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Beiträge von Andreas Schmitt
Top-Rezensenten Rang: 10.859
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Rezensionen verfasst von
Andreas Schmitt "andreassolar" (Karlsruhe)
(REAL NAME)   

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2 Tintenpatronen HP 301 : 1 x black + 1 x colour für HP Deskjet 1000 J110a 1050 2050 J510a 3050 J610a
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Wird angeboten von Global Ape
Preis: EUR 21,20

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Lieferzeit, 7. Oktober 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Eine so lange Lieferzeit liegt in meiner Erinnerung schon viele Jahre zurück. Da die Tintenpatronen meiner Bekannten während des Gebrauchs leer gingen, bestellte ich kurzerhand via Amazon, da das Drucker-Modell schon etwas älter ist. Die voraussichtliche Lieferzeit steht zwar unter dem Angebot, wurde andererseits von mir nicht recht zur Kenntnis genommen, vielleicht auch, weil ich die erheblichen Lieferzeitangaben nicht recht glauben konnte.

Leider war es so, 7 Tage nach Bestellung, also am 8. Tag, kamen die Patronen an. Am 3. Tag nach Bestellung hatte ich die unerklärlich lange Lieferzeitangabe "entdeckt", weil ich mir nicht erklären konnte, wieso die Ware noch nicht eingetroffen war.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 22, 2016 11:01 PM CET


Mythos einer Sonnenstadt
Mythos einer Sonnenstadt
von Jens M. Möller
  Sondereinband
Preis: EUR 33,50

1.0 von 5 Sternen Phantasievoll wie anspruchslos, 10. Februar 2015
Rezension bezieht sich auf: Mythos einer Sonnenstadt (Sondereinband)
Zeitverschwendung, dachte ich, Möllers aus meiner Sicht einerseits einfältiges wie anspruchsloses und andererseits phantasievolles Werk über Karlsruhe und die ganze Welt. In den konkreten Details häufig falsch, in den großen Zusammenhängen ein wahlloses Sammelsurium und zu gewollt, ohne eigene geistige Leistung und etwas zu selbstverliebt, meine ich. Wo es um handfeste Infos geht, ist Möller schlicht unzuverlässig oder biegt sich die "Fakten" zurecht.

Einige wenige aus fast beliebig vielen Beispielen:

Die angebliche Mutter von Kaspar Hauser, Napoleons Adoptivtochter Stephanie de Beauharnais, mutiert bei Möller zur "Lieblings-Adoptivtochter" Napoleons. Ach. Und deswegen hat Adoptivpapa Napoleon seine Stephanie regelrecht genötigt, den badischen Erbprinzen Karl, ein arg schlichter wie reizloser Tropf eines unbedeutenden Fürstentums, aus rein staats- und machtpolitischen Überlegungen zu heiraten? Möller kann eigentlich nicht so lebensfern und ahnungslos gewesen sein, dass er die Bezeichnung ''Lieblingsadoptivtochter'' ernst gemeint hat.

Die Pyramide: S. 35 wird wiederholt auf das Pyramidengrab von Stadtgründer Karl Wilhelm verwiesen und auf die alten Stadtpläne mit ihrer Strahlen- und Zirkelarchitektur. Möller übergeht dabei, zunächst, elegant, dass das Pyramidengrab erst seit 1823 in Stein besteht und die Pyramide auf den alten Plänen entsprechend nicht abgebildet ist.. Der Stadtgründer hat sich also keineswegs unter der Pyramide begraben lassen, sondern in der Krypta der Anfang des 19. Jh. aus Platzgründen abgerissenen Konkordien-Kirche.....Waren Möller den tatsächlich die rund 100 Jahre zwischen Stadtgründung und Erbauung der Steinpyramide einfach egal gewesen, wie ich mich frage?

S. 32 streift Möller das Konzept des kollektiven Unbewussten von C.G. Jung, S. 137 zitiert er Johannes Kepler mit wenigen Zeilen, direkt im Anschluss daran fällt der Begriff ''Ursymbole'' bei Möller. Wie Möller es geschafft hat, Kepler zu zitieren und von Jungs ''kollektivem Unbewussten'' zu schreiben, o h n e Keplers ''Urbilder'' und Jungs Archetypenlehre in irgendeiner Weise zu berücksichtigen bzw. sie rezipiert oder verstanden zu haben, bleibt ein Rätsel des Autors. Einen Kepler-Spruch zur Geometrie anzuführen u n d Keplers Ansicht der Wirksamkeit von Harmonie und Geometrie via 'Urbilder' bzw. Archetypen in der gesamten Schöpfung nicht wieder zugeben, ist eigentlich kaum möglich. Bei Möller schon, so scheint es - etwa weil die Archetypen-Lehre seinen seelisch-geistigen Materialismus in Frage gestellt hätte, mit dem Möller geometrische Archetypen in den verschiedenen Menschheitsepochen ganz handfest als Beleg dafür interpretiert, es hätte eine reale Beziehung zwischen verschiedensten realen und legendären Kulturepochen gegeben? Kann das sein?

