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Rezensionen verfasst von
D. Lang "Dave Metal-Webzine "myrevelations.de""
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WWE - Undertaker - Die Serie [Blu-ray]
WWE - Undertaker - Die Serie [Blu-ray]
DVD ~ Diverse

8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gerade so noch 4 Sterne, aber nur weil's der Taker ist, 22. September 2012
Der Undertaker ist ein Phänomen und die WWE wird nicht müde dies zu betonen. Besonders seine Siegesserie bei Wrestlemania wurde in den letzten Jahren immerzu abgefeiert. Zu Recht, muss auch ich gestehen, doch muss man, nur 4 1/2 Jahre nach der letzten DVD zu genau diesem Thema gleich eine weitere Veröffentlichung heraus bringen?!

Wäre man es etwas gewissenhafter angegangen, hätte ich sicher "ja" gerufen, doch "Undertaker - Die Serie" (klingt im deutschen fast, als käme der Deadman in Kürze zwischen "Two And A Half Men" und "The Big Bang Theory") bleibt leider unter seinen Möglichkeiten. Zwar finden sich sowohl auf der DVD- als auch auf der Blu-ray-Veröffentlichung sämtliche Mania-Matches in voller Länge, doch das war es auf der Habenseite auch fast. Der Kurzfilm über die "Streak", wie man sie auch ruhig im deutschen hätte nennen können, ist mit seinen gut 45 Minuten recht mager ausgefallen. Gerade hier hätte man viel tiefer graben können, sprich, die Entwicklungen hin zu den Matches mit den dazugehörigen Promos unterbringen müssen. So reicht es leider nur für die "History Packages" zu den letzten 4 Mania-Matches. Diese, zugegebenermaßen fantastisch gemachten Filmchen sind auch der einzige Bonus und selbst den kriegt man nur mit der Blu-ray-Fassung. Das Gimmick des Undertakers verbietet es leider, dass wir einen alternativen Kommentar abbekommen, doch den hätten zumindest die jeweiligen Gegner einsprechen können.

So wirkt das Ganze streckenweise etwas lieblos und riecht auch ein Stück weit nach Geldmacherei. Allzu lange wird man die (tote) Kuh ja nicht mehr melken können. Vielleicht wäre es schlauer gewesen, abzuwarten, bis sich der Gute tatsächlich mal zur Ruhe setzt, um dem Ganzen ein würdigeres Komplettpaket zu schenken. Doch irgendwo glaube ich sowieso nicht, dass dies die letzte VÖ zum Taker gewesen ist.
Davon abgesehen sind die eigentlichen Matches natürlich ein Thema für sich. Bemerkenswert, dass diese mit den Jahren immer besser wurden. Während die Matches aus den ersten Jahren nicht gerade zwingend waren und es auch zwischendurch immer wieder Gegner, oder nennen wir sie lieber Opfer, gab, aus denen auch der Deadman keinen Klassiker zaubern konnte, sind es vor allem die letzten 5 Manias, bei denen es so richtig krachte.

Sie alle in komprimierter Form zu haben, ist gerade für Fans des Undertakers gewiss ein Fest.
Nicht zuletzt dank der 2008er Veröffentlichung eine zwiespältige Angelegenheit mit einer Menge verschenktem Potential.


WWE - Over the Limit 2012 [Blu-ray]
WWE - Over the Limit 2012 [Blu-ray]
DVD ~ Wwe
Wird angeboten von muchmedia_wwe
Preis: EUR 9,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Funktioniert, wenn es drauf ankommt, 16. September 2012
Rezension bezieht sich auf: WWE - Over the Limit 2012 [Blu-ray] (Blu-ray)
Nach einem verflucht guten Extreme Rules PPV, der größtenteils sogar Wrestlemania ausstach, durfte man gespannt sein, wie die Folge-Veranstaltung abschneiden würde.
Mein Urteil vorweg: Over The Limit 2012 muss sich kaum hinter dem vorausgegangenen Ereignis verstecken.

Der PPV startet ganz ungewöhnlich mitten in einer "People Power"-Battle Royal. Der Gewinner durfte sich sofort im Anschluss aussuchen, ob er um die US, oder lieber um die Intercontinental Championship antreten wollte. Der Gewinner war jedenfalls ein verdienter, doch mein Lieblingsmoment war der, als William Regal (#unterbewertet-for-life) unter großem "Buuuuuh" raus geworfen wurde. Da wusste ich, dass die Fans in Raleigh, North Carolina, den Abend zur Not retten würden. Allzu oft wird das Publikum und sein Einfluss auf die Gesamtwirkung eines solchen Abends nämlich unterschätzt.

Die Tag Team Division, der in letzter Zeit häufiger (und zu Recht) das Dahinsiechen nachgesagt wurde, scheint noch nicht am Ende zu sein. Jedenfalls nicht, wenn Jack Swagger und Dolph Ziggler um Kofi Kingstons und R-Truth' Titel antreten. Eine schön anzusehende, sich steigernde Auseinandersetzung.
Den Tiefpunkt erreicht dagegen aktuell wohl leider wirklich das Diven-Wrestling. Mit Beth Phoenix hatte man zwar eine mehr als glaubhafte Herausforderin auf den Titel, doch was nützt die Kraft und das gute Wrestling der Glamazone, wenn ihre Gegnerin, Divas-Championesse Layla massiv Ringrost angesetzt hat?! Unfassbar, wie oft die zierliche Athletin in diesen paar Minuten unsauber gearbeitet und einige Aktionen böse versaut hat. Gegen Ende kriegen die beiden das Ruder zwar noch rum gerissen, doch reicht das noch nicht, um daraus ein gutes Match zu machen.

