorheben. "Halt dich da raus, dann hast du keinen Ärger am Hals" sagt der Vater Davids zu diesem. Und wie falsch er damit liegt, wo er dadurch Mittäter wird. Mittäter wird man immer, wenn man zusieht. Vielleicht nicht dem emotionalen David, der ja schlussendlich auch um sein Leben fürchten muss. Aber es gibt in diesem Fall nicht nur einen Täter.

Das mitunter Schockierenste an dieser Geschichte ist in meinen Augen allerdings die Tatsache, dass sie authentisch ist. Diesen Fall hat es, wenn auch leicht abgewandelt, jedoch mit nahezu denselben Grausamkeiten, in Echt gegeben. Es ist ein Beispiel für den Verfall unserer Gesellschaft. Wenn man die Täterin, eine erwachsene Mutter (vermutlich Mitte 40) mal aus psychologischer Sicht betrachtet, findet man eine psychisch völlig fertige Frau wieder, die unter starken Minderwertigkeitskomplexen leidet und ihre eigene antifeminine Haltung, die ihr das Leben gelehrt hat, leider an die Schwächsten der Familie, die dazu sogar noch die schlimmsten Umstände durchleben müssen, ablässt.

Ich möchte jetzt nicht weiter über den Film schreiben. Ich denke, es ist hier an dieser Stelle alles gesagt. Der Zuschauer sollte sich jedoch vorher darüber im Klaren sein, worauf er sich einlässt. Ich habe bei der zweiten Sichtung vorhin einige Pausen eingelegt und die brauchte ich auch. Der Film geht unter die Haut und hinterlässt ein bitteres Gefühl. Auch zeigt er auf, dass unsere Gesellschaft nach wie vor nicht viel von Zivilcourage hält. "Der Film spielt aber in den 60ern" werden jetzt manche sagen. Na und? Gibt es heute auch noch. Dieser Fall hat heute in seinem Ursprung nichts an Aktualität verloren, auch nicht nach 50 Jahren. Er zeigt vielmehr ein ganz grundlegendes Problem der Gesellschaft auf, an dem wir alle arbeiten sollten.

Ich möchte den Film - und hier ist dann wirklich Schluss mit der Rezension - aber auch nicht bloß auf den Aspekt der Zivilcourage reduzieren, auch wenn er meiner Meinung nach sehr elementar ist. Mich hat er sehr bewegt und das macht für mich einen guten Film aus.


Gamera - Attack of the Legion (2 DVDs + Blu-ray)
Gamera - Attack of the Legion (2 DVDs + Blu-ray)
DVD ~ Akiji Kobayashi
Preis: EUR 12,99

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Darf Kritisch hinterfragt werden!, 10. April 2011
Zuallererst zum Film: In den 60ern bahnte sich als Konkurrenzprodukt gegenüber Godzilla die Weltraumkröte "Gamera" an. Waren die ersten Filme teilweise noch extrem trashig, ergab sich in den 90ern eine Trilogie: Guardian of the Universe (Gamera vs. Gayos), Attack of the Legion und Revenge of the Iris. Diese sind vergleichbar mit den ernsten, böseren Godzilla-Verfilmungen und kommen von dem Modellstadt-Image weitestgehend weg. Wennauch Gamera weiterhin rotierend (antriebsdings-ausstoßend?) durch die Luft fliegt, was ja zugegeben unfreiwillig komisch ist.

Achja, der Film: Der Anfang, in dem die einzelnen Käfer anfangen, sich über die Stadt herzumachen, ist schon gut gemacht und hat fast schon Tierhorror-Charakter (vergleichbar mit Mimic von 1997). Die darauffolgende Story weiß definitiv zu unterhalten und kommt mit einigen Monster-Schauwerten daher. Anzusiedeln ist dieser Film also durchaus im oberen Bereich der (Monsterfilm)Punkteskala).