S. 41 unterrichtet Möller den Leser, sowohl im Horoskop von Hitler wie Kaspar Hauser wäre Pluto von herausragender Bedeutung. Wer hätte das gedacht? Ich kenne kein Horoskop, wo das nicht so wäre. Dass Möller bei Hauser eine mehrstündig falsche Geburtszeit verwendet, fügt sich in Möllers schlichte Argumentation. War Möller die Geburtszeit etwa egal, was ich mir kaum vorstellen kann?

S. 42 spricht Möller von Großherzog Leopold als erstem "Nicht-Zähringer" auf dem badischen Thron, weil seine Mama - die Reichgräfin Hochberg - nicht standesgemäß nur aus kleinem Adel kam. Aha, Leopolds Vater Karl Friedrich ist zwar angeblich klassischer Zähringer-Nachfahre, aber Leopold dann nicht, weil seine Mutter...? Soweit Möllers "Vererbungs-Philosophie" als typischer Ausdruck seiner anspruchslosen Haltung.
Zugleich übergeht Möller die Tatsache, dass mit Karl II. von Baden-Durlach, dem Begründer der Durlacher Residenz, bereits 1553 ein Vorfahr ebenfalls "nicht-zähringischer" Abkunft als Herrscher des Hauses Baden in der Stammlinie zu finden ist. Karls Mutter war, wie Leopolds Mutter Reichsgräfin Hochberg, genauso niederadliger und damit nicht standesgemäßer Abkunft gewesen, in "morganatischer Ehe" mit Karls Vater Ernst. S. 478 listet Möller entsprechend Karl II. einfach ohne entsprechende Bemerkung in der Stammlinie Baden-Durlach, S. 479 geht es weiter mit "Die morganatische Nach-Zähringer-Linie" und Leopold als 1. Großherzog der Hochberg-Linie. Hat Autor Möller Karls Abkunft etwa zugunsten vordergründiger Dramatisierungseffekte bei Leopold "ausgelassen" oder ist dies einfach das Ergebnis der fast überall im Buch greifbaren, mangelhaften Sach- und Fachkenntnis Möllers? Kann dies tatsächlich Möllers Absicht gewesen sein?

S. 94 erwähnt Dr. Möller eine "merkwürdige'' Spur nach Holland zu einem ''alten holländischen Plan'' mit dem Karlsruher Schloss in Form eines ''Zentralbaues". Dr. Möller lässt in diesem Zusammenhang einfach aus, dass dieser Plan keineswegs allein Schloss Karlsruhe abbildet, sondern zudem eine Stadtanlage in einem Teilsegment des auch in diesem Plan vorhandenen Kreises mit 32 Radialen, in dessen Mittelpunkt das Schloss steht. Der Plan nennt die 32 Kreisradialen schlicht die 32 Windrichtungen. Die klassische Wind- oder Kompassrose entspricht mit ihren 32 Kreisteilungen genau der Karlsruher Stadtanlage, was Autor Möller aber nie anspricht bzw. berücksichtigt, soweit ich sehe. Hat Möller vielleicht versehentlich die Analogie zur klassischen Kompassrose nicht bemerkt?

S. 104 notiert Möller, eine Besiedelung der Rheinebene durch griechische u. persische Stämme/Völker in Zusammenhang mit dem Mithras-Lichtkult sei belegt. Als Quelle für diese Behauptung nennt Möller das Buch von einem Leif Geiges mit dem Titel ''Die Regio. Landschaft am Oberrhein. Eine Kulturgeschichte in Bildern''. Richtig, Geiges ist Fotograf, die Texte dazu stammen von einem Journalisten/Schriftsteller, geschichtliche oder archäologische Qualifikationen sind also nicht vorhanden. Dennoch, im Buch wird auf entsprechender Seite zwar vom Mithras-Kult am Oberrhein berichtet, z.B. durch Befunde bei Riegel/Kaiserstuhl und Osterburken eben aus der Römer-Zeit. Mit keiner Andeutung werden dort griechische bzw. persische Stämme damit in Zusammenhang gebracht. Zurecht, der Mithras-Kult breitete sich im Römischen Reich, wie das Christentum etwas später, aus, was nun gar nichts mit Stammeswanderungen aus dem griechischen oder persischen Kulturraum zu tun hat, sowenig, wie die Ausbreitung des Christentums etwa an eine Auswanderung von ''Stämmen'' oder ''Völkern' aus dem damaligen Judäa gekoppelt war.
Eine typische Behauptung Möllers, bei der sich mangelhafte Sach- und Fachkenntnis mit dem Willen zur ''Optimierung'' getroffen hat. Doch kann man das wirklich bei einem promovierten Naturwissenschaftler glauben?