Dieses folgt jedoch auf dem Fuße, denn Sheamus' World Heavyweight Championship wird in einem Fatal Four Way ausgemacht. Randy Orton, Chris Jericho und Alberto del Rio sorgen zusammen mit dem Champ für eine höchst unterhaltsame Viertelstunde. Dickes Finish auch.
Die lustige Berg- und Talfahrt geht weiter, doch zum Glück ist es wieder nur ein kurzes Intermezzo, das den geneigten Fan nicht weiter stören sollte... selbst wenn The Miz sich im Ring tanzenderweise zum Horst macht, nur um kurz darauf Schwabbelsaurus Brodus Clay als erster ernst zu nehmender Gegner gegenüber zu stehen. Ein gutes Match? Geht anders!
Interessanterweise schaffen Intercontinental Champion Cody Rhodes und Herausforderer Christian es nicht, den zu erwartenden Knaller zu liefern. Andere Performer hätten für diese Leistung von mir ein Sternchen bekommen, gerade für den "Instant Classic" war es jedoch nur ok.

Dafür gibt es im Anschluss einen Blitzkurs in perfektem Wrestling. Mit Daniel Bryan und WWE Champion CM Punk stehen sich zwei der weltweit besten Techniker gegenüber und was soll ich sagen?! So soll's sein, so wird's gemacht, so darf's immer sein. Fantastisch!
Kurze Verschnaufpause, in der Ryback Camacho zerlegen darf... "Goldberg!"-Rufe inklusive.
Ein wenig traurig ist es schon, wenn man sieht, wie stiefmütterlich die WWE ihren Champion und den dazugehörigen Titel aktuell behandelt. Punk hat zwar nach seiner "Pipe Bomb"-Rede nicht wirklich die große Revolution gebracht, nichtsdestotrotz sollte er als Titelträger doch den ein oder anderen PPV-Main Event bestreiten dürfen. Doch nein, auf diese Position hat seit Jahren Posterboy John Cena ein Abo. Zugegeben, die Story hinter dem Hauptkampf hatte tatsächlich mehr unterhalterisches Potential als die hinter dem Gold der Promotion, doch darf man nicht vergessen, für was das zweite "W" in WWE steht.
Klassisches Wrestling gab es zwischen Cena und John Laurinaitis erwartungsgemäß nämlich nicht zu bestaunen. Der "Executive vice president of talent relations and general manager of both, RAW and Smackdown" (um es nochmal auszuschreiben) kriegt kurz gesagt schön den Arsch voll, das dann allerdings auch auf äußerst unterhaltsame Art und Weise. Da es in dem Aufeinandertreffen keine Disqualifikation gab und das Eingreifen von außerhalb zur sofortigen Kündigung des entsprechenden Superstars führen sollte, durfte man sich im Grunde über eine Hinrichtung freuen, wäre da nicht... nein, spoilern ist doof.
Die Blu-ray Extras bilden erneut die obligatorischen RAW und Smackdown Highlights. Gutes Teil, das dann überzeugt, wenn es drauf ankommt.


WWE - ECW Unreleased Vol. 1 (Blu-ray)
WWE - ECW Unreleased Vol. 1 (Blu-ray)
DVD ~ Diverse

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Bitte mehr davon!, 15. September 2012
"E C Dub! E C Dub! E C Dub!" Dieser Ruf schallte Anfang bis Ende der 90er unzählige male durch eine versiffte Bingo-Halle in Philadelphia und noch heute hört man den Ruf immer wieder, besonders wenn es extrem wird. Extreme Championship Wrestling hat seine blutigen Spuren in der Welt des professionellen Wrestling hinterlassen, wie kaum eine andere Liga. WWE hat sich nach dem Ende der ECW sämtliche Rechte am Produkt gesichert und abgesehen vom ersten "One Night Stand" schon einiges an Schindluder mit dem Namen getrieben. Umso erfreulicher für die alten Harcore-Fans, dass man sich 2012 dazu entschlossen hat, einige Perlen aus der "Blut, Schweiß und noch mehr Blut"-Zeit auszubuddeln und den lechzenden Fans mehr zu geben.

Kein Geringerer als Joey Styles, die Stimme der Original ECW höchst selbst führt durch das über 8-stündige Programm, und er genießt es offensichtlich Worte wie beispielsweise "original ECW" und "Wrestling" zu benutzen. Zudem geizt er nicht mit diversen Hintergrundinformationen (Stichwort Mike Awesome) und Sticheleien. Mit Sicherheit einige seiner Auflagen um das Ding hier durch zu ziehen... Schlitzohr.