8/10

Zur Veröffentlichung: Im Gegensatz zu vielen Godzilla-Veröffentlichungen tat es sich Gamera etwas schwer. So gab es außer "Guardian of the Universe" (als mittelprächtige "Laser Paradise"-Veröffentlichung) und "Gamera vs. Barugon" (hier fälschlicherweise als "Dragonwars" veröffentlicht...) keine legalen Veröffentlichungen von Gamera-Filmen. Aus gutem Grund: Denn hier wären sie an den Kinokassen vermutlich gnadenlos gefloppt. So nahm sich das Label "Cult Movies" vor einem dreiviertel Jahr etwa der Veröffentlichung der Gamera-Trilogie aus den 90ern an. Jeder dieser Filme erscheint im Mediabook mit 2 DVDs (Hauptfilm + Bonus) und einer Blu-Ray. Über die Sinnhaftigkeit solcher Veröffentlichungen kann man sich streiten - argumentiert wird nämlich stets damit, dass man sich solche VÖs auch ohne Blu-Ray-Player zulegen könne und bei Anschaffung desselbigen keine neue Veröffentlichung kaufen müsse. Verkaufen tut sich diese Veröffentlichungspolitik dennoch sehr gut.

Das Bild der Blu-Ray ist passabel, stellt jedoch keinesfalls eine Referenzscheibe des Mediums dar - das machen Hollywood-Kracher á "The Dark Knight" oder "King Kong" dann doch deutlich besser. Das ließe sich mit 7,5/10 bewerten. Der Ton ist ebenfalls in Ordnung (leichter, blechernder Sound), wobei man über die Synchro meckern muss. Besonders auffällig ist das am Anfang vom Film, wobei sich die Qualität der Stimmen im Laufe des Films etwa im mittelklassigen Bereich einpendelt.

Was bringt mich denn jetzt zur einer 3/5? Es ist der Preis der Veröffentlichung. Erstmal hat das Label "Cult Movies" die Monster vom Cover von Teil 2 und 3 vertauscht (trotz Hinweise der Fans im Forum). Weiter geht es dann mit der allgemeinen Qualität der Veröffentlichung. Sieht man dagegen die DVDs von "Anolis" (VÖs einiger weiterer Toho-Klassiker), fühlt man sich qualitätstechnisch fast schon betrogen... Ich weiß auch nicht wieso, aber aus irgendeinem Grund stehen diese Gamera-Veröffentlichungen schon kurz vor dem Limitierungsstop (Quelle: "Cult Movies"-Forum bei dtm.at). Die Verpackungen sind vergleichsweise lieblos gestaltet, das Produkt selber bietet auch keinen herausragenden technischen Standart. Für 10,- € weniger würde ich dieses Gesamtprodukt ohne zu zögern mit 5/5 weiterempfehlen, so denke ich aber eher an einen dreisten Griff in die Geldbörse der Fans... Die haben leider keine andere Wahl bei deutschsprachigen VÖs. Es ist - eben aufgrund besagter Limitierung - auch empfehlenswert, mit dem Kauf (trotz des Preises) nicht mehr so ganz lange zu warten, eine Wertsteigerung ist nicht auszuschließen. Die Filme selbst sind ja ganz gut.

Wer sich das Mediabook für den Preis kaufen möchte, sei daran nicht gehindert - die Filme sind klasse, die Veröffentlichung ist schick. Für meinen Geschmack - das lege ich hier aber niemandem ins Maul - ist der Preis aber zu hoch angesetzt.