In diesen Rahmen gehören auf gleicher Seite die Ortsnamen-Deutungen von Möller: Zeutern bei Karlsruhe hat nach Möller einen Ursprung im griechischen ''Zeus-Stern'' - kein Wort davon, dass Zeutern erstmalig als Villa Ziuterna im 8. Jh. erwähnt wird und der Ortsname wahrscheinlich in Zusammenhang mit dem alamannischen Kriegsgott ''Zius'' steht.
Aus Bad Pyrmont wird bei Möller Pyr-mont, also Feuerberg. Sicher, pyr bedeutet im Griechischen ''Feuer'', doch ist ''mont'', Berg, keine griechische, sondern eine lateinische Bezeichnung. Pyrmont wurde ansonsten im 9. Jh. erstmalig als Piringisa genannt, ''Pyrmont'' als heutiger Ortsname entstand erst in der Neuzeit.
Im Fall von Grötzingen bei Karlsruhe nennt Möller andererseits das Datum des erstmalig überlieferten Ortsnamen, diesen aber wiederum falsch: Grötzingen taucht erstmals als ''Grezzingen'' 991 auf, Möller macht S. 101 daraus ''Greccingen''. Seite 101 u. 106 wird klar, warum Möller dies getan hat: Möller hält es so für nun möglich, dass der Ortsname an die Griechen erinnert, die den Ort gegründet haben, denn Möller bemerkt ''die Siedlung des 'Griechen', Grecco''. Ahja... greco ist das lateinische Stammwort dazu und wurde seit Anbeginn bis heute mit einem ''c'' geschrieben.

S. 110 bemerkt Möller, lediglich ein Herr Zollner hätte in einem Zeitschriftenartikel (1988) das Geburtsdatum von Karlsruhe-Gründer Karl Wilhelm mit dem 18. Januar 1679 - richtig - angegeben. ''Überraschenderweise'' hat nicht nur Zollner, sondern z.B. Karl Gustav Fecht, dessen bedeutsame Geschichte Karlsruhes Dr. Möller ausgiebig und unkritisch rezipiert hat, ebenfalls das Geburtsdatum Karl Wilhelms mit dem 18.1.1679 angegeben. Und wo Möller doch tatsächlich davon spricht, Karl Wilhelm hätte seinen Geburtstag auf den Namenstag Karls des Großen, dem 28. Januar, gelegt, ist Möller, und damit auch Zollner, schlicht entgangen, dass der 18.1. den Geburtstag nach dem julianischen, der 28. Januar den Geburtstag nach dem gregorianischen Kalender darstellt. Derweil hätte auch ein Blick auf die Pyramide weiter geholfen, dort wird als Geburtsdatum der 18.1. angegeben....

S. 136 teilt Dr. Möller mit, die Basislänge des Dreiecks, dessen Schenkel die Wald- und die Waldhornstr. hin zum Schloss bilden, sei exakt 928 m, was wiederum dem Basisumfang der großen Cheops-Pyramide exakt entspräche. Nun...Die Basislänge des angesprochenen Dreiecks, wenn man entlang der innen, zum Schloss bzw. Zirkel liegenden Häuserfluchten von Wald-, Waldhorn und Kaiserstr. ausgeht, beträgt mindestens 940 m. Das ist sowohl entlang kleinmaßstäblicher Stadtkarten von Karlsruhe nachmessbar wie auch anhand von Luftaufnahmen. Nimmt man Bezug auf etwa die kreuzenden Mitten der angesprochenen Straßen, so erreicht man ca. 970 - 980 m. Der aktuelle Basisumfang der großen Cheops beträgt wiederum ca. 900 m, als historischer Basisumfang wurde bereits vor Jahrzehnten 921-922 m berechnet.
Wiederum in diesem Zusammenhang gehört Dr. Möllers Bemerkung zu Franz Schneider, dessen 1932 veröffentliche Arbeit zu den Anfängen von Schloss und Stadt Karlsruhe Möller im Anschluss ab S. 139 etliche Seiten lang immer wieder referiert. S. 147/150 meint Möller ungefähr sinngemäß, u.a. sei die Längenangabe von nicht ganz tausend Metern, die Schneider veröffentlichte, typischer Ausdruck der ungenauen und hilflosen Formulierungen in kulturhistorischen Arbeiten trotz oder gerade angesichts metaphysischer Relevanz/Dimensionen. Wenige Zeilen weiter S. 150 wird deutlich, dass Möller sich anscheinend - einzig - auf die Angaben eines Michael Vollmann stützt, wo es um die angebliche Basislänge von 928 m geht - Möller hat anscheinend gar nicht selber ge- und vermessen, aber er glaubt feste an Vollmann. Da erscheint es mir doch wiederum von Möller merkwürdig überheblich, Schneiders gerundete Längenangaben, die weit besser zu den oben angeführten 940 oder 970 - 980 m passen, der metaphysischen Ignoranz zu verdächtigen. Während sich Möller im festen Glauben an seinen metaphysischen ''Durchblick" bei Vollmann etc. bedient und wie so oft alle ''äußere Realität'' einfach ignoriert, und seien es konkrete Straßenlängen. Glaubte Möller wirklich seinen eigenen Zeilen, stellt sich mir die Frage?