Das Gros der Matches stammt aus den späten Neunzigern, der Blütezeit der kleinen Liga. Wer übrigens nur Blut und berstende Tische erwartet, sieht sich getäuscht. ECW stand nicht ausschließlich für Brutalität und Gemetzel. Naturtalente wie Rey Mysterio, Eddie Guerrero oder Dean Malenko durften unter Visionär Paul Heyman zum ersten mal vor einem größeren Publikum, respektive vor Fernsehkameras durch die Lüfte fliegen. Der mexikanische Lucha Libre Stil in Kombination mit der "Do or die"-Mentalität war damals einzigartig und so verwunderte es nicht, dass die beiden übergroßen Konkurrenten WWE (damals noch WWF) und WCW der scheinbar harmlosen Konkurrenz reihenweise die Zugpferde wegschnappten.

Zurück zur Doppel Blu-ray respektive 3-fach DVD, die mit einer coolen Sammlung klassischer ECW-Matches aufwartet. So unglaublich "unreleased" sind einige der Perlen zwar nicht, das soll aber nicht über die Qualität hinwegtäuschen, die es in der Blaustrahlfassung gleich über 500 Minuten gibt.
Als wahre Schmankerl seien hier nur Mike Awesome vs. Masato Tanaka und Rob Van Dam & Sabu vs. The Eliminators genannt, letztlich kann man sich aber an mehr oder weniger allen Matches erfreuen. Die Blu-ray Besitzer gleich über zwei mehr.
Coole Geschichte für Old School Fans und Geschichtsinteressierte. Der "Vol. 1" Zusatz lässt zudem auf noch mehr hoffen.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 22, 2013 7:18 PM CET


Mayhem Maniac Machine
Mayhem Maniac Machine
Preis: EUR 13,98

5.0 von 5 Sternen SO muss dat!, 6. September 2012
Rezension bezieht sich auf: Mayhem Maniac Machine (Audio CD)
Ein in düsteren Brauntönen gehaltenes Artwork fernab von Splatter-Ästhetik macht schon vor den ersten gehörten Tönen neugierig. Doch auch ohne das äußere Erscheinungsbild weiß der Todesmetaller von Welt, dass ihn Qualität erwartet.

Die Baden-Badener Deadborn haben zwar mit bisher nur einem Studioalbum nicht gerade die prallste Diskographie, konnten 2007 mit ihrem Debüt "Stigma Eternal" aber umgehend für Furore im deutschen Underground sorgen. Nun liegt mit "Mayhem Maniac Machine" nach 5 Jahren endlich Album Nummer 2 vor, und das Warten hat sich gelohnt. Die Scheibe lässt sich gleich unter mehreren Aspekten beurteilen, da wäre zum einen die technische Seite, die nie zum Selbstzweck verkommt, aber dennoch für das ein oder andere breite Grinsen unter Musikern sorgen wird. Auf der anderen Seite hätten wir da noch das fiese Gesicht des Death Metals, will sagen "Mayhem Maniac Machine" funktioniert auch ganz ohne Kopfhörer, dafür mit viel Einsatz im Pit unter Gleichgesinnten.

Das Teil groovt von vorn bis hinten und kommt phasenweise auch gerne mal ohne das genretypische Geschrote aus. "Bionic Abomination" sei jetzt einfach mal stellvertretend genannt. Erst Phobiatic, dann Unchallenged Hate, jetzt das hier... ich gewinne meinen Glauben an den extremen Underground also kurz vorm Weltuntergang wieder. Ein Zeichen?


WWE - Extreme Rules 2012 (Blu-ray)
WWE - Extreme Rules 2012 (Blu-ray)
DVD ~ Diverse

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Locker drei 5-Sterne Matches... und nicht irgendwelche, 3. September 2012
Rezension bezieht sich auf: WWE - Extreme Rules 2012 (Blu-ray) (Blu-ray)
Abgesehen von der eher durchschnittlichen 2009er Auflage war Extreme Rules im Grunde immer ein WWE-Großereignis, welches gut zu unterhalten wusste. 2012 hatte man zudem ein dickes As im Ärmel. Brock Lesnar tauchte einen Tag nach Wrestlemania, nach 8 Jahren Abstinenz bei Monday Night RAW auf, nur um sich sofort mit John Cena anzulegen. Die eilig zusammen gebastelte Fehde konnte dank der beiden überlebensgroßen Charaktere tatsächlich zünden und prompt fanden sich die beiden im Main Event des nächsten PPVs wieder.
Natürlich startete Extreme Rules mit einer dicken Promo, die die Story hinter dem Main Event in gewohnt beeindruckenden Bildern zeigte. Das konnte ja mal was werden.

Das erste tatsächliche Match konnte mir zunächst jedoch kaum ein Lächeln auf die Lippen locken. Zu vorhersehbar und durchschnittlich war das Aufeinandertreffen von Kane und Randy Orton bei Wrestlemania, als dass ich jetzt auf ein Re-Match heiß gewesen wäre. Die "Falls Count Anywhere"-Zusatzregel war es jedoch, die dem Ganzen das nötige Etwas gab. So Kam es recht fix zu einer wüsten Schlägerei inmitten der Fans, auf der Eingangsrampe, im Ring, am Ring und um den Ring herum. Das Match wies eine coole Spannungskurve auf und schnitt letztlich besser ab als das voran gegangene.
Das nächste Match war ein kleines Ärgernis. Dolph Ziggler steht nun seit einigen Jahren für qualitativ hochklassige Action im Ring, muss aber nach wie vor immer wieder gegen irgendwelche Fritten antreten. Diesmal war es Brodus Clay, der Ziggler platt machen durfte. Warum man die tanzende Knackwurst derart pusht muss mir bei Gelegenheit auch mal jemand erklären. Die "Let's go Ziggler!"-Chöre sprachen jedenfalls Bände, ist der Gute doch von Haus aus als Bösewicht aufgestellt.