Ich bitte jeden Kunden, der meine Bewertung als "unnützlich" markiert um eine kurze Stellungnahme dessen!
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 19, 2011 11:35 AM MEST


Enter The Void (Limited Edition) (inkl. DVD) [Blu-ray]
Enter The Void (Limited Edition) (inkl. DVD) [Blu-ray]
DVD ~ Nathaniel Brown
Preis: EUR 24,99

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein visueller Trip - Dabei bleibt es jedoch auch..., 17. Februar 2011
Aufmerksam wird man auf diesen Film sicher als Sammler der Mediabooks, die bei Capelight erscheinen. Das Label steht seit jeher bei Filmfreunden hoch im Kurs, da die Filmauswahl hier wirklich stimmig ist und die Qualität ebenfalls sehr gut ist. So findet sich auf dem wunderschön gestalteten Mediabook etwa eine Frontpappe mit dem FSK-Flatschen, das sich auf dem Mediabook selbst nicht befindet...

Aber zu Gaspar Noes Werk: Viel kann man im Vorfeld darüber lesen. Es sei ein visueller Trip, ähnlich wie wenn man Drogen genommen hätte. Oh ja, das ist der Film definitiv. Er beginnt mit der Perspektive des Hauptprotagonisten - man sieht durch die Kamera durch seine Augen, technisch genial umgesetzt - Augenzwinkern inkl. (Ha-ha!). Der Film handelt weiter, bis er, ehe man sich versieht, erschossen wird. Ab hier beginnt die eigentliche "Handlung" des Films - ein einziges Konstrukt aus Gegenwart und Vergangenheit. In Rückblenden erfährt man, wie Er und seine Schwester in diese missliche Lage gerieten, wie er zum Junkie und sie zur Stripperin wurde, wie sie zu ihrem Verhältnis gekommen sind und und und... Dabei verliert der Film die eigentliche Haupthandlung nicht aus den Augen und schildert das weitere Leben der Schwester bis zur... Naja, wir wollen mal nicht zu viel verraten.

Thematisch setzt sich der Film mit dem Thema "Drogen" und "Wiedergeburt" auseinander. Einer der Protagonisten bezeichnet den Tod als "einen Trip, härter als jede Droge". Genau das versucht Gaspar Noe mittels Kamerafahrten, skurriller Einstellungen und obskuren Farbkombinationen darzustellen, was ihm wahnsinnig gut gelingt. Kameratechnisch haben wir hier einen der mit Sicherheit besten Filme aller Zeiten, alleine die Schnittabfolge ist brillant. Hier wird Dario Argento locker übertrumpft.

Aus all diesem Staunen heraus sollte man doch eigentlich 5 von 5 Sternen vergeben, oder? Vor lauter Visualisierung wurde mir mit der Zeit aber langweilig... Storytechnisch hinkt der Film für meinen Geschmack nämlich durchaus. Wir haben hier keine spannenden Wendungen, der Film lebt von der bloßen Reproduktion der Ereignisse - der Vergangenheit und der Gegenwart. Die Art und Weise, wie das geschieht, kann man durchaus gutheißen, das Geschehene selbst bleibt jedoch recht flach, auch wenn man zugeben muss, dass Noes Art, sich mit dem Thema Reinkarnation auseinanderzusetzen, sowohl story-, als auch filmtechnisch sehr gut gelungen ist.

Die Veröffentlichung im Mediabook gibt jedenfalls ordentlich was her. Bei mir landetete die Blu-Ray im Player, die sowohl vom Klang, als auch von der Optik her astrein ist. Im Set enthalten ist auch noch eine Bonusscheibe mit u.A. einem Making Of zum Film. Ansonsten gibt es im Bucheinband noch ein paar Seiten mit einem Interview.

Fazit: Für Sammler auf jeden Fall interessant, für die breite Masse jedoch sicherlich zu anspruchsvoll. "Enter the Void" ist ein Film, der vor allem Kunstfans oder Freunden von visueller Bildgewalt zu gefallen weiß. Noe verliert sich dabei nicht mal in massiven Gewaltausbrüchen, auch wenn hier und da einige Hardcoreszenen vorhanden sind, die man aber durchaus als solche ansehen kann.