S. 189 erfährt man, dass die rheinisch-provinzielle Bonner Republik erstmals mit dem Hanseaten Helmut Schmidt den Provinzgeruch hinter sich lassen konnte. Aha. War da nicht zuvor Willy Brandt mit Walter Scheel mit einer Aufsehen erregenden, weltweit beachteten neuen Politik seit 1969 hervorgetreten?
Alt-Bundeskanzler Helmut Kohl wird von Möller auf der gleichen Seite als von "rheinischer Provinz" bezeichnet. Aha. Oggersheim und Ludwigshafen in der Pfalz liegen also im Rheinland....und der Pfälzer Kohl ist ein Rheinländer wie Adenauer. Erneut eine rätselhafte Fehlleistung in Möllers Auslassungen.

S. 173 erwähnt Möller, dass sich die bedeutsamen Domstädte Aachen, Mainz und Freiburg auf dem 51., 50. und 48. Breitengrad befänden und der Marktplatz mit Schlosskirche von Durlach auf dem 49. Dass sich die ebenfalls bedeutsamen Domstädte Basel, Straßburg, Speyer und Worms auf keinem runden Breitengrad befinden - Möller umgeht sie in seiner Aufzählung. Dass der 49. Breitengrad im modernen Sinne eine Erfindung bzw. Berechnung des 19. Jh. ist und je nach Berechnungsgrundlage hundert und mehr Meter nördlich oder südlich liegen kann - man erfährt dies nicht von Möller. Auf der gleichen Seite behauptet Möller, die Durlacher Allee, jene bei Möller berühmte Ost-West-Achse von Durlach zur Neugründung Karlsruhe, hätte davor schon Durlach mit Schloss und Stadt Mühlburg verbunden...Mir ist bislang keine historische Karte bekannt, die Möllers "Kreation" in irgendeiner Weise stützt. Wie konnte Möller als präziser Naturwissenschaftler so daneben greifen?

S. 205 erzählt Möller, die Pyramide würde nur am 21.6. zum Sonnenhöchststand an der Sonnenwende mittags auf der Nordseite beschienen. Nun, Möller gibt den Sonnenstand mit 63,4° an, den Neigungswinkel der Nordseite der Pyramide mit 62°. Tatsächlich erreicht die Sonne am 21.6. eine Höhen von rund 64°, was ok ist, aber die Pyramide hat einen Neigungswinkel von 66°, wenn man ihre Masse nimmt. Die Nordseite liegt daher - gerade - mittags zu größeren Teilen im Schatten, was man am 21.6. durchaus selber an der Pyramide sehen kann/konnte. Weiterhin kann die Pyramide in den Wochen davor wie nach dem 21.6. aufgrund der weit nordöstlich aufgehenden und weit nordwestlich untergehenden Sonne in den Frühstunden wie Abendstunden durchaus auf ihrer Nordseite von der Sonne beschienen werden. Ohne die Bebauung um die Pyramide herum, wäre das noch viel offensichtlicher und häufiger sichtbar. Sollte Möller kaum vorstellbarer Weise etwa nie die Pyramide konkret vermessen und zur Sonnenwende beobachtet haben?

S. 296 zählt Dr. Möller H.S. Chamberlains angeblich 1896 veröffentlichtes Werk 'Rasse und Geschichte', in der Fußnote dazu wird der Titel das antisemitisch-rassistischen Werkes kurioserweise richtig mit 'Die Grundlagen des neunzehnten Jahrhunderts' und dem Erscheinungsjahr 1899 angegeben, zu den entscheidenden Daten deutscher und europäischer Geschichte....Ohne Begründung/Erläuterung.
S. 297 schreibt Möller weiter: ''Aus geistiger Sicht war es dem Reichkanzler und 'Führer' Adolf Hitler mithin offensichtlich zunächst gegeben, diesen Zyklus [Möller meint einen 'esoterischen' Zwölfjahres-Zyklus] für Deutschland segensreich zu erfüllen;'' Okkulte Mächte hätten dies am Ende /bitteren Ende bis 1945 verhindert.
Dazu gehört, dass Möller S. 407, Bildunterschrift, sinngemäß verbreitet, Hitler und Hitlers Ideologie hätten/wären in den 1920er Jahren vor allem unter Einfluss von Dietrich Eckart und Karl Haushofer sowie ihrer auch 'geheimen Lehren' gestanden/entstanden. Hitler nur als ihr ''Werkzeug'' - oder als Opfer ''okkulter Mächte''? Und die ersten Jahre des NS-Regimes sollen dann doch, obwohl n a c h den 1920 Jahren gelegen, aus 'geistiger Sicht' ''segensreich'' gewesen sein.....? Rätselhaft, wie Möller zu solchen Einschätzungen gekommen ist, finde ich.