Die Sonderregel für das Cody Rhodes / Big Show Re-Match von Mania wurde in der Pre-Show "ausgelost" und so kam es, dass die Intercontinental Championship in einem "Tables Match" ausgefochten wurde. Im Grunde keine gute Voraussetzung für den Herausforderer, doch das Ende war äußerst bitter. Respekt vor den Storyline-Schreibern, aber auch Shows schauspielerischem Talent!
Daniel Bryan kann sich auf den Kopf stellen, im Moment wird der Super-Techniker bejubelt wo er nur geht und steht. So brachte dann auch seine Hasstirade gegen Chicago, den diesjährigen Austragungsort von Extreme Rules erstaunlicherweise nichts als Jubel. Nach dem 18-Sekunden Mania-Debakel hatte der kleine, bärtige Mann aber auch ein ordentliches Re-Match verdient. In einem fantastischen "2 out of 3 Falls"-Match durfte aber auch Sheamus als amtierender World Heavyweight Champion zeigen, dass er mithalten kann. So zeigte der Ire ein wunderschönes Texas Cloverleaf und war auch für einen heftigen Bump Bryans verantwortlich. Ganz klar ein Highlight der Veranstaltung. Großartig!

Ryback darf danach im obligatorischen Handicap-Match zwei unbekannte Karussellbremser auseinander nehmen. Die lieb gewonnenen "Goldberg"-Rufe dürfen natürlich nicht fehlen.
Nach einer schönen Promo CM Punks kommt es auch schon zum "Chicago Street Fight" um die WWE Championship. Chris Jericho hat in den Wochen vor dem PPV immer wieder versucht, Punk aufs Übelste zu provozieren. Hauptziel der geschmacklosen Attacken: die Familie des WWE Champs. Das gab definitiv genügend Futter für einen regellosen Kampf und Chicago, immerhin Punks Heimatstadt, sollte nicht enttäuscht werden. Man lasse zwei Allroundtalenten genügend Freiheiten und ein Regelwerk ohne Regeln und die zwei Vollprofis regeln das. Auch hier ganz klar ein Kaufgrund, wenn man auch sagen muss, dass Punks Schwester, die in der ersten Reihe stand, das Ganze etwas lächerlich gemacht hat (vermutlich ohne es zu wollen). Vielleicht ist es aber in den US of A auch normal, seinen Bruder mit Kampfnamen anzufeuern. Hinter dieser Storyline steckte soviel Zunder, da hätte man ruhig etwas authentischer agieren können. Geschenkt.
Diven-Action kurz gefasst: Beth Phoenix kann nicht, Nickie Bella freut sich, Eve kündigt Ersatz an, Ersatz schnappt sich Titel. Kurz, überflüssig, tat aber auch niemandem weh.

Der Main Event wurde wahrscheinlich nicht nur von mir heißer herbei gesehnt, als Cenas Match mit Rocky bei Mania. Wie bereits erwähnt, kam sein Gegner Brock Lesnar nach einer 8-jährigen Pause zurück zur WWE, nur um direkt Herrschaftsansprüche anzumelden. Wer sich an die erste Amtszeit des bulligen, ehemaligen UFC-Champs (!) erinnert, wird verstehen, warum er den Platz im Main Event sofort bekam.
Natürlich wurde mit Lesnars Vergangenheit im Oktagon kokettiert, und es dürfte auch niemanden gewundert haben, dass der Hüne mit Mixed Martial Arts Klamotten auftauchte. Was folgte war kein schönes Wrestling, aber eine der intensivsten Auseinadersetzungen, die man in den letzten Jahren im WWE-Fernsehen sehen durfte. In einem "Extreme Rules"-Match (quasi KEINE "Rules") zeigte Lesnar dem WWE-Posterboy warum er selbst in der Welt der "richtigen" Schläge gefürchtet wurde. Cena kriegt schon in den ersten Minuten dermaßen die Fresse dick, dass man fürchten muss, das Match würde abgebrochen. Sehr geschmackvoll auch der Moment, in dem Lesnar Cenas Blut vom Handschuh leckt. Das ganze glich mehr einer Bestrafung als einem Match, hatte aber vielleicht gerade deswegen einen ganz besonderen Reiz.
Mit diesem Massaker endete Extreme Rules 2012 und man darf gespannt sein, wie es mit Lesnar weitergeht.
Die Blu-ray muss alleine schon wegen CM Punks öffentlichem Alkoholtest vorgezogen werden.