4/5


Apple iPhone 4 16GB schwarz
Apple iPhone 4 16GB schwarz

18 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gut gebaut, Spaß integriert - Akku schwach!, 2. Februar 2011
Da mein altes Samsung S5230 mittlerweile optisch nicht mehr ganz hergibt, was ich mir unter einem schönen Smartphone vorstelle, sollte was Neues her. Da geriet mir zufälligerweise das iPhone per Vertrag in die Hand. Eigentlich bin ich Apple-Verachter, aber hier und da muss man die Meinung revidieren.

Der Lieferumfang ist, Apple-typisch, sehr kompakt gehalten. Eine kleine Box beherbergt das Ladekabel (auch als USB-Kabel verwendbar), die Kopfhörer sowie ein Wenig Papierkrams. Der ist ebenfalls sehr notdürftig gehalten, wobei sich das eher wenig gewichtet. Wer Handys von der Handhabung her kennt, wird sich auch mit dem iPhone relativ schnell zurechtfinden. Die nötige Software zur bloßen Nutzung (!) des iPhones (in Form der Registrierung) sowie der Datenverwaltung, iTunes, muss heruntergeladen und installiert werden. Das Programm ist ein unglaublicher Ressourcenfresser, synchronisiert Daten dafür angenehm schnell auf das Mobiltelefon. Leider ist es nicht möglich, einige Dateitypen vom iPhone auf den PC zurückzukopieren. Hier will der Hersteller dem unerlaubten Datentransfer vorbeugen. Wers braucht...
Bilder lassen sich, jedenfalls bei mir, per Arbeitsplatz übertragen. Dort wird mein iPhone als Datenträger für Bildmedien erkannt. Im Internet gibt es jedoch einige Problembeschreibungen bei besagter Rückübertragung von Dateien auf den PC. Ein anderes schwarzes Loch tut sich auch auf: Dateien lassen sich vom iPhone nur auf unständlichster Art und Weise löschen. Hierzu ist eine Verwaltung bei der Synchronisation nötig. Im Internet fand ich auch eine Anleitung, wie es per Drag&Drop (demnach markieren der Dateien im iTunes-Fenster und dann löschen), bei mir hat sich so jedoch nicht funktioniert.

Zurück zum Thema: Halt, Mobiltelefon? Kann man das iPhone überhaupt so betiteln? Zugegeben, telefonieren ist geraaade so noch drin. Aber wenn wir uns das Preis-/Leistungsverhältnis angucken... Ich komme gerne auf mein altes S5230 zurück. Das ist eins der günstigeren Smartphones mit Touchscreen, schick in der Handhabung und wirklich easy. Schnickschnack ist eigentlich kaum vorhanden. Das iPhone punktet in Sachen Software vor allem im Unterhaltungsbereich: Der iPod ist nämlich ebenfalls mit integriert. Hier muss man sagen: Hut ab, einsame Spitze. Sowohl die Software, als auch das Klangliche sind einfach spitze. Die Lautstärke ist soweit auch passabel. Leider geht die Musik hier nicht lauter, als man es normal tut. Hin und wieder ist das ja auch ganz angenehm, die Musik lauter aufzudrehen. Wer sowas nicht braucht und generell in einer akzeptablen Lautstärke Musik hört ist hierdrauf aber nicht weiter angewiesen.
Gut ist ebenfalls, dass ein Klinkenanschluss für normale Kopfhörer vorhanden ist. Das erspart die Anschaffung Apple-exklusiver Sonderkopfhörern (wird ja gerne im Handybereich betrieben...). Ein weiterer Preis geht an die sagenumwogene Auswahl an Apps... Für viele sicherlich ein Hauptgrund, sich bei Apple einzuklinken. Keine Wasserwaage dabei? Kein Problem! Für jeden erdenklichen, sinnlosen Unsinn gibt es eine Erweiterung - die sind jedoch teilweise kostenpflichtig, wobei es auch eine sehr solide Auswahl an kostenlosen Sachen gibt.
Desweiteren fällt auf, dass das iPhone sehr in den Bereich mobiles Internet fällt. Die Anwendungen sind oftmals onlinebezogen, eine Nutzung macht also vor allem dann Sinn, wenn man eine entsprechende Flatrate hat. Ansonsten kann man jedoch auch auf das integrierte Wlan ausweichen, das tut seinen Dienst sehr gut. Die mobile Verbindung ist Dank der Hardware herausragend. Auch der auf dem Player installierte Webbrowser ist sehr leicht und einfach zu bedienen.