S. 327-328 verbreitet Möller auf schlichtester Argumentationsbasis, Pforzheim sei heute vor allem als Stadt des Goldes bekannt, was mit der Bankleitzahl 666 für Pforzheim korrespondiere, die zugleich die Zahl des "Tieres" in der Johannesapokalypse sei. Und Pluto sei seit je her archaisches Symbol des Goldes, des Reichtums aus der Erde, wie zugleich als antiker Unterweltherr Vorläufer des "Satan". Und dann wäre ja dort noch die Gruft der "Zähringer Reichsfürsten".... Aha, erneut. Pforzheim ist als Schmuckstadt bekannt, der Slogan von der Goldstadt eine Marketing-Erfindung. Auch hat man dort nie Gold abgebaut und gewonnen. Die Bankleitzahl 666 wurde erst 1970 eingeführt und gilt ebenso für Bauschlott, Mühlacker, Keltern, Remchingen, Königsbach-Stein, Neuhausen, Eisingen und Kieselbronn. Pluto als Symbol des Goldes? Weder in der Alchemie oder Symbolkunde ist das bekannt, ebenso wenig wird "Plutokratie" primär mit Goldbesitz in Verbindung gebracht. Und irgendwie soll Pforzheim am Ende von Möllers wirrer Argumentationskette/Assoziation (besonders) "satanisch" sein, geoffenbart durch Pforzheims Bankleitzahl von 1970?.....Ist d a s wirklich Möllers Ansicht gewesen?

Auf ähnlichem "Niveau" bewegt sich Möllers Werk rätselhafter Weise fast überall, wo es um konkrete Kenntnisse, um "harte" Fakten geht. Kaum eine Zeile, eine Seite und Behauptung, die entsprechend Dr. Möllers verworrenen Intensionen/Sichtweisen nicht "optimiert" oder vereinfacht bzw. ausgebessert und "manipuliert" wird.
Ermüdend wie enttäuschend, großartig wie vielfach haltlos und überfrachtet sind seine endlosen, teils geomantischen Spekulationen und Assoziationen wie Verknüpfungen von allem mit jedem, von KH (Kaspar Hauser) bis AH (A. Hitler), von der Cheops-Pyramide bis zum Heiligen Gral. Bedauerlicherweise ist mir der Autor nie persönlich begegnet, da er im Juni 2000 an Krebs verstorben ist. Interessiert hätte mich schon, welch ein Mensch sich hinter dieser Empfindungs- und "Wahrnehmungswelt" versteckt hat... so verkenne ich ihn womöglich tiefgreifend, wenn es mich letztlich leider nicht erstaunt, dass Dr. Möller dem Krebs erlegen ist.


Switchback
Switchback
DVD

10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Diese Synchro..., 12. Oktober 2014
Rezension bezieht sich auf: Switchback (Amazon Video)
Zur Entspannung wollte ich mir diesen Film zwischendurch allein schon wegen Danny Glover gönnen.
Und dann kommt einem sofort eine laienhafte, selbstgestrickte Synchro entgegen, manche Filmrollen wurden offenkundig von gleichen Sprechern - mit leicht verstellter Stimme - gesprochen. Geringe Modulationen in den Stimmen, egal in welcher Situation. Emotionen kann man jedenfalls in den Synchronstimmen kaum finden. Abgelesen und leicht der Situation angepasst, ohne innere Anteilnahme wie Bewegung. Das waren jedenfalls keine Schauspieler, die die Synchro gesprochen haben.
Technisch wirkt das wie direkt ins Mikro des eigenen Keller-Musikraumes daheim gesprochen, ohne Nachbearbeitung und notwendige räumliche Effekte.
Nach rund 10 Minuten "Stichproben" im Film war dieser für mich erledigt.


Der Lebensweg  aus astrologisch-psychologischer Sicht: Die Entwicklung durch die astrologischen Häuser 
und verwirklichen
Die eigene Position erkennen, ... erkennen, annehmen und verwirklichen
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Preis: EUR 14,99

1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Und schon sitzt man in einem inneren Film..., 3. Oktober 2014
Andrea Moutty zeigt in ihrem neuen Band eine kreative wie innovative Sicht auf die Horoskophäuser als Stationen unserer Lebensentwicklung. Sie kann sehr gut erzählen und schnell wird man in einen inneren Film hereingezogen. Die Dramaturgie ist ab und an, wo es um Kindheit oder Gesellschaftsnormen geht, etwas schwarz-weiß geraten,...