The Glasgow Smile
The Glasgow Smile
Preis: EUR 15,71

4.0 von 5 Sternen Interessant, interessant, 5. August 2012
Rezension bezieht sich auf: The Glasgow Smile (Audio CD)
Grindcore auf Power-It-Up ist immer so eine Sache. Entweder er bläst mich gnadenlos um; wie erst kürzlich bei Obligatorisk Tortyr und Putrescence, oder er lässt mich völlig kalt, weil er an mir vorbei rauscht. Old School ist nun mal nix für Herrn Lang. Von daher war ich auch bei Who's My Saviour zunächst skeptisch, stellt sich der Rostock-Dreier doch schon selbst ins limitierte Grindcore Genre. Umso überraschter war ich, als mir gar ungewohnte Klänge entgegen schallten.

Gewöhnlicher Grindcore war das definitiv nicht, doch was war es??? Ich kann auch jetzt, nach mehreren Durchläufen, noch nicht sagen was mich da geplättet hat. Ich bin kein großer Freund von Schubladen, und so geht der erste Punkt schon mal ganz klar an die Band. Jetzt bedeutet "unkategorisierbar" ja noch nicht gleich "super", doch "Glasgow Smile", so der Titel des Infernos, hat mich beeindruckt. Schwer zu verdauen, ruppig, widerspenstig und hin und wieder auch mal mit einem fiesen Grinsen versehen (wenn beispielsweise bei "When Magic Turns Into Black Plague" kurz Slayer zitiert werden) ballert einem die heimische Anlage eine knappe halbe Stunde einen mehr als interessanten Sound vor den Latz. Um diesen zu beschreiben, muss man schon etwas weiter ausholen: stellt euch bösen, apokalyptischen Postcore und intelligent arrangierten Grind (mit den Wurzeln klar im Punk) vor, die sich einen Kampf liefern, bei dem es um zerfahrene Songaufbauten und Hass geht.

Das Ganze läuft ziemlich subtil und fies (im positiven Sinne) ab, denn selbst wenn die grobe Kelle ausgepackt wird, primitiv wird dieses Spektakel nie. Klingt kompliziert? Richtig! Einfach ist anders. Auch Who's My Saviour mögen das Rad nicht neu erfunden haben, aber sie haben ihm eine neue, interessante Komponente hinzu gefügt. Das hier hat das Zeug zu Größerem!


WWE - Wrestlemania 28 (Blu-Ray)
WWE - Wrestlemania 28 (Blu-Ray)
DVD ~ Diverses
Wird angeboten von muchmedia_wwe
Preis: EUR 29,99

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nicht zuletzt dank den 3 Top-Matches noch 5 Sterne, 5. August 2012
Rezension bezieht sich auf: WWE - Wrestlemania 28 (Blu-Ray) (Blu-ray)
Wrestlemania XXVIII war schon auf dem Papier eine ganz große Sache. Allein der, seit einem Jahr angekündigte, Main Event zwischen WWE-Aushängeschild John Cena und Dwayne "The Rock" Johnson sollte der Veranstaltung neben größtmöglichem Prestige natürlich auch eine Menge Asche einspielen.
Eins vorweg: Der Rekord von Wrestlemania III mit über 93.000 Zuschauern vor Ort wurde nicht gebrochen und auch Wrestlemania XXIII steht mit über 80.000 anwesenden Fans nach wie vor auf Platz 2. Selbst die vermuteten 1,3 Millionen PPV-Verkäufe waren letztendlich "nur" 1,14 Millionen, aber hey, wenn es so einfach wäre, sich bei jeder Folgeveranstaltung zu steigern...
Gut 78.000 Zuschauer füllten das Sun Life Stadium in Miami, Florida und machten von Sekunde 1 an gute Stimmung. Das Stadion hatte einen wunderbaren Look verpasst bekommen (u.a. Palmen um den Ring... wenn die mal keinem im Weg stehen) und strahlte in einem, der Veranstaltung würdigen, Licht.

Nach einem, wie immer, dick aufgetragenen Anfang (den gab es mal in noch dicker) darf die bezaubernde Lilian Garcia jedoch zunächst einmal das obligatorische "America The Beautiful" zelebrieren. Gehört halt dazu.
Was dann jedoch folgt, ist nicht nur eine dicke Überraschung, sondern auch ein Stück weit Verarsche am Fan. Daniel Bryans World Heavyweight Championship steht auf dem Spiel und (der laut Klappentext rücksichtslose... tz) Royal Rumble Gewinner Sheamus ist der Herausforderer. Mehr kann ich leider nicht schreiben, ohne zuviel zu verraten. Ist zwar im ersten Moment für nen Lacher gut, nur bleibt der einem schon währenddessen im Halse stecken.
Was Kane im dritten (vierten? fünften??) Herbst seiner Karriere plötzlich getan hat, um nach der dubiosen Storyline mit Cena auch noch in ein relativ sinnloses Match mit Randy Orton bei Mania gesteckt zu werden... man weiß es nicht. Bestenfalls ein durchschnittliches Match mit einer kleinen Überraschung.