Aber zurück zum Telefonieren: SMS-Schreiben und Telefonieren läuft. Man hat eine schöne Quertz-Tastatur, die darüber hinaus noch automatisch korrigiert. Ich vermisse ein Wenig den schönen Oldschool-Postein- und -ausgang, hier wird das Ganze listenweise gehandelt. Zur Telefonie muss man soweit sonst nicht viel sagen. Die üblichen Verdächtigen wie Kontaktbuch usw. sind selbstverständlich auch mit an Bord.

Was macht das iPhone denn noch besonders? Die Hardware. Das schmucke Stück geht nämlich ab wie Schmitt's Katze. Nein, Spaß beiseite - wobei man wirklich sagen muss, dass sowohl die Leistungs-, als auch die Grafikprozessoren wirklich gut sind! Das auf dem iPhone installierte Betriebssystem ist ebenfalls sehr angenehm, das Wechseln verschiedener Desktops im Menübereich macht eine große Anwendungsauswahl sehr einfach und übersichtlich. Sortieren lassen sich die darauf angezeigten Apps sowie Sachen wie "Kamera" (o.Ä.) auch. Der Touchscreen reagiert, das muss man wirklich sagen, einsame spitze. Man kommt bis jetzt aus dem Staunen ja kaum heraus.

Zur Kamera: Kein Handy ohne Cam, oder? Mit 5 Megapixeln kommt das Handy auf, auf der Vorderseite ist ebenfalls noch eine (<1mp) vorhanden. Die ist für Avatar-Screening oder Videotelephonie gedacht, zum Fotographieren kann man die Vordere nehmen. Und die läuft so weit auch sehr solide. Natürlich, das MUSS man an dieser Stelle sagen, ersetzt sie keine echte Cam. Für die spontanen Schnappschüsse, Landschaftsaufnahmen oder Fotos mit Freunden reicht sie aber allemal. Auch hier wieder eine kleine Revolution: HD-Videoaufnahmen! Ich habe das Ganze probehalber schon ausprobiert - macht Spaß und sieht gut aus. Auch hier wieder ein Pluspunkt.
Ergänzung nach ca. 1 Monat Nutzung: Ich habe die Kamera jetzt auch viel zum Fotographieren benutzt. Was anfangs eher nach passablen Handyfotos aussah, manifestierte sich später zu einer Qualitätssteigerung, die sogar über meine derzeitige Digicam hinausgeht. Für meinen Geschmack ist diese Kamera eine der bis dato besten im Handybereich! Für die Anwendung (etwa Einstellungen wie Zoom oder Fokus) benutzt man den Touchscreen. Näheres hierzu können Sie in Anleitungen nachlesen.

Was bleibt noch zu sagen? Achja, die Optik natürlich. Man kommt bei einem iPhone ja schließlich nicht um das Vorzeigen drumherum und da funktioniert das Gerät auch wirklich gut ;-) sowohl Vorder- als auch Rückseite sind aus... Gut, das Material kenne ich nun nicht, es ist aber Kratzerresistent (laut Hersteller), fest und sicher. Um eine Schutzhülle (oder -folie) kommt man aber nicht herum, sonst mogelt sich dank ein wenig Hardgelds mal ein Kratzer auf das Schmuckstück drauf.