Meine vollständige Rezension kann online eingesehen werden, einfach "Astrologie Heute" und Buchtitel eingeben.


Kinderzimmer mit 12 Sternen: Farben, Harmonie, Kreativität und Sinnlichkeit der Sternzeichen inspirieren beim Einrichten - Ein Ratgeber für Eltern und Großeltern
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von Mechthild Hauschild-Rogat
  Taschenbuch
Preis: EUR 19,90

5.0 von 5 Sternen Ansteckend, 3. Oktober 2014
[...] Die Autorin hat einen wunderbar anregenden Band geschaffen, den man Eltern und anderen nur zu gerne empfehlen kann, wenn sie sich mit Kinderzimmer-Gestaltung auf astrologischer Basis beschäftigen möchten. Mit der Autorin werden die Tierkreiszeichen-Archetypen nicht nur bei den Kindern lebendig, gut unterhalten folgen wir der Autorin durch Buch und Gestaltungsvorschläge, die spürbar durch ihre eigene reiche Erfahrung und Berufsausbildungen geformt wurden. Extra erwähnen möchte ich, dass dieser Band ein seltenes Beispiel eines gestalterisch und typographisch gelungenen Astrologie-Buches darstellt, das nach dem Books-on-Demand-System hergestellt wurde.

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Wann kommt endlich der / die Richtige?: Mehr Klarheit in Beziehungsfragen mit der Partnerschaftsastrologie
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von Petra Dörfert
  Taschenbuch
Preis: EUR 28,00

4.0 von 5 Sternen Glänzend geschrieben, Gestaltung mit Nachholbedarf, 18. Juli 2014
Das Buch ist ein Hand- wie Arbeitsbuch der Partnerschaftsastrologie zugleich und Dörfert führt uns oft humorvoll durch das ungemein gut strukturierte und abgestimmte Werk. Hier sitzt jeder Satz und jedes Wort. Souverän vereint sie hervorragende Astrologie-Kenntnisse, stupende Erfahrung und eine wohltuende Nüchternheit mit innovativen Ideen. Sie schreibt eingängig und modern, mitunter großstädtisch-locker, für Einsteiger mit guten astrologischen Grundkenntnissen wie Erfahrene und Fortgeschrittene gleichermaßen sehr geeignet. Die Gestaltung des Bandes könnte noch deutlich verbessert werden.


Der Berufsweg aus astrologisch-psychologischer Sicht: Die eigene Position erkennen, annehmen und verwirklichen
Der Berufsweg aus astrologisch-psychologischer Sicht: Die eigene Position erkennen, annehmen und verwirklichen
von Andrea Moutty
  Taschenbuch

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lebensnah und erfahrungsgesättigt, 18. Juli 2014
Andrea Moutty bietet in "Der Berufsweg" aus astrologisch-psychologischer Sicht einen farbigen wie intensiven Blick auf Beruf und Erwerb. Sie vereint wie selten zuvor neue Deutungswege mit vielseitiger Berufserfahrung sowie ausgefeilten Psychologiekenntnissen. Wie sie Chancen und Risiken, innere Gefahren und Potentiale des langen Berufswegs durch die "berufsaffinen" Horoskophäuser bis hin zu den Spitzenpositionen skizziert, atmet satte Berufs- und Leitungserfahrung wie großes Erzähltalent. Rundum gelungen, ein vielfach anregendes wie hilfreiches Werk.


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von Rolf Gleichmann
  Taschenbuch

0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Löchrig, 18. Juli 2014
Der Münchner Astrologe Rolf Gleichmann hat kürzlich einen Band mit rund 800 Geburtshoroskopen aus dem astromedizinischen Bereich mit dem Titel Astromedizin I – Herz und Kreislauf veröffentlicht. Eine ambitionierte Arbeit des Autors, dem man für seine Ausdauer nur danken kann. Andererseits stellen bedeutende methodische, theoretische wie Daten-Mängel das Werk und seinen – astromedizinischen /diagnostischen /prognostischen - Nutzen eher in Frage.

Die VOLLSTÄNDIGE Rezension wurde von ASTROLOGIE HEUTE auch online veröffentlicht und ist im Netz leicht zu googeln.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 28, 2014 2:17 PM MEST


AFFÄRE WULFF: Bundespräsident für 598 Tage - Die Geschichte eines Scheiterns
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von Martin Heidemanns
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,95

10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Verwegen, 9. März 2014
Vorab: Man findet alle Vorwürfe gegen Wulff im Detail aufgeführt wieder, die investigative Recherchen werden ausführlich vorgestellt. Danke dafür, es ist auch leicht lesbar.