Titelmatch Nummer 2 und Cody Rhodes muss sein Gold gegen einen angepissten Paul Wight verteidigen. Rhodes hatte Big Show in den Wochen vor Wrestlemania immer wieder mit seinen wenig ruhmreichen Mania-Auftritten konfrontiert und ihn mehr als einmal bloß gestellt. Nun, die Geschichte des Intercontinental Championship hat schon schönere Matches gesehen und wem der Ausgang was bringen soll ist mir noch rätselhaft.
Da auch bei der größten Veranstaltung der WWE die Frauenquote gewahrt werden muss, ist es Zeit für das Diven-Match. Man verstehe mich nicht falsch, es gab eine Zeit, und die ist gar nicht mal so lange her, da war das Frauenwrestling durchaus sehr unterhaltsam, aber das hier?! Da packt man kurzerhand Divas Championesse Beth Phoenix und Eve Torres in ein Team gegen Kelly Kelly und Maria Menounos (eine Art Ami-Nazan Eckes) und verspricht sich davon allen Ernstes etwas Gutes?! Ich verrate nicht zuviel, wenn ich schreibe, dass das NICHT der Showstealer geworden ist, wenngleich KK auch eine schöne Aktion zeigen darf und Menounos nach einem "Stinkface" gegen Eve aussieht, als hätte sie sich in die Buxe geschissen (Rouge sei dank).

Schon ist Halbzeit und das Kommentatorenteam wird durch Jim Ross ergänzt. Wer die heiß ersehnte Schlacht zwischen Triple H und dem Undertaker in der Nähe des Main Events vermutete, darf sich schon getäuscht sehen. "Hell In A Cell" steht an und das "Ende einer Ära" ist nah. Was das konkret für den Matchausgang bedeutet, wurde in den Monaten zuvor nur angedeutet und auch am Ende des Abends muss man mehr raten, als dass man weiß.
Fakt ist, das Shawn Michaels der Special Referee ist, der Taker konsequenterweise einen neuen Look hat, Triple H's Einzug weniger pompös ausfällt als im letzten Jahr und das Match zu den Highlights des Abends zählt. Wenn oft davon gesprochen wird, dass Veteranen wie diese beiden ganze Geschichten im Ring erzählen, dann ist dieses Match ein herausragendes Beispiel dafür. Zwar hat die Kiste mitunter minimale Längen und auch besagte "Geschichte" wird zu Gunsten eines flüssigeren Verlaufs zu sehr ausgereizt, doch denkt man sich die ein oder andere Minute weg, kann das Gemetzel durchaus überzeugen. Ich habe gerade bewusst das Wort Match vermieden, da es über weite Teile nur wenig mit klassischem oder gar schönem Wrestling zu tun hat. Großes Kino dieser zwei, oder von mir aus auch drei Männer, mit einem tollen Ausklang!

Großes Kino sollte womöglich auch die Schlacht der beiden General Manager werden. Ober-Unsympath John Laurinaitis will, ebenso wie Smackdown GM Teddy Long die alleinige Macht über beide Kader. Dafür hat sich Laurinaitis Jack Swagger, Dolph Ziggler, Mark Henry, Drew McIntyre, The Miz und David Otunga in sein Team geholt. Letzterer ist sogar Captain des Teams, was nicht gerade für die Gruppe spricht. Long möchte mithilfe von Kofi Kingston, R-Truth, dem Great Khali, Zack Ryder, Booker T und Captain Santino Marella den Sieg davon tragen. Allein die Wahl des jeweiligen Team-Captains lässt es von vornherein so aussehen, als nehme man die Sache gar nicht ernst. Man hätte, mit leicht geänderten Konstellationen wirklich für ein ernst zu nehmendes Match sorgen können, doch spätestens wenn ein Hornswoggle fahneschwenkend zum Ring läuft... Dafür war die Sache aber auf jeden Fall ok.
Man wird übrigens das Gefühl nicht los, dass einem Großteil der Aktiven bereits nach kurzer Zeit die Puste ausgeht. Schlechte Luft in Miami?!

Es geht in den Endspurt und auf den letzten Metern kriegt WWE Champion CM Punk noch einen netten Dämpfer verpasst. Sollte er sein Match gegen Chris Jericho durch Disqualifikation verlieren, wäre er sein Gold ebenso los. Wer Jerichos Provokationen über die letzten Wochen mit verfolgt hat, weiß um die Brisanz dieser Zusatzregel. Damit ist allerdings auch mal fix gesichert, dass wir ein technisch hochwertiges Match statt eines derben Brawls zu sehen bekommen... und was soll ich sagen? Geht man von der sportlichen Seite dieses Events aus, kann man den Fernseher nach dieser grandiosen Vorstellung getrost aus machen. Abwechslungsreich, unvorhersehbar, spannend wie Hölle und technisch, wie erwartet, ein Fest. Allein dieses Match wertet die 28. Mania massiv auf.
Brodus Clays Tanzeinlage?! Geschenkt!