Nun zur Schattenseite: Man spielt so viel am iPhone herum, schaut auf die Akkuanzeige und... Huch! Plötzlich ist der Akku nur noch auf 30%. Der ist wirklich - tschuldigung - hundsmiserabel. Auch bei nicht-permanentem Rumgedaddel kommt man nicht über zwei Tage hinaus, nach denen man das Handy wieder ans Ladekabel packen muss. Sowas ist für heutige Verhältnisse nicht allzu super... Zum Vergleich - das S5230 hält nach knapp 2 Jahren Nutzung immer noch um die 10 Tage, das mit intensivem SMS-Schreiben.

Darüber hinaus verfügt das iPhone über eine Art Konstruktionsfehler: Die Antennen sind an der Seite so platziert, dass sie beim Tragen in einer Handytasche kaum Empfang haben. Dies ist ein absolutes No-Go und sollte hier unbedingt erwähnt werden.

FAZIT: Das iPhone besticht vor allem in Sachen Optik und Unterhaltung. Wer es sich leisten kann sollte zuschlagen, sich aber auch vor Augen halten, dass man immer eine Steckdose in Reserve halten sollte. Für Leute, die sich mal Touch gönnen wollen und das vor allem zu Telefoniezwecken, sind mit günstigeren Modellen allerdings eindeutig besser bedient. Es verbleibt also als Abschlussfazit: Wer auf solchen "Schnickschnack" steht, kann zulangen. Und das sollte man wirklich bedenken - billig ist das iPhone ja schließlich nicht. Aufgrund der Akkulaufzeit und dem Antennenfehler komme ich allerdings nicht drumherum, einen Punkt abzuziehen.


Graveyard Monster
Graveyard Monster
DVD ~ Reggie Bannister
Wird angeboten von docu-films
Preis: EUR 9,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Versteht überhaupt einer diesen Film?, 7. Januar 2011
Rezension bezieht sich auf: Graveyard Monster (DVD)
Gleich vorweg: Was erwarten wir von B-Movies, Low-Budget-Produktionen bzw. Tierhorror?! Ich lese hier was von "unfreiwilliger Komik", schlechten Schauspielern und einem ungruseligen Monster (gut, das ist nun wirklich Ansichtssache!) und fasse mir da ein Stück weit an den Kopf.

Ja: Der Film ist Trash! Es ist eine Mischung aus Braindead und Tierhorror. Hier und da spritzt sinnlos Blut umher (bei einer Freigabe ab 16 Jahren WIRKLICH verdammt heftig; Armstümpfe, zerfetzte Körper, ...), die Effekte sind mal gut mal weniger und das ganze ist auf einem ungemein spaßigen Niveau gehalten. Aber Tierhorror lebt vom B-Movie-Charme. Graveyard Monster ist nun wahrlich nicht das, was man mit Jurassic Park oder so gleichsetzen könnte, dafür ist das ganze Projekt zu fanverliebt. Hier hat man den ultimativen Partyfilm für Fans von Fans (frei nach dem Motto "Hirn aus, anschnallen und die Fahrt geht los!).

Die Aspekte im Einzelnen... Das Monster ist recht grundsolide. Ein großer, mutierter Tasmanischer Teufel ist nun mal was Anderes als eine Riesenspinne oder so. Ich kriege selbst nach dem fünften Mal Gucken eine Gänsehaut. Der Rest des Films ist kaum nennenswert. Die Dialoge sind herrlich bescheuert, die Story recht komisch und abstrus und die Handlungen... Sowieso. Hier und da triefts vor Hirn... Äh Klischees (wobei das mit dem Hirn nicht so verkehrt ist), man sollte das aber nie zu ernst nehmen.

Den Film also so sehen, wie er gemacht wurde. Kein High Budget, keine super Schauspieler, einfach nur FUN!