Nach etlichen Seiten wurde allerdings der aufgebauschte und skandalisierende Stil der beiden Autoren zunehmend störend, der auch keine noch so unwichtige Nebentätigkeit der beiden Autoren wie der untersuchten Personen auslässt. Zahllose martialische Statements garnieren die Seiten, so als ob die Masse der zitieren Meinungsäußerungen schon allein ein Qualitätsmerkmal und eine beweiskräftige Recherche darstellen würden.
Ebenso erwähnen die Autoren nirgends explizit, dass beide Autoren Reporter der Bild-Zeitung sind. Das kann man wiederum aus dem Text erschließen. Auch in der Danksagung S. 335 wird tunlichst vermieden, die BILD-Zeitung zu erwähnen oder den Springer-Konzern. Die Autoren bedanken sich beim Ressort "Investigative Recherche" - von welcher Zeitung? Von der Washington Post, der ZEIT oder dem Magazin SPIEGEL? Von den beiden Reportern der BILD-Zeitung erfährt der Leser /die Leserin kein Wort dazu.

Wer genau aufpasst, findet Ungenauigkeiten der Autoren, die diese großzügig übergehen oder davon ablenken.
Beispiel Hotel-Einladungen Wulffs durch Filmproduzent Groenewold im Herbst 2007 nach Sylt und Herbst 2008 nach München. S. 215 stellen die Autoren einen Zusammenhang her mit einer Landesbürgschaft Niedersachsen für eine Firma Groenewolds aus dem Jahre 2007.
Tatsächlich wurde die Bürgschafts-Garantie Ende 2006 gewährt und schon im Herbst 2007 eingestellt, da die Firma nicht die Arbeit aufgenommen hatte. Das erfährt man allerdings nicht von den Autoren im Buch.

Wie jetzt? Soll Wulff 2007 und 2008 für eine bereits 2006 gewährte Bürgschafts-Garantie, die zum Zeitpunkt der Sylter Reise 2007 schon wieder erledigt gewesen war, etwa n a c h t r ä g l i c h "bestochen" worden sein...wie geht das denn? Ein juristisch rein spekulativer bis sinnfreier Zusammenhang, den uns die Autoren clever wie nicht ganz aufrichtig, aber mit großem Verdachtsgetöse unterjubeln.

Da kommen die beiden Autoren ihrem verabscheuten Vorbild Wullff unfreiwillig doch ziemlich nahe, was den Umgang mit wichtigen Details angeht, die die Öffentlichkeit interessieren könnten.

Ebenso wenig erfährt man von den vielfältigen Beziehungen zwischen Christian Wulff und der Bild-Zeitung. Bild-Chef Diekmann ein persönlicher Bekannter von Wulff, die Bild-Zeitung ventiliert in Abstimmung mit Wulff die neue Freundin von Wulff im Jahre 2006 usw. usw. usw. Irreführung nur bei Wulff?


Kaspar Hauser, warum Europa um mehr als einen badischen Kronprinzen betrogen wurde
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von Juliane Cernohorsky-Lücke
  Taschenbuch
Preis: EUR 17,00

2 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Künstlerisch anregend, historisch wertlos, 18. Februar 2014
Die Künstlerin und Autorin hat ein einfühlsames, künstlerisch anregendes Werk geschaffen aufgrund vieljähriger intensiver Beschäftigung mit Kaspar Hauser und der dazu erschienen Literatur.
Doch bleibt die Autorin in der historischen Skizze ganz hinter ihrem Anspruch zurück und bedient sich oft ohne eigene Bemühungen der üblichen, ebenso häufig wenig fundierten Pro-Hauser-Literatur.

Ein zentraler Schwerpunkt in diesem Buch:
Die neueste Auflage stammt von 2013 und entsprechend würdigt sie die Genanalysen von 1996 durch den SPIEGEL und jene durch ZDF/ARTE von 2002 ab S. 138ff.. Hier hätte sie nun die Chance gehabt, wirklich eigenes Profil zu zeigen und mit größerer Gründlichkeit als die Presse jene beiden Genanalysen zu bewerten. Dass die vom SPIEGEL beauftragte Genanalyse durch die Uni München wohl nicht als wirklich aussagekräftig bzw. als letztes Wort gelten kann, ist inzwischen klar. Das 1996 analysierte Blut der Hauser-Unterhose stimmt nicht mit den 2002 vorgenommenen verschiedenen Genproben von Hauser-Gegenständen überein.

Die Autorin behauptet nun sinngemäß S. 142, die Genanalyse des Rechtsmedizinischen Instituts der Uni Münster unter Prof. Brinkmann von 2002 hätte – entlang der Pressemitteilungen von ARTE /ZDF und anderen Veröffentlichungen - mit sehr großer Wahrscheinlichkeit erwiesen, dass Hauser der badische Erbprinz gewesen wäre.
Hätte die Autorin sich die Mühe gemacht, die Ergebnisse und die zugrundliegenden Untersuchungen /Analysen genauer zu erschließen….