"Das größte Match der Geschichte" konnte meines Erachtens nur verlieren. Weder Rocky noch Cena sind die Techniker vorm Herrn und bei aller Liebe zum "E" in WWE, sollte das Hauptaugenmerk doch auf der sportlichen Seite liegen. Vince McMahon und Gefolge sehen das etwas anders und bauen ein Jahr lang eine Konfrontation "epischen Ausmaßes" auf, die letztlich mehr durch die voran gegangenen Promos (teilweise als grandiose Blu-ray-Boni vorhanden), denn durch großartige Leistungen im Ring im Gedächtnis bleiben wird. Mit dieser Meinung gehöre ich natürlich zu einer Minderheit. Miami jedenfalls feiert seinen "Sohn" nach allen Regeln der Kunst und Cena darf sich, das erwartete Buh- und Pfeifkonzert antun. Dabei ist es der "Chaingang Commander" der hier den Ringgeneral gibt und Rocky durchs Match führt. Zugegeben, gegen Ende nimmt die Geschichte an Fahrt auf, doch das lag zu einem riesigen Teil an den beiden Namen. Keine andere Match-Konstellation hätte mit exakt demselben Match diese Reaktionen eingefangen, und selbst bei den beiden fehlte mir ein wenig die Magie. Ich fühlte mich partiell sogar an das Warrior-Hogan Match von Wrestlemania VI erinnert, in dem auch ein Großteil durch die überlebensgroßen Charaktere getragen wurde.
Dank dem Hell In A Cell Massaker und dem WWE Titelmatch ist Wrestlemania XXVIII dennoch ein sehenswerter PPV geworden, nur halt eben nicht so gut, wie erhofft.

Die obligatorische Hall Of Fame Zeremonie darf erneut als DAS Highlight im Rahmenprogramm angesehen werden, bei der besonders JBL (als Laudator für Ron Simmons) und Edge überzeugen, doch auch die Usos, als Laudatoren für Yokozuna erweisen sich als echte Entertainer abseits des Rings.
Die Blu-ray überzeugt einmal mehr durch eine tolle Bonus-Sektion, die sich diesmal ausschließlich auf Spitzenpromos im Vorfeld der 3 wichtigsten Matches beschränkt, während die DVD Ausgabe exklusiv mit 5 karriereprägenden Momenten aus Rocks Laufbahn glänzt. Geile Sache. Als Komplettpaket funktioniert die Sache also mal wieder bestens.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 8, 2012 10:59 AM MEST


WWE-WCW Clash Of The Champio [3 DVDs]
WWE-WCW Clash Of The Champio [3 DVDs]
DVD ~ Diverse
Wird angeboten von DVDpolis (Preise inkl. MwSt.)
Preis: EUR 16,90

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen zuviel Flair = 3 Sterne... schade, 2. August 2012
Rezension bezieht sich auf: WWE-WCW Clash Of The Champio [3 DVDs] (DVD)
Als die World Wrestling Federation 1985 mit der ersten Wrestlemania durch die Decke schoss war das schon eine kleine Überraschung. Der kommerzielle Erfolg gab Vincent Kennedy McMahon Recht und für die Konkurrenz wurde es langsam bitter.

Ted Turners World Championship Wrestling musste dem irgendwie entgegen steuern und so hatte man 1988 die wahnwitzige Idee ein Großereignis ins Leben zu rufen, welches kostenlos, landesweit im Fernsehen zu sehen wäre. Der "Clash Of The Champions" war geboren. Alle großen Namen der WCW sollten antreten und das Konzept ging auf. Zwar machte man natürlich keine vergleichbaren Gewinne, doch der Bekanntheitsgrad des Unternehmens stieg.

Auf "The Best Of WCW Clash Of The Champions" bringt die WWE nun eine Sammlung der besten Kämpfe aus 35 Events. Das Format hielt sich bis 1997 und brachte einige interessante Match-Paarungen hervor. Neben den obligatorischen Sting / Flair Matches (derer es gleich zwei auf den DVDs gibt) treffen hier u.a. Steve Austin (damals noch "Stunning") und Brian Pillman (Clash Of The Champions XXV, 1993), Ultimo Dragon und Dean Malenko (Clash Of The Champions XXXIV, 1997) und Chris Jericho und Eddie Guerrero (R.I.P.), ebenfalls 1997 aufeinander; nur um meine persönlichen Schmankerl aufzuzählen.
Warum Ric Flair gleich in 8 von 26 Matches dabei sein muss, lässt sich wohl nur auf seinen großen Ruhm zurückführen. An der Güte seiner Matches liegt es jedenfalls nicht.

Für mehr Spaß beim Zusehen sorgen jedenfalls eher Namen wie Arn Anderson, Cactus Jack (damals noch mit dem Zusatz "Manson"), der Midnight, sowie der Rock & Roll Express, Rick Rude oder auch Randy Savage.
Zwar gibt es für die Käufer der Blu-ray Version wieder nette Bonus-Schmankerl, doch die gibt es diesmal auch exklusiv für die Besitzer der DVD-Variante. Der Midnight Express trifft auf die Fantastics und Hollywood Hogan trifft auf... na? Jepp, Ric Flair.
Nostalgie pur.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 7, 2012 2:24 PM MEST


Slipknot - (Sic)Nesses Live At Download [Blu-ray]
Slipknot - (Sic)Nesses Live At Download [Blu-ray]
DVD ~ Slipknot
Preis: EUR 10,97