Monster Village
Monster Village
DVD ~ John Schneider
Wird angeboten von Multi-Media-Trade GmbH - Alle Preisangaben inkl. MwSt.
Preis: EUR 7,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Gut gemeintes Fantasy-/Monsterfilmchen..., 29. Dezember 2010
Rezension bezieht sich auf: Monster Village (DVD)
Gleich vorweg die Warnung: Kein Tierhorror. Hier kommt kein Yeti, kein Schneemensch, kein sonstwas. Das Monster ist groß, fett, häßlich und besteht aus einer Menge schlechter Pixel... Ein Oger.

Diese grottige Animation zieht sich leider durch den ganzen Film. Der ist irgendwie auch nie so recht spannend, weiß aber durch die Charaktere, das Geschehen und die Dialoge (gerade bei den zwei Protagonisten, die das Dorf erreichen!) irgendwie zu unterhalten. Hier und da gibts ein paar Splatterszenen, aber auch nicht wirklich nennenswert.

Die Kulisse ist ansonsten soweit wirklich top. Was nervt ist die Story um den ganzen Fantasie-/Magierquatsch, hier sollten potenzielle Käufer vorher gewarnt werden. Wobei die Effekte wenigstens recht passabel sind (vom Pixeloger abgesehen).

Fazit: Nett, aber wirklich nicht mehr... Irgendwo unterhaltsam, überall sonst aber sehr lausig und schlecht.


Angriff des Säbelzahntigers
Angriff des Säbelzahntigers
DVD ~ Robert Carradine

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Besser als erwartet!, 22. Dezember 2010
Rezension bezieht sich auf: Angriff des Säbelzahntigers (DVD)
Ich bin nun sicherlich nicht das, was man einen komplett schmerzfreien (Tierhorror)Film-Fan nennen kann, aber ich habe wahrhaftig schon Schlechteres gesehen. Beim besten Willen: Was erwarten wir heutzutage noch beim Tierhorror?

Alte Schule ist schon lange weg. Es herrscht kaum noch Innovation und Atmosphäre in Filmen. Das, was wir Klischee nennen, ist einfach die Tatsache, dass es jede Idee im Film schon gegeben hat. Dass nun hier ein paar strunzdoofe Studis in der Lage sind, ein Hochsicherheitssystem zu knacken, was neben zwei quicklebendigen Säbelzahntigern auch einen Verkrüppelten rauslässt, spricht sicherlich nicht für die Qualitäten des Films, doch ist nicht gerade das (Tier-)Horrorgenre mitunter immer Eines, das manchmal auf die Bierkastenfraktion zusteuert? Mal ehrlich. Von Asylum-Produktionen (die zum Beispiel Mega Shark vs. Giant Octopus verbrochen haben...) ist der hier noch weit entfernt. Stattdessen gibt es besagte Ungereimtheiten, ganz viel Klau von Jurassic Park, ein recht abruptes Ende und massig Splatter.

Wer den Film ernst nimmt, hat gleich verloren. Aber das sollte man meines Erachtens nach auch nicht. Mal ehrlich: Muss man bei jedem Film auf jede Kleinigkeit achten? Man kann Filme auch einfach nach Gefühl schauen. Und der hier nimmt sich nun wahrlich nicht so ernst, dass man damit keinen Spaß haben könnte ;-) Und fernab davon muss ich sogar ehrlich zugeben, dass mir der Film im Tierhorrorbereich vergleichsweise gut gefallen hat.

Für Fans von B-Movies meines Erachtens nach wirklich super. Zuschauer stellen sich ansonsten einen Kasten Bier daneben oder gucken vorher einen Asylum-Film - anders ist der Film sonst wirklich nicht zu genießen.