Jener Prof. Brinkmann hat in einem Ende Dezember 2002 geführten „Experten-Chat“, welches das ZDF in Auszügen vermutlich seit Jahren im Netz veröffentlicht hat ( zdf.de / Terra-X / Kaspar-Hauser-5197668. html ) zur Genanalyse 2002 durch sein Institut Stellung genommen.

Dort antwortet Brinkmann auf Nachfrage, dass für den Gentest die mitochondriale DNA (mtDNA) im Vergleich von Hauser und einer Nachfahrin von Hausers angeblicher Mutter Stephanie von Baden herangezogen worden war. Die mtDNA wird unverändert von Mutter auf Kind und von den nachfolgenden Töchtern weiter vererbt, so Brinkmann weiter. Da vom heutigen badischen Adelshaus kein Genspender verfügbar war, spendete eine weibliche Nachfahrin der Stephanie (aus der Linie von Stephanies Töchtern) Genmaterial. Entsprechend hätte ihre mtDNA mit Hausers mtDNA zu 100% übereinstimmen müssen, was aber nicht zutraf. Genau dieser Punkt wird allgemein von Hauser-Anhängern übergangen - wie auch von der Autorin. Dem nicht fachkundigen Leser wird suggeriert, die „98%tige“ bzw. hohe Übereinstimmung würde mit hoher Wahrscheinlichkeit beweisen, dass Hauser der Erbprinz und Sohn von Stephanie gewesen wäre.

Prof. Brinkmann antwortet nun richtigerweise auf die Chat-Frage, was es bedeute, dass die Genanalyse nur an einem Ort nicht übereinstimme, so: „Eine Unterschiedlichkeit an nur einem Ort kommt bei verschiedenen Menschen häufig vor. Sie kann aber auch durch eine Mutation zwischen Mutter und Kind entstehen.“

Die Unterschiedlichkeit auch an nur einem einzigen Ort der mtDNA kann also häufig zwischen nicht verwandten Menschen auftreten, wie man den etwas verklausulierten Worten Brinkmanns entnehmen kann, ebenso zwischen Mutter und Kind aufgrund möglicher Mutationen der mtDNA. Die Genanalyse des Rechtsmedizinischen Instituts hat folglich nur eines belegt, wenn man genau hinschaut: Man kann die Verwandtschaft Hausers mit Stephanie nicht ausschließen. Sie könnte bestehen wg. der Möglichkeit der mtDNA-Mutation zwischen Mutter (Stephanie) und Kind (Hauser), aber auch nicht bestehen, weil es keine vollständige Übereinstimmung der mtDNAs gibt. Im Normalfall stimmen die komplexen mtDNA-Schlüssel ganz überein, oder eben nicht. Bildhaft gesprochen: Die Kopie eines hochmodernen Systemschlüssels einer Schließanlage funktioniert nur bei einer exakten Übereinstimmung mit dem Originalschlüssel. Ein halbe Bormulde, Einkerbung oder 2% der Schlüsselinformationen etc. weniger und er öffnet nicht das Schloss. Deswegen machen Aussagen von hoher oder "98%tiger" etc. Übereinstimmung der beiden Genproben als "Beweis" für eine hohe Wahrscheinlichkeit einer Verwandtschaft von Hauser und der Genmaterial-Spenderin keinerlei Sinn und beweisen einfach nichts.

Hat man deshalb nach 2002 so wenig von dieser Genanalyse gehört, wurde die Untersuchung des Rechtsmedizinischen Instituts selbst deshalb seit 2002 bis heute - 2014 - nicht veröffentlicht, erfährt man daher so schwer von weiteren Details, bekommt nichts Schriftliches?

Die Autorin hat stattdessen mehrfach das Hauser-Museum in Ansbach besucht und dort die angeblich so positiven Ergebnisse der Genanalyse 2002 reklamiert, wie man lesen kann. Ein Höhepunkt an irreführendem Unfug bietet ihre Widergabe der Empfangsdame in Ansbach, wenn diese von der Autorin damit zitiert wird, sie [die Empfangsdame] wisse schon, dass Hauser zu 98% der badische Erbprinz gewesen wäre, aber leider wäre das nirgends schriftlich zu bekommen.

Es hat schon fast etwas tragisches, wie sehr sich die Autorin auf umfangreicher Basis wenig glaubwürdiger und schlecht recherchierter Literatur und Äußerungen anderer ein teils großartiges, teils bedenkliches Szenario um die angeblich geschichtliche und geistesgeschichtlich-esoterische Bedeutung Hausers erschaffen hat. In Differenz zu einer gewissen Scheu vor ihrem künstlerischen Selbstausdruck und ihrer gläubigen Achtsamkeit gegenüber Rudolf Steiner kann ich den Band nicht weiterempfehlen.


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