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Fans der Kompletten Discographie dürfen einen Stern addieren ;-), 2. August 2012
"Disasterpieces" war ein heftiges Ausrufezeichen, audiovisuelle Gewalt galore. Slipknot waren auf dem Zenit der Brutalität und zementierten dies mit eben jener Live-DVD; eine der wenigen Live-DVDs, die ich persönlich als sehr gelungen, ja fast perfekt betrachte. Unterhaltsam, kurzweilig, extrem und zudem stets unberechenbar und ein wenig gefährlich, so gaben sich die 9 Hobby-Psychopathen damals.
Vieles von damals ist 2 Alben später einem gewissen Kalkül gewichen. Natürlich sollten Bands in erster Linie selbst mit ihrer Musik glücklich werden, so denkt jedenfalls der Künstler, doch Slipknots Zugeständnisse an den Mainstream, durch vermehrten Einsatz von Melodien und Klargesang, schienen mir immer etwas zu stark nach Anbiederung zu müffeln. Da können sie noch so sehr die wilden Rebellen geben, nach "Iowa" hat die Des Moines-Posse meines Erachtens nichts Großartiges mehr veröffentlicht.

Nun ist dieser Tage mit "{sic}nesses" die Blu-ray Version des nicht mal 2 Jahre alten Auftritts auf dem britischen Download Festival erschienen und mit eingangs gepriesenem "Disasterpieces"-Doppeldecker kann sich das Ding leider nicht messen. Lässt man die albernen Gimmicks, sprich die zwei Percussion-Hampelmänner, sowie Sampling und Turntables weg, bleibt "nur" noch eine extreme Metalband, die sich genauso rockstarmäßig verhält wie so ziemlich jede andere. Manch eine Ansage von Vorturner Corey Taylor wirkt sogar regelrecht anbiedernd.
Das Bonusmaterial hält sämtliche Videos des "All Hope Is Gone" Albums bereit, sowie den Film "Audible Visions Of {sic}nesses". Den Rotz hätte es nicht gebraucht, vor allem wenn man bedenkt, in welch hohen Tönen vom zuständigen, ach so kreativen "Regisseur", Slipknot Percussionist Shawn Crahan gejubelt wird. Schlecht gefilmte Live-Ausschnitte wechseln sich mit belanglosen (und ebenfalls schlecht gefilmten) Backstage-Albereien ab.

Bevor der Eindruck aufkommt, ich würde die Band nicht mögen, hier einige gute Gründe, sich das Ding trotzdem zuzulegen:

1. Im Gegensatz zur DVD-VÖ punktet die Neuauflage mit 5.1 Sound und selbstverständlich einem besseren Bild.

2. Die Band wirkt zwar an manchen Stellen etwas routiniert (wäre auch seltsam wenn nicht), ist aber sehr agil und spielt sowohl brutal, als auch auf den Punkt (lediglich Taylor schwächelt in den klaren Momenten etwas).

3. Die Setlist hält für jeden etwas bereit, da kann selbst ich mit Rohrkrepierern wie "Vermilion" leben.

4. Das Publikum, bestehend aus rund 80.000 (!) Verrückten macht ordentlich Alarm, feiert ausgelassen (sämtliche Titten wurden leider zensiert und derer gab es einige) und verleiht den Aufnahmen den nötigen Kick.

5. "Spit It Out"!!! Gänsehaut pur und ein kleiner Kyuss-Tribut am Ende!

6. Der Auftritt war einer der letzten, großen mit dem, ein Jahr später verstorbenen Bassisten Paul Gray, stellt also so gesehen ein Vermächtnis dar.
Sollte man als Fan, trotz meiner Kritik also definitiv im Regal stehen haben.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 25, 2012 5:12 PM MEST


UFC Best Of 2011 [2 DVDs]
UFC Best Of 2011 [2 DVDs]
DVD ~ Diverse
Preis: EUR 27,96

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Weitaus besser als sein Vorgänger, 4. Juli 2012
Rezension bezieht sich auf: UFC Best Of 2011 [2 DVDs] (DVD)
Nach der "Best Of 2010" und vor allem nach den "Ultimate Heavyweights" war ich gespannt auf die nächste Veröffentlichung aus dem Hause UFC und ich sollte nicht enttäuscht werden.
Hatte ich bei der '10er Auflage teilweise noch meine Bedenken, hinsichtlich der Qualität einzelner Auseinandersetzungen, so startet die 2011er Werkschau direkt mit Cain Velasquez vs. Junior Dos Santos, und wer diese beiden schon im Oktagon beobachten durfte, wird sich jetzt bereits die Lippen lecken. Ärgerlich ist hier erneut, dass viele Fights nicht komplett, sondern lediglich Highlights daraus gezeigt werden. Vorteil der Sache: Action, Action, Action! DVD 1 ist derart atemberaubend, dass es eine wahre Freude ist.
Frank Mir vs. Minotauro Nogueira, Brock Lesnar vs. Alistair Overeem, Jon Jones vs. Lyoto Machida, Wanderlei Silva vs. Chris Leben, BJ Penn vs. Nick Diaz, die Liste ließe sich noch ein gutes Stück weiterführen, hier rappelt und kracht es an allen Ecken und Enden der 30 Fights.
DVD 2 stimmt dann auch die versöhnlich, die lieber ganze Kämpfe sehen. So gibt es hier noch einmal die Highlights der Highlights, im Klartext 10 komplette Fights.
Dieses Set sei allen Einsteigern (wie mir ^^) wärmstens empfohlen.


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