Killer Grizzly
Killer Grizzly
DVD ~ Andrew Prine
Preis: EUR 8,26

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Neuauflage eines Klassikers, 19. Dezember 2010
Rezension bezieht sich auf: Killer Grizzly (DVD)
Für Tierhorrorfans (und wahrscheinlich leider wirklich nur für die!) ist der Filmtitel "Grizzly" sicherlich ein Begriff. Leider lange Zeit nicht verfügbar, da das mittlerweile Insolvenz gegangene Label EMS die Rechte besaß und deren Scheibe mittlerweile nicht mehr hergestellt wurde, was sich auf den Preis ausübte und ihn nach oben drückte. Umso schöner, dass sich hier ein kleines Label diesen Film gekauft hat und ihn nun für wirklich geringes Geld vertreibt.

Die Bild- und Tonqualität sind in Ordnung; Leider hat das ursprüngliche Master allerdings einige Beschädigungen, die sich bei der Filmwiedergabe stellenweise auch zu erkennen geben. Meines Erachtens nach aber besser als bei der alten EMS-Scheibe. Bonusmaterial gibt es auch ein Wenig, wer sich also etwas über den Film informieren will, wird adäquat bedient.

Der Film selbst ist übrigens ein Klassiker im Genre, wenn auch recht trashig - dafür widerum sehr blutig. Fans werden ihn sowieso sehen, wer mit Inseken, Spinnen und anderen Monstern allerdings nichts anfangen kann, wird hier wahrscheinlich auch nicht glücklicher.

FAZIT: Wer eine kostengünstigere Alternative zur ebenfalls erschienenden Neuauflage von Retrofilm (in schicker Buchbox!) will, kann hier bedenkenlos zuschlagen.


Ray Harryhausen Collection [3 DVDs]
Ray Harryhausen Collection [3 DVDs]
DVD ~ Ray Harryhausen

5.0 von 5 Sternen Einfach nur genial!, 19. Dezember 2010
Rezension bezieht sich auf: Ray Harryhausen Collection [3 DVDs] (DVD)
Monsterfilm-Nostalgikern wird "Ray Harryhausen" mit Sicherheit ein Begriff sein. Während in den frühen Anfängen des Tierhorror-/Monster-Genres oftmals billige Puppen verwendet wurden, setzte er auf die Stop-Motion-Technik. Das Ergebnis lässt sich aus der heutigen Sicht der Effekte natürlich nur noch müde belächeln, dennoch kommen beim Anblick dieser Filme dennoch Erinnerungen hoch.

Dinosaurier in New York:
Einer der ersten Dinosaurier-Filme, hier in schwarz/weiß. Das Biest gibt es zwar erst recht spät zu sehen, der Film kann jedoch mit dem klassischen Flair der Monsterfilme aus den 50ern (vgl. Tarantula, Formicula) mithalten. Die finale Szene auf dem Rummelplatz ist legendär. Wen es interessiert: Der allererste Godzilla-Film wurde durch genau diesen hier inspiriert.

Die Rache der Dinosaurier:
Cowboys, die mit Lassos einen Dinosaurier fangen? Das klingt nicht nur verrückt, das ist es auch. Der Film ist B-Movie pur und weiß in jeder Minute zu unterhalten. Die Effekte sind auch hier wirklich bewundernswert, der T-Rex besitzt im Vergleich zum oberen Film deutlich mehr Screentime.

Kampf der Titanen:
Hier runtete Harryhausen seine geniale Technik ab. Natürlich sind die Fabelwesen als solche noch zu erkennen, man sieht dennoch, welche Mühen dahinter stehen...

Fazit: Wer sich für Filme wie "Tarantula", "Formicula" oder ähnlichen Monster-Klassikern begeistern lassen kann, wird hier seine wahre Freude haben. Die Filme sind allesamt der helle Wahnsinn und wissen Fans zu beeindrucken. Natürlich sei Fans von neuzeitlicherer (Pardon) Effekthascherei deutlich hiervon abgeraten.

Zur Veröffentlichung: Der Schuber ist grundsolide, es stecken drei normale Amarays drin. Die Bild- und Tonqualität geht absolut i.O.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 21, 2011 9:21 PM MEST


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